Prügelei beim HSV-Training - Arslan verletzt
Tolgay Arslan vom Hamburger SV (l.) mit blutender Stirn, dahinter Heung Min Son. © WITTERS Detailansicht des Bildes Tolgay Arslan (l.) wird mit blutender Stirn vom Platz gefahren. Beim Freitagstraining des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV ist es zu einer Prügelei gekommen. Laut übereinstimmenden Medienberichten gerieten bei der Einheit der serbische Verteidiger Slobodan Rajkovic und Stürmer Heung Min Son aneinander. Rajkovic holte nach einem Wortgefecht zum Schlag aus, der zurückweichende Südkoreaner prallte mit Tolgay Arslan zusammen und trat seinerseits nach Rajkovic. Der eigentlich unbeteiligte Arslan, der gerade erst seinen Vertrag bei den "Rothosen" bis 2015 verlängert hat, trug aus dem Handgemenge seiner Mitspieler eine Platzwunde an der Stirn davon. Der 21-Jährige ging zu Boden und wurde später von Teamarzt Dr. Philip Catala Lehnen in die Kabine gefahren. Trainer Thorsten Fink schickte die Streithähne vom Platz. "Positiv gesehen kann man sagen, es ist Leben in der Mannschaft. Aber so etwas geht gar nicht. Das dürfen wir uns nicht bieten lassen", sagte Fink den anwesenden Journalisten. Mediendirektor Jörn Wolf erklärte später: "Rajkovic wird bis auf weiteres nicht mehr am HSV-Training und auch nicht an der Südkorea-Reise in der nächsten Woche teilnehmen." Son kommt wohl mit einer Geldstrafe davon.
Ex-Coach Oenning "wusste" es vorher
Ob der ehemalige HSV-Trainer Michael Oenning das meinte? Als die Hanseaten vor knapp einem Jahr Rajkovic als Neuzugang präsentierten, sagte der damalige Coach: "Er ist groß und ein unbequemer Gegenspieler, der im richtigen Moment auch mal dazwischen haut. Er ist einer, der auch mal Angst und Schrecken verbreiten kann." Fink jedenfalls kann eine solche Baustelle nicht auch noch gebrauchen, hat er im Umfeld mit dem Vorstoß von Unternehmer Michael Kühne in Sachen Rafael van der Vaart, der Fan-Anleihe und dem Transfer des eigentlich als Sturmspitze eingeplanten Paolo Guerrero doch schon genug Unruhe.