Stimmt prinzipiell. Letztendlich ist es relativ wurscht, wen man auf Virmire zurücklässt und wen nicht, ob man die Romanze fallen lässt oder eben die "Nicht-Romanze", ob es sogar egal ist, weil man sowieso auf "blaue Haut" steht - für das eigentliche Spiel gibt's keinen Unterschied. Hier hätte sich die Gelegenheit ergeben, für den Tod des jeweiligen Besatzungsmitgliedes eine kleine Reihe von (storyrelevanten) Missionen, Flashbacks usw einzubauen. Man bedenke ja, dass in ME wohl mehrere Monate vergangen sein sollen, da gibts sicherlich viel, viel Zeit für Erinnerungen, die so im Spiel noch nicht zu sehen waren.
Aber so einen echten Unterschied macht das trotzdem nicht, warum, sehen wir gleich ...
... nämlich hier.Alpha Protocol und Deus Ex und vor allem The Witcher 2 (wo sich je nach Entscheidung sogar ein ganzes Kapitel ändert) zeigen dass sowas sehr wohl auch im technischen Korsett eines PC-Spiels möglich ist.
Wenn ich einen Plot habe, der von A über B, C, D, ... zu Z kommt, und an irgendeiner Stelle einen Punkt E1, E2 und E3 habe, drei sich also völlig unterscheidende Kapitel, dann ist das trotzdem immernoch eine recht lineare Angelegenheit. Das ist letztendlich das Problem aller "storybasierten Spiele": es gibt irgendwie immer ein bestimmtes Ziel und die Wege dahin sind meistens recht überschaubar.
Das Spiel, das mir abhängig von meinen Entscheidungen dutzende (wirklich) verschiedene Enden bietet, das habe ich so noch nicht gesehen. Auch das wirklich gute klassische Deus Ex nicht (wobei hier eben die Entscheidungen den Unterschied zwischen "ballern" und "friedlich" bedeutet haben und ganze Karten und Spielabschnitte ohne jede Gewalt abgeschlossen werden konnten).
Da stimme ich zu. Es liegt einfach nicht in der Natur von EA, was neues auszuprobieren. Laufende Lizenzen werden solange ausgelutscht, bis keiner mehr Geld für ausgeben will: die ME-Reihe ist da auf dem Besten Weg dahin, wenn ME3 die "erste Trilogie" abschließt und die mögliche "zweite Trilogie" nicht deutlich aufsatteln kann.Leider trauen sich das heutzutage nur noch die wenigsten.
Oder es ist keine Zeit da, kein Geld, was auch immer.
Jedenfalls geht der Trend immer mehr in Richtung Augenwischerei.
Und so gerne ich ME trotz aller Mängel noch habe, das macht mich einfach traurig, denn dann werden früher oder später alle Spiele gleich aussehen.
Und genau da liegt die Gefahr, dass die "zweite Trilogie" einfach nur eine Kopie der ersten wird: die "Reaper" werden dann durch irgendeinen anderen übermächtigen Feind ersetzt, statt Shepard wird dann eben irgendein anderer menschlicher SPECTRE (oder vielleicht sogar eine Asari, ein(e) Turianer(in) usw antreten.
Ich sag's nicht gern, aber effektiv müsste die Entwicklung von ME4 - ME6 den Fans überlassen werden ...





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