Das Filmdrama spielt in Berlin-Tempelhof und beschreibt die Eskalation eines Konflikts zwischen einer Familie des Bildungsbürgertums und einem türkischstämmigen Jugendlichen. Daneben thematisiert der Film das Scheitern der Kommunikation sowohl innerhalb der deutschen als auch der türkischen Familie.
Der angehende Literaturprofessor Simon Laub und seine Frau Christa, Immobilienmaklerin, ermöglichen ihrem Sohn Felix ein Leben in Wohlstand und Bildung. So ist Felix ein begabter Cellospieler. Zum Bekanntenkreis des sensiblen und schöngeistig veranlagten Bürgersohns gehört Can, der Leithammel einer Straßenbande, dem er regelmäßig Marihuana abkauft. Als Sohn eines Gemüsehändlers ist der junge Deutschtürke weniger gut gestellt und zeigt sich seinem wohlhabenden Freund gegenüber bisweilen neidisch und missgünstig. Als Cans Gang Felix seine neuen Markenturnschuhe „abzieht“ und der Junge barfuß nach Hause kommt, konstatiert Felix’ Vater ein Problem.
Simon Laub denkt nun, Can durch Zureden dazu bewegen zu können, seinen Sohn in Ruhe zu lassen. Durch ein Gespräch mit Cans Vater verspricht er sich, die Situation endgültig zu bereinigen. Felix ist gegen die Einmischung seines Vaters und behauptet, kein Problem mit Can zu haben. Can bringt schließlich auch wirklich die Schuhe zurück, trumpft dabei aber überheblich auf und lässt kein Bedauern erkennen. Felix' Vater entgegnet: „Sagen wir, Sie hatten die Schuhe zum Putzen“.
Schritt für Schritt setzt sich hiernach eine Rache- und Gewaltspirale in Gang. Vater Laub fühlt sich durch die immer bedrohlicher werdenden Attacken des präpotenten jugendlichen Türken in die Enge getrieben. So platzt Can in eine Vorlesung und stellt den Literaturdozenten bloß, indem er ihn und die Studenten fulminant anpöbelt und dabei auch die ihm bekannt gewordene Beziehung Laubs zu einer seiner Studentinnen öffentlich macht. Der angegriffene Wohlstandsbürger Simon Laub ergreift immer drastischere Gegenmaßnahmen: So zeigt er Can wegen Körperverletzung und Drogenhandel bei der Polizei an, übt darüber hinaus aber auch Selbstjustiz und lässt ihn von einem Freund zusammenschlagen. Can wird nach der polizeilichen Hausdurchsuchung von seinem Vater verstoßen. Felix sieht derweil Can weiterhin als seinen Freund an und versucht in einer schwierigen Gratwanderung, einen Standpunkt zwischen den beiden Streithähnen zu finden. Stolz und Arroganz der Kontrahenten stehen einer konstruktiven Lösung jedoch im Weg.
Der Konflikt mündet in einer Katastrophe, nachdem Can sein Leben zerstört sieht und mit einem Messer und einer Pistole bewaffnet ins Haus der Laubs einbricht. Er schlägt Felix’ Vater zusammen und knebelt die Mutter. Als Felix, von Can unbemerkt, ins Wohnzimmer tritt und seine Eltern wehrlos vorfindet, greift er die auf dem Küchentisch liegende Pistole und richtet sie gegen Can. Can entreißt sie ihm jedoch. Das Messer an Felix Kehle gesetzt, fordert er nun Vater Simon auf, entweder seine Frau oder sich selbst mit der Pistole zu erschießen. Simon richtet Cans Waffe gegen sich selbst und drückt zitternd ab: jedoch ist sie nicht geladen. Can verlässt nun, die Familie beschimpfend, das Wohnzimmer. Wutentbrannt folgt ihm Felix' Vater. Er greift den Türken hinterrücks an und tötet ihn beim Kampf im hauseigenen Swimmingpool durch Genickbruch. Laub weint hemmungslos, nachdem er die Leiche des Jugendlichen aus dem Wasser geborgen hat.