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  1. #21
    Let's Play-Gucker Avatar von Phicsa
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    Zitat Zitat von vonNachtmahr Beitrag anzeigen
    Im Irak und Afghanistan kämpften sie doch für Demokratie, oder nicht?
    Ach ja genau!!


    Zitat Zitat von tommyd2 Beitrag anzeigen
    Die Todesstrafe hat in einer modernen Zivilisation nichts mehr zu suchen, ein Staat hat sich nicht zum Mörder an seinen Bürgern zu machen. Punkt und aus.
    Seit wann kann man die Menschheit bei "zivilisiert" einordnen? :confused:
    Wir sind auf einem höheren technischen Stand, aber definitiv nicht zivilisierter als vor ein paar tausend Jahren.

  2. #22
    Muskelkater Avatar von Sargnagel
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    @ Speechi: Natürlich hatten wir bereits das Thema Todesstrafe, aber es ist sehr lange her und aus meiner Sicht vollkommen in Ordnung, einen neuen Thread aufzumachen.

    Mich erschrickt, dass die Gehirnforschung heute in der Lage ist, durch einfache Versuche zu beweisen, dass der freie Wille eine Illusion ist. Das Gehirn entscheidet und gibt einem lediglich das Gefühl, diese Wahl getroffen zu haben. Theoretisch könnte das dafür sorgen, dass sämtliche Mordurteile neu verhandelt werden müssten.

    Dies würde aber das gesamte Rechtssystem derart auf den Kopf stellen, dass Chaos herrschen würde- schließlich könnte man sich jeglicher Verantwortung für eigene Taten entziehen.

    Es ist trotzdem erschreckend!

    Link zu einem Beitrag zum Thema:

    http://www.stern.de/wissen/mensch/hi...on-617174.html

  3. #23
    kruziik vokun staadnau Avatar von tenochtitlan
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    Ich finde die Frage, ob man moralisch für oder gegen die Todesstrafe ist, stellt sich gar nicht. Denn das einzige Argument dafür, nämlich die Abschreckung sowie die Genugtuung für die Angehörigen der Opfer sind beide in der Realität nicht nachzuweisen. Nicht, dass die moralische Frage für einen Nicht-Psychopaten eine echte Herausforderung wäre^^

    Ein sehr beeindruckendes Interview mit einem ehemaligen Gefängniswärter in Georgia, der auch für Exekutionen zuständig war: http://www.msnbc.msn.com/id/26315908...20657#44620657 (ab 0:35)
    Zitat Zitat von germi Beitrag anzeigen
    Das einzige westliche Land wo das so ist. Es gibt noch andere Länder wo sowas Gang und Gebe ist.
    Nordkorea, Saudi Arabien, Iran? Das sind doch mal wahre Vorbilder in Sachen Menschenrechte...
    Zitat Zitat von germi Beitrag anzeigen
    Allerdings darf man nicht verallgemeinern, die Todesstrafe gibts in den meisten Bundesstaaten in den USA nicht mehr. Sind vielleicht eine Hand voll die das noch praktizieren.
    U.a. der Governor von Texas Rick Perry, der zur Zeit einer von zwei wahrscheinlichen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, ist ein großer Fan der Todesstrafe. Und bei einer republikanischen Debatte vor kurzem gab es vom konservativen Publikum heftigen Applaus bei der Aussage, dass er schon über 200 Menschen hinrichten hat lassen. (http://www.youtube.com/watch?v=MZlDF9VCbrg)

  4. #24
    Praise the Sun! Avatar von SAE
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    Zitat Zitat von Sargnagel Beitrag anzeigen
    @ Speechi: Natürlich hatten wir bereits das Thema Todesstrafe, aber es ist sehr lange her und aus meiner Sicht vollkommen in Ordnung, einen neuen Thread aufzumachen.

    Mich erschrickt, dass die Gehirnforschung heute in der Lage ist, durch einfache Versuche zu beweisen, dass der freie Wille eine Illusion ist. Das Gehirn entscheidet und gibt einem lediglich das Gefühl, diese Wahl getroffen zu haben. Theoretisch könnte das dafür sorgen, dass sämtliche Mordurteile neu verhandelt werden müssten.

    Dies würde aber das gesamte Rechtssystem derart auf den Kopf stellen, dass Chaos herrschen würde- schließlich könnte man sich jeglicher Verantwortung für eigene Taten entziehen.

    Es ist trotzdem erschreckend!

    Link zu einem Beitrag zum Thema:

    http://www.stern.de/wissen/mensch/hi...on-617174.html
    Wir sind Marionetten unseres Gehirns? Mein Gehirn und Ich oder wie? Wenn mein Bewusstsein irgendwo "gelagert" ist, dann doch im Gehirn. Solange also nicht nachgewiesen werden kann, das jemand anderes die Entscheidung für uns (also auch nicht unser Unterbewusstsein oder so sondern etwa der G-Man) trifft ist jede von einem selbst vollzogene Handlung selbstbestimmt und man die Verantwortung dafür zu tragen.
    Ich sehe da kein Problem.

  5. #25
    Muskelkater Avatar von Sargnagel
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    Meine Verlinkung war ein Beispiel, dass dank Google schnell verfügbar war.

    Vor einiger Zeit habe ich in einer P.M. von einem total einfachen Experiment erfahren, dessen Ergebnis bewies, dass Entscheidungen vorhersagbar sind: Ein User, zwei Button vor sich und die Frage, welchen er zuerst drückt, links oder rechts. Die Wahl hat stets die vorherige Vermutung bestätigt...

  6. #26
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    Zitat Zitat von vonNachtmahr Beitrag anzeigen
    Man kann es sich einfach machen und nur in schwarz und weiß denken. Ich will weder die Todesstrafe gut heißen noch sie für jeden "Verbrecher" fordern. Nur wenn man selber in der Opferrolle steckt oder ein naher Bekannter denkt man vermutlich anders da drüber was mit dem Täter passieren sollte. Voraussetzung das er es natürlich zu 100% war.

    Von daher ist mir ein lapidares "find ich doof" zu einfach um mit so einem Thema umzugehen.
    Aber genau das wäre Fortschritt im zivilisieren der Menschheit.
    Wenn auch im Denken ein "Umdenken" stattfindet.
    Wenn ein Opfer nicht nur sagt, ich habe einen Verlust erlitten und kann es mir erlauben, ohne Gewissensbisse den Tod eines anderen Menschen dafür zu fordern. Dann hätte sich unsere Zivilisation tatsächlich nicht weiter entwickelt und wir wären bei dem Stand von vor tausend Jahren. Zahn um Zahn.
    Es sollten nicht die Opfer und Betroffenen mit all ihren Emotionen dafür herhalten, wie ein Staat mit seinen Verbrechern umgeht.
    Wenn der Täter auf Nimmer Wiedersehen weggesperrt ist, haben die Betroffenen die gleiche Genugtuung, als wenn er, im Namen des Volkes, getötet wird. Ich würde mich, wenn ich denn dem amerikanischen Volke in dessen Namen so ein Urteil vollstreckt wird, angehören würde, dafür schämen. Und ich habe in meinem Leben durchaus auch schon starke Verluste erlitten als das ich es nicht nachempfinden könnte, wie sich ein Betroffener fühlt.
    Das es bei uns keine Todesstrafe mehr gibt zeigt mir aber, das wir uns nämlich doch weiter entwickelt haben. Die USA sind da, wie in so vielen Dingen, noch etwas rückständig.

  7. #27
    Muskelkater Avatar von Sargnagel
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    Zitat Zitat von SAE
    Wir sind Marionetten unseres Gehirns?
    Schwer vorstellbar. Wir treffen jeden Tag so viele richtige Entscheidungen, dass es sehr unwahrscheinlich wäre, das wir das eigentlich nicht wollen, sondern diktiert bekommen.

    Ich sag mal so: Sollte das stimmen, hätten wir zumindest einen Schuldigen!

  8. #28
    Seph
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    Zitat Zitat von Sargnagel Beitrag anzeigen
    Mich erschrickt, dass die Gehirnforschung heute in der Lage ist, durch einfache Versuche zu beweisen, dass der freie Wille eine Illusion ist. Das Gehirn entscheidet und gibt einem lediglich das Gefühl, diese Wahl getroffen zu haben. Theoretisch könnte das dafür sorgen, dass sämtliche Mordurteile neu verhandelt werden müssten.

    Dies würde aber das gesamte Rechtssystem derart auf den Kopf stellen, dass Chaos herrschen würde- schließlich könnte man sich jeglicher Verantwortung für eigene Taten entziehen.

    Es ist trotzdem erschreckend!

    Link zu einem Beitrag zum Thema:

    http://www.stern.de/wissen/mensch/hi...on-617174.html
    Das liegt daran, dass wir uns in einer außerirdischen Playstation befinden. Unser Hirn ist die Schnittstelle zum Controller des Extraterrestrischen.
    Hier die Beweisführung. ()

    @Todestrafe: Egal wie man dazu steht, Troy Davis hätte man nicht hinrichten dürfen.

  9. #29
    marex76
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    @ Seph

    dein verlinkter Artikel ist ja mal krasser shit ^^ Wenn das wahr wäre.... pffff... dann müsste man eigentlich keine Angst vor dem Tod haben oder?

  10. #30
    Cave Johnson Avatar von monDschatTen
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    @Sargnagel
    Das ganze gibts doch schon seit Jahrhunderten als Determinismus (wobei der da noch ein wenig weiter geht aber vom Prinzip her schon sehr ähnlich ist).
    Der Mensch wie er ist wird gebaut aus seinen Erfahrungen, basierend auf denen trifft er Entscheidungen. Das dies bei gewissen Dingen ein automatisierter Prozess ist, ist durchaus möglich. Allerdings denke ich persönlich das es im Menschen auch einen nicht absoluten Teil gibt. Kennt nicht jeder Entscheidungen von denen man genau weiß das man sie eigentlich auf keinen Fall treffen sollte und man macht es trotzdem? Dies widerspricht einem 100% auf objektives Wissen ausgelegtem (automatischen) Entscheidungssystem. Bei Experimenten bin ich vorsichtig da mischt auch immer der Wunsch nach Aufmerksamkeit/Erfolg der Forscher mit, man kann leicht Fehlinterpretationen machen und ich zitiere wörtlich: "auch wenn die Wissenschaftler nicht mit absoluter Sicherheit voraussagen konnten, welche Wahl die Testpersonen treffen würden, so lag die Trefferquote mit 60 Prozent deutlich über dem Zufall.". Zufall ist nie ausgeschlossen. Ich kann auch tausend mal raten in welcher Hand sich eine Münze befindet und tausend mal richtig liegen. Außerdem sind 60% jetzt auch nicht wahnsinnig hoch.

    @Seph
    Bei Cooper-Paaren ist es sehr ähnlich, die wechselwirken sofort, das ist ebenfalls schneller als es laut Einstein ginge (wobei man ja just ein womöglich schneller als Lichtgeschwindigkeit fliegendes Teilchen fand). Die genaue Erklärung dafür kenne ich nicht, bin mir nicht wirklich sicher ob die auf Wikipedia in dem Fall richtig ist. Meines Wissens nach kennt man den genauen Grund (noch) nicht. Außerdem finde ich den Bericht teilweise sehr vage. Der Forscher kann sich nicht erklären warum Menschen Geräusche ohne hinsehen orten können (Stereo-Hören?) und interpretiert die Existenz des Superholograms hinein. In meinen Augen Quatsch, nicht böse gemeint.

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