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  1. #261
    ME-FRPG only Avatar von Vasinia Avathus
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    Die Citadel - Bezirke
    Xesh Investigations
    17:24 Uhr


    Zisch! Das scharfe Geräusch der sich öffnenden Tür schmerzte Xesh in den Ohren. Das tat sie in letzter Zeit andauernd, es wurde Zeit, dass sie sich die Sache einmal näher ansah – wenn sie diese Zeit denn auch fand.

    Sie schob sich durch die rasch öffnende Tür, bevor die sich richtig geöffnet hatte. Der kugelrunde Volus saß nur wenige Meter von ihr entfernt auf einem Stuhl, der für den kleingewachsenen Alien deutlich zu hoch eingestellt war, aber nur so konnte Ban Malun den Computer bedienen, an dem er ständig Buch führte und Rechnungen sortierte.

    „Hallo, Chef…“ Diesmal war es Maluns Druckanzug, der zischte. „Wie ist es gelaufen?“

    Vasinia zog den PDA hervor. Ihr Kiefer bebte kurz in der turianischen Version eines grimmigen Lächelns. „Ehemann, will herausfinden, ob seine Frau ihn betrügt.“ Kurze Pause, in der sie den PDA an ihren eigenen Computer anschloss. „Zeitverschwendung und Verschwendung meiner Fähigkeiten.“

    „Natürlich, Chef.“ Der Anzug des Volus zischte. „Aber Sie brauchen die Credits!“

    „Ich arbeite nicht wegen der Credits.“

    Der Volus gab ein missfälliges Geräusch von sich. „Sie haben schon wieder keine Vorkasse verlangt, nicht wahr, Chef?“ Jedes zweite oder dritte Wort wurde begleitet von dem typischen Zischen des Druckanzugs.

    Xesh stützte sich auf die Lehne ihres Schreibtischstuhls und starrte den Volus an. Malun war nützlich und er hielt ihr die Finanzen vom Hals, und im Vergleich zu anderen Volus war er vermutlich auch ganz bescheiden – sonst hätte er sich nie dazu herabgelassen, bei ihr zu arbeiten. Aber das hielt ihn nicht davon ab, ihr Vorgehen zu kritisieren. Er glaubte, Xesh Investigations würde auf lange Sicht nicht überleben. Zumindest nicht bei ihrem Führungsstil.

    „Ihr Fehler, Chef…“ Der Volus stockte, was seinen Anzug nicht daran hinderte, weiter zu pfeifen.

    „Heraus damit.“

    „Sie denken zu turianisch.“

    „Heißt?“ Xesh verschränkte die Arme vor der Brust.

    „Sie verlangen zu wenig und zu spät, und das ist sehr turianisch.“ Maluns Anzug zischte erneut. „Erhöhen Sie Ihren Preis um zehn Prozent. Verlangen Sie Vorauszahlung, sagen wir, zwanzig Prozent des zu berechnenden Preises. Und verteilen Sie diese Visitenkarten offensiver. Und nehmen Sie mehr von den, wie nennen Sie es, unterqualifizierenden Aufträgen? an. Wir sind kein Wohlfahrtsverein.“

    „Mehr betrogene Ehemänner und weniger Diebe und Vergewaltiger.“ Xesh verengte die Augen.

    „Betrogene Ehemänner zahlen großzügiger, Palaven-Clan.“

    „Ich denke darüber nach. Weitermachen.“

    „Sie sollten wirklich dringend darüber nachdenken, Chef“, murmelte der Volus zischend. Er murmelte noch etwas, dass sich verdächtig nach „typisch turianisch“ anhörte, ehe er wieder damit begann, irgendwelche Zahlen zu überprüfen.

    Vasinia ignorierte den Volus und überließ ihn der Buchhaltung, während sie die Daten des PDAs auf den eigenen Computer übertrug und durchging. Die Vorstellung, ihre Fähigkeiten an so einen banalen Fall zu verschwenden, gefiel ihr immer noch nicht, aber letztlich gefiel es ihr noch weniger, gar nichts zu tun haben.

    Sie musste einen Einsatzpunkt finden, von dem aus sie beginnen konnte. Im Grunde würde es auf simple Überwachung herauslaufen, vielleicht gepaart mit ein paar Fragen hier und da. Dennoch durfte sie auch hier nichts falsch machen.

    Laut ihren Informationen arbeitete Carlie Bernoff bei einem mittelständischen Unternehmen namens Hydragon Systems, das VIs programmierte und seinen Sitz auf der Citadel hatte. Die Wohnung, die sie gemeinsam mit Bernoff bezogen hatte, befand sich in den Bezirken. Soweit nichts Ungewöhnliches.

    Xesh rief die Fotografie von Bernoffs Frau auf dem Desktop auf. Erneut war es das Tattoo an Carlies Hals, das ihr auffiel. Damit konnte sie die Frau notfalls einwandfrei identifizieren. Das Motiv war nicht gerade alltäglich. Es musste irgendein Tier von der Erde sein, allerdings keines der bekannteren wie der Delfin oder die großen Raubkatzen, die sie wieder erkannt hätte.

    Aber das Studium des Tattoos brachte sie momentan nicht weiter. Am besten war es, wenn sie herausfand, wie Carlie Bernoffs Arbeitszeiten aussahen. Dazu hatte der vermeintlich betrogene Mann ihr aber nichts gesagt. Aber das war kein unlösbares Problem.

    Vermutlich fand sich auf der Firmenseite von Hydragon Systems im Extranet irgendetwas Verwertbares. Zumindest, wenn Carlie Bernoff nicht einfach nur eine Reinigungskraft war.

    Sie fand die entsprechende Seite schnell.

    „Interessant.“ Thomas Bernoff hatte offenbar vergessen zu erwähnen, welchen Posten seine Ehefrau in dem Unternehmen bekleidete. Aber vielleicht war es auch dem Neid des geringer verdienenden Partners geschuldet.

    Vasinia speicherte die Arbeitszeiten von Bernoffs unter den Informationen zum Fall Bernoff ab und warf einen Blick auf die Uhr. Bis Carlie Bernoff ihren Arbeitstag beendete, waren es noch fast zwei Stunden. Genug Zeit also, Hydragon Systems rechtzeitig zu erreichen und vorher noch ein paar Recherchen über die vermutet untreue Ehefrau ihres Klienten anzustellen.

    Mit etwas Glück fand sie den Beweis für die Treue oder Untreue Carlie Bernoffs noch heute Abend oder zumindest in den nächsten zwanzig Stunden.

    17:30 Uhr

  2. #262
    ME FRPG Only Avatar von Rebekka v. Tannberg
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    Bekka warf sich auf die Couch gegenüber von Konrad und legte die Beine über die Lehne, schnappte sich einen Apfel und biss genüsslich hinein. "Hmmmm. Klar hat das Ding ein paar Sender. Aber ich will die noch nicht aktivieren." entgegnete sie mit vollem Mund und kaute ein paar mal. Seit wann hatte sie so einen übermäßigen Hunger. Das war ungewöhnlich.
    Sie musste unbedingt die Gräfin bitten ihr einen Arzt zu besorgen um zu sehen was die bei Cerberus noch mit ihr gemacht hatten - außer den paar 'kleinen' Modifikationen die sie schon kannte.

    "Sender funktionieren immer in beide Richtungen, das ist das Problem." der Apfel war gut. "Nun. Ich denke wir geben ihm noch 10 Minuten dann werfen wir den ersten RFID Chip an und sehen was die Sensoren sagen wo sich unser kleiner Scheißer aufhält."

  3. #263
    ME FRPG only Avatar von Saori Shimazu
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    Das Bad entsprach in jeder Weise genau dessen was Saori erwartet hatte. Man musste viel Zeit mit Menschen verbringen und noch mehr Zeit in ihren Wohnungen bevor man die Zusammenhängen und Gewohnheiten verstand. Bis man verstand, was Leute taten oder was ihnen gefiel, oder was man Grundsätzlich zu finden erwarten musste. Bis man lesen und verstehen konnte wer jemand war und was damit ein her ging.
    Noch bevor sie es gesehen hatte, konnte Saori davon ausgehen das die junge Frau einen gute, aber nicht umfangreiche Auswahl an Kosmetika hatte - mit dem Fokus auf gute Produkte die zwar teuer waren, aber länger hielten und ein besseres Ergebnis lieferte und vor allem sie nicht billig sondern natürlich wirken ließen. Dafür dürfte ihre Auswahl an Parfüm größer sein, wer Abwechslung in seiner Kleidung und seinen Schuhen schätzte, der hatte auch für jedes Lebensgefühl und Jahreszeit ein passendes Parfüm. Außerdem dürfte der Wert mehr auf natürlichen, leichten, frischen Tönen liegen, als auf schweren sehr teuren bekannten Luxusmarken.

    Auch würde sie mehr Geld für Shampoo, Conditioner und andere Pflegemittel ausgeben die ihre Haare betrafen, als für Duschgels. Hingegen würde sie wieder einige Lotions für die Hautbesitzen.

    Saori hatte sich nicht geirrt. Außerdem war das Bad hell, mehr oder weniger unordentlich und der Wäschekorb war voll. Etwas das sehr gut zu einem jungen sehr aktiven Menschen passte. Alles wirkte noch so wie es sich gehörte. Bis auf das Waschbecken. Die Japanerin hielt die Augen geschlossen, als sie es entdeckt hatte. Sie hatte den schweren Kupfergeruch von Blut schon gerochen als sie das Bad betreten hatte, daher war es keine Überraschung, aber es war trotzdem - viel.
    Es war lange her das sie das letzte mal Blut gesehen hatte. Sehr lange.
    Sie kontrollierte ihre Atmung. Atmete gezielt und bewusste ein und aus. Schaffte wieder die klare Leere in ihrem Kopf, bevor sie die Augen wieder aufschlug.

    Im Waschbecken lage drei Messer. Alle drei waren vollständig mit Blut verschmiert. Es hatten sich schon die ersten kleinen Klumpen gebildet wo das Blut zu gerinnen hatte angefangen, außerdem war es aussergewöhnlich hell, für den sonstigen Zustand.
    "Hat Ihr Opfer, eine spezifische Krankheit oder eine Medikamention die das helle Blut erklären würde?"
    Es dauerte einen Moment und sie konnte hören wie der Turianer in seinem Omnitool arbeitete und die Daten durchging. "Nein - nicht das es verzeichnet wäre." erklärte er schließlich. "Dann werden Sie bei dem Toxscreening vermutlich Fremdstoffe finden, entweder eine bestimmte Droge oder ein entsprechendes Medikament, das ihr Blut beeinflusst hat."
    "Wir werden darauf achten."
    Dann richtete sie ihre Konzentration auf die Messer. Warum lagen sie hier, wenn sie nicht abgewaschen und gereinigt waren. Wozu sollte sich der Täter die Mühe machen die Messer in das Waschbecken zu legen, wenn er keine Reinigungsmittel darüber kippte.

    "Sie werden den Täter mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in ihren Akten haben."
    "Bitte?"
    "Er ist nicht Aktenkundig oder je auffällig geworden."
    "Was macht Sie da so sicher?" wieder die Asari.
    "Er macht sich nicht die Mühe seine Tatwerkzeuge zu reinigen." entgegnete Saori leise und deutete auf die Messer und trat einen Schritt näher. Bis auf das Blut im Waschbecken befand sich sonst nirgends auch nur ein Tropfen. Das größte Messer war ein typisches Kochmesser, schwere mittellange Klinge mit Doppelschliff. Sehr scharf und perfekt für lange und tiefe Schnitte durch Muskelgewebe und Sehnen. Das Zweite Messer war ein Ausbeinmesser, flexibel vielleicht sogar noch schärfer als das Kochmesser und sein Zweck erklärte sich von selber. Das letzte Messer war das kleinste. Ein gebogenes Gemüsemesser.
    Saori schluckte und hob ihren Blick von den Klingen und sah die drei C-Sec Offiziere an. "Er hat Ihr Opfer ausgeweidet." sagte sie leise und konnte in den leeren Gesichtern sehen das sie recht hatte. Ihr graute vor dem Schlafzimmer.

  4. #264
    ME-FRPG only Avatar von Konrad_Richter
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    Als Konrad die Pilotin im Türrahmen stehen sah, so wie aus einem billigen Porno entsprungen, zog er verwundert die Augenbrauen hoch, verzog dabei aber sein Gesicht etwas angewidert. Die Kratzer, blauen Flecken und sonstigen Spuren häuslicher Gewalt – oder was auch immer dieser Frau widerfahren war – waren über ihren ganzen Körper verteilt und ließen sie so beinahe wie eine Crack-Süchtige aussehen. Sie mochte ein hübsches Gesicht haben, aber das war eindeutig ein Abturner. Konrad sah flüchtig zu Rebekka, ehe er sich wieder ganz der Pilotin zuwandte, die sich gerade eine Zigarette mit seinem Feuerzeug anmachte. Ein leichtes Zucken durchfuhr sein Gesicht in unregelmäßigen Abständen und er wollte es einfach nicht unter Kontrolle kriegen. Am liebsten hätte sich Konrad das Gesicht zerkratzt, um diese Naniten loszuwerden, doch Rebekka würde ihn dafür enthaupten, da war er sich sicher. Das war aber vielleicht auch der Grund, weshalb er Sol so harsch angefahren hatte, allerdings entschuldigte er sich auch gleich wieder. Die Pilotin sprach das Telefon an, über welches er sie kontaktiert hatte. Konrad nickte. Es war ein Nevermore-Apparat, also musste Nevermore im Gegensatz zur Sec oder sonst wem sicher die Möglichkeiten haben, das Teil zu orten. Rebekka jedoch wollte die ganze Sache noch etwas hinauszögern. Warum auch immer… Konrad hatte keine Lust, nachzufragen, denn er war irgendwie müde. Das einzige, was ihn noch auf den Beinen hielt, war die Aussicht darauf, diesen Typen zwischen die Finger zu kriegen und sich an ihm auszutoben. Vielleicht konnte er ihn auch näher bringen an diesen ominösen Turianer Thanus, der ihm den Schirrmeister auf die Fersen gehetzt hatte.

    „Sender funktionieren immer in beide Richtungen, das ist das Problem“, erklärte Rebekka schließlich ihre Absichten, „nun. Ich denke wir geben ihm noch 10 Minuten dann werfen wir den ersten RFID Chip an und sehen was die Sensoren sagen wo sich unser kleiner Scheißer aufhält.“
    „In der Zeit sollten Sie sich vielleicht etwas anziehen“, brummte Konrad und nickte der halbnackten Raucherin zu.
    Er ging zu einer Kaffeemaschine im Eck und holte sich eine Tasse, ehe er einen der Stühle nahm und sich verkehrt herum daraufsetzte. Ein Stechen war dabei in seiner Magengegend zu spüren und irgendwie fühlte sich auch seine Kiefermuskulatur komisch an. Dieser Typ hatte ihm durchaus den ein oder anderen ordentlichen Haken verpasst…
    „Wundert mich, dass du so ruhig bleiben kannst und nicht wie ein Bluthund dem Kerl hinterher rennst“, stellte Konrad fest und nahm einen Schluck Kaffee, wobei er Rebekka musterte. Was wohl gerade in diesem Kopf vorging? Er konnte es sich nicht vorstellen. Sie konnte gerade zigtausend Ideen durchgehen, diesem ARIA-Typen die Eier abzuschneiden oder aber einfach nur darüber nachdenken, woher der Apfel kam, den sie da gerade vertilgte, ihr Gesicht würde den exakt selben Ausdruck haben. Spooky, aber irgendwie machte es sie auch interessant. Was diese Augen schon alles gesehen hatten und mitgemacht hatten… wahrlich genug Stoff, um ein Buch damit zu füllen.

  5. #265
    Only ME-FRPG Avatar von Novara Vengis
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    [Einstiegspost]

    Citadel - Irgendwo in den Bezirken
    Unbekannte Uhrzeit

    Das Shuttle landete vor einem der Wohnbereiche in den Bezirken, hier konnte man wie überall anders auch Apartments mieten oder auch kaufen. Vor allem die Bevölkerung mit mittlerem Einkommen hielt sich hier in der Gegend auf.
    Zwei Turianer verließen das Shuttle, einer männlich, eine weiblich, und steuerten direkt auf eine Wohnung zu.
    „Und hier soll es sein, Sir?“
    „Haben sie Zweifel Rookie?“
    „Auf dem Klingelschild steht V. Sullivan.“
    „Was haben sie erwartet was draufsteht? Geheimversteck?“
    „Nein aber...“
    „Kein aber. Wenn sie Ruhm und Reichtum suchen, gehen sie zu den Söldnern.“
    Novara ging auf den Briefkasten des Apartments zu, berührte mehrere verborgene Sensoren und gab den notwendigen Sicherheitsschlüssel in die Konsole ein die sich innerhalb des Briefkasten befand.
    Die Farbe des Schotts an der Tür sprang von Orange auf Grün, die Soldatin seufte kurz und ging dann zurück zu dem Neuzugang.
    „Pass auf Frischling, du könntest von mir aus mit dem Primarchen verwandt sein, solange du unter meinen Kommando Dienst leistest, bist du mein Vassal. Wenn ich sage das du einem Kroganer in die Eier treten sollst, fragst du nicht warum, sondern wie oft. Haben wir uns verstanden?“
    Die letzten Worte fielen härter aus als es vielleicht notwendig gewesen wäre, aber der Junge war so verzogen, das es ihm ganz gut tat das ihm jemand auf die Finger kloppte.
    „Aye, Sir!“ antwortete dieser brav.
    „Das will ich auch hoffen. Und jetzt, beweg dich.“ Sie deutete dabei auf die Tür.

    Hinter dem Schott wartete ein spärlich eingerichtetes Wohnzimmer, mit Fernseher an der Wand und einem in weiß gehaltenes Sofa.
    „In die Küche.“ Befahl Novara und schloss hinter den beiden ab bevor sie ihm folgte. Die Küchenzeile in der sie sich nun befanden war ein kleiner. rechteckiger, zum Wohnzimmer blickoffener Raum der an 3 von 4 Seiten von Wand oder Theken umschlossen war.
    „Maske auf.“ Waren ihre nächsten Worte und die beiden setzten stumm ihre Sturmmasken auf. Der Junge konnte sich glücklich schätzen das er überhaupt ihr Gesicht sehen durfte, das war sonst eigentlich strikt verboten, aber der Keymaster hatte deutlich gemacht das es notwendig war ihn in Zivil abzuholen.
    Nun wartete der Frischling darauf was als nächstes passieren würde.
    „Pass auf, falls es dir noch niemand gesagt hat. Dich erwarten noch drei andere, du wirst ihre Gesichte nicht sehen und sie nicht deins. Falls doch bin ich autorisiert dich auf der Stelle zu erschießen. Du hast keinerlei Ahnung in welcher Wohnung du dich befindest, noch hast du noch nie von etwas namens „Snowbase“ gehört. Wirst du gefangen genommen werden wir kommen um dich zu retten und anschließen für deine Inkompetenz erschießen. Fragen?“
    „Wann geht es los?“
    „Jetzt.“

    Der Boden unter den beiden setzte sich in Bewegung und offenbarte sich als Fahrstuhl in eine tiefere Ebene. Der Junge schien nervös zu sein, das gefiel ihr gar nicht, Nervosität machte einen schwach und impulsiv. Und beides war nur von Nachteil für einen disziplinierten Geist.
    Für einen Moment spielte sie mit dem Gedanken ihn einfach zurück nach Palaven zu schicken, an einen Bürojob bis zu seinem Lebensabend zu fesseln, oder noch schlimmer, zur C-Sicherheit und sich einfach die überflüssige Arbeit zu sparen. Aber leider lag das nicht in ihrer Hand. Jedenfalls nicht zur Zeit.
    Geändert von Novara Vengis (31.03.2013 um 07:06 Uhr)

  6. #266
    Only ME-FRPG Avatar von Novara Vengis
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    Der Fahrstuhl hatte sein Tempo gebremst und kam letztendlich zum erliegen. Vor den beiden Turianern breitete sich eine spärlich, aber ausreichend ausgeleuchtete, großflächige Halle aus, die sichtbar in mehrere Bereiche unterteilt war, ohne dabei auf Zimmer zurückzugreifen. Jeder Bereich stand alleine und war doch Teil des Ganzen.
    „Dieser Raum symbolisiert unsere Truppe, Rookie.“. sagte Novara. Ihre Stimme war dabei von einem Stolz erfüllt, „Er symbolisiert die Werte die wir verteidigen. Die Grundfesten der turianischen Kultur. Zusammenhalt, Vertrauen und Kameradschaft. Egal was wir hier unten tun, wir tun es als Team. Irgendwer da oben hat entschieden das du zu uns gehörst, und keiner von uns zweifelt daran, egal wie grün du vielleicht noch sein magst.“
    „Sir?“
    „Komm, ich stell dir die Truppe vor.“

    Die beiden steuerten zunächst auf ein gemütlich eingerichtetes Areal im rechten Bereich der Basis zu, ein Fernseher war an der Wand samt zugehörigen Konsolen angebracht und in einem angedeuteten Halbkreis waren Sofas aufgestellt worden, zudem befand sich etwa mittig zwischen den Sitzgelegenheiten und der Elektronik ein Tisch aufgestellt in den ein Kühlschrank eingebaut ware.
    Auf einem der Sofas lag ein Turianer in voller Montur und schnarchte sanft vor sich hin, Novara deutete in seine Richtung und erklärte dem Neuen wen er da gerade sah.
    „Das ist Storm, er kümmert sich bei uns um alles was Feuerunterstützung angeht, von schwerem MG-Feuer bis zur Artillerie. Guter Soldat und war schon hier als ich dazu kam. Er hat aber mit unter ein ziemlich vorlautes Mundwerk gegenüber seinen Befehlshabern.“ Nach dem letzten Satz räusperte sie sich kurz.

    „Da drüben bei den Fahrzeugen ist Drop, unser Pilot. Steht auf riskante Manöver, aber wenn uns einer aus der Scheiße rausholen kann, dann ist es er. Solange du seine „Babys“ nicht anfasst, seit ihr Freunde. Er kümmert sich auch um die Wartung der Ausrüstung.“ Sie deutete dabei in die hinteren Bereiche, die etwas abgedunkelter waren als der Rest, wo ein weiterer Turianer mit einem Schweißgerät an einem Vehikel arbeitete das den Eindruck machte ein Hybrid aus einem Kodiak Shuttle und einem Mantis-Jäger zu sein.

    Die kleine Gruppe wand sich nun der linken Hälfte der Halle zu. In Richtung des Fahrzeug Hangars, wenn man ihn denn so nenne wollte, befanden sich mehrere aufgestellte Feldbetten, und stellten damit wohl den Schlafbereich der Truppe da.
    Novara führte Rookie in diese Richtung, und nahm eines der beiden Data-Pads in die Hand die sich auf ihrem Feldbett befanden.
    „Ist das der Neue?“, drang eine Stimme hinter ihnen hervor.
    „Und das ist Fox,“ übergang Novara die Frage ihres Kameraden, „unser Mann für den Intel und unser Medic.“
    “Komm ja nicht auf die Idee mir wegen irgendwelchen Wehwehchen auf die Nerven zu gehen, Grünling. Solange dir kein Arm oder Bein fehlt kannst du kämpfen. Es sei denn Jackpot sagt was anderes.“
    „Keine Sorge Sir, ich werde keine Last sein.“
    Novara schnitt ihm ins Wort, weil sie Fox kannte und wusste worauf das hinaus laufen würde. Rookie war in der Tat so grün hinter den Ohren wie die Truppe vermutet, oder vielmehr befürchtet hatte. Ein gefundenes Fressen für den angriffslustigen Fox.
    „Das wird sich zeigen, aber vor erst hältst du dich an mich und weichst mir nicht von der Seite, es sei denn ich befehle dir etwas anderes.“
    Der Neue nickte daraufhin nur bestätigend und „Jackpot“ hoffte das er es auch wirklich verstanden hatte. Sie hatte vorhin nicht gelogen, sie zweifelte nicht am Urteil der Führungsetage, sie hatten sicherlich ihre Gründe ihn zu Snowbase zu schicken. Die selben Gründe die sie auch bei jedem anderen Mitglied hatten und mit der Zeit würde sich schon noch zeigen welchen Wert er besaß.
    „Ich fasse es noch mal kurz für dich zusammen, damit du im Funk nicht durcheinander kommst.
    Unser Pilot ist Snowdrop. Alternativ auch einfach nur Eagle.
    Für Unterstützungsfeuer sorgt Snowstorm, oder kurz, Gunner.
    Medic und Aufklärer ist Snowfox, aber wir nennen ihn einfach nur Fox.
    Ich bin der Befehlshaber der Truppe und koordiniere die Einsätze und das Briefing, über Funk ruft man mich Snowblind oder Jackpot.
    Und du bist ab jetzt Snowball und trägst die Bürde der Neue zu sein. Zeig was du kannst, mach dein Volk stolz.
    Wenn du willst kannst du dich hier noch etwas umschauen oder mit den anderen reden, halte dich aber vorerst von Fox fern, der ist heute auf Krawall gebürstet.“
    Sie nickte ihm abschließend zu und wand sich dann dem Pad in ihrer Hand zu.

    ### OPC-ZDB-CN34125###
    Kontakt auf der Citadel eingetroffen

    Allianz Andockbucht – SSV Midway
    Er ist also da... Dieses mal wird kein dummer Zufall ihn bewahren, zulange schon warte ich auf diesen Moment. Der Köder ist ausgelegt, und er wird nicht anders können als anzubeißen. Dafür kenne ich ihn viel zu gut. Die Turianerin warf das Pad zurück auf das Feldbett und griff in ihre Versorgungstasche um dort ein Buch hervor zu holen das in einen feinen Ledereinband gebunden war und strich behutsam mit der linken Hand darüber. Dieses Mal gibt es kein Entrinnen. Novara lächelte.
    Geändert von Novara Vengis (31.03.2013 um 07:06 Uhr)

  7. #267
    Only ME-FRPG Avatar von Novara Vengis
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    Citadel – Snowbase HQ
    Unbekannte Uhrzeit

    Die Turianerin wand sich nun dem zweiten Datapad zu, das noch einsam auf dem Feldbett lag und durch eine grünlich blickende LED darauf hinweisen wollte das eine Nachricht auf den Major wartete. Die Verschlüssung war eine die standardmäßig für Missionsparameter des turianischen Geheimdienstes verwendet wurde, von daher war es ihr ein leichtes die Nachricht innerhalb weniger Sekunden ohne Probleme lesen zu können. Und bereits beim lesen verdunkelte sich ihr Gesichtsausdruck wieder deutlich.
    Es handelte sich tatsächlich um Einsatzparameter, und es war nicht mehr viel Zeit bis sie sich dort hin bewegen sollten. Im Prinzip nichts großes, scheinbar war jemand in die Wohnung eines Botschafters eingedrungen und es galt die entwendeten Daten wieder zu erlangen ohne das ein großes politisches Aufsehen erregt werden sollte. Und dabei hatte sie sich bereits alles so gut zu Recht gelegt gehabt.

    Aber gut, daran war jetzt nichts zu ändern. Die Mission stand, und hatte definitiv Vorrang gegenüber persönlichen Interessen.
    „Packt eure Sachen zusammen, in fünf sammeln wir uns im Kestrel.“ befahl sie in den Raum hinein, sie wusste das alle sie hörten. „Drop, ich will das das Teil dann sofort in der Luft ist, Briefing auf dem Weg.“ Dann wand sie sich dem Neuzugang der Truppe zu, „Rookie, du kommst ebenfalls mit. Wird Zeit das du mal was von der Welt siehst.“

    3 Minuten später war bereits die gesammelte Truppe im Inneren des ATA versammelt. Novara schritt als letzte die Rampe in den Bauch des Fliegers hinauf. Auf halbem Weg drehte sie sich um 180 Grad und griff in die Luft zur Schaltung der Rampe die von der Decke an einem dicken Kabel hing. Generell hatte man beim Innenleben des Transporters darauf verzichten Abdeckungen anzubringen und ein Großteil der Verkabelung lag teilweise offen dar. Es war eben ein Militärfahrzeug, mit jeder Faser auf Nutzen getrimmt nicht mehr.
    Die Turianerin drückte den roten Knopf auf der Bedienung und langsam hob die Hydraulik die Rampe nach oben um den Laderaum zu verschließen. Zeitgleich dazu setzte das Brummen der Kerne ein und das Kestrel setzte sich in Bewegung. Die schweren Hangartüren rollten zur Seite und gaben den Zugang zu einem der viele Keepertunnel der Citadel frei. Der Tunnel war breit genug das ein geübter Pilot wie Snowdrop ein Vehikel von der Größe des ATA ohne Probleme hindurch manövrieren konnte und auf dieser Art blieb der Aufenthaltsort der Basis geheim. Kaum hatte sich die Rampe geschlossen und Novara hatte ihren Platz bei ihren Kameraden eingenommen und sich gesichert, sauste der Transporter auch schon durch den Tunnel in Richtung der Bezirke. Das war jedoch nicht ihr Ziel, dort war lediglich einer der viele Ausgänge des Keepertunnels den sie benutzten.
    „Okay Männer, aufgepasst.“, begann sie ihr Briefing. Sie lies den Blick bei den Worten noch einmal kreisen und blickte jedem ihrer Soldaten tief ins Visier der Helme. Alle trugen volle Kampfmontur, wobei die meisten sie eh kaum ablegten wenn klar war das Missionen anstanden.
    „Es geht in ein Lagerhaus in den Industriegebieten. Eagle hat bereits die Koordinaten und gesetzt ist T-2. Wir haben kaum Aufklärung, die Sache ist ziemlich spontan und dringend. Echos sind genehmigt und Eagle überwacht uns thermal. Wir rechnen mit 3-5 Kontakten und werden bei Sichtung auf das HUD geladen und überwältigt. Bewaffnung unklar. Soweit zur Lage.“ Die Turianerin löste die Sicherung ihres Sitzes und hängte sich an der Sicherungsleine knapp über ihren Köpfen ein.
    „Wir gehen in 2x2 Teams. Rookie und Fox bilden Team Thunder, Storm und ich sind Lightning. Wir gehen an Alpha auf dem Dach runter, ihr kommt an Zone Beta durch den Mitarbeiter Eingang. Auf Sprengfallen achten. Ziel befindet sich je circa 100 Meter entfernt vom Zugangspunkt in den Büros. Fragen?“ Die vier Turianer machten sich auf den Weg zur Rampe und folgten dabei je den Sicherungsleinen die links und rechts durch das Vehikel gezogen waren. Die Majorin spürte den Zug in ihrem Rücken auf den sie gewartet hatte, Storm hatte sich an ihrer Rüstung mit eingehängt.
    Novara wartete noch kurz, die einzige Antwort die sie erhielt waren Kopfnicken ihrer Kameraden. Dann griff sie zur Steuerung und öffnete die Rampe. Kaum hatte diese sich auch nur ein Stück geöffnet zog bereits die Luft der Raumstation in die Kabine und schüttelte die Soldaten leicht von links nach rechts. Es ging los.
    Die Rampe war etwa zur Hälfte herab, als das Kestrel eine 90 Grad Wende auf der Stelle hinlegte und den Ausblick auf das Dach des Lagerhauses freigab. Es war keine allzu große Anlage, die allerdings sehr viel Deckung durch Geräte und Kisten lieferte.
    „Wir sehen uns unten, Gloria hierarchiae!” brüllte sie in das Komm und ging dann die letzten Schritte die Rampe hinab bevor sie sich ausklinkte. Sie konnte hören wie Storm es hinter ihr gleichtat. Die Rampe setzte auf und die beiden Turianer sprinteten aus dem Transporter, und gingen hinter zwei Lüftungen in Deckung während hinter ihnen das Kestrel bereits auf dem Weg zu Beta war.
    “Lightning ist am Boden.” funkte sie, blickte dann zu ihrem Kameraden der das Gebiet mit dem Echo bereits geprüft hatte und ihr zu nickte. “Dach ist sauber. Beginne Operation Lightsaber.”

    ---------> Citadel - Industriegebiete

  8. #268
    ME FRPG Only Avatar von Rebekka v. Tannberg
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    Rebekka verfolgte Konrad mit den Augen und biss noch mal von dem Apfel ab. Sie beobachtete ruhig wie er sich Kaffee einschenkte und legte den Kopf schief wie eine Katze die Spielzeug betrachtete. "Du solltest besser eine Runde schlafen, als dir Kaffee in den Kopf zu kippen." ihr Stimme war ruhig und gleichmäßig, aber die kleine Spitze, die mehr necken als ärgern war, war nicht zu überhören. Schließlich wand sie sich aus dem Sessel und biss ein letztes mal vom Apfel und warf ihn geschickt quer durch den Raum in den Mülleimer.
    Dann fiel ihr Blick auf die Pilotin. Sie grinste und schüttelte den Kopf. Ging auf sie zu. Nahm ihr die Zigarette aus dem Mund und steckte sie sich selber in den Mund. Inhalierte einen Zug und gab sie der Frau zurück.

    Unmittelbar begann sie zu husten.
    "Dreck." sie hasste rauchen. Hatte sie immer. Und es war eine Katastrophe gewesen mit Kathleen - die quasi nur geraucht hat. "Nah.. geht immer noch nicht." ihr Körper meuterte immer wenn es um Zigaretten ging. Zigarren lustiger weise mochte sie. Aber Zigaretten. Dann sah sie Sol wieder an. "Er hat recht. Du solltest dir was anziehen. So nett du auch aussiehst - meine Zeiten in denen ich auf Frauen stand sind vorbei." sie zwinkerte ihr zu, und obließ es den Anwesenden ihre Worte zu glabuen oder nicht.
    "Außerdem könntest du die Gräfin mal fragen, ob sie einen Arzt weiß für deine ganzen Wunden."
    Schließlich drehte sie sich zurück und öffnete ihr Omnitool. "Iris. Kannst du mal den RFID Chip aufspüren der in der Truhe von Konrads Wohnung war?"
    "Natürlich Baroness."

    Dann erst sah sie zu Konrad wieder. "Ich bin so ruhig, weil ich es sein muss. Hektik und übereilte Aktionen bringen einen nur um."

  9. #269
    Only ME-FRPG Avatar von Novara Vengis
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    Citadel Bezirke – Snowbase HQ
    Unbekannte Uhrzeit

    Novara berührte das Grüne Display das vor ihr auftauchte und die obere Hälfte der schweren Metalltür beschrieb einen Halbkreis, bevor sie nach oben und unten auseinander glitt und den Kommunikationsraum preisgab der sich direkt dahinter befand.
    Die Turianerin trat ein, schritt auf den Konferenztisch zu der sich ungefähr mittig im Raum befand, seufzte einmal laut und deutlich und stellte dann das Glas mit der Probe des Schleims den sie in dem SOD Versteck gesammelt hatte direkt vor sich auf den Tisch. Es war kein sonderlich auffälliger, eher so das typische Metall, am Rand auf Hochglanz geschliffen und hier und da mit unechtem Holz verziert um Wärme zu suggerieren.
    „Das ist alles was ich mitgenommen habe, den Rest hab ich zur Hölle geschickt, frei nach Protokoll 17, Kontakt mit unbekannten Seuchenstrukturen.“
    Am anderen Ende des Raumes war ein großer Bildschirm angebracht worden, über den sie just in diesem Moment mit einigen Abgesandten des turianischen Oberkommando auf Palaven sprach. Genau wie sie selbst, trugen alle Visiere oder wurden zur Unkenntlichkeit verpixelt.
    „Das war gute Arbeit von ihnen und ihrer Truppe Agent Snowblind, wir haben ein Hazmat Team ein beordert das prüfen wird ob von der Substanz irgendwelche Spuren zurück geblieben sind, sowie ihre Probe aufsammeln wird.“
    „Ein Hazmat Team? Direkt im Industrieviertel? Wird das nicht aufsehen erregen?“
    „Ihr Team ist nicht unsere einzige Spezialeinheit, wir wissen was wir tun.“
    „Mit Verlaub Sir, aber das ist grober Bull...“
    „Genug!“ Ein anderer Abgesandter schnitt ihr das Wort ab, „Sie haben bereits genug getan um die Hierarchie in Bedrängnis zu bringen. Wir können uns keinen Konflikt mit der Allianz leisten.“
    „Ich habe lediglich meinen Auftrag erfüllt Sir, wenn sie die Akte gele...“
    „Major, bitte. Wir alle kennen ihren Bericht und wissen ihren Einsatz zu schätzen. Dennoch verwickelt uns die Beteiligung des SOD in Schwierigkeiten.“
    „Also wird ihr Hazmat Team nichts suchen, sondern eher verschwinden lassen.“
    „Wir melden uns wieder.“
    Direkt im Anschluss wurde die Verbindung getrennt. Novara seufzte noch einmal, dieses mal deutlich lauter und sichtlich entspannter. Meine Arbeit wäre deutlich effizienter wenn man mir des öfteren einfach mal ausführlicherer Briefings zukommen lassen würde als geh dahin und bring das mit.

    Storm kam aus der Ecke hervor in der er gestanden und die ganze Konversation beobachtet hatte. Er trug weder Helm noch Maske und auch Novara nahm nun ihrerseits den Helm von den Schultern, die Blicke der beiden trafen sich und blieben für einige Sekunden aneinander hängen. Dann schritt er endgültig auf sie zu und umarmte sie.
    „Ich weiß wie du dich fühlst Nova...“ - „Du meinst wie ein besserer Postbote?“ - „Genau...“ Sie erwiderte die Umarmung, lies sich einfach in seinen Griff fallen, es gab keine Worte für die Gefühle die sich in ihr ausbreiteten wenn er sie so hielt. Ihr Kopf ruhte nun auf seiner Brust, und sie konnte durch den Stoff der Kleidung die er trug den Rhythmus seines Herzens spüren. Schon vom ersten Tag an hatte es dieses ganz besondere Band zwischen den beiden gegeben, zum ersten Mal in ihrem Leben musste sie sich damals eingestehen.
    „Ich meine, ich vertraue unserer Hierarchie, befolge ohne zögern meine Befehle und leiste meinen Dienst aber manche Vorgehensweisen und Direktiven sind einfach quatsch.“, begann sie erneut ihren Frust abzuladen.
    „Du meinst so wie diese dämliche Helmplicht?“, das brachte den Major kurz zum schmunzeln, „Welche Helmpflicht?“
    „Die die wir seit dem Barbesuch nach unserem ersten Einsatz immer ignoriert haben.“, ergänzte der Turianer seine Aussage von zuvor und musste sich dabei selbst ein Grinsen verkneifen.
    „Ach die... Stimmt da war ja mal irgend so etwas.“
    „Du kennst das doch, man macht alles richtig, trifft genau die Entscheidungen die gebraucht werden und dann pissen dir die Aristokraten ans Bein. Das haben wir jetzt doch schon ein hundert Mal erlebt, Kleines.“
    Obwohl sie mit ihren etwas mehr als 2 Meter Körpergröße nicht gerade klein war, war der Turianer vor ihr doch noch einmal ein gutes Stück größer und stämmiger.
    Die beiden lösten ihre Umarmung und Novara griff mit ihrer Hand nach der von Storm, bevor sie mit einem vielsagenden Blick seine Augen fokussierte „Ich liebe dich Maltek.“ - „Ich liebe dich auch, Nova.“

  10. #270
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    Als Bekka ihr die Kippe wieder zurück gab, blieb ihr praktisch keine andere Wahl, als diese sofort auf der Couch auszudrücken. Die Folge: Ein unschönes Brandloch. Doch das war ihr egal. Niemand würde sich mehr an ihr zu schaffen machen, auch kein Arzt. Die Zeit würde alle Wunden heilen. Zumindest glaubte sie das. Wobei aber Einigkeit herrschte, war der Punkt der Kleidung. Es war tatsächlich etwas frisch und eine Erkältung war bei ihrem Aufzug abzusehen. Darum fügte sie sich der Bitte der Maske und schlich wieder ins Wohnzimmer. In Ihr Reich. Horatio saß noch immer auf dem Sofa und arbeitete fieberhaft an irgendwelchen Akten. Erst als sich die Pilotin wieder auf den Boden niederließ und ihre Habe durchsuchte bemerkte er sie.
    "Nun schaust du schon wesentlich frischer aus, Lilly."
    Mit dem lächeln, das diese Worte begleitete, warf sie ihre Sachen hin, funkelte ihn an und zischte in einem scharfen Ton: "Mein Name ist nicht Lilly. Mein Name ist Li-Ann. LI! ANN! HERLOCK!"
    Der alternde Agent riss die kleinen braunen Augen erstaunt auf. Mit solch einer heftigen Reaktion hatte er nun wahrlich nicht gerechnet. Allerdings entschuldigte er sich sofort und versprach, dass es nicht wieder vorkommen würde. Li-Ann schnaubte einige Male heftig, ehe sie ihre Kleidung beisammen und sich in ihr eingehüllt hatte.
    "Was werden wir nun tun?", fragte sie nach einer gefühlten Ewigkeit.
    "Wir warten.", gab Horatio bekannt.
    "Warten? Okay, warten. Ich bin sehr gut in warten."
    Sie setzte sich auf den Boden, zog die Beine an und legte die Stirn auf ihre Knie. Keinen Augenblick später riss den Kopf auch schon wieder in die Höhe, hielt den Mann so auf, sich wieder in seine Arbeit zu vertiefen?
    "Müssen wir noch lange waren? Ich will endlich wieder in die Luft."
    Ungläubig lächelnd schüttelte Horatio den Kopf.
    Geändert von Li-Ann Herlock (19.04.2013 um 16:18 Uhr)

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