Hamburg kauft Labbadia in Leverkusen frei
Der HSV hat den Nachfolger für Martin Jol gefunden: Aus Leverkusen kommt Bruno Labbadia. Hamburg zahlt eine Ablöse für den Wunschtrainer, der auch bei Bayer hätte bleiben können - doch Labbadia sah keine Zukunft mehr für sich.
Stand nicht Bruno Labbadia vor einer Woche noch vor dem Rauswurf in Leverkusen? Wurde nicht spekuliert, dass Bayer den Trainer unmittelbar nach dem verpassten Pokalsieg schassen könnte? Hatte ihm Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser wenige Tage vor dem Pokalfinale nicht plötzlich den Treueschwur verweigert?
Die Zukunft von Labbadia war ungewiss - nur eines war klar: sie wird nicht bei Bayer Leverkusen liegen. Es gab kein Medium, das nicht darüber spekulierte, dass der ehemalige Stürmer unmittelbar nach dem Pokalfinale in Berlin (0:1 gegen Bremen) gehen muss. Und wenn nicht schon sonntags, dann eben ein paar Tage später.
Eine Woche danach musste der Hamburger SV plötzlich hart kämpfen, um seinen Trainer-Wunschkandidaten an die Elbe lotsen zu können. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE werden die Hanseaten eine Ablösesumme im höheren sechsstelligen Bereich für den Nachfolger von Martin Jol überweisen und ihn mit einem langfristigen Vertrag ausstatten. Labbadia beginnt am 1. Juli seine Arbeit in Hamburg, der Stadt, in der seine Tochter studiert und der ehemalige Stürmer 1987 bis 1988 selbst gespielt hat.