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Thema: Elfenruine nahe Orzammar

  1. #21
    Newbie Avatar von Xydia
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    Alles was Rowen sagte schien von Wur auf sein persönliches Erbe gesteuert zu sein. Selbst Dinge wie das warum, was sie klar zum Ausdruck gebracht hatte, schien er nicht verstanden oder überhört zu haben. "Du irrst, Rowen. Mitleid habe ich nicht bekommen, von wem auch? Was ich Dir sagte, sagte ich nur aus einem Grund damit es auch in Deinen Schädel geht, dass Du nicht der einzige bist, der sich aht durch missliche Lagen hat bringen müssen. Was Rhaego betrifft, wenn er spitze Ohren hätte, wäre er ein Elf. Elf sein heißt nur das wir aus einem Volk stammen. Rosenohren heißt nur des ein Mensch ist. Nichts mehr und nichts weniger." Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. "Ich erwarte auch nicht, dass Du ein Held bis und Heldentaten vollbringst. Ob Mensch oder Elf, wir sind aus Fleisch und Blut, nicht wie die Übergroßenhelden aus den Geschichten die man den Kindern erzählt oder in Büchern lesen kann. Du mußt für mich keine Heldentaten vollbringen, nichteinmal würde ich dazu auffordern."

    Langsam ging sie hinüber zu Rhaego, ging dort angekommen in die Knie, wacklig. "Danke, Rhaego ... und natürlich werde ich sparsam sein, nur einen kleinen Schluck nehmen." Das Gefäß lag in ihren zitternden Händen als sie es zum Mund führte und einen wirklich kleinen Schluck nahm. "Nochmals vielen Dank, Rhaego." Dann reichte sie ihm den wieder verschlossenen Flakon wieder zurück. Als sie sich wieder aufrichtete, zitterten ihre Hände nicht mehr.

    In seiner ureigenen Art nahm sie Rowen wieder in Empfang. Sie kannte es, er war wie er war, weil er nicht mehr verletzt werden wollte. "Ehrlichkeit, das ist eine Menge und da Du dies für mich tun willst, werde ich es auch für Dich tun. Du hast mein Wort, auch wenn es Dir nichts bedeutet. Ich bin eine Verzauberin und ja ich bin weit ab von meinem Turm, doch ich bin keine Renegatin. Warum es ist, wie es ist, wird dich nicht interessieren und muß es auch nicht. Wichtig ist nur dass ich die Wahrheit spreche. Leider haben wir alle schon viel schlimmeres gesehen." Ihre sanften Gesichtszüge wurden ernst. "... wir alle..."

    Langsam blickte sie auf zu Rowen. "Komm lass uns weiter hineingehen, es gibt hier noch Dinge zu finden, die uns weiterhelfen zu überleben und das wollen wir doch alle, oder?" Die Elfe wandte sie um und ging tiefer hinein in das Bauwerk.

  2. #22
    DA-FRPG only Avatar von Rowen Teravis
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    Rowen verzog keine Mine und ertrug schweigend und mit ernstem Gesicht Xydias Worte. Es machte keinen Sinn mit ihr zu reden, sie war viel zu sehr in ihrer Denkweise festgefahren. Warum gab sie sich überhaupt so viel Mühe mit ihm? Der Dieb war nicht gerade der beste Verbündete hier unten, oder?

    "Komm lass uns weiter hineingehen, es gibt hier noch Dinge zu finden, die uns weiterhelfen zu überleben und das wollen wir doch alle, oder?"

    Zum Beispiel? Die sollte jetzt bloß nicht anfangen ihm Geschichtsunterricht zu geben...
    „Hmpf.“ brummte er nur, was wenig begeistert klang. „Wie wärs mit einem Ausgang? Würd mich sehr interessieren wo wir hier überhaupt sind.“
    Und ob vielleicht irgendwelche Zivilisation in der Nähe war. Rowen hasste die Wildnis. Seine Welt war die des Schattens und der Heimlichkeit auf den Dächern einer nächtlichen Stadt, nicht die von Unkraut, wilden Tieren und allem anderen Mist der da sonst noch draußen lauerte.
    Davon abgesehen hing ihm der Magen inzwischen bis zu den Knien. Er hatte keine Ahnung ob bei dem ganzen Unkraut hier auch etwas essbares dabei war. Mit solchem Zeug kannte er sich nicht aus und bei seinem Glück würde er sich dann nur selbst vergiften.

    Ziemlich mies gelaunt schlurfte der Dieb hinter Xydia her und kickte ab und zu mit dem Fuß einen Stein weg wenn er auf dem Weg lag. Desinteressiert schweifte sein Blick durch die Ruine. Sah genauso aus wie bisher aus: Dreck und Schutt, der mit Unkraut überwuchert war. Wobei das Unkraut langsam mehr wurde, da der Weg weiter nach oben führte. Keine Ahnung was sich Xydia zu finden erhoffte und warum sie ausgerechnet Rowen mitschleifen wollte. Alle anderen würden viel mehr Interesse für all das hier heucheln. Blondie war sogar schon wieder verschwunden um weiter den ganzen Schrott zu bewundern. Und dieser andere Kerl... wie hieß er nochmal... Alrik? War ebenfalls nicht auffindbar, hatte zuletzt noch geschlafen und wusste wohl gar nicht, dass sich alle anderen plötzlich weitergezogen waren. Xydia hatte sich scheinbar dazu entschieden die beiden lästigen Anhängsel einfach zurückzulassen. Dafür erntete sie Rowens stille Zustimmung. Je weniger Ballast man mit sich schleppte, desto schneller kam man voran, nicht?

    "Mal angenommen wir kommen hier raus. Was hast du dann vor?" brach er nach einer Weile des Schweigens die Stille. Was machen Magier eigentlich sonst so den ganzen Tag? Die hatten ja kein Leben, sondern hockten den ganzen Tag in ihrem goldenen Käfig und wurden durchgefüttert. Der Dieb konnte sich nicht vorstellen, dass sie sowas Ähnlichem wie einer Arbeit oder einer sinnvollen Tätigkeit nachgingen.
    Geändert von Rowen Teravis (04.09.2017 um 06:54 Uhr)

  3. #23
    Newbie Avatar von Xydia
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    Sein Hmpf ignorierte sie, konnte nichts dazu sagen. Rowen, so schien ihr, hatte seine eigenen Ängste und die ließen seine Laune in den Keller gehen. Er war ein Stadtkind, das in den dunklen Gassen lebte, jeden Schatten zu nutzen wusste. Ob Geldbeutel oder Kehle, er würde es tun wenn die Chancen gut für ihn standen.

    "Ein Ausgang? Ja, das wäre gut, wobei für den Moment bin ich froh hier drin zu sein. Es mag trügerisch sein, doch ich hoffe das hier drinnen keine Gefahren sind, außer die die wir hier hin mitgebracht haben." Die Luft war hier frischer als von dort wo sie kamen und die Elfe genoss es. "Mmh frische Luft.. es könnte mit dem Ausgang klappen.

    Aufmerksam und vorsichtig ging sie weiter voran, ab und an berührte sie mit ihrem Zauberstab die Wand oder eine Säule und hinerließ eine sichtbare Markierung. "Vielleicht finden wir noch etwas das wir essen können, wir haben es uns alle verdient. Im Turm gab es feste Essenszeiten..." Sie hielt kurz an. "... wenn man versagt hatte am Tag ob bei Zaubersprüchen oder Geschichte oder sonst irgendwie seinem Lehrer nicht gefiel, bekam man kein Essen, das konnte auch mal drei Tage hintereinander sein. Als Verzauber, so Du die Prüfung bestanden hast, forschst Du wie man die Plage aufhalten kann." Ihre Augen suchten die von Rowen. "Wenn man bei der Prüfung versagt, wird man getötet, umgehend, weil niemand einen in den Reihen duldet, der eine Gefahr ist."

    Immer wieder blieb sie stehen und schaute sich um versuchte etwas zu entdecken, dass ihr vielleicht helfen würde doch sie fand nichts. Ein Fresko an Decke zeigte Elfen bei Spiel und Tanz, gerne hätte sie es sich länger angeschaut, doch sie wusste, dass es Rowen nicht gefallen würde eher noch mehr seinen Ärger nähren würde. Die Elfe schritt weiter und war mehr als überrascht als der Elf sie fragte "Mal angenommen wir kommen hier raus. Was hast du dann vor?"

    "Was... was ich dann vorhabe?" Xydia war vollkommen aus dem Konzept gebracht. "Ich weiß nicht recht... ich kann nicht zurück, auch wenn ich es wollte, die Chance, das man mir glaubt ist gering. Vielleicht würde man mich töten oder mir alle Gefühle nehmen, dann wäre ich als Seelenlose gefangen in meinem Körper bis zum Tod nicht einmal wissend was ich vermisse. Ich bin nicht für ein Leben in der Wildnis geschaffen... verstehst Du? Ich mag Wälder und Haine und doch ist es nicht etwas in dem ich ohne Angst leben würde. Nicht mal in einer Stadt könnte ich leben. Sobald jemand weiß dass ich Magie wirken kann, bin ich für die meisten nur eine Mißgeburt die man am Besten von der Welt tilgt... Verzauberer sind nicht sehr bliebt."

    Sie schritt langsam weiter, lachte glockenhell auf. "Manchmal, dann träume ich davon frei zu sein und in einem Haus zu leben und all die Bedrohungen sind nicht vorhanden, das wäre das Schönste, aber es ist nur ein Traum. Rowen, was wirst Du tun, wenn wir hier raus sind?"

  4. #24
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    "Ein Ausgang? Ja, das wäre gut, wobei für den Moment bin ich froh hier drin zu sein. Es mag trügerisch sein, doch ich hoffe das hier drinnen keine Gefahren sind, außer die die wir hier hin mitgebracht haben."

    Von der einstürzenden Decke erschlagen werden zählt also nicht? Die ganzen Trümmer auf dem Boden kamen ja auch irgendwoher und es sah nicht umsonst alles aus wie eine Schutthalde... Auch wenn sie es vielleicht nicht wahr haben wollte, auch dieser Steinhaufen einer ach so glorreichen Elfenzivilisation hatte seine besten Tage hinter sich und würde nicht ewig bestehen bleiben. Je eher sie hier rauskamen, desto besser. Rowen folgte der Elfe weiterhin wie ein stiller Schatten. Auch er war aufmerksam und vorsichtig, nur ließ er sich nicht ablenken von den Hinterlassenschaften der früheren Bewohner dieses Ortes.

    "Mmh frische Luft.. es könnte mit dem Ausgang klappen.“

    Luftzug. Aha. „Dir ist schon aufgefallen, dass hier überall Löcher in der Wand sind?“ warf der Dieb zweifelnd ein. Woher kam sonst das Licht, dass das ganze Unkraut zum wachsen brauchte. Auch Rowens Blick wanderte immer wieder zur Decke, doch nicht weil ihn der ganze Kitsch dort oben interessierte. Eher machte es ihm Sorgen, dass ihm seit einer Weile immer wieder frischer Staub auf den Kopf rieselte. Hoffentlich stürzte der ganze Schrotthaufen nicht gleich über ihnen zusammen. Je eher sie hier rauskamen, desto besser.

    Verstehe. dachte er nur als er ihre Antwort hörte. Mitleid empfand er nicht. Er kannte Elfen die es schlimmer getroffen hatte. Er hätte jetzt davon erzählen können wie das Leben in seiner Gesellschaft gewesen war, früher noch als er noch in seiner Stadt lebte, aber er empfand das als sinnlos. Solange sie ihn nicht danach fragte, würde er weiter über dieses Kapitel seine Lebens schweigen. „An deiner Stelle würd ich reisen. Nie lange an einem Ort bleiben. Erspart viel Ärger.“ So machte er das zumindest. Abtauchen wenn dicke Luft war.

    "Manchmal, dann träume ich davon frei zu sein und in einem Haus zu leben und all die Bedrohungen sind nicht vorhanden, das wäre das Schönste, aber es ist nur ein Traum. Rowen, was wirst Du tun, wenn wir hier raus sind?"

    Da kam die unvermeidbare Frage und sie erhoffte sich wohl eine tiefsinnige Antwort. Bei dem Dieb war sie mit sowas an der falschen Adresse. „Keine Ahnung.“ Er zuckte leicht mit den Schultern, woraufhin ihn ein fieses Stechen daran erinnerte, solche Bewegungen fürs erste lieber zu vermeiden. “Die nächste Kneipe suchen und mich besaufen, schätze ich.“ Das war der Unterschied zwischen ihnen. Sie war verträumt und griff nach den Sternen, er hingegen war ein kalter, nüchterner Realist der nur noch von Tag zu Tag lebte. „Und dann... mal schauen. Ich plane selten. Kann immer sein, dass man die nächsten fünf Minuten nicht überlebt.“ Auch jetzt gerade. Es könnte sich jeden Moment ein Stein aus der maroden Decke lösen und die beiden Elfen erschlagen. Warum sollte man sich also weitreichende, langfristige Gedanken machen. Es war sinnlos und verschwendete Energie. Und sobald man tot war juckte einen das alles sowieso nicht mehr.

    Kurz hob er wieder den Blick und seine Mine hellte sich ein bisschen auf. Vor ihnen blockierte eine massive eiserne Gittertür den Weg. Sah so ähnlich aus wie die, die sich im ersten Raum der Ruine befunden hatte. Ein wohliges Kribbeln bildete sich in seinen Fingerspitzen. Es erschien zu verlockend, seine Dietriche an dem Schloss auszuprobieren und herauszufinden, ob diese übertrieben allwissenden und glorreichen Elfen tatsächlich in der Lage waren, ein vernünftiges Schloss zu bauen. Der Gang hinter der Tür erschien stockfinster. Nicht erkennbar was sich dahinter befand, aber wenn sich jemand so viel Mühe gab den Weg abzusperren, musste es etwas wichtiges sein, oder? „Ah... da vorne ist eine Tür. Das sieht doch nach Ausgang aus, nicht?“ Er ging langsam an ihr vorbei um sich die Tür genauer anzusehen.

  5. #25
    Newbie Avatar von Xydia
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    "Oh... keine Planung, einfach spontan beesaufen und dann weiterziehen..." Xydia lachte, ein freundliches Lachen. Das was er da sagte machte ihn, Rowen, beinahe erträglich. Weil ansonsten egal was man ihm erzählte schien er ab zu tun das er oder andere die er kannte es schlimmer angetroffen hatten als die Person, die versuchte ihren Hintergrund zu erklären. Rowen war jemand der in seiner eigenen Welt aus Schmerz undLeid gefangen war und kein Mitleid mit wem auch immer hatte, nur um selbst nicht verletzt zu werden. "Das hat schon was, aber als Verzauberer, sollte ich das nie tun, ich muß Herrin meiner Sinne bleiben. Wenn ich die Kontrolle verliere, kann es passieren, dass ein Dämon hinter dem Vorhang auf mich aufmerksam wird."

    Seite an Seite schritt sie neben ihm, Rowen mochte ein Schatten sein, doch sie war keiner und hoffte nie einer zu werden. Er schien irritiert, nervös zu sein, traute der Struktur des Gebäudes nicht. 'Warum sollte es nun zusammenbrechen, nach all den hunderten von Jahren?' Er folgte dem Luftzug, blieb vor dem vermeintlichen Ausgang stehen.

    „Ah... da vorne ist eine Tür. Das sieht doch nach Ausgang aus, nicht?“ Er trat auf das Gitter zu. Man konnte es förmlich riechen, wie sehr er darauf bedacht war seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

    "Rowen, manchmal gibt es Gitter die, jene, die dort wohnen vor etwas von draußen beschützen." Die Elfe tat einige Schritte nach hinten, alles in ihr schien zu sich zu sträuben die Tür zu öffnen.

  6. #26
    DA-FRPG only Avatar von Rowen Teravis
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    "Rowen, manchmal gibt es Gitter die, jene, die dort wohnen vor etwas von draußen beschützen."

    „Ja. Vor Leuten wie mir zum Beispiel“, meinte er trocken, ignorierte die Elfe mal komplett und begann das Tor zu untersuchen. Sie konnte ruhig wegrennen wenn sie wollte. Für ihn war sein Diebesinstinkt stärker als die Vorsicht. Man lebte nur einmal, oder? Das hier konnte er sich nicht entgehen lassen. Rowen beäugte die Tür. Die Gitterstäbe waren verbogen, was nur deutlich zeigte, dass in der Vergangenheit jemand versucht hatte sie mit Gewalt zu öffnen. Ebenso wirkte auch das Schloss verbeult und ramponiert, was dem Dieb einen missbilligenden Blick entlockte. Plünderer, eindeutig. Leute die zu blöd waren ihre Finger zu benutzen und stattdessen mit dem Kopf durch die Wand wollten. An der Tür hier waren sie offensichtlich gescheitert und das könnte bedeuten, dass der dahinter befindliche Raum noch unberührt war. Es war dann wohl nicht der Ausgang, aber vielleicht lag etwas von Wert dahinter verborgen...

    Rowen kniete sich vor das Schloss, zog sein Werkzeug aus der Tasche und machte sich an die Arbeit. Sofort merkte er, dass das Innere des Schlosses mit einer dicken Schicht aus Rost verklebt war. Kein Wunder, dass seine Vorgänger daran gescheitert waren und ihren Frust dann an der Tür ausgelassen hatten. Amateure. Rowen zog einen schmaleren Dietrich mit einer dünnen Spitze aus seiner Sammlung und begann im Schloss herumzukratzen. Vorsichtig und mit geübten Bewegungen begann er, die Rostschicht von den Bolzen im Inneren zu lösen. Es war ungewohnt hier völlig ohne Zeitdruck zu arbeiten und er vermisste irgendwie das Kribbeln vom Risiko und der Anspannung im Nacken. Das hier war dagegen fast erholsam und nach einer Weile ertappte sich der Dieb dabei, dass er eine leise, vergnügte Melodie vor sich hin summte. Es ging ihm nicht im geringsten darum sich zu beweisen. Es fühlte sich so gut an wieder das zu tun was er konnte und was er liebte. Wie sehr er das vermisst hatte. Es versetzte ihn in eine Zeit in der er mehr als nur ein schmieriger, zweitklassiger Taschendieb gewesen war. Eine Zeit in der er mit seiner Bande über die Dächer seiner Stadt streifte... stille, lautlose Schatten denen die Nacht gehörte und die weder Schloss noch Wache aufhalten konnte...

    Aber das war vorbei. Von damals war nichts mehr übrig, die Bande war zerschlagen oder tot. Die Stadt war für ihn verloren. Und wie früher war er wieder ein einsamer Schatten, der täglich sehen musste wo er blieb. Ein schmieriger Taschendieb und nicht mehr.

    Nach einer Weile merkte er, dass sich die Bolzen im Schloss wieder bewegen ließen. Der Dieb wechselte wieder sein Werkzeug und von da an waren es nur wenige Sekunden, bis er das Schloss geknackt hatte. Ganz schön primitives Schloss, dafür dass die Elfen angeblich so großartig waren. Als er am Tor zog, kreischten die verrosteten Angeln wie tausende verlorener Seelen. Rowen zuckte bei dem Lärm zusammen und huschte von der Tür weg. Wieso musste der Schrott so laut sein?! Aber da war es nun, die Tür war offen und hatte ihren Weg freigegeben.
    Geändert von Rowen Teravis (14.09.2017 um 13:19 Uhr)

  7. #27
    Newbie Avatar von Xydia
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    Während Rowen sich seinem 'Handwerk' hingab, ließ sie sich nieder und ruhte sich aus. Jeden Moment der Ruhe, den sie kriegen konnte. Trotzdem schaute sie dem Dieb, dem Schatten, Rowen zu. Was er tat, tat er mit Geschick. Als er, in seine Arbeit vertieft, anfing zu summen, ja leise ein Lied zu singen, entspannten sich ihre Gesichtszüge und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. Ehe sie es selbst bemerkte, war sie eingenickt.
    Die Elfe schreckte hoch, als die Türe mit einem Quitschen aufstand. Ertappt. „Oh… ich… ähm… Rowen… die Tür… offen. Wollen wir? Das Beste wäre, wenn Du vorgehen würdest, Du wirst besser als jeder andere Fallen finden und entschärfen.“

    Sie gingen los folgten dem Verlauf des Ganges, der, anders als die Räume keinerlei Verzierungen aufwies. Auch fiel auf, dass der Gang nach unten führte. Einige Zeit folgten sie dem Gang. Ein Klappern ward zu hören. Ihre Stimme ein Flüstern. „Rowen… bitte, lass mich vor“ Entschlossen schritt sie voran, den Magierstab fest umklammert. Nach der nächsten Kurve war auszumachen, was dort klapperte. Eine Nebenpforte. Die Flügel waren stark beschädigt. Abrupt hielt Xydia an, sprach leise ein paar Worte und ihr Magierstab gab ein fahles Licht ab. Ihr verschlug es die Sprache.

    Die skelettierten Leichen von Zwergen und der Dunkeln Brut bedeckten den Boden. Es waren nur wenige Zwerge gewesen, so wie es aussah, hatten sie alle ihre Gegner getötet und waren dann selbst ihren Verletzungen erlegen. „Wir können den Weg nicht gehen… jeder der bei Sinnen ist, wird nicht versuchen den Raum bis zur Pforte zu passieren. Der Weg ist versperrt.“ Die Verzauberin wandte sich zu Rowen. „Wir sollten zurück, der Ort hier verspricht den Tod, etwas das wir nicht suchen und auch nicht finden wollen.“

  8. #28
    DA-FRPG only Avatar von Rowen Teravis
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    Der Dieb tauchte in die Finsternis des Ganges ein. Irgendwas knirschte und knackte unter seinen Stiefeln und es waren ganz sicher weder Steine noch Unkraut. Ein ganz seltsames, trockenes Knacken... irgendwie gab ihm das ein ungutes Gefühl. Im Gang gab es tatsächlich einen Luftzug und ein seltsames, dumpfes Echo. Das war nicht der Ausgang. Und Xydia bestätigte das als sie Licht machte und damit den Blick auf ein Schlachtfeld freigab. Rowen fluchte. Damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Gleichermaßen angewidert wie beeindruckt schweifte sein Blick über den Friedhof. Der ganze Weg war bis zum Bersten angefüllt mit Knochen. Er konnte nicht so wirklich zuordnen was die meisten davon waren, er hatte nie in seinem Leben Dunkle Brut zu Gesicht bekommen. Nur die zwergischen Überreste fielen ihm ins Auge, weil sie noch teilweise in ihren Rüstungen steckten. Rüstungen, die zumindest Ähnlichkeit mit dem besaßen was er schon gesehen hatte.

    Entgegen Xydias Warung und wider jeglicher Vernunft bewegte sich der Dieb näher an die ganzen Überreste heran, wobei er sich sehr viel Mühe gab leise zu sein und auf nichts zu treten das Lärm machen könnte. Natürlich würde er nie im Traum daran denken, durch den zweiten Durchgang zu laufen und festzustellen wo die ganzen Skelette hergekommen waren. Aber das Stück vorher... Was für ein Schlachtfeld. Die mussten hier schon eine Weile liegen, weil ihnen der unerträgliche Verwesungsgestank erspart blieb. Glücklicherweise. Nach einer Weile des vorsichtigen Vortastens hatte Rowen das erste Zwergenskelett erreicht, und ganz in alter Diebesgewohnheit begann er nun, die Überreste nach Wertsachen zu durchsuchen. Ein Teil von ihm rechnete damit, dass ihn jeden Moment eine der skelettierten Hände packen würde, aber das war natürlich Schwachsinn. Obwohl... genau das war doch gestern auch passiert, oder?
    Aber gestern hatte sich das alles auch anders angefühlt, als hätte ihn sein Instinkt schon vor der Gefahr warnen wollen. Diesmal war es nicht so, er war angespannt aber nicht unmittelbar alarmiert. Es schien also soweit sicher zu sein, solang er vorsichtig war und auf sein Gefühl hörte. Und dieses sagte ihm: Greif zu, solange du kannst.
    Dennoch gab er sich Mühe sich zu beeilen. Am Ende hatte er immerhin ein paar Geldmünzen und einen ungewöhnlich aussehenden Ring gefunden. Nicht die Ausbeute die er erwartet hatte, aber Waffen und sonstiges waren schon bis zum Zerfall durchgerostet.

    Er steckte das Zeug ein und schlängelte sich dann still und flink wieder in den Gang zu Xydia, um dann mit ihr zusammen wieder nach oben zurückzugehen. Auch wenn er es nicht zugegeben hätte, je mehr Abstand er zwischen sich und dieses Schlachtfeld brachte, desto wohler würde er sich fühlen.
    Geändert von Rowen Teravis (19.09.2017 um 11:10 Uhr)

  9. #29
    Newbie Avatar von Xydia
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    Die Elfe lehnte sich an die Wand und schaute zu, wie Rowen sich heranpirschte. 'Warum jetzt ein Risiko eingehen? War Rowen so sehr auf den schnöden Mamon fixiert?' Sie war eine Magi, eine Verzauberin doch für nichts in der Welt hätte sie einen Fuß in den Raum getan. Die Zwerge hatten hier ihre letzte Schlacht geschlagen. Warum Zwerge so etwas taten wusste sie nicht, nur das es bei den Zwergen Dinge gab, die sie nicht verstand. Jedenfalls schien es als habe die Zwerge hier einen 'tiefen Weg' genutzt.

    Da war etwas, etwas das ihr die Haare zu Berg stehen ließ. Xydia schloss die Augen, konzentrierte sich, kurz darauf begann die Spitze ihres Stabes den Raum in ein fahles Licht zu hüllen. Es war zur rechten Zeit! Durch das Licht konnte man den Schatten sehen. "Rowen.... Spinne... lauf!"

  10. #30
    DA-FRPG only Avatar von Rowen Teravis
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    Der Dieb flitzte los, als er die Warnung hörte. Da war die Aufregung die er vermisst hatte! Im Vorbeirennen packte er die Elfe und zog sie hinter sich her, wobei es glücklicherweise nur ein paar wenige Meter waren bis sie die Tür erreichten. Rowen warf das Tor hinter sich zu und nur wenige Augenblicke später krachte etwas hart und scheppernd dagegen. Das Eisen quietschte, aber es hielt. Rowen drehte sich um und fasste das pechschwarze Etwas ins Auge, das am Gitter kratze und eines seiner langen dünnen Beine durch die Lücken streckte um die Beiden Elfen zu erreichen. Die Spinne rüttelte noch eine Weile am Gitter, bis sie sich dann enttäuscht in die Finsternis zurückzog.
    Rowen seufzte und aus irgendeinem Grund musste er grinsen. „So viel dazu“, meinte er trocken. Das war das Risiko, und wieder einmal war er zu seinen Gunsten ausgegangen. Jetzt, weil er in diesem Gang mehr Licht hatte, zog er den Ring aus der Tasche den er eben erbeutet hatte. Das Schmuckstück war komplett schwarz angelaufen und verschwand unter einer Dreckschicht. Ganz behutsam nahm Rowen seinen Umhang um es daran etwas abzuwischen. Und er staunte nicht schlecht als ihm schon bald etwas goldenes entgegen schimmerte. Was hab ich da gefunden?
    Das alles schien sich wirklich gelohnt zu haben...

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