Wenn ich in die Bäckerei gehe, finde ich immer genug Brot. Ganz anders in der Spieleindustire, der man oft Geldgier nachsagt. Aber scheinbar will da keiner meine Kohle.
No mods for Failout 76.
Wahrscheinlich kann auch nicht jedes Jahr ein Shooter, ein Action Adventure oder sonstwas Kreatives erscheinen, wie etwa Anno Domini 2013, das ich als Super-GAU bezeichnen würde. Liegt wahrscheinlich daran, dass diverse Entwicklungsteams ihre Zeit mit Dingen wie Aliens: Colonial Marines, dem Ausbeinen von ehemals funktionierenden Spielprinzipien und neuen Methoden des Melkens verschwenden. Oder mit den Quadratkilometern klotzen, auf denen man anschliessend Joga-Quicktime-Events spielen kann.
Ich meine, ich lese auch Reviews über Spiele, deren Genres mich nicht interessieren und selbst da scheint es wahlweise immer mehr bachab zu gehen oder still zu stehen und Neuerungen betreffen einzig solche Dinge wie einzelne Karren, die alles in allem drei Mal mehr als das Vollpreis-Spiel kosten, während man die KI und Dinge wie Motorensound weiterhin rauchen kann. Andere Spiele scheint man abgespeckt zu haben, weil Kinnect nun halt nicht mehr kann, usw. Im Moment falle ich von einem WTF-Moment in den anderen, während ich Spiele zocke, die eigentlich völlig ausgelutscht sind.
Ihr könntet übrigens mal eure eigene Meinung zum aktuellen Weg der Spieleindustrie darlegen, statt euch darauf zu beschränken, meine Worte auf die Goldwaage zu legen.
Geändert von Boïndil (12.12.2013 um 16:38 Uhr)
No mods for Failout 76.
Das werde ich jetzt mal spontan machen...
Ich fang mal mit den Punkten an die mich selbst beunruhigen und die du großteils glaub ich ja auch schon erwähnt hast.
Das ist für mich vor allem einmal das System der In-App-Käufe, Gran Turismo und Forza haben das ja auf ein ganz neues (meiner Ansicht nach erschreckendes) Niveau gebracht.
Summen die über die Kosten eines Vollpreistitels(!) hinausgehen für irgendwelche kleinen Zusatzinhalte, wer ist blöd genug sowas zu kaufen und wie können sich irgendwelche Entwickler einreden sowas rechtfertigen zu können?
Weiters sehe ich Mini-DLCs als den absolut falschen Weg an(ein paar Kleidungsstücke für einige Euros) und teilweise empfinde ich auch Vorbestellerboni als ungerecht.
Wenn ich mir Rome TW II vorbestellt hätte, hätte ich 3 Fraktionen dazubekommen(darunter Sparta, das zieht schon ziemlich), aber wenn ich mir das Spiel am Releasetag im Laden geholt hätte dann müsste ich das DLC um 7,50 € kaufen...Grund genug für mich TW II irgendwann als GOTY im Steam-Sale und nicht zu Release zu holen.
Dazu kommt eben noch der Trend der paar berühmt-berüchtigten Reihen die jährlich einen Titel raushauen in den meist relativ wenig Arbeit gesteckt wurde.
FIFA bequemt sich öfter dazu an sinnvollen Gameplay-Änderungen zu sparen, COD und Battlefield machen auch häufig Geld mit Spielen die keinen wirklich erwähnenswerten Singleplayer bieten und im MP oft sich doch ziemlich gleich wie der Vorgänger spielen.
Das ganze als Vollpreis und teure Map-Packs gibts dann noch dazu...
Das das System funktioniert liegt eigentlich an zu vielen nicht denkenden, blind kaufenden Konsumenten.
Bedenklich finde ich eigentlich auch noch das man als PCler immer mehr verschiedene DRM-Systeme braucht, eins reicht mir vollkommen...
Trotz der doch recht vielen negativen Punkten seh ich auch viele wirklich positive Punkte.
Ich find z.B. die Steam-Sales extrem fein und hab da immer sehr viel zum Spielen ohne finanziell Abstriche machen zu müssen.
Weiters seh ich eine starke Vielfalt an Spielen, eben auch durch die Etablierungen der Indie-Titel.
Die sind zwar nicht die Mehrheit der Spiele die ich besitze, haben aber doch einen nicht zu verachtenden Anteil in meiner Steam-Bibliothek und viele waren tolle, einzigartige Erfahrungen
Dazu kommt das Spiele inzwischen grafisch auf einem Niveau sind an dem man eigentlich nicht mehr viel kritisieren kann, eine grafische Revolution für einzelne Titel ist im Prinzip nicht mehr so wirklich nötig und man kann sich dann eben auf die anderen Aspekte konzentrieren.
Ich seh übrigens durchaus innovative Titel in den letzten Jahren, sogar auf der PS Vita sind da welche rausgekommen, man denke da z.B. an Gravity Rush(für das ich mal aus meinem typischen Metier hinausgegangen bin und mich sogar mit dem Stil anfreunden konnte, obwohl ich sonst nicht wirklich "Japano-Zeugs" spiele) oder an Tearaway(ist eben vermutlich ein Titel für den man offen sein muss).
Dazu gibts Spiele die mir Storys bieten die ich auf diese Weise nicht im Film erleben kann(Boïndils Vergleich das man für eine Story einen Film schaut halte ich nicht für sinnvoll).
Ich denke da z.b. an Spec Ops The Line, die Entscheidungen die ich dort getroffen habe haben mich auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht und die Entwicklung der Story erlebt man deshalb ganz anders als in einem Film.
Dazu finde ich eine Kombination aus feiner Spielwelt, Story und Gameplay(Mafia II) ist immer ganz anders als ein Film, ich verstehe deshalb nicht warum man Vergleiche so ziehen muss...
Was das Thema Soundtrack betrifft seh ich auch etliche Perlen aller Art in den letzten Jahren, gerade Skyrim bietet da auch einen Soundtrack der mit AAA-Filmen locker mithalten kann.
Aber auch Indie-Spiele haben hier oft was zu bieten, man denke an die Musik von Jim Guthrie.
Letztendlich kommts aber vermutlich auch auf die persönlichen Präferenzen an, man soll ja selbst Spaß haben(wobei es sich wirklich oft auszahlt aus dem üblichen Metier rauszugehen, man entdeckt da vieles was man vorher oft eher verurteilt als gespielt hätte).
Ich hab z.B. mit Deadpool meinen Spaß, das Gameplay ist zwar sicher alles andere als revolutionär, aber mir gefällt eben der Stil, der Humor und das Szenario.
Sicher sind manchal weniger Titel in einem Genre für einen attraktiv, was Rennspiele betrifft haben mich auch viele Reihen enttäuscht und ich hab da auch nicht besonders viele aktuelle Titel die ich zocke, aber ein paar gute die mir zusagen find ich dann doch und mit denen hab ich meine Freude.
Was RPGs betrifft kann man ja auch nicht erwarten das jedes Jahr solche Perlen wie Skyrim erscheinen, man muss sich nur mal anschauen wie lange die da gearbeitet haben...
Bioshock Infinite empfinde ich übrigens im Gegensatz zu Boïndil schon als sehr gut und die Nominierungen für Preise als auf jeden Fall gerechtfertigt.
Eine Spielwelt die so einen guten Eindruck vermittelt sieht man extrem selten, der Stil ist einzigartig und man merkt schon das man sich sehr viele Gedanken über das Szenario gemacht hat.
Das das ganze ein Shooter ist war mir klar, die Mechanik empfinde ich da auch nicht als "altbacken" bzw. müsste mir wer erklären wie sich ein moderner Shooter denn sonst spielen sollte...?
Geschmäcker sind natürlich auch verschieden, ich kann z.B. wenig mit GTA V anfangen, obwohl ich fast alle Titel der Reihe gespielt und gemocht hab.
Für mich ist nur da das Problem das ich keine Lust hab eine Spielwelt zu erkunden wenn ich das mit Charakteren machen muss die ich nicht mag und die für mich unnachvollziehbar handeln.
Deswegen ist das Spiel aber nicht schlecht, ich persönlich halte es eben nicht für genial, aber doch für einen wirklich großen Titel.
Was die Spiele zum Start der neuen Konsolen betrifft ist da die Auswahl schon sehr, sehr enttäuschend, aber da ich am PC derzeit noch mit vielen (für mich) guten Titeln versorgt bin ist mir das relativ egal.
Ich seh eben insgesammt gewisse negative Trends in der Spielebranche, aber für mich überwiegt noch das positive und ich sehe auf jeden Fall Innovationen und find vieles das mir zusagt.
Dazu kommt noch das Spiele inzwischen wirklich auch öffentlich anerkannt sind
Zum Schluss wäre noch zu sagen das ich auch hier und da einmal eine Phase habe in der mich das Zocken nicht interessiert, aber das ändert sich dann meist bald wieder, ist ja auch immer eine Sache der Laune, Zeit usw.
€: Sry für den langen Beitrag, aber man will ja vollständig sein...![]()
Geändert von FriendOfJamaica (12.12.2013 um 18:27 Uhr)
Die Glückslosen sind nichts weiter als ein Bezugspunkt für die Glücklichen, Mister Fisher. Durch ihr Unglück zeigen sie mir nur mein Glück. Es ist nur bedauerlich, dass die Glücklichen erst bemerken, welches Glück sie hatten, wenn es sie verlässt. Sie zum Beispiel: Gestern sind sie besser drangewesen als heute, aber erst durch den heutigen Tag merken Sie das. Aber gestern ist vorbei und es ist zu spät. Verstehen Sie? Die Leute sind nie glücklich, mit dem, was sie haben. Sie wollen das, was sie mal hatten, oder was jemand anders hat.
Lucky Slevin
Mir gefällt besonders die Kolumne von 4Players, die bingt es auf den Punkt.
Was von der nächsten Generation übrig bleib
Selbst Borderlands 1(Old school) ist ein besserer Shooter als Infinite, der mir immersionsschmälernd hölzern vorkam, gar nicht zu reden von den fehlenden Füssen und Schatten und den wenigen Slots und der träge Verwaltung. Ich meine, ich kaufe mir keine Spiele, nur weil sie ein mir genehmes Handling haben(z.B. CoD), aber die tat mir zu jedem Zeitpunkt weh, wenn ich nicht gerade die Kulissen oder Elizabeth bewunderte oder den Sound genoss. Vielleicht muss man mal einen Shooter wie FEAR 2/3 gezockt haben, der in der Handhabung und im Körpergefuhl hervorragend ist.
An GTA fand ich vor allem die Leblosigkeit der Stadt erschreckend und auch immer noch Rockstars Verständnis von Spass. Dazu diese volkommen hohle Ökonomie des Selbstwecks, der nicht vorhandene Schwierigkeitsgrad und übertrieben viele Checkpoints, die Karren fast unkaputtbar, ... Technisch war das Spiel überraschend gut, es ballerte sich schon fast wie in einem richtigen Shooter und die Karren waren schon fast wieder zu einfach zu beherrschen, im Gegensatz zum Vorgänger. Ich mag das Prinzip von solchen Spielen, an dem liegt es nicht, aber das Spiel war das erste, das mich so richtig spüren liess, dass ich und die Spieleindustrie anders ticken. Ich hätte gerne ein Spiel gehabt, in das ich 500 Stunden verlochen kann und GTA5 hätte das Potential gehabt, aber ich konnte mich mit Ach und Krach durch den ersten Duchgang zwingen und das auch nur, weil die Marke Saints Row inzwischen ebenfalls an die Wand gefahren wurde. Ich meine, vor ein paar Jahren fand ich noch, das Saints Row der GTA-Killer ist aber inzwischen gehen mir beide Marken am A vorbei, was bedeutet, dass auch die vergnüglichen Diskussionen darüber wegfallen, welches das besser Spiel ist.
Geändert von Boïndil (12.12.2013 um 18:50 Uhr)
No mods for Failout 76.
Und warum holst du dir dann keine der älteren Konsolen, wenn der Spielemangel dich beinahe verzerrt?
Ich hab zwar nicht so eine "lange" Erfahrung, aber ich kann durchaus behaupten, dass ich noch lange nicht alle guten Perlen durchgespielt habe, ob aktuell oder eben aus den letzten Jahren. Durch die Tatsache, dass ich aktuell auf alle Plattformen (IPad und den ähnliche Geräte ausgenommen) zurückgreifen kann, kann ich nicht gerade behaupten einen Weltuntergang in der Spieleabteilung zu sehen. Klar, einige Dinge stoßen mir auch sauer auf (DLC Politik), aber was Spiele mit Kreativität und guter Story angeht, kann ich mich nicht beklagen, ebenso sind nicht alle Games von Gameplay-Misständen geplagt. Es ist halt auch die Sache, auf was man bei einem Spiel wert legt. Dir gefallen derzeit die wenigen innovativen/holprigen Gameplayelemente nicht, die Grafik scheint auch ein Pferdefuß zu sein, sowie die derzeitige Verkaufspolitik. Wobei du dann wieder auf Spiele eingehst, die ihren eigenen Charme haben, weil ihr Gameplay total Banane ist. Nebenbei: Splinter Cell hat auch in seinen blüte Zeiten grob heruntergebrochen auch nur als Klicksession funktioniert - das ist aber auch eine recht oberflächliche Ansicht, die Hürden kann man sich schon selbst setzen (Mission ohne Kills abschließen).
Schonmal angestestet oder nur gefühlt?Ausserdem habe ich das Gefühl, dass Indies häufig Nostalgiker sind, was auch nicht das Gelbe vom Ei ist und kaum was zum Fortschritt beiträgt.
Ich verstehe in Teilen worauf du hinaus möchtest und erkenne da auch eine Phase, die ich selber schon hatte. Lediglich ist dann aber zu erwähnen, dass die Problematik bei einem selber liegt - ein Luxusproblem. Ich meine, dass du gewillt bist dich für andere Bereiche zu öffnen, scheint ja nicht der Fall zu sein, wie man deinen Posts entnehmen kann, ebenso die unterschwellige Kritik an Spielen, die du nie anfassen würdest (s. Anfangspost). Rezept: Ein gutes Buch lesen und die Spiele bei Seite legen. Ich weiß nicht, wieviel du täglich zockst, aber iwann ist auch mal die Luft raus. Oder aber man wartet auf das kommende Jahr, falls was dabei ist? Oder ist deine Prognose schon für das nächste Jahr genauso angesetzt? Andere Genre ausprobieren? X-Universum?
Wirklich reich ist der, der mehr Träume in seiner Seele hat, als die Wirklichkeit zerstören kann.
Ich find ja eben wie schon gesagt denn Start der neuen Konsolengeneration auch ziemlich schwach, liegt eben daran das man bis auf Killzone anscheinend kein Spiel als wirklich gut bezeichnen kann und eben die großen revolutionären Titel (noch) fehlen.
Früher oder später werden sich die neue Konsolen vermutlich trotzdem gegenüber den alten durchsetzen, da wird man aber wohl noch mit Spielen nachlegen müssen...
Ich hör eben die Kritik an der Shooter-Mechanik bei Bioshock von dir zum ersten Mal und kann sie nicht ganz nachvollziehen weil ich das bis jetzt so nicht erlebt hab und sich das Spiel als Shooter für mich nicht schlecht spielt.
Vermutlich haben wir da andere Erwartungen ans Gameplay...
Fear hab ich nicht gespielt, Szenario und Idee hinter dem Spiel sagen mir schlicht und einfach nicht zu.
Das wir bei Saints Row unterschiedliche Meinungen haben ist mir inzwischen schon bewusst, egal wie man zu der Reihe steht, "an die Wand gefahren" ist aber auf jeden Fall subjektiv.
The Third war für mich ein richtiger Top-Titel, gefallen wird er vermutlich aber nicht jedem, schließlich ist man da mehr in die Richtung -Wahnsinn- gegangen, dass ist aber das gute Recht der Entwickler und für die hat sich das ja gelohnt, muss aber nicht jedem gefallen.
Sicher ist nicht alles perfekt gelaufen und ich find den 4er bis jetzt auch eine Spur schwächer als den Vorgänger, aber für mich bleibt ein positiver Eindruck von der Reihe.
Mit dem aktuellen GTA hab ich eben auch so meine Probleme, bei mir liegt das eben an den Charakteren.
Was Indie-Spiele betrifft: ist eigentlich ganz klar das viele davon Retro sind, schließlich sind die Möglichkeiten für kleinere Entwickler eingeschränkt und da ist eine Retro-Grafik naheliegend und im Bereich des Möglichen.
Wenn man meint das das nicht zum Fortschritt beiträgt frag ich mich was man erwartet? - Mir gehts bei denen ja nicht darum das sie eine neue grafische Höchstleistung oder ein neue Gameplay-Möglichkeiten in die verschiedenen Genres liefern, ich will da einfach ein Spiel das mir ein tolles, einzigartiges Erlebnis oder schlicht und einfach Spaß liefert, viele Titel erfüllen das und zudem findet man auch oft Ideen abseits des Üblichen.
Geändert von FriendOfJamaica (12.12.2013 um 19:39 Uhr)
Die Glückslosen sind nichts weiter als ein Bezugspunkt für die Glücklichen, Mister Fisher. Durch ihr Unglück zeigen sie mir nur mein Glück. Es ist nur bedauerlich, dass die Glücklichen erst bemerken, welches Glück sie hatten, wenn es sie verlässt. Sie zum Beispiel: Gestern sind sie besser drangewesen als heute, aber erst durch den heutigen Tag merken Sie das. Aber gestern ist vorbei und es ist zu spät. Verstehen Sie? Die Leute sind nie glücklich, mit dem, was sie haben. Sie wollen das, was sie mal hatten, oder was jemand anders hat.
Lucky Slevin
Also während dem zocken ist mir ein Spiel eingefallen, welches boindil eventuell gefallen könnteAntichamber nämlich. Mal was komplett anderes, zumindest der Teil den ich von ein-zwei Videos kenne^^
Können wir bitte mit Pokemon aufhören, gegen das ich nichts Persönliches habe. Ich sah die Liste der besten Rollenspiele 2013 und dass da nichts drin ist, was ich auch nur geschenkt möchte und aus unserem Kulturkreis kommt und Pokemon war halt der Aufhänger für meinen Ärger, das ich bisher nur live in den Händen von Kindern sah.
Manche finden es vielleicht paradox, dass ich im nachhinein mehr Spass an einem GTA4 mit nicht vorhandener Checkpoint-Automatik und kaputter Steuerung hatte, als mit einem technisch sauberen Nachfolger. Das ist überhaupt nicht so, weil Balancing nicht bedeutet, den Regler auf die andere Seite zu ziehen, wenn einem die aktuelle Einstellung nicht gefällt, halte ich in meinem Overhaul für Fallout 3 auch so, der mich dazu gebracht hat, manche Vorgänge genauer zu analysieren. Zuwenig Checkpoints sind genauso ein Kritikpunkt, wie zuviele. Und wenn ich die Fahrzeugsteuerung Scheisse finde, bedeutet das nicht, dass man Karren unkaputtbar machen sollte, ich wie auf Schienen fahren kann und die Gefahren im Verkehr entfernt werden müssen. Mir ist es, ein ansonsten gtes Spiel vorausgesetzt, eigentlich lieber, dass ich über eine Fahzeugsteuerung fluchen muss, als sie überhaupt nicht zu bemerken, vor allem, weil das in einem Spiel des Typs GTA ein sehr wichtiger Punkt ist. In GTA4 stieg das Adrenalin eigentlich aus den falschen Gründen, weil ein grosser Teil der Schwierigkeit auf einer Kombination aus kaputter Steuerung und übertriebener Pyhsik beruhte. Aber irgendwie ist viel Adrenalin immer noch besser, als gar keines.
Für mich sind Spiele eine Kombination verschiedener Elemente und ich funktioniere nicht so, dass ich zum Beispiel sage, in dem Spiel lässt sich schlecht schiessen, das kaufe ich nicht, das ist ein mieses Spiel. Das ist nur ein Minuspunkt, der sich immer noch wett machen lässt. Ich bin aber auch der Meinung, dass man in jedem Spiel gut schiessen können sollte, indem ich einen Schiessprügel in der Hand halten kann, unabhängig vom Genre.
Ein Beispiel dafür wie ich Shooter einschätze, unabhängig von der Perspektive der Kamera und der sonstigen Spielqualität. Es sind oft nur wenige Dinge, die einen guten von einem weniger guten Shooter unterscheiden.
Beispiel Mass Effect 2/3 <> Gears of war. Diese Spiele kann man in diesem Aspekt problemlos vergleichen, da das Steuerschema fast das selbe ist, eigentlich ist ME2/3 in diesem Aspekt nur ein Gears of war mit zusätzlichem Skillrad. Und ich schätzte diese Skills, sah sie als Mehrwert gegnüber GoW. Was mir aber ständig das Leben versauerte, war dass beim Rennen nicht die Kamera ausgerichtet wurde, wie es Standart bei all den Spielen mit diesem Schema ist(im Gegensatz zu solchen, in denen man mit dem Bumper rennt). Und das aus gutem Grund: man kann nicht gleichzeitig den A-Button halten und die Kamera ausrichten. Das erscheint wie ein Detail, verhindert aber, dass man im Kampf zielgenau rennen kann und das ist ein grober Mangel in einem Deckungsshooter, vor allem als Frontkämpfer, der sich schnell orientieren muss, weil er alleine im Feindgebiet steht. Interessanterweise ging das damals in Mass Effect 1. Total unverständlich, dass man das einfach verworfen hat, ich meine, wer schon mal Gears of war und Mass Effect 2 gezockt hat, der weiss sofort, wo der Fehler liegt und dass es einer ist. Es fühlt sich für mich an, als ob das von PC-Nerds verbrochen wurde, die sich selbst zu fein sind, mit einem Pad zu zocken.
Aber auch sonst fühlt sich die Steuerung nicht zeitgemäss an, weil man sich z.B. wie ein Brett im Scharnier dreht, nach meiner Erinnerung war in diesem Aspekt das sonst teilweise lächerlich animierte Fallout 3 noch besser. Und vor allem in ME2 waren die Deckungen oft kaputt. Das sind nur kleine Detail, tragen aber auch zur Einschätzung bei, dass die Steuerung schlecht umgesetzt wurde.
Ich habe jedes Mass Effect länger als alle Gears of war zusammen gezockt, aber die Steuerung schmerzte mich dabei andauernd ein wenig und völlig unnötig, da ich denke, dass die Ausrichtung der Kamera in der Unreal nur hätte freigeschaltet werden oder ein vorhandener Algorythmus hätte eingebaut werden können.
Ich zocke seit langer Zeit und bin vielleicht ein heikler Tüpfchenscheisser. Auf jeden Fall ticke ich so, dass ich genauer analysiere, wieso mich etwas nervt und dass dann halt so niederschreibe, was mehr Absätze benötigt, als zu sagen, ME ist toll. Das legen halt die meisten so aus, als ob ich alles daneben finde und ME nur als Shooter bewerte. Stimmt so nicht. Im Gegenteil war ich nach ME1 positiv überascht, wie man ein Rollenspiel mit ansonsten recht vernünftigen Shooter-Mechanismen verbinden kann, es gibt natürlich viel schlimmere. Aber die Kamera zieht halt alles runter. Ich lasse mich aber nur von Spielen mit dem gewissen Etwas nerven.
Von wegen Retro und Indie. Ich komme aus der Retro-Zeit, kann aber nichts dagegen machen, dass ich z.B. die isometrische Perspektive als Spielprinzip nicht ertragen kann. Und das liegt keineswegs an der Grafik, denn Spiele wie Tomb Raider X(wie hiess es noch) oder Eternity sind grafisch so hübsch, dass ich sie gerne an die Wand hängen würde. Es gibt einen Grund, wieso mein anderer Nick PixelMurder ist, weil ich selbst schon mit 1px-Buntstift-Werkzeug isometrische Grafiken gepixelt habe. Könnte übrigens sein, dass eine gute isometrische Ansicht mehr Aufwand gibt, als sich einfach die Unreal von der Stange zu kaufen.
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