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  1. #91
    Newbie Avatar von Ellen Devereaux
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    Die Citadel – Zivile Andockbuchten

    Ellen ließ sich ohne große Umstände an einem der leeren Tische nieder und tippte ebenso umstandslos mit ihrem Zeigefinger auf den Taster in dessen Mitte, was sofort dafür sorgte, dass dem Mädchen die Menükarte angezeigt wurde. Statt ihr Augenmerk jedoch auf das Angebot zu richten, musste sie ungewollt und gezwungen ihr Handgelenk anstarren.

    Early hatte ihr zwar MediGel für die Schnittwunden gegeben, jedoch hatte sie im Nachhinein ihre Zweifel, ob es eine besonders gute Idee gewesen war, dieses auch anzuwenden. Das Gel sah nämlich bereits seltsam gelblich aus, fühlte sich irgendwie runzlig an und machte insgesamt einfach nicht den Eindruck von brauchbarem MediGel. Letztendlich hatte die Sechzehnjährige trotz ihrer Bedenken jedoch auf das Mittel zurückgegriffen.

    Vorsichtig tastete das junge Mädchen mit der freien Hand nun die Wundnarben ab, wodurch ihr ein unwohler Schauer über den Rücken lief. Ursprünglich haftete an dem Handgelenk das Armband, dass ihr ihre geisteskranken Eltern angelegt hatten. Ein Peilsender, über welchen sie jederzeit in der Lage gewesen waren, herauszufinden wo sich ihre Tochter aufhielt. Ellen wusste nicht, wie groß die Reichweite wirklich war, doch sie hatte sich dazu entschlossen kein Risiko einzugehen und dieses verdammte Ding irgendwie los zu werden.

    Wie sie es geschafft hatte, dass mit einem alten, auf der Arcturus Station von einem betrunkenem Techniker geliehenem Werkzeug zu schaffen, war ihr einerseits ein Rätsel, andererseits sprachen die Schnittwunden, die sie sich bei der Arbeit zwangsläufig zugezogene hatte, wiederum dafür, dass es wohl doch nicht ganz so leicht gewesen war.
    Die Wunden waren dank des fauligen MediGels inzwischen vernarbt und verunstalteten das Handgelenk des Mädchens mit einigen unschönen, aufgedunsenen Narben. Ellen schüttelte entschlossen den Kopf und schluckte schwer, als sie an die Schmerzen damals zurück dachte. Sie zog den Ärmel von Kates Jacke wieder vor, so dass ihr Gelenk erneut verborgen wurde und wandte sich der Holoanzeige zu, die ihr noch immer die einzelnen Snacks und Gerichte präsentierte.

    Bereits nach wenigen Sekunden - eigentlich kaum, dass sie das Angebot entdeckt hatte - entschied Ellen sich. Zwei Croissants mit Butter und einen warmen Kakao. Die ließ die Bestellung durch eine einfache Eingabe über die Holoanzeige aufgeben und sackte dann wieder etwas in sich zusammen.

    Irgendwie muss ich an diesen Terminals vorbeikommen, wenn die da merken dass ich Ellen Devereaux bin und die wissen, dass ich hier nicht sein sollte.. Das Mädchen stützte ihren Kopf auf ihre rechte Hand und seufzte leise. Die Möglichkeit besteht ja, dass so eine Suchanzeige von der Erde aus weitergegeben wird, zumindest bestimmt an die Kolonien, aber auch an die Citadel? Ein weiteres, schwermütiges Seufzen glitt ihr über die Lippen, dann kreuzte sie die Arme vor sich, legte sie auf den Tisch und lehnte ihren Kopf wiederum darauf. Hätte ich mich mal besser informiert, dann wüsste ich es und müsste nich Abstand zu allem halten, was irgendwie nach Polizei oder Sicherheit aussieht. Das heißt also auch, dasss ich die Citadel auch nicht betreten kann und das ist sehr unvorteilhaft…

    Der nachdenkliche Gesichtsausdruck der jungen Devereaux wandelte sich langsam zu einem theatralischem schmollen. Die blöde Kate hätte mir wenigstens mal ihre Handynummer geben können! Immerhin ist sie jetzt volljährig, dass würde alles viel einfacher machen. Die Erleuchtung, dass ihr großes Schwesterchen inzwischen eine richtig erwachsene Frau geworden war, ließ Ellen kurz die Luft anhalten. Ob sie schon.. nein, bestimmt nicht, es ist ja Kate. Aber wieso ist sie kein berühmter Star geworden? Das würde es viel einfacher machen, sie zu finden… und somit wäre ich wieder beim ursprünglichen Thema, was nun? Ich muss an C-Sec vorbei und dann Kate finden.

    „So, deine Bestellung.“ Ellen wurde von einem jungen Mann aus ihren Gedanken gerissen, welcher ihr zwei verführerisch aussehende Croissants und den Kakao direkt vor die Nase stellte. „Danke sehr!“ Statt sich nun weiterhin mit Sorgen zu überladen, konzentrierte sich das Mädchen mit größtem Vergnügen sofort darauf, ihr Frühstück zu verschlingen.

    Genau das hatte sie bereits nach wenigen Minuten auch erledigt und während sie ihren warmen Kakao schlürfte ließ sie sich vollkommen und von allen Gedanken befreit ins Nichts fallen.

    Es dauerte einige Zeit, bis sie aus dieser gedankenlosen, entspannenden Trance wieder zu sich kam. Um sie herum herrschte noch immer derselbe Betrieb wie zuvor, nicht zu viele und nicht zu wenige Gäste. Dazu noch ein angenehmer Geräuschpegel, so das alles in allem eine durchaus entspannte und wohlige Atmosphäre entstand. Ellen merkte wie das Schmunzeln auf ihren Lippen zu einem glücklichen Lächeln wurde. Sie war frei. Und selbst wenn sie Kate nicht auf Anhieb finden würde, so war sie doch frei. Sie saß alleine in einem Bistro, genoss das Treiben um sich herum und nahm sich so viel Zeit, wie sie wollte. Vor allem aber trug sie kein Armband, welches sie unentwegt daran erinnerte, dass sie nur das Eigentum ihrer sogenannten Eltern war.

    „Möchtest du Zahlen?“ Ellen schwenkte wie bei einem Rekordversuch ihren Kopf zu dem Kellner. Erst jetzt dämmerte etwas in ihrem Kopf, was ihr binnen eines Liedschlags den Schweiß unter die Kleidung trieb. [i]Bezahlen! Gern! Wenn ich Geld hätte![/i Bisher hatte das junge Mädchen eigentlich nie wirklich darauf achten müssen, ob sie genügend Geld bei sich hatte. Entweder weil sie eh nur mit ihren wahnsinnigen Eltern das Haus verlassen durfte oder aber, weil man ihr eben genug gegeben hatte, um sich eben auf dem Schul- oder Heimweg etwas zu kaufen.

    Was jetzt? Also Ehrlich währt am längsten, das bedeutet … nein, ehrlich bringt mich jetzt bestimmt nur in die Hände von C-Sec und das will ich nicht! Ellen spürte zwar einen inneren Widerspruch, als sie den Kellner unverfroren anlog, allerdings waren ihr Gewissensbisse grad lieber, als ein Flug zur Erde, Pointe-Noire. „Nein, lieber noch ein Glas Wasser bitte.“

    Der junge Mann nickte lächelnd und verschwand dann auch sofort, wobei Ellen inständig hoffte, dass er für ein läppisches Glas Wasser so lange wie nur möglich brauchen würde. Und jetzt?! Ich komm hier nie mehr weg! Ich werde bis an mein Lebensende Wasser bestellen müssen, weil ich nicht bezahlen kann! „Hey!“

    Die Sechzehnjährige fuhr erschrocken hoch, zuckte aber gleichzeitig zusammen, als sich direkt auf dem Stuhl vor ihr ein Junge niederließ, ohne überhaupt zu fragen, ob dort noch ein Platz frei war. Das ist dreist! „Was willst du?!“ Der Ton, in welchem sie den Fremden anfeixte war eigentlich krasser als eigentlich gewollt, was sie im Endeffekt aber auf die derzeitige Situation zurückführte. „Entschuldige.“, setzte sie direkt in passendem Ton nach und spannte dabei ihre Muskulatur an, um eher aufrecht als zusammengesackt da zu sitzen. Das war gemein, er hat ja nur Hallo gesagt…

    „Ach, hey, kein Problem. Du sitzt hier so verloren, da hab ich mich einfach mal dazu gesetzt.“ Ellen nutzte die Zeit, die ihr Gegenüber damit verbrachte es sich auf seinem Stuhl bequem zu machen um ihn flüchtig zu mustern. Im Stehen war er vermutlich mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Köpfe größer als sie und der dunkleren Hautfarbe als auch den Haaren zufolge war er wahrscheinlich südamerikanischer Abstammung.

    „Achso.. na, wenn du magst. In Ordnung.“ Das Mädchen beachtete ihren neuen Tischbegleiter damit nicht mehr, sondern warf wieder ungewollt nervöse Blicke durch den Raum. Der Kellner mit dem Wasser war glücklicherweise noch nirgendswo zu sehen, scheinbar grab es dringendere Kunden - was Ellen im Augenblick aber auch absolut nicht störte. „Du bist neu hier, hm?“

    Bin ich neu hier? Ja! Man lügt nicht, Ellen. „Ja, bin ich.“ Ellen sah erneut zu dem Jungen, welcher aber eher ein Jugendlicher war. Wahrscheinlich etwas älter als sie, mehr konnte das Mädchen nicht auf Anhieb vermuten. „ Wusste ich’s doch!“, triumphierte er mit einem charismatischen Lächeln, welches sie selbst dazu brachte, seinem Blick schnellstens auszuweichen.

    Was will der denn überhaupt von mir? Macht der mich an? „Yay…“, die Antwort des Mädchens war weniger enthusiastisch und fröhlich, als sie es für gewöhnlich gewesen wäre. In der aktuellen Lage war ihr jedoch nicht nach viel Scherzen zu Mute.

    „Und du hast ein Problem, oder ein paar Sorgen.“ Stellte der immer noch Fremde nun treffend fest, wodurch er wieder Ellens Blick auf sich zog. „Ach komm schon, dass erkennt jeder, wenn er dich ansieht. Und dich sehen viele an.“ Erneut flackerte sein Lächeln auf. Moment … der hat mir ein Kompliment gemacht!

    In Gedanken schüttelte die Sechzehnjährige entschieden den Kopf, nach außen hin dagegen atmete sie einmal tief durch, ließ sich aber dennoch ebenfalls zu einem verlegenen Kichern bringen. Bereits einen Lidschlag später herrschte aber wieder ein anderer Ton. „Also was willst du von mir?!“ konfrontierte sie ihr Gegenüber, welcher aber gelassen reagierte.

    „Ich will dir helfen, irgendwas sagt mir nämlich, dass du hier feststeckst. Wer bestellt denn schon Wasser, nach dem er ‚nen Kakao und Croissants hatte?“

    „Ich tu das!“, allein die Kraft von Ellens Konterreaktion reichte wahrscheinlich aus, um die wahren Gründe zu verraten, aber dennoch bleib der Fremde weiterhin entspannt. „Ach komm..“ – nun beugte er sich vor und begann zu flüstern. – „Ich helf dir abzuhauen, wenn du willst.“

    „Wieso sollte ich abhauen wollen? Vielleicht kommt ja gleich mein Dad und verprügelt dich, weil du seine Tochter angräbst.“ Für einen Augenblick schien sie den Jugendlichen erwischt zu haben. Bereits im nächsten stellte sich dies aber als Irrtum heraus. „Du bist doch alleine hier, dass hab ich gesehen. Und ich glaube du solltest auch gar nicht hier sein, aber hey… mir ist das egal, ich helf dir einfach, wenn du willst.“ Wiederholte er sein Angebot, wobei er noch immer nichts von seiner ruhigen und, wie Ellen unfreiwillig wohl eingestehen musste, vertrauenserweckenden Art eingestehen musste.

    Aber das ist doch stehlen, wenn ich einfach abhaue ohne zu bezahlen… aber ich kann später wiederkommen und dann erst bezahlen, wenn ich Kate gefunden habe, oder irgendwie an etwas Geld gekommen bin! „Okay. Abgemacht.“ Bin ich verrückt? Ich kenn denn doch kaum. Kurz wollte sie ihr Einverständnis wirklich wieder zurückziehen, dann fiel ihr jedoch etwas anderes gleichbedeutendes ein. Early kannte ich auch nicht und mir geht es gut!

    „Cool! Also dann stehst du jetzt einfach auf, so als wäre nichts und spazierst gradewegs durch den Ausgang raus. Und dann wartest du eine Ecke weiter an dem Info-Terminal. Ich bin übrigens Phillip, du darfst also nicht einfach abhauen, das wäre unfair. Du musst mir nämlich noch deinen Namen verraten.“

    „Erm… also dann bis gleich, Phillip.“ Bestätigte Ellen ein weiteres Mal, bevor sie wirklich aufstand und versuchte, so gewöhnlich wie Möglich das Bistro zu verlassen.

    Uhrzeit: 10:18, Datum unbekannt

    >>>> Die Citadel – Allianzquartiere

  2. #92
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    07:57
    Citadel Bezirke
    Vor verlassenem Mietshaus in den Gettos
    ---------------->

    Die Fahrzeugkolonne raste mit halsbrecherischer Geschwindigkeit durch den Citadelverkehr. Ständiges Blaulicht und Sirenen ließen die anderen Verkehrsteilnehmer die linke Fahrspur räumen und selbst in den Kurven schien der Fahrer nicht den Fuß vom Gas zu nehmen.
    Als der Konvoi in einen Tunnel fuhr und sich der Fahrer wild hupend einen Weg bahnte kamen die Erinnerungen an den Hinterhalt wieder in Michael hoch. Der Dj sackte in seinem Sitz etwas tiefer und erschrocken blickte er aus dem Fenster als der SUV ruckartig die Spur wechselte.
    „Hey, ganz ruhig Michael“ redete Remkar auf ihn ein und legte ihm beruhigend eine Hand auf den Oberschenkel. Michael versuchte sich einem tapferen Lächeln.
    „Das Dekon Team und Zivilbeamte der C-Sec sind bereits an den Andockbuchten“ meldete eine Turianerin der Asari „Gut! Die C-Sec soll den Sicherheitschef der Andockbuchten informieren und ich will das unmittelbar nach unserer Ankunft der C-Sec Captain und der Sicherheitschef uns Eintreffen Bericht erstatten soll...“ die Asari sah auf die Uhr „...die Pressekonferenz beginnt, hoffen wir mal das der politische Schaden sich in Grenzen hält. Ach was solls, unsere inoffizellen Quellen bei ARIA werden nichts preisgeben aber fragen sie noch mal über den offiziellen Weg mit nachdruck nach allen verfügbaren Informationen über den Kampfstoff, schaden kann es nicht und bevor die Pressekonferenz alle offiziellen und inoffiziellen Weg kaputt macht sollten wir es nochmal versuchen.“ „Soll ich sie direkt mit dem ARIA Leiter auf der Citadel verbinden?“ fragte die Turianerin. Die Asari zögerte ein paar Sekunden bevor sie antwortete „Nein. Sowas muss der Secretary selbst tun. Mit einer popligen Feldagentin redet ARIA vermutlich nicht, zumindest war es beim Asarigeheimdienst so“

    08:11
    Zivile Andockbuchten

    Ruckartig bremsend kam der Konvoi vor den Andockbuchten zum stehen. Das Fahrzeug war noch nicht mal völlig zum halten gekommen da gingen schon die Türen auf und die Insassen sprangen raus und rannten zu dem bereits wartendem Sicherheitschef der Andockbuchten.
    Neben dem Sicherheitschef stand ein Salarianer in Zivil zu dem sich nun neben der Asari, Remkar und Michael, der Captain der Homeland Spezialeinheit und auch der Chef des Dokon Teams begab.
    „Wir sind jetzt nicht in die Wartungsbereiche gegangen aber unser Team konnte im Bereich vor dem Zugang zum Servicebereich drei Personen in zivil aufklären die sich seit mindestens 45 min nicht von der Zugangstür entfernt haben. Meine Erfahrung sagt mir, dass das eine Art Sicherung der Terroristen darstellt“ fing der Salarianer ohne Begrüßungsfloskeln an und reichte ein PDA herum auf dem Aufnahmen einer Überwachungskamera von den Verdächtigen zu sehen waren.
    „Also gut, Captain Tatarius, weisen sie ihre Leute ein und dringen sie so schnell wie möglich in den Servicebereich vor. Mr Richards ihr Dekon Team wird sobald die Bombe gesichert ist mit der Arbeit anfangen. Agent Remkar sie bleiben bei Mr Gabriel und kommen dann mit dem Dekon Team und den Sanitätern rein. Bewegung!“ „Mam, wir haben ein Problem, das EOD Team hatte einen Verkehrsunfall, sie verzögern sich um ca 15 min“ „Fuck!“ fluchte die Asari „Tatarius, los rein da und sie...“ sie wandte sich wieder an ihre Adjutantin „...klopfen an jede Tür, egal ob Turianisches Militär, Allianz, STG ist mit Scheißegal aber schafft mir irgendein EODler ran“
    Die Gruppe löste sich so schnell wie sie zusammentraf wieder auf und Michael wandte sich an Remkar „Was passiert jetzt?“ der Dj traute sich höchstens zu flüstern „Der Captain weist kurz seine Leute ein und dann dringen sie zur Bombe vor. Hoffentlich ist die Bombe ersten dort und zweitens noch nicht hochgegangen. Wir beide werden vermutlich nachgezogen sobald der Captain sein OK gibt.“ Michael starrte den Batarianer an „Warum soll ich denn da rein?“ seine Stimme klang dabei richtig schrill „Jetzt komm mal wieder runter. Ich denke mal man will dich dabeihaben weil du dich noch an irgendwas erinnern könntest“. Michael brummte unzufrieden und sah sich um. Überall um ihn herum waren Mitarbeiter von Homeland eifrig dabei die Vorbereitungen für die Operation zu treffen während die C-Sec anfing das Gebiet abzuriegeln und die Passanten abhielt oder Leute davor bewahrte die Andockbuchten zu betreten.
    „Captain, sind sie soweit?“ hörte der Musiker die Asari fragen „Ja Mam, sobald das Kommnetz abgeschaltet ist gehen wir rein. Die Verdächtigen vor der Tür werden durch die Zivilbeamten der C-Sec aus dem Verkehr gezogen und wir räumen dann den Weg frei“ „Also gut..“ die Asari sah auf die Uhr „..dann los!“

    Noch kurz sammelte die Spezialeinheit, dann stürme diese auf ein Zeichen des Captains in die Andockbuchten, voran ein Soldat mit einem Schild wie es auch andere in der Einheit bei sich trugen.
    Michael wurde von Remkar mitgezogen als das letzte Einsatzteam ins Gebäude vorgedrungen war und hinter sich konnte der Dj die Leute von der Dekon Einheit in ihren Biohazard Anzügen und den schwer aussehenden Koffern und Rucksäcken sehen hinter denen sich die Sanitäter befanden.
    Im Laufschritt bahnte sich der Tross wie eine bunte, übergroße Schlange einen Weg durch die Eingangshalle und druch die Terminals wobei Reisende und Angestellte erschrocken zurückwichen oder verwundert auf ihre Kommgeräte sahen und feststellen mussten, dass sie urplötzlich keinen Empfang mehr hatten. Am Rande nahm der Dj war, das hinter ihnen die C-Sec damit begann die Leute aus dem Gebäude zu jagen.
    Der Tross bog um eine Ecke und schon fing der vorderste Soldat an zu schreien „HOMELAND SECURITY AUF DEN BODEN!“ Michael konnte sehen wie zwei Salarianer und ein Turianer vor einer Tür mit der Aufschrift `Zugang nur für Personal´ standen und nun erschrocken auf die Homeland Soldaten blickten. Die drei machten bereits Anstalten nach irgendwas zu greifen als wie aus dem Nichts zwei weitere Turianer und ein Mensch hinter ihnen auftauchten und blitzschnell von hinten die drei Verdächtigen aus dem Verkehr zogen und wegschleiften.
    Die Homeland Soldaten gingen gleich zur Tür und stellten sich links und rechts davon auf und auf ein Zeichen stürmten sie auch schon rein, die anderen Homeland Soldaten drängten unmittelbar dahinter durch die Tür.
    Michael sah sich um, er und Remkar, das Dekon Team und die Asari mit ihrem Gefolge warteten mit gezogenen Pistolen geduldig vor der Tür und machten allesamt ein angespanntes Gesicht wobei einige der Gesichter regelmäßig auf die Uhren sahen. Michael tat es ihnen gleich. 08:19 noch elf Minuten. Leise hörte er die Asari ihre Adjutantin fragen wann das EOD Team da sei, konnte aber die geflüsterte Antwort der Salarianerin nicht verstehen.
    Dann sah er wieder zur Tür als er die gedämpften, typischen Rufe der Homeland Soldaten hörte und kurz darauf drangen erste Schüsse an ihre Ohren. Automatisch machte Michael einen Schritt rückwärts und stieß gegen den Batarianer der ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter legte. Während Michael die Riemen seines Rucksacks richtete horchte er in den Servicebereich hinein.

    Deutlich konnte man hören, dass im Sercicebereich sich ein heftiges Feuergefecht entwickelte und sogar ein paar Explosionen waren zu hören. Nach ein paar Momenten trat eine beunruhigende Stille ein und Michael warf einen fragenden Blick zurück. Die Asari hielt sich einen Finger im Ohr „Ok auf geht’s, es gibt Verwundete“ befahl sie den wartenden Teilen. Dem batarianischen Agenten folgend rannte Michael mit dem Rest der Homelandgruppe in den Servicebereich, nach einer kleinen Treppe knickte der Gang nach links ab und war mit verschieden großen Leitungen und Schaltkästen ausgekleidet hin und wider gab es auch Abzweigungen nach links oder rechts an denen immer ein Homlandsoldat stand und sie weiterleitete. Die Leichen die ab und zu, bewacht von weiteren Homlandsoldaten, auf ihrem Weg lagen versuchte der Dj nicht anzusehen als sie daran vorbeirannten.
    Schließlich kamen sie in einen großen Raum in denen die restlichen Homelandsoldaten verteilt standen. Manche bewachten Gefangene und wieder andere waren gerade dabei bei Verwundeten, egal ob Verdächtige oder eigene Soldaten, erste Hilfemaßnahmen durchzuführen. Die letzten standen aber um einen seltsamen Apparat der durch viele Schläuche mit den großen Tanks verbunden war die überall an den Wänden im Raum verteilt standen und auf denen man überdeutlich die Aufschrift `Löschmittel´ lesen konnte.
    Michael wurde aus seinen Gedanken gerissen als die Sanitäter sich an ihm vorbeidrängelten um sich um die Verwundeten zu kümmern während das Dekonteam sich zum Apparat begab.
    „Captain Bericht!“ forderte die Asari als der Homlandcaptain zu ihnen kam „7 Tote,3 leicht Verwundete auf der Gegenseite. Ich habe 2 Verwundete, einer davon mittelschwer. Wir konnten sie scheinbar überraschen denn...“ der Captain zeigte auf den Apparat „...sie waren noch mit Arbeiten an der Bombe beschäftigt. Eine der Klappen bei der Bombe ist noch immer geöffnet“ „Das ist neu! Die anderen Bomben heute waren vollständig versiegelt“ die Asari wandte sich an ihre Adjutantin „Wo bleibt der EOD?“ „Die Turianer haben uns ein Team zugesagt aber das kann erst in 15 min vor Ort sein“ „Unser EOD?“ „braucht genau so lange!“ die Asari verzog das Gesicht.
    Michael war überrascht wie gelassen alle waren, würde doch die Bombe in wenigen Minuten hochgehen. Im Gegensatz zu den Anderen wurde er mit jeder Sekunde die verstricht nervöser Was mach ich hier! Ich sollte von hier verschwinden!
    Michael sah sich nach Remkar um, der Batarianer war zu der Bombe gegangen und unterhielt sich mit ein paar Homlandsoldaten und Michael eilte zu dem Agenten, er musste Remkar davon überzeugen ihn hier wegzubringen solange sie noch Zeit hatten.
    Michael erreichte den Batarianer und fing an heftig an dessen Ärmel zu ziehen „Remkar, wir müssen hier weg und zwar schnell!“ der Batarianer drehte sich zu dem jungen Musiker um „Dafür ist es zu spät Michael! Wir haben noch fünf Minuten, drei brauchen wir bis wir wieder im Terminal sind und nochmal drei bis wir den Ausgang erreichen.“ „Aber können wir nicht einfach die Schläuche durchschneiden die zur Sprenkleranlage führen und dann wegrennen?“ fragte der Dj hoffnungsvoll „Werd nicht albern! Die Löschmittelanlage ist längst abgeschaltet aber durch den Explosionsdruck wird der Kampfstoff so oder so blitzartig im gesamten Gebäude verbreitet, es tut mir leid. Wirklich“ er trat näher an den Musiker „Michael kannst du dich erinnern wie diese Bomben funktionieren etwas über die Zünder, ob irgendwelche Sicherungen vorliegen?“ der Dj war völlig baff zu spät? Oh Scheiße. Remkar schob Michael etwas näher zur Bombe damit dieser einen besseren Blick hatte doch alles was Michael fühlen konnte war eine alle Umfassende Leere.
    Michael zwang sich selbst sich wieder zu konzentrieren.
    Die Bombe sah überhaupt nicht nach einer Bombe aus, zumindest nicht so wie sich der Dj eine vorgestellt hätte. Der silberne Apparat war etwa so lang wie ein Auto, grob geschätzt einen Meter hoch und breit. Mehrere, verschiedenfarbige Schläuche wandten sich um den sich in der Höhe verjüngenden Apparat. Die Oberfläche war völlig glatt und silbern und versiegelte den Apparat völlig bis auf eine geöffnete Klappe. Michael runzelte die Stirn und trat näher, mehrere Anschlüsse und ein Anzeigefeld das sich selbst in sieben Felder aufteilte konnte der Dj erkennen. In jedem Feld der Anzeige wurden fremdartige Symbole gezeigt die im Sekundentakt wechselten. Der Dj sah ein paar Momente zu, doch er konnte kein System darin erkennen „batarianische Symbole aus der Chemie, Literatur, Mathematik und sogar aus dem Straßenverkehr! Keine Ahnung was das zu bedeuten hat, ich kann nicht mal ein System erkennen“ sagte der Agent halblaut und schüttelte den Kopf.
    Der Agent wandte sich um und ging zielstrebig auf einen der verwundeten Gefangen zu, einem Batarianer. „Wenn du hier nicht draufgehen willst, solltest du anfangen zu reden“ sprach er ruhig den Terroristen an. Dieser grinste ihn nur an „Wir sterben hier und jetzt zusammen, Verräter!“. Der Dj wandte sich ab das bringt doch nix! Diese Freaks werden so kurz vor dem großen Knall doch nicht klein bei geben!. Michael sah hinter sich zu der Asari die mit dem Leiter des Dekon Teams und mit dem Homeland Captain redete und hin und wieder etwas zu ihrer Adjutantin sagte.
    Michael sah wieder zu der Anzeige und plötzlich kam ihm eine Idee. Er aktivierte sein Musik-Omnitool und versuchte eine Verbindung herzustellen. Der Dj machte große Augen als ohne Schwierigkeiten funktionierte. Kurz überlegte er, dann öffnete er sein Musikprogramm was er normalerweise zum erstellen von Tracks nutzte und wies jedem Symbol einem Beat zu und lies das Programm den Verlauf des `Tracks´ berechnen. Ein paar Sekunden brauchte das Programm aber dann zeigte es ihm in einer grafischen Darstellung den Verlauf. Auf ersten Blick war ihm und Remkar kein System aufgefallen doch das Programm zeigte deutlich eines. Kein System? Na gut, so ein 7 Komponenten Beat gehört schon zu den komplizierteren Dingen des Lebens!. Der Dj spulte vor und mit Schrecken stellte er fest, dass der Beat abbaute. In vier Minuten würde auch der letzte Beat enden. Ein Fenster poppte auf und Micheal war schon drauf und dran es zu schließen doch im letzten Moment hielt er inne. Das Fenster wies ihn darauf hin, dass der Beat immer weiter abbaute und bot ihm eines Auswahl an passenden Tracks zum Matchen an. Beim Beatmatching ging es darum zwei Beats taktgenau zu synchronisieren sodass man zwei Tracks ineinander übergehen lassen kann ohne die Kontinuität zu brechen oder das der Zuhörer es heraushören kann. Der Dj sah auf und überlegte, Niemand schien ihm Beachtung zu schenken.
    Er wählte ohne weiter groß nachzudenken den ersten Track aus und fing an auf seinem Tool die Beats überganglos ineinander zu mischen. Als er fertig war drückte er auf den `Play´ Knopf und wartete gespannt. Das Tool rechnete einen Moment und sendete dann, im Glauben die Bombe wäre eine Anlage, den überarbeiteten Track. Der Sendebalken kletterte rasch auf 100%, dann zuckte Michael zusammen als eine Fehlermeldung erschien. „Scheiße!“ flüsterte er wurde jedoch abgelenkt als ihm jemand anstieß. Michael sah auf und sah einen Dekon Mitarbeiter in vollem Schutzanzug der ihm eine Gasmaske reichte. Etwas verdutzt nahm der Dj die Maske entgegen und sah nun wie jeder im Raum bereits eine trug. Er nahm seine Mütze ab und zog stattdessen die Maske auf. Die Maske aktivierte sich automatisch und presste sich eng an sein Gesicht. Der Dj sah sich um, eine eigenwillige Stimmung schien sich unter allen Beteiligten breit zu machen.
    Jede Flucht war jetzt unnütz und alle sahen gespannt zur Bombe, die unausgesprochene Frage die im Raum herumhing war ob die Bombe `nur´ den Kampfstoff in die Sprenkleranlage leitete oder ob sie gleichzeitig auch noch explodierte.
    Michael sah auf seine Uhr, in wenigen Sekunden würde die Bombe hochgehen, er sah nochmal genauer hin 08:30:42; Hä?
    Alles schwieg und als selbst nach einer Minute nichts geschah dämmerte es dem Dj. Michael ging wieder zur Bombe und verband wieder sein Omnitool. Der `Track´ den er überspielt hatte lief und zwar genau wie er programmiert hatte in der Dauerschleife.
    „Ich packs nich! Es hat doch glatt geklappt!“ rief er euphorisch. Alle sahen nun zu ihm „Was meinst du damit? Was hast du getan?“ fragte Remkar vorsichtig. Kurz erklärte Michael dem Batarianer und den Anderen was er gemacht hatte und eine gewisse Erleichterung machte sich breit.
    „Alles zuhören! Jeder der nicht unmittelbar hier benötigt wird verschwindet jetzt!“ befahl die Asari und kurz darauf verließ Michael zusammen mit Remkar und einigen der Homelandsoldaten die die Verdächtigen mitführten die Andockbuchten.
    Sie sammelten sich um einen der SUVs und Michael zündete sich zuallererst eine Zigarette an. Nach ein paar Minuten kreuzte auch der EOD auf und ging unverzüglich in das Gebäude. „Michael, ich weiß du kannst es nicht mehr hören...“ wandte sich Remkar an ihn „...aber nutz die Zeit jetzt und versuch dich weiter zu erinnern was als nächstes kommen kann!“ Michael nickte stumm

    Kurz darauf kam auch die Asari langsam aus dem Gebäude irgendwie sah sie richtig fertig aus „Zuhören, wir konnten endlich die Bombe scannen und entschärfen...ich gebe noch keine Entwarnung bis ich vom Dekon Leiter das Ok bekommen habe, zur Zeit besteht keine Gefahr. Ich Ich habe auch Informationen von den anderen Teams. Im Stadion konnten sie die Bombe genau wie die anderen kontrolliert sprengen keine Verluste...“ sie schluckte schwer und ein ungutes Gefühl breitete sich in Michael aus. „...ich habe gerade einen Anruf vom Departement bekommen im Messezentrum ist etwas schiefgelaufen...Die Bombe dort hat umgesetzt!“.
    Allen Beteiligten stand der Schock ins Gesicht geschrieben. „Bisher gibt es noch keine Zahlen also keine Fragen was Maven, Orilia und den Rest unsere Freunde angeht!“ Die Asari machte einen Blick der klar machte das sie ernsthaft keine Fragen über den Verbleib ihrer Freunde hören wollte. Sie rieb sich kurz die Augen, zog dann eine Zigarette aus einer Tasche, nahm drei schnelle und tiefe Züge und winkte dann alle heran. Alle wichtigen Personen und Michael traten heran.
    „Das Dekon Team wird mit dem Mindesansatz an Personal hier bleiben, das restliche Dekonteam fährt zur Messe und versucht sein Bestes. Für den Rest gilt in 15 Min Abmarsch zum Departement, ich nehme mal an Mr Gabriel ihnen ist nichts weiter eingefallen oder?“ in ihrem Ton lag eine leichte Note unangenehmer Schärfe und sie warf einen müden Blick in seine Richtung. Michael wich ihrem Blick aus, am liebsten wäre er im Boden versunken. „Im Departement werden wir dann alle Informationen neu bewerten. Schafft die verletzten Verdächtigen ins Krankenhaus und sobald wie möglich dann ins Departement. Die Spurensicherung wird in kürze hier aufschlagen sorgen die dafür , dass jemand da ist der die einweist“ mit einer Handgeste entließ sie alle Beteiligten. Michael ging wieder zurück zum SUV und sah nochmal in die Runde. Die Asari hatte sich gegen ein anderes Fahrzeug gelehnt gab noch ein paar leise Anweisungen an ihre Adjutantin, dabei hielt sie den Blick starr gen Boden gerichtet und zog von Zeit zu Zeit an ihrer Zigarette. Alle anderen sahen genauso aus.
    Weit entfernt konnte er wieder Sirenen hören und das Radio, das im SUV an war, brachte bereits eine Sondermeldung über hunderte Tote und Verletzte in der Tourismusmesse im Menschenbezirk.
    Michael stützte sich auf die Motorhaube und vergrub das Gesicht in den Händen und fühlte nur diese Leere und Müdigkeit in sich. Sie wussten nichts und das war das Schlimmste. Er wollte nicht mehr!

    08:42
    Geändert von Michael Gabriel (13.03.2011 um 22:33 Uhr)

  3. #93
    ME-FRPG-only Avatar von Mika Hyden
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    Einstiegspost
    Tag 4
    1900
    SIL-32 - Galaxy


    "In kürze beginnen wir unser Andockmanöver an der Citadel. Wir bitten Sie ihre Sitzlehnen in eine aufrechte Position zu bringen und sich anzuschnallen."
    Mika sah aus dem Fenster, durch ihr schwaches Spiegelbild hindurch, in den beeindruckenden Serpent-Nebel. Hier und da waren die Silhouetten von anderen Raumschiffen in dem violet-blauen Dunst zu erkennen und schließlich schälte sich die gewaltige Citadel aus dem Nebel. Mika stockte der Atem. Sie hatte nie zuvor die Erde, geschweige den Tokyo, verlassen und in den letzten Stunden eine vage Vorstellung davon bekommen wie riesig Raumschiffe sein konnten. Die Citadel stellte jedoch alles in den Schatten. Selbst die, eigentlich beeindruckenden, Dreadnoughts wirkten im Kontrast zur Citadel fast schon lächerlich.
    Doch der erführchtige Ausdruck in Mikas Gesicht erstarb als Sie daran dachte, dass Sie eigentlich ca. 100 Meter weiter hinten, in einem abgetrennten Bereich, mit zwei anderen Gefangenen reisen sollte, zumindest wenn es nach den C-Sec Officern ging die diese bewachten.
    Dreister geht´s wohl kaum. Mit dem gleichen Raumschiff reisen, mit dem man eigentlich Ausgeliefert werden sollte um dann auch noch dort unterzutauchen wo einem eigentlich der Prozess gemacht werden sollte.
    Inzwischen war das Linienraumschiff zwischen die Arme der Citadel geflogen und hielt auf die zivielen Andockbuchten zu. Plötzlich ging eine leichter Ruck durch das Raumschiff als das Andockverfahren eingeleitet wurde und die Fangstrahler es automatisch in die Andockbucht lotsten. Die riesigen magnetischen Halteklammern fuhren unterhalb des Anlegesteges heraus und setzten mit einem deutlich hörbaren 'klonk' auf der Außenhülle der Galaxy auf. Anschließend fuhren Sie wieder ein und zogen das Schiff in seine endgültige Position in der Landebucht. Währenddessen ertönte eine weitere Boarddurchsage der Flugbegleiterin: "Wir sind soeben auf der Citadel gelandet. Wir hoffen Sie hatten einen komfortablen Flug und wünschen ihnen einen angenehmen Aufenthalt auf der Citadel. Wir würden uns freuen Sie bald wieder an einem unserer Raumschiffe willkommen heißen zu dürfen."
    Das 'Anschnallen'-Hologramm erlosch und augenblicklich kam Bewegung in die Fluggäste. Mika wartete ungeduldig und verfluchte zum ersten mal, dass Sie das Angebot des älteren Mannes neben ihr, die Plätze zu tauschen, angenommen hatte. Denn er war zwar überaus freundlich gewesen und von ihrem Fensterplatz aus hatte Mika viel gesehen, was ihr sonst entgangen wäre, aber die Gemächlichkeit des Alten raubte ihr den letzten Nerv. Sie wollte nur so schnell wie Möglich aus dem Schiff und die schwierige Hürde des C-Sec Check-Ins nehmen. Der alte sah ihren entnervten Gesichtsausdruck und lächelte sie an ehe er mit einem französischen Akzent lossäuselte: "Ah, Madmoiselle, sie 'aben es eilig, eh? Aber wosu? Die Menge an den Gepäckbändern ist furschtbar groß." Inzwischen hatte er sein Handgepäck in seinem ledernden Aktenkoffer verstaut und blieb weiterhin seelenruhig sitzen, offenbar in dem festen Bestreben das Schiff als letzter zu verlassen. Mika verdrehte die Augen: "Ich hab aber gar kein großes Gepäck, nur das hier." dabei hielt Sie ihren schwarzen Rucksack in die Höhe und funkelte ihn an: "Also würden Sie bitte kurz Aufstehen, damit ich endlich hier raus kann. Sie können sich danach ja wieder hinsetzen?"
    "Petit, betrachte es als eine Lektion der Geduld."
    Mika antwortete mit einem wütenden Schnauben und kletterte ohne zu zaudern über ihren Sitznachbarn auf den inzwischen leeren Platz neben diesem und schob sich in die Schlange der Leute, die das Raumschiff verließen während der alte resigniert etwas auf französisch vor sich hin murmelte, dass verdächtig nach 'diese Jugend' klang. Sollen die Leute doch denken was Sie wollen.
    Mit diesem Gedanken drängelte sich die Hackerin richtung der Luftschleuse.

    1915
    Die Citadel: Zivile Andockbuchten


    Die Zivilen Andockbuchten waren laut und überfüllt. Offenbar waren gerade noch zwei größere Interstellar-Flüge von Illium und Elysium angekommen und dementsprechend groß war auch die Menschen- und auch Alienmenge. Doch Mika war große Menschenmengen gewohnt. Immerhin war Sie in Tokyo aufgewachsen. Dem vielleicht größten Megaplexe der Erde der inzwischen viele Millionen Einwohner fassen dürfte, darunter auch viele Xenos. Mika verschaffte sich einen Überblick und entdeckte am Ende der großen Halle eine Holo-Anzeige die auf die Check-Ins verwies. In einer langen Reihe waren mehrere dutzend Schalter und Mika registrierte die offenbar strengen Sicherheitskontrollen und schwer bewaffneten C-Sec-Officer. Doch sie leistete sich kein Zögern sondern ging direkt auf einen der Schalter zu der laut Holo-Schild für 'Bürger des Citadel-Raums' zuständig war und reihte sich in die Schlange ein.
    Gleich wird sich Zeigen, ob die ID die Sora mir gegeben hat was taugt oder nicht. Hoffentlich erkennt mich auch keiner. Immerhin ist ein Bild von mir im Umlauf. Auch wenn meine Haare da noch Blond und Länger sind und ich ungeschminkt bin.
    Sie biss sich kurz auf die Unterlippe und wiederstand dem Drang sich umzusehen.
    Scheiße, wie würde ich mich denn verhalten, wenn ich nicht gesucht werden würde?
    Wirke ich gerade auffällig unauffällig oder auffällig? Wenn die mich erkennen wär die ganze Sache für´n Arsch gewesen und meinen letzten Rest Glaubwürdigkeit hätte ich auch noch verspielt.

    Sie schloss die Augen, versuchte alle Gedanken loszuwerden und sich in die Stimmungslage einer Jugendlichen hineinzuversetzen, die zum ersten mal auf der Citadel war. Es klappte nicht. Ihre Angst, Sorge und Zweifel waren zu groß. Die nächsten Augenblicke waren kritisch. Sie öffnete die Augen wieder. Fuck this! Es gibt Festungen die Erobert nur im Sturm und mit einem lächeln auf den Lippen ohne darüber nachzudenken, oder gar nicht.
    "Der nächste."
    Mika ging einen Schritt vor an die Abstandslinie während vor ihr ein junger Mann überprüft wurde.Inzwischen hatte sie es geschafft ein leichtes Lächeln aufzusetzen und alle Vorstellungen von Handschellen, auf Sie gerichtete Waffen und gebrüllte Anweisungen aus ihren Gedanken zu verbannen.
    "Der nächste."
    Mika trat vor an den Schalter. Ihr Herz klopfte wie wild und Sie fragte sich warum der Beamte es nicht hörte. Sie musterte ihn. Ausgerechnet ein Mensch, mittleres Alter, braune kurze Haare und wässrige blaue Augen. Auf dem Schild an seiner Uniform war 'M. Reynolds' eingraviert. Mika legte ihr gefältschtes ID-Tag vor und der Mann scannte es mit seinem Omnitool. Reynolds besah sich die Daten die er erhalten hatte und glich ihr Gesicht und ihre DNA mit den Angaben der Datenbank und Mika ab. Er runzelte die Stirn. Fuck, fuck, fuck, fuck! Mika verkrampfte sich innerlich wirkte nach außen hin aber weiter gelassen. Die Augen des Officers huschten noch ein paar mal zwischen dem Bild der gefäslschten ID-Tag und ihrem Gesicht hin und her: "Ähm, kenne ich Sie vielleicht? Ich glaub ich hab sie schonmal im Fernsehen gesehen." Mikas Innereien rutschten plötzlich einen halben Meter nach unten. Ok, keine Panik, nicht Nachdenken. Handeln! Angriff ist die beste Verteidigung, je dreister, desto besser! Mika verdrehte die Augen, zog die Mundwinkel nach unten und ließ ein verärgertes schnauben hören. "Oh. Gott, geht dass schon wieder los. Vor nen paar Tagen wurde auf der Erde eine Hackerin verhaftet und angeklagt. Ich sehe der wohl irgendwie ähnlich. Die haben mich schon auf dem Narita Spaceport gesondert überprüft." Shit, jetzt bin ich zu weit gegangen.
    Das Gesicht des C-Sec Officers hellte sich im gleichen Maße auf wie sich Mika innerlich entspannte. Fast geschafft!
    "Ah, ich erinnere mich. Die Hackerin die bei Ariake Tech gewütet hat. Sie sehen ihr wirklich ein wenig ähnlich. Sie wird ja gerade zur Citadel überstellt. Tut mir Leid, dass ich sie aufgehalten habe. Einen schönen Aufenthalt auf der Citadel Miss Skye, hoffentlich mit weniger Kontrollen wegen ihres Aussehens." Mit diesen Worten gab Er Ihr ihre ID-Tag zurück und winkte Mika durch den Scanner, an dem Sie auch nicht weiter aufgehalten wurde. Haha, es hat tatsächlich geklappt. Zum Glück ist die Information von meiner Flucht nocht nicht bis in alle Ebenen der C-Sec Struktur vorgedrungen.
    Unsicher ging Mika nun auf den Ausgang zu. Das ganze Erschien ihr schon fast zu leicht. Angefangen von ihrer Befreiung hatte bisher alles wie am Schnürchen geklappt. Eigentlich musste als nächstes irgendetwas schief laufen.
    Vor dem Ausgang der zivilen Andockbuchten hielt Mika einen Moment inne und atmete ein paarmal tief ein und aus. Die wohl schwerste Hürde hatte sie genommen und die ID hatte gehalten was sie versprochen hatte. Mmh, Sora hat mich zwar vor diesem 'Swordfish' den ich hier in den Bezirken treffen soll gewarnt, aber so übel kann er nicht sein. Immerhin hat er mir die lupenreine ID verpasst.
    Schließlich wandte Sie sich den Transit Shuttlen zu, überprüfte nocheinmal die Adresse und Wegbeschreibung mit ihrem Omni-Tool und bestieg einen der schwebenden Linien-Busse.

    1945
    Die Citadel: Bezirke ----->
    Geändert von Mika Hyden (17.04.2011 um 14:55 Uhr)

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    Zivile Andockbuchten
    Vor dem Terminal
    08:43
    Neinneinneinneinnein....das kann doch alles nicht wahr sein! dachte Michael und schüttelte unbewusst langsam den Kopf. Dieser Alptraum wurde von Minute zu Minute immer monströser und er befand sich im Zentrum dieses Schreckens.
    Das Radio spuckte immer mehr schlechte Nachrichten aus.

    ..keine offiziellen Zahlen, aber Experten gehen von mindestens 300 Toten und noch viel mehr verletzten aus. Die Behörden haben das komplette Messegelände hermetisch abgesperrt, sie sehen jetzt die Bilder unseres Nachrichtenshuttels und sie können die vielen Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr sehen.
    In der Pressekonferenz die Homeland heute abgehalten hat sprach der Secretary noch davon, dass Homeland von einer sehr ernsten Situation ausgehe und, dass sie den Terroristen bereits dicht auf den Versen seien, man arbeite sogar eng mit anderen Geheimdiensten zusammen um gemeinsam dieser Bedrohung entgegen zutreten.
    Allerdings lassen die letzten schrecklichen Ereignisse Zweifel an den Fähigkeiten Homelands, für die Sicheheit der Citadel zu sogen, aufkommen. Einige Politiker forderten bereits jetzt Personelle Konsequenzen und warfen Homeland versagen auf ganzer Linie vor. Der Pressesprecher des Rates gab nur ein kurzes Statement ab in dem es hieß man wolle keine Voreiligen Schlüsse ziehen und erst personelle Veränderungen vornehmen wenn alle Daten verfügbar waren und alle Beteiligten angehört wurden.
    Der Secretary, Nelyna Lyrelle, wies alle Vorwürfe als haltlos und populistisch zurück. Stattdessen warf sie der Allianz vor wichtige Informationen zurückgehalten zu haben und somit mitverantwortlich an den Anschlägen zu sein.
    Wir schalten jetzt ins Studio zurück wo wir mit Tarklan Mepip, unserem Terrorexperten reden...

    Michael hörte den Nachrichtensprechern zu und plötzlich tauchte etwas aus seinem Unterbewusstsein auf 1421. Irgendetwas von dem Gesagten hatte diese Erinnerung hervorgebracht

    Michael richtete sich wieder auf, rieb sich das erschöpfte Gesicht und ging zu Remkar um ihm von der Zahl zu berichten.
    Der Batarianer stand bei der Asari und unterhielt sich mit ihr. Die Asari schien aufgebracht zu sein.
    „...man kann sie doch unmöglich dafür Verantworltich machen“ „Und wie man das kann! Bevor der Secretary seinen Kopf verliert ist meiner schon lange gefallen! Aber scheiß drauf konzentrieren wir uns leiber darauf, dass wir wieder auf die Beine kommen. Von ARIA können wir jetzt nichts mehr erwarten nach dem letzten Ding das der Secretary gebracht hat!“ Die Adjutantin der Asari trat hinzu und überreichte ein PDA. Die Asari überflog kurz die Daten „Wir konnten den Turianer identifizieren. Sein echter Name war Vitror Justinus, ehemaliger turianischer Geheimdienst, gegen ihn besteht seit über drei Jahren in Haftbefehl...“ „Ich kenne die Geschichte. Ich hab schon vermutet das er es ist, war mit aber nicht sicher. Vitror gehörte zu denen richtig guten und loyalen Feldagenten der Turianer, vor vier Jahren wurde er auf eine Deep Space Mission geschickt und nach einem Jahr kam er überraschend wieder. Er soll wie ausgewechselt gewesen sein und ermordete fünf seiner Kameraden bevor er wieder in den Tiefen des Alls verschwand“ der Batarianer schüttelte den Kopf „Irgendwas muss da draußen mit ihm passiert sein. Die Turianer haben ewig nach ihm gesucht. Auf ihrer Todesliste steht er recht weit oben heißt es.“
    Erst jetzt nahm man Notiz von Michael „Mr Gabriel was können wir für sie tun?“ fragte die Asari scharf. Der Dj druckste etwas herum „Ich hab vorhin Radio gehört und da hab ich mich an eine Zahl erinnert, 1421. Vielleicht hilft das ja“ „Schicken sies zum Department, die solln mal die Zahl durch ihre Computer jagen“ wies die Asari ihre Adjutantin an.
    „Können wir nicht nochmal so eine Verschmelzung machen?“ fragte Michael vorsichtig „So einfach ist das nicht Mr Gabriel, so eine professionelle Verschmelzung kostet viel Kraft und kann, wenn man erschöpft ist und unvorsichtig wird auch richtig gefährlich werden. Wenn wir wieder im Department sind können wir das gerne nochmal versuchen, mit einer frischen Agentin“ antwortete die Asari ohne Michael eines Blickes zu würdigen.

    „Es gibt noch einen weiteren Weg schnell an die nötigen Informationen zu kommen“ sagte Remkar wobei er zur Seite blickte. Michael folgte dem Blick, einer der gefangenen Batarianer wurde gerade auf einer Trage zu einem der wartenden Krankenwagen gebracht. Der Terrorist war mit Handschellen an die Trage gefesselt und zusätzlich begleiteten zwei Homelandsoldaten den Gefangenen. „Darüber haben wir schon gesprochen, wir werden ihn im Department verhören und glauben sie mir, er wird reden. Ich lasse mir diese Ermittlungen nicht kaputt machen. Ich kann keinen meiner Leute für so etwas abstellen, die landen mit ihren Ärschen schneller als sie bis drei zählen können vor Gericht!“ „Sie müssen keinen ihrer Leute einsetzten, sie müssen nur für ein paar Minuten in eine andere Richtung schauen. Wie gesagt, ich bin nicht einmal inoffiziell hier!“.
    Die Asari schien kurz darüber nachzudenken „Rufen sie mal die Truppe zusammen, ich muss kurz ein paar Lageinformationen weitergeben“verkündigte sie schließlich und die Adjutantin winkte die Restlichen Agenten heran während Remkar sich zu dem Krankenwagen begab.

    Michael war sich nicht sicher was er da gerade gehört hatte. Unsicher sah er nach links und rechts, Remkar ging mit entschlossenen Schritt zum Krankenwagen und Michael eilte hinter ihm her. „Was hast du vor?“ fragte er den Batarianer obwohl er glaubte, dass ihm die Antwort nicht gefallen würde.
    „Steig in einen der Wagen und warte dort, ich bin gleich bei dir“ befahl er dem Dj ohne in anzusehen „Was hast du vor?“ fragte er den Agenten nochmal „Steig in den Wagen!“ wiederholte sich auch der Agent, wobei wesentlich mehr Härte in seiner Stimme lag. „Du willst ihn foltern nicht wahr?“ es war eher eine Feststellung als eine Frage. „Lass es! Das verstehst du nicht!“ „Was gibt’s da nicht zu verstehen? Du willst ihn foltern!“ auch seine Stimme wurde nun härter. Remakar wandte sich unvermittelt um und baute sich direkt vor dem Dj auf „Hör mal gut zu Junge, eine Befragung würde bestenfalls Stunden, wenn nicht sogar Tage brauchen bis etwas verwertbares herauskommt!“ „Du handelst selbst wie ein Terrorist wenn du das tust, du bist dann nicht besser als die die mich gefoltert haben!“ „Oh nein, ich versuche Leben zu retten und nicht auszulöschen. Was der Kerl weiß könnte eine gewaltige Katastrophe verhindern!“ „Heißt das etwa, der Zweck heiligt die Mittel!“ „Man kann nicht alle Retten Michael, so etwas wie eine perfekte Welt existiert nicht!“ „Ach so einfach ist das also! Die Terroristen greifen unsere Lebensweise an, nutzen unser liberales, soziale System aus um uns dort zu treffen wo es uns am meisten wehtut und was tun wir? Wir werfen unsere Prinzipien und Werte einfach so über Bord. Das ist nicht richtig!“ „Hier stehen Leben auf dem Spiel Michael! Du hast gut reden, du denkst an Werte und Normen, du bist ja jetzt in Sicherheit, das gilt für die Leute da draußen nicht und diese Leute zählen darauf, dass wir sie schützen“ „Und zu welchem Preis? Wo ziehen wir eine Linie? Heute nur ein Terrorist und was ist morgen? Wenn wir zulassen, dass die Terroristen unser System kaputt machen dann haben sie bereits gewonnen!“ „Und was ist dein Vorschlag? Einfach nichts tun, die Hände in den Schoß legen und alle diese Leute, die man hätte retten können, sterben zu lassen?“ „Wenn wir zulassen, dass unserer Gesellschaft seine Identität verliert, verlieren wir auch das wofür wir kämpfen, wofür wir all das hier tun. Deswegen gibt es doch die ganzen Sicherheitsorgane um eine freie Gesellschaft zu verteidigen ihre Werte und Normen. Wenn wir diese Werte über den Haufen werfen ist alles wofür wir je gekämpft haben umsonst gewesen.“ „Man muss tun was notwendig ist, ansonsten werden diese Leute immer wieder zuschlagen und Unschuldige töten. Freiheit ist der Preis der Sicherheit!“ „Wenn alle falsch handeln, handelt niemand richtig!“
    „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, Michael. Wenn du diese `Gesellschaft´ fragen würdest würde die diesem `Arrangement´ zustimmen.“ „Diese Leute sind völlig verängsitgt! Die würden in diesem Zustand zu allem ja und amen sagen. Außerdem, bis wo hin arrangiert man sich bevor man komplett die Seite gewechselt hat? Wer weiß vielleicht hat sich dieser Turianer Malkef, oder wie er immer hieß, auch nur einmal arrangiert. Vielleicht hat er sich so lange arrangiert bis er zu dem geworden war was er zu bekämpfen geschworen hatte!“ „Was willst du damit andeuten? Das ich etwa genauso bin wie diese Terroristen? Glaub mir mein ganzes Leben schon muss ich mir diese Scheiße anhören! Ich bin keine Terrorist, auch wenn ich Batarianer bin!“ „Das meinte ich damit nicht, ich....“ weiter kam Michael nicht denn Remkar hatte sich bereits umgedreht und ging die letzten Schritte zum Krankenwagen.
    Der Batarianer riss die Tür auf und schickte die Homelandsoldaten und den Sanitäter mit einer harschen Geste weg.
    Die Türen des Wagens schlossen sich und Michael stand einfach nur da und lauschte, schon bald hörte er einen gequälten Laut und kurz darauf einen leisen Schrei, Michael konnte nicht länger er hielt sich die Ohren zu und ging mehrere Meter vom Krankenwagen weg. Noch immer drangen hin und wieder Schreie aus dem Wagen, manche klangen wütend andere gequält.
    Der Dj konnte es kaum ertragen, er setzte sich in einen leeren SUV und setzte seine Kopfhörer auf und drehte die Musik auf.
    Kurz saß er still im SUV dann brachen die ganzen angestauten Emotionen des Tages über ihn zusammen. Zuerst verzog sich sein Gesicht und dann fing er bitter an zu weinen.
    All der Schmerz und der Schrecken den er durchmachen musste stürzte über ihn zusammen und wurde unmittelbar in bittere Tränen umgewandelt, er heulte Rotz und Wasser das es nur so krachte.
    Schien es nur noch Monster auf der Welt zu geben? Wo waren die Helden, die immer in den Geschichten auftraten? War denn niemand da der für das Gute eintrat?
    Michael sah traurig aus dem Fenster und alles was er sah war grau.
    Doch dann hielt er inne was hatte Malkef gesagt, wenn man damit nicht fertig wird, passt man sich an?! Ist das vielleicht die Lösung, selbst zur Ursache zu werden?

    „Hey, kann man nicht mal für eine Sekunde die Augen zumachen ohne gleich gestört zu werden?“ drang eine verschlafen wirkende Stimme von der Rückbank. Michael drehte sich erschrocken um.
    Auf der Rückbank lag ein Mensch um die 35, mit kurzen, schwarzen gestylten Haaren der seine braune Lederjacke als Decke nutzte und die Stiefel ausgezogen hatte. Der Mann richtete sich auf, gähnte kräftig und rieb sich die Augen. Der Mann blinzelte ein paar Mal und sah dann zu Michael. „Du musst Michael sein, ich bin Mr. Fairchild“ stellte sich der Mann vor und reichte dem Dj die Hand. Michael schniefte und nahm dann die Hand, der Mann hatte einen sehr festen Händedruck was er schmerzhaft zur Kenntnis nahm.
    „Was ist denn los, dass du hier im Wagen den Mond anheulst?“ „Is nur nen stressiger Tag!“ antwortete Michael leise. Der Mensch musterte kurz den Dj und sah kurz aus dem Fenster.
    „Das kann man wohl laut sagen, hab schon gehört was du durchmachen musstest, ziemlich krass um es vorsichtig auszudrücken.“ Wieder wurde der Dj von dem merkwürdigen Mann eindringlich gemustert und Michael hatte das Gefühl, dass der Mann ihm bis auf den Grund seiner Seele blickte.
    Der Mann klatschte kräftig in die Hände und machte sich daran seine Stiefel wieder anzuziehen.
    „Glaub mir auch ich kenne solche Momente, das Gefühl wenn man glaubt unter der Last des Erlebten zusammenzubrechen. Sei versichert, den anderen Agenten hier, sei es Remkar, Justinus, Robert oder Barney ging es nicht anders am Anfang. Sie standen auch vor der Frage, wie man mit allem fertig wird und sie haben sich angepasst, für den Preis ihres Seelenfriedens. Du hingegen...“ er sah wieder zu Michael „...hast etwas was sie nicht hatten und wofür sie dich vielleicht sogar beneiden.“ Michael schniefte nochmals und sah verwundert den Menschen an. „Wenn diese Agenten nach Dienstschluss nach Hause gehen, dann wartet niemand auf sie, alles was sie haben, haben sie ihrem Dienst geopfert. Sie kennen auch nur noch ihren Dienst und selbst wenn sie keinen Dienst haben benehmen sie sich so in der Art wie sie sprechen, sich kleiden oder mit anderen reden. Sie sitzen dann abends, allein mit dem Fertiggericht vor der Glotze oder machen Sport anstatt mit Freunden auszugehen, zählen sie die Stunden bevor sie wieder ihren Dienst antreten können. Sie leben praktisch nur noch für ihren Dienst und vergessen sich selbst völlig. Das mag zwar auch irgendwie nobel klingen, sich selbst für eine bessere Welt herzugeben aber auf die Dauer ist diese Vereinsamung nicht gesund, für den Kopf.
    Aber du hast ein sehr gutes `Soziales Umfeld´ das dir halt gibt, das noch nicht durch Krieg oder Terror zerstört wurde. Du hast Freunde die in einer Welt leben wie sie sein sollte ohne Gewalt oder Schrecken, stattdessen voller Liebe und Wärme. Eine Welt in die du zurückkehren wirst, die dir helfen wird das Erlebte zu verarbeiten. Du darfst nur nicht den Glauben, zurückkehren zu können aufgeben, hast du gehört, du wirst deine Freunde wiedersehen, Merkandor, Mimi und den kaputten mit dem Cowboyhut sowie den ganzen Rest. Verliere nicht den Glauben an das Gute, das ist alles!“
    Der Mann hatte die Stiefel wieder zugeschnürt und zog sich die Jacke wieder an dann sah er auf die Uhr „Oh, schon so spät, hatte fast vergessen wie gut man in den Homeland SUVs schläft. So hab noch viel zu tun, also halt die Ohren steif Junge!“
    Vorsichtig öffnete der Mann die Wagentür, warf Blicke in alle Richtungen und verschwand dann schneller als man es ihm zugetraut hätte.
    Das war strange! Der Dj rieb sich die letzten Tränen aus dem Gesicht, schniefte noch einmal und atmete tief durch. Kurz dachte er über das eben Gesagte nach, er versuchte bewusst nicht an die Schlimmen Ereignisse des Tages zu denken. Stadtessen dachte er an die schönen und lustigen Momente seines Lebens.
    Wie er das erste mal einen anderen Mann geflirtet hatte der gar nicht schwul war und überhaupt nicht wusste das gerade ein Flirt lief.
    Wie er mit Merkandor auf Elysium zusammen aufgelegt hatte und sie ihre Show abzogen, wofür sie schon bald berüchtigt waren.
    Die Allianzsoldatin die so heftig mit ihm geflirtet hatte und dann fast schon niedergeschlagen war als sie von seiner Homosexualität erfuhr.
    Diese total abgespacede Party in einem Arboretum, das sich auf einem der Hochhäuser Elysiums befand. Damals hatte er geglaubt alles erreichen zu können, es war wirklich eine magische Nacht.

    Eine kaum zu glaubende Flut an schönen Erinnerungen die das Gewicht der schlimmen um Längen übertraf flutete über ihn zusammen. Ja die letzten Ereignisse waren furchtbar aber es würde nur eine kurze dunkle Episode seines Lebens bleiben dessen war er sich nun sicher.
    Er sah auf, vor sich leuchteten die Signallichter der Einsatzfahrzeuge, über sich konnte er die verschiedenen Shuttels hören und ein ganzer Haufen von Agenten strömten zu einem der Fahrzeuge
    1421
    Schon wieder blitze diese Zahl auf, es war eine wichtige Zahl dessen war er sich sicher. Diese Zahl bedeutete das Ende, auf die eine oder andere Weise endete damit alles.
    Er schloß die Augen und versuchte sich genauer zu erinnern. Wieder schossen Bilder aus der Konzerthalle und dem Tunnel hervor, doch es kamen diesmal andere Bilder hinzu. Mimi wie sie kroganischen Death Metal grölt und das wunderschöne Gesicht des Riesen und dahinter sah er die Daten.
    Er erinnerte sich an Berichte über Experimente mit dem Kampfstoff, die auf Illium und auf Omega durchgeführt wurden, Protokolle über die Kontaktaufnahme mit Alfie und Rechnungen für das anmieten von Räumlichkeiten.
    Vorbereitungen die getroffen wurden, Blaupausen der Sprengsätzte. Wie die Anschlagsziele ausgesucht wurden.
    Er kramte weiter in den Erinnerungen die noch immer ungeordnet und wirr waren und schließlich fand er es: 1421.
    Michael erschrak furchtbar als die Wagentür aufgerissen wurde. „Hey, hör auf zu träumen und komm mit, man erwartet dich!“ forderte ein Homelandagent, „Shit!“ flüsterte der Dj, er war kurz davor gewesen, er wollte etwas erwidern, ließ dann aber und folgte dem Agenten der ihn zu einem SUV führte der mit geöffneter Heckklappe dastand und um den bereits mehrere andere Agenten herumstanden.
    Michael ging zu dem wartenden Remkar und warf ihm einen bösen Blick zu den der Agent einfach so hinnahm.
    Michael sah zum Kofferraum in dem ein großer Bildschirm stand auf dem mehrere kleine Bilder um ein großes Verteilt waren. Das Große zeigte eine Art Konferenzraum während auf den kleineren nur Einzelpersonen, manche in Uniform andere in zivil zu sehen waren.
    „Secretary alle sind vollzählig wir können anfangen!“ erklärte die Asari und jetzt fiel dem Dj erst die Asari auf die zentral im Konferenzraum saß, sie machte einen nicht gerade erfreuten Eindruck.
    „Ich habe dieses Gespräch befohlen um allen Abteilungen und den wichtigsten Agenten die Möglichkeit zu geben sich hier und jetzt auszutauschen.
    Ich fange mit der Kurzversion der aktuellen Lage an. Um 08:30 erfolgte der zweite Anschlag, innerhalb der letzten 24 Stunden. Ziel war das Messegelände im Menschenbezirk. Zeitgleich konnten 2 weitere Anschläge verhindert werden und ich bekomme zu hören, dass es derzeit keine Spuren gibt?“
    Der Secretary hatte nur seine Seite der Kamera zugewandt, stütze mit einer Hand den Kopf auf den Tisch und massierte sich dabei mit dem Zeigefinger die Schläfe während sie scheinbar gelangweilt die Wand ansah.
    „Sir, ich und meine Leute versuchen unser Möglichstes aber…“ antwortete die Asari. Der Secretary fuhr herum, sprang auf schlug mit der Faust so fest auf den Tisch, dass die Kamera wackelte „Erzählen sie mir keinen Scheiß Agent! Ich hatte gerade ein einseitiges Gespräch mit dem Rat und im Anschluss ein `unbefriedigendes´ mit ARIA, ich bin nicht in Stimmung für ihre Ausreden!
    Leute mal im Ernst, wir haben Zeugenaussagen, Protokolle von den Verhören der Verdächtigen, Spuren jeglicher Art wurden Sichergestellt, Terabytes an Daten wurden gesichtet! Die Lösung ist irgendwo darin verborgen! Wenn sie nicht in der Lage oder willens sind ihren Job zu tun dann sagen sie es und fahren nach Hause oder sie ziehen endlich ihre Finger aus ihren Ärschen und geben endlich Gas aber hören sie auf mich zu langweilen! Wir stehen hier vor der größten Bedrohung gegenüber die Homeland je bewältigen musste also reißt euch trotz der Verlust heute zusammen, wir sind Profis, Zeit uns endlich so zu verhalten!“
    Einen Moment lang herrschte schweigen und viele der Gesichter die zu sehen waren blickten geknickt zu Boden, selbst die immer so selbstsicher auftretende Asari stand mit verschränkten Armen da und presste die Lippen aufeinander.
    „So da niemand geht nehme ich mal an, dass sie weiterarbeiten wollen also tragen wir die Ergebnisse zusammen. Jeder der was zu berichten hat, egal wie unwichtig es zu sein scheint so damit herausrücken!“ befahl der Secretary.
    „Miller, Finanzen. Wir konnten den Geldfluss nach Elysium zurückverfolgen, von dort aus führt die Spur nach Illium. Das Konto von dem jede Überweisung gestartet ist, ist auf eine Briefkastenfirma zugelassen, die im Handelsregister als ein Zulieferbetrieb für Antriebsaggregate geführt wird. Jede Geldbewegung hat dort ihren Ursprung.“
    Der Secretary hatte sich wieder mit der Seite zur Kamera hingesetzt und hörte aufmerksam zu, mit einem Nicken und einer Handbewegung forderte sie auf weiterzumachen.

    „Parfon, Team 2. Die toten oder gefangenen Söldner sind mit gefälschten Ausweisen auf die Citadel gekommen. Alle Ausweise stammen aus der Hand desselben Fälschers. Nicht alle Söldner sind auf direktem Weg hierhergekommen aber gemeinsam hatten sie ihren Startpunkt, Omega. Es sind alle Freischaffende und manche hatten sogar auf ihren Namen Räumlichkeiten gemietet. Wohnungen, Lagerhallten, Hangars, Werkstätten. Alles in allen kommen wir zum Schluss, dass die Söldner nur Handlanger sind.
    Die Batarianer hingegen sind interessanter. Ein paar konnten wir identifizieren, bekannte Terroristen der extremsten Sorte. Viele von ihnen sind ehemalige Militärs, Piloten, Scharfschützen, Pioniere die über Schmuggler von Elysium aus auf die Station kamen.“

    „Ferigian, Team 1. Die Sprengsätze wurden eindeutig auf der Station zusammengesetzt. Wir konnten den Weg einiger spezieller Bauteile zurückverfolgen. Scheinbar wurden die Sprengsätze vor ca 1 Woche in einer der bekannten Lagerhallen gebaut. Wir müssen auch anhand der gekauften Menge an Material und den Spuren in der Lagerhalle davon ausgehen, dass es mindestens noch 3 Sprengsätze gibt, eher wahrscheinlich ist aber unserer Meinung nach, dass es eine große ist. Höchstwahrscheinlich wäre sie zu groß als dass man sie unbemerkt irgendwo hinbringen könnte, in einem LKW oder Shuttel wäre eher ein Transport denkbar.“

    „Omar, Toxikologie. Unser Problem besteht darin, dass wir noch keinen funktionierenden Kampfstoff zum Untersuchen bekommen haben, das wird sich aber in den nächsten 15 Minuten ändern. Wir wissen aber, dass der Kampfstoff nicht lange haltbar ist. Wir gehen davon aus, dass er auf einem Raumschiff hergestellt wurde, auf dem Flug hierher. Es wäre ein größeres Schiff, zumindest ein kleiner Frachter der in einem guten Zustand ist und es wird Fachpersonal für die Herstellung benötigt. Nach unseren bisherigen Informationen wäre eine direkte Freisetzung in das Umweltsystem der Station das effektivste, allerdings ist dies eher unwahrscheinlich, da mit der Anhebung des Terrorwarnlevels diese hermetisch abgeriegelt sind und bereits durchsucht wurden und sowieso über ein eingebautes ABC Notsystem verfügen. Fast genauso wirksam wäre ein versprühen aus mittelgroßer Höhe. Der Stoffe würde sich über ein großes Gebiet verteilen und durch die künstliche Schwerkraft auch auf den Stationsarm herabsinken.“

    „Vulgrim, Team 3. Wir konnten den Fuhrpark der Terroristen ausfindig machen. Die Registrierungsdaten der meisten sichergestellten Fahrzeuge, wie die aus dem Tunnel, waren entweder gefälscht oder es waren gestohlene Fahrzeuge. Der SUV vor dem Mietshaus hingegen war eine Firma zugelassen die sich mit An- und Verkauf von gebrauchten Teilen für Fahrzeuge, Shuttels und Baumaschinen verständigt. Diese Firma wurde vor ca 3 Wochen gegründet.“

    „Johan, Team 4. Wir haben den Flugverkehr der letzten 6 Monate unter die Lupe genommen und tatsächlich fiel uns ein Frachter auf der vor ein paar Tagen von Illium kam. An Bord konnten wir Spuren des Kampfstoffes nachweisen aber ansonsten war er leer. In den Frachtpapieren waren Antriebsaggregate verschiedener Größen, Steuereinheiten und anderes Gut. Der Zuständige Zollbeamte hat sich bestechen lassen, konnte aber auch nicht viel mehr aussagen als das eine Menge kleiner und auch ein paar richtig große Container abgeladen wurden. Der Frachter war auf den Namen Iggror Santcho zugelassen der als Inhaber..“
    „…als Inhaber der Firma eingeschrieben ist die wir durchleuchtet haben. Was noch erwähnenswert unserer Seite ist, ist dass die Firma bisher nur eine Transaktion vollzogen hat. So wurden Dinge wie ein altes Cockpit und drei schrottreife Shuttels gekauft die….oh Scheiße Secretary hören sie das?“
    „Ich höre immer zu, Agent und habe gerade ein komplette Luftraumsperre über dem Menschenbezirk verhängt.“ Der Secretary tippte noch ein paar Eingaben in ein PDA, dann wandte sie sich der Kamera zu.
    „Also Leute, wir suchen ein Shuttel, dass als fliegende Bombe eingesetzt werden soll! Team 2 sie erwähnten Hangars die gemietet wurden, dort zuerst suchen und…..“ Der Secretary stoppte und sah leicht geistesabwesend zur Seite während sie auf der Lippe herumkaute, dann zog sie einen Computer zu sich, was den dort arbeitenden Analytiker erschrocken aufblicken ließ, und machte ein paar schnelle Eingaben.
    „Secretary, was ist los!“ „Mmmm….Mist, laut Vorschrift gilt eine von Homeland erteilte Sperrung des Luftraums nicht für Militärfahrzeuge..“ sie sah wieder in die Kamera „…ich setzte mich mit der Allianz in Verbindung um sie von einem Grounding zu überzeugen und sie suchen dieses Shuttel und zwar zügig!“
    09:07
    Geändert von Michael Gabriel (29.03.2011 um 22:24 Uhr)

  5. #95
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    Zivile Andockbuchten
    Vor dem Terminal
    09:07

    Die Übertragung wurde beendet und die Asari wandte sich zu Remkar „Hat der Batarianer geredet?“ „Ja, aber nichts was wir nicht jetzt schon wissen“ antwortete der Agent mit einem grimmigen Gesichtsausdruck.
    Die Adjutantin überreichte ein PDA der Asari, diese sah kurz darauf „Also gut Leute wir haben die Addresse Einsatzgruppe 3 ist schon auf dem Weg und wird in Kürze bei den Hangars der Andockbuchten ankommen. Remkar, sie und Mr Gabriel werden jetzt dann von einem Shuttel abgeholt und verlegen mit der Gruppe 1, man will unser `Erinnerungswunder´ so schnell wie möglich vor Ort haben. Der Rest von uns verlegt in 5 Minuten also sammelt eure Jungs und fahrt die Fahrzeuge auf und meldet Abmarschbereitschaft.!“
    Alles verteilte sich daraufhin und in diesem Gewusel wurden Anweisungen gebrüllt und alle möglichen Leute rannten hin und her, nahmen ihr Geraffel auf oder eilten zu ihren Fahrzeugen die sich bereits in der richtigen Reihenfolge in Fahrrichtung hintereinander aufstellten.

    Michael ging zu Remkar der, etwas abseits bei einem der Transporter stand und seine Jacke gegen eine Schutzweste eintauschte und zusätzlich noch eine Kampfmittelweste und eine Maschinenpistole erhielt. „Glaubst du, dass es Ärger geben wird?“ fragte der Dj vorsichtig „Damit muss man immer rechnen. Allerdings ist das wohl der letzte Rückzugsort für die Terroristen und die werden bestimmt nicht kampflos ihre größte Bombe preisgeben also ja ich rechne mit Schwierigkeiten, mit großen!“ antwortete er und lud wie um das Gesagte zu unterstreichen seine Waffe durch. „Hier zieh das an!“ sagte der Agent weiter und reichte ihm eine Schußweste die der Dj mit Hilfe des Batarianers anzog. oh boy!

    Kurz darauf erschien schon ein Homelandshuttel und Michael und Remkar stiegen zu den 5 Homelandsoldaten ein, die bereits im Shuttel saßen und mit einem leichten Ruck hob das Shuttel ab.

    Lagerhallen im Frachtzentrum der Andockbuchten

    Neugierig sah Michael aus dem Fenster und sah unter sich die Straßenschluchten der Citadel, er sah zu Remkar der neben ihm saß und ein PDA studierte. Michael versuchte einen Blick darauf zu werfen. „Ein Luftbild der Hangars.“ erklärte Remkar das Bild auf dem PDA „Die ganzen zivilen Shuttels werden dort geparkt, außerdem befinden sich dort auch große Lagerhallen in denen Waren zwischengelagert werden und Wartungshangars in denen auch die reinen Transportshuttels der Allianz gewartet werden“ „warum repariert die Allianz nicht ihre Shuttels selbst?“ „Die Allianz hat Verträge mit den Herstellern der Shuttels. Um Kosten zu sparen setzten zivile Firmen die Shuttels instand, Outsourcing. Machen so gut wie alle, Salarianer, Asari, Turianer!“

    Remkar legte das PDA ab und drückte den Knopf in seinem Ohr fest rein und machte eine besorgte Mine. „Ist was?“ „Fuck!“ antwortete der Batarianer nur. „Hier 304 verstanden!“ drang die Stimme des Piloten zu ihnen nach hinten und das Shuttel stieg nun steil höher und zog scharf nach rechts.
    „Einsatzgruppe 3 hat die Hangars erreicht und sie stecken in der Scheiße. Grob geschätzt sind dort hundert Söldner und Terrorsiten. Alle Einsatzgruppen sollen jetzt sofort hinverlegen ohne Umwege, nicht die zwei anderen sondern alle, alle verfügbaren Homelandkräfte sollen sofort dorthin und zusätzlich wurden alle verfügbaren C-Sec Kräfte hinbefohlen!“

    Michael sah mit offenem Mund den Batarianer an, dieser zeigte nur mit ernster Miene aus dem Fenster neben dem Dj. Michael sah aus dem Fenster und konnte so weite er sehen konnte über ein Dutzend andere Homelandshuttels sehen, es waren kleinere Shuttels als ihres mit offenen Seitentüren an denen bereits voll aufgerödelte Homlandsoldaten saßen. Wie ein Schwarm Insekten umgaben sie die Shuttels und unter ihnen donnerten gerade 4 Jäger vorbei.
    In den Straßenschluchten konnte er mehrere lange Ketten von Fahrzeugen mit Blaulicht erkennen die sich in dieselbe Richtung bewegten. Manche Kolonnen fuhren parallel, direkt unter ihnen, auf zwei nebeneinander liegenden Straßen, die restlichen Konvois kamen aus anderen Richtungen. Michaels glitt entlang der Straßen in Richtung ihres Ziels und in einiger Entfernung konnte er Rauch aufsteigen sehen, der Musiker schluckte schwer.
    „Gruppe 3 konnte eine Landezone freimachen und markiert sie mit rotem Rauch, allerdings wissen sie nicht wie lange sie die Landezone freihalten können, das wird ein wilder ritt!“ erklärte Remkar weiter und das unangenehme Gefühl in Michaels Bauch wurde größer.

    Michael zündete sich nervös eine Zigarette an und versuchte an nicht besonders viel zu denken was ihm allerdings schwer viel, da die 1421 immer wieder um seine ungeteilte Aufmerksamkeit buhlte. Er wollte schon den Batarianer fragen ob sie etwas über die Zahl herausgefunden hatten, behielt dann aber die Frage doch für sich ist vermutlich irgendwo untergegangen.

    Das Shuttel gewann nochmal ein wenig an Höhe, dann lehnte sich Remkar etwas weiter vor und betätigte ein paar Tasten auf einer Feld woraufhin aus einem Lautsprecher Funksprüche drangen die nicht gerade dafür geeignet waren sich besser zu fühlen „...nicht halten, ich wiederhole LZ unter Beschuss! Wir halten so lange wir können aber die LZ ist heiß, LZ heiß!“ „Ok Michael sieh mich an!“ forderte Remkar „Das wird jetzt richtig heftig werden und du bleibst immer bei mir und tust was ich sage. Du läufst wenn ich es dir sage und du versteckst dich wenn ich es sage verstanden?“ Michael nickte eifrig.
    Der Dj lehnte sich etwas vor um aus der Frontscheibe zu sehen. Ihr Shuttel gewann noch etwas an Höhe, dann senkte sich langsam die Schnauze des Schiffs bis sie fast senkrecht auf den Stationsarm zeigte und für einen Moment schien das Shuttel still zu stehen während links und rechts von ihnen die kleinen Shuttels von Homeland an ihnen steil vorbeischossen und in Richtung des Rauches unter ihnen rasten. Unter sich konnte er einen großen Platz erkenn der von verschieden großen Lagerhallen umgeben war. In der Mitte des Platzes konnte man eine Schienentrasse sehen die wohl zu den Andockbuchten führte und überall waren Frachtcontainer in allen Formen und Größen verteilt. Dann gab ihr Shuttel Gas.
    Von hier auf jetzt beschleunigte das Shuttel so schnell es konnte und raste auf den Boden zu. Je näher sie dem Boden kamen desto mehr konnte der Dj mit weit geöffneten Augen erkennen.
    Dort unten tobt ein verdammter Krieg!
    Michael konnte Dutzende Personen erkennen die hin und her wuselten und überall wurde geschossen, Raketen und Granaten flogen in beide Richtungen und selbst auf die Shuttels wurde geschossen. Das Shuttel erzitterte als zwei Jäger an ihnen im Sturzflug vorbei stießen und schließlich mit ihren Kanonen eine Spur aus Tot und Vernichtung unter ihnen anrichteten. Das Feuer der Jäger wurde von irgendwo außerhalb seines Sichtfeldes sofort erwidert, und einer der Jäger musste mehrere Treffer einstecken und drehte mit einem qualmenden Triebwerk ab während der andere durch ein waghalsiges Manöver einer Rakete ausweichen musste und ebenfalls abdrehte.
    Remkar drückte den Dj zurück auf seinen Platz und am Fenster neben Michael schossen mehrere Leuchtspurgeschosse vorbei die ihn zusammenzucken ließen.
    Das Shuttel hatte selbst kurz vor dem Boden noch immer einen Affenzahn drauf und erst im letzten Moment zog der Pilot die Nase hoch und landete schließlich etwas unsanft mit den anderen Shuttels .
    Unmittelbar nach dem Landen flog die Tür auf und Ramkar zog den Dj aus dem Shuttel und hinter sich her. So schnell er konnte lief der Dj geduckt hinter dem Batarianer her, Michael warf panische Blicke nach links und rechts und musste feststellen, das überall geschossen wurde und Geschosse ständig die Luft zerrissen, einige davon flogen nur knapp an ihm vorbei. Gemeinsamm errreichten sie einen großen Kistenstapel der, halb zerschossen, einigen anderen Homelandsoldaten ebenfalls als Deckung diente.
    „Wie ist die Lage?“ fragte Remkar einen Homlandsoldaten der gerade heftig gefunkt hatte. „Sie sind in einen verdammten Hexenkessel gelandet sie Genie! Selbst die Söldner die bis her nicht auf uns geschossen haben tun das jetzt, ein Drittel meines Zuges ist bereits ausgefallen und das wird durch ihr auftauchen nicht besser....runter!“ schrie der Soldat und warf sich über einen Verwundeten. Aus Reflex drehte sich der Dj um, eines der kleinen Homlandshuttels hatte es schwer erwischt, es qualmte aus vielen Einschusslöchern und drehte sich immer schnell um die eigene Achse. Die Soldaten auf dem Shuttel sprangen mutig aus geschätzt 10 Metern Höhe runter und schließlich explodierte das sich immer schriller drehende Triebwerk des Shuttels und schmetterte es mit einem Satz auf den Boden wo es eine Spur in den Asphalt hinterließ und einige Soldaten unter sich begrub.
    „Wir sind hier in der Ecke des Geländes eingeschlossen, wenn die anderen Gruppen nicht schnell hier aufschlagen sind wir erledigt!“ redete der Soldat weiter nachdem er sich wieder halb aufgerichtet hatte. „Wir haben es hier mit geschätzt 80 – 120 Söldnern zu tun und die haben auch 4 MBAs, was Unterstürzung aus der Luft schwer macht. Die Hangars zu denen wir wollten sind da drüben am anderen Ende des Geländes!“ der Soldat zeigte mit dem Daumen über seine Schulter. „Was haben sie vor?“ fragte Remkar weiter „Ich? Muss der Gruppenleiter entscheiden“ „Wo find ich den?“ der Soldat zeigte nach links zu einem Containerstapel bei dem ein schweres MG in Stellung gegangen war und die Söldner heftig unter Feuer nahm.
    Remkar wagte einen Blick über die Deckung und wandte sich dann an Michael „Ok hör zu wir laufen gleich zu dem Container da drüben...“ er zeigte auf den Container an dem man nun auch einige Homelandsoldaten sah die entweder in Funkgeräte brüllten oder mit energischen Gesten Befehle erteilten. „...bist du soweit?“ Michael schluckte schwer und nickte dann. Remkar warf erneut einen Blick in Richtung der Söldner und schien eine günstige Gelegenheit abzuwarten „LOS!“ befahl Remkar und beide rannten so schnell sie konnten zu dem Container.
    Schwer atmend lehnte sich der Dj an das kühle Metall und zog gierig die Luft in seine brennende Lunge während er versuchte sein Seitenstechen zu ignorieren.
    Michael sah zur Seite, ungefähr eine Hand voll Homelandsoldaten standen verteilt hinter dem Containern, manche feuerten andere beobachteten nur und andere standen um 2 spezielle Soldaten die gerade heiß diskutierten. Michael folgte Remkar zu diesem Pulk.
    „...müssen hier weg! Können sie mir Deckungsfeuer geben, damit meine EG die Hallen links neben uns nehmen können?“ „Ja, das kann ich aber das löst nicht unser Problem die Hallen 250 Meter rechts von uns ist das eigentliche Problem! Die anderen EG`s können nicht zu uns vordringen so lange die Zufahrtswege von dort aus abgeriegelt werden. Die haben sich dort eingenistet und wir können die nicht rausschießen oder mit einem Luftschlag platt machen, die haben Kinetische Barrieren installiert! Zusätzlich setzten uns die vier MBAs kräftig zu. Mit den Jägern können wir sie auf Distanz halten aber das sind Profis“ „Was ist mit Unterstützung?“ „Die Turianer sind die Einzigen die schweres Gerät auf einem Transporter haben und die brauchen noch ca. 2 Stunden bis ihre Panzer rollen!“. Die beiden Soldaten bemerkten endlich Remkar „Wer sind sie?“ „Agent Remkar, die Lagerhallen am anderen Ende, sind das die Instandsetzungshallen für die Allianzshuttels?“ „Ja, wenn sie jetzt mit dem Vorschlag kommen wollen die mit den Jägern in die Luft jagen zu wollen sag ich es ihnen gleich: Kinetische Barrieren! Keine Chance, die haben sich gut vorbereitet. Wir haben schon um Orbitales Unterstützungsfeuer durch Kriegsschiffe gebeten aber die schießen nicht, die Gefährdung für Zivilisten ist zu groß!“ „Scheiße! Aber gut, ich werde mit ihrer EG in die Lagerhalle gehen, ich muss so schnell wie möglich zu den Wartungsbereichen!“ „Von mir aus aber sie sorgen selbst für ihre Sicherheit!“ „So wie immer!“.
    Die beiden Homelandsoldaten trennten sich und Remkar schob den DJ weiter hinter den Containerstapel. „Hör zu wir rennen gleich zu den Lagerhallen neben uns, von dort aus geht’s dann durch die Hallen immer weiter bis wir zu den Hangars kommen alles klar?“ Michael nickte stumm, für ihn war das alles noch immer irgendwie alles unwirklich. Es viel ihm schwer zu verstehen, dass er sich innerhalb weniger Minuten in ein Kriegsgebiet begeben hatte. Außerdem fühlte er sich absolut unnütz.
    Remkar warf aufmerksame Blicke in alle Richtungen „Ähh..Remkar? Was bedeutet EG und MBA?“ fragte Michael unsicher „EG steht für Einsatzgruppe, eine Einsatzgruppe sind ca. 30 Homelandsoldaten alles Spezialisten. MBA...“ beide zuckten zusammen als eine Geschossgarbe in ihre Deckung einschlug „...MBA steht für Main Battle Armor, quasi ein gehender kleiner Panzer. Wird von einer Person gesteuert und kann einem wirklich den Tag versauen!“

    Gemeinsam schwiegen sie nächsten Momente, Michaels Herz schlug ihm bis zum Hals langsam müsste ich mich doch an sowas gewöhnt haben...will ich mich an so etwas überhaupt gewöhnen?
    doch dann ging es auch schon mit einem Paukenschlag los. Es schien zuerst so, als ob das ständige Geballer kurz etwas abflauen würde nur um dann mit einem Schlag wieder kräftig aufzuflammen.
    Kaum donnerte das Stahlgewitter, da rannten schon die ersten Homelandsoldaten an ihnen vorbei zu den Lagerhallen. Immer mehr Soldaten rannten an ihnen vorbei und irgendwann packte Remkar den Dj am Arm und zog ihn mit zu den Hallen.

    In der ersten Halle ging alles sehr schnell denn dort waren noch keine Söldner anzufinden. Michael wurde entlang der Frachtcontainer die in der Halle wohl zwischengelagert wurden vorbeigezogen und kurz darauf ging es auch schon durch eine Seitentür in die nächste Halle.
    Aus der zweiten Halle konnte man bereits Schüsse und dumpfe Explosionen hören. Die zweite Halle wurde von Skycars beherrscht die, in Schutzhüllen eingemottet, auf ihren Weitertransport warteten. Als der Dj in die Halle gezogen wurde hatte die Homelandtruppe bereits über die Hälfte der Halle eingenommen und die überraschten Söldner hatten gegen das energische Vorgehen der Homelandsoldaten kaum etwas entgegenzusetzen sodass Michael schon bald die dritte Halle betreten konnte.
    In der dritten Halle wiederholte sich das Spiel jedoch wurden die Homelandsoldaten an der Seitentüre festgenagelt und ihr weiterer Vormarsch geriet ins Stocken. „Da drüben! Rauskommen langsam!“ ertönte es aus der hinteren Ecke der Halle und zwei Lagerarbeiter kamen hinter ein paar Kisten mit erhobenen Händen hervor. Remkar ging unter der Sicherung von einigen Homelandsoldaten zu den Arbeitern und überprüfte über Funk deren Identität.
    Michael hingegen starrte mit offenem Mund auf die gelagerte Fracht.
    Die Halle war ungefähr 200 Meter lang und nur ein Objekt wurde derzeit darin gelagert.
    Vor sich sah er etwas das er und die gesamte Musikszene der Galaxis für einen Mythos, für ein Hirngespinst gehalten hatten. An großen Kränen an der Decke hing der `Leviathan´. Sie haben es doch tatsächlich getan, sie haben ihn gebaut! dachte sich der Dj ehrfürchtig. Er hatte Gerüchte gehört aber sie für Unfug abgetan, Massive Electronics Dynamics solle an etwas arbeiten was die Galaxis noch nie gesehen hatte und nun stand er davor, er stand vor riesigen 1 000 Kilowatt Boxen, dem `Levithan´. Die Gerüchte hatten besagt, dass sie für das größte Stadium auf der Citadel gedacht waren, doch es war wohl eher eine Spielerei, nach dem Motto `was war möglich´.
    „Michael steh da nicht so rum, komm her!“ zischte Remkar während von außerhalb der Hallen dumpfe Explosionen zu hören waren. Mit geöffnetem Mund kam dem Dj eine Idee.
    Er eilte zu dem Agenten „Remkar, Remkar, Remkar, ich hab ne Idee!“ fing der Musiker aufgeregt an. Der Batarianer zog ihn hinter eine Kiste „Was ist?“ „Die Halle, also die, die uns so viele Probleme macht und die wir nicht zerstören können ist doch ungefähr gegenüber von uns oder?“ „ja, warum?“. Der Dj erläuterte kurz seinen Plan und konnte sich dabei ein schelmisches Lächeln nicht verkneifen. „Und das Funktioniert?“ „Bei 1000KW? Da bleibt nichts mehr übrig!“ „Gut versuchen wirs!“ sagte Remkar und winkte die beiden Lagerarbeiter ran.
    Mit Hilfe der Lagerarbeiter brachten sie die gewaltigen Boxen vor den Hallentoren in Position und während ein paar Homelandsoldaten unter Anleitung der Lagerarbeiter die Starkstromkabel anschlossen, Michael war froh das das Monster abgeschirmt war ansonsten hätten sie alle unter dem enormen Magnetfeld zu leiden allerdings war das Knacken das die Anlage erzeugte selbst durch die dicke Abschirmung immer noch so laut, dass es in den Ohren wehtat. Er nahm sich der Dj Zeit den `Leviathan´ genauer anzusehen. Im Grunde waren es zwei riesige PA-Anlagen, deren integrierte Subwoofer allein zwanzig Meter lang waren, ansonsten war die Außenhülle mattschwarz und völlig glatt, er schüttelte ungläubig den Kopf als er nochmals das gewaltige 4-Wegesystem sah.
    Nach ein paar Minuten waren die Vorbereitungen abgeschlossen und der Dj verband sein Omnitool mit der Anlage und machte ein paar Eingaben. Man konnte hören wie die vielen Servomotoren im Leviathan arbeiteten als er die Anlage so einstellte, dass die Basswellen in 100 Metern zusammenliefen, er stellte den Equalizer auf maximalem Bass, suchte sich einen passenden Track aus, ein alter House Track den er vor Jahren auf Elysium erstellt hatte, und gab dann mit einem Nicken grünes Licht.
    Sekunden später rannte der ganze Tross so schnell er konnte durch die Hallen zurück und gerade als sie wieder hinter dem Containerstapel in Deckung gegangen waren wurden sie auch schon von dem einen Gruppenleiter begrüßt „Und sie sind sicher, dass das funktioniert?“ „Hoffe ich!“ antwortete Remkar ehrlich. Michael bekam ein PDA in die Hand gedrückt auf dem er Life-Bilder des Platzes aus der Luft sah. Als Dj dieses `Events´ musste er Kontrolle über alles haben und das ging nur wenn er sehen konnte was geschah um zur Not eingreifen zu können.
    Auf dem PDA konnte man nun sehen wie sich das große Hallentor öffnete. Während die Söldner verwundert die leere Halle anstarrten und sich vermutlich fragten warum dort keine Homelandsoldaten waren, hatte die Homlandtruppe ihre Helme schalldicht gemacht und sich so gut es ging Deckung gesucht, Michael setzte seinen eigenen privaten Gehörschutz ein und setzte zusätzlich noch seine Kopfhörer auf als auch schon die Musik einsetzte.

    Die Lautstärke war einfach gewaltig und der Dj fühlte einen gewissen Stolz als erster den `Levithan´ bedienen zu dürfen. Der Containerstapel der immerhin über hundert Meter entfernt seitlich von der Anlage stand vibrierte und hüpfte leicht unter der Wucht der Bässe.
    Der ganze Platz schien zu zittern und selbst der schwere Zaun der das ganze Areal umgab stand da wie ein lausiger, verwitterter Lattenzaun. Die Beleuchtung überall flackerte und fiel stellenweise ganz aus.
    Die Söldner waren völlig unvorbereitet auf diesen `Angriff´. Zwei Söldner die die leere Halle stürmen wollten waren genau vor der Anlage als diese anfing zu spielen. Die beiden wurden durch die Basswelle einfach zerrissen und alles was sich zwischen dem `Leviathan´ und der Halle befand wurde einfach hinweggefegt. Michael konnte sehen wie ein Container mit jeder Basswelle weiter weggeschoben wurde und dabei einige Söldner unter sich begrub. Einer der Kampfanzüge, der MBAs wurde zuerst umgeworfen und dann mit jeder folgenden Basswelle genau wie der Container weiter weggestoßen wobei er eine furche in den Asphalt zog. Er konnte ein paar Söldner sehen die durch die freigesetzten Kräfte wie Puppen über den Platz geschleudert wurden und die sich dabei vermutlich sämtliche Knochen brachen. Die Söldner die weiter wegstanden hatten mehr Glück, sie lagen unter Schmerzen auf dem Boden und hielten sich die blutenden Ohren zu.
    Manche Söldner versuchten auf die Anlage zu schießen doch kam keiner, nicht mal die mächtigen MBAs, dazu einen gezielten Schuss abzusetzen, jeder der es versuchte wurde mit gebrochenen Knochen oder aufgeplatzter Haut belohnt. Andere kostete dieser Versuch auch das Leben als sie sich aus ihrer Deckung wagten nur um von den Basswellen erschlagen zu werden.
    Selbst die Bilder aus der Luft wackelten, solche Kraft entwickelten die Basswellen Man hört das bestimmt auf dem ganzen Stationsarm! dachte er sich.
    Deutlich konnte er sehen wie die Lagehalle unter der Wucht der Bässe litt aber schlimmer erging es der Halle auf die sie `zielten´. Mit jeder Basswelle wurde das große Fronttor weiter eingedrückt und Michael konnte sehen wie das Gebäude anfing mitzuschwingen.
    Scheiben zersprangen, Elektronik fiel aus, Putz bröckelte ab und an manchen Stellen riss der Asphalt auf und selbst die Gleise die im Zentrum der Musik lagen schienen sich zu verbiegen. All das Geschah unter der Wucht des `Leviathans´ und mit einem Mal schien sich die angezielte Lagerhalle erst zu verbiegen, dann gab sie mit einem traurigen Geräusch nach und stützte, mit der Stirnseite voran, in sich zusammen und begrub dabei alle in ihrem Innern.
    Remkar legte dem Dj eine Hand auf die Schulter und machte eine `Kehle- durch´ Geste. Michael schaltete den Leviathan aus und eine ungewöhnliche Stille verbreitete sich augenblicklich. Niemand traute sich anscheinend sich zu bewegen. Michael wagte es einen Blick auf den demolierten Platz zu werfen.
    Erst als einer der MBAs sich unter einem der Container freikämpfte und diesen mit einem Scheppern wegschob wachten die Homelandsoldaten auf. Der MBA richtete sich auf als er auch schon von Raketen getroffen, auseinanderflog. Die Raketen stammten von einem der Jäger die sich nun lautstark zurückgemeldet hatten und die noch immer betäubten Söldner unter Feuer nahm.
    „Komm mit!“ rief Remkar nur und zog den überrumpelten Dj einfach mit sich. Gemeinsam mit einem großen Schwung der Homelandtruppe rannten sie wieder durch die Hallen und von außerhalb konnte Michael bereits die Sirenen der anderen Einsatzgruppen hören, die nun endlich zu ihnen stoßen konnten.
    Allerdings lastete der Tot der Söldner schwer auf Michaels Gewissen. Diese Söldner sind wegen mir gestorben! Mein Plan, mein Finger der den Knopf gedrückt hat! dachte er sich bitter. Diesmal war er es gewesen der getötet hatte. Klar, die Moralfrage war geklärt, die Söldner hätten sich auch ergeben können und standen eindeutig auf der falschen Seite aber das alles änderte für den Musiker nichts. Der Dj schüttelte den Gedanken ab 1421 war jetzt alles woran er dachte.

    Schnell und etwas zu überhastet für Michaels Geschmack erreichten sie die Instandsetzungshallen. Remkar war mit Michael recht weit nach vorn gelaufen und als sie in den Hallen wieder unter heftiges Abwehrfeuer gerieten fluchte der Batarianer und stieß den Dj hinter eine Ecke in Deckung.
    Sie waren zu einer Seitentüre ins Gebäude eingedrungen. Die ersten Räume auf die sie stießen waren kleine Lagerräume für verschiedene Ersatzteile und Zubehör. Er roch nach Lacken, Metall und Schweißgas.
    Michael kämpfte noch immer mit den neuen Eindrücken als er auch schon weiter gezogen wurde. Das Feuergefecht schien erst jetzt so richtig in Fahrt gekommen zu sein, es krachte und schepperte aus scheinbar allen Richtungen. Der Agent führte den Dj und ein paar Homelandsoldaten an einigen aufgebockten Shuttels vorbei die alle das Logo der Allianz trugen. „GRANATE!“ rief Remkar und alle, sogar der Dj sprangen in sofort in Deckung. Die Explosion drückte dem Musiker die Luft aus den Lungen und beinahe wäre er von einem der Shuttels erschlagen worden als dieses sich von seiner Verankerung gelöst hatte und keine dreißig Zentimeter neben ihn auf den Hallenboden krachte. Der Dj sah sich um und hielt die Luft an als er den regungslos daliegenden Batarianer sah. Ein Schatten der sich über ihn legte zog seine Aufmerksamkeit von Remkar weg. Michael rutschte fast automatisch ein paar Meter zurück als er einen der Söldner sah der seine Waffe auf ihn gerichtet hatte „Neinneinneinneinnein!“ stammelte Michael nur und versuchte nur irgendwie weg zu kommen. Bevor aber etwas Schlimmes geschehen konnte wurde der Söldner schon von einer Salve irgendwo aus der Tiefe der Halle getroffen und zu Boden geschleudert. Michael atmete erleichtert auf als er schon wieder komische Geräusche hörte. Die Geräusche kamen von dem toten Söldner, ein Mensch, dessen Headset scheinbar Funksprüche ausspuckten. Dem Dj kam wieder eine Idee, allerdings kostete es ihn eine Menge Überwindung den Toten anzufassen doch schließlich hatte er das Funkgerät an sich genommen und das Mikrophon des Headsets mit seinem Omnitool verbunden. Er machte rasch ein paar Einstellungen und achtete nicht auf seine Umgebung. Zwei weitere Söldner erschienen direkt neben ihm. Zu Michaels Glück waren die Söldner gerade mit einigen Homelandsoldaten beschäftigt und bemerkten den Dj zuerst nicht. Schließlich bemerkten sie ihn doch und erschrocken richteten sie ihre Waffen auf den Musiker während Michael erschrocken sein Omnitool betätigte und den Funkkreis der Söldner mit dem `Braunen Ton´ flutete.
    Der `Braune Ton´ war ein kleines Geheimnis der Dj und aller Veranstaltungstechniker. Es war ein langwelliger Bass dessen Frequenz zu Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und sogar zum Einstuhlen führen konnte. Diskobetreiber nutzten ihn meist um lästige Gäste loszuwerden die den Ladenschluss nicht hinnehmen wollen.
    Nicht alle Spezies reagierten gleich auf den Ton, doch die meisten taten es, so auch die Söldner. Nicht wissend woher die plötzliche Übelkeit und der Schwindel kam torkelten die Söldner zuerst von ihm weg und während sich der erst bereits übergeben musste torkelte der andere in die Schusslinie von Remkar. Der Batarianer hatte sich scheinbar erholt und hatte nun zu alter Form wiedergefunden.
    Die Schüsse in der Halle wurden nun weniger und der Dj traute sich aufzustehen und sich vorsichtig umzusehen. Überall standen Shuttels verteilt, große und kleine, saubere und fleckige, kaputte und ganze.
    Der Dj machte sachte einen Schritt nach dem anderen, immer in Angst gleich wieder auf Söldner zu stoßen, „Remkar?“ fragte er erst leise, dann immer lauter, doch niemand antwortete. Aus dem Augenwinkel sah er ein paar Homelandsoldaten denen er aus Angst allein zu bleiben hinterhereilte.
    Breits nach der zweiten Abbiegung hatte er sie verloren und völlig außer Atem lehnte er sich gegen ein Shuttel das an einem Kran vor einem der Tore hing. „Michael?“ hörte er den Agenten rufen und Michael sah auf und erstarrte.
    Oh Kacke! Sein Blick war auf das Heckruder des Shuttels gefallen und die Nummer die darauf stand lautete 1421. „Remkar hier her, hier ist…..“ weiter kam er nicht, denn jemand hatte ihm eine Hand auf den Mund gepresst und drückte ihm eine Pistole in den Rücken. Michael wurde ein paar Schritte nach hinten gezogen und schließlich bekam er den Pistolenkolben brutal übergezogen.
    Das letzte was er hörte war die Stimme Remkars die sich näherte und die Stimme der Terroristen „Schaff ihn rein und mach die Bombe scharf, es geht los!“

    09:48
    Geändert von Michael Gabriel (06.04.2011 um 20:21 Uhr)

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    Lagerhallen im Frachtzentrum der Andockbuchten
    09:48

    Das Tor der Dunkelheit fiel über ihn zu und Michael spürte nichts mehr, nicht einmal wie er unsanft ins Shuttle gewuchtet wurde. Stattdessen sah er vor sich die Daten in ihrer Gesamtheit, waren sie anfangs noch, wie gewohnt ungeordnet und nur schwer zu erfassen so fingen sie an, sich vor seinem inneren Auge zu ordnen bis er schließlich das Gesamtbild klar erfassen konnte.
    Was er da sah war ein Zeugnis vom Versagen mehrerer Geheimdienste, allen voran des Allianzgeheimdienstes. Darüber hinaus war es eine Choreographie des Grauens das nun zu seinem großen Finale hinarbeitete.

    Ein Rucken ließ den Dj panisch die Augen aufschlagen und kurz versuchte er seine Situation zu erfassen. Er lag im Shuttle, das genug Platz für fünf Personen bot und einen völlig nackten Transportraum hatte der nur von einem Objekt dominiert wurde, am hinteren Ende stand sie, die Bombe. Form und Farbe entsprachen der die er im Terminal gesehen hatte jedoch war sie gut doppelt so breit.
    Er sah sich weiter um, im Transportraum standen zwei Batarianer und ein weiterer saß im Cockpit und steuerte gerade das Shuttle aus dem Hangar Michael blieb ganz stumm, die Batarianer waren gerade mit was anderem beschäftigt als sich um den kleinen Menschen zu kümmern, denn das Shuttle wurde sofort von der ganzen Homelandstreitmacht unter Beschuss genommen und die Batarianer richteten ihre gesamte Aufmerksamkeit darauf. Erneut polterte es, jedoch hörte es diesmal anders an, als ob ein Gegenstand auf das Shuttle gefallen wäre.
    „Da ist jemand auf dem Dach!“ schlussfolgerte ein Batarianer „Egal, bring uns hier weg! Wir kümmern uns um den. Mach die Tür zu!“
    Einer der Terroristen eilte zur Tür und gerade als er den Verriegelungsknopf betätigen wollte schwang sich Remkar mit den Füßen voran ins Shuttle und schleuderte den Terroristen brutal an die gegenüberliegende Shuttelwand. Der andere Terrorist zog zeitgleich mit Remkar eine Pistole und als die beiden aufeinander zielten gab der Pilot plötzlich Vollgas und zog die Nase des Shuttles steil hoch. Alle im Transportraum wurden dadurch nach hinten katapultiert und krachten geschlossen gegen die Bombe. Als stöhnendes und ächzendes Kneul aus Armen und Beinen fingen die Terroristen und Remkar so schnell sie konnten an nach ihren Pistolen zu suchen und sich aus ihrer misslichen Lage zu befreien was allerdings recht schwierig war da er Pilot noch immer mit einem Affenzahn steil nach oben zog um den Angriffen von Homeland zu entkommen.
    Nachdem das Shuttle für einige Augenblick stark an Höhe gewonnen hatte begann der Pilot damit bei vollem Schub wilde Manöver zu fliegen um die Jäger abzuschütteln.
    Michael wurde hinten drin, genau wie alle anderen kräftig durchgeschüttelt, sodass niemand die Gelegenheit bekam dem anderen an die Gurgel zu gehen. Der Dj konnte einen Blick durch die Cockpitscheibe erhaschen und musste erschreckt feststellen, dass der Pilot sie direkt die Anflugschneisen der unzähligen Frachter steuerte wo zu jeder Tages und Nachtzeit reger Verkehr herrschte Ob die Jäger auch dort rein fliegen, geschweige den Schießen?
    Der Pilot flog einige Male sehr knapp an irgendwelchen Transportern vorbei und drehte sich schließlich um „So die hätten wir abgehä......was ist denn hier los?“ fragte er erstaunt und einer der Terroristen wollte die Gelegenheit nutzen um Remkar, der sich gerade vor der geöffneten Luke befand, aus dem Shuttle zu stoßen. Mit einem Brüllen warf sich der Batarianer gegen Remkar, der geistesgegenwärtig im letzten Moment in die Hocke ging und somit den Batarianer über sich und aus dem Shuttle stolpern ließ. Remkar legte gleich nach und hechtete in Richtung des Piloten. Der übrig gebliebene Terrorist wollte dem Agenten hinterher eilen wurde jedoch von Michael gestoppt der seinen Rucksack abwarf und sich das Bein des Terroristen geschnappt hatte und ihn so der Länge nach hinfallen ließ. Aus Angst ließ der Dj jedoch los und entging somit nur knapp einem wilden Tritt des Batarianers.

    Der Terrorist richtete sich blitzschnell auf und wollte dem Agenten ans Leder doch dieser kämpfte gerade mit dem Piloten um die Kontrollen. Das Steuer wurde dabei hart herumgerissen, sodass sich das Shuttle begann immer schneller um die eigene Achse zu drehen. Während Remkar und der Pilot sich im Cockpit verkeilten wurden Michael und der Terrorist abwechselnd gegen die vier Seiten des Transportraums geschleudert und das mehrere Male wobei Michael, vermutlich genau wie sein Gegner, permanent Angst hatte aus dem Shuttle geschleudert zu werden.
    Einige male wurde der Dj wild herumgeschleudert und landete abwechselnd auf seinem Hintern und seinem Kopf. Schließlich stabilisierte sich die Flugbahn kurz nur um einem Transporter dem man inzwischen gefährlich nahe gekommen war auszuweichen indem man abbrubt die Nase des Shuttles nach unten zog. Wer diese Kursänderung vornahm oder ob sich Remkar und der Pilot kurz ihre Feindseligkeit hinten an stellten wusste Michael nicht, jedoch wusste er, dass er gleich, zusammen mit dem Terroristen unangenehme Bekanntschaft mit dem Cockpit machen würde. Durch die rasante Kursänderung nach unten wurde der Terrorist brutal gegen das Cockpit befördert, unmittelbar darauf raste Michael mit den Füßen voran in dieselbe Richtung und rastete genauso brutal in den Terroristen der vor Schmerz aufheulte.
    Die Nase des Shuttles wurde wider in die horizontale gezogen und Michael atmete erleichtert auf. Der Terrorist wollte sich allerdings nicht lumpen lassen und zielte mit einer Pistole auf Remkar, der wieder im Klinsch mit dem Piloten lag. Aus Reflex packte Michael das Bein des Terroristen und biss so fest er konnte hinein. Der Terrorist schrie auf und aus dem Lautsprecher drang eine unfreundliche Stimme „Unbekanntes Shuttle, hier spricht die Allianz Flugsicherung, sie betreten gerade eine Sperrzone! Drehen sie sofort bei oder sie werden, wenn nötig, mit Gewalt festgesetzt!“
    Die Stimme völlig ignorierend schlug das Shuttle, hervorgerufen durch den Kampf um die Kontrollen einen wilden Haken nach dem anderen. Der Dj wurde hart herum geworfen und sein Blick fiel auf den Terroristen der so etwas wie eine Fernbedienung aus irgendeiner Tasche hervorholte. Mit einem entsetzten Gesichtsausdruck warf sich der Musiker mit einem Brüllen, das eher nach einem ängstlichen Quieken ähnelte, auf den Batarianer und versuchte die Fernbedienung an sich zu bringen. Ineinander verkeilt rollten die beiden im Transportraum hin und her und schließlich lag der Dj auf dem Terroristen, der Kopf des Batarianers schaute aus der Tür und Michael folgte kurz dem Blick des Terroristen. Das Shuttle raste gerade auf ein großes Allianzkriegsschiff zu. Ein Poltern hinter ihm ließ den Dj den Kopf drehen. Remkar hatte den Piloten vom Sitz gezerrt und war mit ihm rückwärts in den Transportraum gefallen. Und wer steuert jetzt? fragte er sich bevor eine vom Batarianer unter ihm verpasst bekam und plötzlich unter dem Terroristen lag der versuchte die Fernbedienung an sich zu bringen.
    Der Pilot trat einige male den am Boden liegenden Remkar, dieser blockte die letzten Tritte ab und schlug mit voller Wucht zwischen die Beine des Piloten der aufkeuchte, schließlich sprang Remkar auf, hielt sich an den Halteschlaufen fest die in der Decke installiert waren und trat mit beiden Beinen den Piloten neben Michael aus dem Shuttle. Michael folgte kurz dem Flug des Piloten der an dem Kriegsschiff zerschellte. Das Shuttle selbst schrammte knapp über das Schiff und zog dabei eine tiefe Schramme in den Lack des Allianzschiffs.

    Der Terrorist der immer noch auf dem Dj lag wurde rigoros von Remkar am Hals gepackt und in das innere des Schiffs geschleudert. Der Dj kroch ebenfalls zurück ins Shuttle und bekam mit wie Remkar und der Terrorist sich einen heftigen Kampf lieferten. Michael richtete sich auf und trat nach dem Schienbein des Terroristen, dieser schickte ihn kurzerhand mit einer schnellen Geraden zu Boden und kümmerte sich weiter um Remkar. Mit blutender Nase fiel Michael hin und sah neben sich sein Rucksack liegen. Entschlossen griff er sich sein Skateboard, stand auf und zog das Brett dem Terroristen mit aller Kraft über den Kopf. Der Batarianer taumelte nach vorn direkt in einen Uppercut Remkars hinein. Der Terrorist flog durch das halbe Shuttle und krachte schließlich gegen die Bombe und sackte bewusstlos zusammen. Schnell eilte Remkar zum Cockpit und an die Kontrollen während der Dj die Fernbedienung an sich nahm.
    Eine Explosion schüttelte das gesamte Shuttle durch und wieder einmal flog Michael durch das Shuttle. „Oh Scheiße!“ hörte er Remkar fluchen und durch die Tür konnte der Dj Rauch sehen, der wohl von ihrem Schiff stammte. die kack Jäger schießen auf uns! schoss es ihm durch den Kopf. Zumindest fing das Antriebsaggregat des Shuttles an, seltsame Geräusche von sich zu geben und sie verloren definitiv sehr schnell an Höhe.
    „Festhalten Michael das wird ne Bruchlandung!“ Michael krallte sich noch an irgendetwas fest als auch schon der Boden immer näher kam und er gleichzeitig mit dem Aufprall gegen den Pilotenstuhl gepfeffert wurde und das Bewusstsein verlor.

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  7. #97
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    -> Omega, Die Andockbuchten
    08:30 Uhr

    Unzählige Stimmen, gelegentliche Durchsagen und das Getrommel von tausenden Schritten erfühlten die Luft. Die Luft roch rein und sauber und ebenso sah auch der Boden aus. Bardan hatte schon lange keinen so sauberen öffentlichen Weg gesehen. Auf Omega scherte sich niemand um den Dreck der anfiel und dann einfach auf die Straße geworfen wurde oder da liegen gelassen wurde wo er anfiel. Hier hingegen schien eine ganze Armee an Putzkräften die Straßen und Wege frei von Unrat halten. Hier an den Andockbuchten war im Moment viel los. Es waren wohl gerade einige Passagierschiffe gelandet und hatten ihre Fracht ausgespien, zumindest würde das die Menge an Passanten erklären denen es nun um Einlass begehrte. Anders wie auf Omega musste man in dieser Menge nicht befürchten von Taschendieben bestohlen oder zufällig mit einem streitsüchtigen Schläger zusammen zu stoßen. Nein, diese Leute waren friedlich. Man hatte hier nichts zu befürchten.

    Nichts zu befürchten? Ein völlig neues Gefühl. , dachte sich Bardan. Er trug nun ein schwarzes Jackett, eine dunkle Jeans und eine blutrote Weste mit einer grünen Krawatte. Seine kreidebleiche Haut hatte er mit der Schminke überdeckt und nur seine grünen Haare passten nicht ganz zu seinem Aussehen. Die Panzerung war nun in einem zusätzlichen Koffer verstaut und den trug er zusammen mit seiner Reisetasche und der Munitionskiste in beiden Händen und auf dem Rücken. Man könnte ihn nun nur allzu leicht mit einem Geschäftsmann, der von einer langen Reise zurück kam und ein Experiment, mit seiner Haarfarbe in den Sand gesetzt hatte, verwechseln. So würde es auch seine neue ID bestätigen. Er war der Geschäftsmann William Brown, ein Vertreter eines kleinen Rüstungs- und Waffenproduktzenten der seinen Sitz irgendwo im Citadelsektor hatte. Das würde seine Panzerung, seine Waffen und die Munition als Anschauungsmaterial erklären das er einem Kunden auf Illium, von wo er gerade kam, gezeigt hatte. Seine neue ID schien vollkommen dicht zu sein.

    Auf dem Flug von Omega zur Citadel hatte er seit nun fast einen ganzen Tag endlich wieder geschlafen. Es war ihm erst als er sich völlig entspannen konnte aufgefallen und wie aufs Stichwort waren ihm die Augen zugefallen. Aber er hatte nicht den ganzen Flug geschlafen. Er hatte sich erst mal überlegen müssen wo er nun hingehen würde. Lange hatte er darüber nachgedacht und war schließlich zu dem Schluss gekommen das die Citadel sein nächstes Ziel sein sollte. Es würde zu seiner neuen ID passen und dort hätte er vorerst seine Ruhe vor Erwin, Brok, Juusik und wer sonst noch alles käme. Außerdem könnte er hier einen richtigen Arzt kontaktieren der seinen Zustand beurteilen könnte. Es war zwar nicht ohne Risiko aber letzten Endes hatte genau das ihn dazu gereizt. Wie um seine Trotz, Hartnäckigkeit und Gerissenheit unter Beweis zu stellen hatte er sich für die Hauptstadt der Citadelsysteme entschieden.

    Vor Bardan erstreckte sich nun eine nicht kurze Schlange von Leuten die alle auf die Citadel wollten aber vorher durch die Kontrollen von C-Sicherheit mussten. Angespannt stellte er sich hinten an. Seine ID schien zwar das Geld wert zu sein aber das Risiko doch aufzufliegen war da und lies Bardan nervös schlucken. Das hier war nicht Omega. Hier könnte er wohl nicht einfach ein Schmiergeld springen lassen oder einfach jemanden den Schädel einschlagen um zu bekommen was er wollte. Zumindest nicht ohne ungewünschte Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. So würde es auch mit dem anstehenden Check sein. Er konnte nur hoffen, dass seine ID passen würde. Bardan bereitete sich schon mal darauf vor wieder eine Meisterleistung in Sachen Schauspielern von sich zu geben.

    Die Haarfarbe? Ja, wissen sie, ich bin wohl an den falschen Friseur geraten.
    Wie es auf Illium war? Schön, das Treffen ist problemlos gelaufen.
    Die Waffen und Panzerung? Irgendwas müssen wir unseren Kunden ja vorführen.


    Es dauerte einige Minuten bis er schließlich an der Reihe war. Er probte gedanklich alle Fragen die ihm gestellt werden könnten und hoffte, dass es nicht allzu viele sein würden. Vor ihm ging gerade eine ganze Reisegruppe von Touristen durch den Check. Größtenteils Menschen aber auch ein paar Salarianer und ein, zwei Volus. Die Reisegruppe wurde durchgelotst und unterhielt sich aufgeregt und voller vorfreudiger Erwartung.

    Dann kam schließlich Bardan an die Reihe. Ein turianischer C-Sec-Officer in einer unordentlich sitzenden Uniform und einem gelangweilten Gesichtsausdruck winkte ihn zu sich. Bardan lächelte ihm freundlich zu Begrüßung zu.
    „Guten Tag, Officer.“
    Der Turianer zuckte nicht einmal, als er völlig desinteressiert antwortete.
    „Bitte hier ihr Gepäck ablegen und hier ihre ID-Card einstecken.“, sein Tonfall war mehr als nur gelangweilt. Er hatte wohl lange keine Pause und/oder hasste seinen Job hier wirklich.

    Bardan war etwas überrascht tat aber wie ihm befohlen. Als er sein Gepäck auf einem Fließband ablegte steckte er gleich seine Karte in den vorgesehenen Schlitz. Der Turianer zuckte kurz mit seinen für seine Spezies normalen Kieferwerkzeugen als etwas auf seinem Universalwerkzeug erschien und er es sich ansah. Bardan ballte nervös die Fäuste lies aber seine freundliche und gut gelaunte Maske nicht fallen. War etwas nicht in Ordnung? War er aufgeflogen?

    Der Turianer zuckte erneut und richtete wieder seinen gelangweilten Blick auf Bardan.
    „Willkommen zurück auf der Citadel, Mister Brown. Ihr Gepäck ist in Ordnung und genauso wie angegeben.“, es klang alles andere als willkommen heißend, eher wie unzählig oft heruntergeleiert und nun ein weiteres Mal.
    Erst da fiel es Bardan wieder ein das die Waffen in William Browns Daten eingetragen waren, ebenso seine Tätigkeit als Vertreter.

    Bardan wollte gerade für das Willkommen höfflich danken als ihm der Turianer das Wort abschnitt.
    „Gehen sie weiter, Sir.“
    Ohne ein weiteres Wort nickte er dem Officer freundlich zu und setzte sich in Bewegung. Die restlichen Checks gingen auch ohne Probleme von der Hand und er stand fünf Minuten später nun hinter den Posten der C-Sicherheit. Das war erstaunlich reibungslos gegangen. Sein Gepäck wurde zwar durchsucht und man hatte sich die Ausrüstung genau angesehen aber sie war angeblich wie angegeben. Es war ja schon fast enttäuschend einfach, aber eben nur fast.
    Froh das ganze nun hinter sich zu haben trabte Bardan los und verschmolz mit den Massen.

    -> Die Citadel, Das Flux
    Geändert von Bardan Carter (24.04.2011 um 14:44 Uhr)

  8. #98
    Rookie Avatar von Brok T'Hara
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    13:37 Uhr

    Es war wie ein Schritt in eine andere Welt, nun: Das trifft ja auch eigentlich zu.
    Brok und Erwin stiegen aus der Golden Heart und standen in den zivilen Andockbuchten.
    Es war hell, sauber und es roch sogar angenehm. Brok inhalierte diesen Duft von Reinheit. Obwohl es ein Landeplatz war, war hier eine Reinlichkeit, die man auf Omega nirgendwo fand. Und der Kroganer genoss es. Endlich wieder in einigermaßen Geordneten Linien. Erwin hatte die guten Sachen an, die er auf Omega gekauft hatte. Brok hatte die für Kroganer typische Zivilkleidung an. Da diese aber von Illium stammte, sah sie sehr teuer und gepflegt aus. Er trug nur sein Messer und seine Pistole.

    Nicht alles war perfekt auf der Citadel und Korruption gab es hier auch, doch es kam den Ideal einer geordneten, friedvollen Galaxie am Nähsten. Erwin war wohl beeindruckt, oder ehr erdrückt von der Citadel an sich. Die Wachen waren aufmerksam und alle in C-Sicherheit Uniformen gekleidet. Brok stand mit Erwin nah bei seinem Shuttle und beobachteten den Fahrstuhl. Er hatte Erwin erklärt worum es geht. Erst auf dem Flug erklärte dieser, dass er streng genommen keine ID hat, und mit „streng genommen“ hieß: Er hatte keine. Im Nachhinein war dies logisch. Erwin litt an Gedächtnisverlust und lebte gefühlt schon immer auf Omega. Mit Credits hätten sie sich eine ID kaufen können. Doch Brok war in solche illegalen Machenschaften nicht involviert. Eine gefälschte ID hätte sich als Falle oder nicht Scanner gesichert herausstellen können.

    Aber es gibt noch andere Wege.

    Der Fahrstuhl öffnete sich und herauskam ein Turianer von C-Sicherheit. Er nickte einer Wache der Andockbuchten zu, die sich dann entfernte. Zielsicher kam der Beamte auf das Duo zu und streckte dann lächeln Brok die Hand entgegen. Dieser schüttelte sie freundlich.

    „Ist lange her, Cherrek“
    „Allerdings“

    Der Turianer sah zu Erwin und nickte anerkennend. Er griff in seine Tasche und holte ein Datenpad hervor. Eine Personen ID. Er tippte kurz auf ihr herum und sah dann eindringlich Brok an.

    „Du sagtest, er sei vertrauensselig. Ich hoffe du irrst dich nicht! Ich werde dir helfen soweit möglich. Aber sollte er Mist bauen, muss ich das melden. So Leid mir das auch tun würde!“

    Brok nahm das Pad und nickte. Dann sah er zu Erwin und gab diesen, mit einem fast schon fordernden Blick die ID. Er wollte nicht, dass sein Vertrauen in ihn falsch war. Wenn die beiden auch bald wohl getrennte Wege gehen werden. Brok bringt Erwin noch ins Innere der Citadel, gibt ihm den Anteil des Geldes und dann wird Brok wieder „auf Tour“ gehen.

    Cherrek verabschiedete sich und ging. Auf sein Zeichen, ging die andere Wache wieder an ihren Arbeitsplatz.
    Die beiden warteten bis der Turianer mit dem Fahrstuhl hochfuhr. Brok sah Erwin an: „Ich kenne Cherrek, als wir beide uns die der C-Sicherheit beworben haben. Aber die scheinen wohl keine Kroganer zu wollen“, mit einem traurigen Lacher gingen sie zum Aufzug.
    Der Kroganer und der Mensch betraten den Fahrstuhl, auf der Hochfahrt, klärte Brok Erwin auf:
    „Okay! Dein Name ist jetzt John Smith, nicht ausgefallenes für Menschen, ich weiß, aber mehr ist auf „legalem“ Wege nicht zu bekommen“
    Erwin nickte und Brok fuhr fort „Industriekaufmann von der Erde. New Jörzi… oder wie immer man das ausspricht. Ich hoffe damit kommst du weiter“

    Die Türen öffneten sich und beide standen im „Begrüßungsterminal“. Was soviel heißt wie: Scanner, Fragen und Sicherheit. Am Zoll gingen sie vorbei und traten zu dem Ganzkörperscan.
    Ein Turianer, wie es sie so oft bei der C-Sicherheit gab sah beide an: „Bitte halten sie ihre IDs bereit und beim Körperscan bitte nicht so viel bewegen“

    Brok machte den Anfang. Seine ID wurde überprüft und danach wurde er gescannt. Man selbst hört nicht, wenn etwas Gefährliches gefunden wurde, aber die Beamten bekommen es sofort über Funk mitgeteilt. Wahrscheinlich wurde er auf das Messer und die Pistole aufmerksam gemacht. Der Turianer hielt seine Hand ans Ohr und sah dann den Kroganer an, nachdem dessen ID durch die Sicherheit lief:
    „Mr. T’Hara?“, typische Frage ob man auf seine Identität reagiert, „da sie sich nichts haben zu Schulden kommen lassen und soweit eine saubere Polizeiakte haben, und eine Empfehlung von Illium haben, dürfen sie diese Waffen mitführen. Beachten sie aber, dass wir sie trotzdem im Auge behalten. Gewalt wird nicht geduldet. Sollten sie „als Erster“ Gebrauch von den Waffen machen, werden sie festgenommen!“

    Brok nickte. Er verstand das alles, er wusste was man von Kroganern hält. Und selbst wenn seine „Mutter“ persönlich für ihn bürgen würde: Er ist ein Risiko.

    „Wenn sie das soweit verstanden haben: Willkommen zurück auf der Citadel!“ und damit übergab er ich die ID wieder.

    Nun war Erwin dran. Sein Scan verlief ohne Probleme und seine ID Überprüfung auch. Ein Mensch von der Erde in Guten Klamotten, keine Probleme, sie guckten nur etwa wegen seinem Auge. Die bedien Waffen die er seit Omega bei sich trug waren nicht registriert, er ließ sie jedoch am Zoll gleich eintragen. Der Turianer nickte: „Willkommen auf der Citadel, Mr. Smith!“

    Trotzdem schluckte Brok am Anfang, als das Pad überprüft wurde. Erwin pustete entspannt aus als er nun endlich „in“ der Citadel stand. Schon nachdem sie die Räumlichkeiten der Überprüfungsstelle verlassen hatten, waren sie im geschäftigen Treiben. Leute fast aller Rassen liefen durcheinander, unterhielten sich, kauften und liefen einfach nur. Im Hintergrund die langen Gänge dieser Station. Brok steuerte eine Schnittstelle an und tippte in aller Ruhe darauf herum. Erwin sah sich um und erblickte sogar wie ein Keeper über die dafür eigens vorhandenen Stege krabbelte. Dann piepte es kurz. Brok drehte sich zu Erwin und übergab ihn zwei Dinge: „Auf dem Pad sind Passwort und Zugangsdaten zu deinem neuen Konto und hier ist deine Creditkarte“ Erwin nahm es entgegen und nickte dankbar.

    „500 Tausend Credits, für ein neues Leben Erwin“, Brok grinste, „Ich sollte dich aber lieber Smith nennen“

    Dann war es soweit. Vorbei. Erwin und Brok waren nun kein Team mehr, alles erledigt.
    „Tja. Das wäre es. Ich hoffe du wirst ein gutes Leben haben!“
    Brok streckte Erwin die Hand hin und dieser schüttelte sie mit einem beherzten Danke.

    „Aber“, Brok lächelte, „Komm. Auf den zurückgelegten Weg. Ich lade dich noch auf einen Drink ein. Und zwar in einem richtigen Club“

    Die beiden gingen dann in Richtung Flux. Brok wollte Erwin zeigen, wo er wohl in Zukunft etwas Spaß erlangt. Es gibt’s zwar noch Choras Nest… aber fangen wir lieber klein an. Für Citadel Verhältnisse.

    ---> "Das Flux"
    Geändert von Brok T'Hara (23.04.2011 um 20:39 Uhr)

  9. #99
    Newbie Avatar von Erwin der Rabe
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    Erwin war heilfroh, endlich in der Citadel zu sein. Auch wenn er Brok vertraute, war Erwin mehr als nervös gewesen, als er mit der ID durch die Kontrolle musste. Die Worte des Turianers hallten durch seinen Kopf.

    „Du sagtest, er sei vertrauensselig. Ich hoffe du irrst dich nicht! Ich werde dir helfen soweit möglich. Aber sollte er Mist bauen, muss ich das melden. So Leid mir das auch tun würde!“


    Keine Sorge, soweit wird es nicht kommen. Ab sofort werde ich ein ehrliches Leben führen. Ist auch nicht weiter schwer, mit 500 Tausend Credits.

    Zufrieden wie sich sein Leben entwickelte, folgte er Brok, der ihn einen ausgeben wollte.

  10. #100
    Rookie Avatar von Brok T'Hara
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    19:46Uhr

    Brok und Erwin erreichten die Tore zu den Andockbuchten. Vorher waren sie noch in diversen Geschäften um sich auszurüsten. Munition, neue Panzerung, in Broks Fall neue Plattem. Das war Qualitätsware, nicht wie bei so einigen Läden auf Omega. Ihre Einkäufe durften sie natürlich nach Citadelrecht nicht herumtragen. Sie wurden in gesicherten Transportkisten zu Broks Shuttle gebracht.

    Erwin und der Kroganer gingen durch die Scanner, denn ja, man musste auch bei der Ausreise geprüft werden. Brok und Erwin redeten ausnahmsweise sehr viel und ausgiebig, über ihr weiteres tun und was alles auf sie zu kommen könnte. Erwin war schon durch die Kontrollen durch und wurde freundlich verabschiedet. Brok wollte es ihm gleichtun um schnell nach Omega zu kommen.
    „Mr. T’Hara? Sie wollen schon gehen?“, der Mensch von C-Sicherheit wirkte überrascht.
    „Äh, ja“, er wusste gar nicht warum er nach Ausreden suchte, „ich muss noch etwas wichtiges regeln“

    „Ich habe nur noch eine Nachricht die für Sie hinterlegt wurde. Die sollten wir eigentlich später überreichen, aber wenn sie nun schon gehen…“
    Brok zog seine nichtvorhandene Augenbraue hoch:
    „Das muss ein Missverständnis sein. Eigentlich weiß niemand den ich kenne, dass ich hier bin!“
    „Das glaube ich nicht. Immerhin hat die Dame denselben Nachnamen wie Sie“
    Broks Augen weiteten sich und er verlangte sofort die Nachricht. Er bekam ein Videopad, dessen Empfang er quittierte. Er sah es sich, noch halb im Scanner stehend an. Und es war genau das was Brok dachte: Eine Nachricht von Niggura T’Hara.
    „Das ist von meiner Mutter!“

    Erwin sah die Asari auf dem Bildschirm auftauchen und sah ziemlich verdutzt drein. Die Asari plus der Zusatz Mutter, verwunderte alle umstehenden.
    Er hörte sich einen kleinen Teil der Meldung an und schaltete es dann aus. Etwas beschämt und traurig: „Den Rest höre ich mir später an“

    Der Kroganer ging nach einem knappen Abschied Richtung Schiff, Erwin folgte ihm nach einem kurzen Moment. Brok dachte wohl er musste etwas sagen:
    „Meine Mutter. Sie wird demnächst auf der Citadel sein“, er lächelte etwas verlegen zu Erwin, „ein Grund mehr diese Sache hier schnell und unbeschadet zu überstehen!“

    Das Duo ging zur Golden Heart und bestieg sie sofort. Brok stellte den Kurs ein und bereitete den Start vor.
    „Die Frage ist nur: Wie finden wir Juusik, oder Bardan. Du hattest ja mal indirekt mit ihm zu tun. Vielleicht kennst du ja noch ein paar Personen, die den Doc kennen!“

    Der Kroganer hatte viel worüber er nachdenken musste. Doch nun ging es um Juusik… keine Zeit für Privatangelegenheiten, jedenfalls nicht seine.

    --> Omega

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