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  1. #331
    verstimmter Barde Avatar von Nebelherz
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    MUSS er denn unbedingt lesen können? Nicht vergessen: In Ferelden können vielleicht 10% aller Menschen lesen. Ich finds immer interessant, dass alle der Meinung sind Fantasycharakter müssten immer schon lesen können (bezieht sich nicht ausschließlich auf das DA-Forum, mehr auf die Lebenserfahrungen eines Fantasyfans). Es geht auch ohne, Erfahrungswert.

  2. #332
    Let's Play-Gucker Avatar von Nachanén
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    Ähm, so am Rande: bei der Kurzbiographie solltest du vielleicht das Kind noch etwas früher einfügen, weil die Soldaten die Tiere hinter der Elfe (es gibt einen Haarfeinen Betonungsunterschied zwischen Elfe und Elfin, ich find Elfin da passender ) töten und sie dann auf einmal ein Kind hat, das sie übergeben kann. Davor wird es nämlich nicht erwähnt.

    Kein Mensch wird heutzutage 15 Jahre in Einzelhaft gehalten. (Denn danach ist es auch unmöglich (meines Wissens nach), jemanden zu assimili… äh... integrieren ) Man wird da ziemlich verrückt. Nicht nur so bissle aggressiv. Aber vielleicht ist das bei Elfen ja anders, oder besonderer Charakter. Kann ja alles sein. Immerhin ist es ja Fiction.

    @Carpenter
    Alles eine Frage der Technik. So mit Abbinden usw. Da kann man schon ne Weile überleben, man wird halt danach nicht mehr so "flink" sein - falls man den Arm/das Bein danach noch hat. Aber das ist hier ja sowieso nicht Thema. Und bis man wegen den Löchern in den Füßen verblutet, dauert das etwas. Ein Mensch hat ziemlich viel Blut.

    @Nebelherz: Es geht auch ohne Lesen, aber es versperrt einem ziemlich viele Möglichkeiten. Wobei es auch andere eröffnet...
    Lesen lernen als Haupthandlung
    Geändert von Nachanén (26.09.2011 um 16:04 Uhr)
    We’re our father’s prejudices and our swordmaster’s dead men; our mother’s palate and our nurse’s habit of speech. We’re the books unwritten by our tutor, and our groom’s convictions and the courage of our first horse.


  3. #333
    verstimmter Barde Avatar von Nebelherz
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    Nur ein kurzes Statement zum Thema "Lesen" da ich hier keine Grundsatzdisskussion anzetteln will:

    In einem Fantasysetting verbaut einem nicht lesen zu können weniger Türen als man zunächst meinen sollte.
    Hier ein Aufruf an alle Fantasy-Schreiber, -Pen&Paper spieler und LARPER:
    Schaltet eure Charaktere ab. Verlernt lesen und schreiben.
    (Hoffentlich rennt mir jetzt nicht irgendeine Bildungsbehörde die Tür ein wie letztes Mal... )

    Ist aber nur meine Meinung, im Edneffekt soll ein jeder so spielen, wie er den meisten Spaß hat (und alle anderen latürnich auch, aber dafür ham wa ja die SLs). MIr gehts halt farum, dass man keine Angst haben muss einem Charakter einen solchen, auf den ersten Blöick gewaltigen Nachteil zu geben. Denn wenn man erstmal mitten in Ferelden steckt braucht man kaum lesen zu können. Leute, öffnet euch für Schwächen. Die machen Spaß beim Schreiben.

    Okay, das wars von meiner Seite. Da ich kein Spielleiter sondern nur ein Barde bin zählt das was ich schreibe nur für die, die es auch für wichtig befinden.

  4. #334
    hat keinen Fedora Avatar von Carpenter
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    Zitat Zitat von _Rabi
    Über das zweite hab ich eigentlich gar nicht groß nachgedacht, ist aber gut dass du es ansprichst. Man könnte sagen die Gene^^ Irgendwie hat er aus Gefühl heraus schon einen guten Sprachstil gehabt. Das Lesen kann er sich einfach selbst angelernt haben oder ich ergänze dort die Chara noch einmal dass er in der Bibliothek von einem Gelehrten das alles mitbekommen hat.
    Dass er sich in der Zelle das Lesen beigebracht hat, halte ich für äußerst unwahrscheinlich und das ihm ein Gelehrter das mal in der Bibliothek „mitgegeben“ hat – nein, sorry, das ist mir dann zu arg viel, was der Charakter mal eben so lernt, nach dem er aus der Gefangenschaft rausgekommen ist. (Denn er kann sich ja auch noch sehr gut ausdrücken und sehr gut mit seinen Waffen umgehen.)

    Da das hier aber wieder so ein extremer Grenzfall ist, wie er halt öfter mal vor kommt (Auch in Spielen, Büchern & Co), sehe ich das eh nur für Zweitrangig. Ergo es wäre kein Ablehnungsgrund für mich, auch wenn es meiner persönlichen Meinung nicht stimmig ist (der Charakter scheint keinerlei Nachteile aus den 15 Jahren Gefangenschaft gezogen zu haben und lernt, kaum dass er raus ist, alles in schnellster Zeit nach).

    Zitat Zitat von _Rabi
    Über 6stens möchte ich noch immer die Meinung abwarten, ansonsten kann mir jemand noch eine Kreatur nennen die isch hoch in den Bergen aufhält die etwas größer ist und man verwenden dürfte?
    Naja, Aquarius ist dagegen, ich bin dagegen, somit sind 2/3 der SL dagegen, ergo du wirst nicht drum herum kommen, dass mit dem Drachen zu ändern.
    Ich selbst würde ja auf einen Bären setzen, die sind groß, hässlich, es macht Spaß, zu lesen, wie sie totgeschlagen werden und sie sind nicht so übermäßig exotisch wie es ein Drache oder Bronto (sind die nicht auch nur in den Deep Roads?).

    Zitat Zitat von Nebelherz
    MUSS er denn unbedingt lesen können? Nicht vergessen: In Ferelden können vielleicht 10% aller Menschen lesen.
    Hast du dafür eine Quelle?

    Zitat Zitat von Nachanén
    Kein Mensch wird heutzutage 15 Jahre in Einzelhaft gehalten. (Denn danach ist es auch unmöglich (meines Wissens nach), jemanden zu assimili… äh... integrieren ) Man wird da ziemlich verrückt. Nicht nur so bissle aggressiv. Aber vielleicht ist das bei Elfen ja anders, oder besonderer Charakter. Kann ja alles sein. Immerhin ist es ja Fiction.
    Ich bezog mich auf die Frauen, die in irgendwelchen Kellern als Sklaven gehalten wurden und dann nach ‚ner Ewigkeit gefunden/befreit worden sind.
    Insgesamt bleibt zu der Thematik zu dem Charakter aber abzuwarten, was der Rest der Spielleitung davon hält, ich finde 15 Jahre noch im Bereich des erträglichen, wobei 10 Jahre und dann noch ein Leben als Gossenkind sicherlich auch eine Option sind, aber das ist etwas, was ich _Rabi überlasse.

    PS: Ich stimme Nebelherz beim Lesen übrigens zu, ich persönlich kann mir grad sogar eigentlich gar keine Situation in Ferelden vorstellen, in dem es ein krasser Nachteil wäre, nicht lesen zu können. Ich spiel im ME-FRPG auch nen Charakter, der so intelligent wie eine Achtjährige ist und es taugt (mir) was. Ist aber wohl hauptsächlich eine Sache des persönlichen Geschmacks, ob man auch dumme Charaktere spielen will/kann.
    "Make no mistake - War is coming, with all its glory... and all its horror."
    - Arcturus Mengsk, StarCraft II

    ME-FRPG: Noé Chambers | Nika Violet Duran | Ellen Devereaux
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  5. #335
    emergency induction port Avatar von Aquarius
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    Im Prinzip ist die gesamte Kerkerzeit etwas schwammig beschrieben. Wenn wir das streng betrachten, müsstest du konkreter beantworten:

    Wie wurde er anfangs "gehalten", vom Säuglings- über das Kleinkindalter? Wie wurde er dabei behandelt? Wie lernte er sprechen? Ab wann war er dann im Kerker eingesperrt?

    15 Jahre gehen aber für mich in Ordnung, solange er nicht die ganze Zeit über schwer misshandelt wurde. Auch die Folter mit Zehenabtrennen ist meiner Meinung nach möglich.

    Lesen lernen ist zwar kein Muss und möglicherweise auch nicht die Regel in der DA-Welt, aber wir wissen es nicht konkret, deswegen sollte man das auch gar nicht großartig thematisieren für die Charaktere, die "normal" aufgewachsen sind. Und wenn jemand jahrelang im Kerker eingesperrt und eine neugierige Person ist, die lernen möchte, macht es durchaus Sinn, dass er sich jemanden sucht, der ihm das beibringt. Aber man sollte bedenken, dass das besonders für einen Elfen nicht so einfach sein dürfte, deswegen wäre so ein Szenario bestimmt nicht verkehrt: er bietet irgendeinem Menschen seine Arbeitskraft an und fordert statt eines Lohns Unterrichtsstunden. Und vielleicht trifft er dann ja einen Menschen, der das akzeptiert.

    Was man übrigens etwas einschränken sollte wäre sein finanzieller Erfolg. Dass er "Unmengen" an Gold verdient als Elf, ob Auftragsmörder oder sonst etwas, ist etwas hoch gegriffen für das FRPG. Auch, dass er sich feine Kleider usw. leisten kann. Weniger ist meist mehr im FRPG und etwas mehr Durchschnitt auch.
    Geändert von Aquarius (27.09.2011 um 17:06 Uhr)

  6. #336
    verstimmter Barde Avatar von Nebelherz
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    @Carpenter: Die 10%... Sorry, da ist was aus Aventurien rübergeschwappt. Ich hab die Hintergründe verwechselt. Tut mir Leid, die Aussage mit den 10% ist hinfällig.

  7. #337
    Let's Play-Gucker Avatar von Nachanén
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    aber 10% ist doch trotzdem ziemlich wahrscheinlich, wenn es ungefähr eine mittelalterliche Welt ist.
    @ Nebelherz
    Wenn du über solche Schwächen redest, hätte ich fast Lust, noch nen Char erstellen - als Analphabetiker. Aber das reicht als Charrakterisierung wohl kaum aus. Vielleicht, wenn mir noch mehr einfällt (und ich erlaubnis der SL krieg)
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  8. #338
    Newbie Avatar von _Rabi
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    Ah ok dann antworte ich mal auf das ganze.

    Also da mit dem Drachen ist ganz ok dass werde ich dann in einen Bären umwandeln, was genau an dem dann besonders sien könnte werde ich noch wenig improviseren, denn nen Bären findetman ja immer irgendwo.

    (Betonung: es macht Spaß, zu lesen, wie sie totgeschlagen werden^^)



    Also zu den anderen Sachen kann ich eigentlich nur sagen, ich könnte meinetwegen gerne die Lücken, die in der Vollversion sozusagen fehlen, noch ausfüllen und somit das ganze zwecks Lesen usw. beheben. Dass bedeutet dass er sicherlich eine Ausbildung bekommen hat, immerhin wollten diese Menschen sie später als gut geschulte Krieger für eine richtige Armee haben und deshalb sollten sie wenigstens auch ein wenig etwas wissen, ansonsten würde dieser ganze Plan sicherlich nicht funktionieren.
    Eventuell ergänze ich das ganze auch dass er eben nicht lesen kann. Mir schwebt da schon etwas vor.

    Die Unmengen sind vielleicht etwas falsch ausgerückt gewesen, ich meine 10 Sourvereings sind ja auch nicht unbedingt Unmengen sozusagen.
    Dass hat er für die Rüstung dann eben verhandelt da er nicht mehr hatte und ansonsten hab ich eh immer so geschrieben dasss er mit dem Geld eben für sich selbst sorgen konnte ohne groß aufpassen zu müssen.

    Aktualisierte Vresion wird morgen oder übermorgen folegen.

  9. #339
    verstimmter Barde Avatar von Nebelherz
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    Ohne weitere lange vorrede, hier meine Bewerbung für meinen Zweitcharakter:

    ELF

    Name

    Zuname: Ven
    Vorname: Leirâ

    Herkunft

    Volk: Elfen
    Geburtsdatum: 9:08, Zeitalter des Drachen (im Jahre 8408 nach elfischer Zeitrechnung
    Alter: 22
    Geburtsort: Irgendwo im Frostgipfelgebirge
    Abstammung: Dalish
    Clan: Klingen des langen Weges


    Erscheinungsbild


    Geschlecht: weiblich
    Größe: 1,55m
    Gewicht: 42kg
    Körperbau: Gertenschlank, drahtig
    Hautfarbe: Hell
    Augenfarbe: Hellblau
    Haarfarbe: Weiß
    Haarschnitt: Schulterlang
    Tattoos: Vallaslin im Gesicht und über den Körper verteilt

    Ausrüstung


    Rüstung/Kleidung:
    Tunika, Lederhose, Wildlederstiefel, Ledergugel, Stoffumhang, Bogenschützenarmschiene (rechts), Dreifingerhandschuh (links), Halstuch
    Waffen: Jagdbogen, Einhänder (menschliche Machart), Dar'Misu
    Werkzeuge: Gebrauchsmesser,
    Items: Ersatzsehnen, kleine Gürteltasche mit Feuerstein, Metallring und Zunder, großer Gürteltasche mit Decke, Wasserschlauch, Rückenköcher, Seitenköcher


    Sonstiges

    Beruf: Jägerin
    Fraktion: keine
    magisch begabt: nein

    Charakteristika:

    -Stolz
    -Linkshänderin
    -Sarkastisch
    -ruhig
    -Geschichtsverliebt

    Stärken:
    +hervorragende Jägerin, gute Bogenschützin
    +geübte Fechterin
    +guter Orientierungssinn


    Schwächen:
    -Ungebildet (außer dalishe Kultur & Geschichte)
    -tief sitzende Angst vor Gänsen


    Biografische Daten


    Über die Dalish gibt es viele Geschichten, erzählt an unzähligen ihrer Lagerfeuer. Und auch mancher Barde der Menschen berichtet von den Taten dieses zerstreuten und geheimnisvollen Volkes. Eine dieser Geschichten handelt von einer jungen Frau vom Volk, wie die Dalish sich selbst rufen. Ihre Geschichte beginnt, wie jede Geschichte, mit der Liebe und einer Geburt inmitten der unwirtlichen Weiten des Frostgipfelgebirges im Westen Fereldens: Der Clan der „Klingen des langen Weges“ war nach einigen Zusammenstößen mit verschiedenen Menschen und Tieren gezwungen, dieses tödliche Gebirge zu überqueren. Und irgendwo zwischen den Schneebedeckten Gipfeln zerrissen mit einem Mal die Schreie eines kleinen Mädchens die Nacht. Dialya, die junge Mutter sank zittern auf ihr Lager zurück, ihre Hand in der von Nanashi, ihrem Geliebten und gleichzeitig der Bewahrer des Clans, ihre Augen ruhten auf dem schreienden Kind in den Armen Ràsahlas, der Hüterin. Dieses Mädchen sollte den Namen Leirâ Ven erhalten, was dieser Name bedeuten möge verliert sich in der Unwissenheit über die elfische Sprache: Einige behaupten „Die mit dem Wind zieht“, andere sagten „die laufende Wölfin“. Welche Übersetzung nun wahr ist, oder ob der Name gar etwas völlig anderes bedeutet weiß nur Clan selbst.
    Leirâ wuchs, trotz der Umstände in der geborgenen Atmosphäre von Familie und Clan auf, während dieser immer weiter durch Ferelden zog.
    Irgendwann fand der Clan einen viel versprechenden Lagerplatz, der jedoch nur knapp einen Tagesmarsch von einer menschlichen Siedlung entfernt lag, doch Ràsahla bestand darauf, dass es den Dalish zustand dort zu lagern. Unter anderem Nanashi, der eine nicht allzu geringe Meinung von den Shemlen hatte überzeugten sie, dass man mit diesen verhandeln müsse, ehe etwas geschah. Beabsichtigte die Hüterin doch, dass die Elfen die viel versprechenden Jagdgründe und reichen Obsthaine zumindest den nächsten Monat noch bewohnen sollten, auch wenn den meisten Clanmitgliedern diese Zeit recht lang erschien. Und tatsächlich gingen drei der Elfen zu dem Dorf, saßen bei deren Chef und verhandelten über Jagdgründe und Grenzen. Am Ende blieben die „Klingen des langen Weges“ wo sie waren. Und auch wenn es immer mal wieder Streit und die ein oder andere handfeste Auseinandersetzung gab, lief das alles doch recht friedlich ab, trotz einiger Verletzungen hier und da gab es keine Toten. Dennoch war es den Menschen nicht geheuer, die Elfen in der Nähe zu haben und auch die Elfen waren ungewöhnlich wachsam, auch wenn ausgemacht war, dass sie nur einen Monat verweilen würden.
    Eines Tages dann liefen einige der Elfenkinder, darunter Leirâ, über einen Weg, aus der anderen Richtung nahten Dorfkinder. Es flogen Steine und Dreck, dann kam auch noch eine Schar Wildgänse hinzu und das Durcheinander war komplett: Nasen wurden blutig geschlagen, in Hände gebissen und Knie aufgeschlagen. Leirâ geriet inmitten dreier Gänse und wurde so übel verbissen, dass sie bis zum heutigen Tage eine fast schon panische Angst vor diesen Tieren hat. Irgendwann verliefen sich dann die drei Gruppen.
    Die Elfenkinder kehrten, verbeult und zerkratzt, zum Clan zurück und die Shems in ihr Dorf. Dort rannten die Eltern der Kinder dem Dorfvorsteher die Türe ein, die Elfen würden sich nun schon an ihren Kindern vergreifen. Sie wollten sich nicht beruhigen und ehe der Chef etwas tun konnte, griffen sie zu Mistgabeln, Äxten und Bögen. Sie waren der Meinung das Maß war voll, erst jagten die Dalish ihnen das Vieh weg, stahlen ihre Herdentiere und nun vergriffen sie sich auch noch an ihren Kindern! Dass diese sich nur mit den Kindern der Elfen und einer Schar Gänse geprügelt hatten wollte keiner wahrhaben, zu viele schaurige Geschichten hatten die einfachen Menschen über die Elfen gehört, zu tief saß die Angst vor deren eigenartigen Bräuchen, ihrem fremdartigen Aussehen und der Magie, derer sie mächtig waren. Beim ersten Anzeichen von Gefahr griffen die Dalish zu den Waffen, das Ergebnis war ein blutiges Gemetzel. Zuletzt zogen der Clan früher als gedacht weiter, nicht ahnend, dass knapp zwei Wochen später ein Arl von den Geschehnissen Kund erhalten sollte und zwei seiner Ritter samt Knappen auf die Spur der Elfen schickte, hatten diese doch einen nicht kleinen Teil seiner Untertanen getötet. Die Elfen hatten jedoch einen großen Vorsprung und blieben die nächsten vier Jahre noch unbehelligt.
    Leirâ war indessen gewachsen und erlernte das Handwerk der Jäger, in dem sie außerordentliches Talent zeigte. Nicht nur hatte sie einen außerordentlich guten Orientierungssinn, auch scharfe Augen und eine Menge Geschick. Wenn sie nicht jagte, lauschte sie wie ihr Vater Geschichten vom Volk erzählte oder sie trainierte mit ihm den bewaffneten Zweikampf. Dabei kämpfte ihr Vater nicht mit dem traditionellen Dar’Misan, sondern benutzte ein Schwert der Shemlen, welches er wie er sagte einst von einem guten Freund unter den Flachohren erhalten hatte. Denn auch unter denen gab es den ein oder Anderen, der sich den Respekt des Volkes verdient hatte.
    Davon abgesehen tat Leirâ nicht viel anderes. Sie war nicht unbedingt eine Außenseiterin, hatte jedoch nur ein oder zwei gute Freunde und beschäftigte sich öfter mit alten Geschichten oder der Jagd denn mit gleichaltrigen.
    Schließlich musste sie sich als Jägerin beweisen und zog allein aus, eine stattliche Beute zu erjagen. Fast drei Tage war sie allein in der Wildnis unterwegs und kehrte am vierten Tag zurück: Die Kleider an zahlreichen Stellen gerissen, verkrustetes Blut klebte hier und da. Hinter sich her zog sie auf einem Gestell aus dicken Ästen einen gewaltigen Eber, genug um sechs Kinder satt zu bekommen. Zwar war Leirâ noch sehr erschöpft von der Jagd, doch wollte sie nicht länger warten und gleich ihre Vallaslin erhalten. Am nächsten Morgen trat sie frisch ausgeruht in die Sonne, die verschlungenen Muster zierten ihr Gesicht und alle ihres Alters und jünger wollten die Geschichte hören, wie sie dieses Monstrum von einem Wildschwein erlegen konnte. Die Tochter des Bewahrers setzte sich nieder und begann zu erzählen:

    „Ich war kaum aufgebrochen, da stieß ich auf eine Hasenfährte. Nun war mir klar, dass ein Hase kaum eine würdige Beute ist um die Vallaslin zu erhalten, sollte die Jagd aber nun länger dauern so musste ich essen. Den Hasen zu finden und zu erlegen war ein leichtes, der Pfeil flog und Elga’nan führte ihn ins Ziel. Ich dankte ihm und bereitete den Hasen zu und wurde der Dämmerung gewahr. So legte ich mich schlafen. Da weckte mich ein Geräusch, ich schlug die Augen auf, blieb ansonsten jedoch ruhig. Die Geräusche die dem ersten folgten waren weiter weg zu meiner linken. Rasch erhob ich mich und pirschte los. Nach wenigen schritten fand ich ein Rudel Wölfe, zu viele um einen Einzelnen zu Schießen. Ich wollte mich gerade wieder umdrehen, da stand ich plötzlich Auge in Auge mit ihr: Eine Gans war unbemerkt hinter mich gekommen, ich erschrak und fiel in das Wolfsrudel hinein, plötzlich befand ich mich in einem Gewirr aus Zähnen und Krallen, Huschen und Schemen. Dass ich diese Nacht überlebte sollte euch zeigen, dass Mythal auch heute noch jeden vom Volk beschützt. Dank ihr konnte ich mich auf einen Baum retten. Nachdem die Tiere ihren Kampf beendet hatten und das Rudel weiter gezogen war, ging ich zu einem kleinen Bach hinab und wusch die Wunden aus. Da färbte die Sonne den Himmel in die schönsten Farben und ein neuer Tag begann. Den ganzen Morgen verbrachte ich in demütiger Haltung auf einer Lichtung, um Mythal für meine Rettung zu danken. Dadurch, dass ich unbewegt verharrte, trauten sich die Tiere nahe an mich heran und als ich aus dem Gebet erwachte, erblickte ich einen Fuchs am Rand der Lichtung. In einer Bewegung richtete ich mich auf, griff den Dolch und warf nach ihm. Nachdem ich auch diesen zubereitet hatte, legte ich mich zur Ruhe um nach der letzten Nacht endlich ausgiebig zu schlafen.
    Als ich am nächsten Morgen erwacht, sah ich ihn am nahen Flussufer stehen: Noch hielten graue Nebelschwaden die Welt gefangen, noch regierte grau den Himmel. Der Halla hob sich in seiner edelweißen Gestalt davon ab, wie die Sterne vom Firmament. Nie hätte ich das wunderschöne Tier erlegen wollen, doch in meiner Bewunderung folgte ich ihm. Und es war mir, als würde er stets nach einigen Schritten Inne halten um auf mich zu warten, denn wie sonst hätte ich mit einem Halla Schritt halten können? Ich folgte ihm den ganzen Tag, machte am Mittag eine Pause um Wurzeln du Pilze zu sammeln, damit ich zumindest ein wenig gegessen hatte. Als ich aufblickte war er verschwunden, doch sine Spuren waren geblieben. So folgte ich diesen, welche mich zu einer Schlammgrube führten. Rings herum die Spuren wilder Schweine. Ich erkor einen der umstehenden Bäume als Versteck aus und bereitete mich vor, dehnte den Bogen und spannte ihn. In der Dämmerung kamen sie, darunter das Monstrum: Groß wie diese hässlichen Kampfhunde der Menschen, aber was rede ich, ihr habt ihn ja bereits gesehen. Zwar prüfte mich Andruil, ob ich meine Beute auch in der aufkeimenden Dunkelheit treffen würde, doch mein Ziel war groß. Der Pfeil flog und traf, seine Schreie zerrissen die Nacht. Verrückt vor Schmerz rannte er gen alles was er sah, zersprengte die Rotte, schlug mit dem Kopf gegen Bäume und lief im Kreise. Fünf weitere Pfeile verließen den Köcher und flogen von der Sehen, ehe das Ungetüm endlich starb.
    Der Rest ist rasch erzählt: Ich baute eine Trage, winkelte das tote Tier ein, hielt zum kurzen Gebet inne und machte mich auf den Rückweg. Große Umwege ging ich, damit kein anderes Tier die Fährte aufnehmen konnte, so ging ich den ganzen Tag bis ich wieder hier bei euch war.“

    So war aus Leirâ die zweitbeste Jägerin des Clans geworden, hatte Gilion, ein Elf der etwa im gleichen Alter war wie sie, einen deutlich beeindruckenderen Bären erlegt.
    Doch dann war Leirâs Jugend endgültig vorbei, die Ritter, die die Elfen seit Jahren verfolgten hatten sie eingeholt und nach Hilfe gesandt. Mit 30 Mann griffen sie den Clan an, zwar erfolglos, doch wurde der Sieg teuer erkauft. Unter vielen anderen fiel auch Leirâs Mutter. Nachdem die Toten begraben und die Bäume über deren vergehenden Leibern gepflanzt waren, zog der Clan weiter. Bis dahin waren sie vornehmlich im Norden Fereldens unterwegs gewesen, nun zog es sie gen Süden.
    Doch auch wenn sie fast die Hälfte ihrer Leute verloren hatten, ihr Stolz hielt sie aufrecht, der Stolz nicht zu brechen und das Wissen, dass die Zeit der Menschen nicht ewig währen würde. Und irgendwann würden die Elfen sich wieder erheben, bis zu diesem Zeitpunkt würden se das Wissen weitergeben. Das Wissen um die alten Bräuche, die alten Geschichten und auch die Geschichte ihres Clans.
    Nanashi, der seit dem Tod seiner Geliebten immer stärkere Zweifel an den Entscheidungen der Hüterin hatte entschied, dass, sollte diese den Clan ins Verderben führen, wenigstens die Geschichte von den Klingen überleben sollte. Denn in den letzten Jahren war Ràsahla immer unnachgiebiger gegenüber den Shemlen geworden, betrachtete sie als ihre Feinde und riet den Jägern, jeden von ihnen zu töten dem sie gewahr wurden. Der Bewahrer indes sah die Shems nicht unbedingt als gleichwertig an, jedoch war es in seinen Augen eine schlichte Tatsache dass ihnen Ferelden gehörte. Da es seine Pflicht als Bewahrer war, beim Clan zu bleiben wollte er seine Tochter fortschicken, die einzige andere Person des Clans die annähernd so viele Geschichten auswendig kannte wie er selbst. Leirâ war nicht überzeugt und Nanashis Plan schien zum Scheitern verurteilt.
    Doch auch die junge Elfe musste erkennen, dass die Hüterin mit den Jahren immer kompromissloser wurde, sich weigerte weiter zu ziehen obwohl die Spannungen zwischen nahen Menschen und Dalish immer stärker wurden, die Jäger aussandte das Vieh der Shemlen zu stehlen, was sie zuvor –trotz der ganzen Beschuldigungen- nie getan hatten. Leirâ musste eingestehen, dass ihres Vaters Bedenken gerechtfertigt waren und doch war sie der Überzeugung, dass ihr Platz beim Clan war.
    Als jedoch die Hüterin sie anwies, gen Denerim, der größten Shem-Stadt in Ferelden zu ziehen und in deren Umgebung zu lagern, mit der Begründung den Menschen zu beweisen, dass die Dalish keinerlei Angst vor ihnen hatten und sie außerdem viele der Verirrten des Volkes aus der Stadt in ihren Clan aufnehmen müssten konnte die Jägerin kaum mehr glauben, dass dies dieselbe Hüterin war, die einst umsichtig mit einem menschlichen Dorfvorsteher um ein einigermaßen friedliches Nebeneinander verhandelt hatte. Schließlich musste sie ihrem Vater zustimmen, auch begriff sie, wie wichtig es war dass jemand die nur mündlich überlieferte Geschichte weiter trug, ob sie diese nun einem anderen Clan oder ihren Verwandten in den Städten beibrachte würde sich zeigen. Ihr Vater gab ihr noch einige wichtige Worte und ein Geschenk mit auf den Weg:
    „Halte stets die Lehre der drei Wege der Dalish im Ehren, Da’len. Doch auch wenn du eine vom Volk bist, auch manche Shemlen sind würdig unsere Geschichte zu kennen, bleibe stets offen im Geist, sonst erkennst du einen Gefährten nicht wenn er vor dir steht. Auch unter den Shemlen gibt es solche, die unseren Respekt und unsere Achtung verdienen.“ Leirâ musste lächeln, obwohl ihr beim Gedanken ihren Clan zu verlassen Tränen in die Augen stiegen.
    „Vater, ich habe mehr als 20 Winter erlebt. Für ‚Da’len’ bin ich wahrlich zu alt.“ Ihr Vater lächelte nur und nahm in den Arm. Dann reichte er ihr das Menschenschwert, das er all die Jahre in Ehren gehalten und gepflegt hatte, überreichte e ihr „Als Erinnerung an mich und daran, dass es unter den Shemlen auch solche mit Ehre gibt“, meinte er. Dann ging Leirâ fort, sie schaute noch oft zurück. Doch sie konnte nicht umkehren, sie war die Botschafterin der Geschichte ihres Clans geworden, eine einsame Bewahrerin in der Wildnis östlich des Brecilienwaldes. Ohne den Hauch einer Ahnung, welches Schicksal die Götter ihr zugedacht hatten.
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    Geändert von Nebelherz (01.11.2011 um 12:06 Uhr)

  10. #340
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    Bei meiner letzten Bewerbung meinte Aquarius, lange Bios seine besser, deshalb hab ich ne längere schreiben wollen. Dummerweise war die zu lang (nach 4 Word-Seiten war er immer noch erst dreizehn, der größte Teil lag also noch vor mir), deshalb kommt wieder ne kurze Bio. Die restlichen Szenen würd ich dann in Rückblicken erzählen, ca. am zweiten/dritten Tag, bis Nebelherz und Chaosmango mit unserm Helden Alrik im Turm ankommen.
    Es kann also sein, dass einige Teile seiner Bio jetzt zu kurz gekommen sind, ich hoffe nicht.


    MENSCH

    Name

    Zuname: Alcaryen
    Vorname: Rhaego
    Alias: -

    Herkunft

    Volk: Menschen
    Geburtsdatum: 8:98, Gesegnetes Zeitalter
    Alter: 32
    Geburtsort: Ein kleines fereldisches Dorf
    Abstammung: fereldisch


    Erscheinungsbild

    Geschlecht: männlich
    Größe: 1, 82 m
    Gewicht: 73 kg
    Körperbau: normal, eher mager
    Hautfarbe: hell
    Augenfarbe: dunkelgrau, minimaler Stich ins Graublaue
    Haarfarbe: blond
    Haarschnitt: schulterlang
    Gesichtsbehaarung: Wochenbart


    Ausrüstung

    Kleidung
    : Magiergewand
    Kapitalbesitz: -
    Waffen: Magierstab
    Werkzeuge: -
    Items: -

    Sonstiges

    Beruf: Magier
    Fraktion: Zirkel der Magi
    magisch begabt: ja
    magische Fertigkeiten: Elementarmagie, Geistmagie

    Charakteristika:
    - Leitspruch: „Rhaego zuerst“
    - Bitterkeit gegenüber seinem Los im Zirkel
    - mag keine Templer, hat sich aber an sie gewöhnt,
    - keine strengen moralischen Werte
    - lernbegierig
    - meidet körperliche Anstrengung, wenn möglich


    Stärken:
    + sprachbegabt (spricht neben fereldisch noch orlaisianisch, rivainisch und ein bisschen Dalish), lernt schnell neue Sprachen
    + enormes theoretisches Wissen über die Welt und im speziellen Ferelden


    Schwächen:

    - weder stark noch geschickt noch sonst irgendwie körperlich begabt
    - weltfremd durch die lange Abgeschiedenheit im Zirkel, wäre kurzzeitig von der Außenwelt überfordert
    - keinerlei Nahkampferfahrungen


    Biografische Daten


    Rhaegos Geschichte ähnelt der Geschichte der meisten Magier. Irgendwann entwickelte sich seine Magie und er wurde von den Templern in den Zirkel gebracht. Allerdings fanden sie ihn erst, als er schon achtzehn Jahre alt war. Und das lag an jemandem, den er liebevoll „seinen Schatten“ nannte.
    Wie ein Schatten folgte ihm Rhaenys aus dem Leib seiner Mutter. Wie ein Schatten folgte sie ihm in ihrer Kindheit überall. Wie ein Schatten war sie stets da, wenn er sich umdrehte. Sogar ihr Haar spiegelte das wider. Während er selbst von hellem blond war, waren ihre Haare dunkler, fast braun. Er konnte sich auf seine Schwester verlassen. Sie hielten zusammen, gegen alles und jeden. Natürlich gab es auch ab und zu Streit zwischen ihnen, aber sie versöhnten sich immer wieder.
    Wenn sie etwas angestellt hatten, musste Rhaegos Vater immer beide züchtigen, weil niemand den anderen verraten wollte. Er kannte dabei keine Gnade. Dank einer sehr ausgeprägten Wertevorstellung – und wegen seines Reichtums (auf seinem Hof außerhalb des Dorfes beschäftigte er fünf Knechte, in dem Haus im Dorf hatte er ein Dienstmädchen, um seiner Frau zu helfen) – war er ein sehr angesehener Mann im Dorf. Er duldete keinen Widerspruch, wusste immer genau, was richtig und falsch war, und tolerierte keine Fehler. Erst recht nicht bei seinen Kindern.
    So wuchsen Rhaego und Rhaenys auf, wurden älter – immer zusammen.

    Als in Rhaegos Umfeld merkwürdige Dinge geschahen, war Rhaenys diejenige, die als erstes verstand, dass er ein Magier war. Sie unterstützte ihn jedoch und verriet seine Fähigkeiten an niemanden. Zusätzlich half sie ihm so gut sie konnte, seine Kräfte beherrschen zu lernen.
    Als sie älter wurde, verheiratete ihr Vater sie an jemanden aus dem Dorf. Ursprünglich war geplant gewesen, dass sie in ein anderes Dorf heiratete, aber sie konnte ihren Vater überreden, eine andere Partie für sie zu suchen, da sie Rhaego nicht allein lassen wollte.
    Rhaego selbst brachte sich einiges selbst über seine Fähigkeiten bei, vor allem im Bereich von elementaren Feuer und Eis. Das waren die Bereiche, in denen sich seine Kräfte anfangs manifestiert hatten und die ihm deshalb am leichtesten fielen. Er wurde kein Meister-Magier, da er keine Anleitung hatte, ebenso entdeckte er die subtileren Anwendungsmöglichkeiten nicht, aber er hatte seine Magie unter Kontrolle und führte ein ganz normales Leben. Er half seinem Vater bei der Verwaltung des Gehöfts und wurde darauf vorbereitet, es eines Tages selbst zu leiten.
    Sein Vater drängte ihn, auch zu heiraten, doch bisher hatte Rhaego es immer aufschieben können. Nicht, das dieser Grund für seinen Vater zählen würde, aber in dem Dorf und Umgebung gab es einfach kein Mädchen, mit dem Rhaego den Rest seines Lebens verbringen wollte.

    Als eines Tages Templer in der Nähe des Dorfs übernachteten, die einen Abtrünnigen gejagt hatten, wurde Rhaegos Selbstkontrolle durch die ständige Angst einer Entdeckung erschüttert. So kam es dann, dass er durch einen geringfügigen Vorfall die Kontrolle über seine Magie weitgehend verlor. Als das Dorf zu brennen anfing, holte seine Schwester die Templer, um die Bewohner zu schützen. Rhaego versuchte zwar zu kämpfen, hatte aber gegen die Fähigkeiten der Templer keine Chance. Er wurde zum Turm des Zirkels gebracht.
    Dort verbrachte er die nächsten sechs Jahre als Schüler, in denen er weiterreichende Anwendungen der Magie lernte. Es dauerte so lange bis zu seiner Läuterung, weil er sich anfangs gegen sein neues Leben und gegen die Templer auflehnte. Nach ziemlich kurzer Zeit beschränkte sich das nur noch auf passiven Widerstand, weil die Templer ihm den Rest austrieben. Auch die Erinnerungen an den Verrat seiner Schwester an ihm verblassten langsam.
    Nach seiner Läuterung lebte er als voller Magier noch acht Jahre im Zirkel, studierte dort weiter, vor allem verschiedene Sprachen. Er hatte eine Begabung dafür, die erst im Turm deutlich wurde, da er davor noch nie anderen Sprachen als Fereldisch begegnet war. Insofern hatte das Leben im Turm auch seine guten Seiten. Es gab dort auch viel mehr Luxus, die Betten waren viel bequemer, er musste nie wirklich arbeiten. Dennoch wäre Rhaego am liebsten aus dem Zirkel verschwunden - er hatte nur keine Ahnung, wie er das anstellen sollte.
    Geändert von Nachanén (31.10.2011 um 12:36 Uhr)
    We’re our father’s prejudices and our swordmaster’s dead men; our mother’s palate and our nurse’s habit of speech. We’re the books unwritten by our tutor, and our groom’s convictions and the courage of our first horse.


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