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Beinahe andächtig schüttelte Samuel den Kopf. „Nein! Die Kapitänin weiß es noch nicht allerdings wusste sie von Anbeginn, dass dieser Moment einmal kommen würde. Deswegen werde ich morgen mit ihr sprechen und sie darum bitten mich an einer nahegelegenen Helium 3 Tankstation von Bord gehen zu lassen.“
Aufmerksam hörte er weiterhin Lucy zu wobei er begann sie eindringlich zu mustern. Sein Blick bohrte sich in ihren Verstand und suchte nach ihren wahren Motiven. Ob des gehörten zog er seine Augenbrauen etwas zusammen.
Der Blick der jungen Frau schweifte erneut ab.
„Lucy!“ begann Samuel und sein Tonfall hatte diesmal etwas eindringlicheres, etwas forderndes. Er fixierte ihren Blick mit dem seinen um zu verhindern, dass sie ihm auswich „Warum sind sie nicht endlich ehrlich zu mir?“ sein sanftes Lächeln war einer scharfen Ernsthaftigkeit gewichen und in den Augen der Asiatin las er etwas wie aufkeimenden Widerstand gegen das Kommende.
„Sie sagen sie kämpfen für die Menschheit doch kennen sie die Menschheit nicht. Sie sagen sie kämpfen für die Völker der Galaxie doch kennen sie auch diese nicht! Im Gegenteil fühlen sie sich, obwohl sie solange auf diesem Schiff sind, nach wie vor fremd hier. Sie sagen sie kämpfen endlich für die Richtige Sache aber ihre Worte strafen sie Lügen Lucy – sie wissen nicht wofür sie kämpfen. Derzeit kämpfen sie lediglich des Kämpfens wegen! Darin liegt keine Stärke!
Sie sagen ihr Mantra wäre der Kampf jedoch nur weil sie außer dem Kampf nichts haben. Das ist auch der Grund warum sie auf einem Schlachtfeld so gut zurechtkommen. Weil sie im Kampf nicht über ihr Leben nachdenken müssen! Wenn sie vom Kampf sprechen machen sie schon fast einen besessenen Eindruck als ob es ihnen auf kurz oder lang egal ist gegen wen sie kämpfen und wofür sie kämpfen, Hauptsache sie kämpfen – wie ein wildes Tier!
Ich glaube eher sie befinden sich derzeit in einer Art Schockstarre. Erstmals in ihrem Leben wird ihnen der Zweck ihres Daseins nicht vorgegeben, erstmals müssen sie selbst entscheiden wofür sie zu leben und kämpfen bereit sind! Aber solange sie ihre Vergangenheit nicht bewältigt haben werden sie keinen Frieden finden!
Sagen sie mir Lucy, haben sie schon für ihre Sünden Buße getan? Oder anders ausgedrückt haben sie ihre Vergangenheit bei Cerberus vernünftig aufgearbeitet? Ich weiß, dass sie ihre Therapie abgebrochen haben. Stattdessen verwenden sie, wenn sie von Cerberus sprechen Worte wie Garde und heilige Organisation – selbst wenn es nur Ironie war so lässt es doch tief blicken! So lange sie ihre Vergangenheit nicht bewältigen werden sie auch von ihr verfolgt und so lange werden sie sich vor ihr verstecken müssen. Solange sie an Bord dieses Schiffes bleiben wo man sich ihrer so wenig annimmt, sodass es geduldet wird sie in einem solch verletzlichen Zustand zu lassen werden sie keinen Schritt weiterkommen!“
Sein stechender Blick ruhte auf der Frau, suchte in ihren Augen, in ihrer Mimik nach irgendwas jedoch starrte ihn Lucy lediglich fast schon leer und emotionslos an.
Mit einmal packte er den Tisch und warf ihn mit einer Hand zur Seite hin um. Erschrocken nahm Lucy die Fäuste hoch, jedoch war Samuel schon bei ihr. Er packte sie an den Schultern, zog sie hoch und drückte sie nach hinten gegen den Schrank.
„Sie waren eine Nemesis Lucy, ein Avatar des Zorns Cerberus! Nur jene die wahrhaft fest im Glauben an Cerberus sind können diese Profession erfüllen. Wie viele Leben haben sie im Glauben an die gerechte Sache von Cerberus ausgelöscht? Dutzende? Hunderte?“ Seine Nasenspitze berührte fast die von Lucy als er auf sie einredete
„All diese Leben, diese unschuldigen Leben ausgelöscht für eine Lüge! All diese Jahre, all diese Mühsal im Dienste von Verrätern und Renegaten! Selbst wenn sie nicht immer zu 100% mit Cerberus einverstanden waren, so glaubten sie doch immer daran, dass es im Kern zum Wohl der Menschheit war was sie getan haben. Niemand der wahrhaftig glaubt, wie sie es getan haben, wird so leichtfertig damit fertig, dass er einer falschen Lehre sein Leben gewidmet hat! Es muss sich angefühlt haben als ob ihre Seele in sich zusammengefallen wäre! So etwas schüttelt man nicht so einfach ab! So etwas verändert einen dauerhaft, lässt einen verwirrt und verletzlich zurück und macht einen empfänglich für die Finsternis!
Seien sie einmal im Leben ehrlich zu sich selbst und übernehmen sie Verantwortung!“
Samuels Stimme war im Verlauf langsam lauter geworden jedoch noch weit davon entfernt zu brüllen, viel eher war sie immer eindringlicher und unerbittlicher geworden.
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Samuels Quartier:
Lucy spürte Samuel direkt vor ihrem Gesicht, konnte seinem Atem riechen und auf ihrer Haut spüren. Was mit ihr geschah war ein Wechselbad der Gefühle, von Hass zu Reue und Selbstmitleid. Am liebsten hätte sie Samuel jetzt getötet, ihn in sein Gesicht geschlagen.
Wie konnte er es wagen sie so an die Wand zu drücken, und damit meinte sie nicht, dass sie gerade wirklich mit dem Rücken an der Wand stand, sonder auf der Gefühlsebene.
Sie schubste ihn von sich weg und unterdrücke den Reflex ihn zu schlagen, so wie sie es damals bei der Psychologin getan hatte. Auch sie brachte sie emotional in so einen Zustand, danach wanderte Lucy für 2 Wochen in die Brig.
Sie wusste nicht was sie tun sollte, sie atmete tief ein, und ging unruhig umher, der Tisch der eh schräg am Boden lag, landete voller Wut an der Wand, so dass sie die Metallbeine verbogen. Blitzschnell mit der Agilität einer Raubkatze sprang sie über die Utensilien die einst auf dem Tisch waren und nun am Boden verstreut lagen auf Samuel zu. Doch statt eines Angriffes der Samuel beinahe überrumpelt hätte sah er nur ihren drohenden Finger vor seinen Augen und ein hasserfülltes Gesicht.
„Mach das nie wieder!“ zischte sie ihn an.
„Was fällt dir ein? Wer bist du, dass du mich richtest? Du glaubst nur weil du ein Priester deines Gottes bist, kannst du über andere Richten, nur weil du ein wenig mit ihnen geredet hast?“ Sie nahm den Finger aus Samuels Gesichtsfeld, doch entspannt war sie nicht. Wie ein Raubtier umkreiste sie ihn. Sie machte wirklich den Eindruck, als ob sie ihre Beute umkreiste und jederzeit zum Sprung bereit war. Jetzt stand die kämpferische Lucy vor ihm, nicht mehr das kleine verwirrte Mädchen und Samuel konnte sich gut vorstellen, dass nicht viele diese Situation überlebten, vor allem früher nicht, als sie noch eine Nemesis war und ihre Aggression nicht eindämmte.
„Was wissen sie über Cerberus? Nichts! Wie kommen Sie auf die Idee, dass wir Agenten in Cerberus den wahren Glauben sehen? Wenn das so wäre, wäre ich nicht hier, und wenn doch, wären Sie jetzt tot.“
Sie wurde etwas ruhiger, doch umkreiste sie ihn immer noch. Er war kampferfahren, das sah man ihm an, auch wenn er da stand, als ob er ruhig war, verrieten seine Beine doch, dass er in Kampfstellung war, jederzeit bereit einen Angriff abzuwehren. Er war stärker als sie, doch sie war agiler. Lucy schätzte die Situation ab, unschlüssig wie sie handeln sollte.
Sie war wütend, vor allem darüber wütend dass er sie mit Worten einlullte und sie dann so einfach gegen die Wand drücken konnte als sei sie ein kleines Mädchen.
Sie umrundete Samuel noch ein paar Mal und zwang sie tief ein und auszuatmen.
„Ich übernehme die Verantwortung für mein Leben.“ Sagte sie dann ruhiger aber immer noch mit einem aufgebrachten Unterton.
„All die Opfer, sie sind mir egal. Sie waren zur falschen Zeit am falschen Ort, wäre es ich nicht gewesen, wäre es eine andere gewesen. Das Schicksal hat über sie gerichtet und ich habe es ausgeführt. Nun sind sie bei ihren Göttern und haben vielleicht ein besseres Leben.
Mit einem Satz war sie bei ihm, so plötzlich und schnell, dass er überrascht war, nun sah sie ihn eindringlich an, auf den Zehenspitzen stehen, berührte nun ihre Nase von unten fast die seine. In ihren Augen war ein Feuer, wie man es selten bei Menschen sieht.
Lucy wusste nicht warum und wieso, es war ihr extrem peinlich und sie entfernte sie danach recht schnell von ihm, doch aus irgendeinem unerfindlichen Grund, drücke sie ihm einen Kuss auf die Lippen. Als sie sich schnell von ihm zurück zog stand in ihrem Gesicht mehr Verwirrung als in seinem.
Falcos Quartier:
Airoa lag in Falcos Bett, alleine, Falco war noch in der Mensa und trank mit Skarr und den Anderen. Sie wollte ihn eigentlich überraschen, doch das ging wohl in die Hose.
Sie war eingeschlafen, hatte noch ihren Pilotenanzug, ja sogar die Stiefel an. Nichts ungewöhnliches, in ihrem Quartier schlief sie immer so um schnell einsatzbereit zu sein.
Die Alarmsirenen erzeugten ein durchdringendes Heulen durch das ganze Schiff, kein Lebewesen an Bord das Ohren und einen Puls hatte, konnte dies überhören.
Die Sirenen hatte etwas zu verkünden und das taten sie laut und unmissverständlich.
Antreten!
Der schmetternde Alarm riss auch Aiora aus dem Schlaf, sie setzte sich auf, sprang dann sofort aus dem Bett, sie schnappte sich ihren Helm der auf dem Schreibtisch lag und hechtete mit schnellen Schritten zum Startdeck. Unterwegs rannte sie beinahe einige der Leute um die selbst auf ihre Positionen hechteten, doch wer noch in der Lage war, wich Aiora aus, die Jagdpiloten hatten Priorität, noch bevor irgendetwas das Schiff erreichte mussten sie schon im All sein und weit voraus, zum Feind oder was immer es war.
Aiora rechnete schon fast mit einer Übung, es würde passen, die Piloten mussten auf Zack sein, das Leben der gesamten Crew hing von ihnen ab.
Fast atemlos rannte sie in den Aufmarschbereich von Hangar 2, die Gravitation auf dem Flugdeck wurde leicht unter einem G gehalten, damit sich die Piloten schneller bewegen konnten.
Der beißende Geruch von Startschmiere lag in der kalten Luft und die Hangartore glitten langsam auf, nun war das Startdeck nur doch ein blaues Massefeld vom All getrennt.
Zwei Jägerstaffeln und ihre Raptorstaffel traten an, bemannten ihre Jäger, Raptoren und die QDY-22 Nova Dive leichten Jäger. Die Staffelführer sammelten sich im Hangar um Captain Kenn’Vael dem Führer der Jägerstaffeln in Hangar 2.
Kurz vorher, Brücke der Tyr:
Die Tyr verließ den Rendevouzpunkt im Rossettennebel und machte sich mit ÜLG auf den Weg zum Masseportal im Enochsystem.
Calipso hatte auf ihren Helmdisplay den Countdown eingeblendet.
11 … 10 …9 … 8
Sie saß auf dem Komandoplatz, auf der Brücke gingen die Offiziere ihren Beschäftigungen nach, steuerten das Schiff sicher durch den Hyperraum.
4…3…2…1…0
Die Lichtbänder und blauen Waberwolken, in welche die Sterne sich bei einem ÜLG Flug veränderten verschwanden abrupt und wichen dem Enochsystem.
Die Sonne war gut sichtbar vor ihnen und Calipso gab die Befehle, die sie immer gab, das Schiff entladen vom ÜLG Flug, dazu brauchte die Tyr einen Gasgiganten an dem sie Statische Elektrizität ablassen konnte, nebenher scannten sie das System und danach war das Masseportal in diesem System das Ziel.
Nur wenige Sekunden nach diesem Trott kam die Meldung des Kommunikationsoffiziers.
„Ich empfange einen Notruf, kommt aus dem hinteren Gebiet des Planetensystem hinter Goliath.“
Goliath war der Gasgigant im System.
„Durchschalten!“ sagte Calipso trocken, durch ihren Helmfunk konnte sie das Notsignal in ruhe hören, währenddessen wurden die Langstreckensensoren und Scanner auf Goliath ausgerichtet. Nur wenige Sekunden später hatten sie im Holotank ein Bild der Situation.
„Boshtet!“ fluchte Calipso und drückte sich aus dem Sessel heraus um schnell zum Holotank zu kommen. Sie sahen neben dem Gasriesen eine Transportflotte mit Schiffen der Allianz und den Turrianern. Zwei turrianische Fregatten hätten die 4 Frachter bewachen sollen, eine davon war auseinander gebrochen und trieb als ein Trümmerfeld im All herum, die andere hatte schwere Schäden und brannte.
Die Angreifer waren ein Wolfsrudel von Cerberus, 5 Fregatten, die die Turrianer eingekreist hatten und sie nun auseinander nahmen, eine der Cerberusfregatten hatte ebenfalls schwere Schäden und zog sich aus dem Kampf zurück.
„Jäger startklar machen, sie sollen den Turrianern Hilfe geben, bringt die Tyr mit voller Geschwindigkeit direkt in das Geschehen rein und feuert mir den lahmen Wolf mit den Kreuzergeschützen weg, er ist weit genug entfernt, um die Frachter nicht zu gefährden.“
Die Befehle waren gesprochen, die Alarmsirenen heulte auf.
Calipso öffnete einen Kanal tu Trees. „Trees komm sofort zur Brücke, Einsatzbesprechung!“
Sie schaltete ab und rief Skarr.
„Skarr! Sag deinen Söldnern sie können sich einen Bonus verdienen, mache sie kampfbereit für ein Entermanöver! Weiter Befehle folgen, Calipso OUT!“
Captain Calipso führte ihr Schiff nun in die Schlacht, die Triebwerke gaben vollen Schub, doch auch so würden sie noch 26 Minuten brauchen um in effektiver Reichweite zu sein.
Auf dem Schiff wurde nun die Schwerkraft heruntergefahren, ein rumpeln ging durch das ganze Schiff und war von jedem Lebewesen deutlich zu spüren als die beiden schweren Geschützen das Feuer eröffneten, es war ein gezielter Schuss, und die beschädigte Fregatte hatte dem nichts entgegenzusetzen. Sekunden später schlugen die schweren Projektile in den schlanken Rumpf der Cerberus Fregatte ein und rissen zwei große Löcher in die Hülle.
Trümmer und Leichen trieben aus den Löchern und die entweichende Luft gefror sofort im kalten All.
Ein weiteres Mal schoss die Tyr und ihr Opfer verstummte für immer, die Fregatte zerbrach in 3 Teile.
Hangar 2
„Was gibt’s Cap.“ Sagte Ai zu ihrem Führungsoffizier. „Eine Übung?“
Der Quarianer schüttelte den Kopf. „Negativ, Cerberus greift einen Konvoi an, er wird von zwei turianischen Fregatten bewacht, eine ist schon abgeschossen worden. Es handelt sich um 5 Cerberusfregatten.“ Er unterbrach als der Hangar erzitterte. „Also raus mit euch, bevor unsere Kanoniere die ganze Arbeit alleine erledigen!“
Die drei Staffelführer nickten.
Ai hechtet zu ihrem Raptor, ihr Bordtechniker saß schon fertig auf seinem Platz und hat die System hochgefahren, sie selbst sprang in die Pilotenliege und setzen ihren Helm auf, ein ruck und er verschloss sich mit dem Raumanzug. Das zischen der Luft die ihr ins Gesicht schlug, als sie die Anzugsysteme aktivierten, war metallisch. Die dünne Schicht Durastahl und Plastoid aus dem der Anzug bestand, waren alles die Airoa vor dem All schützten würden, wenn sie abgeschossen wurde. Eine Fehlfunktion des Anzuges und selbst ein Kroganer würde in unter 10 Sekunden das Bewusstsein verlieren und wäre in einer Minute mause tot.
Die Landedeckpumpen arbeiteten um den Druck im Hangar abzusenken, die Techniker hatten ebenfalls Raumanzüge an, abgeschlossen mit Helmen, wie sie Quarianer eigentlich immer tragen.
Ai artete ab bis die beiden Jägerstaffel gestartet waren, dann war sie an der Reihe.
„Blau Teamleader. Bereitmachen zum Abschuss.“ Kam die Meldung der Flugkontrolle.
Ai nahm einen tiefen Atemzug und bereitet sich auf den harten Stoß der G-Kraft vor, der sie zurück in den Sitz pressen würde, wenn die Triebwerke den Jäger nach vorne schleudern würden.
„Freigabe zum Abschuss in vier, drei, zwei, LOS!“
Ai gab vollen Schub und der Raptor flog aus dem Hangar der Tyr, vorbei an den letzten Gischtfäden gefrorener Luft, die der Raptor mit durch das Massefeld transportierte, dann war sie umschlungen von der Schwärze des Alls, die Tyr wurde hinter ihr immer kleiner, und Ai hatte ein Grinsen im Gesicht, so wie sie es immer hatte. Sie drehte den Jäger nach Backbord und da kam der Gasriese in ihr Sichtfeld, ihr erste Nav Punkt.
Ai schaltetet den Komunikator ein. „Team Blau, Dreiecksform mit mir an der Spitze sobald ihr draußen seid. Wechsel auf Taktikkanal 7, Tak sieben und klingt euch ein.“ Gab sie durch, danach schaltete sie selbst auf das Niederfrequenzband Tak 7.
Ihr Bordtechniker würde den Funkverkehr mit der Flugkontrolle abhandeln, doch sie musste sich im Raumkampf auf ihre Piloten verlassen und sie hören können.
Von den anderen drei Piloten kam wie im Chor „Verstanden.“ Als sie alle auf den neuen Kanal wechselten.
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Die Party lief noch immer weiter und Skarr unterhielt sich noch mit Falco, bis er eine Meldung vom Skipper bekam. Für Skarrr war es noch immer ungewohnt ein Anführer dieser Söldner zu sein, aber was sein muss muss sein. Er richtete sich auf und dabei bemerkte man nicht, das er vorher gesoffen hat, er stand ruhig, dann haute er mal kurz laut auf die Theke, damit er die Aufmerksamkeit der Söldner bekam, dann brüllte er zu ihnen " So, meine Lieben," fing er gelassen an " Die Party ist vorbei, ich bekam grade den Befehl vom Skipper euch kampfbereit für ein Entermanöver machen zu lassen, ihr könnt euch auch ein Bonus damit verdienen. Weitere Befehle folgen noch." sagte Skarr seinen Söldnerkollegen, dann wandte er sich wieder Falco zu und redete weiter mit ihm " Endlich gibts wieder was zu tun."
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Trees sah auf als er die Anweisung bekam sich zur einsatzbesprechung zu melden. Er markierte sich den Abschnitt von "Die Kunst des Krieges" von Sun Tsu den er gerade las und ging in gemächlichem Schritt zum Besprechnungsraum. "Was gibts denn? Ich war gerade so schön am lesen." sagte er locker mit der andeutung eines lächelns.
Falco hatte zwar ein wenig schädelbrummen vom Saufen mit Skarr, aber das Adrennalin das ihn durchströmte als er von eimen neuen Einsatz hörte machte ihn sofort wieder fit. "Bion gespannt worum es nun eigentlich geht. Wir hatten ja lange keinen Einsatz mehr. Und wir sind doch auch nicht im ANflug auf einen Planeten oder? Entern wir etwa?" Meinte er leicht nachdenklich.
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Zu Falco sagte Skarr "Wir werden wahrscheinlich dafür gebraucht, das wir etwas entern sollen., wenn ich mich nicht verhört habe." dann fragte Skarr Falco " Sag mal, gehörst du eigentlich zur Gruppe von Trees? Oder bist du nur ein Söldner??
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Brücke der Tyr:
Calipso wollte eigentlich in den Besprechungsraum um dort ihren Offizieren die Befehle zu geben, doch die Ereignisse überschlugen sich, die Tyr wurden in mehreren Frequenzen gerufen.
Ein Transporter meldete, dass er geentert wurde, ein weiterer meldete dass Enterkommandos sich an der Außenhaut zu schaffen machten, den Turianischen Kommandeur nahm sie persönlich im Empfang.
Er erschien auf einem Holo und selbst in den blaugefärbten Holoabbild konnte man gut erkennen, dass er verwundet war, eine Schnittwunde aus der noch Blut lief ging mitten durch sein Gesicht.
„Comander Tulius hier, Captain, ich weiß nicht wer sie sind, aber sie kommen zur Rechten Zeit.“ Fing er an, Calipso kam nicht dazu ihm zu antworten, sie nickte nur in die Kamera.
„Cerberus kam ohne Vorwarnung, wir transportieren Flüchtlinge und Nahrungsmittel zur Citadel, Cerberus entert die Flüchtlingsschiffe, sie müssen etwas suchen.“
„Roger, Comander, wir schicken unsere Marines zu den Transportern, in 12 Minuten sind wir in Waffenreichweite, ziehen sie ihr Schiff etwas zurück um eine Vernichtung zu entgehen, unsere Jäger sind gerade eingetroffen.“
„Negativ Captain, wir ziehen uns nicht zurück, das ist gegen unseren Kodex, ihre Jäger und ihre Feuerkraft sind aber herzlich willkommen. Und Captain. Ich bin gewillt auf den Kopf des Cerberuskommandanten wenn er mir lebend geliefert wird, ein Kopfgeld von 400'000 Credits zu zahlen. Tulis Out!“
Das Bild verblasste, Calipso hob eine Augenbraue, das könnte Skarr interessieren.
Auf dem Holotank sah sie wie die Jäger in die Gruppe der Cerberusfregatten stießen und sie auseinander trieben.
„Das ist das Flagschiff.“ Calipso markierte eine der Fregatten. „Schickt die Raptoren hin, sie sollen die Schilde ausschalten und die Waffensysteme sowie den Antrieb, schickt ein Enterschuttle, ich bin sicher, dass Skarr und seine Söldner an dem Kopfgeld interessiert sind.
Die Jäger bleiben an den anderen Fregatten dran. Und wo bleibt Trees?“
Sie ging einen Schritt zurück und stolperte beinahe über ihren Onkel, eigentlich sollte er sie ja im Besprechungsraum hinter der Brücke treffen, aber Calipso war zu beschäftigt.
„Da bist du ja.“ Fing sie gleich an. „Du hast es ja mitbekommen, ich brauche Bodentruppen in den beiden Transportern da.“ Calipso zeiget sie ihm auf den dreidimensionalen Holobild.
„Jeder Transporter wird von einer Jägerrotte begleitet, zwei Jäger pro Transporter, die Fregatten sollten genug abgelenkt sein, bis deine Jungs in den Transporter sind, feuern wir mit allem was wir haben. Außerdem wollte der Turianische Kommandant den Cerberuskomandanten lebend. Er hat ein Kopfgeld von 400'000 Credits auf ihn ausgesetzt, ist wohl etwas persönliches, das solltest du Skarr ausrichten, könnte ihn interessieren. Ein Shuttle zum entern wird gerade bereit gemacht, und Staffel Blau schießt euch das Schiff sturmreif.
Noch Fragen?“
„Skipper, noch 8 Minuten.“ Kam eine Meldung.
„Bringt uns näher an die Transporter ran, fliegt über diesen Vektor.“ Auf dem Holotank und an den Konsolen der Piloten und Waffenleitoffizieren erschien ein Vektor Mitten durch das Kampfgebiet.
„Das wird uns ganz schön durchrütteln.“ Meinte ein Offizier neben ihr.
„Wir müssen das Feuer auf uns ziehen, sonst sind die Turianer dem Tode. Sobald wir im Gefecht sind, sollen die Jäger bis auf Blue zu den Transportern, sie sollen die Cerberus Angriffsteams von den Rümpfen schießen.“
„Aj Aj!“
Im Weltraum
„Ai, wir sollen auf das Flagschiff gehen, die Schilde und den Antrieb ausschalten, der Skipper will es entern lassen.“ Meldete sich Aioras Bordtechniker von den Konsolen.
„Roger.“ Aitora schaltetet auf das Niederfrequzenzband ihrer Staffel.
„Das Flagschiff gehört uns. Wir sollen es Sturmreif schießen. Formation halten und die Überlastungstorpedos auf das Schiff.“
„Roger“ kam es im Chor wieder.
„Weiß jemand wie die Fregatten von Cerberus bewaffnet sind?“ es war Vi, einer der Piloten.
„Hast du deine Hausaufgaben wieder nicht gemacht.“ Meinet Aiora und grinste dabei.
„sie haben ein Doppelthanixgeschütz und 4 Torpedorohre, auch wenn die Raptoren schwerfällig sind, wir sind wendiger als die, nutzen wir das aus. Wir gehen von hinten rann, überrunden sie und rollen dann zu den Seiten ab.“ Sagte sie recht ruhig, auch wenn das Adrenalin sie alles andere als ruhig sein ließ. Doch über Funk blieb sie cool und ruhig als würden sie darüber reden was es zum Abendessen gibt.
Die Fregatten gingen auseinander, ließen von dem Turianischen Schiff ab und stellten sich dem neuen Gegner. Gegen einen Kreuzer mit seinen Jäger hatten sie wenig Chancen deswegen flogen sie Loopings und brachten sich zwischen die Transportschiffe der Allianz.
Aiora zog den Raptor scharf nach oben, der Fregatte hinterher, ihre Staffel folgte ihr in Formation, die Fregatte drehte ein Looping und drehte sich dabei um die eigene Achse, sie sah wie das Geschütze sich zu ihr drehte um zum Feuer begann, Aiora bachte den Raptor nach oben, damit das Geschütz am Rumpf sie nicht erfassen konnte, sie versuchte den Raptor im Kurs zu halten und ihr Bordtechniker richtete die Torpedos aus, sie selbst konnte sehen wie die Zielkreise kleiner wurden und dann Blau blinkten, 6 Torpedos schossen aus den Waffenträger heraus. Jeder Raptor feuerte nun die Torpedos ab, die Fregatte drehte hart ab, doch die Torpedos folgten der Wärmesignatur des Schiffes und schlugen allesamt ein.
Die Schilde leuchteten Blau auf, Blitze überzogen das ganze Schiff als die Überladungen über die Schilde wanderten und sie langsam schwächten. Aiora schoss mit ihren Raptor an der Fregatte vorbei und ließ in dann nach Backbord abfallen, drehte nach unten und setzte sich auf ein neues inter das Cerberusschiff. Der Pilot der Fregatte vollbrachte waren Kunststücke mit dem Schiff, doch die Raptoren der Tyr waren wieder in Formation und folgten jedem Flugmanöver des Schiffes wie ein Schwanz dem Hund.
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Endlich kam Lucy aus ihrer emotionalen Erstarrung heraus. Die junge Frau kämpfte gegen ihn an, wollte seinen Griff brechen und Samuel ließ von ihr ab.
Ruhig und gelassen beobachtete er ihren Gefühlsausbruch. Vom verschlossenen kleinen Mädchen war nun keine Spur mehr. Eher einem wütendem Kind gleich drohte sie ihm und umrundete ihn wie ein Hai. Samuel betrachtete sie dabei ganz genau und las sie dabei wie ein Buch. Eine Mischung aus Scham, Verlust und Rastlosigkeit straften ihre Worte lügen.
Aufmerksam hörte er ihr zu bis sie mit einer Katzenhaften Agilität bei ihm war und zu ihm aufsah. In ihren Augen konnte er ein Feuer lodern sehen, dass aber von Zorn, Furcht und Schuld genährt war.
Samuel konzentrierte sich nun ganz auf Lucy und ließ seine gesamte Ausstrahlung auf sie wirken. Peinlich berührt wich sie schließlich zurück wobei sie ihn aber noch küsste.
Unnötig zu erwähnen, dass der Priester verwundert war, jedoch nicht annähernd so wie Lucy. Mit weit aufgerissenen Augen stand die junge Asiatin vor ihm und sah ihn wie ein verwirrter Teenager an.
„Ich glaube ihnen nicht, dass ihnen die Opfer egal sind! Sie sind kein Reaper Lucy sie sind ein Mensch, ein guter Mensch. Ich kann spüren, dass sie sich danach sehnen Cerberus endlich hinter sich zu lassen.
Ich sehe vor mir eine junge Frau, eine Kriegerin die heimatlos und entwurzelt vor mir steht die im Leben nichts anderes als Bitterkeit und Terror kennengelernt hat und sich danach verzehrt endlich irgendwo anzukommen, endlich eine Heimat zu finden. Eine Heimat für die es sich zu kämpfen lohnt, für die es sich zu leben lohnt um schließlich mit einem Leben beginnen zu können das mehr umfasst als den Kampf.
Ich sehe eine verletzte Gestalt die immer wieder enttäuscht und belogen wurde, sei es in den Banden von Providence oder bei Cerberus. All das nur um sich dann auf einem Schiff wiederzufinden das rastlos herumzieht während sie sich hier Tag für Tag noch immer fremd fühlen als ob sie erst gestern an Bord gekommen wären.
Ich kann mir vorstellen, dass all das sie nachts wachhält und an ihnen nagt, sie herumtreibt und rastlos macht während in der Dunkelheit die Wände ihres Quartiers immer näher zu rücken scheinen!“
Seine Worte trafen Lucy genau ins Herz und Samuel konnte erkennen wie sie gegen die Tränen ankämpfen musste.
Er wählte seine Worte mit Bedacht. Sein Ziel war es nicht diese junge Frau zu brechen noch zog er eine krankhafte Befriedigung daraus. Viel eher wollte er Lucy helfen endlich zu dem Menschen zu werden zu dem sie bestimmt war und sie von ihrem seelischen Ungleichgewicht zu befreien. Dieser Prozess verlief nie schmerzfrei, das wusste Samuel von sich selbst und war auch nie leicht.
„Sagt mir Lucy – warum kamt ihr wirklich heute zu mir? War es Verzweiflung? Die Suche nach Absolution? Alte Weisheiten hören? Oder wolltet ihr geläutert werden?“
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Samuels Quartier
Lucy merkte ihre Aufgewühltheit, sie versuchte sich zu beruhigen, atmete tief ein und aus und schloss kurzeitig die Augen bis sie ihre Innere Ruhe wieder fand.
Als sie die Augen öffnete sah sie Samuel an.
„Warum ich gekommen bin?“ wiederholte sie die Frage ruhig.
„Weil ich die Gesellschaft eines Menschen wollte. Das dieses Treffen eher zu einem psychologischen Gespräch wurde war nicht meine Absicht.
Ihr habt in einigen Punkten wirklich recht, in anderen wiederum nicht.
Vielleicht bin ich wirklich so kalt im Herzen wie ein Reaper? Vielleicht auch nicht.
Denk ihr an all die Personen und Wesen die ihr getötet habt? Ich nicht, es waren unzählige, ich habe sie verdrängt, es war ein Job, nicht persönliches. Ich kann mich kaum an welche davon erinnern, ich habe keinen von ihnen im Gedächtnis gespeichert.
Nennt es kaltherzig, oder Verdrängung oder wie immer ihr es wollt. Sie sind keine Geister die mich nachts heimsuchen.
Heimatlos und entwurzelt, das trifft es wirklich. Ich habe nichts gegen die Quarianer, doch ich kennen zu wenig von meinen eigenem Volk um wirklich unter ihnen leben zu können.“
Auf einmal gingen die Sirenen der Tyr los, verkündigten, dass sie gebraucht wurden. Beide sahen sich an, bewegten sich vorerst nicht, dann brach Lucy die Bewegungslosigkeit.
„Nehmt mich mit nach New Mekka, ich will sehen was daran so besonders ist. Wie Menschen außerhalb der Slums und Cerberus leben.“
Dann drehte sie sich am Absatz um und öffnete die Türe. Bevor sie das Zimmer verließ, sah sie sich noch einmal um. „Überlegt es euch, wir treffen uns nach diesem Einsatz wieder.“
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Der Bordalarm rüttele Kir aus seinem Schlaf. Warum passiert so etwas meist während meiner Freiwache fluchte er innerlich und schaute an seinem Terminal kurz auf die Lage - sie waren in ein Gefecht zwischen Turianern und Cerberus geraten und leisteten nun Hilfe. Schnell zog er sich an und eilte zur Brücke.
"Kann mir jemand einen Report über unsere aktuelle Situation geben, ich hatte noch nicht die Gelegenheit mich mit der aktuellen Situation vertraut zu machen.",fragte er, nachdem er dort ankam und sch auf seinen Posten begab.
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Trees nickte als er die Situation hörte und die Anweisung bekam sich aufzumachen. Er ging in schnellem Gang zu seinem Quartier, nahm seine ausrüstung und zog seinen Kampfanzug an. "Hier Trees an Alle Bodentruppen, Finden sie sich mit voller ausrüstung in 10 Minuten in Hangar 1 ein. Weitere Anweisungen erhalten sie wenn Sie da sind. Bewegung!" Dann lief er zum Hangar und wartete auf das eintreffen der anderen.
Falco wollte Skarr gerade antworten als die Durchsage von Trees kam. "Dann machen wir uns mal besser fertig Kampfechse. Wir sind wieder dabei." Dann lief er ebenfalls los um seine Ausrüstung anzulegen und Traf nach 6 Minuten im Hangar ein, wo sich bereits einige Quarianische Marines eingefunden hatten.