Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
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    Standard Phobien mit VR-Brille heilen

    Hallo,

    ich habe letztens erst wieder in einem Podcast gehört dass man mit VR-Brillen wunderbar Therapien machen kann. Beispiel war eine Spinnenphobie. Man sagt ja, dass man sich dann so vielen Spinnen wie möglich aussetzen soll. Damit den Tieren keine Gefahr droht, nehmen Therapeuten jetzt die virtuellen Tierchen und lassen sie "über deinen Arm" laufen:

    https://www.schwaebische.de/ueberreg...,10929024.html

    Ziemlich cool oder quatsch?
    Was meint ihr?

  2. #2
    Self Control? Avatar von Just_Chill
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    Fragwürdig.

    Nicht nur deswegen, weil es etliche Mods für Skyrim gibt, die Spinnen in etwas anderes umändern:
    https://www.rockpapershotgun.com/201...kyrim-spiders/

    Bzw, die aktuellere Lösung:
    https://www.nexusmods.com/skyrim/mods/26468

    Statt Bären können je nach Mod auch Hasen oder Krabben als Ersatz herhalten.

    Wer schon Skyrim nicht spielen kann, der wird sich sicher auch nicht eine virtuelle Spinne via VR auf die Hand sezten lassen.
    Geändert von Just_Chill (08.10.2018 um 16:35 Uhr)

  3. #3
    Code Sorceress Avatar von andi9x17
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    Zitat Zitat von Just_Chill Beitrag anzeigen
    Fragwürdig.

    Nicht nur deswegen, weil es etliche Mods für Skyrim gibt, die Spinnen in etwas anderes umändern:
    https://www.rockpapershotgun.com/201...kyrim-spiders/
    typische Vermeidungstaktik. Macht Phobien bzw Angststörungen nur schlimmer mit der Zeit. Um sowas los zu werden bleibt nur Konfrontation. Dh. hast du social anxiety, musst du mehr unter leuten. Dasselbe gilt hierbei halt auch mit Agoraphobie. Langzeit Auswirkung noch relativ unbekannt. Aber die VR macht auch nur das, was bereits in der Konfrontationstherapie gemacht wird. Nur dass hier Spinnen Virtuell sind.

  4. #4
    Self Control? Avatar von Just_Chill
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    Ich persönlich bin kein Psychologe und halte auch nicht viel von Leuten die irgendwas von anderen Leuten lernen (ein Psychologie-Studium enthält vor allem viel Stoff von Freud) und meinen damit Menschen zu kennen, einschätzen und durchschauen zu können.

    Wirklich helfen kann sich ein Mensch nur selbst. Auch wenn sich dieser Mensch helfen lassen möchte, kann man ihm nur die Richtung weisen.
    Dem Weg folgen muss er dann schon selber.



    Aber was das mit Konfrontation angeht, bin ich deiner Meinung.
    Die Bodenwanzen amerikanische Kiefernwanze (was zum Geier haben die bei uns überhaupt zu suchen?) haben bei uns gerade emsiges Treiben. Krabbeln oft mal zu 3 bis 5 Stück ins Haus rein.
    Meine Schwester kann die Tiere nicht ab, aber ich halte ihr immer vor, dass sie die als Biologin doch mal anfassen muss.
    Vor allem ist es die einfachste Art sie wieder hinaus zu befördern.
    Mir tun die eh leid, weil sie sicher nur nen Platz zum Überwintern sichen, aber bei uns wird Miete gezahlt sonst fliegt man.
    Und fliegen können die für Käfer echt gut. ^^

    Nachtrag:
    Hab mir jetzt nochmal ein paar Bilder durchgeschaut und festgestellt, dass ich die Tiere verwechselt hab. Wir haben amerikanische Kiefernwanzen die in den USA als Schädlinge betrachtet werden.
    Nun... Wir bauen hier nicht wirklich was an und ich find diese Brummer eher putzig und muss oft schmunzeln wenn ich meine Schwester durch das ganze Haus kreischen höre. *evil laugh*
    Aber immerhin macht sie unter meine Anleitung Fortschritte, mehr kann ich auch nicht tun.
    Geändert von Just_Chill (08.10.2018 um 17:35 Uhr) Grund: Nachtrag über das große Krabbeln bei uns im Haus hinzugefügt.

  5. #5
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    Zitat Zitat von andi9x17 Beitrag anzeigen
    typische Vermeidungstaktik. Macht Phobien bzw Angststörungen nur schlimmer mit der Zeit. Um sowas los zu werden bleibt nur Konfrontation. Dh. hast du social anxiety, musst du mehr unter leuten. Dasselbe gilt hierbei halt auch mit Agoraphobie. Langzeit Auswirkung noch relativ unbekannt. Aber die VR macht auch nur das, was bereits in der Konfrontationstherapie gemacht wird. Nur dass hier Spinnen Virtuell sind.
    Ich finde so über die Mods zu urteilen etwas vorschnell. In dieser Diskussion befinden sich ja anscheinend nur Leute, die nicht an Arachnophobie leiden. Menschen, die sich eventuell schon in Therapie befinden oder sich noch nicht trauen eine zu machen (aus verschiedensten Gründen) hätten so eine Möglichkeit zB trotzdem Skyrim zu spielen. Würde ich nicht so verurteilen.

    Ansonsten muss ich andi9x17 zustimmen:

    Nicht behandelte Phobien werden mit der Zeit immer schlimmer und entwickeln sich auch mit der betroffenen Person zusammen. Besonders soziale Phobien isolieren Menschen immer mehr von ihrem Umfeld und fördern so auch depressive Schübe.
    Da könnte ich mir vorstellen, dass bei einer Konfrontationstherapie von etlichen Phobien eine VR-Brille von Vorteil sein könnte. Das Stress-Level kann schon sehr belastend sein für die Patienten und vielleicht kann man das so auch umgehen..

  6. #6
    Self Control? Avatar von Just_Chill
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    Zitat Zitat von Leduc Beitrag anzeigen
    In dieser Diskussion befinden sich ja anscheinend nur Leute, die nicht an Arachnophobie leiden..
    In meinem Fall liegt es daran, dass ich willkürliche Ängste abstrakt finde und nicht nachvollziehen kann. Vor allem wenn man den Auslöser kennt und sich über jenen informieren kann.

    Unkontrollierte Panikattacken sind ein ganz anderes Thema.
    Aber auch eine wertvolle Erfahrung, die zeigt, dass ein Mensch sein Leben nie unter Kontrolle haben kann. Das ist reine Illusion.
    Einzig eine Routine kann es geben, die einem Menschen das Leben erleichtert.

    Aber Phobien würde ich versuchen mir selber abszutrainieren. Denn da kennt man den Auslöser und im Fall von Spinnen ist eine solche emotionale Anspannung und Belastung vollkommen unnötig.
    Zumal es bei uns keinerlei gefährliche Tiere gibt.
    Mich bringen keine zehn Pferde nach Australien wo es eine aggressive Spinnenart gibt deren Biss einen Menschen innerhalb einer Stunde töten kann.

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