Seite 32 von 41 ErsteErste ... 223031323334 ... LetzteLetzte
Ergebnis 311 bis 320 von 401
  1. #311
    Wenn Schweine fliegen.... Avatar von Fero
    Registriert seit
    14.01.2010
    Beiträge
    2.150
    Gamer IDs

    Gamertag: GGP Fero

    Standard

    @Shonak:

    Ich halte es für falsch solche Systeme als gegebenen hinzunehmen, denn das sowohl in Ö als auch in D in Sachen Militär nicht alles optimal läuft, liegt auf der Hand. Hier von Kultur und Verfassungspatriotismus zu reden, ist ganz schön dreist und zusätzlich dann noch mit wichtigen Freundschaften zu kommen, kann ich nur schwer akzeptieren als Argumente akzeptieren.

    Verfassungspatriotismus durch militärische 'Erziehung' zu erreichen, ist doch schlichtweg fragwürdig. So etwas sollte schon in der Jugendphase eines jeden thematisiert werden, sei es durch das soziale Umfeld, die Schule und vielleicht sogar einem jugendlichen politischen Interesse. Inwiefern das Militär zur Akzeptanz der Verfassung beiträgt, ist mir schleierhaft. Da würde ich der gebeutelten Kirche noch mehr soziale Prägung unterstellen als dem Militär. Dafür schreitet es einfach zu spät ins Leben ein und spielt eine viel zu kurze Rolle.
    Allerdings steuert das Militär natürlich zur Beihaltung der Verfassung bei, auf dem einen oder den anderen Weg.

    Dass das Militär die Gesellschaft prägt, ist natürlich klar, schließlich stellt es eine soziale Institution dar. Als Teil der deutschen/österreichischen Kultur beeinflusst es natürlich jeden Bürger, der sich damit auseinandersetzt. Die Frage ist einfach nur ob positiv oder negativ, und wie wirds besser und wie wirds schlechter?
    Interessanterweise wiedersprichst du dir hier irgendwie doch selbst oder?
    Du weißt das Argument der Einwirkung des Militärs und des Militärdienstes hin zu der Verfassung und der Sozialgemeinschaft ab. Gestehst im gleichen Atemzug aber eben jenes doch wieder ein.

    Bleiben wir bei den Fakten. Bei der Bundeswehr in Deutschland - wie sinnhaft die Ausbildung ist. Wie wertvoll die Zeit die man dort verbringt, das lassen wir alles mal aussen vor, den darüber habe ich nie diskutiert. - wird jeder Dienstleistenden auf die Verfassung verpflichtet. Das ist für, so traurig das auch ist, viele Jugendliche das erste mal das sie sich mit der deutschen Verfassung auseinander setzen.
    Ihnen werden grundsätzliche Werte vermittelt die in der heutigen Gesellschaft leider nicht mehr unbedingt gegeben sind. Gemeinschaft, Zusammenhalt, etc.

    Außerdem ist der Grundwehrdienst, keine militärische Erziehung. Es ist die Ausbildung des Bürgers an der Waffe.
    Ich habe nie abgestritten, das diese Ausbildung in Schieflage geraten ist und das man hier deutlich nach bessern muss. (Quoten der Eingezogenen, Demogrpahische Verteilung, aber sich auch in Länge und Inhalt)
    Auch die Frage, ob der Wehrdienst noch nötig ist nachdem es keinen kalten Krieg mehr gibt - halte ich für hinfällig.

    Die menschliche Natur ist eine Konflikt- und Gewaltbereite. Kann nicht mehr all zu lange dauern (spätestens wenn uns in zwei oder drei Dekaden das Wasser anfängt auszugehen) dann krachts wieder richtig.
    Wehrdienst als Armee für Einsätze wie Afghanistan ist vollkommen undenkbar und wird in Deutschland auch nicht praktiziert.

    Für mich allerdings noch entscheidend, du hast meine Wörter in einem anderen Kontext gelesen als ich sie ausgedrückt haben wollte (wohl mein Fehler ).
    Der GWD ist ein Teil der heutigen deutschen Kultur. Jugendliche Männer müssen sich damit auseinander setzen und entweder eine Entscheidung treffen oder können sich vorbei mogeln. Der Punkt bleib. Es ist eine entscheidende kulturelle Erfahrung.
    Zweiteres war, das Deutschland im Sinne seiner Bürger, die wichtigen, essentiellen Werte seiner Verfassung und deren Schutzfunktion verkennt. Welche Gemeinschaft wir als Bevölkerung eigentlich bilde (siehe Wirtschaft und sozial System). Ein gesunder Patriotimus darauf ist - meines Erachtens nach - gut und notwendig.
    Bei der BW werden einem diese Verfassung nahe gebracht und man schwört auf die Verfassung. (Eine wichtige Lektion aus der Vergangenheit von der ich will das sie jeder junge deutsche Bürger lernt.)

    Das war das was ich sagen wollte. Nicht militärische Erziehung der Bevölkrunger zu Hurra-Patriotismus.
    Und noch mal. Ich bin kein Befürworter das System so hin zu nehmen wie es ist. Ganz im Gegenteil. Es muss sich etwas ändern. Aber - und da unterscheiden sich wohl unsere Meinungen. Bin ich nicht dafür den GWD abzuschaffen - auch wenn ich vielen deiner Argumente zustimme.

    Soviel zu meiner Verteidigung - ja ich weiß, das soll man nicht, aber trotzdem war es mir ein Bedürfnis...

    Kommen wir zu dem Freundschaftsteil. Ich weiß das ist strittig.
    Aber am Ende doch wahr. Wenn ich mir ein bischen meine Umgebung ansehe - Familie, Bekannte, Freunde, Kollegen. Sehr viele von ihnen pflegen heute noch einen freundschaftlichen Kontakt zu den Männern und Frauen mit dennen sie gedient haben. Sie treffen sich - oder sehen sich im Arbeitsleben wieder.
    Und Leute die man durch enge gemeinsame Erlebnisse kennen, werden immer den Vorzug später vor anderen bekommen. (Schwer leugen bar oder?)
    Sicher gleiches gilt auch für Leute die Studiert haben. Es ist im Prinzip sogar die gleiche soziale Entwicklung des einzelnen Individuums.

    Ähmm.. Was noch?
    Ach ja. Hm. Ich bin kein Freund der amerikanischen Methode. Die basiert vor allem darauf, das sich Leute melden die keine andere Wahl haben. Oder Leute die von den Rekrutierern hineingelogen werden in den Dienst.
    In einem sozial Staat wie dem unseren in Deutschland (ja sicher der hängt schon ziemlich schief) würde diese Methode das auseinander driften der Schichten der Gesellschaft nur noch verstärken. Es wäre schlichtweg unfair, wenn sich für tatsächliche Kampfeinsätze nur die melden, die einfach nichts anderes tun können.
    Also ja - da finde ich eine "erzwungene" Gleichheit (und das ist ja mein großer Kritikpunkt das wir die de facto nicht mehr haben) dann besser als ein sozial ungerechtes System das sich auf eine Bevölkerungsschicht konzentriert.

    Und die Kirche mit der Bundeswehr als soziale Einrichtung zu vergleichen hat etwas erheiterndes.
    Theoretisch sind ja beide auf einem Einsatz für ihre gegebenen Überzeugungen. Die Bundeswehr durch ihren Auftrag durch den deutschen Staat - die Kirche durch ihren gegebenen Glauben und die jahrhunderte alten Konventionen..
    Aber eigentlich kann man beide nicht vergleichen. Die Kirche ist eine ausser staatliche Instution, ein eigener Staat (sofern man r-k ist), die eigene Ziele, Zwecke und Interessen hat. Die Kirche erfüllt die soziale Einwirkung auf die Gesellschaft im Sinne ihres Glaubes und ihrer Religion. Etwas ganz anderes als das was einem im Zivildienst und bei der Bundeswehr begegnet, ermöglicht aber auch abverlangt wird. Vielleicht nicht im Endeffekt - aber die Beweggründe sind vollkommen unterschiedliche.

    @Leo's in Afghanistan: Zum einen halte ich den echten Mehrwert von einem Panzer (der für Panzerkämpfe in einem Land wie Deutschland entwickelt wurde) in einem Land wie Afghanistan und unter den Kampfbedingungen dort (vor allem gegen nicht deutlich gekennzeichnete Kämpfer) für etwas Fragwürdig. Noch dazu stellt er keine vollständig Sicherheit her. Dänemark hat einen Toten trotz der Tatsache das er in einem Leo saß.
    (Gut Dänemark hat das M-Paket nicht - die Kanadier haben es und haben die IED überlebt, aber trotzdem. Ein beschädigter Panzer ist eine Todesfalle für die Besatzung und wenn er verloren geht ziemlich teuer.)
    Dann stellt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Mit einem Panzer in ein Land und in einen Einsatz zu fahren, mit dem
    a) keinen Krieg hat
    b) humanitäre Aufbauarbeiten beschützen soll
    c) das Land aus dem Sovjetangriff noch recht böse Erinnerungen an Panzer hat
    d) die 'feindlichen' Kräfte mit einem Panzer eigentlich nicht zubekämpfen sind (mit einem 120mm Rohr auf Menschen ballern ist nicht gerade der Hit - und kommt weder bei der Bevölkerung dort noch hier besonders an)
    e) die Kosten immens sind
    f) die Bewegungsfreiheit des Panzers stark eingeschränkt sind und
    g) er die Fusstruppe nicht schützen kann.

    Ich bin voll bei dir das man die Soldaten angemessen ausstatten muss. Körperpanzerung, bessere Aufklärung, Detektoren für Sprengstoffe, mehr Leistungen für Verbündete und Verstärkte Aufbauarbeiten um den Einfluss von feindlichen Kräften zu minimieren, bessere Versorgung mit hinreichend Lebensmitteln, bessere psychische Betreuung während und nach dem Einsatz, etc.
    ME FRPG Charaktere:
    Rebekka Helena Baronesse von Tannberg (inaktiv) | Larita H. H. Fitzalan-Howard | Major Alexander Schleifer

    Kunstprojekt - falsch zugeordnete Zitate
    "Die Neigung, sich herabzusetzen, sich bestehlen, belügen und ausbeuten zu lassen, könnte die Scham eines Gottes unter Menschen sein." - Josef Ackermann

  2. #312
    Praise the Sun! Avatar von SAE
    Registriert seit
    02.02.2010
    Beiträge
    2.771

    Standard

    Öhm, den letzten Stand den ich hatte ist, dass die sogenannte humanitäre Aufbauhilfe zum erliegen gekommen ist, bzw. kaum noch geleistet werden kann, einfach weil es zu gefährlich geworden ist.

    Der Kommandeur eines deutschen Camps meinte auch er hätte gerne Artillerie um dem Raketen- und Mörserbeschuss aus den Bergen effektiv antworten zu können.

    Ok, bin da jetzt nicht vollends im Bilde, ich war noch nie in Afgahnistan und Gedient habe ich auch noch nicht. Außerdem lag der Bericht ja etwas in der Vergangenheit. Aber es hat sich wohl was getan, hab gerade mal gegoogelt: http://www.haz.de/Nachrichten/Politi...ch-Afghanistan

  3. #313
    ...Nun... Avatar von plasma13
    Registriert seit
    14.03.2010
    Beiträge
    1.017

    Standard

    Zitat Zitat von Fero Beitrag anzeigen
    Außerdem ist der Grundwehrdienst, keine militärische Erziehung. Es ist die Ausbildung des Bürgers an der Waffe.
    Das ist inzwischen nicht mehr der Fall. Was du meinst ist wohl dieses "Staatsbürger in Uniform" Konzept. Das ist aber schon seit Jahren tot. Das Konzept setzt auf einen Bürger der sich verpflichtet fühlt dem Staat zu dienen und alles daransetzt diese Pflicht nach leibeskräften zu erfüllen. Zuletzt hatten wir in Dt so was im 18 Jahrhundert!
    Inzwischen ist es eine rein militärische Ausbildung und Erziehung


    Zum Thema Wehrdienst: Wehrpflicht ist ein zweischneidiges Schwert.
    Zum einen bringt es Bevölkerung und Armee näher zusammen und zum anderen werden Jahr für Jahr viele Längerdienende aus den Grundwehrdienstleistenden gewonnen
    Allerdings lähmt eine Wehrpflicht die Armee. Die Einheiten müssen immer wieder neue Soldaten ausbilden und wenn sie damit fertig sind gehen diese schon wieder und neue kommen die wiederum ausgebildet werden müssen (das war schon zu 9 monatigen Zeiten so!).

    Zitat Zitat von Fero Beitrag anzeigen
    Ach ja. Hm. Ich bin kein Freund der amerikanischen Methode. Die basiert vor allem darauf, das sich Leute melden die keine andere Wahl haben. Oder Leute die von den Rekrutierern hineingelogen werden in den Dienst.
    Aber das System funktioniert, sie haben ausschließlich Zeit und Berufssoldaten und sie können ihre Aufträge ausführen ohne, dass von Ausbildungsmängel gesprochen wird!
    Außerdem haben wir bei uns auch schon zu 90% die Leute die keine andere Wahl haben.
    Man muss sich na nur mal die Beiträge von Osiris (nicht persönlich nehemn!) durchlesen. Die Bundeswehr dient heutzutage als soziales Auffangbecken, Leute werden vom Arbeitsamt dorthingeschickt, oder aber als "Notlösung".
    Viele werden auch von den Anwerbern, die einem das sagen was man hören will, hergelockt. Sie locken mit sachen wie volle Bezahlung während dem Studium oder LKW Führerschein. Allein schon als ich auf der GamesCom diese Seelenfänger sah.....
    Unterm strich ist es schon so wie in den USA.


    zu Leos in A-Land:
    Nichts bietet da unten Sicherheit. Z.B. der Leo A6-M, super Ding, aber die Insurgents sprengen den an mit 100kg, dem Leo passiert nix. Beim nächsten mal sinds halt 500kg und so geht das weiter!
    Und gerade in Einsätzen wo man Freund und Feind nicht unterscheiden kann sind Leos praktisch. In solchen Einsätzen ist man als Soldat immer gezwungen zu reagieren und da hätte man schon gerne ein dickes Eisenschwein was ordentlich einstecken kann und geländegangig ist.
    Am Besten wären natürlich Hubschrauber aber das kriegen wir ja nicht hin (s. NH 90). Wieder was was die Amis uns voraushaben....

    Ach ja bla, bla, blubb
    Do not turn away my friend! Like a willow I can bend. No man calls my name, no man came. So I walked on down away from you, maybe your attention was more than I could do. One man did not call. He asked me for my love and that was all!
    Kunstprojekt falsch zugeordnete Zitate:
    "...Fotzenverein!" - Otto von Bismarck

  4. #314
    All I did was dream Avatar von General-Osiris
    Registriert seit
    12.07.2008
    Ort
    so circa zwischen Berlin und Rom
    Beiträge
    2.457

    Standard

    Meine Herren, hier ist ja was los...

    ich klinke mich mal aus^^ aber Shonak, ich glaub, du hast ein paar Sachen misverstanden, die ich gesagt habe, und das will ich noch kurz richtig stellen :-D :

    Natürlich kanns du in anderen Vereinen etc. ein gewisses Gruppengefühl entwickeln, aber das ist lange nicht mit dem zu vergleichen, was du bei der Armee erlebst. Da hängt im Ernstfall dein Leben vom andere ab. Egal, wie unwahrscheinlich das jetzt ist, es macht die ganze Sache doch zu einer ganz speziellen Art von Gemeinschaft.
    Zum Thema Schikanieren: ist der Ausbilder scheiße zur Truppe, dann haben alle einen gemeinsamen Feind.
    -> man hält zusammen, es gibt keine Reibereien innerhalb der Truppe. Ich sehe, du schaust dir kein Scrubs an :-D

    Nein, wer das als sinnlos ansieht, aber tauglich ist, der sollte den Zivildienst machen. Die 9 Monate haben mir (und allen die ich kenne) sehr gut getan, es gab uns Zeit zu überlegen was wir als nächstes tun wollten, zudem gab es etwas Geld und man hatte ne im großen und ganzen gute Zeit mit ordentlich Arbeit aber auch mit Spaß.
    Das meine ich mit "verweigern". Man verweigert den Dienst an der Waffe und macht den Zivildienst, vielleicht ist das eher hier in D so im Sprachgebrauch.
    Und ich sage nicht, dass der Zivildienst eine schlechte Sache ist, ganz im Gegenteil. Nur muss einem das liegen und das ist bei mir nicht der Fall. Ich könnte z.B. keinen Pflegerjob annehmen, das kann ich einfach nicht. Ich habe tierischen Respekt vor Pflegern, aber ich könnte das nicht machen.
    Natürlich gibt es alternativen zum Zivildienst, aber das wäre alles einfach nichts für mich.

    Das Soldaten wie gesagt immer etwas beitragen werden (solange Vaterstaat an der Macht ist) ist richtig und gut so. Ich stelle keine Soldaten an den Pranger, wieso sollte ich das auch tun? Mich nervt nur das (österreichische) Prinzip des Präsenzdiensts, der für österreichische (Kurzzeit)-Soldaten nichts zu bieten hat außer der Ausbildung an der Knarre und dem Umgang mit Infrarot.
    Und bezüglich Katastrophenschutz: In Österreich war vor ein paar Jahren die letzte größere Überschwemmung (ich schätz auf 7 Jahren?). Und ja, da waren die Soldaten wichtig (und Soldaten sind auch wenn gar nichts passiert, durchaus wichtig, versteh mich bitte nicht falsch). Aber selbst da waren hauptsächlich österreichische Berufssoldaten am Werk und keine Grünschnäbel vom Grundwehrdienst. Wieso? Weil Grundwehrdienstler für effektiven Katastrophenschutz ja noch nicht mal richtig ausgebildet sind.
    Ich sprach nicht davon, dass du Soldaten an den Pranger stellst, sondern dass hier in D (durch Medien, durch Aussagen gewisser Personen etc.) die Bundeswehr und deren Soldaten meist an den Pranger gestellt werden, aber sobald eben irgendwo die Hilfe der BW gebraucht wird, sind sie wie Engel.
    Das wäre dann z.B. der Katastrophenschutz. Und damit meine ich eine Flut bekämpfen o.ä., ich spreche jetzt nicht von ausgewachsenen Vulkanausbrüchen oder so. Da braucht man keine großartige Ausbildung, sondern einfach nur die nötigen Arbeitskräfte, die in der Zahl die Bundeswehr stellen kann, sowie die nötige Ausrüstung (Fahrzeuge, Werkzeug etc.), womit GWD'ler sehr wohl umgehen können.


    // @Plasma: ich glaub, du hast mich in epischem Ausmaß falsch verstanden... :-/
    Geändert von General-Osiris (26.08.2010 um 13:56 Uhr)
    We had a good ride. - The best.

  5. #315
    Wenn Schweine fliegen.... Avatar von Fero
    Registriert seit
    14.01.2010
    Beiträge
    2.150
    Gamer IDs

    Gamertag: GGP Fero

    Standard

    @Plasma: Wir sprechen immer noch vom Bürger in Uniform, mit seinen entsprechenden Rechten und einer Ausbildung an der Waffe und der Unterweisung in den militärischen Notwendigkeiten.
    Im Grundbegriff ist das eine gewisse Erziehung, zugegeben. Aber unter militärischer Erziehung fällt ja gleich mal etwas ganz anderes - dazu bräuchte man Kadettenschulen und dergleichen.

    Was du unterstellst, ist das unsere Soldaten keine Bürger mehr sind die sich verpflichtet fühlen ihr Land (Ihre Verfassung, um dabei zu bleiben) im Fall zu verteidigen (und das hat unabhängig von GWD oder freiwilligen Armee) - sondern reine gedrillte Waffenträger die nur einen Zweck erfüllen. Das hatten wir nicht im 18 Jhd. Sondern mal um 1930-1945.

    Und bitte lasst uns in Deutschland die Wehrpflicht und die stehende Armee ganz klar trennen. Bester Beweiß bleiben dabei die Truppen die heute in Kampfhandlungen verwickelt sind. Das sind keine Wehrdienstleistende.

    Noch mal. Das GWD-Konzept ist zu überarbeiten, keine Frage. Aber ich halte es für schlecht es vollkommen abzuschaffen.

    @US-Konzept:
    Das halte ich für ein Gerücht das es bei den US-Streitkräften nur gut ausgebildete Soldaten gibt. Wie in jeder Organisation, die von mehereren Menschen gebildet, geleitet, definiert, befehligt und vorbereitet wird gibt es auch mit fast absoluter Wahrscheinlichkeit auch riesige Lücken. In Amerika führt man ja seit dem Irak-Krieg ähnliche Diskussionen über Ausrüstung und Ausbildung der Soldaten.
    Abgesehen davon haben die riesige Problem ausreichend Nachwuchs rekrutiert zu bekommen um ihre Aufgaben zu erfüllen.

    Mit wäre auch neu dass das AA Leute zur Bundeswehr schickt, sofern es sich nicht um eine Berufsberatung gehandelt hat - und selbst dann müssten diese Menschen erstmal zum Berater der BW und dann zum Wehramt und dann zur Musterung. Und auch wenn es anders klingen mag. Ned jeder kommt in die Bundeswehr rein - da gibts immer noch einen Anforderungskatalog.
    Und (ohne für Osiris sprechen zu wollen) hat das bei ihm vermutlich tatsächlich auch mehr mit eigener Motivation - Überzeugung, wenn man seine Worte davor ließt - zu tuen, als mit einem schlichten "wenn nichts anderes dann.." zu tun.
    Und sicher gibt es bei uns auch Werber für die Bundeswehr, wie für jeden anderen Arbeitgeber auch. Nur die Methodik, die Freiheitsgrade und die Implikation ist eine andere als bei den US-Streikräften.

    Wenn du in den USA kein Geld hast zum studieren, herzlichen Glückwunsch da bleibt dir nur der Dienst bei der Army. (Ich weiß das wir in Deutschland fast einen ähnliche Weg einschlagen durch diese Studiengebühren, etc. Aber darüber will ich mal nicht diskutieren. Noch ist es bei weitem nicht so extrem wie in den USA)

    @Leo's: Ja Leopard 2 Panzer sind wahnsinnig praktisch wenn man die Sicherung der Umgebung, den Kontakt zur Bevölkerung, die Aufklärung und Bekämpfung in unwegsamen Terrain mit vier Mann und mehreren Tonnen Stahl, Keramik und Kevlar hinbekommen würde. (Denn nichts anderes ist ein Panzer.)
    Ja der Leo bietet einen erhöhten Schutz. Aber er kann nicht die Aufgaben ausführen die vor den Soldaten liegen. Zu wenig Leute, die falschen Leute - Panzerfahrer sind keine Infanteristen, Pionier, Gebirgsjäger, Feldjäger oder ähnliches.
    Und für die Einsätze in dennen schwere Geschütze benötigt werden, haben wir inzwischen Panzerhaubitzen vor Ort.

    Abgesehen davon sind die Fahrzeuge mit dennen unsere Soldaten in Afghanistan sind mit der selben zusätzlichen Panzerung ausgestattet wie es die Leo's gegen Minen und IED's sind.
    Wieder mein Beispiel von vorhin: Leopard 2 aus Dänemark ohne M-Paket gegen IED = 1 Toter bei 4 Mann Besatzung. Deutscher Dingo mit M-Paket gegen Panzermine = 0 Tote bei 8 Mann Besatzung.
    Bei allem anderen greift dann genau dein Konzept - die feindlichen Kombetanten gehen mit der Menge an Sprengstoff hoch

    @Hubschrauber: Die Aufgaben der ISAF in Afghanistan sind entsprechend der NATO Führung und den Einsatzmustern, sowie den entsprechenden Mandaten der teilnehmenden Nationen aufgeteilt.
    Die Bundeswehr hat Luftunterstützung vor Ort - muss und darf aber nicht alle Funktionen damit erfüllen, oder die Erfüllung bereitstellen. Luftaufklärung aber zum Beispielg erfolgt durch deutsche Tornados und UAV's. Belieferung von Camps, erfolgt durch Lfz der Luftwaffe (Transall, Herkules, Antonows, Helikopter)

    @NH90: Ist ein industrielles Lieferproblem wie es in letzter Zeit alle Nationen verkraften müssen. Auch die Amerikaner (wenn auch nicht ganz so extrem wie Europäer)
    ME FRPG Charaktere:
    Rebekka Helena Baronesse von Tannberg (inaktiv) | Larita H. H. Fitzalan-Howard | Major Alexander Schleifer

    Kunstprojekt - falsch zugeordnete Zitate
    "Die Neigung, sich herabzusetzen, sich bestehlen, belügen und ausbeuten zu lassen, könnte die Scham eines Gottes unter Menschen sein." - Josef Ackermann

  6. #316
    User of the Year. Avatar von Shonak
    Registriert seit
    08.02.2010
    Beiträge
    1.767
    Gamer IDs

    Gamertag: Shonak

    Standard

    Zitat Zitat von Fero Beitrag anzeigen
    Interessanterweise wiedersprichst du dir hier irgendwie doch selbst oder?
    Du weißt das Argument der Einwirkung des Militärs und des Militärdienstes hin zu der Verfassung und der Sozialgemeinschaft ab. Gestehst im gleichen Atemzug aber eben jenes doch wieder ein.
    Nope, imo widerspreche ich mir nicht. Ich gestehe dem Militär eine Rolle in der Gesellschaft zu, da es ein Bestandteil von ihr ist. Aber ich sehe sie wie gesagt nicht als prägende Kraft im Leben an, sei es nun in Sachen Disziplin, Verfassungsakzeptanz und dergleichen an. Ein "voll entwickeltes" Individuum, und "voll entwickelt" muss man doch mehr oder weniger sein um die psychologischen Tests zu bestehen (wer ein Autoritätsproblem hat zB, wird ja auch gar nicht genommen?), absolviert eine Zeit von 6 Monaten, in denen zuerst die Ausbildung abgeschlossen wird und dann die meiste Zeit Däumchen drehen angesagt ist.

    Ihnen werden grundsätzliche Werte vermittelt die in der heutigen Gesellschaft leider nicht mehr unbedingt gegeben sind. Gemeinschaft, Zusammenhalt, etc.
    Absolut, aber wie gesagt für mich driften hier Anspruch und Realität zu weit auseinander. Die asozialen Clowns kamen als die selben zurück und die die schon davor eine gute Sozialkompetenz besaßen, die waren auch danach so. Solidarität ist natürlich in gerade unserer schnelllebigen, individualisierten Gesellschaft ein nicht zu unterschätzendes Merkmal, aber sowohl dem Bundesheer als auch der Bundeswehr hier eine prägende Kraft für den Großteil für eine soziale, starke Gemeinschaft zu unterstellen (auf Einzelpersonen dürfte es natürlich immer wieder zutreffen), ist mir schlichtweg zu weit hergeholt, da innerhalb der 6 Monaten eben zuerst die Ausbildung absolviert wird und dann tja... "Schul"wanderungen und DVD Abende, Saufgelage und Däumchen drehen. :>
    Außerdem, Solidarität und Gemeinschaft gibt es auch beim Zivildienst; ich würde sogar meinen noch mit stärkeren Anspruch. Nicht nur mit dem seinesgleichen, sondern vor allem auch mit den anderen (und auch schwächeren) Schichten der Bevölkerung.

    Das war das was ich sagen wollte. Nicht militärische Erziehung der Bevölkrunger zu Hurra-Patriotismus.
    Und noch mal. Ich bin kein Befürworter das System so hin zu nehmen wie es ist. Ganz im Gegenteil. Es muss sich etwas ändern. Aber - und da unterscheiden sich wohl unsere Meinungen. Bin ich nicht dafür den GWD abzuschaffen - auch wenn ich vielen deiner Argumente zustimme.
    Ich bin auch nicht dafür den GWD abzuschaffen, ich halte aber den Präsenzdienst für so stark ausbaufähig, dass er in der derzeitigen Situation nicht akzeptabel ist. Eine stärkere soziale Komponente für die Heerdiener halte ich zum Beispiel für sehr gut machbar - zuerst der Dienst an der Waffe und anschließend die Arbeit in richtigen Einrichtungen, die zusätzliche Arbeitskraft benötigen o.ä., und sollten die Grundwehrdiener benötigt werden (für Katastrophenhilfe) dann kann man sie auch jeder Zeit einberufen, inkl. möglicher Solderhöhung.
    Und ähm ja, ich bezieh mich natürlich immer auf das österreichische System, keine Ahnung wie genau das in D dann genau aussieht, aber deshalb werde ich mich jetzt auch langsam aus der Diskussion hinausschleichen. :>

    Ich könnte z.B. keinen Pflegerjob annehmen, das kann ich einfach nicht. Ich habe tierischen Respekt vor Pflegern, aber ich könnte das nicht machen.
    Zivildienst ist kein Pflegerjob, das dürfen sie schon vom Gesetz her gar nicht machen. Aber ja, ich versteh' schon was du meinst.
    Geändert von Shonak (26.08.2010 um 14:35 Uhr)
    Stravaism - Bike & Run Log
    Das war eine Mischung aus Angst und Bier.
    ME-FRPG: Arseni Vigo (Still At Large) | Octavian Visconti (Abgeschlossen) | Elias Verhoeven (Inaktiv) | Ikarus Vanderlyle (All New Everything)
    The sun is a wondrous body. Like a magnificent father! If only I could be so grossly incandescent! - Solaire of Astora, Dark Souls.

  7. #317
    ...Nun... Avatar von plasma13
    Registriert seit
    14.03.2010
    Beiträge
    1.017

    Standard

    @fero
    Klar gibt es noch Leute die sich tatsächlich verpflichtet fühlen dem Staat etwas zurückzugeben und daher Wehr oder Zivildienst leisten.
    Für die Meisten aber wird der Staat soweit er Pflichten einfordert, als eine Zumutung empfunden, nicht als das, was mitzugestalten, zu erhalten und zu schützen ist.
    Ein Soldat, der von Berufs wegen seine Würde daraus bezieht, daß er sein Leben zum Schutz und Wohle des deutschen Volkes einsetzt, macht sich in dessen verblendeten Augen lächerlich.
    Sein Opfer wird gar nicht als solches erkannt und angenommen, sondern auf einen psychischen oder sozialen Defekt zurückgeführt. Das ist kein Wunder in einem Staat, dessen Würde von seinen Funktionsträgern durch geschichtliche Negativbezüge definiert wird.

    Die Mängel die du gegenüber der US- Armee aufführst resultieren durch die Anpassung an die asymetrische Kriegsführung die jede Armee die einen solchen Krieg führen muss durchläuft. Allerdings sieht man ganz klar das die Amerikaner deutlich schneller das gelernte in Ausbildung und Ausrüstung umsetzten!

    Bezüglich AA und BW kenn ich sogar jemanden der vom AA zur BW geschickt wurde (natürlich mit Musterung etc.).
    Außerdem habe ich sehr viele kennengelernt die nur zur Notlösung zur BW gegangen sind.

    @Leos
    Das Leos keine Infanteristen ersetzen können ist klar, daher gehen gepanzerte Teile auch immer mit Infanterie vor und niemals allein!
    Der Vergleich dänischer Leo und Dingo hinkt gewaltig. Eine Panzermine hat ca 9kg Sprengstoff (gerichtet) eine IED hat schonmal so mehrere 100kg (gerichtete und ungerichtet je nach Art)
    Panzerhaubitzen mit Kampfpanzern zu vergleichen ist so als ob du Äpfel mit Erdbeeren vergleichen willst. Das Problem mit den Haubitzen ist nämlich, dass wenn der Feind näher als 100m zu den eigenen Soldaten liegt die Haubitzen nicht mehr schießen (Gefährdung eigener Teile). Die Kampfdistanzen heutzutage sind aber deutlich näher! Ein Leo kann vor Ort da eingreifen und unterstüzen (selbst wenn nur als rollende Deckung)

    @Hubschrauber
    Die BW hat (bis auf ein paar MedEvacs) keine eigene Luftunterstüzung vor Ort! Es fehlen eigene Kampfhubschrauber und Transporthubschrauber (die CH 53 zähl ich da mal nicht mit rein, dieses Monster ist als reiner Transporthubschrauber zu groß, eher so was die der Black Hawk).
    Man ist da immer auf Unterstützung der Amis angewiesen und die können auch nicht ewig mit z.B. Apachees an einem Ort bleiben, sondern müssen auch die immer zum Schwerpunkt verlegen
    Do not turn away my friend! Like a willow I can bend. No man calls my name, no man came. So I walked on down away from you, maybe your attention was more than I could do. One man did not call. He asked me for my love and that was all!
    Kunstprojekt falsch zugeordnete Zitate:
    "...Fotzenverein!" - Otto von Bismarck

  8. #318
    All I did was dream Avatar von General-Osiris
    Registriert seit
    12.07.2008
    Ort
    so circa zwischen Berlin und Rom
    Beiträge
    2.457

    Standard

    Die Sache ist die, dass man einen Staat auf andere Wege schützen kann (Polizei, Verfassungsschutz etc.), ich hab mir in die Richtung auch genug Gedanken gemacht wegen einer evtl. Berufswahl.
    Und leider ist es in unserem Land nicht so, dass es normal ist, sich seinem Land, dem Staat und der demokratischen Ordnung verbunden zu fühlen. Da ist man gleich ein Außenseiter. Aber das ist nunmal so und damit muss man leben.
    Ich sehe aber die gleiche Entwicklung wenn es darum geht, staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen (Kindergeld, Arbeitslosengeld etc.): die Leute gehen teilweise da hin zu der Behörde und denken, gleich wird der rote Teppich ausgerollt und die Diener kommen daher.

    meien Mutter arbeitet im Familienministerium, sorgt dafür, dass das Kindergeld zu den Leuten kommt, und was sie mir letztens erzählt hat, hat mich fast zum Platzen gebracht: da kam ein Mädchen, das mit 13 (Drei-Zehn!!!!!) Jahren in Bulgarien ein Kind bekommen hat. Sie und ihr Freund (16 oder so) kommen dann zu meiner Mutter, sprechen kein Wort Deutsch, kein Wort Englisch und alles, was sie dabei haben, ist ein Zettel. Darauf steht: "Bearbeitungsstatus?" und eine Handynummer, die meine Mutter jetzt dann anrufen darf und wo sich dann vielleicht jemand meldet, der Deutsch spricht. Mehr oder weniger.
    Da fragt man sich, warum solche Leute überhaupt Förderungen des deutschen Staates empfangen dürfen?? Weil Bulgarien ein EU-Land ist. Klar, aber warum soll jetzt Deutschland für die Kleine aufkommen? Weil sie hier wohnt? Ach bitte, die kann kein Wort Deutsch, kein Wort Englisch. Und anscheinend ist das alles rechtens so. Könnte man da nicht verrückt werden?
    Ich wär fast an die Decke gegangen, als ich das gehört hab.

    Und ich finde, dass das etwas ist, was einem weitaus mehr zu denken geben müsste, als die Tatsache, dass bei der Bundeswehr nicht nur Idealisten versammelt sind, wie wir es sind.
    Wie gesagt, plasma, ich glaube du hast mich sehr misverstanden.
    We had a good ride. - The best.

  9. #319
    http://iamawesome.com/ Avatar von Fosso_Decay
    Registriert seit
    15.11.2008
    Ort
    Äh...tja...*Festplattenfehler*
    Beiträge
    627

    Standard

    Zitat Zitat von General-Osiris Beitrag anzeigen
    @Fosso

    Joah, aber ich bin ne ehrliche Haut :-D die sollen wissen, dass ich ohne Brille auf 5 Meter nichts mehr erkenne, das finde ich besser so. Auch wenn mein Tauglichkeitsgrad deshalb drunter leidet, reinschummeln will ich mich nicht.

    Ich hab mich nicht durchgemogelt >: (
    Ich habe mir vor dem Sehtest extra die Linsen rausgetan, weil ich dachte, bei einem Sehtest hat man doch keine Sehbehilfe im/vorm Auge...dann wurde ich gefragt, ob ich ne Brille und so habe. Antwort: Ja, natürlich (schweinderl)!
    Daraufhin wurde ich angeschnauzt, warum ich die Brille nicht anhätte.
    Tja, ich durfte quer durch die Kaserne latschen und meine Brille holen, weil der Test mit Brille gemacht wird.
    Überhaupt spielen sich die Typen da auf...naja, nutzt nix, sich darüber aufzuregen.^^

  10. #320
    Wenn Schweine fliegen.... Avatar von Fero
    Registriert seit
    14.01.2010
    Beiträge
    2.150
    Gamer IDs

    Gamertag: GGP Fero

    Standard

    @Plasma: Was die Einstellung einzelner zum Staat angeht stimme ich dir voll und ganz zu.

    Ich bin nicht ganz deiner Meinung das unser Staat - vertreten durch Politiker - ausgerechnet seine 'Würde' aus der Negativgeschichte seiner Vorgänger bezieht. Aber ich verstehe was du meinst und sehe das ähnlich kritisch.
    Aber am Ende ist es gerade die Aufgabe der Deutschen dieses Erbe für die Welt offen zu tragen und solche Missstände oder Gefahren deutlich anzumahnen.
    Das hat aber dann nichts mit klein, kleiner, am kleinsten sich selbst zu machen...

    @US-Armee
    Ich weiß nicht woher du dein Wissen über die US-Streitkräfte nimmst. Aber die Jungs kämpfen mit den gleichen Ausbildungsproblemen wie jede andere Armee auch.
    Das hat erst mal nichts mit asymetrischer Kriegsführung zu tuen.

    Sicher gibt es Truppenteile bei der US-Armee die besser ausgebildet sind, aber das liegt sicherlich auch in dem ständigen kontinuierlichen Kampfeinsatz dem diese Einheiten unterworfen sind. (Aufgefallen das es immer die selben Batallione und Regimenter sind die in Kämpfe verwickelt sind?)
    Der Rest führt den ähnlichen Tagesablauf und Ausbildungsteil wie die Deutschen auch. Mit allen Vor- und Nachteilen.

    @AA: Okay, das war mir nicht bewusst. Das ist natürlich heftig und eigentlich nicht hinnehmbar.
    Wobei man ehrlichkeitshalber die Frage stellen muss - wie alt war der Mensch, welche Ausbildung hatte er und hatte er Interesse daran zum Bund zu gehen.

    @Sprengstoff: Natürlich ist es kein sauberer Vergleich. Aber er macht klar das die schlichte Verfrachtung von Leo's nach Afghanistan nicht die Sicherheit der Truppe erhöht. Ganz im Gegenteil:
    Nehmen wir an, wir schicken Leo's rüber. Das bedeutet wir müssen Infantrie neben die Panzer stellen. (Wie du selbst sagst) Alleine die Aufrüstung die es nach sich zieht auf Seiten des Gegners - um die Panzer zu sprengen - führt unweigerlich dazu das die Verluste in den eigenen Reihen größer werden, da ich meine Truppen um den Panzer konzentrieren muss.

    Aber bleiben wir dabei. Der Sprengstoff der Panzermine (das Ding heißt ja nicht umsonst so) stammt heute in der Regel aus US oder aus Russicher (oder aus deutscher *hust*) Produktion, sowie das gesamte Teil. Was gleichbedeutend ist, das es dem kleinen Netten Ding mal vollkommen wurscht ist, ob da ein Panzer drüberfährt, ein Dingo oder ein Fahrad.
    Ist danach alles Schrott. Das ist Hochleistungssprengstoff.
    Sicher sind IED erst mal gefährlicher aber auch Anschläge mit dem Ding hat der Dingo ausgehalten.
    Ein Dingo ist kein Panzer - und kann gar nicht dessen Resistenz bieten, keine Frage (das bestreite ich nicht). Aber ich stelle den Schutzwert eines Panzers einfach in Frage. Vollkommen unabhängig davon ob es ein Mine, eine Bombe, eine Rakete oder ein IED ist.

    Und einen Panzer als Deckung benutzen ist irgendwie eine Taktik aus dem Blitzkrieg. Vollkommen unbrauchbar in der heutigen konventionellen Kriegsführung.
    Aber auch in einem asymetrischen Krieg nicht sonderlich Hilfreich. Wenn du nämlich rechts vom Panzer läufst, weil links die bösen Männer sind und rechts nur die Frau mit dem Kinderwagen, und der Kinderwagen dann explodiert...

    Und noch ein Wiederspruch die Kampfdistanzen haben sich erhöht. Alleine die Tatsache das die meisten Konflikte mit gelenkten Waffen aus großer Entfernung geführt werden sagt doch schon alles. Reichweite und hohe Beweglichkeit sind die Punkte auf die alle Armeen umrüsten. (Alle, bei den Amerikanern angefangen bis zu den Deutschen.)
    Abgesehen davon ist Artillerie zu jedem Zeitpunkt der letzten Jahrzehnte schon punkt genau eingesetzt worden und wird es heute noch zur Unterstützung von lokalen Truppenteilen.

    @Luftraum: Die Bundeswehr fliegt ja auch keine Kampfeinsätze in Afghanistan. Sie hat keine schnelle Landungstruppe, sondern kontrolliert durch befestigte Posten, Ausbildung der örtlichen Truppen und Polizei sowie durch Präsenz in Fahrzeugen ihre Aufgaben.
    Mit dem Hubschrauber durch die Gegend fliegen würde nichts davon erfüllen. Und wenn man Truppen wo hin bringen will, dann hat man genau die großen Maschinen vor Ort.
    Außerdem, leistet die Luftwaffe mit den Tornados und den UAV's natürlich einen erheblichen Beitrag in der Aufklärung. Auch das ist Luftunterstützung.

    Deutschland besitzt keine Kampfhubschrauber der Marke Apache. Hat es nie und wird es in nächster Zeit auch nicht. Der BO-105 und der Tiger sind Panzerabwehrwaffen - der Sea King ist ein Torpedo und Rettungshubschrauber. Was bitte sollen wir mit den Dingern dadrüben? Mit Hellfires auf Menschen schießen?

    Und noch mal - die Deutschen übernehmen die von der Internationalen Gemeinschaft zu gewiesene Aufgabe, nach deutschem Recht. Wenn wir mehr wollen müssten wir den Krieg erklären (was wir nicht dürfen weil wir nach Verfassung keinen Angriffskrieg führen können) und dann mit allem was wir haben da anrücken.

    @Shonak:
    Nope, imo widerspreche ich mir nicht. Ich gestehe dem Militär eine Rolle in der Gesellschaft zu, da es ein Bestandteil von ihr ist. Aber ich sehe sie wie gesagt nicht als prägende Kraft im Leben an, sei es nun in Sachen Disziplin,
    Was anderes habe ich ja auch nicht gesagt - meine Worte waren: 'eine gewisse Art von Prägung.' Das ist weit weg von Prägende Kraft im Leben.
    Im Rest habe ich den Eindruck das wir der selben Meinung sind - ich finde deine Idee für eine Ausrichtung für den GWD sogar gut. :-)
    ME FRPG Charaktere:
    Rebekka Helena Baronesse von Tannberg (inaktiv) | Larita H. H. Fitzalan-Howard | Major Alexander Schleifer

    Kunstprojekt - falsch zugeordnete Zitate
    "Die Neigung, sich herabzusetzen, sich bestehlen, belügen und ausbeuten zu lassen, könnte die Scham eines Gottes unter Menschen sein." - Josef Ackermann

Seite 32 von 41 ErsteErste ... 223031323334 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •