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Tag 4
Uhrzeit: 10:13
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
"Nein nicht wirklich...ich hab gern alles jetzt", sie seufzte wieder ein bischen und sah sich um. Tifana legte ihren Kopf auf den Tisch und schloss die Augen. Sie fing an an die schöne Zeit, die sie früher hatte. Dann merkte sie, dass es damals irgendwie langweilig war, wenn sie es sich so richtig überlegte. Sie öffnete wieder ihre augen und sah auf die Uhr.
"Uff...jemand sollte ne Zeitmaschine erfinden...dann geht alles viel schneller", sie kicherte etwas und guckte om Tisch aus zu ihm.
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Tag 4
Uhrzeit: 10:14
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
Er sah ihr mit einem lächeln ins Gesicht. Er wusste nicht wieso, aber er konnte es sich einfach nicht verkneifen.
"Immer mit der Ruhe...", versuchte er sie zu beschwichtigen.
"Dir muss ja ziemlich langweilig gewesen sein, wenn du dich schon so sehr auf diese Aktion freust. Sag mir eins, wie hast du dann zuvor deine Tage verbracht ohne vor Langeweile zu krepieren?", fragte er sie mit einem noch breiteren Grinsen auf dem Gesicht. Toran konnte sich nicht helfen, er mochte sie. Wenn er auch nicht wusste warum. Trotzdem verschwendete er keine weiteren Gedanken daran. Vor ihnen lag eine wichtige Aufgabe.
"Ich hoffe du bist nicht so ungeduldig, wenn es später losgeht, oder allgemein wenn es drauf ankommt."
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-------> Dark Star
Choras Nest und Dark Star. Zwei Bars, zwei Clubs, so verschieden wie Feuer und Eis. Nur selten trieben ihre Schritte Jen hierhin, doch ihr Konto schrie nach Credits, ihr Skycar nach Bewegung und ihr Körper, sowie ihre Seele nach einer Aufgabe.
Als sie den Club betrat, versuchte sie nicht auf die wenig bekleideten Damen zu schauen, die ihre Körper im für sie viel zu grellen Licht, wiegten. Obwohl wiegen in diesem Fall ein viel zu netter Ausdruck gewesen war.
Vorsicht Ladys, sonst glotzen euch die Kerle noch was weg.
Sie machte einem stark betrunkenen Mann Platz, der an ihr vorbei ins Freie taumelte. Ein Moment starrte sie ihm nach. War es wirklich eine gute Idee gewesen sich hierhin zu bewegen, nur um eine Job zu suchen? Sie seufzte, schüttelte den Kopf über ihre eigene Sturheit und ging mit strammen Schritten auf die Bar zu. Doch auch hier, zu viel Licht, zu viele sabbernde und geifernde Männer. Lieber bestellte sie sich einen Drink und setzte sich auf den Platz in einer etwas abgeschiedeneren Ecke. Dort lehnte sie sich zurück, überkreuzte die Beine und sah sich um. Ihre Blick blieb nur kurz bei den tanzenden Asari und verharrte länger bei den Gäste, die noch nicht alzu betrunken aussahen. Hin und wieder nippte sie an ihrem Drink. Bestimmt würde sich bald eine Gelegenheit auftun.
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Tag 4
Uhrzeit: 10:19
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
Stillstand war eingekehrt. Keiner von beiden sagte noch etwas. Jeder grübelte vor sich hin und starrte durch den Raum. Wahrscheinlich waren beide schon gedanklich bei der Mission, vorallem Tifana konnte es ihren Aussagen zufolge kaum mehr erwarten. Ihm gefiel diese Unruhe bei ihr aber ganz und gar nicht. Unruhe war ein Faktor, der sich auf die Konzentration auswirkte und somit zu Nachlässigkeiten führte. Bei einer Mission wie der, die ihnen bevorstand, konnte man aber so etwas nicht brauchen. Naja, er würde schon sehen, wie sie sich anstellte, wenn es drauf ankommt.
Eine auffälligere Menschenfrau betrat Choras Nest. Dunkelrotes Haar, Tatoos und mit einer etwas muskulöseren Statur. Sie schien nicht, wie der Rest hier, betrunken zu sein, unter Drogen zu stehen oder sonst ein Problem zu haben. Er sah wie sie einem dieser versoffenen Schweine Platz machte, damit der nach draussen konnte.
Was für ein Abschaum diese versoffene Pack! Eine Schande...
Die Frau machte Toran neugierig, sie wirkte entschlossen, ihr Gesicht verriet aber auch ein klein wenig Unsicherheit als sie hereintrat. Wahrscheinlich war sie noch nicht oft hier. "Butch" beobachtete die Menschenfrau eine Weile, bis sie sich setzte. Dann zog er sein Datenpad heraus und machte ein paar Eingaben. Die Uhr zeigte jetzt 10:19 Uhr an. Bald war es soweit, und er hatte mittlerweile ein verdammt gutes Gefühl bei der Sache. Er wusste nicht, woher das auf einmal kam, nur eins stand fest: Er war weder betrunken, noch unter Drogen. Ein leichtes, bedrohliches Lächeln umspielte seine Lippen und man konnte ihm anmerken, dass er etwas vorhatte.
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Schweigen und beobachten, so sah der Plan aus. Für die erste Zeit. Jen lehnte sich vor, die Unterarme auf die Oberschenkel aufgelegt, die Hände umklammerten das Glas. Ein Blick auf die Uhr. Spät. Doch Zeit war für sie im Moment relativ. Wer nächtelang in einem kalten Zelt auf einem Eisplanten ausharren konnten, für den würde eine Nacht in Choras Nest ein Klacks sein. Auch wenn die Gesellschaft es nicht gerade besser machte. Sie legte den Kopf auf die Seite.
Was ist besser: schnarchende Marines und sabbernde Säufer? Eine schwere Frage.
Sie nippte an ihrem Glas, senkte den Blick und grinste den Boden an. Als sie wieder aufsah war ihr Blick wieder todernst und schweifte durch den Club. Ihr Blick blieb auf einem Turianer haften. Kurz musterte sie ihn, prägte sich markante Körpermerkmale ein. Ein Narbe an der rechten Wange, graue Haut, 8Hörner. Nichts groß ausgewöhnliches.
Etwas ist faul im Staate Dänemark. Pass auf Jen, pass auf.
Kurz blieb ihr Blick bestehen, dann wandte sie den Kopf wieder um, die Augen suchten im Club nach einem Auftrag.
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Tag 4
Uhrzeit: 10:20
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
Ihm war nicht entgangen, dass die Menschenfrau ihn ansah. Er grinst sie verstohlen aus der Ferne an. Er hatte gerade sehr gute Laune. Das kam öfter so kurz vor einer wichtigen Aktion vor. Er verfiel dann immer in eine Art Trance und wenn er sich zuvor noch sorgte, war er spätestens ab diesem Zeitpunkt ganz ruhig, eiskalt und unberechenbar. Noch während die Frau ihn ansah, packte er sein Sturmgewehr, legte es auf den Tisch und fing an es zu putzen. Natürlich überprüfte er auch den Bestand seiner Magazine. Jeder hier hätte kapiert, dass Toran etwas am Laufen hatte, aber da hier überwiegend nur Betrunkene rumgingen fiel es bis jetzt noch niemandem auf. Betrunkene um zehn Uhr vormittags. Diese Leute hatten ihr Leben noch mehr versaut als er.
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Ihre Alarmglocken schrillten. Wie immer, wenn jemand eine Waffe zog. Sofort ging ihr Blick zurück zu dem Turianer. Sie sah, wie er sein Sturmgewehr auf den Tisch legte und putzte. Sie lehnte sich zurück, den Blick auf ihn gerichtet und strich langsam eines Seite der Jacke zurück, die ihre Rüstung bedeckte. Sie wusste, dass das Auftreten eines Ex-Marines nur selten gut ankam. Dieser kurze Bewegung ließ den Turianer einen Blick auf eine schwere Pistole erhaschen. Dann ließ sie die Jacken zurückgleiten und bedeckte ihre Bewaffnung wieder.
Tu nichts unüberlegtes.
Sie kniff die Augen zusammen und nutzte ihre Biotik dazu, dass ihre Augen leich grün leuchteten. Doch schnell glomm dieser Effekt ab und sie gab sich wieder todernst. Sie umfass ihr halbvolles Glas, machte es sich bequemer und schaute an die Decke.
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Tag 4
Uhrzeit: 10:22
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
Toran konnte sich ein leichtes Lachen nicht verkneifen. Solche Art von Spielchen amüsierten ihn. Sie machten ihn aber auch gleichermaßen neugierig. Ein weiterer Blick auf die Uhr. Es blieb noch genug Zeit.
Dann wollen wir doch mal sehen.
Seine Augen suchten sich wieder die Menschenfrau, die gerade nichts besseres zu tun hatte, als zur Decke zu starren. Der Turianer wartete einen passenden Augenblick ab um ihr mit einem Kopfnicken zu zeigen, dass sie herkommen soll. Danach widmete er sich wieder seiner Waffe.
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Sie zögerte, aber ein innerer Drang war da. Also kippte sie den Rest ihre Getränks, stand auf und ging mit strammen, fast schon militärischem Schritt auf den Turianer zu. Dabei raffte sie ihre Jacke und fuhr mit der rechten Hand kurz über ihre Pistole. Nur zu Sicherheit.
Sie schob sich an taumelden Männern und tanzenden Frauen vorbei, bis sie den Turianer, der weiterhin seine Waffe putzte, schließlich erreicht hatte.
"Was ist?", fragte sie etwas barsch. Nach einer förmlichen und freundlichen Begrüßung war ihr nicht zu Mute. Selbst wenn dieser Kerl einen Auftrag für sie hatte. Entschuldigen konnte sie sich immer noch.
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Tag 4
Uhrzeit: 10:23
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
Aus den Augenwinkeln nimmt Toran war, dass sie herüber kommt. Mit einem leichten lächeln putzt er weiter seine Waffe. Es dauerte nicht lange und die Frau war bei ihnen. Die aggressive Anrede ließ Toran völlig kalt, er sah noch nicht einmal zu ihr auf, sondern kümmerte sich voll und ganz um seine Waffe. Einige Augenblicke vergingen, in denen kein Wort gesprochen wurde, dann aber sagte er endlich:
"Sie haben mir vorhin ihre Waffe gezeigt. Sollte das eine Drohung sein? Oder wollten Sie mir nur zeigen, dass sie auch so etwas wie eine Waffe besitzen?", sein Tonfall war ernst und es war keine Spur von Ironie oder sonstigem darin zu hören.
Nach wie vor sah er sie nicht an, seine gesamte Aufmerksamkeit galt seiner Waffe.
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Sie stützte sich mit den Händen auf den Tisch auf und beugte sich leicht zu ihm herunter.
"Nun, ich habe einfach nur darauf reagiert, dass Sie mit einem Mal ihre Waffe herausholen. Es sollte eine Warnung sein. Mit mir spielt man nicht."
Den letzte Satz sagte sie todernst. Dann stemmte sie sich wieder auf und raffte die Schultern.
"Wenn das alles ist, dann gehe ich zurück zu meinem Platz. Ich bin auf der Suche nach Klienten und habe kein Zeit zu verlieren."
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Tag 4
Uhrzeit: 10:23
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
Auch als sie sich zu ihm runterbeugte, machte Toran keine Anstalten sie anzusehen. Im Gegenteil, er hob sein Sturmgewehr an und zielte damit nach vorne, dann legte er es wieder auf den Tisch.
"Nun Lady, was für eine Vorstellung haben Sie bitte von diesem Ort? Es ist nichts außergewöhnliches, dass man hier mit einer Waffe herumläuft. Sehen Sie sich doch einmal um. Hier treiben sich finstere Gestalten, gemischt mit dem Abschaum der Gesellschaft herum. Sind wohl nicht oft hier?", sprach er noch immer im gleichen, kaltem Tonfall.
Als sie sich aufrafft um wieder zu gehen, fängt Toran an ihr von seinem Auftrag zu erzählen:
"Ein gestörter Batarianer, Waffenschmuggler, Drogenhändler und was weiß ich noch alles. Noch keine Information über seinen Aufenthaltsort, nur die Gewissheit das er sterben muss.", er legt die Faust in seine linke Hand und stützt sein Kinn darauf ab.
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Sie hielt inne und wandte sich wieder zu ihm um.
"Habe ich da gerade Schmuggler gehört?"
Hey, du kennst den Typen gar nicht. Halt die Fresse und geh.
Doch sie blieb stehen, schaute weiter den Turianer an. In ihren Finger juckte es.
"Warum erzählen Sie mir das? Wollen Sie mich anheuern?"
Sie zog eine Augenbraue hoch, stemmte die Hände in die Hüften und gewährten ihm dabei eine besseren Blick auf ihre Ausrüstung.
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Tag 4
Uhrzeit: 10:24
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
Nun endlich würdigte er sie eines Blickes. Die Arme verschränkte er dabei vor der Brust. Es dauerte eine Weile, ehe er plötzlich anfing zu lächeln.
"Sie brauchen nicht vor mir zu modeln um zu zeigen wie gut sie ausgerüstet sind. Es gibt da für mich ein viel einfacheres Prinzip. Wenn Sie überleben, sind Sie würdig, wenn Sie dabei sterben ist das Ihr Problem.", ohne auch nur einen kleinen Hauch von Emotion sprach Toran diese Worte aus.
Er sah sie noch immer an.
"Wenn Sie hören möchten, worum es gehen, setzen Sie sich.", der Turianer deutete auf einen freien Platz. "Sollten Sie nicht interessiert sein, verschwinden Sie wieder."
"Butch" lehnte sich zurück und suchte den Augenkontakt mir ihr.
"Ich bin nicht der, der hier anheuert, ich bin eher die Person, die angeheuert wird. Doch hat mein Auftraggeber mir nicht verboten mir Unterstützung zu holen, es geht hier schließlich um einen etwas größeren Fisch. Wenn Sie sich gut anstellen bin ich vielleicht sogar bereit die Credits zu teilen. Entscheiden Sie schnell, in gut zwanzig Minuten geht es los."
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Sie nahm die Hände zurück. Das Hände-in-die-Hüften-Stemmen war eine alte und dumme Angewohnheit von ihr. Kurz überlegte sie. Ein dicker Fisch, dass musste was heißen. Sie überwand ihren inneren Schweinehung und setzte sich auf den freien Platz. Sie legte den Arme auf den Tisch und lehnte sich vor.
"Also schön, jetzt bin ich interessiert. Erlauben Sie mir nur eine Frage vorweg: Wieso ich?"
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Tag 4
Uhrzeit: 10:25
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
Zufrieden beobachtete Toran ihren inneren Kampf mit sich selbst. Als sie sich schließlich doch setzte, folgte sein Blick ihr langsam. Mit einem selbstgefälligen Grinsen sah er sie an.
Auf ihre Frage hin antwortete er mit einem Schulterzucken.
"Ich weiß nicht, vielleicht weil Sie die einzige Person hier sind, die unter keinem Rausch steht oder besoffen ist. Dazu sehen Sie aus, als ob Sie solche Aktionen öfter durchziehen. Wie gesagt, sollte sich meine, ich nenne es mal Menschenkenntnis täuschen, und Sie gehen dabei drauf ist das auch nicht mein Problem."
Der Turianer schnappte sich sein Sturmgewehr und verstaute es wieder auf seinem Rücken. Danach widmete er sich gleich wieder der Menschenfrau, so viel Zeit für Erklärungen war dann doch nicht mehr, also musste er sich sputen.
"Ist die Frage vorweg dann geklärt? Wie gesagt...in zwanzig Minuten müssen wir aufbrechen, es kommt ein Frachter bei den zivilen Andockbuchten rein der mir bei meinen Nachforschungen etwas mehr ins Auge gesprungen ist.", bei dieser Aussage und den Gedanken an letzte Nacht lächelt er leicht.
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Sie legte den Kopf leicht auf die Seite und hörte ihm genau zu. Schließlich nickte sie.
"Nun gut. Ich frage besser nicht weiter nach."
Sie lehnte sich zurück, überkreuzte die Beine und lächelte leicht.
"Ich bin dabei."
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Tag 4
Uhrzeit: 10:26
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
Toran beugte sich leicht nach vorne.
"Aber nicht so bescheiden. Fragen Sie was Sie zu fragen haben. Wir werden dann schon rechtzeitig aufbrechen."
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Ein kurzes Schmunzeln huschte über ihre Lippen. Sie winkte ab.
"Schon gut, ich weiß schon, was ich wissen will. Mehr muss nicht sein. Sagen Sie einfach, wann es los geht. Ich bin ein spontaner Mensch."
Das Schmunzeln verließ ihre Lippen.
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Tag 4
Uhrzeit: 10:26
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
Er lehnte sich wieder zurück und zuckte mit den Schultern.
"Gut, wie Sie meinen. Dann nutzen wir doch die Zeit noch sinnvoll. Erzählen Sie von sich. Wie wurden Sie zu der Person, die Sie sind?"
Toran musterte die Frau eindringlich. Sie schien schon so einiges erlebt zu haben, schätzte er. Aber mal sehen, vielleicht würde er gleich mehr erfahren.
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Sie blieb dieses mal ernst, obwohl ihr wieder nach grinsen zu Mute war.
"Hören Sie mal, ich kenn ja noch nicht mal Ihren Namen, geschweige denn weiß ich genaueres über Sie. Wie wäres, wenn Sie mit dem vorstellen anfangen."
Es war keine Frage, es war eine Auffoderung. In ihrer aktiven Zeit hatte sie das ein oder andere Mal mit Turianern zusammen gearbeitet, aber die waren alle bei der C-Sicherheit gewesen. Dieser jedoch, bei ihm schien etwas anders zu sein.
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Tag 4
Uhrzeit: 10:26
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
Der Turianer musste unwillkürlich lachen. Dieses Lachen verwandelte sich nach und nach in ein grinsen, dann in ein lächen und zu guter Letzt wurde sein Gesichtsausdruck wieder ernst.
"Sie sind schlagfertig, das gefällt mir schon einmal."
Er musterte sie erneut eindringlich.
"Sie wollen also hören was und wer ich bin? Wie Sie meinen...", Toran machte es sich gemütlich und ging somit in "Erzählstellung".
"Mein Name ist Toran Bak'olo, ich wurde am 14.09.2135 auf Palaven geboren. Über meine Kindheit gibt es nicht viel zu erzählen, die wird Sie aber auch nicht sonderlich interessieren. Ab dem Jahr 2160 nannte sich die Citadel meine neue Heimat. Ich trat C-Sicherheit bei, wie es viele Turianer machen. Ich sage mal so viel, eines Tages lief bei einer Mission etwas schief und ich musste zusehen, schleunigst von hier wegzukommen. Auf Omega entging ich dann oft nur knapp den Tod, entweder durch Hunger oder durch Prügel von Menschen. Ich war gezwungen etwas zu unternehmen, also nahm ich einen Auftrag für einen Batarianischen Waffenschmuggler an. Ein Menschenapartment sollte in die Luft gesprengt werden. Waren wohl einige Feinde des Batarianers dort untergebracht. Es gab Geld und eine Waffe als Belohnung, ich hatte also gar keine anderen Wahl wenn ich überleben wollte, denn Geld hatte ich keins. So hat alles angefangen, so wurde ich zu dem, was ich jetzt bin, ein Attentäter. Ich nahm danach immer mehr Aufträge an, es war ein lukratives Geschäft. Natürlich habe ich anfangs noch mit meinem Gewissen gekämpft, ich wurde schließlich zu dem, was ich zuvor gejagt hatte. Doch das Attentäterdasein macht einen kalt und herzlos, dazu tötet es nach und nach all deine Prinzipien und Wertvorstellungen ab. Ich bin also schon lange nicht mehr der, der ich früher einmal war."
Nun musste er wieder einmal Luft holen, es blieb einen Augenblick still.
"Als dann die Citadel von den Geth angegriffen wurde, kamen meine Eltern dabei ums Leben. Auch wenn ich damals schon Kaltblütig ohne Ende war, nimmt einen die Nachricht dann doch sehr mit. Ich liebte meine Familie und die Geth und Saren haben sie zerstört. Irgendwann werde ich mich an den Geth rächen, aber diese Zeit ist noch nicht gekommen.", mit diesen Worten beendete er seine Erzählung. Abwartend und abschätzend sah er die Menschenfrau an.
"Ich weiß nicht ob er es wirklich ist, aber wir jagen hier einen Batarianischen Waffenschmuggler. Vielleicht ist es sogar der Batarianer, der so eine entscheidende Rolle in meinem Lebenslauf gespielt hat. Der Gedanke kommt mir in letzter Zeit öfter."
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Während seiner Geschichte hatte sie geschwiegen und genau gelauscht. Als er schließlich am Ende war, musste sie schlucken.
"Wow, und ich dachte mit mir meint es das Leben nicht gut."
Sie rieb die Händen aneinander, schwieg eine Weille und starrte auf den Tisch. Dann sah sie wieder zu Toran.
"Gut, dann bin ich wohl dran.
Ich bin Jen. Jen Becker, 28. Ich bin auf der Erde geboren, dort aber nicht lange geblieben. Meiner Mutter wurde während ihrer Schwangerschaft Opfer eines E-Zerounfalls. Als Kind zeigte ich erste Anzeichen von Biotik. Eines Tages kamen ein paar Männer zu meiner Schule, packten mich, zerrten mich in ein Auto und brachten mich weg. Als nächstes ging es dann auf ein Raumschiff und mit dem zu einer Raumstation, wo sie Biotiker trainierten. Ich weiß nicht mehr wie sie hieß oder was sie dort mit mir anstellten, aber was ich noch weiß ist, dass drei von vier Kindern dabei draufgingen. Mit 18 konnte ich endlich flüchten.
Mein Vater ist bei der Allianz und so wurde ich auch Soldatin. Ich habe hart gearbeitet, hatte ein Team, ein verdammt gutes Team, und einen guten Ruf. Doch dann sollte ich bei einer Mission in Tod von mehreren Unschuldigen in Kauf nehmen, nur um batarianische Banditen zu vernichten. Ich habe es nicht getan und kam vors Kriegsgericht. Lange Rede, kurzer Sinn, man enthob mich meines Ranges und ich verließ die Allianz.
Doch jeder muss von etwas leben. Also wurde ich eine Freischaffende. Zuerst auf Illium, dann auf Omega und jetzt hier."
Sie holte tief Luft. Über ihr Leben zu Reden war noch nie ihre Stärke gewesen.
"Ich hoffe, Sie können mit dieser Wahrheit leben. Ehemalls Allianz und Biotikerin, dass ist keine gute Kombi."
Sie grinste frech.
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Tag 4
Uhrzeit: 10:28
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
Auch er lauschte sehr aufmerksam ihrer Erzählung und ließ sich dabei durch nichts ablenken. Er war nur auf sie und ihre Worte fokusiert. Bei ihrem letzten Satz musste er ebenfalls grinsen.
"Kommen Sie, was soll ich damit für ein Problem haben? Ich als ehemaliger Agent der Citadel-Sicherheit, da bin ich keinen Funken besser. Was für ein scheiß Verein. Das einzige was die können, ist die Augen vor der Wahrheit zu verschließen und nicht das tun, was in manchen Situationen nötig ist."
Toran klatscht leise, einmal in die Hände.
"Mir scheint wir haben beide eine bewegte und nicht allzu rosige Vergangenheit. Wir haben beide einen guten Grund dafür, dass wir das sind, was wir eben nun einmal sind."
Toran stieß einen leichten Seufzer aus und sah wieder zu Jen.
"Wissen Sie was mich noch interessieren würde? Haben Sie vor für immer eine Freischaffende zu bleiben? Oder wie sehen Ihre Pläne aus?"
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Uhrzeit: 10.30
"Hm, gute Frage."
Sie nahm die Hand an ihr Kinn und dachte intensiv nach.
"Wissen Sie, ich hatte nie den Plan Freischaffende zu werden. Mein Leben hat mich einfach dahin gedrängt."
Plötzlich musste sie lächeln. Sie beugte sich vor und wisperte:
"Ganz unter uns: Es macht mir sogar ein bisschen Spaß. Keine Ahnung, ich bekommen immer so ein warmes Gefühl im Bauch wenn ich einem Arschloch mit meiner Biotik die Knochen aus dem Leib prügel oder eine meiner Kugeln seinen Schädel zerreißt."
Sie richtete sich wieder auf.
"Wahrscheinlich werde ich immer eine Freischaffende bleiben. Ich brauche das Adrenalin. Und die Gewissheit, dass ich das All vielleicht etwas besser mache.
Und Sie, Toran, was ist mir Ihnen? Werden Sie immer das tun, was Sie jetzt tun?"
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Tag 4
Uhrzeit: 10:31
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
Toran verschränkte die Finger ineinander, so als ob er beten würde. Dabei konnte er sich ein erneutes lächlen nicht verkneifen.
"Ich sehe da ein paar Gemeinsamkeiten zwischen uns. Mich hat auch niemand gefragt ob ich Attentäter werden will. Das Leben hat mich sozusagen dazu gezwungen, wie ich schon erzählt habe."
Der Turianer war einen relativ langen Augenblick still, als er über seinen Werdegang nachdachte.
"Anfangs hatte ich meine Zweifel. Oder besser gesagt Skrupel. Ich war mir nicht sicher ob ich das richtige tue, auch wenn ich es tun musste um zu überleben. Trotzdem fragte ich mich anfangs ob mein Leben es rechtfertigt, anderen ihr Leben auszuknipsen. Das ging eine ganze Weile so, aber ich merkte nach und nach, dass ich anscheinend ein Talent dafür besaß, dass es sich von der Bezahlung sehr lohnte und dazu wurde mir immer mehr klar, dass ich genau die richtigen Leute umlege. Würde ich sie nicht töten, würden dafür vielleicht sogar Dutzende andere Leben verloren gehen. Sehen Sie, all die, die sich die "Guten" nennen, wie beispielsweise C-Sec sehen doch gar nicht, dass Leute wie sie und ich die Drecksarbeit für sie erledigen. Sie sollten uns dankbar sein, stattdessen verhaften sie uns. Wir sind in der Lage ein Ziel oftmals sogar innerhalb eines Tages auszuschalten, bis sich C-Sicherheit durch die Bürokratie gekämpft hat und tätig wird, vergehen gerne einmal mehrere Wochen. Dann muss aber auch erst noch der Verbrecher gefasst werden und dazu hat C-Sicherheit zu wenig kompetente Leute."
Sein lächeln verschwand wieder und er legte die Hände auf den Tisch.
"Kurzum, die Zeit beseitigte all meine Zweifel, die Zeit und der Job hat aber auch mich verändert. Früher war ich anders. Dieses andere ich ist auch noch da, aber viel zu tief in mir drin um noch ans Tageslicht zu kommen. Nun bin ich ein Killer, überzeugt das Richtige zu tun.
Und um Ihre Frage zu beantworten...nein, ich werde nicht den Rest meines Lebens damit verbringen, ein Attentäter zu sein. Wenn auch ich zugeben muss, dass es mir mittlerweile Spaß macht diese Bastarde zu zerfetzen. Aber ich habe mir damals nach dem Angriff der Geth bei dem meine Eltern starben, etwas geschworen. Und um das zu erfüllen, kann ich nicht weiter ein Attentäter sein, denn das ist meine Lebensaufgabe, doch eine gewaltige, von deren Ausführung ich noch Lichtjahre entfernt bin."
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Sie nickte.
"Die Allianz ist nichts besser. Je höher der Rang, desto eher kannst du dir etwas erlauben. Leiden tun nur die, die unter dir stehen."
Sie seufzte, horchte aber auf, als er von seinem Schwur erzählte.
"Verstehe. Wenn man etwas hat, für das man kämpfen will, dann sollte man es tun."
Sie lehnte sich zurück und schloss halb die Augen. Kurz flammte das Bild ihrer Familie auf. Schnell öffnete sie die Augen wieder.
"Jeder braucht ein Ziel im Leben."
Das klang selbst für sie zu melankolisch.
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Tag 4
Uhrzeit: 10:33
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
Toran beobachtete ihre Reaktionen genau und kam zu dem Schluss, dass es für sie eigentlich auch nicht wirklich das Richtige war, für immer eine Freischaffende zu sein.
"Ja, jeder braucht ein Ziel im Leben. Ich könnte weiter einfach so dahinleben und Verbrecher töten, aber ich habe ein Ziel für das es sich zu kämpfen und zu sterben lohnt."
Mit einem kleinen Grinsen im Gesicht sieht er sie an.
"Haben Sie kein höheres Ziel in ihrem Leben, Jen? EIn Ziel für das sie alles tun würden, um es zu erreichen?"
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10.35
"Ein Ziel..."
Ihre Stimme wurde leise und sie versank in Gedanken. Kurz rekapetulierte sie ihr Leben, ihre Erfahrung. Dabei war ihr Blick stark nach unten gerichtet. Erst nach einigen Momenten sah sie auf.
"Ich hatte mal ein Ziel, aber das ist Geschichte. Schon lange. Wenn es die Möglichkeit gäbe die Zeit zurück zu drehen... dann vielleicht wieder..."
Wieder wurde sie still, versank in ihren Gedanken.
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Tag 4
Uhrzeit: 10:37
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
Er ließ ihr etwa eine Minute um sich wieder zu fassen. In diesen 60 Sekunden herrschte totale Stille am Tisch. Keiner rührte sich.
"Darf ich fragen was das für ein Ziel war? Und wieso Sie es aus den Augen verloren haben?", fragte er sie sehr vorsichtig.
"Wissen Sie, ich denke es ist nie zu spät. Es gibt immer einen Weg zurück."
Aufmerksam beäugte er sie. Er tastete ihr Gesicht nach Regungen ab, die darauf hindeuteten, dass er vielleicht zu weit gegangen war.
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10.39
Sie schaute wieder auf.
"Für manche Dinge ist es einfach zu spät, Toran."
Ihre Stimme ist wieder lauter geworden, sie fauchte schon fast. Doch schnell fasste sie sich wieder.
"Tut mir Leid. Ich rede einfach nicht gerne darüber. Es ist nicht so, dass ich es freiwillig aus den Augen verloren habe. Ich hatte einfach keine.. Gelegenheit mehr. Irgendwann. Das ist alles."
Vor ihrem inneren Augen tauchte das Bild von vier Kindern auf. Sofort schüttelte sie leicht den Kopf.
Vergiss es. Denk nicht mehr daran. Es ist vorbei.
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Tag 4
Uhrzeit: 10:40
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
Toran winkte ab und sagte mit einem freundlichen Lächeln:
"Kein Thema. Ich verstehe schon. Aber wenn es auch nur noch einen kleinen Funken Hoffnung gibt, dann greifen Sie danach. Ich glaube das ist besser, als das ganze Leben eine Freischaffende zu sein."
Der Turianer zuckte wieder sein Datenpad. Tippte ein wenig darauf herum und sah auf.
"In 5 Minuten sollten wir uns auf den Weg machen."
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10.42
Sie nickte.
"Gut. Ich bin allzeit bereit."
Sie tätschelte ihre Pistole und grinste Toran keck an.
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Tag 4
Uhrzeit: 10:43
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
Toran fing ebenfalls an zu grinsen.
"Immer mit der Ruhe. Wir haben Zeit."
Dann stand er auf, schulterte sein Sturmgewehr und nickte in Richtung Ausgang.
"Nach Ihnen."
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Das Grinsen wich von ihrem Gesicht, als sie sich langsam erhob. Kaum, dass sie stand, knöpfte sie ihre Jacke zu, wobei sie die unteren Knöpfe ausließ, sodass ein schneller Griff zu ihrer Waffe jederzeit möglich war. Kurz warf sie einen Blick über ihre Schulter und ließ ihn durch die Bar schweifen.
Adios, Amigos. Viel Spaß noch beim Weiberbeglubschen.
Sie überlegte, ob sie sich noch einen Drink genehmigen sollte, ließ dann aber von der Idee ab. Sie musste einen klaren Kopf haben, wenn es los ging. Also wandte sie sich wieder an Toran.
"Zu freundlich, doch wäre es mir doch lieber, wenn Sie vor ran gehen. Nehmen Sie es mir nicht übel, Toran."
Dabei grinste sie wieder und konnte sich nur schwer ein zwinkern verkneifen. Himmel, mit nur ein bißchen Alk im Blut wurde sie immer zuerst reizbar und dann albern. Schlechte Kombo.
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Tag 4
Uhrzeit: 10:45
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
In Torans Taschen fing etwas an zu piepen.
"Oh, Entschuldigung.", der Turianer zog sein Datenpad aus der Tasche und das Geräusch wurde lauter. Mit ein paar flinken Handgriffen erstarb der Signalton.
"Ich habe mir eine Art Wecker gestellt um die Zeit nicht zu vergessen. Ausserdem...", er zeigte mit einem Finger auf Tifana, "...reißt es sie vielleicht wieder aus der Welt, in der sie sich gerade befindet.", ein Grinsen überzog sein Gesicht. Dann stützte er die Arme auf dem Tisch ab, an dem sie gerade gesessen hatten und starrte Tifana an.
"Kommst du?", ohne eine Antwort abzuwarten wandte er sich wieder ab und Jen zu.
"Da hat wohl jemand Angst erschossen zu werden, oder warum brauchen Sie sonst ein turianisches Schutzschild?", er zwinkerte Jen zu und machte sich auf den Weg Richtung Ausgang.
Endlich geht es los...ich will wissen wo dieser Batarianer ist und ihn tot
sehen.
------>zivile Andockbuchten
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Kurz warf sie einen Blick auf die Person, die Toran angesprochen hatte. Die Anwesenheit eben dieser hatte sie zuerst gar nicht realisiert. Schulterzuckend tat sie das ab und folte Toran in Richtung Ausgang.
Sein Spruch darüber, dass er vor ran gehen sollte, brachte sie nur zum Kopfschütteln.
"Nein, davor erschossen zu werden habe ich keine Angst. Es ist mir nur lieber, wenn jemand anders vor mir dran ist."
Sie grinste, versenkte die Hände in den Hosentaschen und folgte dem Turianer auf dem Fuße nach draußen.
-----------------------> zivile Andockbuchten
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Tag 4
Uhrzeit: 10:46
Citadel: Choras Nest
An einem der Tische
Tifana hatte all dieses mitangehört und angesehen, aber hatte sich irgendwie nicht getraut was zu sagen, aber als Toran dann das Zeichen zum Abrücken gab, war sie wieder voll da. Sie stand auf renkte alles noch mal ein und folgte den beiden zu den Zivilen Andockbuchten.
-----------------------> Zivile Andockbuchten
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<--- Die Citadel: Die Allianzquartiere
Er fischte sich seine Jacke aus dem Gepäck und legte das Messer an seine Hüfte an, als er heraus ging. Die Tür schloss sich automatisch hinter ihm und Robert rannte fast wie ein wilder durch die Flure der Quartiere. Es dauerte einige Zeit bis er sich wieder gesammelt hatte. Einen so starken Anfall, wie gerade eben hatte er seit Jahren nicht mehr. Ein Omen. Ein Zeichen, dass das Bevorstehende wohl etwas größeres sein musste. Robert war wie von Sinnen als er die großen leuchtenden Lettern an der Wand erkannte: Choras Nest. ,Gegen etwas Alk ist jetzt wohl kaum etwas zu sagen.' Eine nette aber zwielichtige Bar. Obwohl nur einige Tische belegt waren, schien die Bar dennoch gut besucht. Er nahm sich einen Platz bei einer der asarischen Tabledancerinnen. Eine sehr schöne, blauviolette, außerirdische Schönheit. Sie rekelte sich direkt vor Roberts Nase und er betrachtete ihre wohlgeformten, weiblichen Kurven. Er bestellte sich ein, zwei Drinks, spendierte ein wenig Trinkgeld und versackte dort für einige Zeit. Er versuchte seine Gedanken zu sortieren. Sammelte Informationen, ging Hinweisen nach. ,Warum hat der Geheimdienst so ein Interesse an der nächsten Mission der Midway? Warum wurde ich auf dieses Schiff versetzt? Hernrietta ist ungefähr zehn Jahre alt. Benedict ist die Leiterin der Citadel-Station. Vance ist Assistent Direktor des Geheimdienstes. Was verheimlicht mir Kahr? Wer genau ist Weber? Und wer ist Captain Farnsworth? Kann man ihr wirklich trauen? Oder ist sie auch nur ein Spitzel? Und was zur Hölle sind Kartoffeln?' Gut, die letzte Frage konnte sich Robert selbst beantworten, doch tauchte sie in seinen Gedanken immer und immer wieder auf. Er wusste, dass er die Fragerunde mit General Kahr nicht gut genug ausgenutzt hatte, doch konnte er in seinem Gesichtsausdruck lesen, dass er ebenfalls einige Probleme hatte. Robert wollte seine Lage nicht unbedingt weiter verschlimmern. Wenn alles Gut ginge, brauchte er sich auch um Benedict und ihr halbwüchsiges Kind keine Sorgen machen. Er würde sie ohnehin nie wieder sehen. Momentan ging Robert von Zufall aus, dass er genau dieses Schiff erwischt hatte. Vance war die Leiterin der Abteilung 2 und im Gegensatz zu ihr, war Robert nur ein kleines Licht. Doch waren seine Informationen und Beschaffungstaktiken sehr hilfreich für die Abteilung 2 und diese würde durch sein Wegfallen einen größeren Rückschlag einstecken müssen, der sich so schnell nicht beheben ließe. Das ließ in ihm die Hoffnung wachsen, dass man ihm im Falle des Falles doch unterstützen würde. Er wusste, das es soweit allerdings nie kommen würde. Sie würden ihn eher K.I.A. stempeln, als ihm Hilfe zukommen zu lassen. Farnsworth und Weber waren so ziemlich die einzigen unbekannten Variablen in dem Spiel. Robert war klar, dass er seine Berichte verschlüsseln musste. Nur die Leute mit dem richtigen Wissen konnten seine Worte zwischen den Zeilen verstehen. Sie muss ihre Vertrauenswürdigkeit erst noch beweisen müssen. Weber war wohl der Laufbursche. Robert musste sich den Befehl des Kleffers wohl oder Übel unterwerfen. Was blieb ihm auch anderes übrig? Allerdings könnte er versuchen, sich mit ihm anzufreunden, um so an Informationen und der Gleichen zu gelangen. Ein Versuchs ist es auf jeden Fall wert.
Die Drinks waren gut. So kam es, dass er schon nach kurzer Zeit den zwölften oder vierundzwanzigsten hatte. Er hatte sie nicht gezählt, dafür war er zu beschäftigt. Doch der Abend war noch jung und er wollte sehen, was sich daraus noch entwickeln konnte.
21:23 Uhr
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Robert genehmigte sich noch einen Schluck Whiskey, als sein Com klingelte. Er war sich gar nicht bewusst, das Gerät eingesteckt zu haben. Aber es lag wohl mittlerweile in der Gewohnheit, dass er nirgends ohne dieses Teil hinging. Eine Nachricht war zu lesen. Verschlüsselt. Doch Robert war ausgebildet, dies zu lesen. Er entzifferte die Nachricht und schob die Fragmente in Gedanken zusammen. Er musste sich ein wenig länger Konzentrieren. Der Alkohol hatte schon ein wenig Wirkung gezeigt.
,Echo Alpha Rot meldet sich nicht mehr. Letzter Aufenthaltsort: Citadel. Operation Black Sabbat. Code: Deathtrack. Seit Wann werden Echo Alphas eigentlich als Kuriere eingesetzt? Na ja, dann machen wir uns mal auf den Weg.'
---> Die Citadel: Industriegebiet