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Das kannst du aber nicht dem Film vorwerfen.
Das ist richtig, aber ich kann fehlende Charaktertiefe vorwerfen und die kann man selbst mit Kinderbuchvorlage erschaffen.
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Ich verstehe deine Kritik tlw. einfach nicht, denn du kannst doch nicht erwarten einen Film wie Herr der Ringe vorgesetzt zu bekommen, der aber auf einer ganz anderen Geschichte basiert. Dann hätten sie ja noch mehr umschreiben und hinzudichten müssen, als es so schon getan wurde.
LotR weicht auch hier und da mehr oder weniger ab und trotzdem gibt es mehr glorreiche, lustige oder gefühlvolle Szenen, die nicht übertrieben wirken.
Soll ja auch keine vorgegriffene Niedermach-Kritik sein, denn ich kann mich gut an die Zeit vor den LotR-Extended Versionen erinnern, wo den Zuschauern einfach gewisse Zusammenhänge fehlten, zu viele Fragen offen blieben.
Der Hobbit ist jetzt mal der erste Film, fehlen noch 2...und ev. dann später noch Extended Versionen und die EX Versionen haben bei LotR auch noch einiges rausgeholt.
So richtig einschätzen kann man das erst, wenn das Thema erledigt ist...;)
@Gorin
Ich hab für meine Filme eine Datenbank in "AllMyMovies". Ist gewaltig. Unter anderem hab ich da eine Kategorie eingebaut, wie oft ich/wir welchen Film gesehen haben. LotR hält mit 31 mal den Record, was sich natürlich auf alle 3 Extended Versionen bezieht. Die ersten Konofassung-DVDs sind da nicht mitgezählt. Ist jedenfalls verflucht viel. :)
...gefolgt dann von LOST, Braveheart, Kingdom of Heaven, 13th Krieger, Pathfinder, Der Patriot, Alexander, 300, King Arthur, Robin Hood, Rob Roy, The Last Legion, Johanna von Orleans, Spartacus, Centurion Fight, Adler der 9. Legion, Troja, ROME, The Mission, Glory, Arn der Kreuzritter, Ironclad, Black Death...usw...
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Wobei Jackson ein guter Regisseur ist und mich bisher eigentlich nicht mit seinen Visionen enttäuscht hat.
Selbstverständlich ist er das. Selbst wenn er nur LotR produziert hätte, würde man ihn kennen. So viel ich weiß, ist Rückkehr des Königs immer noch der bestplazierten Filme, was Einnahmen angeht...glaub über ne Milliarde oder so...
Aber Jackson geht eben auch mit Zeit und Technik. Heute kann man fast alles mit PCs machen, wozu dann noch aufwändige Maskenbildung oder teure Schmiedearbeiten. Und das wird sich eben noch zeigen. Im Hobbit haben mir Orks & Co. nicht so ganz gefallen, wie die alten, ich fand die Viecher in LotR allgemein ekliger und furcherregender.
Aber egal, mal abwarten, wie es weitergeht...:)
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Das große Problem von The Hobbit dürfte wohl tatsächlich sein, dass 15 Hauptdarsteller einfach viel zu viel des Guten sind. Jackson nannte das im Spaß einen "Cast aus der Hölle", aber bei so vielen Charakteren werden die meisten automatisch nur schwach bis gar nicht beleuchtet. Da darf man selbstverständlich keinen Aragorn, Gimli oder Legolas erwarten.
Ganz genau. Denn spielerisch betrachtet, hab ich in LotR richtig gute "Bioware-Charaktere", aber im Hobbit "nur" "Bethesda-Charaktere"...auch wenn beide Arten ganz gut sind und zum Thema/Buch passen, gibts doch gewisse Unterschiede...und das stört mich...
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Wenn du also allem ernstes mit der Erwartung an den Film gegangen bist, dass dich epische Schlachten, tiefe Charakter-Entwicklungen und ein ähnlich düsterer Plot aus den Socken hauen werden, dann bist du böse gesagt selbst schuld, dass du jetzt so enttäuscht bist. ;)
Epische Schlachten ? Du meinst 6000 Rohirrim, die langsam auf Orks und Morgulratten zutraben ? Oder ein Ansturm von 10000 Uruks auf Helms Klamm ?
Nee, kann man ja vom Hobbit nicht erwarten, aber zumindest gut umgesetzte glorreiche oder heldenhafte und actionreiche Kämpfe...in der Art, wie Boromir den Uruks einen geliefert hat...
Kommt immer auf die Umsetzung an. Und die Flucht im Hobbit, aus der Höhle, mit dem Jabba-Verschnitt, sorry, aber das war wohl echt lächerlich, Fantasy hin oder her. ;)