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  1. #241
    Let's Play-Gucker Avatar von Myuko Ono
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    10.56 Uhr
    <------------ Lagerraum
    Auf dem Weg zu den Quartieren kam Myuko an vielen vorbei, die das selbe Ziel hatten wie sie.

    Die Unteroffizierin lief auf ihr Quartier, in dem Domingo ein paar private Sachen in einen Rucksack warf. Myuko nickte ihm einen Gruß zu. Sie nahm ihr PDA und die Handtasche, über deren Zukunft sie immer noch keine Anweisungen bekommen hatte, und packte ihr Gerät ein.
    „Wir bekommen Ersatz für Phoenix, was, Ma’am?“
    Myuko sah auf. Phoenix.

    „Ma’am?“
    „Was?“
    „Sie… Sie haben meine Frage noch nicht beantwortet.“
    „… Ja, wir bekommen Ersatz.“
    Sie verließ das Quartier.
    Jason Phoenix. Und Porchiano. Wieder Fragen, deren Antwort ich nie erfahren werde.

    Im – ordentlichen und disziplinierten, aber unleugbar dichten – Gedränge auf dem Hauptdeck entdeckte Myuko John Weber.
    Sein Gesicht ließ ein Bild des Briefings vor ein paar Stunden in ihrem Kopf auftauchen. Diaz, der sie darüber informierte, dass sie auf der Citadel landen würden…
    Myuko hoffte, dass man das Blut, das in ihre Wangen stieg, nicht sah.
    Diaz hat uns im Briefing gesagt, dass wir zur Citadel fliegen. Wegen… einem Fehler?
    Myuko lief instinktiv einer Gruppe Marines in Richtung Luftschleuse hinterher, während die Erinnerungen sie einholten.
    Ein technischer Fehler.Richtig.
    Und ich wollte schon jemanden fragen, was wir auf der Citadel wollen.
    Verärgert über sich selbst zog sie ungnädig an ihrem linken Ärmel, der leicht verrutscht war.
    Warum ist ausgerechnet Müdigkeit meine Schwachstelle?

    11.07 Uhr
    -----------> Die Citadel: Allianzandockbucht

  2. #242
    ME-FRPG ONLY Avatar von Robert Elle
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    <--- Die Citadel: Allianzandockbucht

    Von innen ist dieses Schiff allerdings beeindruckend. Klare Linien, keine verspielten Details. Funktionalität war das Zauberwort. Als der Tross die Treppe zu den Quartieren runter stieg, kam Robert der Gedanke, sich dieses Schiff zu nehmen und mal eine Spritztour damit zu machen. Ein leichtes Lächeln flog über sein Gesicht. Wäre mal was anderes.
    Der COB teilte die Leute ihren Quartieren zu. Barney sollte sich mit einer Soldatin namens Morales und seiner Partnerin, sie hieß, so wir er Gray mit Nachnamen, ein Zimmer teilen. Ein Zufall? Scheiße, Mann. Der darf mit den Ladys auf einem Zimmer pennen. Der hat's gut... Er knurrte kurz, fing sich aber doch recht schnell, als der Chief of the Boat ihn einteilte.
    „Staff Lieutenant Elle. Sie teilen sich mit dem XO ein Zimmer. Dessen Sachen befinden sich bereits im Raum.“
    „Danke, Chief.“
    Robert salutierte kurz und öffnete dann die Tür. Ein kleiner Raum erwartete ihn. Auf dem unteren Bett lagen die Sachen von Lieutenant Weber.
    „Nix da. Ich schlafe unten.“ Warum muss ich mir ausgerechnet mit ihm das Zimmer teilen.
    Er griff nach den Sachen und schmiss sie ein wenig unachtsam auf das obere Bett und legte im Anschluss daran seinen Seesack auf das nun freie Bett. Das Barett hatte er mittlerweile abgelegt. Ein Soldat trägt keine Kopfbedeckung in geschlossenen Räumen. Robert legte es neben seine Tasche und entledigte sich seiner Jacke. Er öffnete den Seesack und sortierte seine Kleidung in den freien Spind. Sorgsam hang er die Anzüge auf. Den Spind ließ er geöffnet. Er wollte die Reaktion von Weber sehen, wenn dieser die teuren Designeranzüge erspäht. Um nichts in der Welt wollte Robert das verpassen. Der soll mich anscheinend wohl wirklich beobachten, was? Naja, dann. Lass was von dir sehen, Junge.
    Prinzipiell sortierte Robert all das aus dem Seesack aus, das er entbehren konnte. Seine Waffen und die technischen Geräte blieben weiterhin sinnvoll in der Tasche verstaut. Jederzeit bereit für einen raschen Aufbruch. Er schloss die Tasche und legte sie fein säuberlich vor dem Bett ab. Die Jacke und das Barett drapierte er gekonnt auf dem Bett, als dann er sich dem Terminal am Schreibtisch zu wandte. Er startete es und rief die letzten Zugriffe auf. Verschlüsselt. Mist! Er hatte noch keine Codes, die ihn berechtigten die Schiffssysteme nach Informationen zu durchforsten. Also schaltete er das Terminal vorerst wieder ab.
    Robert hatte in den grundlegenden Informationen zum Schiff auch den Grundriss gesehen. Er ging zur Tür hinaus und steuerte zielstrebig die Toilette an.
    Vielleicht höflich fragen? Robert öffnete den Hosenstall. Ich könnte den XO ausspionieren oder bestechen. Er verspürte die Erleichterung. Oder ich könnte den Captain um den Finger wickeln. Immerhin hast du noch einiges an Charme. Dreimal abschütteln. Drei mal. Nicht mehr und nicht weniger. Mehr als dreimal wirkte pervers und zweimal oder gar nur einmal wäre unhygienisch.
    Robert packte sich wieder ein und betätigte die Spülung. Vielleicht kann ich mich rein hacken? Nein, zu großes Risiko. Er ging zum Waschbecken und reinigte sich die Hände.
    Robert betrachtete sich kurz im Spiegel.
    „Zuviel vielleicht. Du musst was unternehmen. Du brauchst den Zugriff.“
    Er ging wieder raus auf den Flur und bog ab in die Mensa. Er setzte sich an einen leeren Tisch und begutachtete seine Uhr. Willkommen auf einem neuen Abenteuer.

    08:15 Uhr

  3. #243
    ME-FRPG-only Avatar von Juana Morales
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    <---- Die Citadel: Allianz-Andockbucht

    SSV Midway: Mannschaftsquartiere


    Juana stöhnte innerlich auf, als die Zwillinge kurz nach ihr Quartier neun betraten. Die Soldatin stellte sich und ihren Bruder vor. Dass sie ihren Bruder ein 'Ungetüm' nannte wurde ihm zwar gerecht, aber Sie selbst war mit ihren 1,90 m eine ziemlich beeindruckende Erscheinung. Juana kam sich plötzlich ziemlich klein vor, ließ sich aber nichts anmerken. Ok, Juana, stell dich vor und mach ein wenig Konservation. Jeder hat macken und der erste Eindruck kann täuschen. Sie versuchte ihre negative Einstellung gegenüber den beiden so gut es ging in den Hintegrund zu schieben und stellte sich vor: "Ähm, Corporal Juana Morales, Support Gunner und EOS." Sie musterte die beiden nocheinmal und sah dann zu den Kojen. "Ich nehm die Oberste, wenn ihr nichts dagegen habt."
    Anschließend wandte Sie sich ihrem Seesack zu und fing an auszupacken. Wobei Amyla nicht untertrieben hatte. Die Uniformen, die sie aus der Tasche hervorzog waren weit vom militärischen Standard entfernt. Also 'bügelte' Sie jedes Teil indem Sie es mit ihrem Omnitool kurz Spannung anlegte, ehe Sie es zusammenfaltete und in ihrem Spind verräumte. Unerwartet schimmerte etwas helles in all der Allianz-Standardkleidung auf und Juana zog es heraus. Zum Vorschein kam Amylas Kleid, dass Sie am Vortag getragen hatte. Die Soldatin war leicht Verdutzt. Auf dem Schiff würde Sie mit dem Kleid wohl wenig anfangen können und außerdem hatte Sie noch nie ein Kleid getragen. Dennoch ließ der Anblick des Kleids sie auflächeln, es war ungewaschen und Amylas Duft haftete noch stark daran. Sie machte Anstalten es in den Spind zu hängen, als ein Blatt herausviel. Juana legte das Kleid beiseite, hob das Blatt auf und las Amylas verschnörkelte Handschrift: "Damit du mich nicht vergisst."
    Im nächsten Moment verschwand die Schrift und ein Bild der Asari bildete sich. Juana lächelte und heftete es an die Innenseite ihres Spindes.

  4. #244
    ME-FRPG only Avatar von Barney Gray
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    Morales. Juana Morales, das J auf klassisch-mexikanische Weise als ch ausgesprochen. Ein klassischer Hispano-Name, wie Barney auf diversen Klassenfahrten und anderen Kurzurlauben in El Paso oder Laredo – beides Grenzstädte nahe der nordamerikanischen-mexikanischen Grenze – gelernt hatte. Geübt warf er den Football zu Boden, so, dass er ihm geradewegs wieder in die Arme sprang, um ihn dann gleich wieder auf den Nachttisch zu legen. Das Quartier hatte beinahe etwas heimisches, etwas gemütliches, was vielleicht auch daran lag, dass die Zwillinge jetzt nicht mehr in einem größeren Quartier untergebracht waren, sondern sich lediglich mit einem weiteren Soldaten den Raum teilten.
    „Support Gunner?“, fragte er nach und der Corporal sah von einem Papier, das sie gerade an die Innenseite ihres Spinds gehängt hatte, auf, nickte ihm über die Schulter zu, ehe sie die Tür wieder schloss, „bin ich auch, benutze eine Zwei-Siebenundvierziger Raptor. Schönes Gerät.“ Mit der linken Hand holte er eine Verpackung mit alter, obsoleter Munition aus dem späten 20. Jahrhundert aus seinem Seesack hervor, um dann eine der golden schimmernden Patronen, .50er-Kaliber, mit Daumen und Zeigefinger zu fixieren und zu präsentieren. „Aber leider werden da nicht mehr diese Schätzchen verwendet.“ Er betrachtete die Patrone kurz, die er in seinen Fingern hielt, ehe er sie auf den Tisch stellte, daneben die restliche Packung. „Was haben Sie für eine Waffe?“ Er war etwas verwundert darüber, dass es einen zweiten Gunner im Team geben sollte, aber vermutlich war es besser so. Schließlich klang die Mission bisher nach einem ziemlich heißen Ritt, für den die Marines wohl allerhand Feuerkraft benötigen würden.
    „An Mary-Lou wird sie nicht rankommen, keine Sorge, Großer“, schaltete sich Cel ein, ehe der Corporal antworten konnte. Sie war ebenfalls damit beschäftigt, ihren Kram hervorzuholen, sich jedoch die besten Stücke – das wusste Barney – noch aufgehoben hatte.
    „An mein Mädchen kommt kein Gewehr dieser Welt ran“, erwiderte er und ließ sich ins Bett fallen, um es sich etwas bequem zu machen. Es war wirklich eine etwas zu kleine Koje für ihn, aber er würde damit schon klarkommen. „Ich kann für die Bordingcrew nur hoffen, dass sie einen weichen Transport hierher hatte und noch süß im Arsenal schlummert…“ Er drehte seinen Kopf, hinter dem er die Arme verschränkt hatte, zu Morales, die noch immer vor dem Spind stand, um auf ihre Antwort zu warten. Einen solch überdimensionierten Schießprügel wie er sein Eigen nannte, hatte die nicht unbedingt zierliche, aber doch sehr schlanke Frau sicher nicht, aber das hätte auch aus taktischer Sicht keinen großen Sinn gehabt. Eine Zimmerflak reichte aus.
    Geändert von Barney Gray (30.06.2011 um 16:08 Uhr)

  5. #245
    ME FRPG Only Avatar von Celeste Gray
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    <---- Die Citadel: Allianz-Andockbucht

    SSV Midway // Mannschaftsquartiere: Quartier von Juana und den Zwillingen


    Cel drehte sich zweimal im Kreis und begutachtete den Raum. Drei Leute. Das war nun eher ungewöhnlich. Zwei oder vierer Belegungen, das war ihr bekannt, aber dreier? Auf einem Kriegsschiff. Aber gut, öfter mal was neues, konnte ja so eine Geschichte der Turianer sein, deren Leute hatten ja mit entwickelt an dem namens gebenden Schiff dieser Klasse. Sie grunzte kurz und schnalzte mit der Zunge. "Juana, also." antwortete sie und nickte zu der oberen Koje. "Klar. Kein Ding. Ich bin eher erdverbunden." feixte sie und wackelte leicht mit dem Kopf, wohl wissend das Barney den Kopf schütteln würde - erdverbunden war für einen Airborne Ranger ein netter Witz.
    Es war nicht der Fall und die Höhe die einen umbrachten, sondern der Aufprall - ergo war man zwar erdverbunden, aber es hielt sich in Grenzen. Wenn man fragte. Juana würde was wohl noch eine Weile erst erahnen müssen. Aber Cel war das recht.

    "Da wir uns hier den Laden teilen, ich bin Cel. Oder CC. Oder Cat. Je nachdem. Such's dir aus. Ich bin da nicht so." Sie streckte sich und ging dann den Schritt zu ihrem Seesack. Öffnete ihn und griff vorsichtig hinein. Zog den schweren Metallkasten - Abmessung neunzig auf fünfzehn auf zwanzig Zentimeter - raus und legte ihn sachte auf das Bett. "Ich hab nie verstanden warum du - ausgerechnet du - die einzige wahre Frau in deinem Leben ständig von anderen transportieren lässt." sie streichelte über den Metallkoffer und begann dann ihre Klamotten aus dem Seesack zu kramen. Packte Uniformen und sonstige Kleidung, geordnet und sauber hinein, allerdings ohne die Bügelstunde, dafür war zuviele Kleidung dabei die kein Bügeln brauchte - ein Hoch auf die Technologie, die moderne Stoffe hervor gebracht hatte.
    Außerdem waren die Klamotten nur Nebensächlichkeiten. Denn am unteren Ende des Seesackes und dem Rucksack waren ihre persönlichen Erinnerungen. Eine größere Menge an Büchern kam zum Vorschein die auf dem Nachttisch ausgebreitet wurde - alle samt strategische und militärische Anleitungen: Clausewitz, Min, Tzu, Guevara, Zedong. Da die Bücher ständig links und rechts umfielen auf einer Reise durch das Weltalt, kramte Cel ihren Buchhalter heraus. Eine, Eigenanfertigung. Ein exakt in der Mitte zweigeteilter kroganischer Helm, blutrot bemalt und mit schwarzen Ziermalen. Im Zentrum des Visiers, das verspiegelt war, lugte ein großes Loch, von dessen Rändern zahlreiche kleine Risse sich in die Oberfläche gegraben hatten, aber es war nicht gesprungen. Der Schnitt der den Helm zerteilt hatte, war vollkommen glatt und gerade. Wie mit einem Laser geschnitten. Die Innenseite war ausgekleidet mit einigen Gewichten und einer Holzplatte die ordentlich poliert den Büchern den Platz zum anlehnen gab und die aufgeschnittenen Seiten zu einer glatten Fläche verschloss.

    Cel platzierte je ein Teil des Helms links und rechts von den Bücher. So würden sie an Ort und stelle bleiben. Sie blickte zu Barney, der eine Braue gehoben und leicht den Kopf schüttelte. Cel grinste schief und zuckte mit den Schultern.
    "Was denn? Es war eine sau Arbeit das Ding Innen sauber zu bekommen, meinst du ich behalte das Teil dann nicht?" Sie griff wieder in den Rucksack und bracht erneut etwas zum Vorschein das sie erstmal auswickeln musste. Legte es für einen Moment auf das Bett um das Stück Stoff ordentlich auszuschlagen. Hielt das Monstrum von Flagge vor ihre Brust und sah zu Barney. "Siehst du. Ich hab sie dabei." feixte sie und sah zu Juana.

    "Tja. Willkommen in Texas Sweetheart. 'Where the girls are pretty and the guns are big.'" zitierte sie den Werbeslogan ihrer Heimat und tänzelte fast leichtfüßig ein wenig hin und her, während sie 'girls' sagte und nickte zu Barney als sie 'guns' sagte. "Aber keine Sorge, wir adoptieren gerne unsere Mitbewohner." dann zwinkerte sie und legte Barney die Flagge auf den Bauch. "Mach dich mal nützlich."
    Dann kümmerte sie sich um den anderen Gegenstand. Hob ihn vorsichtig hoch und stellte die Nachttischlampe vor die Bücher und richtete sie auf das Kopfteil ihres Bettes aus. Streichelte dann über das Gehäuse der Lampe die mal der Kopf eines Geth gewesen war und jetzt, ausgehöhlt und mit einer großen runden Lampe in dem Loch das mal das Auge gewesen war, als Lichtspender diente. Dann erst zog sie sich die Jacke der Uniform von den Schultern und warf sie auf ihr Bett. Das Barett hinter her und stemmte ihren rechten Fuß auf das Gestellt des Bettrahmens, um dann die Hose in den Cowboystiefel zu stopfen. Dort gehörte sie schließlich hin. Nach innen. Erst dann richtete sie sich wieder auf und streckte sich noch mal, was sie gleich ein paar weitere Zentimeter größer machte. Und sie ohne Schwierigkeiten mit den Fingerspitzen die Decke berühren konnte. Strich sich dann selber über die, durchgängig, tattoowierten Arme und nickte zufrieden, sah sich ihre Ecke noch mal an. "Ah." machte sie und zog aus der Fronttasche des Rucksacks noch einen kleinen Fotorahmen, der mal die Schulterplatte einer asarischen Eclipse-Söldnerin gewesen war, und stellte ihn ebenfalls auf den Nachttisch, worauf hin kurz danach verschiedene Bilder, wechselnd auftauchten.
    Geändert von Celeste Gray (11.04.2011 um 20:44 Uhr)

  6. #246
    ME-FRPG-only Avatar von Juana Morales
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    Juana wandte sich um, als Barney sie Ansprach und musste sogleich anfangen zu grinsen, als dieser ohne Umschweife zu Phase II des soldatischen Kennlernrituals nach dem Austausch des Namens übergegangen war:
    Dem obligatorischen Schwanzvergleich, wer die größere Kanone hatte und die schickeren Trophäen. Juana pfiff leise durch die Zähne, als der Gunny, meinte er würde eine Raptor nutzen. Eine Raptor, die schwerste Waffe der Allianz die noch von einem Mann getragen werden konnte, war schon eine Hausnummer und passte perfekt zu dem Soldaten. Vermutlich nutzte er das HMG wie andere ein Sturmgewehr. Als nächstes holte er eine Box mit alter Kaliber .50 Munition hervor. Juana lächelte schief als sie die Munitionsbox sah. Waffen mit Treibladung wurden schon seit Jahrzehnten nicht mehr eingesetzt und waren meist nur in Museen und bei Sammlern anzutreffen. Zu letzteren gehörte offenbar der Gunnery Chief. Sie schüttelte den Kopf und antwortete auf die Frage ihres Zimmergenossen: "Ich hab das neue Terminus VIII, also nur ein LMG. Deutlich leichter und kompakter als die Raptor und viel besser als der Vorgänger das T-7. Die neue Thermoclip-Technologie die beim T-8 zum Einsatz kommt ist Ideal für jeden Gunner und Sie haben die lästigen Bugs von der Ziel-VI beseitigt. Früher war man ja besser dran, wenn man das verdammte Ding abgeschaltet hat..."
    Weiter kam Juana nicht. Cel hatte gerade damit angefangen ihre Mitbringsel auszupacken und die weitaus mehr hermachten als nen Football und ein veralteter Munitionskasten. Am beeindruckensten fand Juana die Geth-Nachttischlampe. Mierda! Ich würd das Ding jeden Tag zerschießen wenn ich daneben aufwache. Als die texanische Soldatin sich Schließlich ihrer BDU-Jacke entledigte und sich die Hose in ihre Stiefel stopfte waren ihr ihre Wurzeln deutlich anzusehen. Denn selbst Juana, die nie einen Fuß auf die Erde gesetzt hatte, wusste, das nur noch ein Cowboy-Hut fehlte um das Klischee perfekt zu machen. Ok, die beiden nehmens wirklich locker. Aber Sie sind aufgeschlossen und verstehen Spaß. Juana nickte zu der großen Texasflagge die Barney immer noch als Decke diente und witzelte: "Ich kann wohl froh sein, dass ihr mich 'adoptiert'. Jetzt da ihr das 'Gebiet'", sie machte eine ausladende Handbewegung, "annektiert habt, müsste ich mich sonst permanent vor der Einwanderungsbehörde in Acht nehmen." Juana war zwar nie auf der Erde gewesen, aber ihre Mutter hatte ihr alles über die schwierige Lage an der mexikanisch-amerikanischen Grenze erzählt. Auch wenn sich viele der Probleme durch die Gründung der Allianz und die allgemeine Vermischung unter den Völkern inzwischen gelöst hatten so waren Sie doch nicht vollends verschwunden.

  7. #247
    ME-FRPG only Avatar von Barney Gray
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    Barney pfiff beeindruckt, als Morales meinte, sie würde ein Terminus Acht benutzen. Sie hatte recht, es war zwar „nur“ ein LMG, aber zum Spalten von Gethschädeln war es definitiv gut genug, mehr war gar nicht notwendig, um als taugliche Waffe durchzugehen.
    „Als die T-7 auf den Markt kam, hatte ich bereits die Raptor, aber ich glaube mich daran erinnern zu können, dass einer der anderen Gunner auf Torfan mal etwas davon erzählt hat, die gröbsten Fehler mit einem Lötkolben und einem Plasmabrenner ausbügeln zu können. Zwar war sie dann noch nicht perfekt, aber er meinte, dass dann immerhin die IFF nicht pausenlos hin und her sprang.“ Ob Morales ihm überhaupt zugehört hatte, konnte er gar nicht mehr sagen, denn der Corporal war von der Geth-Tischlampe seiner Schwester hin und weg. Er erinnerte sich noch genau daran, wie er ihr dabei geholfen hatte, die Schaltkreise zu eichen und die Isolierung zu erneuern. Barney richtete sich auf und wollte eigentlich aufstehen, stieß sich jedoch höllisch den Kopf an der über ihm liegenden Koje an. Mit einem genervten Brummen rieb er die Stelle, an der sein Schädel die eiserne Bettkante kennengelernt hatte, und musterte die Kojen mit einem verärgerten Blick. Zum Glück hatte er noch keine Halbglatze, so sorgten die Haare wenigstens für ein – wenn auch sehr dünnes – Schutzkissen. Dennoch hatte er irgendwie das Gefühl, dass ihm das noch öfter passieren sollte.
    „Keine Sorge Morales, auf Fregatten gibt es keine Zimmermädchen“, erwiderte er auf ihre Anspielung hinsichtlich der Schwierigkeiten, die noch heute Latinos in den Südstaaten zu spüren bekamen. Zweifelsohne, jene, die illegal den Grenzübertritt wagten, sollten froh sein, als Zimmermädchen oder Leiharbeiter arbeiten zu dürfen. „Darum kümmere ich mich übrigens später, Schwester“, fuhr er fort und wedelte kurz mit der gefalteten Konföderiertenflagge vor sich hin und her, ehe er sie in eine seiner Gesäßtaschen steckte, „ich mach mich jetzt auf die Suche nach dem Arsenal und richte Mary-Lou her.“ Er ging zu der Tür und öffnete sie mit einem Knopfdruck, drehte sich dann aber noch einmal um. „Wo sie übrigens auch hingehört. Pärchen, die sich zu oft sehen, gehen sich irgendwann auf den Senkel und ich will ihr nicht auf den Senkel gehen.“ Er kratzte sich an seinem Stoppelbart, drehte sich erneut um und verließ das Quartier. „Zumindest ist das in den ganzen Filmen immer so gewesen“, brummte er noch gerade so laut, dass Cel und Morales es mitbekommen konnten. Irgendwie hatte die Versetzung auf die Midway und die Aussicht auf Action en masse den Texaner in wesentlich bessere Laune versetzt und so war der eigentlich bierernste Riese auch bereit, sich zu dem ein oder anderen lockeren Spruch hinreißen zu lassen, was auch immer das in seinen Maßstäben bedeuten sollte.

    Draußen auf den Gängen war mittlerweile wieder Ruhe eingekehrt, das rege Treiben war abgeebbt und keine drei Meter von seinem Quartier entfernt merkte der Texaner auch schon weshalb: ein Rütteln durchfuhr das Schiff und ein leises Brummen brachte den Boden zum Vibrieren. Einige Augenblicke später verstummte das motorische Brummen auch schon so schnell, wie es gekommen war und die Ruhe, die bereits vor dem Start im Schiff geherrscht hatte, setzte wieder ein. Ein Zeichen dafür, dass es sich um ein ausgezeichnetes Schiff handelte, aber es war von einem Schiff der Normandy-Klasse auch nichts anderes zu erwarten. Mit einem kurzen Kontrollgriff stellte Barney sicher, dass die Flagge sich noch in seiner Gesäßtasche befand. Dem Captain wird das sicher nicht gefallen, aber auf der anderen Seite sagte ihre Akte etwas anderes über sich aus. Barney zuckte innerlich mit den Schultern. Zuerst musste ohnehin eine geeignete Stelle gefunden werden. Bevor er sich jedoch weitere Gedanken machen konnte, erregte ein Private auf dem Gang seine Aufmerksamkeit. Es war eine Frau, kaukasisch, braune, korrekt zum Zopf gebundene Haare, wobei jedoch trotzdem ein, zwei Strähnchen ins Gesicht fielen. Die Haut war nicht bleich, aber auch nicht gebräunt, vielmehr ein gesundes Weiß, das Barney bisher nur von der Ostküste der Staaten kannte, und die hellen, vollen rosa Lippen passten perfekt dazu. Die Frau, vielleicht Ende Zwanzig, war in einer Uniform des technischen Personals unterwegs und tippte auf einem Omnitool herum, während der Texaner sie weiter eingehend musterte. Das Multifunktionsshirt war ähnlich eng geschnitten wie die militärische Cargohose, was ihrer weiblichen, kurvenreichen Sanduhr-Figur schmeichelte, und auf einer der großen, voluminösen, aber doch einen festen Eindruck machenden Erhebungen ihrer Brust war neben dem Verbandszeichen der Techniktruppe auch das Namensschild zu sehen, jedoch konnte der Texaner den Schriftzug nicht lesen. Erst im Vorübergehen schien sie ihn zu bemerken, sah auf und lächelte einen Moment. Ein kurzer Moment, in dem sie mit ihren Augen schnell an ihm hinabglitt und wohl die Musterung, die Barney soeben durchgeführt hatte, im Schnelldurchlauf durchführte. Die zwei Soldaten gingen stumm aneinander vorüber und nach weiteren zwei, drei oder auch vier Metern sah sich Barney nach ihr um, senkte die Sonnenbrille etwas, um über den Gläserrand hinwegblicken zu können. Einen solch weiblichen Hüftschwung hatte er in den Reihen der Allianz bisher noch nie ausmachen können und das sollte etwas heißen, schließlich war er schon ziemlich lange in dem Laden dabei. Im Gegensatz zu den meisten ihrer Kameradinnen schaffte es diese Frau, auch während ihrer Eingaben auf dem Omnitool bei jedem Schritt dermaßen natürlich mit der Hüfte zu wackeln, dass man fast davon hypnotisiert werden konnte. Dann drehte auch sie sich plötzlich um, warf einen Blick zurück über die Schulter, um dann vermutlich Barney ausgiebiger zu mustern, wobei sich die Blicke der zwei trafen. Erstaunlicherweise hielt sie dem seinen Stand, erwiderte ihn vielmehr selbstbewusst, ehe er die Sonnenbrille wieder nach oben schob und nach vorne sah. Ein Außenstehender mochte sich jetzt vielleicht über das Verhalten des Texaners wundern, aber im Gegensatz zum ersten Eindruck, den man gewiss von ihm gewinnen konnte, war er auch nur ein Mann. Und Männer hatten Bedürfnisse.

    ---> Lagerraum
    Geändert von Barney Gray (12.04.2011 um 17:20 Uhr)

  8. #248
    ME FRPG Only Avatar von Celeste Gray
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    Celeste blickte Barney zu und konnte innerlich nur den Kopf schütteln. Er und seine Waffen. Er und seine Waffen. Seine Waffe. Singular. Alle anderen waren nichts wert und nicht von Interesse. So schien es ihr zumindest, und tatsächlich war es auch so. Nun wie auch immer. Sie kümmerte sich lieber um ihre Sachen. Verstaute noch dies und das, während Barney sich auf den Weg machte in die Waffenkammer. Sie blickte kurz über die Schulter und sah dann zu Juana.
    "Du willst gar nicht wissen womit er seine Waffe poliert." sagte sie dann als ihr Bruder das Zimmer verlassen hatte. Dann grinste sie schief. "Und nein keine Sorge - wir mögen wie Rednecks daher kommen und sicherlich auch welche sein. Aber wir sind ziemlich tolerant." feixte sie und ließ sich auf das Bett sinken. Überschlug die Beine und streckte sich.

    "Also Juana. Wo kommst du her?" eröffnete sie dann das Gespräch, schließlich war sie auch irgendwo neugierig und wenn man demnächst mehr Zeit miteinander verbringen würde, sollte man sich auch kümmern. Irgendwie.

  9. #249
    ME-FRPG-only Avatar von Juana Morales
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    Inzwischen hatte Juana all ihre Uniformen und andere Kleidung im Schrank einsortiert und war gerade dabei ihre anderen Habseligkeiten zu verstauen als Barney das Quartier verließ um sich mit 'seinem Mädchen' zu beschäftigen. Man kann über Frauen sagen was man will, aber was Waffen angeht sind Männer definitiv sentimentaler. Juana ging es bei Waffen rein um Funktionalität und Effektivität. Ihr männliches Pendant auf der Atlanta hatte bei Neueinführung der T-8 permanent herumgemeckert und die Macken der Ziel-VI als 'Charackter-Eigenschaften' bezeichnet. Irgendwie hatte er es auch Geschafft wieder an 'seine Mira' zu kommen die wohl normalerweise eingemottet worden wäre. Als letztes holte Juana zwei Kästen aus ihrem Seesack. Der Eine war aus robusten Kunststoff und enthielt ihre Kessler VI sowie ein Oberschenkelholster für selbige. Der Andere war aus Holz und beherbergte Juanas persönliche 'Trophäen'. Die waren zwar bei weitem nicht so beeindruckend wie CCs aber auch nicht unbedingt etwas, dass jeder vorzuzeigen hatte. Sie stellte beide auf den Tisch und entledigte sich, Cels Beispiel folgend nun auch ihrer BDU-Jacke und hängte Sie über einen der Stühle. Anschließend setzte Sie sich und wandte sich Cel zu:
    "Ich? Ich komme aus dem All." Sie lächelte, "Genauer, die SSV Reikjavik als Sie gerade irgendwo im Armstrong Nebula zwischen Gagarin und Grissom hing. Meine Mum war Soldatin und Mexikanerin, mein Dad Captain und von Elysium." Auch wenn ich das erst seit gestern weiß "Aufgewachsen bin ich auf dem Kreuzer bis...Blitz..."
    Sie brach ab. Über den Skyllianischen Blitz und den Tot ihrer Mutter wollte Juana nicht reden. Sie war nie darüber hinweggekommen, auch wenn Sie gelernt hatte, lernen musste, damit zu leben. Sie löste sich plötzlich sehr geschäftig das Haargummie und erneuerte ihren Pferdeschwanz zu dem Sie ihr Haar heute Morgen in aller Eile gebunden hatte.
    "Ist doch unglaublich, da hatten wir erst vor kurzem einen riesen Technologiesprung und haben es nicht geschafft Haargummis herzustellen, die nicht ausleiern."
    Der Versuch von Juana das Thema zu wechseln war miserabel und äußerst plump, aber immerhin verstand selbst ein emotional Blinder den Wink mit dem Zaunpfahl das Thema 'skyllianischer Blitz' großräumig zu Umfahren. Toll, nichtmal fünf Minuten Gespräch und schon habe ich mich von meiner schwächsten Seite präsentiert.

  10. #250
    ME-FRPG only Avatar von Barney Gray
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    <--- Lagerraum

    Mit der Waffe auf der Schulter ging Barney relativ zügig die Gänge entlang, wobei ihm niemand über den Weg lief. Gut so, er wollte sich nicht schon wieder dafür rechtfertigen, sein Gewehr außerhalb des Lagers zu tragen. Dass sich dieses bürokratische Verhalten auf einem Schiff wie der Midway und noch dazu auf einer Mission wie der ihren durchsetzen konnte, ging nicht in Barneys Kopf hinein. Eigentlich sollte man doch meinen, dass man es hier mit zweckorientierten Menschen zu tun hatte.

    Der Texaner kam in den Gang, wo sich auch sein Quartier befand und noch immer war ihm niemand begegnet. Mit einem Knopfdruck öffnete er die Tür, war sogar schon mit einem Schritt im Zimmer, als er aus den Augenwinkeln wieder die Technikerin sah, die ihm schon auf dem Weg zum Lager aufgefallen war. Er machte wieder einen Schritt zurück, lehnte sich aus dem Quartier heraus und warf ihr einen kurzen Blick entgegen. Sie unterhielt sich mit einem anderen Soldaten, wobei Barney nicht verstehen konnte, worum es ging. Als sich ihre Blicke erneut trafen, verschwand er endgültig im Quartier und legte seine Waffe auf seinem Bett ab. Mit der rechten Hand holte er die Konföderiertenflagge aus seiner Gesäßtasche und drehte sich zu Cel, holte gerade Luft, um etwas zu sagen, als eine Durchsage über das Interkom zu hören war und ihm ins Wort fiel. Es war der Captain, die eine Einsatzbesprechung für Null Acht Fünfzig ansetzte. Genug Zeit also, um sich um Mary-Lou zu kümmern.
    „Die Nummer müssen wir anders planen“, meinte er schließlich zu seiner Schwester, als die Durchsage geendet hatte, und warf ihr die gefaltete Flagge auf den Schoß, „auf dem Schiff hier haben sie anscheinend sämtlichen freien Platz verbaut.“ Er nickte in Richtung des Tisches, der sich zusätzlich noch im Quartier befand und neben den Betten und den Spinds das einzige Mobiliar in der Kajüte war. „Wenn wir aber aus dem Lager ein paar Kisten mitgehen lassen, können wir auch unsere Höhle ganz einfach hier aufbauen. Ist dann zwar nicht so wie auf der Harare, aber besser als nichts, hm?“ Er nahm wieder auf seinem Bett Platz und nickte Morales zu. „Ich hoffe, Sie können Texas Hold’em Poker. Dieses Skyllian Five als Poker zu bezeichnen ist eine Frechheit.“ Er nahm seine Waffe auf den Schoß und holte den letzten Gegenstand aus seinem Seesack: es war eine Granate, von der Bauart sah sie aus wie die klassische Splittergranate des späten 20. Jahrhunderts, die in einem befleckten Frotteetuch eingewickelt war. Dass sich darin kein Sprengstoff befand, bemerkte der uneingeweihte Beobachter – in diesem Fall Morales – recht schnell, denn der Texaner begann sogleich damit, die Granate aufzuschrauben und den Verschluss zu entfernen, um dann das Tuch zu nehmen und es mit der öligen Flüssigkeit, die sich im Inneren des eierförmigen Stahlgefäßes befand, tränkte. Er stellte die Granate auf dem Tischlein neben seinem Bett ab und mit einem geübten Handgriff lockerte er einen Verschluss an seinem Gewehr, um so den Lauf offenzulegen und mit dem Tuch darüber streichen zu können. Die ölige Flüssigkeit verteilte er dabei gleichmäßig über das stählerne Rohr, durch das die Projektile aus der Raptor abgefeuert wurden. Mittlerweile fiel ihm gar nicht mehr auf, wie sanft und sorgfältig er dabei vorging, beinahe als ob er irgendetwas kaputt machen könnte. Oder, das hatte seine Schwester mal zu ihm gesagt, als ob er „seiner Mary-Lou wehtun könnte.“ Ein kaum sichtbares Schmunzeln huschte über seine Lippen. Sweet Mary-Lou, I’m so in love with you . Hatte er das gerade gesummt?
    „Also, was hältst du davon, dass wir unsere kleine Höhle einfach ins Quartier verlegen?“, meinte er zu seiner Schwester und nahm den Aufsatz des Gewehrs in die Hand. Er hatte nicht von seiner Waffe aufgesehen, als er seine Schwester gefragt hatte, sein Blick blieb fest auf dem Schriftzug, den er selbst mit einem Laser in den Stahl des Gewehrs graviert hatte. Es war der Name des Gewehrs, Mary-Lou, in einer ziemlich verschnörkelten Schreibschrift, wobei das u am Ende von Lou mit einem Kringel und einem daran angehängten Herz dem Duktus einen beinahe liebevollen, vielleicht sogar verliebten Touch bescherte. Während er daran zurückdachte, wie er in der Werkstatt seines Vaters auf der Erde (sein alter Herr hatte sich im Zuge seiner Pensionierung ein sehr extravagantes Hobby ausgesucht: Oldtimer und Chopper) mit einem plasmakatalysiertem Schneidlaser die Buchstaben in das Gewehr geschrieben hatte, wischte er mit dem Tuch noch ein- oder zweimal über die Furchen, um auch sie zu reinigen, ehe er wieder aufsah, seiner Schwester direkt in die Augen. „Hm?“ Er hatte keine Ahnung, ob sie etwas auf seine Frage geantwortet hatte, aber sie würde bestimmt Verständnis dafür haben, dass er nach einem Wiedersehen mit seinem Mädchen nur bedingt ansprechbar war.

    08:22 Uhr
    Geändert von Barney Gray (17.04.2011 um 14:31 Uhr)

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