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  1. #301
    Casual-Gamer Avatar von tube12
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    Ich finde auch zum Beispiel die Sache mit Afghanistan totalen Dreck. Als Gutenberg nach geschätzten 6 Monaten oder mehr und einem Dutzend toten öffentlich die Erkenntniss seiner Karierre machte: Wir können davon reden, das unsere Soldaten sich im Krieg befinden
    Dachte ich mir auch nur so *aua*
    Aufeinmal sind sie dann wieder Helden, aber vorher immer: Abzug! Blabla etc. und weil ein paar Soldaten getötet wurden, was sehr bedauernt ist und ich auch keinesfalls die verhamlosen möchte, hieß es gleich Abzug der Truppen von der Bevölkerung. Aber wieso? die Soldaten werden einfach zu wenig geschätzt für den Drecksjob den unsere Jungs da unten leisten. Selbst sie sagten das so ungefähr und auch sagten sie: Jetzt erst recht!

    Das Konzept für einen freiwilligen Bund finde ich schrott. Aber mal sehen....

  2. #302
    ...Nun... Avatar von plasma13
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    @Osiris: BW Einsatz im innern, bin ich kein Freund von (abgesehen vom Katastrophenschutz!). Aber wie die BW gegen die G8 Gegner in Heiligendamm eingesetzt wurde war schlicht verfassungswidrig!
    Man setzt eine Armee nicht gegen das eigene Volk ein, dafür gibt es Polizei und andere Behörden die das auch viel besser können.
    Do not turn away my friend! Like a willow I can bend. No man calls my name, no man came. So I walked on down away from you, maybe your attention was more than I could do. One man did not call. He asked me for my love and that was all!
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  3. #303
    Nothing new Avatar von Kinman
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    Zitat Zitat von General-Osiris Beitrag anzeigen
    [...] die zweisprachigen Ortsschilder [...]
    Ach hör mir auf damit
    Da muss ich wieder zwangsweise an den ganzen Ortsschilderkram denken. Und gleichzeitig an unsere tolle Kärntner Minderheit (Die kärntner Slowenen*), die sich immer auf den Schlips getreten fühlen, wenn in gewissen Teilen Kärntens ein Ortsschild vielleicht doch nur auf Deutsch aufgestellt wird. Alles nur um wieder mal in den Medien als die arme Minderheit auftreten zu können.

    *) Ja was jetzt. Sind sie nun Kärntner und somit Österreicher oder doch Slowenen, die in Kärnten leben? Ich habe nichts gegen Ausländer oder Einwanderer, aber bei dem Terz, den die da teilweise aufführen, könnte ich echt kotzen. Übrigens sind die meisten "kärntner Slowenen" gebürtige Kärntner.

    lg Kinman

    EDIT:
    @plasma13: Bei uns darf die Armee durchaus die Polizei unterstützen. Keine Ahnung, ob das bei euch auch so ist, oder nicht.
    „Die Zukunft gehört dem Buch und nicht der Bombe, dem Frieden und nicht dem Krieg“, Victor Hugo

  4. #304
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    @Osiris: Wie gesagt, ich habe nichts gegen Soldaten per se. Sie sind absolut notwendig, wichtig und nützlich für die Gesellschaft. Den Präsenzdienst halte ich aber in der militärischen Form für überaltet, ausbaufähig und reformierbar.

    Zitat Zitat von General-Osiris Beitrag anzeigen
    @Shonak

    Ich finde, für manchen wäre der Dienst beim Militär keine schlechte Erziehungsmaßnahme - und dabei nehme ich mich selbst auch mit ein. Man lernt, was es heißt in einer Gemeinschaft zu leben und zu arbeiten, man weiß, was Disziplin bedeutet und dem Körper schadets auch nicht, wenn man die Grundausbildung absolviert.
    Also die Präsenzler die beim Bundesheer waren, lagen den ganzen Tag auf der faulen Haut und abend sich nachts das Bier reingekippt. Die meisten hatten nach der Grundwehrdienst paar Kilo mehr. Im Gegensatz zu den Zivis, die entweder ihr Gewicht gehalten haben oder gar abgenommen haben (ich verlor glaub ich an die 5 Kilo durch das ständige Stiegen laufen). Dieses in der "Gemeinschaft leben" ist übrigens ein sehr vager Begriff, den du hier als Argument benutzt. Klar, ich verstehe was du damit meinst, aber wie viel bleibt davon und wie viel war davor schon da? Es gibt andere Arten in denen Teamgeist, Kameradschaft und Loyalität genauso gefördert werden - Vereine, die Schule, Chöre, Saufgemeinschaften oder Foren . Zudem ist das Bundesheer bekannt dafür Leute zu schikanieren und inwiefern das eine Gemeinschaft stärken soll, ist mir schleierhaft.

    Wer die ganze Sache als sinnlos ansieht, soll verweigern, ganz einfach. Aber Soldaten tragen noch immer und werden auch noch lange Zeit einen Teil zu unserer Gesellschaft beitragen, uns helfen und Menschen retten.
    Ich liebe es einfach, wenn hier (=Deutschland) Soldaten an den Pranger gestellt werden, aber kaum steigt die Elbe mal über die Ufer sind sie die willkommenen Retter in der Not. Ich weiß nicht, ob ich das hier schonmal gesagt habe, aber so ist es einfach. Und das finde ich a) eine Unverschämtheit den Soldaten gegenüber und b) ganz einfach Heuchelei.
    Nein, wer das als sinnlos ansieht, aber tauglich ist, der sollte den Zivildienst machen. Die 9 Monate haben mir (und allen die ich kenne) sehr gut getan, es gab uns Zeit zu überlegen was wir als nächstes tun wollten, zudem gab es etwas Geld und man hatte ne im großen und ganzen gute Zeit mit ordentlich Arbeit aber auch mit Spaß.
    Das Soldaten wie gesagt immer etwas beitragen werden (solange Vaterstaat an der Macht ist) ist richtig und gut so. Ich stelle keine Soldaten an den Pranger, wieso sollte ich das auch tun? Mich nervt nur das (österreichische) Prinzip des Präsenzdiensts, der für österreichische (Kurzzeit)-Soldaten nichts zu bieten hat außer der Ausbildung an der Knarre und dem Umgang mit Infrarot.
    Und bezüglich Katastrophenschutz: In Österreich war vor ein paar Jahren die letzte größere Überschwemmung (ich schätz auf 7 Jahren?). Und ja, da waren die Soldaten wichtig (und Soldaten sind auch wenn gar nichts passiert, durchaus wichtig, versteh mich bitte nicht falsch). Aber selbst da waren hauptsächlich österreichische Berufssoldaten am Werk und keine Grünschnäbel vom Grundwehrdienst. Wieso? Weil Grundwehrdienstler für effektiven Katastrophenschutz ja noch nicht mal richtig ausgebildet sind.

    Und ja, deine Beispiele sind plausibel und so, aber für mich sprechen die jetzt nicht unbedingt für den Grundwehrdienst ganz ehrlich gesagt, weil nach 6 Monaten ist ein Soldat schon wieder ausgemustert. Die Kosten für die Ausbildung und den Nutzen, den er erbringt, sowohl für Gesellschaft, Staat und sich selbst widersprechen sich einfach.
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  5. #305
    Wenn Schweine fliegen.... Avatar von Fero
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    @BW in Heiligendamm: Zuerst - nenn es doch nicht Einsatz gegen das eigene Volk. Das klingt als hätte die Bundeswehr mit ihren Waffen auf die Protestanten geschossen.
    Das Innenministerium als Amts- und Machtinhaber für die innere Sicherheit hat Amtshilfe bei der Bundeswehr beantragt, und das ist rechts korrekt durch den Bundestag - also die Vertreter des Volkes - abgesegnet worden. (Das dabei ein paar Verantwortliche Politiker gelogen haben oder die Zustimmung/Antrag großzügiger ausgelegt haben ist was anderes und dagegen gab es dann ja auch Untersuchungen.) Und selbst dann, waren es Aufklärung die betrieben wurde (Schlimm genug, gebe ich zu. Aber eine entsprechenden Aufklärung um die Sicherheit gegen Anschläge zu garantieren, kann die Polizei nicht leisten - leider.)
    Ein Einsatz der Bundeswehr im Inneren der BRD ist und bleibt sehr schwer und ist per Gesetzt erst mal verboten.

    Ebenso wie ein Angriffskrieg, das bringt uns zu...:

    @BW im Ausland:
    Die Bundeswehr leistet im Ausland (egal wo.. Bosnien, Afghanistan, etc.) einen wichtigen humanitären Beitrag. Es ist dabei immer zu Opfer gekommen und man muss den Männern und Frauen die ihren Dienst in diesen Ländern unter Einsatz ihres Lebens leisten großen Respekt zollen. Vollkommen egal was man vom Militär denkt.
    Diese Menschen leisten sehr schwere Arbeit, sehr gefährliche Arbeit und vor allem nachhaltig ungesunde Arbeit (körperlich - wie aber auch geistig).
    Des weiteren bleibt es die Pflicht des Staates Deutschlands (der wir alle zusammen stellen - mit Steuern, mit Wahlen, mit der Akzeptanz von dem Inhalt in Medien oder den Protesten und Demonstrationen), und ganz besonders unsere - den nach unserem letzten großen Krieg, sind wir aufgebaut worden - einen humanitären Beitrag zu leisten. Dafür gibt es internationale Regeln und sehr strikte in unseren eigenem Gesetz.

    Das T. von Gutenberg, den Arsch in der Hose hatte, das ganze Krieg zu nennen, war erstaunlich für einen deutschen Politiker. Denn an gerade, direkten Worten kann man gemessen werden.
    Realität ist, es ist kein Krieg. Nicht von deutscher Seite aus. Ein Zitat aus Wiki was Krieg ist:
    Krieg ist ein organisierter und unter Einsatz erheblicher Mittel mit Waffen und Gewalt ausgetragener Konflikt [1] [2], an dem mehrere planmäßig vorgehende Kollektive beteiligt sind. Ziel der beteiligten Kollektive ist es, den Konflikt durch gewaltsame Kämpfe und Erreichen einer Überlegenheit zu lösen. Die dazu stattfindenden Gewalthandlungen greifen gezielt die körperliche Unversehrtheit gegnerischer Individuen an und führen so zu Tod und Verletzung. Krieg schadet so auch der Infrastruktur und den Lebensgrundlagen der Kollektive.
    Da das alles nicht auf den Einsatz der Bundeswehr zutrifft, bleibt die (korrekt) Formulierung des Kampfeinsatzes im Rahmen der humanitären Hilfe beziehungsweise im Rahmen einer international Anerkannten (sogar durch den UN-Sicherheitsrat in dem u.a. Russland und China auch ein Veto Recht haben) Schutztruppe.

    How ever. Ich bin der Überzeugung, das zum einen die Bevölkerung, unabhängig ob sie den Einsatz gut heißt, die Soldaten unterstützen und schützen (vor allem vor ungerechten Anschuldigungen) muss.
    Second. Wir sollten es als Volk besser wissen, als das wir einfach hinnehmen könnten, das einem anderen Volk schaden zugefügt wird, wegen seinem Glauben, seiner Meinung oder andere spezifischer menschlicher Merkmale. Und wenn es dafür ein internationales Engagement gibt, sollte sich Deutschland daran beteiligen.

    Außerdem, könnte man auch es so formulieren (wie es Köhler getan hat). Natürlich hat die Volkswirtschaft Deutschland (immer noch dritt/viert größte Wirtschaftsmacht der Welt (je nach Stand der Leistungen in China)) ein ausgewachsenes Interesse, an stabilen Verhältnissen in der Welt um ausreichend Handle zu treiben - beziehungsweise an schön geregelten Konflikten. Immerhin sind wir immer noch der dritt größte Waffenexporteur der Welt (nach USA und Russland). Und halten direkt oder indirekt die fast absolute Mehrheit an vier der 10 größten Rüstungsunternehmen der Welt (natürlich die vier Europäischen)...

    @Wehrdienst: Ich bin zum einen gegen die freiwilligen Armee, weil uns das sicherlich eine ähnliche Kultur wie in Amerika beschert, in der Freiwillige in die Armee geworben werden müssen.
    Zum anderen ist es Teil unserer Kultur und der Gesellschaft. Es gibt eine gewisse Art von Prägung und Ausrichtung auf die Gesellschaft als Gruppe. Was immer eine gute Sache ist für einen Staat. Außerdem schadet uns ein bisschen, gesunder, Verfassungspatriotismus gar nicht. Und nicht zu letztet: Viele wichtige Freundschaften werden in der BW geschlossen die für die wirtschaftlichen Verbindungen später wichtig sind.
    Außerdem haben wir gerade erst den Weg beschritten das auch Frauen und Mädchen dazu dürfen. Wieso jetzt auf der Hälfte aufhören.

    Zweiter Grund: Wenn wir keinen Wehrdienst mehr haben, werden sich die Sozialträger (Rotes Kreuz, etc.) ziemlich schnell blöd ankucken. Wenn man mal überschlägt welche Tätigkeiten alle von Zivis übernommen werden - ich weiß, es wäre besser wenn das voll Jobs wären, denn Zivildienstleistende waren nie als billige Arbeitskräfte gedacht und dürfen eigentlich auch so nicht eingesetzt werden. Aber am Ende sind sie ein essentieller Baustein der sozialen Leistungen die jedem zur Verfügung stehen.
    Also sollte man auch diese Konsequenz bedenken... Abgesehen davon, schadet auch dieser nicht den Jugendlichen.

    Aber:
    Wenn dann bin ich für einen einheitlichen Wehrdienst, den jeder ableisten muss. Außer er wird aus gutem Grund ausgemustert, und nicht wegen "Wir haben unsere Zahlen schon erreicht.". Und selbst dann, sollten alle die ausgemustert werden den Zivildienst antreten müssen oder einen Ersatzdienst. (Zumindest sollte man darüber nachdenken.. ;-))
    Und. Es sollte jeder ihn leisten müssen. Auch Mädchen. Wenn Gleichberechtigung, dann für alle - gell. :-P
    (Dafür schlagen mich die Feministinnen gleich ans Kreuz... - aber das ist unnötig, wenn wir jemals über Gleichberechtigung diskutieren, bin ich der erste der dafür ist das Frauen in allen belangen gleich behandelt, bezahlt und wertgeschätzt werden wie Männer)

    So der rest meiner Gedanken ging im langen Post unter..
    Geändert von Fero (25.08.2010 um 22:05 Uhr)
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  6. #306
    Master Boot Record Avatar von lil_PK
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    Ich habe mich bisher aus der ganzen "BW vs. Zivi" Diskussion absichtlich rausgehalten, denn ich kann davon auch ein Lied singen. Doch Fero du sprichst mir aus der Seele .

    Zum Thema Gleichberechtigung: dito. Wenn diese Gleichberechtigung nicht bald kommt, gibts mMn bald eine Reemanzipation.

    Zivildienst ist ebenfalls bei weitem nicht so "toll" (weder für die Gesellschaft noch für die Leistenden selbst) wie allgemein behauptet. Das Argument Volljob-Ausbeute ist nur eines von vielen. Dass es bei Kriegen im Allgemeinen u. bei s.g. "Friedens-" bzw. "Humanitäreinsätzen" im Speziellen meist (um nicht zu sagen fast immer) in erster Linie um geopolitische Zielsetzungen geht ist leider die unbequeme Wahrheit, die viel zu selten angesprochen wird.

    Kann dir bezüglich der Sache Terminologiebegriff: "Krieg"/"nicht Krieg" jedoch nicht zustimmen. Für mich ist es Wortspielereien, deren Pointe ich nicht begreife ebenso wie "gemäßigte Taliban" (Facepalm^10!). Doch ich will mich da jetzt nicht zu sehr reinsteigern - die Sache Zivi etc habe ich zum Glück längst hinter mir.

    Gruß

    lil_PK

  7. #307
    Wenn Schweine fliegen.... Avatar von Fero
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    Hätte ich Wette müssen, ich hätte darauf gesetzt das du als erster reagierst lil_PK :-)
    Wie auch immer, es ist ein Kompliment, das du meiner Meinung bist - zumindest in einigen Punkten. :-)

    Das der Zivildienst nicht prickelnd ist lassen wir mal dahin gestellt und das es viele Argumente gegen wie auch für gibt, lassen wir auch mal bei Seite. Fakt ist, es gibt ihn und er ist ein Baustein in unserem Sozialsystem, der bitter fehlen würde.

    Sicher geht es immer um geopolitische Ziel bei einem Krieg/Konflikt. Liegt ja schon darin begründet das ein Krieg, wie aber auch ein Konflikt oder ein Kampfeinsatz, durch Politik reguliert, bekräftigt, geleitet und autorisiert wird - und Politik dabei immer bestimmten Leitsätzen, Zielen und "Vorgabe" folgt. Aber die entscheidende Frage ist, geht es dabei um ökonomische Ziele, um ideologische Ziele, politische Ziele oder religiöse Ziele.

    Es macht wohl einen Unterschied.
    Ist der aktuelle Konflikt in Afghanistan ein Krieg? Sehr wohl.
    Es ist der organisierte, geplante Kampf zweiter(mehrerer) Gruppen mit letalen/gewalttätigen Mitteln um die Macht (oder was auch immer).
    Aber - jetzt der entscheidende Unterschied - das gilt nicht für den Einsatz Deutschlands. Deutschland ist Teil der ISAF - also einer Sicherheits- und Aufbaumission.
    Gleichzeitig ist die ISAF Aufgabe keine Friedenssichernde sondern eine Friedenserzwingende. Das bedeutet das die teilnehmenden Streitkräfte - oder rechtsgültigen Vertreter ihrer Staaten - das Recht haben die Ihnen genannten Aufgaben auch mit militärischen Mitteln durchzusetzen, so lange der UN-Sicherheitsrat diese Mission genehmigt.

    Sicher könnte man argumentieren, das die Erzwingung von Frieden - gleich einer kriegerischen Handlung ist da sie ja geplant, organisiert und mit erheblichen Mitteln, militärisch Ausgeführt wird.
    Der entscheidende Unterschied bleibt aber der Grund.
    Deutschland (bei anderen ISAF Staaten muss man extra diskutieren) hat keinen Konflikt mit Afghanistan, sondern folgt hier nur dem Mandat der UN - und das auch noch in Übereinstimmung mit der deutschen Verfassung.
    Ein bisschen Wortklauberei ist es - da stimme ich dir zu. Aber der eigentliche Kontext könnte elementarer nicht sein.

    Für Deutschland ist es ein bewaffneter Konflikt in dem es mit einem sichernden und aufbauenden Auftrag beteiligt ist. Aber es ist für Deutschland kein Krieg - sonst würden wir ja mit allen uns möglichen und nötigen Mitteln einrücken um unsere Ziele durchzusetzen....

    Außerdem:
    Die Bundeswehr, als Vertretung der BRD, führt im Auftrag des Bundestages, heißt der Bevölkerung der BRD, einen zum Selbstschutz und Schutz der zivilen Bevölkerung bewaffneten Einsatz zur Stabilisierung des Landes durch um humanitäre Hilfe zu leisten.
    Zum einen folgte die Bundeswehr damit ihren Aufgaben aus dem Weiß Buch von 2006 - sowie die BRD ihren Aufgaben als Mitglied der internationalen Gemeinschaft.

    Abschließend bleibt folgendes zu sagen: Blub.
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  8. #308
    Praise the Sun! Avatar von SAE
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    Hui, da schaut man mal nen halben tag nicht rein und schon gehts heiß her.

    @Afgahnistan: Stimmt, das ist kein Krieg. Kein echter, kein klassischer Krieg. Denn die Deutschen kämpfen nicht GEGEN Afgahnistan sondern IN Afgahnistan, was ein kleiner aber feiner Unterschied ist. Aber bloß, weil es da unten keinen "echten Krieg" gibt ist das meiner Meinung nach noch lange kein Grund unsere Soldaten nicht mit den nötigen Kampfmitteln auszustatten. Wofür hat den unsere Bundeswehr den Leopard 2 und die Panzerhaubitze? Zu Ausbildungszwecken?

    @Wehrdienst: Lieber gar keinen Wehrdienst als den, den wir jetzt haben. Das was es jetzt gibt ist ein 6 monatiges Wehrpraktikum. Dem Zivildienst ist es auch nicht sonderlich zuträglich, da jeder Zivi ja neu eingearbeitet werden muss und wenn der richtig drin ist wieder geht.
    Und bei der Bundeswehr ist es, nach allem was ich schon so gehört habe so, dass man sich 3 Monate lang den Arsch aufreißt (oder 3 Monate lang den Arsch aufgerissen bekommt) und dann 3 weitere Monate in der Nase bohrt und Eier schaukelt. Naja, ich bin ja noch nicht dagewesen und ein Jahr hab ich ja noch. Wenns dann noch den Wehrdienst gibt zieh ich den halt nach bestem Gewissen durch. Aber eins ist sicher. Zivi mach ich net. Hab in sogenannten Sozialen Einrichtungen schon ne ganze Menge Assoziales erlebt. Bin da nen gebranntes Kind.

    PS: Irgendjemand wollt mir mal ausreden zum Bund zu gehen und hat (in etwa) gemeint: "Beim Zivildienst kannst du erfahrungen machen, die du sonst nie machen kannst." Ich habe geantwortet: "Beim Bund auch"

  9. #309
    User of the Year. Avatar von Shonak
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    Zitat Zitat von Fero Beitrag anzeigen
    @Wehrdienst: Ich bin zum einen gegen die freiwilligen Armee, weil uns das sicherlich eine ähnliche Kultur wie in Amerika beschert, in der Freiwillige in die Armee geworben werden müssen.
    Und das ist dann schlechter wie die 'Zwangsrekrutierung' des österreichischen/deutschen Grundwehrdienstes?
    Ich habe per se nichts gegen den Grundwehrdienst, ich halte ihn nur in der derzeitigen Form für vollkommen nutzlos (Argumente hab ich ja schon davor gebracht). Es sind verschwendete 6 Monate, zumindest in Österreich und da sich das deutsche und österreichische Systeme ja doch gleichen, nehm ich das mal einfach an.

    Zum anderen ist es Teil unserer Kultur und der Gesellschaft. Es gibt eine gewisse Art von Prägung und Ausrichtung auf die Gesellschaft als Gruppe. Was immer eine gute Sache ist für einen Staat. Außerdem schadet uns ein bisschen, gesunder, Verfassungspatriotismus gar nicht. Und nicht zu letztet: Viele wichtige Freundschaften werden in der BW geschlossen die für die wirtschaftlichen Verbindungen später wichtig sind.
    Außerdem haben wir gerade erst den Weg beschritten das auch Frauen und Mädchen dazu dürfen. Wieso jetzt auf der Hälfte aufhören.
    Ich halte es für falsch solche Systeme als gegebenen hinzunehmen, denn das sowohl in Ö als auch in D in Sachen Militär nicht alles optimal läuft, liegt auf der Hand. Hier von Kultur und Verfassungspatriotismus zu reden, ist ganz schön dreist und zusätzlich dann noch mit wichtigen Freundschaften zu kommen, kann ich nur schwer akzeptieren als Argumente akzeptieren.

    Verfassungspatriotismus durch militärische 'Erziehung' zu erreichen, ist doch schlichtweg fragwürdig. So etwas sollte schon in der Jugendphase eines jeden thematisiert werden, sei es durch das soziale Umfeld, die Schule und vielleicht sogar einem jugendlichen politischen Interesse. Inwiefern das Militär zur Akzeptanz der Verfassung beiträgt, ist mir schleierhaft. Da würde ich der gebeutelten Kirche noch mehr soziale Prägung unterstellen als dem Militär. Dafür schreitet es einfach zu spät ins Leben ein und spielt eine viel zu kurze Rolle.
    Allerdings steuert das Militär natürlich zur Beihaltung der Verfassung bei, auf dem einen oder den anderen Weg.

    Dass das Militär die Gesellschaft prägt, ist natürlich klar, schließlich stellt es eine soziale Institution dar. Als Teil der deutschen/österreichischen Kultur beeinflusst es natürlich jeden Bürger, der sich damit auseinandersetzt. Die Frage ist einfach nur ob positiv oder negativ, und wie wirds besser und wie wirds schlechter?

    Und zum Thema wichtige Freundschaften: Ich habe ehrlich gesagt genug Freunderlwirtschaft hier in Tirol.

    Zweiter Grund: Wenn wir keinen Wehrdienst mehr haben, werden sich die Sozialträger (Rotes Kreuz, etc.) ziemlich schnell blöd ankucken. Wenn man mal überschlägt welche Tätigkeiten alle von Zivis übernommen werden - ich weiß, es wäre besser wenn das voll Jobs wären, denn Zivildienstleistende waren nie als billige Arbeitskräfte gedacht und dürfen eigentlich auch so nicht eingesetzt werden. Aber am Ende sind sie ein essentieller Baustein der sozialen Leistungen die jedem zur Verfügung stehen.
    Also sollte man auch diese Konsequenz bedenken... Abgesehen davon, schadet auch dieser nicht den Jugendlichen.
    Vollste Zustimmung, auch zu dem mit der Emanzipation weiter unten (und das ist in keiner Art irgendwie frauenfeindlich, sondern pro-frauen).

    Zivildienst ist ebenfalls bei weitem nicht so "toll" (weder für die Gesellschaft noch für die Leistenden selbst) wie allgemein behauptet. Das Argument Volljob-Ausbeute ist nur eines von vielen. Dass es bei Kriegen im Allgemeinen u. bei s.g. "Friedens-" bzw. "Humanitäreinsätzen" im Speziellen meist (um nicht zu sagen fast immer) in erster Linie um geopolitische Zielsetzungen geht ist leider die unbequeme Wahrheit, die viel zu selten angesprochen wird.
    Zivildienst bringt aber mehr als der Grundwehrdienst (zumindest hier in Österreich). Und ähm, welcher dumme General schickt bitte Grundwehrdiener (die für 6 Monate angestellt ist) auf Friedens bzw. Humanitäreeinsätze quer über den Globus?! oO

    EDIT: @SAE:
    PS: Irgendjemand wollt mir mal ausreden zum Bund zu gehen und hat (in etwa) gemeint: "Beim Zivildienst kannst du erfahrungen machen, die du sonst nie machen kannst." Ich habe geantwortet: "Beim Bund auch"
    Mit diesen Erfahrungen meint er imo die soziale Kompetenz (oder er hats dumm-scherzhaft gemeint mit 'alten Leuten den Hintern abputzen', tz), und diese Kompetenz gibts in dieser Art wirklich nur beim Zivildienst, wenn du nicht zufällig dich entscheidest mal Krankenpfleger oder einen anderen grünen Job zu machen.
    Geändert von Shonak (26.08.2010 um 00:47 Uhr)
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  10. #310
    Praise the Sun! Avatar von SAE
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    Zivildienst bringt aber mehr als der Grundwehrdienst (zumindest hier in Österreich). Und ähm, welcher dumme General schickt bitte Grundwehrdiener (die für 6 Monate angestellt ist) auf Friedens bzw. Humanitäreeinsätze quer über den Globus?! oO
    Keiner, weil er es nicht darf und selbst dann wäre er ein Idiot. Auf Auslandseinsätze wird man erst geschickt, wenn man den Wehrdienst freiwillig verlängert. Als ich noch keinen Ausbildungsplatz hatte und das mit dem Wehrdienst noch 9 Monate gedauert hat und das ganze auch etwas konkreter aussah habe ich überlegt an die 9 Monate nochmal 3 dranzuhängen um nen ganzes Jahr voll zu haben. Außerdem steigt da der Monatsverdienst gar nichtmal so schlecht an. Wie ich es dann in nem geschätzten Jahr mache weiß ich noch nicht. Mal sehen...

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