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Heute ist Showdown in der EM-Quali! Bekommt England noch die Kurve? Ein Punkt gegen Spitzenreiter Kroatien ist nötig, um der Blamage zu entgehen. Die Türken müssen gegen Bosnien gewinnen, um sicher dabei zu sein und Norwegen auf Distanz zu halten. Ein echtes Endspiel steht in Portugal auf dem Programm: Das Motto der Scolari-Truppe gegen die auf Platz drei lauernden Finnen lautet: Bloß nicht verlieren! Die Nordiren hoffen auf ein kleines Wunder.
Gruppe A: Portugal mit den besten Karten
In der Gruppe A ist noch ein EM-Ticket zu vergeben. Die beste Chance, dieses zu lösen, hat Portugal. Ein Punkt im "Endspiel" gegen Finnland reicht der Truppe von Trainer Luis Felipe Scolari. Auch Serbien, das gegen die bereits qualifizierten Polen antritt, wäre dann chancenlos, unabhängig vom Ergebnis des Nachholspiels gegen Kasachstan.
Gruppe C: Die Türken und der Siegesschwur
Türkei oder Norwegen – wer packt's? Die besseren Karten, den längst qualifizierten Griechen nach Österreich und in die Schweiz zu folgen, hat die Türkei. "Wir Türken lieben es wohl, das Schwere zu meistern. Aber das Spiel hat gezeigt, wer es verdient, zur EM zu fahren", sagte Nationaltrainer Fatih Terim nach dem 2:1-Sieg in Norwegen. "Meine Spieler haben in der Kabine geschworen, gegen Bosnien zu gewinnen."
Damit wäre der WM-Dritte von 2002 qualifiziert. Norwegen, das einen Punkt hinter den Türken auf einen Ausrutscher lauert, hat unterdessen in Malta ein Pflichtprogramm zu bewältigen. Das Hinspiel gewannen die Skandinavier standesgemäß mit 4:0.
Gruppe E: "Three Lions" ohne Michael Owen
"Es ist das Spiel unseres Lebens – und wir sind bereit", sagt Englands Kapitän Steven Gerrard. "Es gibt keine Ausreden mehr. Wir dürfen es jetzt nicht mehr verpatzen. Auf gar keinen Fall!", ist sich auch Trainer Steve McClaren der Tragweite des Spiels gegen Kroatien bewusst. Nach Israels Sieg gegen Russland haben es die "Three Lions" wieder selbst in der Hand, sich die EM-Teilnahme zu sichern.
Doch Tabellenführer Kroatien wird den nötigen Biss nicht vermissen lassen: "Israel hat es uns vorgemacht und bewiesen, dass Sport nicht schmutzig ist. Wir kommen, um zu gewinnen", sagt Kroatiens Coach Slaven Bilic. Die Engländer müssen auf Michael Owen (Muskelfaserriss) verzichten, für den Tottenhams Darren Bent nachnominiert wurde. Auch Rio Ferdinand und Wayne Rooney fallen verletzungsbedingt aus. Russland hat unterdessen in Andorra ein Pflichtprogramm zu bewältigen.
Gruppe F: Healys Rekord reicht wohl nicht
Es wäre ein kleines Fußballwunder, sollte sich Nordirland in der Gruppe F tatsächlich noch qualifizieren. Dass der Außenseiter überhaupt noch von der EM-Teilnahme träumen darf, hat er David Healy zu verdanken. Der 2:1-Siegtreffer gegen Dänemark war bereits sein 13. Tor in der laufenden Qualifikationsrunde. Damit hat der Stürmer vom englischen Premier-League-Klub FC Fulham die bisherige Rekordmarke des Kroaten Davor Suker (12) von 1996 geknackt.
Die Chancen stehen trotzdem schlecht für das Team von Trainer Nigel Worthington: Nordirland braucht einen Sieg beim Primus Spanien, Schweden müsste zeitgleich gegen Lettland verlieren. Beide Teams wären dann punktgleich, der direkte Vergleich spricht jedoch für das Team von der Insel (2:1, 1:1).
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Gewinnen oder doch lieber verlieren? Deutschland und Holland wollen schweren Lostopf vermeiden
Heute Abend fällt die Entscheidung, in welchem Lostopf das DFB-Team für die Auslosung zur Endrunde der EM 2002 kommt. Im schlimmsten Fall droht dem Löw-Team eine schwere Vorrundengruppe mit möglichen Konkurrenten wie Frankreich oder Italien.
Entweder Deutschland oder die Niederlande bilden den vierten Gruppenkopf in Lostopf 1 für die Fußball-Europameisterschaft 2008.
Rechenspiele
Wer den Gruppenkopf stellt, entscheidet der sogenannte Koeffizient. Dieser wird aus den Qualifikations-Ergebnissen für die WM 2006 und die EM 2008 errechnet. Deutschland und Holland könnten am Ende des Abends auf exakt denselben Koeffizienten von 2,416 kommen. Und zwar, wenn die Niederlande gegen Weißrussland verlieren und das DFB-Team gegen Wales gewinnt.
Bei Gleichheit des Koeffizienten zwischen zwei Mannschaften werden nur die Punkte aus der EM-Qualifikation gewertet. Deutschland hätte dann mit 2,416 den höheren Wert als Holland mit 2,16.
Besser verlieren?
In diesem Fall käme Deutschland bei der Auslosung am 2. Dezember in Luzern neben den Gastgebern Schweiz und Österreich sowie Titelverteidiger Griechenland in Lostopf 1, der eine schwerere EM-Vorrundengruppe verspricht, da gleich drei schwere Gegner zugelost werden. Landet man dagegegn in Topf 2, ist die Wahrscheinlichkeit groß, mit Schweiz, Österreich oder Griechenland in eine Gruppe zu kommen.
Trainer Marco van Basten scheint eine Niederlage in Kauf zu nehmen, schließlich lässt er seine drei Topstars Edwin van der Sar, Clarence Seedorf und Ruud van Nistelrooy zu Hause. Mit einer Niederlage hätte der Europameister von 1988 einen Koeffizienten von 2,416. Auf exakt diesen Wert käme die DFB-Elf bei einem Sieg gegen Wales.