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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Narshad - Zweite Ebene



Nemoss
17.02.2009, 21:37
Die Zweite Ebene von Narshad besteht aus zwei breiten waagerechten runden Gängen, die an jeweils einem Ende leicht ansteigen und in die darüber liegende Erste Ebene führen. Diese Gänge messen jeweils circa 10 m im Durchmesser und liegen etwa 50 m auseinander. Der Boden wurde eingeebnet, an den Decken verlaufen Versorgungsleitungen. An den circa 150 m langen Gängen, die vorrangig von schrillen Reklametafeln erhellt werden, liegen vor allem Bars und andere Vergnügungseinrichtungen. Aber auch Werkstätten und Zufahrten zu weitere Tunneln sind hier zu finden. Die beiden zentralen Gänge sind alle 50 m durch ebenso große Zwischengänge miteinander verbunden. Weitere Stollen führen abwärts, in die Dritte Ebene, aber diese Zugänge sind durch massive Metalltore versperrt. Die Verbindungsgänge zwischen den Ebenen sind wesentlich kleiner und messen nur circa 5 m im Durchmesser.

Kyoko Young
09.04.2009, 14:18
Dritte Ebene --->

Kyoko fand sich in einer schmutzigen Seitengasse wieder. ‚Wie Tag und Nacht! Aber wenigsten, hoffentlich, sicher.’ Statt gepflegter Häuser gab es hier abgenutzte Fassaden mit Löchern, Scharten und Schrammen, die auf einige gewalttätige Auseinandersetzungen in der Vergangenheit hinwiesen. Und auch das grell flackernde Licht der vielen Leuchtreklamen war kein Vergleich zu der anheimelnden Beleuchtung nur einige Meter tiefer. ‚Und es stinkt!’

Die Pilotin legte eine Hand an den Pistolenholster und Jepkins führte die Gruppe auf der menschenleeren Straße entlang. Sie bogen rasch in einen Seitentunnel und Kyoko sah auf den vertrauten Anblick einer Wand mit einer Metalltür, von der die Farbe abblätterte. ‚Der Innenarchitekt hat wahrscheinlich Rabatt gegeben, damit er hier alles im Ghettonostalgielook mit morbidem Einschlag einrichten darf… Hölle da ist jemand! Argh. Nur Pär! Doppelargh!’

„Was machst Du denn hier? Du solltest doch…“, polterte Jepkins los. „Keine Sorge, Mam ist oben im Hangar, so wie Jonathan…“ Cameron seufzte erleichtert. „… Cavic und ähm, das war’s. Ich bin ja jetzt hier.“ Plötzlich klang der junge Mann ärgerlich. „Ich weiß ja nicht, wie viele Träger Mam für die Notfalldinge eingeplant hat, aber beim besten Willen, ich konnte nur einen Teil mithochschleppen… Jetzt bin ich am Resteholen…“

Obwohl Kyoko nur den Rücken von Jepkins sehen konnte, wirkte er nach dieser Erklärung leicht resigniert und murmelte etwas, das wie: „Frauen!“ klang. Pär hatte sich nun enthusiastisch den Damen zugewandt. „Noé. Heil, hübsch, unversehrt und hatte ich schon hübsch gesagt. Naja in diesem Fall schadet es ja nichts und stimmt auch auffallend und auch beim zweiten Mal und beim dritten. Dich zu sehen, ist alle Schuhkartons von Mam wert, die ich noch schleppen muss. Und Cameron! Vanessa! Kyoko!“ Seine Begeisterung schien mit jedem Namen etwas nachzulassen. ‚Ach du kannst mich mal…’

[Verbindungsgang -> Seitentunnel 2A/8]

2.22 Uhr

<--- Raumhafen

Noé Chambers
10.04.2009, 10:23
Narshad - Dritte Ebene -->

Narshad – Zweite Ebene
Uhrzeit: 02:21

Noé blickte einen Moment an sich herab. Sieht total wild aus.. und stylisch. Das zusammengefahrene Präzisionsgewehr, das sie provisorisch an ihrem Gürtel befestigt hatte, tippte bei jedem Schritt leicht gegen ihren Oberschenkel. Und ich brauch schon wieder ne neue Tasche.. oder ich schlepp´s demnächst einfach in der Hand rum.

Das Mädchen tastete grad, mit dem Arm über der Schulter, so gut sie konnte ihren Rücken ab als sie von irgendwem dabei unterbrochen wurde.

Das zieht immer noch total.. aua! Pass doch auf Noé!„Noé.´“ Noé! … hä was? „Heil, hübsch, unversehrt und hatte ich schon hübsch gesagt.“ Äh? Die Scharfschützin drehte den Kopf leicht und blickte dann einen Moment orientierungslos in die Mannschaft, bis sie Pär identifizierte, der sich daran nicht störte und die Zeit über weiterschleimte.

“Naja in diesem Fall schadet es ja nichts und stimmt auch auffallend und auch beim zweiten Mal und beim dritten. Dich zu sehen, ist alle Schuhkartons von Mam wert, die ich noch schleppen muss. Und Cameron! Vanessa! Kyoko!“

Noé zog ihre Hand von ihrem Rücken ab und murmelte ein dumpfes „Ähm, ja..“ Wieso nervt er Kyoko nicht so? Das ist total unfair.. und wieso zieht das so?! Alles unfair..

„Ruhe, Pär, gib mir einen deiner Leuchtstäbe und kümmer dich um die Sachen deiner Mutter, wir haben schon zu viel Zeit verschwendet!“ Sagt der, der seinen Sohn Schuhe sammeln lässt.
Pär nahm den Befehl sichtlich widerwillig entgegen, bevor er jedoch im Leiterschacht verschwand, bedachte er jedes seiner Traummädchen noch mal mit einem schnulzigem Blick, genau in der Reihenfolge, in der er sie auch aufgezählt hatte.

Jepkins war der erste, der auf der Leiter verschwand, gefolgt von Cameron, die einfach nur verängstigt und nervös dreinblickte, der Rest der Gruppe folgte ihnen kommentarlos.

[Verbindungsgang -> Seitentunnel 2A/8]

Das letzte mal bin ich soviele Stufen gestiegen, als die Cops ne Razzia im halben Block durchgezogen haben.. das war eine scheiß Aufregung. Die Minuten zogen sich und das einzige, was man ab und zu mal hörte, war das erschöpfte durchatmen eines der Gruppenmitglieder. Jisch, mein Rücken!
Schließlich öffnete ihr Anführer eine weitere Luke und entließ sie so in die Freiheit Narshads erster Ebene.

[Narshad – Erste Ebene]

„Von hier aus sollten wir ohne Probleme zum Lagerraum kommen.“ Der Mann wand sich Cameron zu und schenkte ihr ein paar, vermutlich tröstend gemeinte, Worte, bevor sie ihren Weg fortsetzten. Die sehen alle aus, als könnten sie ne Dusche, was richtig leckeres zu essen, Burger oder so, und einen Tag Schlaf gebrauchen.. die ganzen Credits wird ich wohl kaum für Burger ausgeben können.. jedenfalls nicht schnell, na, was soll´s.

Noé, Kyoko, Vanessa, Jepkins und Cameron waren mittlerweile wieder in dem großen Verbindungstunnel angelangt und näherten sich dem Eingangstor des Hangarlagerraums. Hier sieht´s genauso aus wie unten, nur ohne Leichen, zerbeultem Auto und Löchern überall.

<-- Narshad – Raumhafen[Lagerraum]
Uhrzeit: 02:38

Vanessa Sorax
10.04.2009, 13:28
<----- Antirumgon: Narshad - Dritte Ebene

System Gagarin - Antirumgon: Narshad – Zweite Ebene
Verbindungstunnel

Vanessa ging auf das Metalltor zu und erblickte dabei die zwei Wachen von vorhin tot am Boden liegen. Nebenbei entlud sie die Pistole, stecke das Magazin ein und befestigte die Waffe an ihrer Rüstung.
‚Ob das mit Waffen wirklich alles so stimmt. Entweder ist dient das ganze nur zur Abschreckung oder die haben hier wirklich sündteure Scangeräte, die bei geladenen Waffen anschlagen, aber sonst nicht…

‚Was ist das hier? Vom Touristenstädtchen direkt in die Slums oder wie? Ich hoffe wir müssen uns nicht lange hier aufhalten, sonst hohle ich mir noch eine Blutvergiftung. Wenn der Arm endlich nicht mehr weh tun würde!’ Vanessa trottete den anderen nur so hinter nach und ignorierte all die Reklamen und Werbetafeln. Wie in der dritten Ebene, war auch hier fast nichts los.

„Was machst Du denn hier? Du solltest doch…“, schimpfte Jepkins. Vanessa wurde aus den Gedanken gerissen und konnte zuerst niemanden entdecken. „Keine Sorge, Mam ist oben im Hangar, so wie Jonathan, Cavic und ähm, das war’s. Ich bin ja jetzt hier.“ ‚PÄR!’
„Noé. Heil, hübsch, unversehrt und hatte ich schon hübsch gesagt. Naja in diesem Fall schadet es ja nichts und stimmt auch auffallend und auch beim zweiten Mal und beim dritten. Dich zu sehen, ist alle Schuhkartons von Mam wert, die ich noch schleppen muss. Und Cameron! Vanessa! Kyoko!“, fuhr der junge Mann fort. ‚Bitte, bitte geh weiter oder sei einfach ruhig.’

„Ruhe, Pär“ ‚Danke!’ „Gib mir einen deiner Leuchtstäbe und kümmer dich um die Sachen deiner Mutter.“ ‚Noch mehr Danke!’ „Wir haben schon zu viel Zeit verschwendet!“ Mit diesem Kommentar entnahm Jepkins seinen Sohn einen Leuchtstab und verschwand in einem weiteren Seitentunnel. Anstelle einer Leiter waren es nun Treppen die in die erste Ebene hinauf führten.


System Gagarin - Antirumgon: Narshad - Erste Ebene

Ein wenig außer Atem kam Vanessa in der Ersten Ebene an. Jepkins gab irgendetwas von sich, aber sie konnte ihn nicht verstehen. Und da keiner etwas darauf sagte, nahm sie an, dass es nichts Wichtiges war. Durch einen weiteren Verbindungstunnel gelangte die Gruppe endlich wieder in den Lagerraum des Hangars.

02:38

Antirumgon: Narshad - Raumhafen ------>

Leif Arcellus
24.04.2009, 15:37
Erste Ebene, Laden des Quarianers >>>> Zweite Ebene, The Cyclone

Uhrzeit: 23:43 Uhr

Nebliger Zigarrettenqualm schwelte durch das düstere Cyclone, als Leif, Sirtan und Otis die zwielichtige Spelunke betraten, die, von altmodischen, gelben Tischlampen beleuchtet, nur einige hässliche Tische und Stühle aus schrottreifen Aluminiumgestellen und zerfetzten Schaumstoffsitzflächen beherbergte. Einige menschliche Kartenspieler betranken sich dort, lachten laut, erzählten von mehr oder minder erfolgreichen Schmuggelaufträgen oder vulgären Abenteuern und verzockten ihre letzten Credits, andere besetzten die vertäfelte Bartheke hinten, schliefen und schnarchten dort oder schauten sich den obszönen Schmuddelfilm an, der gerade über den kleinen, an der Wand befestigten Holobildschirm flackerte.

'Dieses Loch nennt sich also "Club". Ich kann mir nicht vorstellen, wie man hier freiwillig Zeit verbringen kann.'

Der alte Turianer rümpfte kurz die Nase, die den stickigen und muffigen Geruch nicht sehr gut vertrug, als sich plötzlich ein ungepflegter Kartenspieler mit vergilbten Zähnen und fettigen, rabenschwarzen Haaren erhob und dessen quietschender Stuhl laut zu Boden polterte.

"Wen haben wir denn da? Ein hässliches Glubschauge und zwei noch hässlichere Turianerfressen", grinste der schmierige Schmuggler gehässig, woraufhin Otis einen ungewohnt provokanten Blick zu Sirtan warf, als wollte er sagen: "Glubschauge...Du siehst uns Salarianer genauso wie diese beschissenen Menschen. Darüber solltest du nachdenken."

"Wir suchen Don", erwiderte Leif trocken.

"Don? Ich kenne keinen Don. Wer von euch kennt einen Kerl namens Don?"

Die anwesenden Menschen schüttelten zwar stumm den Kopf, grinsten aber amüsiert und lachten die drei Aliens lauthals aus, was Otis sichtbar einen Angstschauer über den dürren Rücken jagte, Leif und Sirtan aber herzlich wenig beeindruckte.

'Scheinbar wird das hier eine schwere Geburt.'

Das dreckige Lachen des Kartenspielers erstarb plötzlich.

"Siehst du, Abschaum? Hier gibt's keinen Don. Und jetzt verpisst euch, oder ich schneide euch die Kehle durch."

Uhrzeit: 23:44 Uhr

John Weber
29.04.2009, 16:55
The Lost Souls, Narshad
Antirumgon
16:35 Uhr

Johns improvisierter Plan wurde von den Anwesenden positiv aufgenommen und nachdem sich Amanda von Arkan, Wels und Cattrin verabschiedet hatte, nickte John den drei zu und verabschiedete sich mit einem „Bis bald.“ von den drein. Amandatrat neben ihn, atmete einmal tief durch und sprach entschlossen: „Na dann, ich bin bereit, wenn Sie es sind.“

Der Agent musste schmunzeln, zog den Vorhang des Raumes zur Seite unddie Beiden verließen das Lost Souls.

Lost Souls ------->

Draußen herrschte reges Treiben und John nahm sich einen kurzen Augenblick Zeit um sich zu Orientieren. Als er die Seitengasse gefunden hatte stach ihm sofort die Leuchtreklame mit der Aufschrift FORTUNE-HUNTER ins Auge. Als sie die Gasse betraten hatte John sofort das ungute Gefühl das sie beobachtet wurden. Ein Mann der in einen schwarz-rote Robe gekleidet war und eine Kputze tief ins gesicht gezogen hatte passierte die beiden und aus den Augenwinkeln bemerkte der Agent mehrer Dolche.

Was ist denn das für ein seltsamer Typ?...

Er unterdrückte das Verlangen sich umzusehen, oder gar dem Mann nachzustarren und schritt weiter zielstrebig auf den Club zu. An der Eingangstür standen zwei großgewachsene Männer, die beide in leichte in grau gehaltene Kampfpanzer gehüllt waren. John erkannte sogar einen der beiden Türsteher, denn er war gemeinsam mit Rachel ein paar Stunden zuvor im Lost Souls aufgetaucht. Der kahl geschorene Muskelprotz musterte John und Amanda kurz finster und ließ sie dann passieren.

Fortune-Hunter (http://www.globalgameport.com/attachment.php?attachmentid=5598&d=1240942201)

Das erste, dass dem Agenten auffiel, als er sich in dem in rötliches Licht getauchten Club umsah und die wummernde Geräuschkulisse über ihn hinweg brandete, war die Tatsache das der Club für diese Uhrzeit durchaus gut besucht war. An den Tischen saßen kleine Gruppen und versuchten sich zu unterhalten, oder sie beobachteten die spärlich bekleideten Tänzerinnen und Kellnerinnen. Andere Gäste standen an der kreisförmigen Bar. Es roch nach Rauch, Alkohol und Schweiß und während der Agent seinen Rundblick beendete wurde ihm klar, dass dieser Club nur drei Arten von Gästen hatte.

Kriminelle unterschiedlichsten Kalibers und Schmuggler, stellten die Mehrheit der Gäste. Die zweitgrößte Gruppe waren wahrscheinlich die Leute, die Cortezs Gesinnung teilten, also Rassisten. Und der letzte Rest waren entweder Geschäftsläute oder Wichtigtuer wobei leztere irgendwie aus der Menge hervorstachen.

Es gibt immer ein paar junge Idioten die sich an solchen Orten aufspielen... nur irgendwann geraten sie dann an die Falschen Leute und es passiert etwas...

Das aller merkwürdigste war jedoch die Tatsache, dass keine Vertreter anderer Spezies anwesend waren. Es war klar warum, aber trotzdem war es ein irgendwie ungewohnter Anblick. Der Blick des Agenten glitt zufällig über einen Tisch an dem zwei junge Männer saßen die nicht älter als 20 sein konnten etwas das vermutlich roter Sand war auf den Tisch kippten um den kleinen Haufen anschließend in mehrere dünne Linien zu teilen.

Wie kann man sich sein Leben nur so ruinieren?... Egal, das geht dich nichts an John, kümmer dich lieber um deine Probleme...

John blickte zu Amanda die neben ihm stand und beugte sich leicht zu ihr: „Also dann, sehen wir uns Mal um…“

16:40 Ortszeit

Amanda Phoenix
29.04.2009, 17:28
<--- The Lost Souls


16:40 Uhr
Fortune-Hunter
Narshad

Es dauerte nicht lange, bis John und Amanda den Weg vom Lost zum Fortune-Hunter hinter sich gebracht und die Türsteher passiert hatten, die die beiden unfreundlich musterten, sie dann aber gewähren ließen.
Und schon offenbarte sich die Hölle aus Drogen, Alkohol, Gewalt, Sex und dumpfen Bässen. Wieder wurden die dunklen Erinnerungen an Choras Nest geweckt, aber glücklicherweise genau so schnell wieder abgeschüttelt. Sie wollte nicht mehr daran denken. Nie mehr. Doch in einem Club wie dem Hunter war es unumgänglich, gar quälend.
Schließlich aber schweifte ihr Blick durch den blau und rot beleuchteten Raum mit der großen, runden Bar im Zentrum und den zahlreichen Tanzplateaus an den Wänden. Haufenweise Menschen, darunter nur Frauen, die auch angestellt waren, tummelten sich in dem Club, der bereits nach wenigen Sekunden das riesige Unbehagen zurückholte, das Amanda die gesamte Zeit versuchte, zu unterdrücken. Jetzt aber war es kaum anders möglich. Immerhin mussten sie es nicht länger dort aushalten, als irgendwie nötig. Lediglich Komplikationen könnten die gesamte Mission zerstören. Es blieb also zu hoffen, dass das nicht geschehen würde.

Weiteres Nachdenken wurde aber schon von John unterbrochen, der sich leicht zu Amanda hinüberbeugte.
„Also dann, sehen wir uns Mal um…“

Die 29-jährige blieb stumm, nickte aber leicht mit dem typischen ‚habe verstanden‘-Blick und sah sich schließlich noch mal genauer um, achtete mehr auf die Menschen selbst. Irgendwo unter ihnen war Cortez. Und dem Namen nach, war er ein eher südländischer Typ. Es sollte also nicht allzu schwer sein, ihn zu finden. Und wer wusste schon, ob es nicht andersrum laufen und dass er sie finden würde. Wie es auch kommen sollte; wichtig war nur, in den Rollen zu verharren, die sie zugeteilt bekamen. Während John das geschäftliche regelte, sollte Amanda das Angebot überprüfen.
Dann, plötzlich, fing sie doch an zu sprechen:
„Sir, ich zweifle nicht an Ihren Fähigkeiten. Nicht dass Sie das falsch verstehen. Allerdings schlage ich vor, dass wir das, was dieser Cortez zu bieten hat, erstmal zu überprüfen. Ich bin da keine Expertin. Allerdings wäre es gut, wenn Sie einen Weg finden, um mir ein wenig Zeit zu beschaffen, das ‚was es auch sein wird‘ unter die Lupe zu nehmen.“ Sie pausierte kurz, fuhr aber schnell fort: „Denken Sie, dass ist möglich?“

John zögerte sichtlich. Entweder plante er bereits wieder vor, oder er urteilte gerade über Amandas Verhalten. Was es auch war: viel Zeit blieb nicht mehr. Das bemerkte auch die Brünette, als sie plötzlich ein Augenpaar bemerkte, dass die beiden direkt an starrte…


16:42 Uhr

John Weber
01.05.2009, 11:52
Fortune-Hunter
Narshad
16:42 Ortszeit

John zögerte einen Moment, während er über Amandas Worte nachdachte, die möglicherweise auf die Unsicherheit der Amerikanerin hindeuten konnten. Zwar war ihm von Anfang an klar gewesen das er die Verhandlungen womöglich etwas strecken musste, damit Amanda die Chance bekam ihre Arbeit zumachen, allerdings wusste er noch nicht genau wie er die anstellen sollte. John beschloss im Zweifelsfall zu Improvisieren.

„Kein Problem. Ich sorge dafür das sie genug Zeit haben.“ antwortete John schließlich, aber Amanda starrte in eine andere Richtung. Als der Agent ihrem Blick folgte entdeckte er Rachel. Die schlanke Frau mit den blonden, zu einem Zopf gebundenen Haaren, kam auf Amanda und John zu und in ihren blauen Augen war ein Anflug von Ungeduld zu erkennen.

„Cortez ist in seinem Büro. Kommt mit.“ Wies sie die Beiden an und ohne sich noch einmal umzusehen bahnte sie sich ihren Weg durch den Club. Da ihnen nicht wirklich eine Wahl blieb folgten John und Amanda der Handlangerin. Kurz darauf hatten sie den hinteren Teil des Fortune-Hunter erreicht wo vor zwei Türen jeweils ein Security stand. Rachel nickte einem der beiden kurz zu und dieser öffnete die Tür zu einem Büro und ließ die drei passieren. Das Büro war schon nahezu verschwenderisch eingerichtet war.

Hinter einem aus Edelholz gefertigten Tisch saß ein Mann Lateinamerikanischer Abstammung und blickte die Neuankömmlinge mit einem klassischen Verkäufer-Gesicht an. Er war etwa einen Kopf kleiner als John, hatte kurze schwarze Haare, sowie einen gepflegten Kinn- und Schnurrbart.

„So, sie sind also diejenigen die mit mir Geschäfte machen wollen…“ begann der Waffenhändler ohne Umschweife. „Ja. Wir sind auf der Suche nach Gethtechnologie und man hat uns gesagt sie hätten kürzlich eine Menge davon gefunden.“ antwortete John und bemerkte wie sich die Augen des Latinos etwas verengten. Doch der finstere Gesichtsausdruck währte nur für den Bruchteil einer Sekunde und machte einem gönnerhaften Lächeln Platz: „Sie sind gut informiert Mr. Weber, so war doch ihr Name oder? Und wer ist ihre reizende Begleitung?“ Bei seinen letzten Worten wanderte sein Blick interessiert über die brünette Amerikanerin.

„Das ist Miss Phoenix und sie wird überprüfen ob ihre Ware für uns von Interesse ist.“ antwortete John kühl und versuchte das Gespräch wieder auf das Geschäftliche zu lenken. Cortez wandte sich der hinteren Wand seines Büros zu und tippte an einer Konsole einen Code ein. „Nun ich habe natürlich nicht alle Artefakte hier, aber ich bin mir sicher einige der Stücke ihr Interesse wecken werden.“ Während der Waffenhändler sprach glitt vor ihm plötzlich eine Tür auf und gab den Blick auf einen kurzen Gang frei.
„Wenn sie mir bitte folgen würden…“

Sirtan Ardaka
01.05.2009, 17:59
The Cyclone

23.44 Uhr

Und diese abartigen Mutationen von Affen sollen einen Sitz im Rat bekommen haben? Man muss sich ja fast schon schämen, einem der ‚alten’ Ratsvölker anzugehören, die das verantworten müssen.

Sirtan betrachtete den Menschen, der gerade gesprochen hatte mit einer Mischung aus Ekel und Hass und überlegte sich gerade, ob irgendjemand Leif daran hindern würde, wenn er jetzt alle anwesenden Menschen mit einer netten Biotik-Vorstellung in Stücke reißen würde. Das schien dem Menschen allerdings aufzufallen.

„Hey, was ist, Missgeburt, bist du taub oder warum starrst du so blöd?“

Sirtan verspürte unwillkürlich den starken Drang, diesen Bastard umzubringen, wenn’s sein musste mit bloßen Händen, einfach seinen beschissenen widerlichen Menschenhals so lange würgen bis er sein Drecksmaul für immer hielt. Aber er beherrschte sich, sie mussten zuerst Don finden und aus ihm herausholen, wo die Ware von DaeraTec war.

„Taubstumm, hä?“ Die Menschen begannen wieder zu lachen. Sirtan ballte die Hände zu Fäusten und antwortete mit unterdrückter Wut in der Stimme:
„Nein, ich rede nur normalerweise nicht mit Dreck. Und jetzt sag uns, wo Don ist, oder wir werden dir und dem Rest deiner abartigen Spezies zeigen, was passiert, wenn man sich mit Turianern anlegt.“

Der Mensch grinste wieder. „Ach ja? Ihr Abschaum gegen uns alle. Das könnte lustig werden. Noch eine letzte Chance, Missgeburt, verschwindet oder es wird hässlich.“

Sirtan beugte sich einem Impuls folgend zu Leif und zischte „Gib mir das Messer, auf der Stelle, ich mach ihn kalt.“
So viel zum Thema Selbstbeherrschung. Warum war man denn auf einem verdammten Planeten voller Krimineller, wenn man nichtmal solchen Abschaum töten durfte...

Amanda Phoenix
02.05.2009, 00:03
16:42 Uhr
Fortune-Hunter
Antirumgon

Amanda folgte Rachel und John schweigend in das unfertig wirkende Büro, in dem ein lateinamerikanischer Mann seinen Platz hatte. Das muss dann wohl Cortez sein. Cortez machte einen sehr fixierten Eindruck, sparte aber nicht an kleinen Schleimerein, wie er mit seiner Anspielung auf Amanda eindrucksvoll bewies. John hingegen blieb komplett in seiner Rolle. Es war fast schon beängstigend wie echt er als kühler Geschäftsmann wirkte. Und auch wenn es der 29-jährigen nicht gefiel, so war diese Imitation von anderen Rollen wohl eine weitere Stärke des Agenten.
Schließlich nickte Phoenix Cortez begrüßend zu, ließ aber keinerlei Emotion frei. Stattdessen konzentrierte sie sich lieber auf das, was der Lateinamerikaner an einer Tür fabrizierte, die nur wenige Sekunden später einen kleinen Gang offenbarte. Cortez kommentierte sein Eintreten mit einem geschäftlichen „Wenn sie mir bitte folgen würden…“
Nachdem alle Personen in dem Gang waren, schloss er die Tür wieder. Eine weitere, am anderen Ende des Ganges öffnete sich prompt.

„Ich vertraue Ihnen. Versauen Sie es besser nicht.“

Fügte er hinzu und ließ sowohl John als auch Amanda ohne weitere Kontrolle passieren. Plötzlich fanden sie sich in einem recht dunklen Raum wieder, der – jedenfalls ein wenig – an eine Waschstube erinnerte. Auf der linken Seite befanden sich einige Türen. Cortez schenkte aber nur der einen auf der rechten Seite wirklich Beachtung. Diese Tür schien sogar schon mehr wie ein Tor als eine herkömmliche Tür.

„Mr. Weber, Miss Phoenix, hinter diesem Tor liegt mein Lager. Sie dürfen sich dort erstmal umsehen. Ich lasse Sie…ungefähr fünf Minuten alleine. Es gibt noch eine Kleinigkeit, die ich vorher erledigen muss.“ Cortez pausierte einen Moment und ließ das Tor öffnen.
„Wenn Sie Fragen oder Anliegen haben, wenden Sie sich bitte an einen meiner Männer. Sie finden Sie im hinteren Teil des Lagers.“

Ohne auf eine Reaktion zu warten, verschwand Cortez auch schon in eine der gegenüberliegenden Türen und ließ John und Amanda vollkommenen Freiraum. Und erst jetzt realisierte die Amerikanerin die Halle, die wahrscheinlich größer war als der Club selbst, und seine zig Regale, Kisten und andere Aufbewahrungsmöglichkeiten, die sorgfältig gestellt und gestapelt waren. Skeptisch aber ebenso überwältigt ging Amanda vor, inspizierte Regal für Regal und Teil für Teil, die in komplett unterschiedlichen Zuständen waren. Von alt, rostig und zerkratzt bis hin zu absoluter ‚Neuware‘ war alles mit dabei. Ebenso auch Waffen, Bruchstücke und Überreste von Gethtechnologie…aber letztlich ließ sich nichts Neues finden.
Amandas haselnussraune Augen fokussierten wieder Weber, der interessiert, aber weniger enthusiastisch durch die Halle ging. Die Brünette trat neben ihn und flüsterte leise: „Finden Sie es nicht auch ein wenig merkwürdig, wie viel Vertrauen Cortez uns entgegen bringt?“

Die Zeit verging offensichtlich wie im Flug, denn noch bevor John auch nur an eine Antwort denken konnte, war Cortez wieder zu ihnen gestoßen: „Ich werde Sie jetzt zu dem bringen, warum Sie eigentlich hier sind. Dieser ganze Schnick-Schnack hier dürfte Sie ja eher weniger interessieren.“
Wie, das war noch nicht alles?

Amanda und Weber nickten sich gegenseitig zu und folgten Cortez zu einer weiteren Tür in der Ecke der Halle.

„Was Sie nun sehen, ist mein neuster Fund.“

Die Tür öffnete sich und offenbarte ein kampfgezeichnetes, hüfthohes Gerät.

„Ich habe es in einem Asteroidenfeld gefunden. Vielleicht ein Wrackteil. Allerdings kann es nicht die Außenhülle sein. Und auch irgendwelche Computer sind vollkommen ausgeschlossen.“

Amanda neigte sich leicht zu John:
„Ich habe das noch nie zuvor gesehen. Können Sie mir ein paar Minuten verschaffen?“


16:50 Uhr

Leif Arcellus
02.05.2009, 18:46
Zweite Ebene, The Cyclone

Uhrzeit: 23:44 Uhr

Sirtan schielte das scharfkantige Messer gierig an, doch Leif schüttelte nur stumm den Kopf und händigte es nicht aus.

'Wir bringen uns nur unnötig in Gefahr, wenn wir diese Menschen attackieren, die womöglich Waffen bei sich tragen - bei Schmugglern dürfte man das sogar hier in Narshad erwarten. Zudem wissen wir gar nicht, ob sich Don tatsächlich hier aufhält und uns sogar aushelfen kann.'

Ohne die kalten, eisblauen Augen von der aggressiven Menschengestalt vor sich abzuwenden, die sich nun braunen Kautabak zwischen die gelben Zähne schob und ekelhaft zu schmatzen begann, suchte der alte Turianer durch das periphere Blickfeld nach Schusswaffen, doch der schmierige Kartenspieler schien keine bei sich zu tragen. Er wirkte zwar ein wenig erschöpft, doch die blutdurstigen, finsteren Augen lösten in Leif eine unbehagliche Nervosität aus, die dazu riet, den mageren Menschen keinesfalls zu unterschätzen - er meinte es wirklich ernst.

"Lasst uns gehen", bemerkte Leif trocken.

"Los, verpisst euch!"

Der hässliche Schmuggler spuckte Leif den feuchten Kautabak ins Gesicht, schnappte sich dann eine gläserne Bierflasche und wuchtete das alkoholisch riechende Gebräu auf Sirtan, wo es aber nie ankam.

Die Ehre eines Turianers beschmutzte man nämlich nicht.

"Biotiker!", schrie der fette Barkeeper panisch und verkroch sich hinter der vertäfelten Bartheke, als azurblaue Feuerwellen die Glasflasche umtänzelten, das Bier zurückschleuderten und es gegen den Schädel des schmierigen Kartenspielers wuchteten.

"Fang!", rief Leif knapp und warf Sirtan die scharfe Klinge zu, "Otis, geh in Deckung!"

Die erschrockenen Menschen sprangen hastig hinter die schäbigen Tische, bis aus einer düsteren Ecke die ersten Schüsse fielen, die an Leifs biotischer Schutzbarriere abprallten. Rasch packte der alte Turianer den Kopf des betäubt schwankenden Kartenspielers und donnerte diesen gegen einen Holzbalken, ehe er drei Schmuggler durch biotische Singularität hinter der Bartheke in die stickige Luft erhob, damit Sirtan sie attackieren konnte.

Uhrzeit: 23:45 Uhr

John Weber
02.05.2009, 21:07
Fortune-Hunter
Narshad

Nachdem die Gruppe den Gang betreten hatte, schloss sich die Tür zu Cortezs Büro und eine Zweite Tür vor ihnen tat sich auf und der Waffenhändler führte seine Gäste in einen Schwach beleuchteten Raum. Es handelte sich anscheinend um eine kleine Halle an die mehrere Räume angrenzten. Zu ihrer linken befand sich eine Reihe von Türen hinter denen womöglich Quartiere für Cortezs Mitarbeiter waren. In einer Ecke befand sich ein Tisch an dem zwei Menschen saßen und Karten spielten. Dem Agenten entging nicht das beide Bewaffnet waren, aber bevor er sich noch weiter umsehen konnte begann der Waffenhändler wieder zu sprechen.

„Mr. Weber, Miss Phoenix, hinter diesem Tor liegt mein Lager. Sie dürfen sich dort erstmal umsehen. Ich lasse Sie…ungefähr fünf Minuten alleine. Es gibt noch eine Kleinigkeit, die ich vorher erledigen muss.“ Cortez pausierte einen Moment und ließ das Tor öffnen.
„Wenn Sie Fragen oder Anliegen haben, wenden Sie sich bitte an einen meiner Männer. Sie finden Sie im hinteren Teil des Lagers.“

Kaum hatte er seinen Satz beendet verschwand Cortez auch schon und als John Rachel einen fragenden Blick zuwarf bedeutete ihm die Blonde stumm in das Lager zu gehen, während sie selbst an dem Tor stehen blieb.

Der Agent warf Amanda einen Blick zu die schon durch die Regalreihen schlenderte und die dort gelagerten Gegenstände inspizierte. Auch John begann durch das Lager, welches sicher ähnliche Ausmaße wie der gesammte Club hatte, zu wandern wobei er immer darauf achtete die Amerikanerin nicht aus den Augen zu verlieren.

John entdeckte Waffen die von überall aus der Galaxie zu kommen schienen und in unterschiedlichstem Zustand waren. Er fand Gewehre die in Kisten die so aussahen als währen sie erst vor kurzem aus einer Fabrik gekommen aber auch Waffen die die vermutlich schon Jahre vor sich hin rosteten.

Wieso lässt er uns hier alleine herumstöbern? Dieser Cortez kennt uns nicht und müsste als erfahrener Waffenhändler wissen das zumindest die Möglichkeit bestünde, dass wir uns einfach ein paar Gewehre schnappen die Wachen umlegen und uns dann mit dem was wir suchen aus dem Staub machen...


Im Lager selbst waren nur fünf von Cortez Leuten. Drei von ihnen sortierten irgendwelche Kisten ein. Ein weiterer stand vor einem Tor innerhalb des Lagers und der fünfte unterhielt sich leise mit Rachel deren durchdringenden Blick John in seinem Nacken spürte.

Die ist mir nicht ganz gehäuer...Was hat die Frau bloß?

Da trat Amanda wieder neben den Agenten und flüsterte leise: „Finden Sie es nicht auch ein wenig merkwürdig, wie viel Vertrauen Cortez uns entgegen bringt?“

Das frage ich mich auch schon die ganze Zeit...

Doch bevor John noch eine Antwort formulieren konnte, kam Cortez auf die beiden zu und verkündete, dass er ihnen nun seinen neuesten Fund präsentieren würde. Er führte die beiden zu der Tür vor der einer seiner Mitarbeiter Wache gestanden hatte und öffnete sie.

Dahinter kam ein kampfgezeichnetes, hüfthohes Gerät zum Vorschein und während John noch rätselte worum es sich handeln konnte neigte sich Amanda leicht zu John:„Ich habe das noch nie zuvor gesehen. Können Sie mir ein paar Minuten verschaffen?“

John nickte leicht und wandte sich wieder an Cortez: "Ein interessantes Gerät haben sie da gefunden. Sie werden doch sicher nichts dagegen haben wenn meine Expertin es etwas unter die Lupe nimmt, bevor wir uns entscheiden." "Natürlich nicht, eine schöne Frau soll man nicht hetzen... dennoch muss ich darauf bestehen das sie sich beeilt da ich mich noch um andere Dinge zu kümmern habe." antwortete der Waffenhändler und John meinte einen Hauch von Nervosität in seiner Stimme zu erkennen.

Irgendetwas muss in der Zeit als er weg war vorgefallen sein, aber was?

"Wie haben sie es eigentlich geschafft so viele Waffen hier lagern zu dürfen?" fragte John während er und Cortez das hintere Lager verließen damit Amanda in Ruhe arbeiten konnte. "Es geht nur darum wen man kennt." antwortete der Waffenhändler und sein Blick glitt über die Regale: "und ich habe mit einer Fraktion welche einen Großteil der Wachen stellt einen Deal... Hey ihr zwei! Was macht ihr da?!"

Die letzten Worte hatte er einem Mann und einer Frau zugerufen welche eine große Kisten auf einer Antigrav-Plattform vor sich herschoben. "Er hat gesagt er bräuchte sie doch nicht mehr da sein Käufer abgesprungen sei oder so was in der Art." antwortete die Frau mit einem Schulterzucken und machte sich wieder daran die Fracht in einer Ecke zu verstauen.

"Diese vermaledeite kleine Gastasche!" knurrte Cortez mit mahlendem Kiefer: "Wie kann er es wagen... Erst die Aktion von vorhin und nun dass...."

Was hat der denn auf einmal? fragte sich John und warf dann einen Blick über die Schulter in Richtung Amanda die noch immer sehr beschäftigt schien: Hoffentlich kommt sie voran, denn ich hab keine Lust derjenige zu sein an dem dieser Waffenhändler seinen Frust auslässt...



16:53 Ortszeit

Amanda Phoenix
03.05.2009, 12:42
16:51 Uhr
Lagerraum, Fortune-Hunter
Antirumgon


Mit geschickter Wortwahl schaffte es John tatsächlich, Amanda die dringend benötigte Zeit für den ersten genaueren Blick zu verschaffen, denn schon nach wenigen Augenblicken verließen die beiden den Raum und ließen Amanda zurück, die sich mit kritischem Blick eifrig an die Arbeit machte.

Es fiel ihr äußerst schwer, dieses ‚Ding‘ in eine feste Kategorie zu stecken. Es hätte ein Generator sein können. Genau so gut aber auch nur eine elektronisch gesteuerte Aufbewahrungsbox. Fest stand jedoch: Was es auch war, es benötigte Strom oder eine andere Art von Energie, um zu funktionieren. In diesen Augenblicken war jedoch keinerlei Energie gegeben und auch die daran befindlichen Kampfspuren machten nicht unbedingt den Eindruck als hätte man es einfach so aktivieren können. Da liegt wohl noch ein Haufen Arbeit vor mir. seufzte Amanda, während sie ihre Finger vorsichtig über das feste, kalte Material des Geräts gleiten ließ. Sie machte wieder ein paar Schritte zurück und betrachtete es noch mal im Gesamten. Dass es von den Geth war, stand nun fest. Die Form ähnelte der typischen Gethbauweise stark. Und auf diesen Aspekt kam es bei dem Kauf erstmal am meisten an. Dennoch war diese Investition voller Risiken. Die 29-jährige war nicht sicher, ob sie dieses Gerät zum Laufen bringen könnte. Und dann fiel es ihr wieder ein. Das zweite Team hatte ein Energiegitter eines Geth-Raumers gefunden. Mit etwas Glück hätte sie die Informationen des Pads mit dem Fund dieses Geräts verbinden können. Doch bevor sie nicht auf der Midway waren, waren der 29-jährigen die Hände gebunden.

So verließ nun auch die Brünette wieder den Raum und machte einen leicht besorgt scheinenden Weber aus. Schnellen Schrittes traf sie wieder auf ihn und Cortez, winkte den Agenten aber zu sich hinüber du fing an, zu flüstern:

„Ich weiß noch nicht, was es genau ist. Sicher ist aber, dass es von den Geth stammt und eine Art von Energie benötigt. Allerdings habe ich meine Zweifel, ob ich es zum Laufen bekommen kann. Der Kampf hat es stark mitgenommen und so viel Technik wie da möglicherweise drin stecken kann, wird sehr schnell beschädigt.“

Die Brünette pausierte und ließ die Worte wirken, während sie John in seine glänzenden und nachdenklichen Augen schaute.

„Sie sind der Boss. Gehen wir das Risiko ein oder setzen wir auf das Pad vom anderen Team?“


16:55 Uhr

John Weber
04.05.2009, 15:20
Lagerraum, Fortune-Hunter
Antirumgon

16:53 Ortszeit

"An wen wollten sie denn die Kiste verkaufen?" fragte John beiläufig den immer noch wütenden Cortez. "An Bradok den kleinen Mistkerl..." antwortete dieser und fügte mit mit drohender Stimme hinzu: "... dieser Zwergalien glaubt er kann sich alles erlauben. Zu Beginn war er für uns nützlich, da er uns mit Informationen versorgt hat, aber seit ein paar Tagen verhält er sich so als würde er reinen Sauerstoff inhalieren. Er blamiert mich und jetzt hat er auch noch die Drohnen für die er einen 'Bombensicheren Deal' hatte zurückgeschickt..."

"Boss, wie´s aussieht wurde der Code für das Schloss geändert!" rief der Mann welcher versuchte die Box zu öffnen um den Inhalt zu inspizieren. "Ich bring die Gastasche um. Dann lass dir was einfallen... wenn nötig brich das Schloss auf ich will wissen ob die Drohnen noch in Ordnung sind." erwiderte Cortez mit bemüht beherrschter Stimme.

John verfolgte das Geschehen stumm als er Amanda bemerkte die an den Agenten herantrat: „Ich weiß noch nicht, was es genau ist. Sicher ist aber, dass es von den Geth stammt und eine Art von Energie benötigt. Allerdings habe ich meine Zweifel, ob ich es zum Laufen bekommen kann. Der Kampf hat es stark mitgenommen und so viel Technik wie da möglicherweise drin stecken kann, wird sehr schnell beschädigt.“

Das bedeutet wir können uns weder sicher sein was es genau ist oder ob es wirklich von Wert ist...

John blickte der Gethexpertin nachdenklich in deren braune Augen als diese fortfuhr: „Sie sind der Boss. Gehen wir das Risiko ein oder setzen wir auf das Pad vom anderen Team?“

Keine leichte Entscheidung, ich riskiere hier einen totalen Reinfall und ob dieses Energiegitter hält was es verspricht wissen wir auch nicht...

"Besteht irgendeine Chance, dass wir mehr über dieses 'Ding' herausfinden? Vielleicht indem wir es an eine Energiequelle anschließen... Auf jeden Fall sollten uns nach einem Preis erkundigen bevor wir uns endgültig entscheiden..." antwortete der Agent schließlich als in ein gerufenes "Es ist offen Boss!" ablenkte.

Cortez Mitarbeiter hatten es anscheinend geschafft das Schloss an der großen Kiste zu öffnen, aber als einer von Ihnen den Deckel öffnete stieß einer von inen einen überraschten Laut aus.

Aus der Kiste stiegen zwei Kampfdrohnen empor und richteten die Läufe ihrer Waffen auf die Beiden Menschen die wie erstarrt neben der Kiste standen.

Oh Verdammt... ging es John durch den Kopf als die Drohnen plötzlich das Feuer eröffneten. Der Agent nahm sich nicht die Zeit um zuzusehen welches Schicksal den beiden Menschen neben den Kisten widerfuhr, denn er hatte Amanda schon an den Schultern gepackt und zog sie hinter eines der Regale um sie aus der Sicht der Sensoren der Kampfmaschinen zu halten.

16:56 Ortszeit

Amanda Phoenix
04.05.2009, 20:35
16:55 Uhr
Lagerraum, Fortune-Hunter
Antirumgon


Nur ein kurzer Augenblick des Schweigens verging, bis John interessiert nachfragte, ob die Möglichkeit bestünde, mehr heraus zu finden, wenn man das Gerät an eine Energiequelle anschließen würde. Gerade wollte Amanda antworten, da wurde der Ansatz schon von einem lautstarken Kommentar, der von einem der ‚Wachmänner‘ ausging, unterbrochen. Sowohl John, als auch Amanda blickten sofort in die Richtung des Mannes und seinem Partner, die sich plötzlich mit den Läufen von zwei kampfbereiten Drohnen konfrontiert sahen. Oh verdammt, nein!
Wie vereist starrte die 29-jährige auf das Geschehen, wurde dann aber auch schon von John in Deckung gezerrt. Wenige Augenblicke später ertönten ohrenbetäubende Schüsse, die in der Halle noch mehr hallten, Waffen und Körper hinterließen helle und dumpfe Schläge auf dem harten, kalten Boden. Plötzlich herrschte Stille. Lediglich das leise Summen von den Motoren der Drohnen ertönte den Raum.
Phoenix wollte gucken. Sie wollte sehen, was mit den beiden Männern passiert ist. Aber sie konnte nicht. Viel zu viele Gedanken bohrten sich durch ihren Kopf wie hunderte Nägel, die sich langsam durch das Fleisch fraßen; die sie lähmten.

„John?“ fragte Amanda mit zitternder Stimme. Scheiße! „Was passiert hier?“ flüsterte sie weiter, während sie mit aller Kraft versuchte, ihre Gedanken wieder zu ordnen und den Schock zu verdauen.
Der Blick ihrer haselnussbraunen Augen wanderte hektisch und vorsichtig durch die Halle. Und es war immer noch still. Viel zu still. Und plötzlich fiel ihr ein, was fehlte. Oh nein…

„Und wo ist Cortez?“ fügte die Amerikanerin hinzu, nachdem John still verharrte. Vermutlich bastelte er eine schonende Antwort. Oder ihn traf diese Überraschung genau so hart wie die Brünette und er suchte überhaupt nach irgendwelchen Worten.

Amanda zumindest hoffte inständig, dass ihr Partner noch bei der Sache und voll aufnahmefähig war. Wer wusste schon, was noch kommen mochte, nachdem zwei wildgewordene Drohnen auf das Lager losgelassen wurden.

Aber noch immer wartete sie vergebens auf eine Antwort. Hektisch, aber weiterhin leise, schlug sie vor: „Um uns herum liegen hunderte von Waffen. Denken Sie, eine davon ist funktionsfähig?“


16:57 Uhr

John Weber
05.05.2009, 16:51
Lagerraum, Fortune-Hunter
Antirumgon

16:56 Ortszeit


Das dröhnende Waffenfeuer der Drohnen verstummte nur Sekunden nachdem John Amanda hinter eine Regalreihe gezerrt hatte und Eine unheimliche Stille machte sich breit, die einzig durch das summende Antriebsgeräusch der Drohnen gestört wurde.

„John?“ fragte Amanda mit zitternder Stimme. „Was passiert hier?“ flüsterte sie weiter, während ihr Blick suchend in der Halle umher huschte: „Und wo ist Cortez?“

Scheiße, sie hat recht wo ist der Kerl... hoffentlich lebt er noch...

John suchte nach einigen schonenden Worten um die Gethexpertin zu beruhigen, während er gleichzeitig fieberhaft darüber nachdachte wie sie Beide aus dieser Situation wieder herauskamen.

Erstmal müssen wir diese verdammten Drohnen loswerden...

„Um uns herum liegen hunderte von Waffen. Denken Sie, eine davon ist funktionsfähig?“ kam es plötzlich wieder von Amanda und auf Johns Gesicht schlich sich ein ungewolltes Lächeln.

Du bist ausgebildeter Soldat hast dutzende Kämpfe und Schlachten überlebt und dann muss dich eine Zivilistin, in einem Lagerraum voller Waffen daran erinnern, das du dir eine Waffe schnappen könntest?... Mein Kopf muss auf Elysium mehr abgekriegt haben als ich gedacht hatte…

Der Agent sah sich kurz suchen um und sein Blick blieb an einer Kiste hinter der Amerikanerin hängen. Schnell schob er sich an Amanda vorbei, öffnete die Kiste und wurde fündig. In der Kiste befand sich ein halbes duzend Lancer Gewehre und gleich daneben fand sich eine Box mit Magazinen.

Gelobt sei der Waffenschmuggel und die platzsparende Verpackungspolitik von Hane-Kaeder...

Bei den Gewehren handelte es sich zwar um etwas ältere Modelle, aber sie würden ihren Zweck erfüllen. Mit routinierten Handgriffen holte John eines der Gewehre hervor schnappte sich ein Magazin und ließ es in die Waffe einrasten.

"Bleiben sie ganz ruhig. Es wird ihnen nichts passieren, das verspreche ich." flüsterte John Amanda zu und legte so viel Zuversicht in seine Stimme wie nur irgendwie möglich war. In diesem Augenblick zerrissen weitere Schüsse die Stille und der Agent nährte sich dem Regalende und spähte um die Ecke.

In der Mitte der freien Fläche schwebten noch immer die beiden Kampfrohnen und während eine sich ein Feuergefecht mit einem von Cortez Leuten lieferte, der hinter einer anderen Regalreihe Schutz gesucht hatte, beschrieb die Zweite einen Bogen um aus einem anderen Winkel anzugreifen.

Wenn das so weitergeht ist er bald tot...

Auch wenn dieser Mensch ein Krimineller war, John wollte nicht einfach tatenlos zusehen während er starb, außerdem lenkte er die Maschinen ab und daraus konnte der Agent vielleicht einen Vorteil ziehen.

John wandte sich wieder an Amanda legte ihr eine Hand auf die Schulter um die volle Aufmerksamkeit der etwas desorientiert wirkenden Frau zu bekommen: "Ich bin gleich wieder da. Bleiben sie hier und egal was sie hören kommen sie nicht raus. Keine Heldentaten, in Ordnung?" Der Agent wartete kurz auf die Reaktion der Frau, wandte sich dann wieder um und nach einem kurzen prüfenden Blick zu den Drohnen, die immer noch Cortez Mitarbeiter in die Zange nahmen sprintete er los.

Ich muss von Amandas Versteck weg, sonst gerät sie vielleicht ins Kreuzfeuer...

Die Drohne welche eben noch versucht hatte Cortez Mitarbeiter zu flankieren schien Johns Bewegungen zu bemerkten, denn sie drehte sich in der Luft und richtete ihre Waffen auf den Agenten. Dieser reagierte schneller und hechtete hinter eine weitere Regalreihe bevor eine Geschosssalve die Stelle malträtierte wo sich John Sekunden zuvor befunden hatte.

John sparte sich die Mühe ungezielte Schüsse abzugeben, denn diese Taktik funktionierte leider nur bei Organischen Wesen. Der Agent konzentrierte sich kurz und umgab sich mit einer Hülle aus dunkler biotischer Energie die ihn zusätzlich zu seinem Schild schützen sollte. Als die Drohne eine kurze Feuerpause einlegte um die eigenen Waffensysteme nicht zu überhitzen kam John hinter seiner Deckung hervor, zielte und zog den Abzug.
Seine Geschosse trafen die Drohne und diese erzitterte kurz in der Luft, erwiderte dann jedoch sofort das Feuer. Die Projektile strapazierten Johns Schild und dieser ging wieder in Deckung. Scheiße... John spähte noch einmal hinter seiner Deckung hervor gab einen kurzen Feuerstoß ab und verzog sich dann wieder. das ist eine Pattsituation… wo sind denn bloß alle Anderen?

Gerade als er erneut eine Salve abgeben wollte, bellte eine Regalreihe neben ihm eine Schrotflinte auf und eine Serie von Schüssen liesen beide Drohnen erzittern. Endlich, Verstärkung… John nutzte die Gelegenheit und eröffnete ebenfalls das Feuer. Die Drohnen begannen Ausweichmanöver zu fliegen und leisteten heftige Gegenwehr, aber nun da sie von drei Seiten beschossen wurden gab es immer jemanden, der ein freies Schussfeld hatte.

Obwohl die Maschinen über sehr gut aufgeprägte Kampfprotokolle verfügten, wurden sie nun doch langsam abgedrängt und als John kurz die Gelegenheit hatte einen Blick auf die Verstärkung zu werfen, erkannte er Rachel und einen ihrer Kollegen. Nach einigen weiteren Sekunden brach endlich die kinetische Barriere einer der Drohnen zusammen und nach einem Volltreffer aus Rachels Schrotflinte gab die Maschine endlich den Geist auf. Kurz darauf verging auch die Zweite unter dem kombinierten Feuer aus vier Waffen.

Dann herrschte Stille, die nur durch das leise knistern von Restspannung der beiden Drohnen und dem stoßweisen Atmen von einem der beiden Männer, die wie gebannt auf die metallischen Überreste starrten, gestört. Rachel und John blickten sich kurz an um sich knapp aber respektvoll zuzunicken, dann wandten sie sich fast gleichzeitig voneinander ab. Während die Frau mit lauter Stimme nach Cortez rief, eilte John zurück zu dem Ort wo er Amanda gelassen hatte. Sein Blick glitt kurz über die zerfetzten Überreste zweier menschlicher Leichen, die neben der Transportkiste lagen aus der die Drohnen gekommen waren, wanderte dann weiter zu dem offenen Lagertor in dem das Gethartefakt lag und aus dem gerade, ein sichtlich erschütterter Cortez, sowie eine weitere Wache, welche die Hand auf eine blutende Wunde an der Schulter presste, kamen.

John beachtete sie alle nicht wirklich sondern schritt zielstrebig auf die Regalreihen zu wo sich tatsächlich noch immer Amanda befand. „Alles in Ordnung. Sie können rauskommen…“ begann John freundlich und hängte das Lancer-Gewehr an die dafür vorgesehene Stelle an seinem Schutzanzug: „Geht es ihnen gut?“

17:00 Ortszeit

Sirtan Ardaka
05.05.2009, 17:38
23:45 Uhr

Das lief ja geradezu perfekt. Sirtan rannte nach vorne und sprang dem ersten der hilflos in der Luft schwebenden Menschen mit dem Messer direkt an die Kehle. Warmes rotes Blut schoss aus dem Hals des Mannes hervor und verteilte sich auf Sirtans Rüstung, einige Spritzer trafen ihn ins Gesicht, einer sogar ins Auge, aber das störte ihn nicht sonderlich. Der Mensch gab ein gurgelndes Geräusch von sich, sein Nebenmann nur einen erstickten Schrei. Sirtan rammte ihm das Messer ebenso gnadenlos in die Kehle, bevor einige Schüsse ihn zwangen, hinter dem Tresen Deckung zu suchen.

Dennoch lächelte er. Mit Leif auf seiner Seite war das ja das reinste Schlachtfest, eine großartige Gelegenheit die Galaxie um ein paar Menschen zu erleichtern und ganz nebenbei würde das ziemlich sicher Dons Aufmerksamkeit auf sie lenken, ob er nun da war oder nicht.
Neben Sirtan fiel ein Mensch zu Boden, ein zu langsamer um noch zu entkommen. Nach seinem Tod sprang Sirtan wieder hinter dem Tresen hervor, die Schüsse waren verstummt und das war definitiv ein gutes Zeichen.

Mit einem wütenden Schrei stürzte ein Mensch von links auf den Turianer zu, ein langes Messer stichbereit erhoben, allerdings hätte sich der besoffene Schmuggler auch denken können, dass ein Turianer, der noch einen Hauch einer Erinnerung an seine Militärausbildung hatte, damit nicht zu erledigen war. Sirtan schlug den Arm des Mannes zur Seite und schnitt ihm die Kehle durch, dann schnappte er sich das Messer des Menschen – schon viel besser als dieses Metallstückchen, das er bis jetzt hatte benutzen müssen.

Gerade hatte Sirtan ein weiteres Opfer ausgemacht, das eben von Leif gegen einen Tisch geschleudert worden war, als mit einem Mal eine Tür aufsprang und eine Sturmgewehrsalve durch den Raum fegte.
„Scheiße!“, fluchte Sirtan und sprang in Deckung. Damit hatte er nicht gerechnet und auszusetzen hatte er dagegen noch weniger…
„Nicht, du Idiot! Was ist hier los?! Wer ist dafür verantwortlich!?“
Stille. Das klang doch fast nach dem Besitzer des Klubs.
„Der da ist ein Biotiker, der war das! Da ist noch ein anderer von der Sorte und ein Salarianer!“, schrie schließlich jemand.

„Dann bringt mir diese verdammten Drecksviecher lebend, dafür werden sie bezahlen! Und betet, dass die Wachen das hier noch nichtmitbekommen haben!“
Ziemlich eindeutig Herr Don. Sirtan hielt es jetzt allerdings für das beste, Leif den Vorritt zu lassen.

Amanda Phoenix
06.05.2009, 16:22
16:58 Uhr
Lagerraum, Fortune-Hunter
Antirumgon


Amanda spürte Johns warme, kräftige Hand, die sanft auf ihrer Schulter ruhte, während Weber selbst ihr Mut zusprach und sie dann anwies, in dem Versteck zu bleiben, bevor er sich schließlich wieder zu den Drohnen wandte. Was Sie auch tun, passen Sie auf sich auf. rauschte es der Brünetten durch den Kopf. Aber sie konnte es nicht aussprechen. Ihr fehlte die Stimme. Und dann war John auch verschwunden.
Amanda schloss die Augen, betete zu allen ihr bekannten Göttern, dass sie hier lebend wieder rauskommen würden. Die nächsten Sekunden vergingen wie Ewigkeiten. Schuss für Schuss, Salve für Salve. So vergingen die endlosen Augenblicke. Bis plötzlich ein noch lauterer, einzelner Schuss zu hören war. Die Amerikanerin zuckte zusammen. Der Ursprung des Knalls war nur weniger Meter von ihr entfernt. Vorsichtig spähte sie durch einige der Waffen. Es war Rachel, die John mit zwei weiteren Männern zur Unterstützung eilte. Der Rest verging rasend schnell. Die Drohnen verabschiedeten sich unter erlösendem Kreuzfeuer. Zischend fielen sie zu Boden.
Erneut herrschte Stille. Dieses Mal jedoch hielt sie nicht lange an. Denn Rachel rief sofort nach Cortez, der kurze Zeit später aus dem zusätzlichen Lager kroch, in dem sie das Artefakt untersuchten. Amanda nutzte diese Gelegenheit, ließ sich wieder zu Boden fallen und atmete mit geschlossenen Augen tief durch. Bis, plötzlich, John wieder vor ihr stand.

„Alles in Ordnung. Sie können rauskommen…“ Der Agent zeigte keinerlei Anzeichen von Erschöpfung, erkundigte sich stattdessen sofort nach Amandas Befinden: „Geht es ihnen gut?“ Fragte er freundlich.
Die Brünette zögerte einen Augenblick, entgegnete dann aber: „Alles in Ordnung. Danke. Sie sind so’n typischer Held, oder?“ scherzte sie. „Eben noch in voller Action…und jetzt so cool als wäre nichts gewesen.“ Auch wenn diese Sätze nicht vollkommen ernst zu nehmen waren, so wusste Phoenix doch, dass sie der Wahrheit entsprachen.

Die 29-jährige rappelte sich schließlich wieder auf, befreite ihre Kleidung mit flüchtigen, klopfenden Schlägen von dem Staub am Boden und richtete ihre haselnussbraunen Augen wieder auf John. Ein weiterer Moment der Stille folgte. Amanda vergaß alles um sich herum, hatte nur Weber im Auge. Gedanken rasten durch ihren Kopf. Doch sie musste jetzt einen klaren Kopf bewahren. So sprach sie schnell mit einem unübersehbaren Hauch von Verwirrtheit weiter: „Wir sollten mal nach Cortez sehen. Achja, um Ihre Frage von vorhin zu beantworten: Selbst wenn wir das Teil an eine Energiequelle anschließen, so können wir uns nicht sicher sein, ob es auch wirklich anspringen wird. Auf den ersten Blick zweifle ich, wie gesagt, stark daran. Die Frage bleibt aber trotzdem: Wollen wir eine, möglicherweise sehr wertvolle, Neuigkeit aus risikotechnischen Gründen einfach überspringen, oder spielen wir das Spiel?“ Phoenix ließ die Worte kurz wirken, fuhr dann aber fort: „Ihre Entscheidung, Boss.“ Das Wort ‚Boss‘ betonte die Amerikanerin beabsichtigt scherzend, zwinkerte John dabei sogar zu. Sein selbstbewusstes Auftreten schien schnell auf andere über zu gehen…


17:02 Uhr

John Weber
07.05.2009, 19:45
Lagerraum, Fortune-Hunter
Antirumgon

17:01 Ortszeit

Auf John´s Frage hin zögerte Amanda kurz und antwortete dann mit einem unsicheren Lächeln: „Alles in Ordnung. Danke. Sie sind so’n typischer Held, oder? Eben noch in voller Action…und jetzt so cool als wäre nichts gewesen.“

Ein Held? Ich bemühe mich nur desshalb so ruhig wie möglich zu bleiben um dich nicht zu beunruhigen... aber wenn ich genau nachdenke hab ich bei Gott schon schlimmeres erlebt...

John erwiderte nichts, aber die Tatsache, dass Amanda zumindest etwas Humor in dieser Situation zeigte, war für den Agenten ein gutes Zeichen. Schließlich rappelte sich die Gethexpertin auf und klopfte ihre Kleidung ab. Als sie dem Agenten gegenüberstand verging ein weiterer Moment in dem sich die beiden sich stumm ansahen bis Amanda die Stille schließlich durchbrach.
Sie erkundigte sich nach Cortez und beantwortete dann die Frage zu dem Gethartefakt, welche John ihr vor ein paar Minuten gestellt hatte.

Netter Gedankensprung... sie ist vielleicht halt noch ein wenig durcheinander von dem Angriff... Ok zurück zu der entscheidenden Frage: Der kauf dieses Artefakts bleibt ein Risiko das wir nicht wirklich einschätzen können...

"Ich denke wir sollten das Risiko eingehen..." entschied John und als Cortez Stimme wieder ertönte und irgendetwas, vermutlich nicht gerade freundliches auf Spanisch rief, kam dem Agenten ein Gedanke: "... und vielleicht können wir ja aus der Momentanen Situation Kapital schlagen... wenn wir einen kühlen Kopf bewahren. Kommen sie."

Cortez und Rachel standen inmitten der Halle und redeten aufeinander ein, während zwei der Untergebenen die Schusswunde des dritten mit Medigel versorgten. Gerade als John den Waffenschmuggler erreichte hörte er diesen sagen: „Bradok wird dafür bezahlen… aber er konnte doch nicht wirklich glauben das er damit durchkommt.“

John wollte den Waffenhändler gerade ansprechen als dessen PDA eine seltsame Abfolge von Tönen abspielte. Es waren drei Kurze gefolgt von drei Langen und noch einmal drei Kurze. Der Lateinamerikaner warf Rachel einen entsetzten Blick zu. Diese wirkte um einiges gefasster als ihr Boss und wandte sich den anderen ihren drei Mitarbeitern zu und rief: „Auf die Beine. Wir kriegen gleich Besuch!“ Die Angesprochenen rappelten sich auf und schnappten sich ihre Waffen, wobei der Mann mit er Schusswunde etwas länger brauchte und dabei die Zähne zusammenbiss.

„Und Sie sollten sich auf einen weiteren Kampf vorbereiten.“ fügte Rachel an Amanda und John hinzu während sie ihre Schrotflinte überprüfte: „ Wie es aussieht werden wir angegriffen.“ „Wir sind keine Soldaten sondern Händler. Also warum sollten wir uns in irgendwelche Kämpfe einmischen?“ fragte John und ihm wurde gleichzeitig bewusst, dass er sich diesen schwachen Versuch einer Ausrede hätte sparen können. „Weil hier gleich mehrere Angreifer reinkommen werden und wahrscheinlich auf alles schießen was sich bewegt, also schnappen sie sich ihr Gewehr und helfen uns.“ antwortete die Frau und fügte an Amanda gewandt hinzu: „Wenn sie schießen können würde ich mir an ihrer Stelle eine Knarre schnappen Schätzchen, sonst stehen sie nämlich nur im Weg…“

17:04

Amanda Phoenix
11.05.2009, 15:09
17:02 Uhr
Lagerraum, Fortune-Hunter
Antirumgon


Johns neu geplante Verhandlungsstrategie gefiel Amanda auf Anhieb. Sie nickte ihm eifrig zu, folgte dem Agenten zu Cortez und Rachel und nickte der Frau dankend zu. Doch noch bevor es zu größeren, möglicherweise schon abschließenden Verhandlungen kommen konnte, gab Cortez PDA plötzlich das irdische Morsezeichen für SOS von sich. Misstrauisch blickte die Amerikanerin in die Runde und Rachel ergriff sofort das Wort:

„Auf die Beine. Wir kriegen gleich Besuch!“ Oh verdammt nein.

„Wenn sie schießen können würde ich mir an ihrer Stelle eine Knarre schnappen Schätzchen, sonst stehen sie nämlich nur im Weg…“

Amanda zögerte kurz, rief sich dann aber etwas in Erinnerung, was sie so lange zu verdrängen versuchte…
„Dann sollten wir beide wohl aufpassen, wo wir hintreten, ‚Schätzchen‘.“
Erwiderte die Brünette von neuem Selbstbewusstsein beflügelt.

Rachel warf ihr ein überraschtes, aber gleichzeitig auch zufriedenes Grinsen zu.
Die 29-jährige griff sich schließlich eine der zahlreichen Waffen im Regal neben ihnen. Erwischt hatte sie eine einfache Pistole. Sie war noch erstaunlich gut erhalten und offensichtlich funktionsbereit.

Die Gruppe nickte sich schließlich zu, arbeitete sich vorsichtig von Deckung zu Deckung, um in Richtung Ausgang zu gelangen. Noch blieb alles ruhig. Etwas zu ruhig vielleicht… Dachte Amanda sich, die Waffe weiterhin fest umklammernd.

Nun trennten die Gruppe nur noch wenige Meter bis zum Ausgang. Fast geschafft.
Doch dann erschienen 8 gut gepanzerte Gestalten in dem leeren Zwischenraum. Den Körpern nach zu urteilen, waren drei davon Batarianer und fünf Turianer. Alle jeweils mit Sturmgewehren im Anschlag, Pistolen im Halfter am Bein und einer Schrotflinte auf dem Rücken.
„Deckung!“ rief Rachel zugleich und gerade schnell genug. Denn die Unbekannten eröffneten sofort das Feuer auf die nicht nur zahlenmäßig unterlegene Gruppe. Sofort klirrten, raschelten, knallten und rauschten die Projektile durch die Halle. Amanda blickte schließlich zu Weber hinüber, nickte diesem entschlossen zu: „Dann los!“

Die Brünette spähte bedächtig aus ihrer Deckung heraus. Die fremden Gestalten hatten ebenfalls schnell Schutz gefunden, gaben sich gegenseitig Feuerschutz. Die Chance, einen der Feinde zu treffen, ohne dabei selbst getroffen zu werden, ging Sekunde für Sekunde immer weiter gen Null.
Halbe Ewigkeiten verstrichen bereits, da ertönte plötzlich ein lauter Schrei.
Die Amerikanerin riss ihren Blick sofort zum Ursprung des Schreis und erblickte den zitternden Körper einer von Cortezs Wachen. Scheiße... Und dann erstarrte der Menschenkörper auch schon.

Ok, konzentrier dich jetzt! befahl Amanda sich selbst und spähte erneut aus der Deckung. Als sie einen der Batarianer erblickte, feuerte sie sofort einige Schüsse ab. Doch keiner davon durchdrang das Schild. Verzweifelt zog sie sich wieder zurück.


17:08 Uhr

John Weber
11.05.2009, 21:52
Lagerraum, Fortune-Hunter
Antirumgon
17:04

Als Rachel Amanda aufforderte sich eine Waffe zu schnappen, war John für einen Moment skeptisch, da er sich keineswegs sicher war wie gut die Amerikanerin mit Waffen umgehen konnte. Doch die Brünette überraschte sowohl John als auch Rachel mit ihrer Schlagfertigkeit: „Dann sollten wir beide wohl aufpassen, wo wir hintreten, ‚Schätzchen‘.“

Cortez blonde Assistentin belohnte diese Aussage mit einem zufriedenen Grinsen und auch der John konnte sich ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen. Je mehr Zeit er mit dieser Frau verbrachte, umso mehr gefiel sie ihm.

Während Amanda eine Pistole aus den Regalen fischte, nahm der Agent sein Gewehr vom Rücken und überprüfte es noch einmal kurz. Als sie bereit waren nickte sich die Gruppe zu und die sieben Menschen arbeiteten sich durch zwei Parallel laufende Regalreihen in Richtung Ausgang.

Johns Augen huschten immer wieder von links nach rechts und wieder zurück, um einen eventuellen Hinterhalt so früh wie möglich zu erkennen. Die Gruppe hatte schon fast den Ausgang erreicht, als sich der Feind endlich zeigte. Acht schwer bewaffnete und in Kampfpanzer gehüllte Gestalte erschienen im Tor des Waffenlagers. Noch während Rachel "Deckung!" rief brachten die fünf Turianer und die drei Batarianer ihre Sturmgewehre in Anschlag.

Gerade noch rechtzeitig gingen die Menschen hinter Regalen, einigen Frachtkisten, oder einem kleinen Transportgleiter, welcher vermutlich für den Transport von schweren Gütern war, in Deckung. Amanda war genau neben dem Agenten, als die ersten Schüsse durch den Raum und über ihre Deckungen hinweg peitschten. Die Amerikanerin nickte ihm entschlossen zu „Dann los!“

John richtete sich auf und noch während er eine kurze Salve auf den ihm nächst gelegenen Gegner abgab erkannte er sofort, dass sie schlechte Karten hatten. Während einige von ihren Feinden den einzigen Ausgang aus der Halle verteidigten verteilte sich der Rest und versuchten die Menschen von den Flanken her anzugreifen.

Ein Schrei ließ John herumfahren und während er wieder in Deckung ging sah er einen von Cortez Männern tot zusammenbrechen. Es waren erst wenige Sekunden vergangen in denen es die Angreifer bereits geschafft hatten das Zahlenverhältnis weiter zu ihren Gunsten zu wenden, während das Feuer der Verteidiger scheinbar wirkungslos blieb.

Sie sind besser ausgerüstet als wir und haben die bessere Position… Wenn uns nicht bald etwas einfällt sind wir tot…

Er warf einen Blick zu seinen Verbündeten und während Cortez lediglich ungezielte Schüsse aus seiner Pistole abgab versuchte Rachel ihr Feuer und das ihrer beiden Untergebene so zu koordinieren um doch noch effektiv Widerstand leisten zu können.

Als die blonde Frau Johns Blick bemerkte schien sie ihm einen Moment lang tief in die Augen zu schauen. Dann plötzlich gab sie dem Agenten ein paar Handzeichen wie sie das Allianzmilitär verwendete und John, dem in diesem Augenblick herzlich egal war ob er sich damit verdächtig machte nickte bestätigend.

Die Frau richtete sich für einen kurzen Moment auf und gab einige Schüsse aus ihrer Schrotflinte ab um das Feuer der Gegner auf sich zu lenken. Als sie den Kopf wider einzog war es nun an John sich aufzurichten und eine langgezogene Salve auf die ihm nächstgelegenen Feinde abzugeben.

Er fokussierte sein Feuer auf zwei Batarianer die, obwohl sie von ihren Schilden geschützt wurden, durch die pure Wucht der Geschosse zurückstolperten. Diese Aktion lenke den Fokus fast aller Gegner auf den Agenten und das war Rachels Chance. Sie zog im selben Moment ihre Pistole und richtete sie auf einen der Batarianer, die John noch immer unter Feuer hatte, als dessen Schilde einen Warnton abgaben. Schnell ließ sich der Agent fallen, aber die Zeit reichte und Cortez Vertraute konnte einen Schuss abgeben.

Die Waffe enthielt offenbar Explosiv-Geschosse, denn als das Projektil die nur unzureichend gepanzerte Seite des Knies eines der Batarianers traf, wurde dessen Gelenk von einer kleinen Explosion zerfetzt. Der vieräugige Alien stürzte zu Boden und brüllte vor Schmerz auf. Leider war das Unterdrückungsfeuer zu stark um ihm den Rest zu geben und sein Partner zog ihn aus der Schusslinie.

Einer der Turianer schien zu glauben die Verteidiger währen nun dank des Unterdrückungsfeuers festgenagelt, denn er versuchte sich von Links dem Versteck von John und Amanda zu nähren.

So nicht Freundchen… dachte John und begann biotische Energie zu sammeln. Sein Schild war gerade erst wieder dabei sich zu regenerieren und einen Kampf mit Feuerwaffen auf kurze Distanz würde er sicherlich verlieren. Also machte er das was ihm seine Ausbilder beigebracht hatten: Wenn du ein Spiel nicht Gewinnen kannst, dann ändere einfach die Regeln.

Schnell, fast schon Raubtierhaft sprintete der Agent los. Hinter den Kisten hervor, aber immer noch von den Blicken der anderen Angreifer abgeschirmt, hielt John direkt auf den Turianer zu. Als dieser ihn sah war es bereits zu spät. John schlug mit seiner Rechten Faust zu und ließ eine konzentrierte und gezielte Welle dunkler Energie auf den Schläfenbereich des Helmes seines Opfers los.

Die Physik und das Design des Helmes erledigten den Rest. Der Kopf des Turianers wurde abrupt um mehr als neunzig Grad zur Seite gerissen und der Agent meinte ein Knacken aus dem Inneren des Helmes zu hören, als das Genick seines Feindes brach.

Er wollte gerade wieder in Deckung gehen als ihn eine Explosion herumwirbeln ließ. Einer der Turianer hatte eine Granate geworfen die hinter den Verteidigern explodiert war. Es war zwar niemand im direkten Wirkungsbereich der Granate gewesen, aber die Explosion hatte mehrere Teile und Schrapnelle aus einem Regal gerissen.

Spinnen die den komplett?! Granaten in einem Lager das voll mit Waffen ist?!

Eines dieser Fragmente hatte den bereits an der Schulter verwundeten Mitarbeiter von Cortez im Rücken getroffen. Die Wunde war nicht tödlich aber der Mensch war zusammengesackt und würde bestimmt nicht weiterkämpfen können. Dann stellten die Angreifer das Feuer ein und auch die Menschen hielten inne.

„SO ENTWEDER IHR KOMMT JETZT MIT ERHOBENEN HÄNDEN RAUS ODER WIR JAGEN DAS GANZE LAGER IN DIE LUFT!!!“ rief einer der Turianer mit lauter und bedrohlicher Stimme.

John der neben der Leiche des von ihm getöteten Turianers hockte warf seinen Verbündeten einen Blick zu. Deutlich konnte er in Rachels Augen den Satz: ‚Das war´s wohl. Die Mistkerle haben uns am Arsch‘ ablesen. Nach zwei oder drei Sekunden bangen bis Cortez Stimme erklang: „In Ordnung wir kommen raus! Nicht schießen!“

Scheiße, wir sind geliefert... dachte John während er sein Gewehr auf den Boden legte, um langsam und mit erhobenen Händen aufzustehen...

17:09 Ortszeit

Kate Devereaux
13.05.2009, 12:18
<----- Antirumgon: Narshad – Erste Ebene


Antirumgon: Narshad - Zweite Ebene

Die Nachricht wurde diesmal ohne Probleme abgeschickt und als der Aufzug in der zweiten Ebene ankam, hatte Kate ihren PDA wieder verstaut. Sie verließ den Aufzug und die vor ihr liegende in den Tunnel gebaute Ansiedlung ekelte sie an. Anstelle von Wohnungen und Märkten waren hier hauptsächlich dubiose Geschäfte und Bars mit auffallenden Reklametafeln.

Im Gegensatz zur ersten Ebene war hier schon viel mehr los. Teilweise Leute die ihren Geschäften nachgingen und teilweise Rauschkugeln, die noch vom Vorabend übrig geblieben waren. Unweit von den Aufzügen, konnte die Biotikerin das Lost Souls ausmachen. Zielstrebig marschierte sie darauf zu um nach nur wenigen Schritten in eine Pfütze zu treten. Angewidert blickte Kate nach unten und konnte eine flüssige Masse aus Blut, Wasser, Alkohol und anderen Dingen erkennen, welche zähflüssig von ihrem Ursprung zu einem Kanalgitter floss und dort verschwand.

Ohne über die Herkunft dieser Flüssigkeit nachzudenken ging sie weiter, wurde jedoch abermals gestoppt. Ein Mann, vermutlich um die vierzig Jahre alt und in zerlumpte Kleider gehüllt, lallte sie an: „Ey, Schätzchen. Komm ich lad’ dich auf ein Bier ein. Oder besser du mich… hahaha.“ ‚Idiot!’
Sie wollte weitergehen, doch der Mann stellte sich ihr in den Weg und sprach weiter. „Ich bin Dave und wie heißt du, meine Süße?“ Ein Schwall alkoholgeschwängerte Luft begleitete seine Worte und ließen Kate einen Schritt zurück machen.

„Lass mich in Ruhe!“, forderte sie ihn auf, bewirkte bei ihm jedoch nur ein Grinsen. „Komm schon… Lass uns ein wenig Spaß haben, Kleine!“ ‚Den kann er haben!’
Ohne zu zögern schlug sie mit ihrer rechten Hand auf seine Schläfe und schickte den Mann somit zu Boden, wo er mit einem Grunzen im Dreck landete. ‚Jetzt brauch ich ein Waschbecken! Der ist ja eklig…’ Die Biotikerin sah auf ihre Hand und wollte danach noch einen Tritt nachsetzen, wurde jedoch von zwei weiteren Wachen zurückgehalten.

„Hey… Hey, Stopp! Lassen Sie… Moment, sind Sie nicht die, die oben in der ersten Ebene mehrere Wachen ausgeschaltet hat?“ Sofort richteten sich zwei Waffen auf die junge Frau. „Ja so hat Kevin sie beschrieben. Kevin ist übrigens der, den Sie in der Nische bei Ials Laden niedergeschlagen haben. Sie kommen jetzt mit uns mit. Und keine Spielchen!“
Die Wachen wirkten auf Kate weitaus professioneller, als die in der ersten Ebene. Natürlich hätte sie sich mit Hilfe ihrer Biotik aus der Situation befreien können, aber das hätte nur noch mehr Wachen auf sie gelenkt.

Langsam hob Kate die Hände und plötzlich kam ihr eine Idee. „Schon gut, ich werde nichts tun. Aber vielleicht interessiert es euch, dass ich mich oben gegen einen GFL Soldaten verteidigt habe. Er ist, seinen Worten zufolge, hier auf Urlaub. Ich vermute, dass bedeutet nichts Gutes.“ ‚Das sollte ihnen zumindest mal zu denken geben.’

„Was will die GFL hier in Narshad? Ist er wegen dir hier?“, fragte einer der Wachen, aber beide hielten ihre Waffen weiterhin auf Kate gerichtet.
„Ich habe keine Ahnung, was er da wirklich will. Die GFL-Typen sind zwar nicht meine Freunde, aber wegen mir ist er sicherlich nicht hier, da er überrascht war mich zu sehen.“ ‚Und jetzt nehmt eure dreckigen Waffen von mir und lasst mich gehen!’

„Das wird Tosh sicherlich nicht gefallen, dass die GFL hier herumschnüffelt!“, meinte die eine Wache zur anderen. „Tosh?“, fragte Kate nach, „Ist das der Partner von Loki?“ ‚Vielleicht krieg ich hier noch Infos raus…’

„Nein, nein! Tosh leitet alles hier. Thor und Loki gehören zu diesen verfluchten Kell Hounds.“
„Und ihr nicht?“
„Nein, wir gehören zu den Wenigen, die Tosh loyal geblieben sind. Obwohl es immer schwieriger wird, vor allem seit Cavic gestern verschwunden…“
„Hey Ron, du quatscht zu viel.“, unterbrach der zweite Wachmann den ersten.

„Jungs…“, die Biotikerin setzte ein unwiderstehliches Lächeln auf, „ich habe für die Kell Hounds auch nichts übrig und im allgemeinen wollte ich nur in Ruhe ins Lost Souls gehen, als mir dieser GFL Turianer über den Weg gelaufen ist. Wäre super, wenn ihr mich gehen lassen würdet.“

Ron senkte die Waffe und zuckte mit den Schultern. Anschließend sah er seinen Kollegen an, der ebenfalls ein wenig ratlos war. Da die beiden Wachen Kate anscheinend für keine Bedrohung hielten, machten sie platz. „Machen Sie uns einfach keine weiteren Schwierigkeiten! Und um Dave werden wir uns kümmern, aber er tut eh niemanden was.“ ‚Hättet ihr euch einfach früher darum gekümmert, dann wäre das ganze hier gar nicht passiert. Aber egal, zumindest hab ich ein paar weitere Infos. Also Thor und Loki gegen Tosh und Cavic.’

„Gut, danke. Ich geh jetzt ins Lost und werde mich unauffällig verhalten.“ ‚Hoffe ich zumindest… Und ihr kümmert euch bitte um diesen Turianer!’

08:03

Antirumgon: Narshad – The Lost Souls ----->

Amanda Phoenix
13.05.2009, 17:15
17:09 Uhr
Lagerraum, Fortune-Hunter
Antirumgon


Das schrill scheppernde Dröhnen fraß sich noch immer schmerzhaft durch die empfindlichen Menschenohren, als Amanda hinter der Deckung entlang kroch, um sich um den verwundeten Verbündeten zu kümmern. Schnell war klar, dass sich das Granatenfragment nicht tödlich auswirken konnte. Jedenfalls nicht ohne weitere, äußere Einwirkungen. Und diese waren, glücklicherweise, nicht gegeben. So konnte die Brünette den Mann nach einigen Augenblicken stabilisieren und beruhigen.
Was in der Zwischenzeit geschah, ging fast komplett an der 29-jährigen vorbei. Markant war lediglich, dass kein einziger Schuss mehr fiel, seit dem die Granate einige Meter weiter hinter ihnen detonierte und ein Regal von seinen Stützen riss.

Der verwundete Mensch versuchte inzwischen mit Amandas Hilfe wieder eine ruhige, gleichmäßige Atmung zu schaffen, da erklang auf einmal die ängstliche Stimme von Cortez. Mit ergebenden Worten kroch er langsam aus seiner Deckung hervor. Phoenix warf Weber sofort einen verwirrten Blick zu. Doch dieser hatte bereits sein schwach glühendes Gewehr zu Boden gelegt und richtete sich mit erhobenen Händen auf. Verdammt John, das sind Batarianer. Sie werden uns umbringen! wollte sie dem Agenten am liebsten zurufen. Doch dafür war es bereits zu spät. Alle, die auf ihrer Seite kämpften hatten sich bereits ergeben. Sie hatten keine Wahl.

„Na los, dann mal hoch mit Ihnen.“
Stöhnte Amanda, während sie dem verletzten Menschen wieder auf die Beine half und ihn, so gut es ging, stützte.

Als die beiden sich zu dem Rest der Gruppe drehten, erblickten die staubtrockenen, haselnussbraunen Augen der Frau siegessichere, breite Grinsen auf den verschuppten Gesichtern ihrer überlegenen Gegner.
Langsam bewegte sich Amanda mit dem anderen Menschen im Schlepptau zu John und Rachel, hielt hingegen Abstand von dem sprachlosen Cortez.
Und jetzt? Grübelte die 29-jährige… bis ihr hart arbeitendes Gehirn plötzlich den Sprung machte, den sie dringend benötigten. Na klar! Na klar!
Vorsichtig und auf keinen Fall zu schnell lehnte sich Amanda zu John, flüsterte kaum hörbar: „Das zweite Team. Es ist doch noch im eigentlichen Hunter. Geben Sie irgendein Zeichen.“

John blieb reaktionslos, setzte ein Pokerface auf. Das war vermutlich auch besser so. Jeder falsche Blick hätte der sichere Tod sein können. Dann, wie aus dem Nichts, ergriff ein wutentbrannter Cortez das Wort, gestikulierte wie wild drauf los:

„Ihr verdammten Alienbastarde! Wie seid ihr Straßenköter überhaupt hier rein gekommen?!“

Amanda entdeckte die Antwort unfreiwillig schnell, starrte wie vom Blitz getroffen auf die regungslosen, blutigen Körper zweier Menschen. Beide starben durch gezielte Messerstiche in den Rücken. Diese Schweine… seufzte die Amerikanerin fassungslos.

Einer der Batarianer beschloss schließlich, dem wütenden Lateinamerikaner eine, wenn auch nicht befriedigende Antwort, zu geben: „Rechts. Und jetzt Maul halten. Sonst knallts hier noch mal!“

Die unmissverständlichen Worte hinterließen tatsächlich Wirkung. Cortez wagte es nicht mal mehr, daran zu denken, etwas zu sagen.
Zwischenzeitlich schenkte Amanda John wieder einen beobachtenden Blick, um zu sehen, was er unternahm.


17:13 Uhr

John Weber
15.05.2009, 22:21
Lagerraum, Fortune-Hunter
Antirumgon
17:09

Als sich mit erhobenen Händen nach Amanda umsah sah er in deren verwirrte Augen während sie sich gleichzeitig bemühte dem verletzten Mitarbeiter von Cortez zu helfen.

Während die noch lebenden Menschen zusammentrieben rasten Johns Gedanken und bemühte sich gleichzeitig keinerlei Gefühlsregungen zu zeigen. Wir sind im Moment hoffnungslos unterlegen, aber wir könnten noch eine Chance haben...

Vorsichtig und auf keinen Fall zu schnell lehnte sich Amanda zu John, flüsterte kaum hörbar: „Das zweite Team. Es ist doch noch im eigentlichen Hunter. Geben Sie irgendein Zeichen.“

Das währe eine Idee aber wie benachrichtigen ohne, dass die hier etwas mitkriegen...

Plötzlich bekam der bis vor kurzem noch sehr schweigsame Cortez einen Wutanfall und begann die Aliens zu beschimpfen. Idiot, Halt doch einfach die Klappe!! Doch John konnte nicht umhin die blutverschmierten Leichen zweier Menschen zu bemerken, die noch vor kurzer zeit den Lift bewacht hatten. Während der verwundete Batarianer welchen Rachel verletzt hatte von einem seiner Kollegen verarztet wurde, führten vier der Angreifer die Menschen in eines der Quartiere die sich auf der gegenüberliegenden Seite des Lagers lagen.

"Ihr alle, da rein und wenn ihr irgendetwas versucht leistet ihr den beiden dort hinten Gesellschaft." knurrte einer der Batarianer und er postierte sich gemeinsam mit einem der Turianer vor dem provisorischen Gefängnis.

Der Raum war nicht gerade groß und war augenscheinlich erst überprüft worden bevor man sie hier eingesperrt hatte. Gerade half der unversehrte von Cortez Mitarbeitern, Amanda seinen verletzten Kollegen auf das Bett zu legen als Rache nahe an John herantrat. Gerade so das der Agent es hören konnte flüsterte sie ihm zu: „Wo ist ihr Backup-Team?“ „Was meinen…?“ begann John doch er wurde von der batarianischen Wache unterbrochen: „Schnauze du Affe, oder ich mach dich kalt!“

John verstummte und nach einigen Sekunden wandte der vieräugege seinen Blick von ihm. Rachel jedoch starrte den Agenten unverwandt an und der Agent formte mit seinen Lippen schließlich langsam die Worte „Im Club. Vier Personen“. Die blonde Assisentin nickte kaum merklich und formte dann ebenfalls lautlos die Worte „Habe einen Plan vertrauen sie mir“.

Tja was beleibt mir schon anderes übrig... dachte John und warf einen Blick hinüber zu Amanda um zu sehen wie es ihr ging.

17:15 Ortszeit

Sirtan Ardaka
17.05.2009, 15:41
The Cyclone

23.47 Uhr

Sirtan kauerte sich unruhig hinter den umgekippten Tisch, der ihm als Deckung diente, das Messer fest umklammert und den Schritten der bewaffneten Männer lauschend, die nun nach ihm und den beiden anderen suchten. Offensichtlich hielt sich Leif auch versteckt und den Salarianer hatte er seit Beginn des Kampfes nicht mehr gesehen.

„Da! Da ist einer!“, brüllte jemand. Einzelne Schüsse ertönten, es gab ein Krachen als irgendjemand umfiel und schließlich ein überraschter Aufschrei, als einer der Männer über Sirtans Deckung hinwegflog und gegen die Wand prallte. Sein Sturmgewehr landete nur zwei Meter neben ihm auf dem Boden, deutlich weniger weit von ihm entfernt als von Sirtan und ganz nebenbei schien der Kerl keinen allzu großen Schaden genommen zu haben und erblickte den Turianer in eben jenem Moment. Beide starrten kurz auf das Sturmgewehr, bevor sie loshechteten. Der Mensch streckte seinen rechten Arm aus und wollte gerade die Waffe packen, als Sirtan ihn erreichte und das Messer durch die Hand des Menschen trieb. Der Schrei des Mannes erfüllte mehrere Sekunden lang den Raum, bevor Sirtan das Messer wieder herauszog und das Leben des Menschen endgültig beendete, indem er ihm die Kehle durchschnitt.

Sirtan griff sich das Sturmgewehr und grinste. Weniger wegen der eben errungenen Waffe, sondern mehr wegen dem qualvollen Tod des Mannes, wie er sich selbst eingestand.
Das passiert Abschaum wie dir, wenn er sich mit Turianern anlegt, Mensch…

Hinter ihm ertönte wieder lautes Rumpeln und ein Schrei, gefolgt von einem lauten „Verdammt!“, aus Dons Richtung, schnellen Schritten, die sich entfernten, aber in einem dumpfen Aufschlag endeten, als Leif den fliehenden Klubbesitzer biotisch gegen die nächste Wand klatschte.
„Waren das alle?“, war die zittrige Stimme des Salarianers aus einer Ecke zu vernehmen.
„Natürlich, Glubschauge, sonst wärst du jetzt tot.“, zischte Sirtan zurück und ging zügig auf die Hintertür zu, in der Leif soeben verschwunden war.

Vor ihm lag ein relativ kurzer Gang an dessen Ende Don auf dem Boden kauerte, lediglich zwei Türen schmückten die kahlen Wände, doch Leif versperrte dem Menschen bereits den Weg. Sirtan trat neben seinen turianischen Kollegen und blickte nun ebenfalls angewidert auf den Klubbesitzer, der mit blutender Nase vor ihnen hockte, seinerseits Verachtung in den Augen, allerdings auch eine nicht unbegründete Angst.
„Was wollt ihr von mir?“, presste er schließlich hervor.
Sirtan lächelte ihn bösartig an. „Die gestohlene Ware von DaeraTec. Und du solltest besser gleich reden, sonst werde ich ungemütlich.“
„Ich hab es nicht nötig, von Abschaum zu stehlen, ich hab eure Scheiße nicht, also verpisst euch!“, brüllte der Mensch und funkelte Sirtan wütend an.
„Wir wissen es von Ial.“, bemerkte Sirtan einsilbig und grinste triumphierend, als der Mensch vor ihm in erneutes Wutgeschrei ausbrach.

„Was?! Dieser verdammte Zigeuner ist tot, ihr wisst gar nichts von ihm!“
„Wir haben eine Nachricht auf seinem PDA gefunden, wir wissen, dass du die Ware hast, Mensch, und jetzt rede.“
„Fick dich, von mir bekommt ihr Scheißviecher gar nichts!“
Der Mensch versuchte, Sirtan ins Gesicht zu spucken, traf allerdings nur Otis, der soeben hinter den beiden Turianern erschienen war. Sirtan nahm dies nicht zur Kenntnis, sondern trat dem Mann mit voller Wucht in die Magengegend. Ein Keuchen entfuhr ihm, bevor er in sich zusammensackte und die Arme auf den Bauch presste.
„Wo ist die Ware?“, wiederholte Sirtan langsam und deutlich.
Der Mensch brachte nur ein Keuchen hervor und Sirtan platzierte den nächsten Tritt genau auf die ohnehin schon malträtierte Nase des Mannes.

Diesmal war der Schrei lauter und Don warf den Kopf zurück, die Hände nun auf die heftig blutende Nase gepresst.
„Wo ist die Ware?“, wiederholte Sirtan, ein sadistisches Grinsen im Gesicht und insgeheim hoffend, dass sich die Sache noch ein wenig hinziehen würde. Dieser Mensch hatte es sich eindeutig verdient zu leiden, ganz abgesehen davon, dass Sirtan grundsätzlich nichts gegen Folter hatte. Es verlieh ihm ein Gefühl der Macht, über Leben und Tod, Schmerz und Erlösung eines anderen zu entscheiden…
„Denkst du, das verrat ich dir, du Hurensoh… Ahhh!“ Sein Kopf wurde zur Seite gerissen, als Sirtan ihn mit dem Kolben des Sturmgewehrs schlug und eine weitere blutende Wunde hinterließ.

„Ähm, Leif, vielleicht sollte ich mich lieber woanders umsehen, in seinem Büro oder so…“, bemerkte Otis hastig mit einem ängstlichen angeekelten Blick auf Don und Sirtan. Letzterer starrte nur giftig zurück, während sich der Salarianer in einen der Räume verdrückte. Kurz trafen sich auch die Blicke der beiden Turianer. Leif sah Sirtan zwar missbilligend an, sagte aber nichts. Wahrscheinlich weil er intelligent genug war, zu erkennen, dass es keine andere Möglichkeit gab, den Menschen zum Reden zu bringen.
„Ich… scheiße, ich verrat’s dir nicht! Eher verrecke ich hier, als dir Missgeburt irgendwas zu erzählen!“, brachte Don schließlich hervor.

Sirtan entfuhr ein boshaftes leises Kichern, das Don offensichtlich einen Schauer über den Rücken jagte. Der Turianer steckte das Sturmgewehr, das er bis jetzt in den Händen gehalten hatte in die Halterung an seinem Rücken und zog das Messer hervor, das er während des Kampfes an der Bar ergattert hatte. Er ging vor Don in die Hocke, sodass sie in etwa auf gleicher Höhe waren und legte ihm die kalte Klinge an den Hals.
„Der Fehler in deiner Argumentation ist, dass du davon ausgehst, dass ich dich am Leben lasse, wenn du es uns verraten hast, Mensch. Vielleicht hältst du mich jetzt für dumm, dir das zu verraten, aber ich tue es aus dem Grund, dir deine Möglichkeiten offenzulegen, damit dir deine Entscheidung etwas leichter fällt. Du kannst mir jetzt entweder verraten, wo die Ware ist und ich bereite dir einen schnellen und relativ schmerzlosen Tod oder ich werde dich solange verstümmeln bis du langsam unter höllischen Schmerzen verblutest, so wie Abschaum wie du es verdient hat.“
Bei seinen letzten Worten fuhr er mit der Messerspitze über das schweißbedeckte Gesicht des Menschen und setze sie an seinem Ohr an. Diese hässlichen Dinger schienen ohnehin keinen großen Sinn zu haben, also konnte sich Don auch als erstes davon trennen.

Der Mensch starrte ihn eine Weile mit großen Augen an. Sirtan wurde langsam ungeduldig und wollte ihm gerade das Ohr abschneiden, als der Mann sagte: „Du bist nichts weiter als irgendein psychopathisches Alien und ich werde einen Scheißdreck tun, um dir auch nur im geringsten weiterzuhelfen, denn weißt du was? Die Wachen werden das hier nicht ewig ignorieren können, die werden hier reinkommen und euch abknallen, weil ihr ohne Erlaubnis Waffen tragt und glaubt einfach so Chaos in Toshs Stadt anrichten zu können und dann komm ich hier raus.“ Und dann besaß er sogar noch die Dreistigkeit, ein dreckiges Grinsen aufzusetzen.
Das hätte Sirtan vermutlich verdammt wütend gemacht, wenn er nicht derjenige mit dem Messer gewesen wäre. So zuckte er nur mit den Schultern und schnitt mit einem Ruck durch das weiche Fleisch des Menschen.

Don schrie laut auf, das Gesicht vor Schmerz verzerrt und die Hand auf die blutende Stelle gepresst, an der sich früher einmal sein Ohr befunden hatte. Tränen rannen aus seinen Augen und er krümmte sich auf dem Boden wie ein verwundetes Tier. Viel mehr war er in Sirtans Augen auch nicht, als dieser die Schreie durch einen erneuten Tritt in die Magengegend beendete.
Vielleicht sollte Sirtan die Sache allerdings doch zügiger beenden als geplant, die Wachen würden irgendwann auftauchen, damit hatte der Mensch Recht gehabt.
„Wo ist die Ware von DaeraTec?“, blaffte er ihn erneut an.
„Nein!“, presste Don hervor. „Ich kann… nicht.“
„Natürlich kannst du es mir verraten, Mensch, denk noch mal genau drüber nach: Ich kann dir jetzt das andere Ohr abschneiden, dann der Reihe nach die Finger, die Zehen, wenn das nicht reicht deine Eier… oder du erzählst es mir einfach.“, erklärte Sirtan ein weiteres mal ruhig, dann hielt er ihm das abgeschnittene Ohr vor’s Gesicht und fügte hinzu: "Komm schon Don, du bist zwar das größte Stück Abschaum, dass ich seit langem gesehen habe, aber auch du musst doch irgendwo ein Gehirn haben.“

Don starrte einen Moment lang auf das blutbeschmierte Stück Fleisch vor seiner Nase, bevor er sich zur Seite beugte, sich geräuschvoll erbrach und sich dann totenbleich im Gesicht an die Wand hinter ihm lehnte. Er wirkte etwas abwesend, als wäre er der Ohnmacht nahe, also verpasste Sirtan ihm eine Ohrfeige.
„He, Mensch! Nicht einschlafen, sonst verlierst du gleich das nächste Ohr… Also, letzte Chance, wo ist die Ware?“
„Ich… kann’s nicht sagen, weil..“, begann Don zu stammeln. „Weil… die bringen mich sonst um, wenn ich’s verrate.“
Sirtan verdrehte kurz die Augen, bevor er wieder begann ruhig und möglichst deutlich zu sprechen: „Ich sagte doch schon, dass ich dich töten werde, Don, also sag es mir oder verabschiede dich vom nächsten Körperteil.“

Der Mensch starrte nur mit einer Mischung aus Angst und Trotz zurück. Es ärgerte Sirtan, dass der Mensch so lange durchhielt und langsam verlor er die Geduld.
„Soll ich runterzählen, Don?“, fragte Sirtan mit einem Lächeln, bekam aber keine Antwort.
„Drei… zwei… eins.“ Don kniff die Augen zu.
Mit einem erneuten Aufschrei verlor er sein zweites Ohr, diesmal fiel er aber wirklich in Ohnmacht.

„Ach, verdammt“, fluchte Sirtan und betrachtet den Menschen kurz. Sein Kopf sah aus wie ein Stück Fleisch, an dem jede Menge Haare und Blut klebten.
Scheiße, was mach ich, wenn er verblutet, bevor er’s mir verraten hat? schoss es Sirtan durch den Kopf. Er sollte sich langsam wirklich beeilen.
„Hey, wach auf!“, brüllte er den Mann an und verpasste ihm eine weitere Ohrfeige. Don öffnete die Augen leicht, erblickte Sirtan und wieder begann er zu heulen. „Scheiße, ich sag’s dir nicht, Missgeburt.“
„Nein?“, bemerkte Sirtan, allmählich ernsthaft verärgert, dass nichts Wirkung zu zeigen schien, weder Logik, noch Folter. Er versetzte Don einen heftigen Schlag, sodass dieser mit dem Gesicht voraus in sein übelriechendes Erbrochenes fiel. Der nächste Tritt galt seinen Geschlechtsteilen, was ein ersticktes Keuchen verursachte, bei dem eine unappetitliche Menge erbrochenes wieder den Weg zurück in Dons Mund fand.
„Du wirst mir augenblicklich verraten, wo die gestohlene Ware von DaeraTec ist oder ich ertränke dich in deiner eigenen Kotze, verstanden?“, drohte Sirtan, packte den nun heftig hustenden Menschen am Kragen und zog ihn wieder hoch.
„Ich.. ich…“, brachte er unter Schluchzen hervor, aber Sirtan drückte ihm die Hand so heftig gegen den Hals, dass er kaum noch Luft bekam, geschweige denn sprechen konnte.
„Du wirst mir jetzt ganz einfach sagen, wo die Ware ist, verstanden?“
Don nickte. Endlich…

Sirtan lockerte seinen Griff um den Hals des Menschen und wartete. Don hustete, atmete dann keuchend ein und begann zu reden: „Der Kerl sagte, er versteckt es bei den Sektenspinnern… die… die auf der anderen Seite von Antirumgon, da wollet er es... abholen lassen…“
„Ist das alles?“, hakte Sirtan nach. Don nickte hastig. Einen Moment lang dachte Sirtan darüber nach, den Menschen noch weiter zu befragen, er konnte schließlich nicht sicher sein, dass das die Wahrheit war, aber sie hatten hier schon genug Zeit verschwendet, von Don würden sie nichts anderes mehr zu hören bekommen… und sie konnten auch noch auf seinem PDA nachsehen, sobald sie hier raus waren.

Sirtan hob das Messer, rammte es Don in die Kehle und schnitt ihm mit einem Ruck die Halsschlagader durch. Er starb zwar nicht sofort, aber immernoch schnell genug.

„Wir sind hier fertig“, bemerkte er so laut, dass auch Otis es gehört haben musste.
Tatsächlich kam der Salarianer kurz darauf aus dem Büro des Menschen zurück, blickte kurz auf Dons Reste und sah dann sofort wieder weg, wohl in der Befürchtung, sich ebenfalls übergeben zu müssen. „Ich habe nicht g-gefunden, was für uns von Interesse wäre, sein PDA war nicht da, er trägt es vermutlich noch… bei sich“, stammelte der Salarianer.
Sirtan verdrehte kurz die Augen, durchsuchte kurz die Taschen des Toten und warf Otis schließlich das blutverschmierte PDA zu. Der Salarianer betrachtete es kurz angewidert, bevor er es einschaltete.
„Verschwinden wir von hier, wir brauchen ein Transportmittel, das uns aus Narshad rausbringt. Kennst du diese Sektenkerle, Glubschauge?“ „Ich weiß, wer gemeint ist, allerdings kenne ich ihre genaue Position nicht.“
Wäre ja auch zu leicht gewesen.
Ohne einen Blick auf das eben von ihm angerichtete Blutbad zurückzuwerfen folgte Sirtan schließlich Leif, der als erster durch den Hinterausgang getreten war.

Amanda Phoenix
22.05.2009, 10:30
17:12 Uhr
Quartier, Fortune-Hunter
Antirumgon


Die unterlegenen Menschen leisteten den Anweisungen des Batarianers gezwungen Folge. Schließlich hatten sie keine andere Möglichkeit. Sie schleppten sich in ein kleines Quartier. Es war dunkel, stickig und eng darin - aber vermutlich besser als der Tod.
Zusammen mit einem Weiteren von Cortez Männern konnte Amanda den Verletzten auf dem kleinen Bett ablegen. Aufmunternd lächelte sie ihm zu: „Es wird alles gut. Wir werden das überleben.“ Sanft fuhr sie ihm durch das kurze, dunkelbraune Haar, bevor sie sich von ihm abwandte und den Raum noch mal genauer musterte.

Währenddessen schienen John und Rachel bereits irgendwas zu planen. Vielleicht sind wir ja schneller hier raus als wir denken… schaffte die Brünette sich selbst ein wenig Hoffnung. Ihr Blick verharrte einige Augenblicke auf den beiden. Plötzlich wandte sich Rachel von John ab und lief strikt an Amanda vorbei, schenkte ihr aber einen kurzen „alles unter Kontrolle“-Blick. Vorsichtig hockte sich die blonde Assistentin in die dunkle Ecke hinter dem Bett – kaum noch sichtbar für andere – und zog ein minipadähnliches Gerät aus ihrer Hosentasche. Das Display leuchtete zum Glück nur sehr schwach, sodass keiner ihrer Gegner etwas mitbekommen konnte. Was tut sie da? Fragte die 29-jährige sich, als Rachel plötzlich anfing, auf dem Display herum zu tippen.

Fragend schaute sie zu John hinüber, der sich mittlerweile wieder näher zu der Gruppe um das Bett herum gesellte. Dieser nickte ihr jedoch nur ermutigend zu.
Amanda musste sich damit zufrieden geben. Es blieb nicht der Freiraum, um näher darüber nachzudenken. Stattdessen wandte sie sich lieber wieder dem Verletzten zu, dessen Atmung sich nach langer Zeit wieder stabilisiert hatte. Besorgte wurde er von der Amerikanerin gemustert. Seine Stirn glänzte von den salzigen Schweißperlen, die sich während des Kampfes und darüber hinaus dort angesammelt hatten.

Plötzlich bemerkte sie die Hand des zweiten Mannes, die vorsichtig nach dem Fragment im Rücken des Verletzten griff. Was zur…? Reflexartig klatschte Phoenix Hand auf die des Mannes. Zischend flüsterte sie ihm zu:

„Was machen Sie da?! Wenn sie das Teil rausziehen wird Ihr Freund noch mehr Blut verlieren und sterben. Im jetzigen Zustand hat er noch die Chance, rechtzeitig behandelt zu werden.“ Als der Mann gerade antworten wollte, unterbrach Amanda ihn forsch: „Halten Sie sich zurück!“

Dann erklang erneut dir knurrende Stimme des Batarianers. Erneut brüllte er in den Raum: „Ich sagte Schnauze ihr Affen!“

Seiner Tonlage nach zu urteilen war dies bereits die letzte Warnung. Es wurde langsam aber sicher immer wahrscheinlicher, dass nicht alle diesen Raum noch lebend hier herauskommen würden. Aber es war zu früh, um die Hoffnung aufzugeben. Immer noch hatte Amanda das Backupteam im Hinterkopf, das sich hoffentlich im Fortune-Hunter befand und möglicherweise helfen konnte…


17:20 Uhr

Kate Devereaux
23.05.2009, 23:30
<----- Antirumgon: Narshad – The Lost Souls

Antirumgon: Narshad - Zweite Ebene

Als erstes suchte Kate nochmals die Straße zum Aufzug ab und tatsächlich sah sie zwei Wachen, die etwas weiter vor ihr gingen. Schnell holte die Biotikerin auf und als sie in Hörweite war, rief sie den Namen der einen Wache. „Ron?“
Die Beiden drehten sich um und sahen Kate mit einem prüfenden Blick an, jedoch waren es zwei fremde Wachen. „Ron sollte in der Straße nebenan patrouillieren.“, meinte der Größere. Man konnte sehen wie er die 22 Jährige anstarrte und mit einem sehr eindeutigen Tonfall sprach er weiter. „Um was es auch immer geht, ich helfe dir auch gerne!“ ‚Sind denn immer alle gleich?’

Ohne eine Antwort zu geben, bog Kate ab und ging in die Straße, in der Ron sein sollte. Gleichzeitig hörte sie noch die beiden anderen Wachen hinter sich schimpfen, aber aus reiner Gleichgültigkeit ignorierte sie das dumpfe Gejammer über ihre Unfreundlichkeit und marschierte mit gezielten Schritten weiter durch die schmale, unebene Gasse. Kates Blick huschte einen Moment forschend durch die Dunkelheit des Weges und sie fragte sich, ob hier überhaupt jemand freiwillig durchging. Sie störte diese Tatsache nicht wirklich. ‚Schnell, unbemerkt und sicher. Perfekt!’

Als Kate den Verbindungstunnel wieder verließ, konnte sie mit wenigen Blicken die gesuchte Wache ausmachen. Schnell ging sie auf den Mann zu und sprach ihn direkt mit den Namen an. „Hey, Ron, warte mal!“
Der Angesprochene drehte sich zu der 22 Jährigen um und sein Blick verfinsterte sich, als er sie erkannte. „Ich sagte Ihnen ja, machen Sie uns keinen Ärger.“ Aber er blieb stehen sein abweisender Gesichtsausdruck wich einer gewissen Neugierde. Kate schüttelte den Kopf, um damit zu zeigen, dass sie nichts im Schilde führte.

„Ich wollte nur kurz ungestört mit Ihnen reden.“, die Biotikerin sah sich kurz um, entdeckte aber nur die soeben verlassene dunkle Verbindungsgasse. „Am besten, irgendwo, wo wir ungestört sind.“ Jetzt zeigte sie auf den ausgewählten Ort. Zuerst wirkte Ron sehr skeptisch, aber schließlich sagte er zu. „In Ordnung, aber nur kurz.“ Er blickte zu seinem Partner. „Bin gleich wieder da…“

Als die beiden außer Hörweite waren, fing Kate an. „Die Kell Hounds sind ja nicht unbedingt Ihre Freunde, oder? Wollen Sie etwas dagegen unternehmen?“ ‚Was machst du da? Wenn er gar nicht so ist, wie du denkst… Egal, hier sieht uns niemand und ich kann ihn sicherlich auch leise ausschalten.’
Die Neugierde in Rons Blick steigerte sich und entgegen Kates Vorahnung war er scheinbar nicht abgeneigt. „Sie müssen mir mehr erzählen, aber Sie haben nicht Unrecht. Sollte sich jedoch herausstellen, dass diese Information an die Kell Hounds weitergeleitet wird, dann sind Sie eine tote Frau.“ ‚Er droht mir? Aber ist in Ordnung, wir können einander brauchen.’

„Ich sollte einen Agenten gefangen nehmen.“, eröffnete sie ihm direkt ihren Auftrag. Bei diesen Worten atmete Ron hörbar ein. „Mein Name ist übrigens Kate Devereaux.“, stellte sie sich noch vor.
„Ein gewagtes Vorhaben, Mrs. Devereaux. Ich könnte Ihnen aber tatsächlich dabei helfen. Ich heiße Ronald McCurthey oder einfach und kurz Ron. Erzählen Sie mal, wie Sie sich das vorstellen.“ ‚Kann ich ihm trauen? Verdammt, welche Wahl hab’ ich denn schon?’

„Also gut, Ron. Dann nenn’ du mich auch einfach nur Kate. Also ich hatte gehofft, dass du mir einen Agenten zeigst oder so. Ich würde ihn dann ausschalten und mit ihm abhauen.“ ‚Klingt jetzt verdammt naiv. Und so wie er mich ansieht, denkt er das auch…’
„Nun, so einfach wird’s nicht gehen, aber ich habe noch ein paar Freunde, mit denen wir das gemeinsam erledigen könnten. Unser Problem ist ja, dass wir keinen Chance haben gezielt einen Agenten auszuschalten. Die sind verdammt gut ausgebildet und würden es sofort bemerken, wenn wir irgendetwas vorhaben. Du hingegen bist ihnen nicht bekannt und somit solltest du eine größere Chance haben.“

„Das klingt soweit logisch. Für eine Flucht von Narshad habe ich bereits gesorgt. Sollten wir uns mal mit deinen Freunden treffen und einen Plan entwickeln?“, entgegnete Kate und hoffte darauf, dass er wirklich die Wahrheit sagte. Ronald machte einen flüchtigen Blick auf seine Armbanduhr. „Meine Schicht dauert in etwa noch eine halbe Stunde. Hast du Zugang zur dritten Ebene?“ Als Kate bejahte, fuhr er fort. „Gut. Nimm den Aufzug und geh anschließend zu Block A14. Stell dich dort vor und sag, dass ich dich schicke. Ich werde Jenny informieren, sie wird dich erwarten. Ich komme dann nach, sobald meine Schicht beendet ist.“

„Gut und vielen Dank. Ich mache mich dann mal auf den Weg…“, antworte Kate und sie ging die Gasse zurück um anschließend wieder zum Aufzug zu gelangen. ‚Ebene 3, Block A14. Sollte zu finden sein.’

Die Biotikerin betrat den leeren Aufzug und drückte die Taste für die dritte Ebene. Kurz bevor sich die Türen schließen konnten, huschte noch ein junger Mann in die Kabine. Er wirkte, als ob er sehr in Eile wäre und nachdem er sah, dass der Aufzug nach unten fahren würde, atmete er erleichtert auf und setzte ein gezwungen freundliches Gesicht auf. „Dritte Ebene… Da muss ich auch hin.“ ‚Was für ein Glück für dich…’
Die Biotikerin beachtete den Mann nicht weiter und nachdem der Lift endlich angekommen war, verließ sie schnell die Kabine und betrat die dritte Ebene. Sie wollte gerade nach einem Schild, welches die Blöcke bezeichnete Ausschau halten, als ihre Sicht verschwamm und der Boden sich rasch näherte. ‚Was zur…’

Finsternis.

Antirumgon: Narshad – Dritte Ebene ----->

Jack Payne
24.05.2009, 15:03
---> Narshad - Raumhafen

Narshad - Zweite Ebene

14:33 Uhr (OEZ)

„Toll, und was machen wir so lange?“, fragte Ono.
„Hast du auch so ein Hunger und Durst wie ich?“
„Eine Stärkung könnte ich schon gebrauchen.“
„Gut dann ‚befehle’ ich Essen zu fassen, Chief!“
„Aye, aye Sir.

Das ‚Paar’ nahm die erste Imbissbude in der Nähe des Eingangs zur zweiten Ebene. So konnten sie nicht nur auf Halon und Alice warten, sondern auch ankommende Personen besser im Blick behalten

15:20 Uhr (OEZ)

„Sieht so aus, als kommt Halon mal wieder nicht rechtzeitig. Und langsam geht uns das Geld aus“, sagte Jack lächelnd.
„Toll, nachher fliegen wir noch wegen Zechprellerei auf“, antwortete Myuko belustigt.

Zehn Minuten später signalisiert Jacks Anzug, dass eine Textnachricht für ihn angekommen ist. Sie kam von Alice und bestätigte, dass sie es nicht mehr rechtzeitig schaffen.

15:45 Uhr (OEZ)

Wieder ging die Fahrstuhltür auf und Jack musste sich zwingen den Eingangsbereich zu fokussieren. Er wollte schon wieder sich seinem Getränk widmen, als er eine durchsauste Frisur sah.

Das kann nur Alice sein, ach und da ist auch unser lieber Teamführer. Er stupste Ono sanft an, deutete auf die Zweimanngruppe und ging zu ihnen rüber.

„Schön das sie es geschafft haben, Sir. Wie sie bereits wissen, haben Ono und ich Gethtech erworben. Miss Phoenix und Lieutenant Weber haben wir schon benachrichtigt. Leider haben wir kein Shuttle mehr. Wenn sie sich stärken wollen ist neben Ono noch ein Platz frei. Ich würde gern mit meinem Squadmitglied unter vier Augen reden.

Als sich Halon entfernt hatte und Jack und Alice in der Menschenmenge verschwunden waren, nahm er sie ihn den Arm und sagte: „Wie geht es dir? Was war bei euch den los?“

15:50 Uhr (OEZ)

Alice Galler
25.05.2009, 21:59
15:45Uhr Zweite Ebene

Die metallischen Türen glitten geräuschlos auseinander. Mit dem Öffnen blickte Alice hoch und er kannte ihn sofort.
Er schaute ein wenig mürrisch zu ihr herrüber. Die Miene des Gunnys hellte sich schlagartig auf.

"Sieh nur, da sind sie." Die 25 Jährige deutete auf Ono und Payne, währen von Halon nur ein leicht unfreundliches Grummeln kam.
Es war ihm immer noch stark anzumerken, dass er Jack nicht leiden konnten, aber
Alice war zu erschöpft um sich darüber den Kopf zu zerbrechen.

Mit leichtem, schwebenden Schritten ging sie schnell auf die beiden Anderen zu.
Dort angekommen wandte sich Jack Halon zu. Der sonore, tiefe Klang seiner Stimme brachte Alice aus dem Konzept und sie hörte ihm nicht zu.
Damit sie ihre Unsicherheit nicht verriet, schaute sie Ono an, die hinter Payne saß und ein gut gelauntes Gesicht machte.

"..ich würde gerne mit meinem Squadmitglied unter vier Augen reden."

Gallers Herz holperte einmal unregelmäßig.
Wie jetzt? Echt, er....will mit mir alleine sprechen?
OK Pokerface, das hatte ich befürchtet. Nie zweigt er Emotionen. Was ist, wenn er mir jetzt etwas schlimmes sagt, kann ich dann noch mit ihm arbeiten?

Die Gedanken rasten nur so durch den wuscheligen Kopf der Australierin.
Sanft führte Jack sie durch die Massen an unbekannten Personen so, dass Myuko und Halon sie nicht mehr sehen konnten.

"Wie geht es dir? Was war bei euch denn los?"
Gute Fragen...aber die Umarmung war der Hammer.

"Also, wo fang ich an?" die glockenklare Stimme fiel in einen nachdenklichen Ton.
"Naja, erstmal mir geht es ganz gut ich bin etwas müde und ich habe dich so schrecklich vermisst. Ich weiß es ist falsch, aber ich kann nicht aufhören an dich zu denken." Eine leichte Röte trat auf ihr zierliches Gesicht und ihre feine Sopranstimme war eine Oktave höher gerutscht, sodass sie sich räusperte und fort fuhr.

"Dann, haben wir uns ein wenig ungeschickt verhalten und wurden leider beim Verfolgen entdeckt. Was sich aber als garnicht so aussichtslos herrausstellte, denn der Typ war echt dämlich.
Da hätte meine Mutter uns besser gefangen halten können." Ein Lächeln umspielte ihre vollen Lippen.
"Leider, naja was heißt leider, der Kerl ist tot und ich habe jetzt ein Messer, was uns eventuell behilflich sein könnte, auch wenn es jetzt nicht die Superwaffe ist."

Sie schaute schnell auf den Boden, die hypnotisierenden Augen Jacks wollte sie zwar gerne sehen, aber es war ihr unmöglich dabei einen klaren Gedanken zufassen, geschweige denn ein zusammenhängenden, ganzen Satz zu sagen.

Die starken Arme immer noch um ihre Schultern liegend, schaute sie zu Jack auf.
"Und wie war's bei dir?" Sie suchte ihn ab, sah sich jeden Arm, den Bauch, die Brust, alles an, obwohl sie wusste, an dem Anzug konnte sie nichts finden.
"Ist alles in Ordnung? Wie geht es dir?"
Glühend hielten Gallers honigfarbenden Augen die Paynes stand. Sie biss dich auf die Unterlippe und sprach mit schneller sich manchmal überschlagender Stimme weiter.
"Und wie lief es mit Halon...ähm Quatsch, ich meinte Ono? Und was war nochmal das Dings was ihr gefunden habt?"

Alice fuhr sich mit der dünnen Hand durch das schwarze Haar.
Hmmm, ich wollte schon immer lange Haare haben, ich glaube ich lass meine zottlige Frisur hinter mir und mach mal was neues.
Das ist ja nicht auszuhalten, immer diese Sturmfrisur.
Sie kämmte sich mit den Fingern durch das schwarze Haar was ihr wie Tintenstricke am Kopf klebte.
Es gelang ihr sogar ein wenig Ordnung hinein zu bringen.

15:55Uhr

Jack Payne
26.05.2009, 00:01
Narshad - Zweite Ebene

15:55 Uhr (OEZ)

Alice erzählte, wieder in ihrer typischen süßen zerstreuten Art, was ihnen zugestoßen ist.

"Und wie war's bei dir?" "Ist alles in Ordnung? Wie geht es dir?" "Und wie lief es mit Halon...ähm Quatsch, ich meinte Ono? Und was war noch mal das Dings was ihr gefunden habt?", fragte sie Jack danach und fuhr sich durch ihre durchsausten Haare.
„Langsam Wuschelkopf. Auf welche Frage soll ich jetzt zuerst Antworten?“, fragte er lächelnd. Also, bei uns verlief alles ruhig, gewisser Maßen zu ruhig. Wir haben eine Datendisc gekauft, die eine Art Energiegitter der Geth aufzeigt. Ich habe keine Ahnung was das genau ist.“

Er ließ sie los. „Komm gehen wir zu den anderen, da kannst du dich ein wenig ausruhen.

Als das Team wieder vereint war, zeigte Jack Halon die Daten. Dieser bestätigte, dass es ein Energiegitter für ein Schiff oder Waffe sein könnte. Für eine genauere Diagnose müsste man auf die Midway.

16:35 Uhr (OEZ)

Endlich kam die Antwort auf Onos Nachricht an Amanda. Sie wollte sich die Disc auch erst auf der Midway ansehen. Zusätzlich stand noch ein Befehl von Ltd. Weber drin: Kommen sie mit ihrem Team in den Club Fortune-Hunter, zweite Ebene. Bleiben sie dort in Position und halten sie sich bedeckt bis sie weitere Anweisungen bekommen.

„Wir haben den Befehl bekommen in den Club Fortune-Hunter zu gehen. Da wir hier aber nicht gleich verschwinden können, bleiben wir noch ein wenig. Ach und Halon, ab jetzt habe ich das Kommando!“, befahl Jack.

Alice Galler
26.05.2009, 14:32
16:34Uhr

Frustriert stöhnte Alice als sie hörte, dass sie noch eine Weile festsaßen.
"Wunderbar" murmelte sie leise vor sich hin und bestellte etwas zu Trinken.

Wie gerne würde ich jetzt einen Gin trinken. Aber dann würden mich alle für geisteskrank halten...
Und Wuschelkopf?! Seit wann nennt mich Jack denn so? Oder hab ich mir das nur eingebildet? Nein, 100 pro nicht.
Und war ja klar, wir Frauen schütten unser Herz aus und sagen was wir fühlen und die Kerle bringen nur ein leichtes Lächeln zu stande und flüchten sofort an einen Ort, wo sie nicht mehr gefühlsduselig sein können.
Warum zerbreche ich mir eigentlich darüber den Kopf, so ist Jack halt. Er hat noch nie übertrieben reagiert. Wogegen ich das reinste Chaos bin...
Ich frage mich immernoch, warum sie mir den Job gegeben haben.

Galler war müde und legte ihren Kopf auf den Tresen. Sie versuchte mit aller Kraft sich vor dem Einschlafen zu retten, aber ihre Augen konnte sie nicht mehr offen lassen.
Links neben ihr saß Halon der sich mit Ono unterhielt. Es war ihr ziemlich gleichgültig über was sie redeten. Alleine was zählte war, dass sie Jack Arm, der auf ihrer anderen Seite saß, an ihrem spürte.

Sie umhüllte ein sanfter Schleier der Sicherheit und Sorglosigkeit.

Nach einem lauten Knall, warf sich Alice hinter ein Wandvorsprung. Tausende von Schüssen malträtierten die Wände Regale und Türen.
Alice atmete heftig.
Sie schaute auf ihr Gewehr, welches bedrohlich glühte und etwas Zeit brauchte um abzukühlen. Sie hatte noch ein Magazin, nicht besonders viel.
Suchend schaute sie sich um. Jack und Halon gaben sich gegenseitig Feuerschutz, und arbeiteten sich immer weiter zu den schwarzen, verschwommenen Gestalten hin.
Der Ort an dem sie war, war schwarz, Alice konnte nicht erkennen wo sie war oder in welcher Art von Raum.
Die Kulisse änderte sich und Alice lag auf weichem, dunklen Moos. Sie blickte nach oben und sah ein Dach aus Ästen und Blättern über sich.
Langsam und mit schmerzendem Körper richtete sie sich auf.
Sie war in einem Wald und, sie kannte diesen Wald.
Es war jener indem sie Jack gesehen hatte und zu ihm wollte. Er war aber unerreichbar.
Sie sah sich um es war dunkel und kalter Regen lies sie schauern. Sie trug schwarze Shorts und ein grünes Top.
Eine gute Tarnung. Aber sie wusste nicht wo sie hin sollte, oder was sie suchen sollte.
Langsam und vorsichtig setzte sie einen Fuß vor den Anderen wachsam schweifte ihr Blick durch den dunklen Wald.
Das Moos gab leicht unter ihren lautlosen Schritten nach, während sie ohne Ziel Richtung Norden ging.

Aber plötzlich gab es ein reißendes Geräusch, ein stechender Schmerz und...

Mit einem Schrei riss die Australierin die Augen auf. Ihr Kopf schnellte hoch und verwirrt schaute sie sich um.
Halon sah sie verwirrt und belustigt an.
"Na, endlich aufgewacht? Ich dachte schon du würdest ewig schlafen."
Wortlos schaute Alice den Techniker legte den Kopf schief und zog eine Grimasse.
Halon lachte laut auf.
Mit nun wieder ernster Miene drehte sie sich zu Payne um.
"Wie lange hab ich geschlafen?"

John Weber
02.06.2009, 11:17
Quartier, Fortune-Hunter
Antirumgon
17:15 Uhr

Rachels Stimme war selbst für John schwer zu hören und das obwohl er nur wenige Zentimeter von ihr entfernt war, als diese ihm ihren Plan erläuterte. Die blonde Assistentin wollte einen ihrer Männer draußen im Club kontaktieren. Dort hatte man vermutlich noch gar nichts von dem Angriff mitbekommen, aber Rachel wollte dies ändern. Da es im Club aber zu wenig kampferfahrene Leute gab die Cortez unterstanden, wollte die Assistentin auch Johns Leute miteinbeziehen und erkundigte sich deshalb nach dem Namen des Anführers des zweiten Teams und nach etwas das diesem klarmachen würde, dass Rachels Freund auf Johns Seite stand.

Der Agent hatte eine Sekunde lang nachgedacht was er Rachel sagen konnte ohne, dass diese herausfand, dass das zweite Team dem Allianzmilitär angehörte. Schließlich entschied er sich für Jack Paynes Spitznamen, den er irgendwo in dessen Akten gelesen hatte. Rachel zog bei dem Spitznahmen fragend eine Augenbraue hoch, nickte dann aber und verzog sich in eine abgeschiedene Ecke um unbemerkt mit ihrem Freund Kontakt aufnehmen zu können.

John gesellte sich wieder zu der Gruppe die sich um das Bett versammelt hatte, auf dem der verwundete Mann lag, den Amanda und ein weiterer Mitarbeiter hierher gebracht hatten. Der Agent achtete darauf so zu stehen, dass er den beiden Wachen den Blick auf Rachel versperrte, während er gleichzeitig die Verletzungen des Mannes, der auf dem Bett lag, begutachtete. Es sah alles andere als gut aus, aber er hatte immer noch eine Chance. Gerade als der unverletzte Handlanger von Cortez nach dem Metallfragment, welches im Rücken seines Kameraden steckte, greifen wollte schlug Amanda dessen Hand weg, was ihr eine wütende Warnung des Batarianers einbrachte und John zweifelte nicht daran das die Geduld des Vieräugigen nun fast erschöpft war.

Noch eine Aktion und er wird uns vermutlich alle umlegen…

Der Blick des Agenten blieb an dem Batarianer und seinem turinischen Partner hängen, die zu beiden Seiten des Einganges standen. Während sein Blick auf den beiden Aliens ruhte fiel ihm eines auf. Die Aliens beachteten die Menschen kaum, sie versuchten sogar jeden unnötigen Blickkontakt zu vermeiden. Die wenigen Blicke die sie den Menschen zuwarfen waren voller Verachtung und Geringschätzung.

Sie unterschätzen uns… Sie denken nur weil wir keine Waffen haben sind wir keine Bedrohung… Dabei sind Menschen die in die Enge getrieben werden die Gefährlichsten überhaupt … Mit etwas Glück schaffe ich es einen zu überwältigen… aber dann bringt mich der Zweite um und macht mit den Anderen kurzen Prozess…

John sah sich in dem kleinen Quartier um und suchte nach etwas das sie als Waffe verwenden konnten, fand jedoch nichts.

Sie waren gründlich. Hier ist nichts, nur das was wir mitgebracht haben… ging es dem Agenten durch den Kopf und ließ seinen Blick über die anderen Gefangenen gleiten und blieb schließlich an Amanda hängen.

Sie hält sich wirklich gut und auch wie sie sich vorhin im Lager verteidigt hat… verteidigt… Selbstverteidigung… Der Schocker! Sie müsste doch noch immer den Schocker von Wels haben! Damit könnte es funktionieren!


Der Agent warf noch einen Blick zu den beiden Wachen und trat dann hinter Amanda. Als er nur noch eine Handbreit von ihrem Ohr entfernt war flüsterte er: „Haben sie die Betäubungswaffe noch, die ihnen Wels gegeben hat? Wenn ja nicken sie.“

17:22 Uhr

Amanda Phoenix
02.06.2009, 19:43
17:22 Uhr
Fortune-Hunter
Antirumgon


Die Luft in dem kleinen Raum wurde von Minute zu Minute immer stickiger und vermischte sich langsam mit dem Schweißgeruch der Menschen. Die Nachwirkungen des Kampfes, die Verletzungen und die pure Angst zusammen mit der hohen Temperatur und der gegenwärtigen Situation ergaben einen Ort, den Amanda nie betreten wollte. Nur wenige Male hatte sie dem Tod direkt in die Augen geblickt – bisher entkam sie ihm immer. Doch dieses Mal schien alles bedeutender, wichtiger. Die Menschen wurden nicht aus Spaß hier festgehalten. Der pure Hass der Batarianer reichte nicht an das eigentliche Motiv heran. Das spürte die Amerikanerin nun.

Genau wie sie die auf ihr ruhenden Augen von John bemerkte, der noch immer äußerst nachdenklich erschien. Die 29-jährige richtete ihren Blick jedoch schnell wieder auf den verdreckten Boden, obwohl sie das Verlangen, Weber in die Augen zu schauen, deutlich bemerkte.
Doch jetzt war kein Platz für irgendwelche Fehler oder aufmunternde Worte. Sie hielt den Kopf gesenkt, verfiel einen kleinen Augenblick in Gedanken, bevor sie der warme Atem Webers erstarren ließ:

„Haben sie die Betäubungswaffe noch, die ihnen Wels gegeben hat? Wenn ja nicken sie.“

Stimmt! bemerkte sie augenblicklich und ließ ihre weichen Hände langsam nach der Betäubungswaffe tasten. Hätte nicht gedacht, dass die doch noch zum Einsatz kommen könnte…
Kurze Zeit später nickte die Brünette auch schon langsam und warf Rachel einen fragenden Blick zu. Die blonde Frau versicherte ihr, dass das, was sie getan hatte, funktioniert haben muss. Vielleicht besteht ja doch noch Hoffnung… seufzte die Amerikanerin einen Moment später, bevor sie dem Verlangen erlag und sich zu John wandte, der nur wenige Zentimeter von ihr entfernt war.

Sie erblickte sofort seine trockenen, nachdenklichen Augen, die immer noch auf Phoenix ruhten. Was hast du nur vor? wollte sie ihn fragen. Aber sie konnte nicht. Sie wusste, dass jeder Fehler nun der letzte sein konnte. Das Risiko wollte die 29-jährige nicht eingehen und beließ es so bei dem Gedanken, als John wieder Regung zeigte.


17:25 Uhr

Alice Galler
22.06.2009, 16:15
17:00 Uhr

Jack schaute sie amüsiert an: "Dein Schlaf war kurz, aber intensiv." Ein leises, raues Lachen entfuhr ihm, plötzlich wurde seine Miene ernst.

Ein Mann kam mit angespannter Miene auf die Gruppe zu.
Alice war sofort in Alarmbereitschafft und hell wach.
Der Unbekannte ging Zielstrebig in ihre Richtung.
Zweifelsohne wollte er zu ihnen.
Aber was wollte er?
Nur noch wenig Meter trennten den Mann von der Gruppe und Alice stieß Jack ihren Ellenbogen in die Seite.

" Hey, schau dir den mal an. Der will zu und kennst du ihn? Ich habe ihn noch nie gesehen!"
Sie schaute hoch zu Jack der sich nun auch zu dem Fremden gedreht hatte.
Alice lies sich vom Stuhl gleiten als der Mann bei ihnen angekommen war.
Kampflustig reckte sie die kleine spitze Nase in die Höhe.

"Was willst du?" fragte sie mit hoher aber bestimmter Stimme
"Ist einer von euch The Pain?"
Für einen Augenblick verwirrt, blickte die Australierin zu Jack, dann räusperte sie sich und fuhr mit fester Stimme fort: " Ja, was wollen sie?"
"Nun ja, ich muss sie bitten mir zu folgen eure Leute wurden gefangen genommen."
Halon mischte sich ein.
"Wie gefangen genommen?"
"Ich kann ihn leider nichts weiteres sagen" erklärte der Mann. Er wirkte gehetzt.
"Alles was ich weiß ist, dass ich sie holen sollte."

Es entstand eine kleine Pause.
Halon, der sich nun unmittelbar vor den Mann gestellt hatte, musste imposant wirken.
Er war kein schmaler Mann, er war fast doppelt so breit wie der Informant und überragte ihn um einen Kopf.

Der Informand, der mausbraunes Haar hatte, war eher von sehniger Statur.
Schlanke, lange Beine, schmale Hüften, eindeutig ein schneller Läufer.
Na wenn der nicht sofort abhaut wenn es Schwierigkeiten gibt, dachte Galler gehässig.

Alice musterte ihn genau. Sie hatte noch große Zweifel, ob der Mann auch vertrauenswürdig ist.

"Wer hat sie geschickt?" fragte sie während ihre Augen immer noch die des Fremden fixierten.
Seine Augen waren genau so fahl und braun wie sein Haar.
Er wirkte nicht besonders stark aber jede seiner Bewegungen waren fließend und elegant.
Was man von seiner Kleidung nicht behaupten konnte.

"Sie heißt Rachel, ich werde euch mehr auf dem Weg erklären. Wir müssen unbedingt los. Ich werde euch auch Waffen besorgen.
Ich will nicht undhöflich erscheinen, aber nehmt euch auf was gefasst!
Die Kerle sollen brutal sein."
Ein funkeln blitzte durch seine sonst so glanzlosen Augen.
Freute er sich auf den Kampf?
Oder ist das alles nur Show?
Will er sich beweisen?
Alice wusste nicht, was sie von dem Mann halten sollte.

"Ach übrigens ich heiße Dimitri wenn Ihr dann so freundlich seit und mir folgt."
Zögernd setzte sich die Gruppe in Bewegung.

Jack Payne
23.06.2009, 16:19
Fortune-Hunter

17:15 (OEZ)

Dimitri, Halon und Jack gingen voraus. Myoko und Alice hielten Abstand und sicherten so Dimitri ab. Er führte sie direkt in den Club und zeigte auf eine Tür.
„Ab hier wird es für mich zu gefährlich. Hinter dieser Tür warten zwei meiner Männer mit Ausrüstung und einem Lageplan auf euch. Viel Glück.“
Bevor er den Club verließ, schickte er Rachel die Nachricht, dass ‚The Pain’ angekommen sei.
Jack bedankte sich, zweifelte aber immer noch an die Aufrichtigkeit des ‚Boten’.

Vorsichtig betraten sie den Raum. Dieser bot eine Ruhezone und Umkleidekabine. Aber statt den Angestellten waren nur zwei Männer mit einer kleinen Kiste anwesend.
„Gut dass Dimitri euch zum mitkommen bewegen konnte. Hinter uns befinden sich ein Lagerraum und die Quartiere. Dort werden eure Kollegen festgehalten.“
„Wie? Als Geiseln?“, warf Ono ein.
„Ja, leider. Es gab… ein Missverständnis. Ihr müsst sie daraus holen“
„Und wie sollen wir es machen? Sie mit Steinen beschmeißen?“, meinte Halon keck.
„Das hier ist alles was wir haben.“

Einer der unbekannten Männer öffnete die Kiste und holte ein Sturmgewehr, zwei Pistolen und fünf Granaten. Alice bekam das Sturmgewehr, Halon und Ono die Pistolen. Danach verteilte er die Granaten
„Mir dürfte meine Biotik reichen“, sagte Jack als er die nun leere Kiste sah.

„Ihr geht jetzt durch den anliegenden Raum. So kommt ihr direkt zu den Quartieren.“
„Wie viele Feinde beziehungsweise Geiseln warten auf uns?“, fragte Payne.
„Wir wissen es nicht so genau. Dürften aber so fünf Gegner und Geiseln sein. Hier habt ihr noch einen Lageplan“.
„Danke. Dass dürfte zu schaffen sein. Herhören Leute: Jeder konzentriert sich auf ein Feind. Ein Schuss, ein Treffer. Und passt mit den Granaten auf. Nicht dass ihr uns oder die Geiseln erwischt.“

17:25 Uhr (OEZ)

John Weber
23.06.2009, 17:59
Quartier, Fortune-Hunter
Antirumgon
17:22 Uhr

Als Amanda zögernd nickte atmete John innerlich auf, da die Betäubungswaffe ihnen den Vorteil bringen konnte den sie sie brauchten um unbeschadet aus ihrem Gefängnis fliehen können. Der Agent warf Rachel einen kurzen Blick zu und diese bedeutete ihm stumm, dass alles nach Plan verlief.

Johns Blick kehrte wieder zurück zu Amanda, die immer noch direkt vor ihm stand und sich in diesem Moment zu ihm umwandte um dem Agenten in die Augen zu sehen. Als er in die braunen Augen der Wissenschaftlerin blickte, wurde dem Agenten eine mögliche Schwachstelle in seinem Plan bewusst. Es gab zwei Wachen die beide zeitgleich ausgeschaltet werden mussten. Den Batarianer würde John übernehmen da dieser dank seiner vier Augen womöglich eine bessere visuelle Wahrnehmung hatte. Den Turianer würden sie mit der Betäubungswaffe ausschalten müssen und John war sich nicht sicher ob Amanda sich dies zutrauen würde, vom Timing ganz zu schweigen.

Ich muss mich mit ihr absprechen sonst sind wir Tot noch bevor das Rettungsteam die Chance hat uns zu helfen... aber wie stell ich das an ohne das unsere Alienfreunde ausrasten?

Der Agent dachte fieberhaft nach wie er mit Amanda sprechen konnte ohne die Wachen weiter zu reizen, als ihm eine Idee kam.

Schwäche... Wenn wir Schwäche zeigen sollten sie sich eigentlich nicht bedroht fühlen. Vielleicht bestärkt sie das auch in ihrer Meinung, dass wir nichts weiter als jämmerliche Kreaturen sind und unterschätzen uns. Einen Versuch ist es wert...

John konzentrierte sich wieder auf Amanda und nahm die Frau plötzlich in die Arme. Er war sich sicher, dass die Wissenschaftlerin in diesem Moment ziemlich verwirrt war, aber seine Sorge galt in erster Linie den beiden Wachen. Tatsächlich wandte sich der der Bartarianer mit einem Blick der vor Verachtung strotzte von den Menschen ab, während den Turianer das Bild zweier Menschen die sich in einer anscheinend hoffnungslosen Situation Trost zu spenden versuchten, eher amüsierte.

Johns unterdrückte seinerseits ein Grinsen da die beiden Aliens auf seine Finte ansprangen und flüsterte Amanda leise zu: "Hören sie mir jetzt gut zu. In Kürze wird man versuchen uns zu befreien. Wir müssen aber unsere Wachen selbst ausschalten. Ich übernehm den Batarianer, sie betäuben den Turianer. Wenn sie sich das nicht zutrauen geben sie Rachel den Schocker. Alles klar?"

Der Agent schob Amanda etwas von sich weg und für einen Außenstehenden musste es so aussehen als wolle er lediglich sehen, ob seine tröstenden Worte einen Effekt hatten.

17:26 Uhr

Amanda Phoenix
24.06.2009, 12:33
17:26 Uhr
Fortune-Hunter
Antirumgon


Urplötzlich, von der einen auf die andere Sekunde, fand Amanda sich selbst in den kräftigen Armen Webers wieder, der sie vollkommen unvorbereitet umarmte. Die 29-jährige, überrumpelt wie sie war, hatte keine Ahnung, was das plötzlich sollte. Aber zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte sie sich sicher, geborgen. Als hätte John ein unantastbares Schild um sie herum aufgebaut, dass ihr irgendwie Kraft zu spenden schien.
Phoenix zarte, kleine Hände umklammerten schließlich den ebenso kräftigen Rücken des Agenten und gab sich ihm für den Moment vollkommen hin. Sie wusste nicht, warum. Sie wollte es auch nicht wissen. Wichtig war nur, dass es gut tat, sich – wenn auch nur für Sekunden – an jemandem festhalten zu können.

Schließlich spürte sie an ihrem Ohr den warmen Atem und lauschte den leisen Worten Johns. Er schilderte ihr in aller Kürze den Plan. Er war gefährlich und hätte sie alle umbringen können. Aber gleichzeitig war es die einzige Chance, die sie hatten.
Amanda und John nahmen wieder ein klein wenig mehr Abstand. Das ist verrückt! …Und wenn das Ding nicht funktioniert? …Es muss klappen! Ihre Gedanken rasten , aber zumindest ihre Gefühle hatten sich wieder geordnet und ermöglichten ihr so ein logisches Denken. Momente vergingen. Dann aber nickte sie ebenso entschlossen, wie die haselnussbraunen Augen es bereits vermuten ließen. Ihre Hände ballten sich zu Fäusten und ihr zierlicher Körper stand unter Spannung. Ihr Blick fixierte sich komplett auf John, ihre Gedanken aber…sie waren in der Vergangenheit.
In Momenten des Schreckens, der Lebensgefahr. Die Gefühle waren also dieselben wie in der gegenwärtigen Situation, nur die Umstände waren etwas anders. Aber sie überlebte es. Sie stand es durch. Und so würde es auch dieses Mal passieren.

„Ich werde es selbst machen.“ Flüsterte sie so leise, dass es nur noch für John hörbar war. Und selbst für ihn durfte es nicht einfach gewesen sein. Aber er schien es zu verstehen.

Für einen Moment wandte Amanda sich dann aber schließlich doch von dem Agenten hab. Ihr Blick schweifte durch den Raum. Sie schaute zu der blonden Frau, Rachel. Sie leitete den Befreiungsversuch mit ihrer Verstärkungsanforderung überhaupt ein. Dann weiter zu dem Verletzten auf der Liege. Weiterhin konnte irgendetwas passieren – und sei es noch so eine kleine Kleinigkeit gewesen -, das ihn umbringen konnte. Er stand noch immer auf der Kippe, selbst wenn sein Zustand in diesem Augenblick stabil schien. Zumindest seine Atmung hatte sich derweil etwas beruhigt. Schließlich erblickte die 29-jährige noch den gesunden Mann, dem sie wenige Augenblicke zuvor eine deutliche Mahnung aussprach. Ihr Blick sprach deutlich von einer Entschuldigung, obwohl sie wusste, dass ihre Reaktion nicht falsch war.

Und dann erreichte ihr Blick wieder den immer noch vor ihr stehenden John: „Also dann…“ gab sie ihm fast schon lautlos zu verstehen, dass sie bereit war.

Viel Zeit wäre auch nicht mehr geblieben, wie sich nur wenige Sekunden später herausstellte, als im Flur plötzlich allerhand Geräusche aufkamen – und damit verbunden auch eine gewisse Unruhe. Eines davon konnte Amanda aber sicher identifizieren: das Scheppern einer Tür.


17:27 Uhr

John Weber
24.06.2009, 16:29
Quartier, Fortune-Hunter
Antirumgon
17:26 Uhr

Als der Agent Amanda mit einem abwartenden Blick bedachte schien sich die Wissenschaftlerin erneut eine Verwandlung durchzumachen. John konnte erkennen wie sich ihr zierlicher Körper anspannte und all die Unsicherheit die er zuvor noch in ihren Augen gesehen hatte war verschwunden.

„Ich werde es selbst machen.“ flüsterte sie so leise, dass selbst John sie fast überhört hätte. Amanda ließ ihren Blick kurz über ihre Mitgefangenen schweifen und der Agent nahm an das sie sich selbst klar machen wollte was alles auf dem Spiel stand. Als sie fertig war ruhte ihr Blick wieder auf John und sie flüsterte so leise das der Agent die Worte an ihren Lippen ablesen musste: "Also dann…“

Er nickte ihr aufmunternd zu und spähte erneut zu den Wachen. Der Turianer starrte sie noch immer herablassend an, als ihn mehrere Geräusche die von Draußen kamen ablenkten. Auch John spitzte seine Ohren und er hörte das Scheppern einer Tür. Der Agent brauchte nur einen kurzen Blick auf das verwirrte Gesicht seiner der Wachen zu werfen um zu erkennen, dass dies nicht zu ihren Plänen gehörte. Und das konnte wiederum nur eines bedeuten.

Es sind unsere Leute! Also los!...

Blitzschnell trat John hinter den Batarianer und schlang seinen linken Arm um dessen Hals und Griff mit der rechten Hand nach dessen Pistole. Doch sein Gegner hatte schnelle Reflexe und er stieß seinen gepanzerten Ellbogen mit aller Kraft in Johns Brust sodass diesem die Luft wegblieb und er die Pistole fallen ließ. Um sich etwas Zeit zu erkaufen zerrte der Agent den Batarianer, welchen er immer noch mit seinem linken Arm festhielt, herum und stieß ihn unter Einsatz seines ganzen Körpergewichtes gegen eine der Wände.

Der Vieräugige wirkte von dem Aufprall etwas benommen umklammerte seine Sturmgewehr aber immer noch fest und versuchte sich von Johns Griff zu befreien um den Menschen zu erschießen. Der Agent hatte die kostbaren Augenblickte jedoch genutzt und seine Biotik-Implantate aktiviert. Er konzentrierte die gesammelte biotische Energie und jagte sie in einer konzentrierten Ladung in den Rücken seines Gegners, den er noch immer festhielt. Das Rückgrat des Batarianers bog sich unter diesem gezielten Schlag durch und gab schließlich mit einem schauerlichen Knacken nach.

John ließ den toten Körper zu Boden sinken und griff nach dem Gewehr, welches der Batarianer unter sich zu begraben drohte. Er entsicherte die Waffe und wandte sich um nach den anderen zu sehen.

17:28 Uhr

Jack Payne
25.06.2009, 11:09
Fortune-Hunter

17:27 Uhr (OEZ)

Jacks Team stand vor einer verschlossenen Tür. Dahinter hörte man Stimmen. „Wie sollen wir eindringen? Sollen wir die Tür knacken oder aufsprengen? Wenn wir leise eindringen haben wir den Überraschungsvorteil. Aber reicht dieser bis zu den Geiseln? Und wenn wir stürmen und Weber nicht vorbereitet ist, könnten die Geiselnehmer sie hinrichten“ meinte Ono.
„Wir stürmen den Raum, weil der Lieutenant hoffentlich von dieser Rachel unterrichtet worden ist und diese Tür für uns eine Todeszone bedeutet und wir sie so schnell hinter uns lassen können.

Also luden Jack und Myoko ihre biotische Energie und rissen die Tür aus ihren Angeln. Diese rammte mit voller Wucht die batarianische Wache und schleuderte den Leichnam durch den halben Raum. Daraufhin stürmten Halon und Alice in den Raum, suchten Deckung und feuerten auf ihre Ziele. Als die ersten Wachen beschäftigt waren, rückten Ono und Payne weiter vor und sahen in den Augenwinkeln wie John gerade einen Batarianer ausschaltet. Sie erreichten den Lagerraum, der für Hinterhalte wie gemacht war. Deswegen teilten sie sich auf. Myoko ging gerade aus, da sie Feuerschutz geben konnte und Jack deckte die rechte Flanke. Plötzlich tauchten drei Turianer auf, die unverzüglich das Feuer auf Ono eröffneten. Sofort suchte sie Deckung. In der Zwischenzeit kam Payne näher an die feindliche Deckung, wurde aber entdeckt, bevor er seine Biotik einsetzen konnte. Einer der Turianer konzentrierte nun sein Feuer nun auf ihn.

„Ono“, funkte er „ich schiebe ein Teil der Deckung weg und du kümmerst dich um den Gegner. Er lud seine Energie auf und warf sie gegen die Barrikade. Diese schob sich nach hinten weg und machte die Sicht auf einen verdutzten Gegner frei. Dank dieser Ablenkung konnte Ono nun frei feuern und tötete einen Turianer. Gleichzeitig rannte Jack direkt auf die übrigen zwei zu, warf eine Granate in die Mitte und umhüllte die Granate und die Turianer mit seiner biotischen Fähigkeit. Die Explosion riss sie auseinander und verteilte ihre Köperteile und Blut in der Kuppel.
„Bäh ist das eklig“, sagt Myoko als sie die Sauerei sah.
„Zum Glück müssen wir das hier nicht sauber machen. Schnell zu den anderen. Vielleicht brauchen sie unsere Hilfe“.

17:32 Uhr (OEZ)

Amanda Phoenix
26.06.2009, 19:45
17:27 Uhr
Fortune-Hunter
Antirumgon


Das Scheppern der Türen hallte noch ein wenig nach, die verdutzten Gesichtsausdrücke der an der Tür stehenden Feinde hielten an. Lediglich John stürmte sofort los und machte sich an dem Batarianer zu schaffen. Auch Amanda zögerte nicht lange, zog stattdessen sofort den kleinen Elektroschocker, den sie von dem salarianischen Wissenschaftler Wels überreicht bekommen hatte. Fest umklammerte sie das kleine Gerät, mit dem dünnen Zeigefinger jederzeit bereit, den Auslöser zu betätigen.

Doch zuerst musste sie noch die wenigen, kleinen Schritte zu der turianischen Wache überwinden, bevor sie etwas unternehmen konnte. Und das tat die Amerikanerin auch schnell:
Sie hechtete zu dem rund zwei Köpfe größeren Gegner, der sich in diesem Augenblick noch immer auf die Tür konzentrierte, aus der schließlich laute Schüsse ertönten. Amanda hatte die aktuelle Situation also als ihren Verbündeten. Und genau darum war es nicht mehr allzu schwer, den Schocker direkt an dem geschuppten Nacken des Großgewachsenen zu platzieren und den Auslöser zu betätigen.

Vielleicht war es logisch erklärbar, vielleicht war es auch nur Glück. Glück, dass der Turianer den Schocks auf der Stelle zitternd nachgab und sein Gewehr scheppernd zu Boden ging. Nur kurz darauf auch er selbst. Glück, dass die Schocks überhaupt kraftvoll genug waren, den ganzen Körpers des turianischen Riesen zu lähmen. Und vor allem Glück, dass die 25-jährige, brünette Menschenfrau den Mut zu dieser Tat aufbringen konnte.

Sie war nur selten in einer Situation, in der es zum Kampf kam. Und noch wesentlicher seltener in einer, in der sie selbst um ihr eigenes Überleben kämpfen musste. So brauchte sie genau diese Menge an Mut, um über ihre selten abgelegten Grenzen hinaus zu wachsen – doch es gelang. Und das war genau das, was zählte. Jedenfalls für die wenigen Augenblicke. Denn noch war es nicht überstanden.

Die junge Phoenix suchte so schnell wie möglich Deckung hinter dem Türrahmen, während weiterhin Kugeln durch den Raum rasten, beide Seiten sich untereinander Anweisungen zuschrien, Geiselnehmer vor Schmerzen aufschreiend zu Boden gingen und irgendwann ein ohrenbetäubender Knall ertönte, der kurz darauf von einem überraschend langen Moment der Ruhe gefolgt wurde.

Was ist jetzt los? Ist es vorbei? Haben wir überlebt? Haben sie überlebt?

Amandas Gedanken fraßen sich kreuz und quer durch ihren dröhnenden Kopf, der es wagte, vorsichtig durch die Tür zu spähen. Daraufhin bot sich ihr ein brutaler, aber nicht unbedingt negativer Anblick. Überall klebte und floss das Blut. Abgetrennte Körperteile waren im gesamten Raum verteilt. Einschusslöcher zeugten von dem gnadenlosen Kampf, der dort stattgefunden haben musste.
Aber eben dieser brutale Anblick sicherte das Überleben der Gruppe um Amanda und John.


„Vielleicht brauchen sie unsere Hilfe.“ Sprach eine raue, männliche Stimme. Daraufhin sah Amanda sich im Raum hinter ihr nochmals um. Alle schienen diese selbstmörderische Befreiungsaktion unbeschadet überstanden zu haben. Alle bis auf eine…

Die 25-jährige schaute an ihrem rechten Arm hinunter. Der Stoff der langärmligen, weißen Bluse, färbte sich am Oberarm in Windeseile dunkelrot. Oh scheiße! fluchte sie gedanklich, biss sofort auf die Zähne.
Bis zu diesem Moment spürte Amanda nichts von der Verletzung. Und sie konnte auch nicht sofort sagen, wie schlimm die Verletzung war. War es nur ein Streifschuss? Oder lief es doch auf Schlimmeres hinaus?
Sie wusste es nicht. Sie wusste nur, wie groß der brennende, stechende, bohrende Schmerz im rechten Oberarm war, der sich langsam und qualvoll durch den kompletten Körper fraß.

„John!“ rief sie mit angeschlagener, zittriger Stimme. Es war der erste Name, der ihr in diesen Augenblicken einfallen wollte. Und er war derjenige, der ihrem glasigen Blick Folge leistete und ohne große Umschweife Reaktion zeigte.


17:32 Uhr

John Weber
28.06.2009, 17:29
Quartier, Fortune-Hunter
Antirumgon
17:28 Uhr

Als John sich umwandte sah er Amanda die mit dem Schocker in der Hand über dem regungslosen Körper der Turianers stand. Dem Agenten blieb jedoch keine Zeit der Wissenschaftlerin zu ihrem Sieg zu gratulieren denn in diesem Augenblick schien einer der Aliens die im Vorraum verbissen gegen die anderen Mitglieder von Johns Landeteam kämpften zu bemerken, dass sich die Gefangenen befreit hatten.

Der Turianerrichtete seine Waffe auf den Eingang des Quartiers in dem sich die Menschen aufhielten und feuerte. John ging in Deckung und da er keinen seiner Gefährten aufschreien hörte nahm er an das niemand etwas abbekommen hatte. Der Agent warf noch einmal einen kurzen Blick in den Vorraum und musste feststellen, dass seine Leute alles unter Kontrolle hatten und die Feinde mit kalter Effizienz aufrieben.

Dann war es vorbei. Die Aliens waren tot, das Lager gesichert und gerade eben kamen drei weitere von Cortez Mitarbeitern in den Vorraum. John meinte Paynes Stimme zu hören und wollte gerade das Quartier verlassen als eine zittrige Stimme seinen Namen rief.

Der Blick des Agenten wanderte zu Amanda die mit aschfahlem Gesicht neben der Tür hockte und auf ihren rechten Oberarm starrte. Sein Blick folgte dem ihren und blieb dann an dem dunkelroten Fleck ihrer Bluse hängen der sich langsam ausbreitete.

Verdammt! Wann zum Teufel... schoss es John durch den Kopf, aber er kannte die Antwort. Als der Turianer auf das Quartier gefeuert hatte musste eines der Projektile Amanda getroffen haben. Die Frau hatte vermutlich aufgrund eines Adrenalinschubes den Schmerz erst nicht gespürt und die Wunde erst jetzt bemerkt.

Der Agent reagierte sofort. Auch wenn er weder Arzt oder Sanitäter war so hatte er dennoch genügend Schussverletzungen gesehen um zu wissen das eine effektive Erstversorgung über Leben und Tot entscheiden konnte.
Vorsichtig tastete er nach dem blutdurchtränkten Teil der Bluse und riss diese soweit auf, dass er die Wunde erkennen konnte. Als er den Grad der Verletzung sah, atmete er innerlich auf. Es handelte sich um eine oberflächliche Schussverletzung die zwar etwas Muskelgewebe zerfetzt hatte, aber er schätzte, dass die Hauptschlagader aufgrund der Menge des austretenden Blutes unversehrt geblieben war.

"Keine Sorge." redete John mit beruhigender Stimme auf Amanda ein: "Das ist halb so wild. Ein bisschen Medigel drauf und mit etwas Glück bleibt nicht einmal eine Narbe." In diesem Augenblick tippte jemand John auf die Schulter und als er sich umsah entdeckte er den unverletzten Mitarbeiter von Cortez den Amanda vorhin etwas schärfer angefahren hatte. Dieser hielt John ein weißes Handtuch hin welches der Agent mit einem dankbaren Nicken annahm: "Könne sie bitte etwas Medigel für unsere Beiden Verletzten besorgen?" Der Mann nickte und eilte davon, während John das Handtuch auf Amandas Wunde drücke um die Blutung zu stoppen. "Sie haben sich gut gehalten." fing John ein Gespräch an um Amanda von der Wunde abzulenken: "Wir müssen nur noch diese Verhandlungen mit Cortez zu Ende bringen und nach unserer verschwundenen Shuttle-Pilotin suchen. Dann können wir von diesem Planeten verschwinden..."

In der Zwischenzeit verließen Rachel und Cortez das Quartier um mit ihren Leuten zu sprechen und um den Fahrstuhl wieder zu sichern. Kurz darauf kam der Mann den John geschickt hatte mit einem Erste-Hilfe Koffer und einem Zweiten Mann zurück. Dieser warf John einen kurzen Blick zu und fragte: "Ich hab etwas medizinische Erfahrung. Wie geht es ihr?" "Sie schafft das schon." antwortete der Agent knapp: "Lassen sie mir einen Verband und eine Tube Medigel da und kümmern sie sich lieber um ihren Kollegen." Der Mann nickte und reichte John die gewünschten Dinge um sich anschließend dem Verwundeten auf dem Bett zuzuwenden.

John nahm das Handtuch vorsichtig von Amandas Wunde und nahm diese noch einmal in Augenschein. Vorsichtig verteilte er etwas Medigel auf der Wunde und legte dann den Verband an. "So das war‘s." schloss er erleichtert und erhob sich: "Sie sollten den Doc später nochmal einen Blick drauf werfen lassen. Kommen sie, wir haben hier noch etwas zu erledigen."

Mit den letzten Worten streckte er eine Hand aus um der Geth-Wissenschaftlerin wieder auf die Beine zu helfen. Dann verließen auch die Beiden das Quartier um sich mit dem Rest des Teams zu treffen.

17:35 Ortszeit

Amanda Phoenix
02.07.2009, 13:22
17:33 Uhr
Fortune-Hunter
Antirumgon


Webers warme, kräftige Hände tasteten schnell Amandas schmerzenden Oberarm ab, um die Blutung zu finden. Es dauerte nicht lange, da trennte sich ein Großteil des blutverschmierten Ärmels unter einem leisen Reißen vom Rest der Bluse und offenbarte den scharlachroten Anblick des Oberarms. In dem Moment hätte die 29-jährige den Arm am liebsten einfach weggezogen. Plötzlich tat jede Berührung, jede Bewegung und selbst der Anblick weh. Und immer wieder zuckte sie unter den mal zarteren, mal gröberen Berührungen Johns warmer Finger zusammen. Doch sie hielt stand. Und als der dunkelhaarige Agent ihr mit besänftigender Stimme mitteilte, dass alles nur halb so schlimm gewesen sein sollte wie es aussah, merkte die Amerikanerin, wie sich ihr Atem wieder beruhigte und auch ihr Puls kehrte langsam aber sicher wieder zur Normalität zurück – obwohl der Schmerz noch immer klar zu spüren war.

Wenig später stieß schon einer von Cortez Männern zu den beiden – es war der, den Amanda vor dem Gefecht davon abhielt, einen Fehler zu machen, wenngleich sie in dem Moment vielleicht etwas zu forsch war. Das hatte sie eingesehen. Als John von dem Mann ein Handtuch überreicht bekam, flüsterte Amanda ihm, „Vielen Dank.“ Zu, schenkte ihm ein ehrliches Lächeln und sah dann zu, wie er Webers Anweisungen akzeptierte und sich abwendete.

Erst dann, ganz plötzlich, bemerkte sie den neuentstandenen Druck auf der Wunde. John hielt ihr das mittlerweile dunkelrot gefärbte Handtuch auf die Blutung, um selbige samt Blutverlust zu stoppen. Phoenix gab ein leises Zischen von sich, stellte sich dann aber auf den Druck ein und lauschte wenig später den Worten des Agenten: "Sie haben sich gut gehalten." Sprach er aufmunternd und zauberte der Wissenschaftlerin ein Lächeln auf die Lippen. Und sofort fuhr er fort: "Wir müssen nur noch diese Verhandlungen mit Cortez zu Ende bringen und nach unserer verschwundenen Shuttle-Pilotin suchen. Dann können wir von diesem Planeten verschwinden..." „Na endlich.“ Erwiderte Amanda aufatmend. Sie bemühte sich weiterhin keineswegs darum, ein Geheimnis aus ihrer Meinung zu diesem Planeten zu machen.

Plötzlich kehrte auch schon der Unversehrte Mann zusammen mit einem weiteren, wie sich herausstellte, Arzt zurück und bot Weber Hilfe an. Der lehnte allerdings würdigend ab und nahm eine Tube Medigel samt Verband entgegen. Der Rest verlief relativ schnell. Noch einmal bot sich Amanda der blutige Anblick ihrer Schussverletzung, als John das Handtuch langsam entfernte. Und erneut entfuhr ihr ein, dieses Mal etwas lauteres, Zischen, während sie das eisige Medigel auf ihrem Arm spürte, das sie für einen Moment erstarren ließ.

"So das war‘s." beendete er schließlich die Behandlung. Gerade wollte Amanda ihm antworten, da fuhr er auch schon fort: "Sie sollten den Doc später nochmal einen Blick drauf werfen lassen. Kommen sie, wir haben hier noch etwas zu erledigen." Im selben Moment streckte er auch schon seine Hand aus. Ohne zu zögern ergriff Amanda diese und richtete sich langsam, erschöpft stöhnend wieder auf. Daraufhin folgte sie John zum Rest des Teams und verpasste so erneut ihre Gelegenheit…

Wenig später, als sie sich alle wieder zusammengefunden hatten, erreichte auch Cortez die Gruppe und schlüpfte schnell wieder in seine gewohnte Rolle als Geschäftsmann.


17:36 Uhr

John Weber
02.07.2009, 16:43
Quartier, Fortune-Hunter
Antirumgon
17:36 Uhr

Als John und Amanda den großen Hauptraum betraten ließ dieser seinen Blick über das Geschehen schweifen. Der Raum glich einem Schlachtfeld. Überall lagen tote und zerfetzte Körper herum und auch die spärliche Einrichtung hatte einiges abbekommen. John entdeckt Cortez der gemeinsam mit Rachel einem hageren Mann, sowie mit dem Rest des Midway-Landeteams an einer Seite des Raumes stand.

Als der Agent zu der Gruppe trat begrüßte er den Landetrupp mit einem: "Gute Arbeit." Dann wandte er sich an Cortez der sich gedämpft mit Rachel und dem hageren Mann unterhalten hatte. Noch bevor John etwas sagen konnte, ergriff der Waffenhändler das Wort: "Erstmal möchte ich mich bei ihnen und ihren Leuten für ihre Hilfe bedanken. Sie haben da eine beeindruckende Truppe. Als Entschädigung für die Unannehmlichkeiten möchte ich ihnen ein besonderes Angebot machen. Das Geth-Artefakt wegen dem sie hier sind. Wenn sie mir noch einen kleinen Gefallen tun werde ich es ihnen überlassen."

„Ich nehme an dieser ‚kleine Gefallen‘ hat etwas mit dem Auftraggeber der toten Aliens hier zu tun.“ vermutete der Agent und Rachel nickte: „Bradok hat nur sehr wenig Mitarbeiter, aber er kennt viele Leute. Es ist wahrscheinlich, dass er dieser Bande hier eine großzügige Belohnung versprochen hat wenn sie ihm helfen uns auszulöschen.“ John verstand warum es für den Waffenhändler wichtig war, dass dieser Bradok ausgeschaltet wurde, trotzdem gefiel es dem Agenten nicht den Auftragsmörder für einen Gangsterboss zu spielen. Der Waffenhändler bemerkte Johns Zögern und Cortez fügte hinzu: „Ich gebe ihnen etwas Zeit über mein Angebot nachzudenken. In der Zwischenzeit werde ich diesen Turianer vornehmen, den ihre Partnerin ins Reich der Träume geschickt hat… Vielleicht finden wir ja etwas heraus, das ihren Auftrag erleichtert. Dimitri bereite schon mal alles vor…“

Er scheint sich ja ziemlich sicher zu sein, dass ich sein diesen Volus für ihn umbringe… Auch wenn ich mich nicht in seine Gaunereien einmischen will es währe vermutlich das Einfachste wenn ich zustimme… Ich hab drei ausgebildete Marines bei mir und gleich nebenan befindet sich jede Menge Ausrüstung…

John sah Cortez, Rachel und Dimitri nach die sich von der Gruppe entfernten. Mit einem weiteren Blick vergewisserte sich der Agent, dass die Mitglieder des Landeteams unter sich waren. „Also gut. Wir warten erstmal ab was Cortez aus dem Turianer rauskriegt. In der Zwischenzeit hätte ich gerne einen kurzen Bericht von ihnen.“ Der letzte Satz war an Payne gerichtet da John sich ein Bild von der Einsatzbereitschaft seines Teams machen wollte. Während der Agent auf eine Antwort wartete, bemerkte er wie Dimitri gemeinsam mit einem anderen von Cortez Mitarbeitern den bewusstlosen Turianer in eines der Quartiere schleiften.


17:39 Uhr

Jack Payne
02.07.2009, 17:19
Fortune-Hunter

17:39 Uhr (OEZ)

„Team Zwei ist voll einsatzbereit und wir haben nun sogar ein paar Waffen. Ich bin dafür, dass wir diesem kleinen Asthmatiker in den Arsch treten. Oder hat euch der Aufenthalt hier gefallen? Und ein Geth-Artefakt ist die Einmischung wert. Na hoffen wir mal, dass der Turianer gesprächig ist und uns vielleicht ein paar Geheimnise erzählt, die die Entscheidung einfacher macht“, antwortete Payne auf die Frage seines Vorgesetzen. Leise fügte er hinzu: „Ach und Lieutenant, dies ist schon das zweite Mal, dass ich sie aus dem Schlamm ziehe“.

17:40 Uhr (OEZ)

John Weber
05.07.2009, 13:41
Privatbereich, Fortune-Hunter
Antirumgon
17:40 Uhr


Nachdem er John einen kurzen Lagebericht gegeben hatte senkte Jack Payne die Stimme und fügte hinzu: „Ach und Lieutenant, dies ist schon das zweite Mal, dass ich sie aus dem Schlamm ziehe“. John konnte sich bei diesen Worten ein schwaches Grinsen nicht verkneifen aber er schüttelte den Kopf und antwortete eben so leise: "Das Erste mal zählt nicht. Da haben sie mich alleine in eine einstürzenden Fabrik zurückgelassen, schon vergessen? Trotzdem, danke für ihr schnelles kommen."

In diesem Moment bemerkte John wie Rachel aus dem Quartier kam in dem Cortez und Dimitri den Turianer verhörten und die blonde Frau kam direkt auf die Gruppe zu. Die könne doch unmöglich schon Ergebnisse haben... dachte der Agent misstrauisch als Rachel ihn ansprach: "Mr Weber, können wir kurz unter vier Augen sprechen?" Die ernste Tonart mit der die Assistentin von Cortez sprach irritierte John ein wenig, doch er versuchte sich nichts anmerkten zu lassen und nickte.

Rachel führte ihn in den Raum der neben dem Zugangskorridor zu Cortez Waffenlager lag und schloss hinter ihnen die Tür. "Und haben sie sich schon entschieden ob sie den Auftrag annehmen?" fragte sie nachdem sie die Tür geschlossen hatte. "Wir überlegen im Moment noch ob..." begann John doch Rachel fiel ihm ins Wort: "Bitte, hören sie mit diesem Spielchen auf 2nd Lieutenant John Weber."

Ein heftiger Adrenalinstoß durchfuhr den Agenten, als er diese Worte hörte und seine Gedanken begannen zu rasen. Woher wusste diese Frau wer er war? Wie viel wusste sie genau und wem hatte sie davon erzählt? Für einen Sekundenbruchteil dachte er daran die Frau einfach zu töten, damit seine Identität geheim blieb, doch er kam ebenso schnell wieder von der Idee ab da ein Mord seine Situation wahrscheinlich noch weiter verschlimmert hätte.

Rachel musste ahnen was im Kopf des Agenten vorging denn sie hob beschwichtigend die Hände und fuhr mit einem Lächeln fort: "Keine Sorge Leutnant, ihr Geheimnis ist bei mir sicher. Ich möchte mich noch einmal vorstellen. Spezial Agent Rachel Groce, Allianz Nachrichtendienst." Die Frau schien auf einen Kommentar von John zu warten, doch dieser brauchte einen Moment um die Tragweite von Rachels Enthüllung zu begreifen.

Für eine Sekunde war er bereit Rachel zu glauben, doch dann meldete sich sein Misstrauen zurück. Es bestand immerhin die Möglichkeit, dass diese Frau lediglich einen fähigen Hacker beauftragt hatte, auch wenn ein solches Vorhaben wahrscheinlich ziemlich teuer gewesen war. "Wo ist der Beweis?" fragte er schließlich mit einer gewissen schärfe und die vermeidliche Agentin seufzte, so als hätte sie so eine Reaktion erwartet: "Sie waren bis einen Monat nach dem Citadel-Blizkrieg beim Alianzmilitär, danach endet ihre Akte beim Militär, jedoch ohne einen Entlassungsvermerk. Dafür tauchen sie aber ab diesem Zeitpunkt in Gehaltsliste des Geheimdienstes auf, was bedeutet sie wurden von ihnen rekrutiert. Die aktuellste Information die ich über sie habe ist ein Vermerkt das sie bei Aktionen gegen eine Anti-Alien-Gruppe mitwirken..."

Mehr dürfte sie über mich auch gar nicht finden da ich den Abschluss Bericht erst vor kurzem geschrieben hab... Sie sagt also die Wahrheit... das bedeuten, dass die Allianz an Cortez Gruppe interessiert ist... aber was erhofft sich der Geheimdienst von einem Waffenhändler der am Rand der Terminussysteme Geschäfte macht?

"In Ordnung sie wissen also was ich mache, aber was machen sie hier?" fragte John und Rachel wirkte erleichtert, da sie anscheinend Zweifel gehabt hatte, dass er ihr so schnell glauben würde: "Mein Partner und ich haben Cortez Gruppe infiltriert da er sich innerhalb kürzester Zeit einen Namen in diesem Sektor gemacht hat. Wir haben ihm etwas unter die Arme gegriffen damit eine Organisation auf ihn aufmerksam wird die wir schon länger erfolglos zu unterwandern versuchen. Sie nennen sich Kell Hounds..."

Der Agent nickte da diese Geschichte Sinn ergab. Wenn die Kell Hounds und Cortez gemeinsame Sache machten so kämen die Agenten innerhalb von Cortez Gruppe leichte an Informationen und deshalb war es für den Geheimdienst wichtig, dass für den Waffenhändler alles glatt lief. "Und was hat dieser Volus mit der ganzen Sache zu tun?"fragte John der versuchte sich ein Bild von der Gesamtsituation zu machen: "Ich meine am Anfang sah es so aus als würdet ihr zusammenarbeiten."

"Stimmt über Bradok ist es ist es uns gelungen hier richtig Fuß zu fassen, allerdings versucht er schon länger sich an den Geschäften der Kell Hounds zu beteiligen. Die nehmen ihn jedoch nicht wirklich ernst." erklärte Rachel und lehnte sich gegen eine der Wände des kleinen Raumes: "Cortez war da erfolgreicher und vor ein paar Stunden war sogar einer der 'Agenten' der Kell Hounds bei uns und hat eine engere Zusammenarbeit vorgeschlagen. Das muss bei der Gastasche eine Kurzschlussreaktion ausgelöst haben, er hat uns angegriffen und den Rest kennen sie ja..."

"Vielleicht hofft er, dass er dann die Aufmerksamkeit kriegt die er haben will..." vermutete John und fügte ironisch hinzu: "Aber er hat sich überschätzt und jetzt kriegt er wahrscheinlich nur mehr eine Kugel in seinen Kopf." "Stimmt, aber der kleine Mistkerl hat viele Augen und Ohren hier weshalb es für jemanden der hier nicht bekannt ist leichter sein sollte an ihn ranzukommen." antwortete Rachel und sah John erwartungsvoll an. "Schon gut. Ich mach es." antwortete dieser und fügte nach einer kurzen Überlegung hinzu: "Aber sie müssen mir vielleicht noch einen Gefallen tun, in Ordnung?" Rachel nickte, stieß sich von der Wand ab und öffnete die Tür des Raumes: "Geht klar. Ich vermute mal, dass Cortez und Dimitri schon erfolgreich waren... Die Beiden können ziemlich überzeugend sein."

Als sie den Vorraum wieder betraten, trennten sich die beiden Agenten und John gesellte sich wieder zu seinen Leuten.

17:45 Uhr

Jack Payne
05.07.2009, 14:52
Fortune-Hunter

17:40 Uhr (OEZ)

Weber konterte gekonnt, aber schaffte es nicht ein leichtes Grinsen zu unterdrücken. Danach unterbrach Rachel das Gespräch und führte den Lieutenant weg, um mit ihm ein Gespräch unter vier Augen zu führen. Ein hoher Rang hat halt seine Privilegien, dachte Payne.

„Miss Phoenix, hätte sie kurz Zeit unser ‚Geth-Artefakt’ zu untersuchen?“, fragte der Chief sie.

Amanda Phoenix
05.07.2009, 20:28
17:40 Uhr
Fortune-Hunter
Antirumgon


Amanda wusste noch nicht, was sie von Rachels plötzlichem Auftritt halten sollte. Nach dem Verlauf der letzten Stunden war es schwer, überhaupt Vertrauen zu irgendjemandem auf diesem Planeten aufzubauen. Dass Rachel diejenige war, die Weber, Phoenix und die anderen schließlich die Chance gab, sich zu befreien, sprach für sie. Dennoch blieb der 29-jährigen eine gewisse Unbehaglichkeit.
Wirklich drüber nachdenken konnte sie aber auch nicht, denn einer der Marines bat sie darum, dass von ihnen gefundene Geth-Artefakt zu untersuchen. Freundlich antwortete sie schnell: „Ja, natürlich. Zeigen Sie mal her.“ Der kurzhaarige Mensch zog daraufhin das bereits in der Nachricht angekündigte Datenpad aus seiner Tasche und überreichte es der jungen Phoenix. „Danke.“ Würdigte sie ihn schließlich lächelnd und entfernte sich mit ein paar Schritten vom Rest der Gruppe, um einen Moment Ruhe zu haben.

Aufmerksam nahm sie das Datenpad unter die Lupe. Der Zustand schien noch sehr gut zu sein. Es würde also kein Problem werden, es einzulesen. Gezielt schnappte Amanda sich ihr PDA aus der Hosentasche und ließ das Datenpad von selbigem einziehen. Na dann zeig mal, was du zu bieten hast. kommentierte sie während der kurzen Ladezeit.

Einen Augenblick später öffnete sich schließlich die Datei und zeigte das Energiegitter eines Geth-Schiffes. Und sofort sprangen ihr die deutlichen Unterschiede zu den bereits bestehenden Daten über Geth-Schiffe ins Auge. Was…ist…das? rätselte die Wissenschaftlerin angespannt, erkannte aber schnell, dass die ihr hier zu Verfügung stehenden Mittel nicht ausreichen würden, um genaue, sichere Schlüsse auf den Daten zu ziehen.
Seufzend schloss die die Datei wieder und ließ das PDA zurück in ihre Hosentasche gleiten, um schnell wieder zu der Gruppe zu stoßen. Erwartungsvoll wurde sie von den anderen angestarrt. „Gute Arbeit.“ Fing sie an. „Ich möchte noch auf Lieutenant Weber warten, bevor ich mehr erzähle.“
Die wenigen, kurzen Augenblicke bis zu der Ankunft des Agenten wurden schweigend absolviert. Das kam der Amerikanerin aber gerade recht. So konnte sie nochmals in sich gehen, um das eben Gesehene zu verarbeiten.

Dann, schließlich, stieß aber John wieder zu der Truppe. „Willkommen zurück, Sir.“ Begrüßte sie ihn kurz, kam dann aber schnell zur Sache. „Ich habe gerade einen ersten Blick auf das Datenpad, dass von Team 2 mitgebracht wurde, geworden. Also, ich kann noch nichts Sicheres sagen. Dafür brauche ich noch ein paar andere Dinge. Aber das haben wir alles auf dem Schiff. Aber…“ die Brünette zögerte einen Augenblick. „…was da drauf ist, habe ich vorher noch nie gesehen. Wenn es also nicht gefälscht worden ist, sind wir gerade auf dem besten Wege, etwas Neues über die Geth zu erfahren.“ Verkündete sie und schloss ihren kurzen Bericht damit ab.


17:45 Uhr

John Weber
07.07.2009, 20:38
Privatbereich, Fortune-Hunter
Antirumgon
17:45 Uhr

Als John sich seinen Teammitgliedern nährte kreisten seine Gedanken immer noch um das Gespräch, welches er mit Rachel geführt hatte und ging jede einzelnen Begegnung, jedes Gespräch noch einmal durch und fragte sich ob er nicht von selbst darauf hätte kommen müssen.

Amanda riss ihn aus seinen Gedanken als sie ihn mit der Nachricht empfing, dass sie einen kurzen Blick auf das Energiegitter geworfen hatte welches Team 2 erbeutet hatte. Ihre vorläufige Diagnose ließ darauf hinaus, dass die Chancen 50:50 standen, dass es sich bei dem Artefakt um etwas Nützliches handeln konnte. John nahm ihren Bericht mit einem anerkennenden Nicken zur Kenntnis, während er sich überlegte was dies für ihre Mission bedeutete und kam zu dem Ergebnis, dass ihre Chancen die Mission erfolgreich abzuschließen und lebend von diesem Eiswürfel zu verschwinden besser den je standen.

Aus den Augenwinkeln bemerkte der Agent Rachel die gemeinsam mit Dimitri auf die Gruppe zuhielt. "Wir haben was wir wollen." eröffnete Dimitri mit einem Hauch Stolz in seiner Stimme und John bemerkte an seiner Kleidung einige verdächtige Flecken auf die vor dem Verhör noch nicht da gewesen waren: "Unsere Alienfreunde wollten sich in etwa ein einhalb Stunden mit Bardok hier auf der zweiten Ebene treffen. Denn genauen Standort zeige ich euch dann später auf einer Karte." "Ihr solltet euch in der Zwischenzeit ausruhen. Gleich nebenan ist ein Motel in dem wir euch einmieten werden." fuhr Rachel fort und richtete ihren Blick auf John: "Ich schlage vor das Mr Weber in etwa einer Stunde wieder zu uns kommt und wir alles besprechen. In Ordnung?“

John nickte und er hoffte inständig, dass sich die Gruppe in dem Motel etwas ausruhen konnte bevor sie zum Endspurt ansetzten. „Dort können sie sich auch umziehen Miss Phoenix.“ fügte Rachel mit einem nachdenklichen Blick auf die verrissene und blutbefleckte Bulse der Gethexpertin hinzu: „Ich bin mir sicher sie werden dort etwas finden…“

Bilde ich mir das nur ein oder hat sie gerade Gelächelt?...

Rachel wandte sich ab und ging davon während Dimitri der Gruppe bedeutete, dass sie ihm folgen sollten. Der hagere Mensch führte sie zu dem Lift der im hinteren Bereich des Vorraums war, aber bevor sie einstiegen wandte er sich nochmal um: „Bitte geben sie die schweren Waffen ab, die sind zu auffällig und trennen sie bei den Pistolen Waffe und Magazin von einander sonst könnten die Waffendetektoren sie aufspüren…“ John nickte und gab einem von Cortez Männern der eben zu ihnen getreten war sein Gewehr und bedeutete den Anderen es ihm gleichzutun.


Nachdem die Gruppe bereit war betraten sie den Lift und Dimitri gab an einer Konsole eine Zahlenfolge ein. Der Lift setzte sich mit einem leichten Ruck in Bewegung, hielt jedoch nach ein paar Sekunden wieder an und der Agent fürchtete schon der Lift hätte eine Fehlfunktion. Als sich die Tür öffnete wurde ein schwach beleuchteten Gang der sichtbar der nach etwa drei Metern eine Rechtskurve machte und an dessen Ende sich ein Schott befand. An der Decke hing ein Objekt welches vermutlich eine Kamera war und als Dimitri grüßend die Hand hob öffnete sich das Schott. Dahinter befand sich ein schmaler ziemlich geschmacklos tapezierter Korridor der in rötliches Licht getaucht war. Mit einem unguten Gefühl betrat der Agent den Gang und seine Befürchtungen wurden bestätigt, als eine Tür die vermutlich zu einer Treppe führte die mit dem Erdgeschoss des Gebäudes verbunden war, eine kichernde, leicht bekleidete Frau mit einem ziemlich betrunkener Mann auftauchten und in einer anderen Tür verschwanden. Obwohl sich die Tür aus der sie gekommen waren schnell wieder schloss meinte der Agent wummernde Musik von unten zu hören.

Na großartig! Erst ein Nachtcub und jetzt ein Bordell. Das wir ein toller Missionsbericht...

„Ich weiß was sie jetzt denken.“ bemerkte Dimitri als er John einen kurzen Blick zuwarf: „Aber der Besitzer dieses Etablissements und Cortez sind gute Freunde und wir haben einen Notausgang…“ Der Agent zweifelte stark daran, dass dieser Weg nur als Notausgang benutzt wurde, sagte jedoch nichts. Mit einem Grinsen im Gesicht hielt Dimitri vor einer Tür und deaktivierte die Verriegelung: „Es hat zwei Zimmer und ein Bad… Eine Luxussuite. Ich komme in einer Stunde wieder um sie abzuholen.“

Mit einem Zwinkern verschwand Dimitri wieder und ließ die Gruppe vor dem Quartier zurück. John seufzte und öffnete die Tür: „Na dann, machen wir das Beste daraus…“



Zweite Ebene: unbekanntes Motel

17:50 Ortszeit

Amanda Phoenix
10.07.2009, 21:27
17:50 Uhr


Nachdem Amanda Rachel gedankt hatte, dass sie ihnen diese Möglichkeit bot, folgte sie schweigend dem Rest der Gruppe über die gesamte Strecke hinweg, die sie zu der provisorischen Unterkunft zurücklegen mussten. Als der Fahrstuhl schließlich anhielt und die Türen sich öffneten, ging es durch einen schwach beleuchteten Gang nach rechts zu einem Schott, dass nach Dimitris Gruß geöffnet wurde. Ein weiterer Gang wurde sichtbar, der Amanda aber schon jetzt ein unbehagliches Gefühl gab. Das wurde nur verschlimmert, als eine leicht bekleidete Frau zusammen mit einem angetrunkenen Mann in einem Zimmer verschwand. Ganz toll, ganz toll. Laufen wir jetzt echt von Club zu Club, vom Club zum Bordell und wieder zurück? Leben hier denn nur gaffende Männer, die es nicht schaffen, sich selbst mal eine Frau zu angeln? fragte die 29-jährige sich genervt. Hier werde ich ganz bestimmt was Neues zum Anziehen finden… dachte Amanda daraufhin und verdrehte die Augen. Wenn ich nicht im Dienst wäre. fügte sie noch hinzu, wusste aber sowieso, dass sie dieses Etablissement nie wieder sehen würde – oder zumindest hoffte sie das.

„…Aber der Besitzer dieses Etablissements und Cortez sind gute Freunde…“ rechtfertigte Dimitri die Auswahl des Ortes. Warum bin ich davon nur so überzeugt? fragte Amanda sich leise schmunzelnd und blickte Dimitri noch kurz hinterher, während John seinen Kommentar zu der Situation abgab: „Na dann, machen wir das Beste daraus…“ Sagt mal, habt ihr eigentlich Freundinnen? hätte Amanda am liebsten mit einem breiten aber ebenso sarkastischen Grinsen im Gesicht in die Runde gefragt, ließ es aber lieber bleiben und trat als eine der ersten in die sogenannte Luxussuite ein.

Dimitri hatte nicht wirklich übertrieben. Die Ausstattung war schon eher gehoben und für einen Planeten wie Antirumgon sowieso höchstes Niveau. Zumindest für eine Stunde gab es also durchaus die Möglichkeit, es sich gemütlich zu machen. Nachdem Amandas Füße sie noch weiter in die Suite trugen, schaute sie sich ein wenig um.
Sie selbst befand sich im Wohnzimmer. Eine dunkle, aber dennoch edle Couch und ein Glastisch bildeten den Mittelpunkt, an der Wand gegenüber erstreckte sich ein Fernseher. An der Couch vorbei befand sich dann die offen stehende Tür ins Schlafzimmer. In dem Moment war davon aber nicht viel zu erkennen. Lediglich das große Doppelbett inmitten des Raumes. Die haselnussbraunen Augen schweiften weiter und bemerkten dann die zweite Tür. Die führt dann wohl ins Bad. schlussfolgerte Amanda und musste sich im Nachhinein eingestehen: Vielleicht wird die Zeit hier drinnen ja wirklich ganz gemütlich. Besser als im Rest der Anlage jedenfalls ganz bestimmt…

Da waren sie nun also wieder zusammen. Beide Teams waren vollständig und bis auf Amanda selbst komplett unverletzt und wohlauf. Bis auf eine: Die Pilotin fehlte noch immer, doch auch das wurde bereits im Fortune-Hunter bemerkt und musste fürs Erst warten, was Amanda jedoch nicht wirklich passte. Im Grunde hatten sie bereits gefunden, was sie brauchten. Neue Daten über die Geth. Es hätte wesentlich einfacher laufen können, wenn sie nun einfach die Pilotin gesucht hätten, um dann verschwinden zu können. Aber sie taten es nicht. Stattdessen halfen sie einem Geschäftsmann, der der 29-jährigen beim ersten Treffen ein unheimlich vorhersehbares Kompliment machte und sie zudem in Lebensgefahr brachte. Ich finde den Kerl mehr als fragwürdig. seufzte die Amerikanerin und blickte zu John. Ich hoffe, du weißt, was du tust.

Wenig später senkte sie den Blick wieder und nahm Platz auf der dunklen Couch, deren Polster durchaus gemütlich schienen, um dann nochmals ihren verletzten Arm anzustarren. Die Riss- und Blutspuren waren natürlich weiterhin klar zu erkennen, aber die Schmerzen hielten sich wieder in Grenzen, und Rachels Worte kamen der Wissenschaftlerin wieder in den Sinn. Vielleicht sollte ich mir echt was Neues suchen. dachte sie, blieb aber weiterhin unentschlossen. Es gab in diesem Etablissement sicher nichts, was sie ohne Komplikationen auch auf der Midway tragen konnte – wenn auch nur übergangsweise. Doch andererseits gab es nur eine Möglichkeit, es herauszufinden. Doch weiterhin blieb diese Unentschlossenheit, die es ihr unmöglich machte, ihre Gedanken wirklich zu öffnen.

Fragend blickte sie in die Runde: „Lieutenant Weber hat Recht. Wir sollten das Beste aus der Situation machen. Immerhin haben wir jetzt ein bisschen Zeit.“ Sie pausierte, ließ ihren Blick von Gesicht zu Gesicht springen und dachte nochmals über ihren inneren Konflikt nach. „Also, Rachel hatte oben schon Recht. Ich sollte mir vielleicht, zumindest übergangsweise, noch irgendwas kaufen, um spätestens am Raumhafen nicht mehr aufzufallen…“ sie stoppte erneut. „Aber einerseits liegt es nun wirklich nicht in meinem Interesse, als Frau alleine durch dieses ‚Etablissement‘ zu streifen und andererseits habe ich doch große Zweifel, dass ich hier etwas finde, das auch auf der Midway für ein paar Minuten durchgehen könnte.“
Weiterhin verschwand der fragende und um Rat betende Ausdruck in ihren haselnussbraunen Augen nicht. „Hat sonst jemand von Ihnen eine Idee, wo ich neue Sachen herbekommen könnte?“


Unbekanntes Motel in Narshad
17:52 Uhr

John Weber
12.07.2009, 00:05
Suite, Unbekanntes Motel


Als die Gruppe, angeführt von Amanda das Zimmer betrat, musste John zugeben, dass diese Suite vermutlich wirklich zu den besten zählte die für die Besucher von Narshad zugänglich war. Nachdem sich die sechsköpfige Gruppe etwas in dem teuer möblierten Raum umgesehen hatte begann Amanda zu sprechen. Sie bestätigte Johns Kommentar, dass sie die Zeit die ihnen blieb nutzen sollten. Danach wies sie auf ihr eigenes Problem hin, dass die ihre kaputte Bluse gerne ersetzen würde und dass sie gerne etwas hätte, dass sie später auf der Midway nicht in Schwierigkeiten bringen würde.

Die Gethexpertin fügte außerdem noch hinzu, dass sie nur äußerst ungern alleine durch dieses Etablissement wandern würde. Als ob ich das zulassen würde. Sie hat heute schon genug durchgemacht und ich finde es ohnehin erstaunlich wie viel Kraft sie noch zu haben scheint...

Als Amanda mit ihren haselnussbraunen Augen fragend in die Runde sah und sich erkundigte ob irgendjemand eine Idee hatte kratzte sich John nachdenklich am Hinterkopf und antwortete dann: "Ich halte es ehrlich gesagt für keine besonders gute Idee, wenn wir jetzt herumwandern würden, da wir nicht wissen ob Bardok diese Gegend beobachten lässt... Drüben im Schlafzimmer hab ich einen Schrank gesehen, vielleicht finden sie ja dort was für den Augenblick." John merkte das Amanda von dieser Idee nicht unbedingt begeistert war, also fügte er in versöhnlichem Tonfall hinzu:" Nachdem wir mit dem Volus fertig sind können wir uns nach einem Laden umsehen der normale Zivilkleidung verkauft."

Ich hoffe sie ist damit einverstanden, denn das Letzte was wie gebrauchen können sind Unstimmigkeiten im Team… Apropos Unstimmigkeiten. Die Anderen werden sich sicher fragen warum ich zugestimmt habe, dass wir für Cortez die Drecksarbeit erledigen... Ich sollte sie wohl besser über Rachel aufklären, aber davor müssen wir sichergehen, dass wir nicht überwacht werden.

Der Agent wandte sich an Halon der bisher schweigend neben der Tür gelehnt hatte: "Halon, bitte untersuchen sie den Raum nach Abhörgeräten, ich haben ihnen allen nämlich etwas zu sagen." Der Techniker nickte knapp, aktivierte sein Universalwerkzeug und sondierte den gesamten Raum. Als er den Fernseher erreicht hielt er kurz inne und tippte etwas auf die Holografischen Tasten seines Werkzeugs und drehte sich anschließend um: "Alles sauber. Über dem Fernseher war ein Sender der Bild und Ton aufzeichnet und sie in halbstündlichen Intervallen abschickt. Ich hab einen Virus hochgeladen der den aktuellen Intervall löscht bevor er abschickt wird. Wir haben noch etwa einundzwanzig Minuten bevor jemand den Fehler bemerkt, also schießen sie los."

Halons Stimme klang desinteressiert so als ob ihn das alles nichts anginge, aber John nahm sich keine Zeit um ihn darauf anzusprechen und begann mit seiner Erklärung: "Sie haben sich vermutlich schon gefragt warum ich so bereitwillig Cortez unsere Hilfe zugesagt habe. Der Hauptgrund, neben dem Gethartefakt, ist seine Assistentin Rachel. Sie gehört dem Allianz-Geheimdienst an und hat gemeinsam mit einem weiteren Agenten Cortez Gruppe infiltriert. Der Nachrichtendienst möchte über Cortez an eine wesentlich mächtigere Organisation herankommen und versucht unterstützt ihn deshalb ohne, dass er etwas davon mitbekommt. Wenn wir Cortez helfen Bardok aus dem Weg zu räumen wird das seine Chancen bei der größeren Organisation deutlich verbessern. Ein Vorteil für uns besteht darin, dass wir wahrscheinlich über Rachel und ihren Partner etwas über unsere vermisste Pilotin in Erfahrung bringen können."

John machte ein kurze Pause um damit die Anderen die neuen Informationen verarbeiten konnten und fügte dann mit ernster Stimme hinzu: "Dies sind eigentlich streng geheime Informationen und desshalb dürfen sie niemanden ohne meine Erlaubnis davon in Kenntnis setzen, verstanden?"

17:56 Ortszeit

Jack Payne
14.07.2009, 21:09
Fortune-Hunter

17:45 Uhr (OEZ)

Lieutenant Weber stieß wieder zur Gruppe und wirkte leicht abwesend. Doch der Statusreport von Miss Phoenix ließ ihn wieder zu sich kommen. Leider kann sie keine genauen Erkenntnisse aus dem Artefakt entschlüsseln. Dazu fehlt ihr die Technik. So ging es mir vor kurzem ja auch, dachte Jack.

Kurz darauf erschien Rachel und Dimitri und verkündigte den Erfolg beim Verhör. Das Ergebnis konnte man auch auf seiner Kleidung feststellen. Da wäre ich gerne dabei gewesen. Der Standort für das Attentat war irgendwo auf der zweiten Ebene. Mehr wollte Dimitri zum Zeitpunkt nicht sagen. Als er fertig war, übernahm Rachel das Wort und meinte, dass sich das Team im Motel nebenan ausruhen soll und Lieutenant Weber in einer Stunde sich wieder melden sollte.

Rachel verließ die Gruppe während Dimitri die Gruppe anwies ihm zu folgen. Kurz vor einem Lift, bat er, die Waffen abzugeben. Nicht schon wieder! Sofort schaute er zu Alice und deutete an, dass Messer weiterhin zu verstecken. Als sie entwaffnet waren bestiegen sie den Fahrstuhl. Die Fahrt war nur kurz und die sich öffnende Fahrstuhltür zeigte einen schwach beleuchteten, grauen Gang der in einer Rechtskurve mit Schott endete. Ebenfalls war ein bewegliches Objekt an der Decke befestigt, dass der Gruppe folgte. Am Schott angekommen, führte Dimitri eine Handbewegung auf und das System entsperrte sich.

Der graue Gang wich einen billig wirkenden tapezierten Korridor der in rötliches Licht getaucht war. Das ist doch kein Bordell, oder? Er warf einen verstohlenen Blick zu Alice, die diese Geste nicht realisierte. Plötzlich tauchte eine leicht bekleidete Frau auf, die einen betrunkenen Mann im Schlepptau hatte und beide verschwanden so schnell hinter einer Tür, wie sie aufgekreuzt waren. Dann lief Musik; leichte Kost. Jack musste grinsen.

Als Dimitri die allgemeine Verunsicherung bemerkte, sprach er zum Squad: „Ich weiß was sie jetzt denken, aber der Besitzer dieses Etablissements und Cortez sind gute Freunde und wir haben einen Notausgang“. Dann grinste er und öffnete eine Tür. Er preiste den Raum als Luxussuite und gab eine Deadline von einer Stunde.

Dimitri verließ die Gruppe und Amanda betrat als erste die Suite und Weber meinte nur: „Na dann, machen wir das Beste daraus“.

unbekanntes Motel

17:50 Uhr (OEZ)

Jack überließ Phoenix und John den Vortritt und staunte nicht schlecht als er die Luxussuite betrat. Hier werde ich mal Urlaub machen, alleine., dachte er spötisch. Durch die nun langsam geringer werdende Anspannung fühlte er die Erschöpfung immer mehr und mehr. Das Doppelbett im Raum gegenüber viel ihm sofort auf und er ließ sich hineinfallen. Am liebsten würde ich Alice erholen und die Türe schließen.

Nach ein paar Minuten der Ruhe, sprach die Gethexpertin in die Runde und wollte einen Plan für das weitere Vorgehen. Diesen bekam sie vom Einsatzleiter. Dann verlass ich mal lieber mal das Bett, damit sich die Doktorin umziehen kann.

Dann wurde der Lieutenant ernst. Halon musste die Suite auf Spionageausrüstung absuchen. Außer einem ‚kleinen Spion, den er mit einem Virus ausschaltete, war das Zimmer sauber.

Dann begann Lieutenant John Weber die Situation zu erläutern: „Sie haben sich vermutlich schon gefragt warum ich so bereitwillig Cortez unsere Hilfe zugesagt habe. Der Hauptgrund, neben dem Gethartefakt, ist seine Assistentin Rachel. Sie gehört dem Allianz-Geheimdienst an und hat gemeinsam mit einem weiteren Agenten Cortez Gruppe infiltriert. Der Nachrichtendienst möchte über Cortez an eine wesentlich mächtigere Organisation herankommen und versucht unterstützt ihn deshalb ohne, dass er etwas davon mitbekommt. Wenn wir Cortez helfen Bardok aus dem Weg zu räumen wird das seine Chancen bei der größeren Organisation deutlich verbessern. Ein Vorteil für uns besteht darin, dass wir wahrscheinlich über Rachel und ihren Partner etwas über unsere vermisste Pilotin in Erfahrung bringen können.“

Nach einer kurzen Pause fuhr er fort: „Dies sind eigentlich streng geheime Informationen und deshalb dürfen sie niemanden ohne meine Erlaubnis davon in Kenntnis setzen, verstanden?"

Suite, unbekanntes Motel

17:56 Uhr (OEZ)

Jack Payne
14.07.2009, 21:23
Suite, unbekanntes Motel

17:56 Uhr (OEZ)

„Ja, Sir!“, antwortete Payne, wie es im jahrelang beigebracht wurden ist. „Aber muss der Geheimdienst überall seine Finger im Spiel haben und uns nicht bescheid sagen oder erst dann, wenn wir mitten drin stecken? Welche Mission ist wohl wichtiger: Kriminelle festzunehmen oder die Geth zu vernichten? Wir hätten aufliegen können! Was weiß ich schon, ich bin ja ‚nur’ Kanonenfutter und ersetzbar. Lieutenant, dann würde ich sagen, wir beide helfen Rachel, damit dem Geheimdienst und Dimitri. Dadurch erhalten wir vielleicht das Artefakt und alle sind Glücklich. Ich würde zwei Scharfschützenposition empfehlen, die in ihrem Sichtwinkel ein ‚’V’ bilden. Die anderen könnten uns am Boden den Rücken frei halten.“

John Weber
15.07.2009, 20:35
Suite unbekanntes Motel

Wie alle vorbildlichen Soldaten antwortete Payne mit einem „Ja,Sir!“ zum Zeichen das er den Anweisungen folgen würde und teilte John erst dann seine persönliche Meinung mit. Der Agent konnte den Unmut des Elite-Soldaten nachvollziehen, doch glücklicherweise beließ der A.S.O.R. Soldat es bei einem kleinen Seitenhieb und brachte gleich im Anschluss
seine strategische Meinung vor, wie sei den Job so schnell als möglich erledigen konnten. Sein Plan beinhaltete einen schnellen Bodenangriff mit Scharfschützendeckung, aber John war klar, dass so eine Aktion nicht infrage kam. Zumindest nicht wenn sie keinen offenen Kampf mit den Sicherheitskräften riskieren wollten.

„Tut mir leid Chief, aber ich fürchte sie rechnen mit zu viel Unterstützung.“ stellte John mit einem schwachen Lächeln fest und überlegte wie die Sache wohl eher ablaufen würde: „Von Cortez und seinen Leuten bekommen wir bestenfalls die Ausrüstung zur Verfügung gestellt. Wenn sie ihre Leute rausschicken könnte Bardok gewarnt werden und wir haben unsere Chance verspielt. So wie ich das sehe gibt es zwei mögliche Szenarien. Entweder das treffen findet in der Öffentlichkeit statt dann arbeiten wir mit Scharfschützen, oder Bardok befindet sich in einem Areal mit begrenzter Einsicht. In diesem Fall müssen wir nahe an ihn heran da Scharfschützen nur ein eingeschränktes Schussfeld hätten.“

Der Agent machte eine kurze Pause und überlegte sich wen er in welchem Fall mitnehmen würde: „Wir sollten das Team so klein wie möglich halten damit wir uns schnell zurückziehen können. Das Team wird aus mir selbst Chief Payne bestehen und je nach Situation begleiten uns entweder Chief Ono oder Chief Galler. Der Rest bleibt entweder hier oder geht zurück zu Cortez. So bleibt auch einer der ausgeblideten Soldaten zum Schutz der Anderen hier... Noch irgendwelche Fragen? Wenn nicht warten wir darauf, dass Dimitri uns die nötigen Informationen zukommen lässt.“

John wusste das sein Plan nur zu dritt sich einem Gangsterboss zu stellen riskant war, aber er setzte weniger auf Kampfkraft als auf Schnelligkeit oder und Überraschung. Egal wie die Situation sein wird, wir nutzen entweder die Schafschützen oder Biotik um den ersten Schlag zu führen. Wenn es nur wenige sind sollte das ausreichen, ansonsten müssen wir uns auf unser Können und unser Glück verlassen…

17:58 Ortszeit

Jack Payne
20.07.2009, 00:10
Suite, unbekanntes Motel

17:57 Uhr (OEZ)

Lieutenant Weber schien Jacks Meinung zu teilen. Er zeigte seine Zustimmung zwar nicht offen, unterbrach ihn aber nicht. Beide wussten, dass der Geheimdienst immer seine eigene Pläne hat. Doch der Einsatzplan des Chiefs war im zu auffällig. Payne vergaß, dass sie sich auf einen unfreundlichen Planeten befanden und nicht militärisches Personal im Team hatten. Er war noch immer die direkte Konfrontation beziehungsweise langes observieren gewöhnt.

Der Lieutenant begründete seine Entscheidung und stellte seinen eigenen Plan vor. Da aber die Gegend unbekannt war und es zu viele Unbekannte gab, hatte Jack ein ungutes Gefühl, dies behielt er aber für sich und nickte Weber zustimmend zu und antwortete kurz mit: „Alles verstanden, Sir!“.

17:58 Uhr (OEZ)

John Weber
20.07.2009, 10:26
Unbekanntes Motel: Suite:

Nachdem alles geklärt war blieb der Gruppe nichts anderes übrig als darauf zu warten, dass Dimitri wieder auftauchte, oder sich meldete.. Erst jetzt viel dem Agenten auf das ihn der mehrfache Einsatz seiner Biotik an seinen Kräften gezehrt hatte. Er wusste das er nicht zu den talentiertesten Biotikern was mitunter daran lag das er seine Fähigkeiten vergleichsweise spät zu kontrollieren gelernt hatte. Sein Ausbilder hatte ihm geraten sich nicht vergeblich mit ‚Kunststücken’ wie Singularitäten abzumühen sondern sich auf die Grundtechniken zu konzentrieren und diese dafür zu Perfektionieren. John hatte sich diese Worte zu Herzen genommen und dank harten Trainings hatte er gelernt seine biotische Kraft zu dosieren um sie auch mehrmals in kurzer Zeit einsetzen zu können.

Der Schlüssel zum Sieg ist die Ausdauer. Selbst der mächtigste Biotiker ist ein leichtes Angriffsziel wenn er all seine Kraft in einen Schlag gelegt hat und sich dann vor Erschöpfung nicht mehr wehren kann… John erinnerte sich an einige Vorfälle bei denen genau dieses Szenario eingetreten war. Selbstgefällige Biotiker die zwei oder drei Feinde weggefegt hatten und sich dann vor lauter Erschöpfung nicht mehr hatten wehren können.

John rief sich wieder zurück in die Gegenwart und seiner Lage. Auch wenn er nicht mehr ganz so fit war wie vor dem Gefecht im Fortune-Hunter so war er zuversichtlich, dass seine Kräfte für den bevorstehenden Kampf ausreichen würden. Ono und Payne müsste es eigentlich ähnlich wie mir, gehen immerhin haben sie im Hunter auch einige nette Tricks gezeigt…Sie werden schon in Ordnung sein, sonst hätten sie bestimmt etwas gesagt…

Die nächste dreiviertel Stunde geschah nichts Besonderes. Jedes Teammitglied versuchte auf seine Art etwas Entspannung zu finden. John nutzte die Zeit um eine Nachricht an Arkanson zu schicken und erklärte dem Kroganer das alles glatt gelaufen sei. Dieser Antwortete prompt und teilte dem Agenten mit er einige dringende Geschäfte zu erledigen hatte und die Gruppe vermutlich nicht mehr treffen würde. John konnte nichts anderes tun als dem Söldner viel Glück zu wünschen da ein Treffen im Moment undenkbar war. Danach ließ er sich auf der Coach nieder und schloss die Augen um seinem Geist und seinem Körper etwas Ruhe zu gönnen.

Als die Stunde beinahe vorüber war meldete sich das PDA des Agenten mit einem kurzen vibrieren. John holte es aus seiner Tasche und öffnete und überflog die eben eingetroffene Nachricht von Dimitri. Hinterhof einer Bar… zwei Zugänge… vermutlich in Begleitung von Leibwächtern… anbei eine Karte des Arials… Der Agent öffnete die beigefügte Karte und seufzte innerlich. Kein freies Schussfeld, also wird es auf einen Nahkampf hinauslaufen.

„Ok. Ich habe gerade eine Nachricht von Dimitri bekommen und wir wissen jetzt wo das Treffen stattfinden wird.“ verkündete John und sein Blick wanderte zu dem Marines: „Payne und Ono, sie beide kommen mit mir. Galler, sie bleiben mit Halon und Miss Phoenix hier. Sollten wir in einer Stunde nicht zurück sein nehmen sie Kontakt mit Rachel auf. Verstanden?“
Die Soldatin nickte da sie wusste, dass sie nun für die Sicherheit der beiden Zivilisten verantwortlich war. Johns Blick blieb kurz an Amanda hängen und für einen Moment hoffte er inständig, dass auf dieser Mordauftrag glatt laufen würde, damit er die Wissenschaftlerin sicher zurück auf die Midway bringen konnte. Die Stärke dieses Beschützerinstinkt überraschte den Agenten, doch der Augenblick verflog und John bedeutete den beiden Chiefs ihm zu folgen.

18:51

Amanda Phoenix
20.07.2009, 12:31
18:51 Uhr
Unbekanntes Motel
Antirumgon


Die Zeit verlief ungewöhnlich ruhig. Jeder einzelne schien irgendwie in sich gegangen zu sein. Vielleicht erinnerten sie sich, vielleicht blickten sie in eine mögliche Zukunft. Oder sie regenerierten einfach nur ihre Kräfte, um während dem bevorstehenden Auftrag nicht zu ermüden.
Amanda wusste es nicht. Sie konnte nur vermuten. Das tat sie auch, machte sich dann aber schon keine Gedanken mehr. Ihr weiblicher Körper saß seit je her auf der durchaus gemütlichen Couch, doch ihr Verstand wechselte die Szenerie oft.
Mal ging es um ihre Verletzung am Arm, deren Schmerz sich schon stark gemildert hatte. Dann wechselten ihre Gedanken zu den anderen im Raum. Sie versuchte sich Bilder und Profile jedes einzelnen zu erstellen. Ihre haselnussbraunen Augen musterten dabei jeden der Anwesenden ganz genau.

Halon.dachte sie. Der stumme, unscheinbare Techniker.Er war nicht weniger, allerdings noch weiter davon entfernt, mehr zu sein. Aber es störte sie nicht. In Momenten wie diesen war es oftmals besser, einfach nichts zu sagen.

Ihr Blick glitt zu der jungen Frau mit den kurzen, zerzausten Haaren. Die 29-jährige wusste nichts von ihr. Nur ihren Nachnamen. Eine Einschätzung fiel der Wissenschaftlerin hier besonders schwer. Sie wusste einfach rein gar nichts und hatte sie im Grunde nur während des Kampfes im Hunter wirklich wahr genommen.

Dann war da noch die andere Frau. Sie wirkte ebenfalls noch recht jung. Glatte schwarze Haare, etwa kinnlang. Auf jeden Fall asiatische Wurzeln. bemerkte die Brünette augenblicklich. Doch auch sie verhielt sich größtenteils sehr zurückhaltend.

Die haselnussbraunen Augen fokussierten einen anderen Marine. Einer, bei dem die Einschätzung schon wesentlich leichter fiel. Er war vielleicht in ihrem Alter, kurze blonde Haare und hellblaue Augen. Auch die Narbe an seinem rechten Auge ist der Amerikanerin nicht entgangen. Ein typischer Marine. Sehr guter Kämpfer, wenn’s ruhig ist, legt er den… sie suchte kurz nach einem Wort. …Militärhumor an den Tag.Doch auch das sollte die Wissenschaftlerin keineswegs stören. Vermutlich hätte sie im Hunter sogar darüber lachen können, wenn der Arm ihr nicht solche Probleme bereitet hätte.

Ihr aufmerksamer Blick galt schließlich John. Er war wohl der Mann, den sie, nach Captain Kenneth Diaz, als erstes gesehen hatte. Gleichzeitig der Mann, mit dem sie die meiste Zeit verbracht hatte. Die Missionsumstände ließen es nicht anders zu, allerdings hatte sie auch keine Probleme damit. Nicht zuletzt hatte sie ihn als erstes alarmiert, als sie ihre Verletzung entdeckte. Sie vertraute ihm. Eigentlich vertraute sie jedem im Raum und jedem auf dem Schiff. Doch das Vertrauen zu John ging über die zwingend notwendige Grenze hinaus.

Die Zeit musste wie im Flug vergangen sein. Amanda versuchte sich gerade wieder auf das zu konzentrieren, was das Artefakt wohl sein konnte, da bemerkte sie plötzlich ein Vibrieren in Johns Tasche. Interessiert blickte sie Weber an, der sich der Nachricht annahm und sie dann dem Rest des Teams mitteilte: „Ok. Ich habe gerade eine Nachricht von Dimitri bekommen und wir wissen jetzt wo das Treffen stattfinden wird.“ Ein Hauch von Zufriedenheit ergriff Amandas Geist. Jetzt war klar, dass, solange nichts schief ging, nicht mehr viel Zeit vergehen konnte, bis sie wieder den vertraulichen Boden der Midway betreten konnte. „Payne und Ono, sie beide kommen mit mir. Galler, sie bleiben mit Halon und Miss Phoenix hier.“ Fuhr der Lieutenant fort. Amanda war damit vollends einverstanden. Sie war verletzt und dadurch möglicherweise mehr eine Last als eine Hilfe. Sie hatte wesentlicher weniger Kampferfahrung, konnte deshalb kaum eingreifen. Und sie war – zumindest in diesen Augenblicken – die Einzige, die eine Chance hatte, das zu verstehen, was die Gethartefakte mit sich bringen mochten. Eine weitere Verletzung oder gar der…
Amanda beendete den Gedanken Augenblicklich und lauschte Johns Worten, die noch letzte Anweisungen bereit hielten.

Dann schien die Zeit auch schon gekommen zu sein. Phoenix starrte für einen Moment stumm zu Boden. Wenn jetzt alles gut geht, hast du’s überstanden. ermutigte sie ihre innere Stimme, bevor sie wieder aufschaute.
John war gerade dabei, den beiden aufgeforderten Teammitgliedern zu befehligen, ihm zu folgen, da richtete die 29-jährige sich blitzschnell auf und nahm sogar das kurze Stechen in ihrem Arm auf sich. „Lieutenant.“ Machte sie auf sich aufmerksam und trat vor Weber. „John…“ wisperte sie dann ganz leise, „…komm in einem Stück zurück.“ Sie wartete kurz eine Reaktion ab, sprach dann weiter, „Viel Glück.“ Endete sie mit einem warmen Lächeln und distanzierte sich wieder von John und nahm wieder ihren Platz auf der geräumigen Couch ein.

Nachdem sich das Missionsteam abgewendete hatte, schaute Amanda den Angewiesenen noch mit zwei Gesichtern hinterher. Während ihre Augen deutlich klar machten, dass sich eine breite Spur von Besorgnis und Hilflosigkeit in ihr breit machte, so wusste ihr Verstand ganz genau, dass sie es nun fast geschafft hatte. Und genau das war es, was die Situation zumindest teilweise rettete.

Nun waren also nur noch Galler, Halon und Amanda selbst in der Suite. Die Stimmung war durchaus angespannt. So beschloss die 29-jährige einfach nur das zu wiederholen, was John anfangs gesagt hatte: „Na dann, machen wir das Beste draus.“


18:52 Uhr

John Weber
21.07.2009, 12:21
Unbekanntes Motel; Suite

18:51

Gerade als John das Zimmer gemeinsam mit Payne und Ono verlassen wollte hörte er hinter sich Amanda, die ansprach. Als der Agent sich umwandte und die brünette Frau fragend ansah, trat diese näher zu ihm und fuhr mit einer Stimme fort die kaum mehr als ein Flüstern war: „John… komm in einem Stück zurück.“ John war einen Moment lang verblüfft schenkte Amanda dann aber ein aufmunterndes Lächeln und antwortete leise: „Mach dir keine Sorgen. Wir passen schon auf uns auf.“

Die Wissenschaftlerin schenkte dem Agenten ein warmes Lächeln und wünschte ihnen viel Glück bevor sie sich wieder auf der Couch niederließ. John wandte sich wieder um und verließ in Begleitung der beiden Chiefs die Suite. Während die Gruppe denselben Weg zu dem Fahrstuhl zurückging den sie gekommen waren kreisten Johns Gedanken und es drängte sich ihm die Frage auf was passieren würde wenn sie versagten.

Hör auf über solchen Unsinn nachzudenken! Du hast zwei hervorragend ausgebildete Marines bei dir die zudem auch noch Biotiker sind und dank der Sicherheitskontrollen können auch unsere Feinde nicht mit schweren Waffen auftauchen. Wir sind im Vorteil… und selbst wenn alles den Bach runtergeht so wird Rachel dem restlichen Landungsteam helfen so das sie mit den gewonnenen Informationen zurück auf die Midway gelangen.

Dieser Gedanke beruhigte den Agenten und er konzentrierte sich wieder auf die Gegenwart. Am Lift erwartete sie ein breitschultriger Mann der vermutlich lateinamerikanischer Herkunft war. Er nickte den Allianzangehörigen zu und brachte sie hinunter in Cortezs Basis. Dort angekommen musste John feststellen, dass es bereits wieder um einiges besser aussah als unmittelbar nach dem Angriff. Die Leichen waren weggeschafft worden und zwei Menschen in dunkelblauen Overalls waren dabei die Blutspritzer und die letzten Organreste zu entfernen. „Wer sind die?“ fragte John ihren Begleiter, während dieser sie durch die Halle in den Lagerbereich führte. „Cleaner.“ antwortete er und fügte erklärend hinzu: „Diese Aliens haben sie anscheinend schon im vorhinein angeheuert um unsere Leichen nachher wegzuschaffen, aber dieser Astmatiker und seine Missgeburtenfreunde haben uns unterschätzt und jetzt räumen die Cleaner die Aliens weg, so wie es sich gehört.“ Während der Latino gesprochen hatte war seine Verachtung für Aliens jeder Art deutlich zu hören gewesen, aber John beschloss nicht auf dieses Thema einzugehen und bemerkte deshalb: „Es scheint sie nicht zu interessieren, dass sie jetzt Aliens statt Menschen vom Boden kratzen…“ „Das macht einen guten Cleaner aus. Sie sehen nichts, sie hören nichts, sondern machen nur den Dreck weg.“ erklärte ihr Begleiter mit einem sadistischen Grinsen.

Mittlerweile hatte die Gruppe das Lager betreten und auf einer Seite befand sich ein großer Metalltisch, bei dem Rachel und Dimitri warteten. „Ich hoffe ihr hattet genug Zeit euch zu entspannen denn ich fände es wirklich schade wenn euch etwas zustoßen würde.“ begrüßte Cortez Assistentin die Allianz-Angehörigen mit neutraler Stimme und mit einem knappen Kopfnicken bedeutete sie dem Latino, dass er gehen konnte.

Johns Blick fiel auf den Tisch, wo eine fülle von Waffen ausgebreitet lag. Neben Pistolen unterschiedlichsten Kalibers befanden sich dort außerdem noch eine Reihe von Kampfmessern sowie einige modifizierte Waffen die sich entweder schnell zerlegen ließen oder so umgebaut worden waren, dass man sie leicht verstecken konnte. „Nette Auswahl.“ bemerkte Ono während ihr Blick anerkennend über einige der Pistolen glitt. John musste der Frau zustimmen während er die Waffen betrachtete.

Ich glaube unsere Chancen haben sich soeben verbessert…

18:56

Jack Payne
22.07.2009, 14:43
Suite, unbekanntes Motel

18:50 Uhr (OEZ)

Jack lag auf dem Bett und döste vor sich hin. Seine Gedanken kreisten um Alice und die folgende Mission.

Endlich meldete sich Weber zum Wort und wusste nun, wo das Treffen sein wird. Er befahl Ono und Payne mitzukommen und Alice durfte Babysitter spielen.

Gerade als sie die Suite verlassen wollte, sprang die Wissenschafterin auf und sagte etwas zu John. Jack konnte es nicht hören, aber er dachte sich seinen Teil. Militär und Wissenschaft passt nicht, glaub mir. Sie setzte sich wieder und ließ das Team gehen. Am Fahrstuhl wurden sie erwartet. Ein muskulöser Mann führte sie in die Basis von Cortez. Von dem Kampf den die Gruppe vor ein paar Stunden geführt hat, war nicht mehr viel zu sehen. Zwei Menschen ‚reinigten’ die Basis. Es waren Cleaner. Sie verwischen Spuren ohne Fragen zu stellen.

Am Lager angekommen warteten Dimitri und Rachel bereits auf die Gruppe. Rachel sagte irgendetwas, doch Jack wurde von den Waffen und Ausrüstung auf dem Tisch abgelenkt. Auch Ono gefiel was sie sah. Alle Drei hatten nun ein zufriedenes Lächeln.

„Wie ich sehe gefällt euch die Auswahl. Bedient euch!“, meinte Dimitri.
Jack würde sich am liebsten auf den Tisch schmeißen und alles an sich nehmen, doch die Waffenwahl lag am Teamleiter.

„Sir, dürfte ich eine Pistole und ein zusammenklappbares Scharfschützengewehr haben. Ich weiß, dass ich wahrscheinlich keine Chance haben werde es zu nutzen, aber man kann nie wissen. Ein Sturmgewehr ist mir zu auffällig. Mir reicht meine Biotik. Ebenfalls empfehle ich Galler eine Waffe zukommen zulassen.“

18:57 Uhr (OEZ)

John Weber
23.07.2009, 12:04
Zweite Ebene; Fortune-Hunter; Lagerhalle


Typisch Soldaten… dachte John als er mit einem Seitenblick feststellte das Ono und Payne von der Waffenauswahl eben so angetan waren wie er selbst: Wie Kleinkinder denen eine Auswahl an Süßigkeiten präsentiert wird… Der Agent unterdrückte ein Lächeln und wandte seine und als Dimitri die Gruppe aufforderte sich zu bedienen wandte John seine Aufmerksamkeit wieder den Waffen zu. Es handelte sich um Spitzenmodell von denen die meisten vermutlich besser waren als die Standardbewaffnung der meisten Militärs. „Sir, dürfte ich eine Pistole und ein zusammenklappbares Scharfschützengewehr haben. Ich weiß, dass ich wahrscheinlich keine Chance haben werde es zu nutzen, aber man kann nie wissen. Ein Sturmgewehr ist mir zu auffällig. Mir reicht meine Biotik. Ebenfalls empfehle ich Galler eine Waffe zukommen zulassen.“ meldete sich plötzlich Payne zu Wort. John überlegte nicht lange und nickte da die Schlussfolgerung des A.S.O.R. Soldaten sinnvoll waren.

Während Payne sich seine Waffen aussuchte ließ John seinen Blick wieder über den Tisch gleiten und entschied sich nach kurzer Überlegung für eine handliche Pistole aus turianischer Herstellung sowie für eines der gut ausbalancierten Kampfmesser. In der Zwischenzeit hatte sich auch Ono eine großkalibrige Pistole geschnappt als Rachel sich räusperte: „Ich will mich ja nur ungern einmischen aber wie genau stellt ihr euch vor die Waffen zu verstecken während ihr durch die Straßen zieht?“

John brauchte einen Moment um zu begreifen was die blonde Frau meinte, doch dann fiel es ihm auch auf. Wir tragen alle drei Schutzanzüge und die eignen sich nicht wirklich um Waffen zu verstecken… Verdammt was jetzt? „Keine Sorge.“ beschwichtigte Rachel, als sie dessen Besorgten Blick sah: „Ich habe auch daran gedacht.“ Und warum hast du dann nicht gleich was gesagt?

Rachel deutete auf eine Kiste in ihrer nähe die John bis jetzt noch gar nicht bemerkt hatte. In ihr befand sich ein Sammelsurium von Klamotten wie sie die meisten Menschen hier auf Narshad trugen. Es ging von abgetragenen Pilotencombos über Mäntel in unterschiedlichstem Zustand bis hin zu Imitationen von Designer-Gewändern. Das ist aus dem besitz der Mitarbeiter die heute ihr Leben gelassen haben.“ Kommentierte Dimitri mit einem bitteren unterton in seiner Stimme: „Sucht euch was aus, wo ihr eure Waffen verstecken könnt. Ich bring eurer Freundin inzwischen eine Knarre.“

Nachdem Dimitri mit einer Pistole verschwunden war standen die drei Allianz-Soldaten vor der Kiste und betrachteten stumm deren Inhalt. „Wenn ihr euch endlich entschieden habt gebt mir bitte eure Anzüge. Ich sorge dafür das ihr sie im Anschluss wieder bekommt.“ informierte Rachel die Gruppe und in ihrer Stimme schwang ein Hauch Ungeduld mit, während sie begann die restlichen Waffen vom Tisch zu räumen.


19:00

John Weber
29.07.2009, 16:45
Narshad Zweite Ebene Fortune-Hunter:

Das Umziehen dauerte nicht lange und kurz darauf betrachtete Rachel die drei Allianz Soldaten kurz mit kritischem Blick bevor sie nickte: „In Ordnung von weitem sieht man nicht, dass ihr bewaffnet seit. Jetzt macht euch besser auf den Weg, damit wir uns keine Sorgen mehr über heimliche Beobachter machen brauchen.“

Ohne ein weiteres Wort zu verlieren wandte sich John um und marschiert, in Begleitung der Chiefs Payne und Ono aus dem Lager. Vor der Tür nahm sie einer von Cortez Männern in Empfang und führte sie in den Bar-Bereich, in dem noch immer hektische Betriebsamkeit herrschte, von wo aus die Mitglieder des Landeteams den Club durch die Vordertür verließen.



Narshad Zweite Ebene: Straßen

Nachdem sie die schmale Gasse an deren Ende das Fortune-Hunter stand verlassen hatten, zog John kurz die Karte zu rate auf der der Treffpunkt verzeichnet war. Sie brauchten einige Minuten um die Seitenstraße zu finden. Der Agent führte die Gruppe auf die gegenüberliegende Seite der Hauptstraße und gab letzte Instruktionen: „Also, Bardok sollte jeden Augenblick auftauchen. Ono, ich möchte das sie zu dem zweiten Zugang der Gasse gehen und sich dort in Bereitschaft halten. Sollten sie dort Wachen sehen melden sie sich und wir überlegen uns was.“ „Versanden.“ antwortete die junge Frau knapp und machte sich auf den Weg. „Tja jetzt heißt es warten.“ bemerkte John als Ono verschwunden war und er gemeinsam mit Payne den Zugang zu dem verlassenen Hinterhof beobachteten. Etwa drei Minuten meldete sich Johns Komm und als er es aktivierte hörte er Myoko Onos Stimme: „Ono hier bin am zweiten Zugang. Bis jetzt keine verdächtigen Vorkommnisse.“ „Verstanden, bleiben sie auf Position.“ antwortete John knapp dem soeben eine seltsame Gruppe ins Auge gefallen war.

Es waren vier Aliens. Ein Volus, ein Salarianer, ein Turianer und ein Kroganer, die direkt auf die Seitenstraße zuhielten an deren Ende sich der Treffpunkt befand. Großartig ein Kroganer… Er trägt zwar keine Kampfrüstung, trotzdem wird das nicht leicht, denn die sind sicher bewaffnet… John wartete einen bis die Vier in der Seitenstraße verschwunden waren, dann wandte er sich an Payne und aktivierte sein Komm damit Ono mithören konnte: „Ok wir haben also drei Wächter plus unsere Zielperson. Wir Beide gehen da jetzt hinein und überzeugen uns davon, dass der Volus auch wirklich Bardok ist. Wenn es dann losgeht übernehme ich den Salarianer und den Turianer. Sie kümmern sie um den Krog während Ono in Position bleibt und dafür sorgt, dass sich der Volus nicht entwischt. Außerdem kann sie einschreiten falls es Probleme gibt. Alles, klar? Dann los.“

19:13

John Weber
07.08.2009, 15:08
Narshad Zweite Ebene: Seitenstraße

Als John dicht gefolgt von Jack die Seitenstraße betrat, an deren Ende sich Bardok mit seinen Leibwächtern befand, spürte der Agent ein vertrautes Kribbeln. Seine Sinne waren geschärft und er fühlte sich wie ein Raubtier das gleich zum Sprung ansetzte um sein Opfer in Stücke zu reisen. Das Problem war nur, dass das Opfer sich vermutlich heftig wehren würde und wenn die beiden Allianzangehörigen nicht aufpassten, würde dieses Treffen ein unliebsames Ende für sie nehmen.

Als die beiden Menschen den kleinen Hinterhof erreichten, richteten sich augenblicklich vier Augenpaare auf sie. Während der Salarianer neben Bardok stehen blieb und der Kroganer weiter an einer der Wände lehnte baute sich der Turianer direkt vor John auf und knurrte: „Verschwindet! Ihr Affen habt ihr nichts verloren.“ John ignorierte ihn und wandte sich direkt an den Volus: „Sind sie Bardok, wenn ja hab ich eine Nachricht für sie…“ Der Volus zögerte einen Augenblick, nickte dann aber und antwortete mit keuchender Stimme: „Ja der bin ich. Was wollen sie von mir?“ „Tut mir leid das zu hören. Ihr Freund Cortez schickt mi…“der Agent unterbrach sich mitten im Satz den kaum, das er Cortez Namen ausgesprochen hatte gingen die Leibwächter des Volus zum Angriff über.

Dem Agenten blieb nicht einmal mehr die Zeit sich für seine unbedachten Worte zu ärgern, denn der Turianer, welcher gerade eine Pistole aus seinem Gewand zog, nahm ihn vollkommen in Anspruch. Reflexartig packte John die den ausgestreckten Arm seines Gegners und riss ihn ruckartig zu sich. Der Turianer verlor für einen Augenblick das Gleichgewicht und stolperte nach vorne. Schnell trat er einen Schritt zur Seite und zog gleichzeitig mit seiner freien Hand sein Kampfmesser. Ohne zu Zögern stieß er die Klinge in den ungeschützten Nacken des Aliens und wurde mit einem überraschten Laut seines Gegners belohnt der noch einen Moment schwankte und dann vornüberkippte. Der Agent wollte das Messer gerade aus dem Toten Körper ziehen als er eine Bewegung am Rand seines Sichtfelds wahrnahm.

Der John ließ sich fallen, rollte sich zur Seite ab und entging so um Haaresbreite dem Angriff des Salarianers. Dieser hatte zwei lange Dolche in seinen Händen mit denen er den Agenten attackierte. John versuchte etwas Abstand von dem Salarianer zu gewinnen um damit er seine Pistole ziehen konnte oder zumindest um einen biotischen Angriff vorzubereiten. Doch sein Gegner ließ ihm keine Gelegenheit sich zu fangen und trieb den Agenten mit blitzschnellen Angriffen in eine der Ecken. Als der Salarianer zu einem erneuten Angriff ansetzte zog der Agent seine Pistole und es gelang ihm gerade noch den Hieb mit seiner Waffe abzufangen. Im selben Moment, als er den Arm seines Gegners zur Seite drückte, erkannte John seinen Fehler. Mit einem raubtierhaften Grinsen ließ der Salarianer den zweiten Dolch direkt auf das Gesicht seines Gegners niedersausen und als der Agent in schierer Verzweiflung einen Arm hochriss um sein Gesicht zu schützen spürte er wie sich der kalte Stahl unnachgiebig bis zum Heft in seinen Unterarm bohrte. Den Schmerz beiseite drängend sah John aufs und bemerkte er, dass die Klinge auf seinen Arm komplett durchbohrt hatte und nur Zentimeter vor seinem Gesicht zitterte. Siegessicher erhöhte der Salariener den Druck auf seinen Dolch als plötzlich ein Schuss zu hören war und der Kopf des Salarianers explodierte.

Verwirrt blinzelte John mehrmals und entdeckte Myuko Ono die mit einer Pistole in der Hand einige Schritte von ihm entfernt stand. „Danke Chief.“ keuchte John und rappelte sich auf: „Wo ist Bardok?“ „Der wollte sich an mir vorbeidrücken aber ich hab ihm eins übergezogen." antwortete die junge Frau und deutete hinter sich. Der Agent nickte erschöpft und machte ein paar Schritte auf den bewusstlosen Volus zu. Er streckte auffordernd seine unverletzte Hand aus und Ono reichte ihm ihre Pistole. John nahm sie, zielte auf den Bardoks Kopf und drückte ab. Leicht schwankend stand John über dem toten Körper als er plötzlich eine Hand auf seiner Schulter spürte. „Sir, ihr Arm…“ Der Agent brauchte einen Augenblick um zu verstehen was Ono meinte, dann entdeckte er den Dolch der noch immer in seinem Unterarm steckte und dass er noch immer Blutete. Scheiße… Wenn ich jetzt verblute bringt mich Amanda bestimmt um.

John biss die Zähne zusammen und zog mit einem schnellen Ruck die Klinge aus seinem Arm und ließ sich dann von Ono helfen die Wunde provisorisch zu verbinden. Nachdem sie fertig waren nickte der Agent Ono dankbar zu und warf einen Blick zu Jack dessen Kampf John gar nicht richtig mitbekommen hatte. „Okay, Mission erledigt. Gehen wir zurück zu den Anderen.“ schlug John vor und die Drei machten sich auf den Weg zurück zum Fortune-Hunter.

19:18

Jack Payne
17.08.2009, 19:24
Narshad - Zweite Ebene, Seitenstraße

19:13 Uhr

Durch das indiskrete Handeln von Lieutenant Weber brach sofort Hektik aus. Der Turianer griff nach seiner Waffe. Doch bevor er sie benutzen konnte, lag er mit durchtrenntem Rückenmark auf den Boden. Jack konzentrierte sich voll auf den Kroganer. Verdammt, warum bekomm ich immer die schweren Brocken? Typisch für diese Rasse stürmte der zwei Köpfe größere Alien auf Payne zu. Doch plötzlich verlor er den Boden unter den Füßen. „Du bist Biotiker?“ „Oh, Entschuldigung. Hät ich es dir sagen müssen? Das nächste Mal trag ich ein Schild um den Hals.“ Verdammt hätte ich doch ein Sturmgewehr oder Schrotflinte mitgenommen.

Durch die geringe Feuerkraft seinerseits, schleuderte er den nun aufgebrachten Kroganer mit seiner ganzen Kraft gegen eine Hausand. Diese zerbrach und begrub den Alien darunter. Doch der Chief wusste, dass es noch weiter gehen würde. Plötzlich flog ein Stück der Wand auf ihn zu. Nur durch seine schnelle Reaktion, konnte er ausweichen. Das zweite Stück lenkte er mit seiner Biotik ab. Dann flackerte der Schutzschutzschild auf. Wieder stürmte der Kroganer auf ihn zu, aber diesmal schoss er gleichzeitig. Jack hechtete in Deckung und erwiderte das Feuer. Einer der Treffer verursachte ein Scheppern und der Anzug des Kroganers fiel auf den Boden. Man, ich habe einen Kroganer noch nie in Unterwäsche gesehen. Unverzüglich visierte Jack die Weichteile und danach den Kopf an. Der anrückende Alien lief noch ein paar Schritte und kippte tot nach hinten um. Das wäre erledigt.

Als Payne die Lage sondierte, sah er gerade noch, wie Ono Weber das Leben rette. Super, jetzt stehst du auch noch ihn ihrer Schuld, Herr Lieutenant. Zum Glück war der Kampf nicht umsonst, den Myuko hatte sich um den Volus gekümmert und inhaftiert. Professionell und kaltblutig richtete Weber den ‚VIP’ hin. Unerwartet griff Ono nach Johns Schulter und zeigte auf einen Dolch der in seinem Unterarm steckte. Er zog ihn raus und ließ sich von Myuko die Wunde provisorisch verbinden.

Auf den Befehl von Lieutenant Weber gingen sie wieder in den Fortune-Hunter.

19:18 Uhr

John Weber
31.08.2009, 22:25
Narshad Zweite Ebene

Als die Gruppe die Seitenstraße verließ, schien es, das keiner der Passanten Notiz von den Schüssen genommen hatte, die im Lauf des Kampfes mit Bardoks Leuten gefallen waren. John bemerkte lediglich ein oder zwei verstohlene Blicke die den drei Menschen zugeworfen wurden aber ansonsten schien es als wollte niemand etwas mit dem Vorfall zu tun haben.

Wer keine Fragen stellt hat ein ruhigeres Leben. ging es John durch den Kopf und beobachtete im gehen mehrere Passanten beiläufig. Während die Gruppe zielsicher auf das 'Fortune Hunter' zuhielt warf der Agent mehr als nur einmal einen Blick auf seinen verletzten Arm. Er wiederstand der Versuchung den Ärmel des dunkeln Mantels hochzuschieben um nach seiner verbundenen Wunde zu sehen und beschleunigte stattdessen seine Schritte etwas.


Kurz darauf empfing sie die wummernde Musik von Cortezs Club und als die Gruppe sich den Privaträumen im hinteren Bereich nährte tauchte aus der Menge der Clubgästen einer von Cortez Männern auf und führte die Gruppe in den großen Vorraum des Lagers wo die Reinigungsarbeiten inzwischen weitere Fortschritte gemacht hatten und Rachel die gerade aus einem der Nebenzimmer kam begrüßte die Gruppe mit einem für sie ungewohnt freundlichen Lächeln: "Sieht ganz so aus als hätten sie alle überlebt... und ist Bardok Tod?" "Ist er. Genau so wie seine Leibwächter." antwortete John knapp und da sie nicht unter sich waren blieb er, der vermeidlichen Assistentin von Cortez gegenüber, in seiner Rolle als Geschäftsmann: "Ich hoffe das sie sich nun auch an ihren Teil der Vereinbarung halten und uns das Geth-Artefakt überlassen."

"Natürlich und als Zeichen unseres guten Willens überlassen wir ihnen für die Dauer ihres Aufenthalts auf Antirumgon die Suite in dem benachbarten... Motel, da ihr Shuttle vermutlich noch immer an der angeordneten Suchaktion beteiligt ist." antwortete Rachel großmütig, doch dann blieb ihr Blick an Johns linkem Unterarm hängen und sie zog fragend eine Augenbraue hoch. "Das ist nichts nur eine kleine Stichverletzung." behaupte John doch da er sich noch gut an die größe der Wunde erinnern konnte fügte er hinzu: "Wenn sie etwas Medigel erübrigen könnten dann behandle ich die Wunde in unserer Suite." Rachel nickte und rief eine der beiden Wachen die in dem Vorraum standen und die Arbeit der Cleaner überwachten. Der Angesprochene schien das Gespräch belauscht zu haben, denn ohne weitere Nachfragen verschwand er in einem der angrenzenden Zimmer und kehrte kurz darauf mit einer Erste-Hilfe-Box zurück die er John übergab. "Danke. Wir werden dann mal zum Rest unserer Gruppe gehen. Entschuldigen sie uns bitte."

Rachel nickte erneut und reichte John die Hand welche dieser ergriff, doch als er sich in Richtung des Liftes drehte hielt Cortez- Assistentin ihn noch kurz zurück und deutete stumm auf die Pistole welche sich in Johns Mantel befand. "Natürlich, die Waffen..." murmelte der Agent und gab Jack und Myuko ein knappes Zeichen. Nachdem die Gruppe ihre Waffen übergeben hatte führte sei einer von Cortez Männern zum Lift und begleitete sie noch bis zum geheimen Eingang des Motels.


-----> Unbekanntes Motel

Den Marsch bis zu ihrem Zimmer nahm John gar nicht mehr richtig wahr da sich in seinem Körper langsam die Erkenntnis durchsetzte, dass sie nun fürs erste alle Probleme hinter sich hatten und sich nun etwas erholen konnten. Während er die Tür zu der Suite öffnete, hoffte John, dass der Rest der Truppe sich in der Zwischenzeit keinen neuen Ärger eingehandelt hatte, damit das Landeteam sich nach den bisherigen Geschehnissen endlich etwas Ruhe gönnen konnte.

19:27

Amanda Phoenix
10.09.2009, 15:17
Unbekanntes Motel
Antirumgon


Wie viel Zeit war wohl vergangen, seitdem Amanda das letzte Mal einen wirklich sinnvollen Gedanken gefasst hatte? Leise seufzend gestand sie sich ein, dass sie es selbst nicht wusste. Doch die Zeit dieser vollständigen Stille, in der keiner ein Wort verlor oder sich sonst nennenswert betätigte, verging so unwahrscheinlich langsam, dass sie irgendwann keine andere Möglichkeit hatten, als sinnfreie Gedanken aufzunehmen und solange weiterzudenken, bis neue, ebenso leere Gedanken in ihre Köpfe kamen. Und das wiederholte sich immer und immer wieder, während die zurückgebliebene Gruppe einfach da bleiben musste, wo sie war. Ohne Informationen über den Zustand der anderen und ohne die Möglichkeit, sie irgendwie zu unterstützen.
Phoenix selbst hatte noch immer den kleinen Datenspeicher mit dem Energiegitter, dem sie sich annehmen konnte. Doch sie tat es nicht. Einerseits wusste sie, dass eine korrekte Untersuchung hier nicht möglich war. Doch bereits ihre hervorragende Selbsteinschätzung teilte ihr bereits Augenblicke vor dem Gedanken selbst mit, dass sie sowieso nicht die benötigte Konzentration aufbringen konnte. Viel zu sehr plagten sie die unüberwindbaren Sorgen, die nur beseitigt werden konnten, wenn Lieutenant John Weber mit seinem Team wieder zurückkehren würde – in einem Stück.

Weitere Minuten vergingen, in denen Amanda erst merkte, wie schwer ihre Augenlieder wirklich waren, als diese sich immer wieder unweigerlich schlossen und ihre haselnussbraunen, glänzenden Augen verdeckten. Hatte sie der Tag wirklich so erschöpft, dass sie jetzt schon nicht mehr konnte? Wenn ja, was machte sie dann in der Crew? Jeder einzelne von ihnen musste jederzeit zu einhundert Prozent einsatzbereit sein. Und das selbst nach mehr als dreißig Stunden ohne Schlaf. Für die 29-jährige war das gerademal der erste Tag. Der erste von vielen, die vermutlich alle so sein würden, wie dieser. Doch eben diese 29-jährige hatte nie die Ausbildung, sowas zu überstehen. Es lag nicht mal wirklich in ihrem Vorstellungsbereich, jemals an so einer großen Mission teilzunehmen. Alles was sie bisher tat, hatte irgendwas mit alten Texten, irgendwelchen Daten und verdreckten Artefakten zutun. Alles, was sie brauchte, war ihr scharfer Verstand und eine Menge Geduld und Ehrgeiz. Doch hier, auf der Mission Midway, wurde ihr wesentlich mehr abverlangt. Und das machte sich in ihren eigentlich recht jungen Knochen bemerkbar. Vielleicht alles nur Gewohnheitssache… seufzte sie gedanklich und ließ ein lautloses Schmunzeln folgen, Nein, auf keinen Fall.

Dann, urplötzlich, war sie wieder hellwach. Wie vom Blitz getroffen richtete sie ihren eben noch so müden Blick auf die Eingangstür und erspähte sofort die drei bekannten Gesichter. Sie waren müde, aber sie waren heil und ganz. Schnell richtete Amanda sich auf und wurde von einem kurzen, kreislaufbedingten Schwindelgefühl überrascht, fing sich dann aber doch schneller als gedacht. „Schön Sie wiederzusehen.“, sprach sie lächelnd und schob ihre Frage gleich hinterher, „Hat alles geklappt?“ Können wir jetzt endlich runter von diesem verdammten Eisklotz? schob sich ein Gedanke ein, der jedoch stumm blieb.

Nachdem sie ein knappes Nicken von allen drein empfing, weiteten sich plötzlich ihre Augen und ihr Herz fing an zu rasen. Was zur… Ihr Gedanke endete abrupt. Nachdem Amandas haselnussbraune Augen einen kleinen erste Hilfe Koffer in Johns rechter Hand ausmachten, hatte sie bereits ein schlechtes Gefühl. Doch wenig später wurde es bestätigt und hinterließ in ihr einen Schock. Webers linker Unterarm war definitiv verwundet. Die Haltung, das leicht schmerzverzerrte Gesicht, der glänzende Schweiß auf seiner Stirn. Was es auch war, Phoenix wusste, dass es ihr nicht gefallen würde. Schnell trat sie vor den Agenten und fragte besorgt nach: „W-was ist passiert?“


19:28 Uhr

John Weber
11.09.2009, 15:30
Unbekanntes Motel-Suite

Als sie die Suite betraten bemerkte John wie sich Augenblicklich alle Anwesenden zu Jack, Myuko und ihm umdrehten und die Truppe musterte. Amanda fuhr von der Bank auf der sie gesessen hatte hoch und begrüßte sie mit einem:„Schön Sie wiederzusehen. Hat alles geklappt?“ John nickte knapp doch dann huschte der Blick der Gethexpertin zu dem erste Hilfe Koffer in Johns Hand und der Agent spürte wie er sich anspannte wobei sich seine Hände verkrampften was in seinem linken Unterarm einen schmerzhaften Stich verursachte. John versuchte sich nichts anmerkten zu lassen doch Amanda ließ sich nicht täuschen und trat schnell vor den Agenten und fragte besorgt nach: „W-was ist passiert?“

John wollte beschwichtigend die Arme heben, was wie er augenblicklich bemerkte keine besonders gute Idee war, denn sein linker Arm begann erneut zu schmerzen. Trotzdem gelang es ihm in wie er hoffte beruhigendem Ton zu antworten: "Einer von Bardoks Männern hat mich am Arm erwischt, aber das wird schon wieder. Ich wollte mir die Wunde jetzt dann im Bad noch einmal anschauen..." Mit diesen Worten deutete John in Richtung des kleinen Badezimmers der Suite. John wollte sich eigentlich so schnell wie möglich in das Badezimmer zurückziehen um seine, wie er ahnte, nicht gerade harmlose Verletzung zu untersuchen, aber er wollte Amanda nicht noch mehr beunruhigen, indem er jetzt hektisch wurde.

19:29

Amanda Phoenix
17.09.2009, 11:23
19:29 Uhr
Unbekanntes Motel
Antirumgon


Myuko und Jack zogen bereits an Amanda und John, die noch immer wortwörtlich in der Tür standen, vorbei, um dann auf Halon und Alice zu stoßen. Die 29-jährige lauschte aufmerksam aber beunruhigt den Worten des Agenten, der sich sichtbar Mühe gab, beruhigend zu sprechen. Dummkopf, ich merk das doch. dachte sie sich. Phoenix wusste ganz genau, dass es schlimmer war als Weber jemals zugeben würde. Vor allem nicht vor ihr, wo sie im Grunde doch nichts weiter als eine zivile Wissenschaftlerin war. Ihr Wissen konnte sicherlich keine Wunden heilen. Jedenfalls keine Physischen. Und genau deswegen, holte sie die Erkenntnis ein, dass sie den Lieutenant ziehen lassen sollte.

Sie machte sich Sorgen, ja. Ihre nicht zu verachtenden Menschenkenntnisse verrieten ihr schnell, dass John sie nicht beunruhigen wollte. Auch wenn es in diesem Augenblick vielleicht besser war.
Schließlich akzeptierte die Amerikanerin das leider viel zu ernste Spiel und antwortete so leise, dass nur John es verstehen konnte: „Na schön. Aber wenn irgendwas ist…sag’s mir.“, das Gesicht der jungen Frau ähnelte fast schon dem typischen Dackelblick, „Okay?“, forderte sie schließlich ihre Bestätigung, die sie schließlich bekam.

Der Agent wollte gerade als letzter an ihr vorbeiziehen, da hielt sie ihn noch für eine Sekunde zurück: „Wenn du irgendwas brauchst, völlig egal was, dann lass es mich wissen.“ Endete sie besorgt, bevor ihr Blick dem im Badezimmer verschwindenden Mann folgte.
Einige kurze Augenblicke später konzentrierte sie sich schließlich wieder auf die Realität und schloss die, wie sie bemerkte, noch immer offenstehende, ansehnliche Tür der Suite der Gruppe mit einem leisen Seufzen, bevor Amanda sich dann wieder zum Rest der Gruppe drehte und sich der Lage erstmal wieder vollkommen bewusst werden wollte. Nach all dem, was passierte – und nicht passierte – brauchte es erstmal seine Zeit, bis ein klarer Kopf vorherrschen konnte.


19:30 Uhr

John Weber
20.09.2009, 11:28
Unbekanntes Motel-Suite


Amanda war nicht gerade begeistert nach kurzem zögern rang sie sich zu einer Antwort durch: „Na schön. Aber wenn irgendwas ist…sag’s mir.“, das Gesicht der jungen Frau ähnelte fast schon dem typischen Dackelblick, „Okay?“. Der Blick, mit dem Amanda ihn bedachte hätte vermutlich sogar einem Elcor eine für Menschen sichtbare Emotion entlockt und John konnte nicht anders als ein "In Ordnung" zu murmeln.
Der Agent wollte gerade als letzter an ihr vorbeiziehen, da hielt sie ihn noch für eine Sekunde zurück: „Wenn du irgendwas brauchst, völlig egal was, dann lass es mich wissen.“ John nickte und setzte seinen Weg in das Badezimmer fort.

Als er die Tür hinter sich geschlossen hatte entkam ihm ein erschöpfter Seufzer. Auch wenn er sich ziemlich sicher war, dass ihm Amanda seine heruntergespielte Version der Ereignisse nicht abgekauft hatte so war er dennoch froh, dass die Frau seine Verletzungen nicht sah. Er wusste nicht genau warum er sich so verhielt, aber Amanda weckte in ihm einen ungewöhnlich starken Beschützerinstinkt. John rief sich wieder zurück in die Gegenwart. Während er vor den großen Spiegel trat stellte er den erste Hilfe Koffer auf den Boden und zog vorsichtig seinen Mantel, den er sich in Cortezs Stützpunkt geliehen hatte aus. Einen kurzen Moment lang betrachtete er den provisorischen Verband den ihm Myuko in aller Eile angelegt hatte.

Es hatte sich bereits ein dunkelroter Fleck an der Oberseite gebildet und John hoffte innständig, dass der Salarianer ihm nicht die Pulsadern durchstoßen hatte. Er wollte gerade den Verband abnehmen da zögerte er kurz und entschied sich anders. Er öffnete den erste Hilfe Koffer und betrachtete erstaunt den Inhalt. Der Koffer war anscheinend noch nie benutzt worden und sämtliche Utensilien waren in erstklassigem Zustand. zumindest etwas Positives… Na dann sehen wir uns die Wunde mal an…

John wickelte vorsichtig den provisorischen Verband ab und betrachtete seine Verletzung. Die Stichwunde war zwar nicht sonderlich groß, trotzdem hatte sie noch nicht zu Bluten aufgehört. Während der typisch süßlich-metallhaltige Geruch von Blut den Raum erfüllte, machte sich John daran die Wunde zu säubern und mit Medigel zu versorgen. Anschließend legte er jeweils eine selbsthaftende Kompresse um die Ein- und Austrittswunde und legte einen neuen Verband an. Er betrachtete sein Werk einen Augenblick kritisch und entschied dann, dass es fürs erste alles war was er tun konnte. Gerade als er den Koffer wieder schließen wollte fiel sein Blick auf ein kleines Kästchen in dem laut Aufschrift Schmerzmittel waren. Für einen kurzen Moment zögerte John doch dann schüttelte er den Kopf und schloss den Koffer. Die Wunde schmerzte nicht mehr so wie zu Beginn und der Agent wollte einen klaren Kopf behalten.

Als nächstes entsorgte er die alten butverschmierten Verbände in einem kleinen dafür vorgesehenen Behälter und spülte noch einmal die letzten Blutreste aus dem Waschbecken. Gegen den schwachen aber noch immer in der Luft hängenden süßlichen Geruch konnte er allerdings nichts tun aber ansonsten hatte er seine Spuren so gut wie möglich beseitigt.
Er überlegte kurz ob er den Mantel den er abgelegt hatte wieder anziehen sollte, entschied sich dann jedoch dagegen und verließ das Badezimmer.


19:36

Jack Payne
22.09.2009, 20:22
Narshad - Zweite Ebene, Unbekanntes Motel

19:19 Uhr

Keiner hielt die Gruppe auf. Nur verstohlene Blicke trafen sie. Als sie Cortez's Club betraten, wartete bereits Rachel. John erzählte, dass der Auftrag erledigt ist und im Gegenzug, durfte sich das Team weiterhin in der Suite aufhalten. Nachdem er Medigel für seine Schnittverletzung am Arm erhalten und alle Waffen wieder abgegeben wurde, machten sie sich auf zum Motel.

19:27 Uhr

Als sie die Suite betraten, musterten die restlichen Mitglieder die erschöpften ‚Auftragsmörder’. Als Amanda Phoenix die Verwundung des Lieutenant sah, machte sie sich sofort Sorgen.
Ich frage mich, ob sie auch so reagieren würde, wenn ich der Verwundete wäre.

Damit Jack und Myuko die zwei nicht stören, gingen sie in das Wohnzimmer und trafen dort auf Alice und Halon. Nachdem die beiden unterrichtet waren, wollte Payne nur noch seine Beine ausstrecken und legte sich auf das Bett. Alice tat es im Gleich.

„Ich habe mir Sorgen gemacht und als ich dann noch John gesehen habe…“, sagte Alice leise.
„Musst du nicht. Er war einfach ein wenig unvorsichtig. Das nächste Mal, passt er besser auf. Ich lasse mich bestimmt nicht von einem dahergelaufenen Außerirdischen verletzten. Außerdem ist das mein Job!“
„Pass einfach auf dich auf, ja?“
Langsam verließ Alice das Bett und ging zu Halon.

Plötzlich fielen Jack einfach die Augen zu.

19:36 Uhr

Eine Tür krachte zu. Er sprang sofort auf und griff nach seiner Waffe.
„Ruhig Blut Chief oder wollen sie den Lieutenant noch mal verletzen?“, sagte Halon sarkastisch.
„Nein, natürlich nicht!“ Nur dich! „Sir, ich, möchte gerne von diesem be...scheidenden Planeten runter, wenn es ginge.“

Amanda Phoenix
20.10.2009, 11:50
19:36 Uhr
Unbekanntes Motel
Antirumgon


Amanda war von Johns Version der Ereignisse noch immer nicht wirklich überzeugt und so blieb es schier unmöglich, die Sorgen durch professionelles Denken zu ersetzen. Angespannt lief sie im Eingangsbereich rauf und runter, die Gedanken jedoch nicht mehr nur bei der Verletzung des Agenten. Nein, plötzlich kam der verstorbene Bruder, den sie nie wirklich kennen lernen konnte, Jason Phoenix, wieder in ihren Kopf. Wie war er wohl gestorben? Warum und weshalb? Und wer war sein Mörder? Fragen über Fragen. Und nicht eine einzige konnte zum jetzigen Zeitpunkt beantwortet werden. Seine Leiche wurde laut Captain Diaz auf Elysium behalten und militärische Informationen, die für ihre Aufgabe ohne Belangen waren, bekam sie als eigentliche Zivilistin sowieso nicht. Vielleicht würde sie irgendwann etwas über Dritte erfahren. Doch ein gedanklicher Zeigefinger zerrte die Amerikanerin langsam wieder zurück in die kalte Realität auf einem mindestens genauso kalten Planeten.

Der Zeigefinger entpuppte sich wenig später als Lieutenant John Weber, der die Tür nicht ganz so leise schloss, wie er es wahrscheinlich geplant hatte. Ein schwaches Lächeln schlich sich auf Amandas Lippen, die von dem kleinen Dialog zwischen Halon und Jack sichtlich amüsiert war. Doch dieses schwache Lächeln verschwand so schnell wie es kam, als die junge Frau den Verband an Johns Arm ausmachte. Sicher war sie keine Ärztin und war auf dem gesamten Gebiet relativ unerfahren. Doch auch ein ungeübter Blick wie dieser konnte nun sicher sagen, dass Weber seine Verletzung einige Minuten zuvor stark verharmloste. Warum? Willst du nicht, dass ich mir Sorgen mache? Und warum willst du das nicht? Verdamm, du brauchst einen richtigen Arzt. rasten ihre Gedanken und wurden sogar noch von Jacks Bitte, den Planeten endlich zu verlassen, bestärkt.

Phoenix gesellte sich mit einigen wenigen Schritten durch die klimatisierte Suite wieder zu dem Rest der Gruppe und erhob die Stimme: „Ich kann mich dieser Bitte nur anschließen. Wir haben hier schon lange genug rumgesessen.“ Und wehe, es kommt noch zu Problemen. drohte die 29-jährige einem imaginären Ziel. Nur wenige Ausnahmen übertrafen in diesen Augenblicken ihr Verlangen, Antirumgon endlich verlassen zu können. „Und je schneller wir hier runter kommen, desto schneller kann ich Ergebnisse aus den Funden ziehen.“, argumentierte die brünette Frau nun wesentlich sachlicher, wusste aber innerlich weiterhin, wie sehr sie dort weg wollte.


19:36 Uhr

John Weber
22.10.2009, 17:48
19:36 Uhr
Unbekanntes Motel

Als John das Badezimmer verließ und die Tür hinter sich etwas lauter als beabsichtigt zustieß fuhr Payne der anscheinend bis zu diesem Augenblick geschlafen hatte hoch und tastete reflexartig nach seiner Waffe. Dieses Verhalten brachte ihm einen bissigen Kommentar von Halon ein aber auch Myuko und Amanda konnten sich ein Grinsen nur schwer verkneifen. Der A.S.O.R. Kommando tat Halons Kommentar mit einem „Nein, natürlich nicht!“ ab und wandte sich dann an John: „Sir, ich, möchte gerne von diesem be...scheidenden Planeten runter, wenn es ginge.“ Bevor der Agent die Gelegenheit bekam zu antworten schaltete sich auch schon Amanda ein deren Blick John schon in dem Augenblick auf sich gespürt hatte als er aus dem Badezimmer gekommen war. „Ich kann mich dieser Bitte nur anschließen. Wir haben hier schon lange genug rumgesessen. Und je schneller wir hier runter kommen, desto schneller kann ich Ergebnisse aus den Funden ziehen.“, argumentierte die brünette Frau.

John sah sein Team reihum an und obwohl außer Amanda und Jack keiner der anderen etwas sagte so war es ihnen deutlich anzusehen das auch sie am liebsten so bald wie möglich hier verschwinden wollten. Es gab leider nur ein kleines Problem. Leutnant Young war noch immer unerreichbar und somit saßen sie auf dem Planeten fest. Der Agent seufzte innerlich und antwortete schließlich: „Tut mir leid aber ich habe noch immer keine Nachricht von Young die ist vermutlich noch wie alle anderen Piloten auf dieser verordneten Suchaktion… Rachel hat mir zwar versprochen das sie sich bei mir meldet wenn sie etwas weiß aber das kann noch dauern... solange können wir nichts tun außer warten.“ „Also bleiben wir jetzt hier und warten darauf, dass sich jemand bei uns meldet?“ erkundigte sich Myuko, aber John schüttelte den Kopf: „Nein wir sollten die Zeit nutzen. Da wir nicht wissen wie lange wir warten müssen sollten wir uns zumindest etwas zu essen besorgen… Vielleicht erfahren wir unterwegs auch wie es mit dieser Suchaktion vorrangeht, da ja so ziemlich jeder Reisende davon betroffen ist…“ John sah die Anwesenden reihum an und wartete auf ihre Reaktion. Innerlich hoffte er, dass ein halbwegs anständiges Essen die Laune des Teams heben würde da sie alle vermutlich wie er selbst seit dem Frühstück auf der Midway nichts mehr gegessen hatten.

19:37

Jack Payne
24.10.2009, 18:00
Narshad - Zweite Ebene, Unbekanntes Motel

19:36 Uhr

Jack beruhigte seinen Puls und merkte, dass John Weber nicht mehr blutete. Als die ganze Gruppe versammelt in der Suite stand, gab die Gethexpertin Payne Recht. Doch beide hatten etwas vergessen: Sie hatten kein Shuttle, geschweige einen Piloten. Als das jedem klar wurde, sackte die Moral noch mehr ab. Um die Zeit schneller vergehen zu lassen und einen Stand über die Suchaktion zu bekommen, schlug Lieutenant Weber vor, sich außerhalb der Suite zu stärken.

„Sir, hier in der Nähe gibt es einen kleinen Imbiss mit guter Rundumsicht. Myuko und ich waren da schon Kunden und dadurch, dass der Pächter vertraute Gesichter sieht, plaudert er vielleicht.“

Amanda Phoenix
08.11.2009, 21:17
19:36 Uhr
Unbekanntes Motel
Antirumgon


Erneut sprach Payne genau das aus, was der Rest gedacht haben mochte. Und er hatte Recht. Seit dem schmackhaften Frühstück am Morgen auf der Midway hatte zumindest ein Teil der Gruppe nichts mehr gegessen. Amanda gehörte zu diesem Teil. So war es auch keine Überraschung, dass sie sich äußerst zustimmend zeigte, während ein imaginäres Magenknurren in ihr inneres Ohr eintrat.
Der Tag hatte Kraft gekostet, war geprägt von einem Blutbad. Vor allem aber war es die Schusswunde, die der jungen Frau mehr zu schaffen machte als sie sich anfangs eingestehen wollte. Die Verletzung zerrte gewaltig an ihrem Durchhaltevermögen, das sie sich über all die geduldigen Jahre ihrer Forschungen angeeignet hatte. Der Hunger, der erst jetzt richtig spürbar wurde, war nur ein bitterer Beigeschmack, wenn man ihn mit dem Rest verglich.
Zu diesem Rest musste die Amerikanerin jedoch auch die vorangegangene Nacht, in der sie von dem tragischen Schicksal ihres verstorbenen Bruders erfuhr, zählen. Auch wenn sie es über weite Strecken des Tages erfolgreich unterdrücken und verdrängen konnte, so wartete in ihrem Unterbewusstsein der Schmerz, die Trauer, die nervenzerrenden Gefühle für einen Menschen, den sie nie gekannt hatte; nie kennen lernen sollte.

„Ich kann dem nur beipflichten.“, warf die Wissenschaftlerin so sachlich wie möglich ein, um an der Überzeugungsarbeit, die scheinbar gar nicht nötig war, da Weber den Vorschlag kurz darauf annahm, mitzuhelfen.

In der Hoffnung, bald etwas mehr oder minder Nahrhaftes zwischen die Zähne zu bekommen, machte sich die Gruppe ohne größere Umschweife auf den Weg, passierte dabei den in rotes Licht getauchten Korridor des zweifelhaften, wenngleich praktischen Etablissements und gelang schließlich wieder auf den Hauptkorridor, mit all seinen Kabelsträngen an der Decke, die jederzeit dem Druck der schier unendlichen Schneemassen des Planeten standhalten musste.
Dann, endlich, war bereits aus einiger Entfernung ein vergleichsweise kleines Neonschild zu erkennen, das den Imbiss kennzeichnete, den Payne gemeint haben musste. Endlich. erkannte die 29-jährige erleichtert. „Sieht aus, als hätten wir heute endlich mal Glück.“, kommentierte sie die menschenleere Theke des Imbiss. „Wer will zuerst?“, fragte Amanda schließlich, die Antwort interessierte sie aber nur bedingt.

Viel mehr wollte sie einen kurzen ruhigen Augenblick, um tief durchzuatmen. Doch je länger sie so da stand, das Geschehen an der Theke ausblendete, desto deutlicher spürte sie die Blicke auf ihrem Körper, die aus allen Richtungen wie winzige Geschosse unter die Haut gingen. Sie rechnete damit, dass sie auf einige wenige skurril wirken mochte. Trotz aller Entwicklungen war es immer noch recht selten, dass eine Frau mit Kleidung herumlief, die in ihr eigenes Blut getränkt war.
Es war nicht so, als würde sie unter dem ständigen Gefühl der Beobachtung verrückt werden - immerhin interessierte es sie sowieso nicht, was diese wildfremden Gaffer von ihr dachten – doch dadurch bemerkte sie jede Sekunde aufs Neue, was für eine Spur der heutige Tag hinterlassen hatte.


19:44 Uhr

John Weber
15.11.2009, 12:09
19.37
unbekanntes Motel

Johns Vorschlag wurde von der Gruppe angenommen und nachdem Jack einen seiner Meinung nach geeigneten Imbiss erwähnte machte sich das Team abmarschbereit. Kurz darauf erreichte die Gruppe besagten Imbiss. „Sieht aus, als hätten wir heute endlich mal Glück.“, kommentierte Amanda die menschenleere Theke des Imbiss: „Wer will zuerst?“ Da keiner der Anderen sofort reagierte trat John einen Schritt vor und nachdem er einen kurzen Blick auf die Speisekarte geworfen hatte bestellte er sich das seiner Meinung kalorienreichste Gericht. Während auch die anderen der Reihe nach bestellten viel John erst auf wie groß sein Hunger eigentlich war. Ist ja nicht besonders verwunderlich... So oft wie ich heute meine biotischen Fähigkeiten eingesetzt habe... das zehrt an der Substanz...

Während der Betreiber der Imbissbude sich daran machte die Bestellungen zu bearbeiten bemerkte John wie einige der Passanten die Gruppe mit interessierten Blicken musterten. Einen kurzen Augenblick lang befürchtete John sie hätten sich schon wieder Ärger eingehandelt doch dann erkannte er das Zentrum der Aufmerksamkeit. Es war Amanda deren Bluse an der verletzten Schulter noch immer blutverkrustet war. Der Agent schalt sich selbst für seine Unaufmerksamkeit und beugte sich zu der Gethwissenschaftlerin hinüber: "Hey, wenn du willst kann ich die meinen Mantel leihen bis wir dir was Neues besorgt haben..."

Während er auf eine Antwort wartete, fiel dem Agenten auf wie fertig die Amerikanerin aussah: Ich sollte unbedingt noch mal mit ihr reden wenn wir unter uns sind... Auch wenn sie sich stark gibt der heutige Tag hat ihr ordentlich zugesetzt...


19:45 Ortszeit

Imbiss

Amanda Phoenix
19.11.2009, 08:47
19:45 Uhr
Imbiss
Antirumgon


Nach Amandas indirekter Aufforderung dauerte es nicht lange, bis John sich als erster etwas bestellte. Das Eis war daraufhin schnell gebrochen und der Rest der Gruppe bestellte, einer nach dem anderen. Nur die junge Frau selbst hielt sich noch zurück, bis sie durch waren. Erst dann stellte sie sich vor die Theke und wurde von dem zufriedenen Lächeln eines rotbraunen Salarianers empfangen. Die großen Augen glänzten, das Gesicht war ehrlich. Schnell kam der Amerikanerin in Vermutung, dass er schon länger keine Kunden mehr gehabt hatte. Die Menschenleere von vorher sprach allenfalls dafür. Schließlich dachte sie aber nichts weiter dabei. Sie wollte runter von diesem Planeten. Doch vorher, vorher wollte sie essen.
Der hungrige Blick, der die Karte aufmerksam musterte, erhielt den annehmbaren Eindruck, dass es hier auch menschliche Nahrung gab. Unter anderem sogar ihr Leibgericht, Salat mit gebratenem Hühnchen. Eine äußerst ausgewogene Mahlzeit mit Fleisch, Eiweiß, Vitaminen und allem, was das Herz der Wissenschaftlerin begehrte. „Die Nummer 16 bitte.“, gab sie schließlich ihre Bestellung auf, deren Import immense Geldsummen benötigt haben musste. Umso gerechtfertigter war der etwas erhöhte Preis, wenngleich er sich immer noch im bezahlbaren Rahmen hielt. „Sehr gerne.“, bestätigte der Salarianer und wandte sich an die Küche.

Amandas Aufmerksamkeit widmete sich aber schnell jemand anderem. Es war John, der ihr plötzlich seinen Mantel anbot. Ein wenig überrascht brauchte die 29-jährige ein paar Sekunden, bis sie erst vollkommen realisierte, was er wollte; was sie brauchte. Es war weniger das Verlangen, die Wunde zu verstecken als viel mehr die geschenkte Wärme und das Gefühl der Geborgenheit, der sie das Angebot schließlich annehmen ließ. „Das wäre klasse, ja.“, eine kurze Pause schob sich zwischen ihre Worte, als sie bemerkte, wie egoistisch das geklungen haben musste. „Aber nur, wenn’s dir auch nichts ausmacht.“, fügte sie dann mit hohem Tempo hinzu.
Scheinbar schien es dem Lieutenant aber wirklich nichts auszumachen, denn der Mantel befand sich nur wenige Sekunden später an dem zierlichen, angeschlagenen Körper, der wahrscheinlich noch ein zweites Mal hineinpasste. Doch das machte nichts. Es war ihr plötzlich egal, dass die Ärmel viel zu lang waren, das Ende viel zu weit war. Der Mantel vermittelte genau das, was sie im Augenblick brauchte: Wärme, Geborgenheit, Sicherheit.

„Danke.“, lächelte sie leise, verstummte aber wenige Augenblicke später, als ihr Blick unfreiwillig auf den kräftigen Unterarm ihres Gegenübers fiel. „Oh mein…“ Gott! rauschte es kaum hörbar aus ihr heraus. Zum ersten Mal sah sie nun die eigentliche Verletzung, die Weber mit Kompressoren und einer dicken Schicht Verband verbarg. Weiterhin kannte sie das echte Ausmaß nicht, doch nun meinte sie, zu verstehen, warum John so ein Geheimnis daraus machte.
Phoenix wusste nicht so genau, was sie von dieser Geste halten sollte; welcher Gedanke den Lieutenant letztlich dazu trieb, seinen Mantel abzugeben. Sie wusste nur, wohin Weber erster Weg zurück auf der Midway ihn führen würde. „Versprich mir, dass du das untersuchen lässt.“, bat sie den größeren Mann besorgt.


19:46 Uhr

John Weber
24.11.2009, 20:53
19:46 Uhr
zweite Ebene, Imbiss


Nach kurzem Zögern nahm Amanda Johns Angebot an und die Wissenschaftlerin hüllte sich in den Mantel des Agenten, der ihr um einige Nummern zu groß war. Obwohl es eigentlich keine große Sache war, schien die Geste bei Amanda zu wirken. Dem Agenten kam es vor als ob die düstere Aura in die sich die Wissenschaftlerin gefüllt hatte, sich zu lichteten begann und die schlichte Tatsache, dass es Amanda besser zu gehen schien verbesserte auch die Laune des Agenten erheblich.

Schon seltsam... ich kenne Amanda erst seit... einem knappen Tag und trotzdem ist sie mir schon so ans Herz gewachsen... Das sollte eigentlich nicht so sein... sie sollte eigentlich nur ein Teil meiner Mission sein... eine Informationsquelle... ich sollte mich nur darauf konzentrieren dem Geheimdienst Infos zuzuschanzen und die Midway in die richtige Richtung lenken...
John seufzte gedanklich, während er Amanda nachdenklich musterte und dabei nur halb mitbekam wie der Imbissbesitzer ihm sein Essen brachte. Der Eintopf oder was auch immer diese seltsame Masse sein sollte sah alles andere als lecker aus aber der Agent hatte im Augenblick andere Sorgen:
...Kyle hat mal gesagt, dass sobald einem Agenten eine einzelne Person wichtiger wird als seine Mission dann sollte er sich schleunigst einen anderen Job suchen, oder in Rente gehen... naja das ist jetzt vielleicht etwas übertrieben... möglicherweise interpretiere ich da einfach nur zu viel hinein... es könnte auch nur eine Art 'großer-Bruder-Instinkt' sein... aber das alleine ist es nicht...

„Oh mein…“ kam es plötzlich leise von Amanda und riss John damit aus seinen Gedanken. Die Wissenschaftlerin hatte ihren Blick auf den Verband um Johns Arm geheftet und John fühlte erneut den Drang seine Verletzung herunter zuspielen um Amanda zu beruhigen, aber da er wusste das eine Solche Aktion ihr Misstrauen nur noch verstärkt hätte schwieg er. „Versprich mir, dass du das untersuchen lässt.“, bat Amanda den größeren Mann besorgt. "Mach ich." antwortete John mit einem Nicken blickte der Amerikanerin direkt in die Augen in denen er meinte noch immer Reste jener düsteren Aura zu erkennen und fügte leise hinzu: "Aber wenn der Doc mit uns fertig ist müssen wir unter vier Augen miteinander reden... in Ordnung?"

Nicht nur weil ich wissen will was sie bedrückt und um ihr zu helfen diesen Einsatz zu verarbeiten sondern auch weil mir ein privates Gespräch hoffentlich klarmachen wird was sie für mich ist...


19:46 Uhr
Imbiss

Amanda Phoenix
26.11.2009, 17:47
19:46 Uhr
Imbiss
Antirumgon


„Mach ich.“, entgegnete John und stellte die besorgte und gleichzeitig verblüffte Amanda fürs Erste zufrieden. Sie rechnete es dem Lieutenant hoch an, dass er versuchte, stark zu wirken, obwohl ihr nicht ganz klar war, warum er es überhaupt tat. Vielleicht wollte er den Rest des Teams nicht beunruhigen. Vielleicht wollte er auch einfach keine Schwäche zeigen. Die 29-jährige kannte das nur zu gut. Viel zu oft hatte sie in der Vergangenheit Anblicke, Momente oder Gefühle in sich hineingefressen. Nie sollten sie nach außen dringen. Nie durften sie ihre Forschungsarbeiten unterbrechen oder sogar verhindern. Vor allem aber wollte sie für die Tochter stark sein, die sie nie hatte. Das kleine, junge, unschuldige Mädchen, das nach nur zwei Wochen den Kampf gegen das Leben und den Tod zugleich aufgab und verlor.
Wahrscheinlich war auch das der Grund, warum sie nichts von dem philosophischen Gerede über Stärken und Schwächen eines Menschen hielt. ´Stark ist nur, wer seine Schwächen zugibt.‘, hieß es immer. Vielleicht war es wahr. Vielleicht beruhte diese Aussage auf Erfahrungen. Doch die Amerikanerin ließ zu keinem Punkt zu, es selbst herauszufinden. Die Angst davor, den Respekt zu verlieren und andere - wohl so gar sich selbst zu enttäuschen war zu groß. Bis heute hatte sich daran nichts geändert.
Und genau darum wurde das einst so lebensfrohe, hübsche Gesicht einer ehrgeizigen, engagierten Wissenschaftlerin von Müdigkeit und Trauer begraben und wartete nun darauf, endlich wieder das Tageslicht erblicken zu dürfen. Doch aus eigener Kraft würde das so schnell nicht funktionieren. Das gestand sich Phoenix bereits ein, bevor sie wirklich darüber nachdachte. Sie gab auf, sie verlor. Doch sie stapfte weiterhin durch das Leben. Sie folgte weiterhin dem blassen Schimmer der Hoffnung, irgendwann die verlorengegangene Lebensfreude wiederzufinden.

Was auch immer John also dazu antrieb, zu verharmlosen, es wurde ganz schnell von einigen neuen Worten seinerseits überspielt. „Aber wenn der Doc mit uns fertig ist, müssen wir unter vier Augen miteinander reden... in Ordnung?“, überrascht blickte Amanda zu dem Lieutenant auf. Erneut stellte sich ihr die Frage, was John zu dem trieb, was er letztlich tat. Was würde er ihr wohl sagen wollen? Was gab es so Wichtiges, das unter vier Augen besprochen werden sollte? Und erneut kannte Amanda keine Antwort auf irgendeine der vielen Fragen, die sie sich im Augenblick stellte.
Sie hielt den Blickkontakt. Doch vor ihrem inneren Auge spielten sich einige Szenen des Morgens ab. Das gemütliche Frühstück, das die beiden auf der Midway hatten, war durchaus angenehm. Zu keiner Zeit, weder dort noch jetzt, fühlte sie sich in seiner Anwesenheit unangenehm. Es sprach also nichts dagegen, sich darauf einzulassen. Er gab ihr ein Versprechen. Das gleiche würde sie jetzt für ihn tun.

„Ja, klar.“, erwiderte sie also schließlich unfreiwillig schnell. Amanda ließ einige kurze Augenblicke verstreichen, um ihre Gedanken wieder zu ordnen, wieder vollkommen in die Gegenwart zurückzukommen. „Sehr gerne sogar.“, fügte sie lächelnd hinzu, bevor keine Sekunde später der Imbissbesitzer zurückkam und einen Teller von dem Salat hinstellte, der nicht ganz so schmackhaft aussah wie es sich die 29-jährige eigentlich erhofft hatte. Doch zumindest gab es endlich etwas Essbares.


19:47 Uhr

John Weber
01.12.2009, 20:31
19:46

zweite Ebene, Imbiss

Amandas Antwort auf Johns Frage kam schnell und fiel positiv aus: „Ja, klar. Sehr gerne sogar.“ Das Lächeln, welches die diese Worte begleitete ließ John für den Bruchteil einer Sekunde die Probleme, welche sie heute durchlebt hatten vergessen und er nickte ihr kurz zu, gerade als der Imbiss Besitzer mit Amandas Salat zurückkam.
Da alles für den Augenblick gesagt war, wandte sich John seiner Mahlzeit zu. Die Schüssel vor ihm in der sich eine Art Eintopf befand, dampfte leicht und der Agent griff nach dem Löffel, welcher neben der Schüssel lag. Er rührte einmal durch die bräunliche Masse, runzelte skeptisch die Stirn und versuchte die undefinierbaren Klumpen die er aufrührte zuzuordnen. Ach egal, es wird mich schon nicht umbringen...

Todesmutig führte er einen Löffel voll zu seinem Mund, kostete und wartete auf eine Einschätzung seiner Geschmacksnerven. Der Eintopf schmeckte um einiges besser als er aussah, gehörte aber definitiv immer noch in die Kategorie 'Schnell schlucken damit es keine Zeit hat deine Geschmacksknospen zu killen'. Unabhängig des Geschmacks war die Mahlzeit genau das was sein ausgelaugter Körper braute und während John gemächlich seine Mahlzeit verspeiste beobachtete er aus den Augenwinkeln die 'Umgebung des Imbisses, sowie den Rest seines Teams.

19:48

Jack Payne
08.12.2009, 19:09
Narshad - Zweite Ebene, Unbekanntes Motel

19:36 Uhr

Nachdem alle mit der Empfehlung von Jack einverstanden waren, machte sich die Gruppe auf den Weg zum Imbiss. Endlich eine Pause.

Narshad - Zweite Ebene, Imbiss

„Wer will zuerst?“, fragte Phoenix. Keiner reagierte sofort auf die Frage, doch dann bewegte sich John zuerst zur Speisekarte. Als nächstes kam Jack. E sah ein Gericht, dass laut Karte für die menschliche Verdauung gedacht war.
Warum drucken die nie Bilder von den Speisen? Na ja, riskiere ich das Mal. Er bestellte sich das ihm unbekannte Gericht. Danach folgte Alice. Sie schaute und blätterte hin und her. Ein Erfolg war jedoch nicht in Sicht. Typisch Frauen. Brauchen für alles lang. Halon ist auch schon ganz genervt. Das Schlusslicht bildete Amanda.

Plötzlich reichte Weber ihr seinen Mantel. Kurzerhand sah Jack auch den Grund: Ihre Bluse war blutverkrustet. Ist dir das nur zufällig aufgefallen oder schaust du sie schon die ganze Zeit an? Das folgende Gespräch zwischen den beiden beantwortete die Frage.

Da zwei Gesprächspartner bereits beschäftigt waren, drehte Payne sich zu Halon und Alice und fing einen Smalltalk mit seinem ‚besten Freund’ und seiner Herzdame an.

19:46 Uhr

Endlich kam das Essen. Er schielte schnell auf die anderen Teller, konnte aber nichts richtiges Ekliges ausmachen. Seine Speise war in eine Art Alufolie eingewickelt, das wahrscheinlich ein Tier darstellen soll. Vorsichtig packte er sein Essen aus. Darunter befand sich ein Topf und… Spaghetti? Mmhh lecker. Doch als er die Nudeln essen wollten, bewegten sie sich runter vom Löffel. Das sind ja Würmer… Dann spiel ich jetzt den Harten. Zuerst zeig ich es aber Alice. Mit einem Lächeln stupste er sie an, zeigte auf sein Essen, dass sich bewegte, packte eine ‚Spaghetti’ und schluckte sie runter.

Alice wusste nicht, ob sie Jack eine Verpassen sollte, angeekelt wegdrehen oder drüber lachen sollte. Sie entschied sich fürs wegdrehen.

„Einen guten Hunger!“, wünschte Payne allen.

Alexander Graf
08.12.2009, 20:17
19:45

Alexander Graf, 2nd Lieutenant der Allianzstreitkräfte, ging den Gang mit den vielen Bars entlang. Er war nun schon seit einigen Tagen auf Antirumgon. Seine Befehle waren leicht: Den Sklavenhandel überwachen und regelmäßig Berichte ans Allianzhauptquartier zu schicken. Auch der heutige Tag schien nichts besonderes zu sein. Als er jedoch auf seinen Pager sah, fand er dort eine Nachricht der Allianz darauf: Alexander war versetzt worden. Der Offizier, ein gewisser 2nd Lieutenant Weber, bei dem er sich melden sollte, befand sich bereits auf dem Planeten und auch in Narshad. Kurz nach dieser Meldung hatte Alexander auch eine Extranet-Nachricht empfangen, indem ein Bild des Offiziers war, damit Alexander ihn finden konnte. Der schwerste Teil war aber erst die Suche an sich. Nachdem sich Alexander geduscht und angezogen hatte, war er auf die Straße gegangen, um mit seiner Suche anzufangen. Die erste Ebene schloss er von vornherein aus. Warum sollte ein Team der Allianz auch dort agieren? Um verbrecherische Händler auszuschalten brauchte man schließlich kein komplettes Team. Da auch die untersten Ebene gesperrt war, schloss er diese Möglichkeit auch sofort aus. Blieb nur die zweite. Aufmerksam schritt er nun die Gänge entlang und hielt Ausschau. Er war nun schon mehrere Stunden unterwegs. Noch hatte er das Team nicht gefunden. Enttäuscht über den Misserfolg und hungrig, da er den ganzen Tag noch nicht viel gegessen hatte, wollte er nun etwas essen gehen.

Zielstrebig ging er auf den ersten Imbiss zu, welcher ihm auffiel. Gerade als er sich an einen Tisch setzten wollte, um etwas zu bestellen, fiel ihm ein Mann auf, der nur wenige Tische neben ihm saß. Alexander wusste zuerst nicht, wer der Mann war. Er überlegte kurz, bevor es ihm wie Schuppen von den Augen fiel. War er nicht der Mann auf dem Bild von der Allianz? Alexander erhob sich von seinem Tisch und ging herüber zu dem Mann. Eine Frau saß mit Weber am Tisch, die er allerdings nicht kannte. Sie sah sehr attraktiv aus, doch nun musste Alexander seinen Auftrag erfüllen. Missmutig konzentrierte er sich wieder auf Weber. Als er am Tisch stand, ergriff er das Wort: „Mr. John Weber?“, fragte er unsicher. Es wäre töricht gewesen, ihn direkt mit seinem Rang anzureden. Lieber ging er da auf Nummer sicher.

19:48

John Weber
13.12.2009, 12:45
zweite Ebene, Imbiss

19.48

John, der seinen Eintopf bereits zur Hälfte hinuntergewürgt hatte, und dabei weiterhin immer wieder unauffällig seine nähere Umgebung beobachte spürte plötzlich ein unangenehmes Pricken im Nacken so als würde ihn jemand beobachten. Der Agent hatte sich schon oft gefragt wie es möglich war einen Beobachter zu spüren und erinnerte sich an eine Diskussion mit einem Kollegen, welches er vor einiger Zeit gehabt hatte. Dieser hatte behauptet das dieser 'Instinkt' daher rührte, dass das menschliche Auge sehr viel mehr sieht als es wirklich wahrnimmt. Das Gehirn würde diesen unendlichen Strom von visuellen Daten bewerten und dementsprechend aussieben. Der
'Instinkt' währe demnach eine Art Bilderfetzen, welches das Gehirn zwar als bedeutend wahrgenommen hatte, da es das Bild jedoch schon ausgesiebt hatte konnte es sich aber nicht mehr genau daran erinnern. Das Unterbewusstsein versucht einem dann in solchen Situationen durch irgendein Signal verständlich zu machen, das da etwas ist was man sich noch einmal anschauen sollte. Da sowohl John als auch der betreffende Kollege an jenem Abend nicht mehr gerade nüchtern gewesen waren, nahm er dieses Gespräch nicht ganz ernst.

Trotzdem hatte er gelernt, dass dieser 'Instinkt' zu oft richtig lag als das man ihn leichtfertig ignorieren sollte. Der Agent versuchte aus den Augenwinkeln zu erkennen wer ihn da nun beobachte. Da nahm er einen Mann war der sich soeben von einem Tisch in ihrer nähe erhob und auf die Gruppe zukam. Er blieb schräg hinter John stehen und fragte unsicher: „Mr. John Weber?“

Langsam drehte sich der Agent auf seinem Sitz herum so, dass er den Sprecher genau mustern konnte. Der Mann hatte etwa war in etwa so groß wie John und vermutlich europäischer oder nordamerikanischer Abstammung. Er wirkte durchtrainiert und aufgrund seiner Körperhaltung schloss John, dass er vermutlich eine militärische Ausbildung genossen hatte. Da er alleine war und John auch keine Waffe an den Kopf hielt antwortete der Agent ruhig: "Ja, der bin ich. Und wer sind sie?"

19.49

Alexander Graf
13.12.2009, 15:03
zweite Ebene, Imbiss

19:49

Der Mann vor Alexander saß ruhig auf seinem Platz. Vor ihm stand ein Teller mit Eintopf, der schon halb geleert war. Alexander blickte auf ihn hinunter. Alexander war sich nun nicht mehr so sicher, ob es der richtige war. Er hatte John Weber noch nicht richtig von vorne gesehen und war daher verunsichert.
„Ja, der bin ich. Und wer sind sie?“, erwiderte der Mann dann jedoch und drehte sich langsam zu ihm um. Alexander konnte nun ganz genau erkennen, dass er die richtige Person vor sich hatte. „Gestatten: Lieutenant Alexander Graf, ich bin von der Allianz.“ Er wollte einen militärischen Gruß ansetzten, hielt aber mitten in der Bewegung inne und ließ seine Hand wieder sinken. „Ich wurde auf die Midway versetzt und sollte mich deswegen bei ihnen melden, damit sie mich mitnehmen.“, fuhr Alexander dann fort. Zur Bestätigung seiner Wort kramte er ein wenig in einer seiner Taschen.
Nach kurzem Suchen zog er einen kleinen PDA aus seiner Hosentasche und aktivierte ihn. Sofort erschien Alexanders Versetzungsbefehl. „Hier ist der Befehl!“, sagte Alexander und hielt dem Mann vor sich den kleinen Computer hin.

19:51

John Weber
13.12.2009, 17:48
Auch Johns Frage hin straffte sich der Mann vor ihm und stellte sich als Leutnant Alexander Graf vor und erklärte das er auf die Midway versetzt worden war und hielt John ein PDA unter die Nase auf dem sich dementsprechende Befehle befinden sollten. Der Agent starrte einen Augenblick sprachlos auf das PDA und dann zu Leutnant Graf. Einen kurzen Augenblick lang hielt er das ganze für einen Scherz doch als der in Grafs Augen blickte wurde ihm klar das es keineswegs so war.

Johns Gesicht verfinsterte sich von einem Augenblick auf den anderen und der musste den Ärger nicht einmal spielen. "Was glauben sie eigentlich wer sie sind und was sie hier machen?" zischte der Agent wütend, während er sich nach links und rechts umsah um herauszufinden wer sie aller beobachtete. Er bemerkte zwei Gestalten an einem Nebentisch die ihr Gespräch unterbrochen hatten und lausten, aber auch der Imbissbesitzer spitzte seine Ohren. Verdammt! Das hat mir gerade noch gefehlt... wenn bekannt wird das wir von der Allianz sind wir tot! Improvisiere John... Improvisiere!

Mit einer fließenden Bewegung stand John auf so das sein Gesicht nur noch wenige Zentimeter vor dem des Leutnants war und er wählte seinen Lautstärke genau so das er sich sicher war das die Lauscher ihn noch hören konnten während er wütend zischte: "Ich hab keine Ahnung wofür sie oder ihr Vorgesetzter sich halten, aber wenn sie meinen nur weil sie ein Militär sind können sie sich aufspielen dann haben sie sich geschnitten. Entweder ihr Vorgesetzter zahlt oder ich schicke jemandem der den internen Schnüfflern der Allianz steckt, dass ihr mit Waffen dealt! Also entweder sie und ihre korrupten Freunde halten sich an den Deal es wird unangenehm..." John blickte dem sichtlich verwirrten Leutnant in die Augen und hoffte, dass die Lauscher ihm sein Theaterstück abgenommen hatten. Es währe zwar glaubhafter gewesen wenn er sich jetzt einfach umgedreht hätte aber er konnte den Allianzsoldaten nicht einfach so stehen lassen. Da er dessen Reaktion nicht abschätzen konnte musste er ihn nun beiseite nehmen und ihn aufklären, also tat John so als würde er einmal tief durchatmen und fuhr dann in neutralem Tonfall fort: "Also Mr. Allianz damit ich mir auch sicher sein kann, dass sie meinen Standpunkt verstanden haben, gehen wir jetzt eine kleine Runde spazieren. Ono, begleiten sie uns bitte."

Während sich Myuko Ono erhob suchte, John Jacks Blick um ihm stumm zu bedeuten das er mit den anderen hier bleiben sollte. Danach legte der Agent eine Hand auf Grafs Schulter und während er ihn herumdrehte flüsterte er ihm zu: "Spielen sie einfach mit, sonst gefährden sie womöglich eine wichtige Mission Soldat..." Der Agent hoffte innerlich das Graf flexibel genug war und sich nicht von Johns verbalem Angriff zu sehr hatte verwirren lassen. John und Myuko die auf der anderen Seite von Leutnant Graf ging führten den Marine in Richtung einer Seitengasse in der der Agent hoffte dieses Schmierentheater zu einem Ende bringen zu können.

Zweite Eben, Imbiss
19.52

Alexander Graf
13.12.2009, 19:22
19:52

Alexander schaute zunächst verdutzt auf John. Dann fasste er sich jedoch schnell wieder. John und eine andere aus der Gruppe standen von ihren Sitzen auf, nahmen ihn in ihre Mitte und führten ihn in eine Seitengasse. Dabei sagte John ihm, dass er mitspielen solle, da er sonst die Mission gefährdete. Als sie in der Gasse waren, konnte Alexander nur noch ein leises „Entschuldigung!“ vor sich herstammeln.
Oh, Mann war ich dumm, dachte er sich selbst. Wie konnte ich nur so die Gefahr aus den Augen verlieren. Er machte sich Vorwürfe. „Leu... Ähm... Mr. Weber, es tut mir Leid, ich war wahrscheinlich so aufgeregt, dass ich die Situation falsch eingeschätzt habe. Es wird nicht wieder vorkommen.“, sagte Alexander im entschuldigensten Tonfall, den er nur vorbringen konnte. Alexander hatte den Kopf gesenkt und blickte nun wieder zu John auf. Er versuchte eine Regung im Gesicht des Agenten zu erkennen, doch er fand kein Anzeichen davon.

Dann zog ihre Begleiterin seine Aufmerksamkeit auf sich. Sieschien asiatische Wurzeln zu haben, zumindest war es nahe liegend, aufgrund ihrer Hautfarbe und ihrer Augenform. Nachdem Alexander sie gemustert hatte, richtete er seine Aufmerksamkeit wieder auf John. "Ich hoffe nur, ich habe die Mission nicht gefährdet.“, entschuldigte er noch einmal sein Verhalten beim Imbiss und wurde still.

19:58

John Weber
15.12.2009, 18:17
Zweite Eben, Seitengasse
19.54


Nachdem sich John kurz suchend umgesehen hatte führte er Ono und Graf in eine schmale Seitengasse zwischen einem Fachgeschäft für Software und einem anscheinend geschlossenen und verrammelten Gebäude. Nachdem die drei die Gasse betreten hatten und der Agent sich überzeugt hatte, dass außer ihnen niemand da war gab er Ono stumm zu verstehen sie solle die Straße im Auge behalten und wandte sich an Leutnant Graf.

Als sie angehalten hatten begann der Graf eine Entschuldigung zu stammeln, wobei er Johns Blick suchte, aber dieser wartete mit regungsloser Mine bis der Leutnant geendet hatte. "Ich hoffe nur, ich habe die Mission nicht gefährdet.“ schloss er ab und verstummte dann. Der Agent ließ noch ein paar Sekunden verstreifen in denen er Graf eingehend musterte bevor er antwortete.

John schätzte den Mann auf Mitte zwanzig und war dennoch bereits Leutnant, also eigentlich gleichrangig mit John. Der Rang ließ aber auch vermuten das Graf entweder einiges auf dem Kasten hatte, oder über einflussreiche Freunde verfügte. ...dann hätte er sich aber nicht auf diesen Eiswürfel versetzen lassen... Unabhängig davon wie fähig sein Gegenüber nun war, er hatte John in eine ungute Lage gebracht, da der Agent nicht abschätzen konnte wie schwer Grafs 'Outing' den weiteren Verlauf der Mission beeinflussen würde. Allerdings hatten sie Glück im Unglück, denn der schwierigste Teil lag ja bereits hinter ihnen und sie mussten eigentlich nur mehr auf die Rückkehr ihrer Shuttlepilotin warten. ...außerdem war er nicht der einzige der heute Unachtsam war... ging es John durch den Kopf und sein Blick huschte für den Bruchteil einer Sekunde zu dem Verband um seinen Arm.

Auf Johns Gesichtszügen die bis eben noch eine ausdruckslose Maske gewesen zeigten sich schwache Anzeichen von Müdigkeit: "Jeder macht Fehler Mr. Graf, aber wir zahlen immer auch den Preis dafür. Wir können nur hoffen, dass der Preis für den Ihrigen nicht hoch ist..." Der Agent warf einen kurzen Blick zur Straße auf der er zwar viele Passanten sah, jedoch schien sich niemand für sie zu interessieren. Anschließend holte er das PDA hervor welches ihm Graf vorhin überreicht hatte und überprüfte mit einem schnellen Blick die Signatur und da diese authentisch war, beschloss John den genauen Wortlaut der Order des Leutnants erst später zu lesen wenn er ungestört war. "Also gut," nahm John das Gespräch wieder auf:" um sie auf den Stand der Dinge zu bringen. Wir, das heißt ich Ono dort, sowie die vier anderen die mit uns an dem Imbiss gesessen haben waren hier auf der Suche nach Artefakten. Um es kurz zu machen, ich habe mich als Zwischenhändler für einen anonymen Interessenten ausgegeben und den Rest des Teams als meine Berater und Leibwächter. Trotz einiger... Zwischenfälle haben wir gefunden wonach wir gesucht haben. Unser einziges Problem ist das aufgrund der von den hiesigen Machthabern angeordneten Suchaktion unser Shuttle mitsamt unserer Pilotin beschlagnahmt worden ist und bis jetzt haben wir noch nichts von ihr gehört."

Der Agent gab Graf einen kurzen Augenblick um das Gehörte zu verarbeiten dann fuhr er fort: "Ich schätze mal sie sind schon länger hier auf diesem Planeten als wir. Haben sie irgendwelche Infos die uns helfen könnten?"

20:00

Myuko Ono
19.12.2009, 13:46
Myuko sah die Gasse auf und ab und auf die Querstraßen rechts und links, während sie gleichzeitig versuchte, John Weber und Alexander Graf zuzuhören. Die Leute liefen eilig an der Gasse vorbei, keiner sah her, nur ein Salarianer, der aus dem Softwareladen trat, warf eine neugierigen Seitenblick auf die drei Menschen, kam anscheinend zu dem Schluss, dass er von ihrem Gespräch nicht mehr als nötig mitbekommen musste und ging schnell davon. Nichts Besonderes also.
Myuko betrachtete kurz Alexander Graf. Groß, sportlich, die Figur eines Soldaten. Glänzend schwarze Haare, kleine Augen, ein kleiner Mund, eine europäische Nase. Im ersten Moment eher unauffällig, aber auf den zweiten Blick doch ein relativ markantes Gesicht. Dem Äußeren nach zu urteilen also kein schlechter Kämpfer.

Myuko beobachtete weiter die Leute. Dann hörte sie Weber sagen: „Ich schätze mal, Sie sind schon länger hier auf diesem Planeten als wir. Haben Sie irgendwelche Infos, die uns helfen könnten?" und drehte wieder den Kopf.


20.00 Uhr

Alexander Graf
19.12.2009, 21:12
20:00

Alexander hatte eine Zeit lang geschwiegen und John einfach nur zugehört. Dabei bemerkte er, wie Johns Blick kurz über seinen Arm gewandert war. Als Alexander nun selbst auf den Arm sah, blickte er auf einen Verband. Alexander fragte sich, was bei dem Einsatz schief gegangen war. Er wollte schon nachfragen, als John ihm eine Frage stellte: „Haben sie irgendwelche Infos die uns helfen könnten?“ Alexander überlegte kurz.

„Ich denke ich weiß auch nicht mehr als sie.“, sagte er schließlich bedauernd. Ich wurde auf diesem Planeten eingesetzt, um den Sklavenhandel zu beobachten, doch ich bezweifle stark, dass ihnen diese Daten weiterhelfen können.“ Er überlegte kurz, was das letzte größere Ereignis war, schon nach zwei Minuten antwortete er. „Die große Suchaktion ist nach meinem Kenntnisstand noch nicht abgeschlossen, daher würde ich vermuten, dass sie noch immer beschäftigt ist.“ Er kramte tiefer in seinen Erinnerungen. Irgendjemand hatte ihm doch noch etwas darüber gesagt. Nur was war es?, fragte er sich still. Dann fiel es ihm wieder ein: „Cavic, einer von Tosh Männern hatte irgendetwas von einem Shuttle gesagt, glaube ich.“

Die Erinnerung war nur sehr verschwommen. Alexander saß in einer Bar am Mittag. Vor sich hatte er ein kühles Bier auf dem Tisch stehen, als auf einmal ein Mann in die heruntergekommene Bar trat. Es war ein Salarianer, glaubte Alexander, der sichtlich verärgert war. Großspurig beschwerte er sich über Cavic und über die unfreiwillige Beschlagnahmung der Shuttle und Piloten.
Dann verschwand die Erinnerung und Alexander war wieder in der Seitengasse zusammen mit John und Myuko. „Das ist das letzte, was ich hier mitbekommen haben.“, sagte er und beendete damit seine Ausführungen.
20:04

John Weber
27.12.2009, 20:28
Zweite Ebene, Seitengasse

Das auch Graf nichts Näheres über den Grund der Suchaktion wusste gab John zu denken. Irgendetwas musste auf diesem Planeten passiert sein von dem die führenden Clans nicht wollten, dass auch nur der kleinste Informationsfetzen nach außen drang. Was auch immer es war, es war anscheinend wichtig genug, dass der oder die Leiter dieses Schwarzmarktplaneten ihre Profite riskierten in dem sie dutzende wenn nicht hunderte Händler verärgerten indem sie ihre Transportmittel beschlagnahmten.

Das hier etwas im Busch war nach dem sich jeder Agent die Finger leckte war offensichtlich und für gewöhnlich hätte John diese Riesenchance beim Schopf gepackt, aber er hatte im Augenblick andere Prioritäten. Er musste sein Team, welches gerade um ein Mitglied größer geworden war das der Agent noch nicht vollends einschätzen konnte, von diesem Planeten schaffen. Außerdem hat auch Rachel mir gegenüber noch nichts erwähnt und sie hat immerhin Kontakte zu der zweitmächtigsten Gruppierung hier... die Sache wird also entweder mit unglaublicher Diskretion behandelt oder ist so heiß das sie jemanden der nicht zu ihrem Team gehört nicht mit reinziehen wollte...

Je mehr John über ihre Situation nachdachte um so mehr setzte sich bei ihm die Erkenntnis fest das sie bis Rachel wieder Kontakt zu ihnen aufnahm rein gar nichts tun konnten. Auch gut. Am besten ich fange das Team an einem Ort zusammen wo wir und unser Neuer freund uns in aller Ruhe beschnüffeln können... und wer weiß vielleicht hat er ja doch irgendwelche Infos von denen er nur nicht weiß, dass sie für uns nützlich sind... Als John seinen Entschluss gefasst hatte wandte er sich an Myuko und Graf: "Also gut wir gehen erstmal zurück in unser Quartier dort stell ich ihnen dann den Rest des Teams vor Mr Graf." Der Agent wartete nicht auf eine Bestätigung sondern aktivierte sein Komm und kontaktierte damit Amanda und Jack und teilte ihnen mit das sie sobald sie am Imbiss fertig waren sich wieder in dem Zimmer des Motels/Nachtclubs einzufinden. "In Ordnung, dann zeigen wir ihnen mal wo wir uns eingerichtet haben..." wandte sich der Agent an Graf und bedeutete dem Leutnant ihm zu folgen.

20.06

Amanda Phoenix
28.12.2009, 12:14
19:47 Uhr
Imbiss
Narshad


Mit skeptischem Blick stocherte Amanda vorsichtig im Salat herum. Halbwegs saftige, hellgrüne Salatblätter, einige Stücke Ei, dünne Tomaten- und Gurkenscheiben und vereinzelt kaum merkliche Fleischauftritte bildeten das eigentlich vertraute Bild dessen, was die 29-jährige auch von der Erde kannte. Nur eben nicht in der Perfektion, die sie von damals gewohnt war. Doch nie hatte sie etwas anderes erwartet. Sie war auf einem Eisplanet, dessen Oberfläche schon einen lebensfeindlichen Eindruck machte. Hier konnte man froh sein, überhaupt irgendwas zu bekommen.

Zum Essen sollte sie jedoch noch nicht kommen, denn eine unbekannte, junge aber männliche Stimme erklang hinter Johns Rücken. Aufmerksam und misstrauisch verfolgte die Wissenschaftlerin die ersten Sekunden, hielt sich jedoch komplett im Hintergrund. Es war nicht sie, die angesprochen wurde, sondern Weber. Darüber war sie sich im Klaren.
„Gestatten: Lieutenant Alexander Graf, ich bin von der Allianz.“, stellte sich der nun eindeutig erkennbar junge Mann vor. Fast schon unbewusst musterte Amanda den Besitzer dieser noch unbekannten Stimme und stellte rasend schnell fest, dass dieser Mann jünger war als sie. Anfang oder Mitte zwanzig. schätzte sie. Und uninformiert wie der größte Idiot. beendete sie ihre Gedanken amüsiert, während John ihn aufgrund seines Auftritts erstmal zurechtwies.
Weber mochte in dem Augenblick vielleicht etwas zu dick aufgetragen haben, aber er hatte Recht. Offiziell war die Gruppe nichts weiter als ein paar Händler auf der Durchreise. Überall konnte es Ohren geben, für die diese Information so wertvoll war, dass sie sich schon am nächsten Tag zur Ruhe setzen konnten. Und genau diese Ohren waren es, die dem Team am Ende auch das Leben nehmen hätte können. Im Augenblick war also nur zu hoffen, dass keine solcher Ohren irgendwas aufschnappten.

Die Szene endete schließlich mit Johns Anweisung an Jack und Amanda, zu bleiben, wo sie waren. Etwas anderes hätte der Amerikanerin auch nicht gerade zugesagt. Noch immer hatte sie keinen einzigen Bissen des Salats zu sich genommen. Doch nur wenig später war endlich wieder Ruhe eingekehrt. Der Blick der haselnussbraunen Augen schweifte zu Jack. „Komischer Typ, hm?“, fragte Phoenix und nahm nun endlich die erste Gabel der saftig-grünen Speise. Wider erwarten schmeckte sie recht annehmbar. Zufrieden entspannte sich der junggebliebene Körper der 29-jährigen und vertrieb sich die ruhige Zeit mit einer Gabel nach der anderen – bis sich plötzlich Jacks Kommunikationssystem bemerkbar machte. Aufmerksam richtete Amanda ihren Blick wieder auf den Operations Chief.


20:06 Uhr

Jack Payne
28.12.2009, 16:31
Narshad - Zweite Ebene, Imbiss

19:48 Uhr

Das gemütliche Essen wurde von einem unbekannten Mann unterbrochen. Er fragte den Lieutenant, ob er Mr. John Weber sei. Leicht verwundert bestätigte John die Aussage und wollte nun mehr über seinen Gesprächspartner wissen. Dieser stellte sich als Lieutenant Alexander Graf vor und machte eine Bewegung, die fast zum Salutieren geführt hätte. Oh mein Gott, lass deine verfluchte Hand unten. Er brach sie zum Glück ab. Stattdessen überreichte er einen PDA.

Plötzlich wurde Weber laut und schnauzte den nun verdutzen Allianzoffizier an. Gerade als Jack eingreifen wollte, um die Tarnung zu wahren, spielte er sich als Waffenkäufer auf. Super, wir sind Artefakthändler, Babysitter, Auftragskiller und Waffenhändler. Was kommt als nächstes?

Nachdem das Schauspiel vorbei war, gingen die beiden Lieutenant’s mit Chief Ono in eine Gasse.

19:52 Uhr

„Komischer Typ, hm?“, kommentierte Miss Phoenix die Szene.
„Ja, ein wenig unbeholfen. Er hätte fast unsere Tarnung auffliegen lassen. Ich habe keine Ahnung was das gerade eben war. Ich hoffe die Leute um uns, waren mehr mit sich selber beschäftigt. Denkt dran, jetzt sind wir Waffendealer. Also benimmt euch auch so!“

20:06 Uhr

Das rüstungsinterne Com blickte auf. Payne öffnete einen Kanal. Es war Weber, der ihnen mitteilte, dass sie zurück in die Suite kommen sollen, sobald sie fertig gegessen hatten.
Und schon wieder bleibe ‚ich’ auf der Rechnung sitzen.

„Der Lieutenant hat mir gerade mitgeteilt, dass wir uns in der Suite treffen, sobald wir hier fertig sind. Ich zahl schon mal.“

Jack winkte den Wirt zu sich und bezahlte die Rechnung.

Alexander Graf
29.12.2009, 17:52
20:06

Nachdem Alexander gesagt hatte, was er wusste, hatte John im dem Vorschlag gemacht, dass sie in ihre Unterkunft gehen sollten. Während John nun sein Team über sein Komm informierte nickte Alexander zur Bestätigung von Johns Worten.
Endlich habe ich es geschafft, dachte Alexander erregt, endlich komme ich auf ein Schiff der Allianz.
Er sah, wie der Lieutenant vor sich das Komm weg steckte und sich wieder ihm zuwandte: „In Ordnung, dann zeigen wir ihnen mal wo wir uns eingerichtet haben...“, sagte John und ging los. Dabei bedeutete er Alexander mit einer Handbewegung ihm zu folgen.
„Ich hoffe, sie haben ein luxuriöseres Appartement als ich.“, schmunzelte Alexander und folgte dem Offizier die Nebengasse hinauf zur Hauptstraße.
Dabei dachte er an das Motelzimmer, in welchem er momentan seine Unterkunft eingerichtet hatte. Es war klein und schäbig, gerade einmal das nötigste befand sich im Zimmer. Der einzige Vorteil war, dass es nicht weiter auffiel und dass der Besitzer gegen eine kleine extra Gage sehr zuverlässig war.

20:07

John Weber
31.12.2009, 14:07
20.09

Auf Grafs Meldung hin, er hoffe das sich das Team besser eingerichtet hatte als er konnte John nur leicht den Kopf schütteln. Eines hatte er mittlerweile begriffen. Graf hatte so gut wie keine Einsatzerfahrung und dies war vermutlich sein erster größerer Einsatz. Wieso passiert mir so etwas?

In der Zwischenzeit hatten sie den Nachtclub erreicht und als der Türsteher, ein muskulöser Turianer, die Gruppe bemerkte, blieb sein misstrauischer Blick an dem Allianz-Emblem auf Grafs Kleidung hängen. Noch ein Punkt um den ich mich schnellstmöglich kümmern sollte... Der Blick des Türstehers wanderte wieder zu John dieser winkte jedoch ab und murmelte im vorbeigehen mit einem gespielten Lächeln: "Unvorsichtige oder dumme Geschäftspartner kann man am leichtesten ausnehmen..." die Mundwinkel des Turianers verzogen sich zu einem wissenden Grinsen und er nickte, während er zur Seite trat.

Das ist ja noch mal gut gegangen. dachte John während er mit seiner Gruppe durch den in rötliches Licht getauchten Hauptraum gingen. Zumindest hier wurde ihnen so gut wie keine Beachtung geschenkt, denn die Aufmerksamkeit der überwiegend männlichen Kundschaft galt den leicht bekleideten Angestellten. Kurz darauf erreichten sie ihre Suite und kaum das alle drei den Hauptraum betreten hatten schloss John hinter sich die Tür und wandte sich an Graf: "So Leutnant, bis die anderen hier eintreffen hätte ich gerne das sie entweder die Allianz-Logos von ihrem Anzug nehmen oder sie versuchen ob ihnen meiner passt. Der liegt dort auf dem Schrank. Sie müssen verstehen, dass es in unserer Lage äußerst unvorteilhaft ist wenn wir mit der Allianz in Verbindung gebracht werden..." Während er sprach setzte sich John auf die Coach und blickte den Soldaten abwartend an. Ich bin ja mal gespannt wie der Rest des Teams auf ihn reagiert. Vielleicht vergessen sogar Halon und Payne aufeinander herumzuhacken wenn sie Graf kennen lernen... OK, das war jetzt nicht gerade fair, aber was solls es war ein anstrengender Tag, der leider noch nicht vorbei ist...

Motel, Suite
20.11

Alexander Graf
01.01.2010, 14:09
20:11

Sie waren in einen Nachtclub gegangen, vor dem ein Turianer als Türsteher stand. Nach einer Musterung Alexander schien er sie nicht einlassen zu wollen, erst als John ihm irgendetwas sagte, trat er grinsend zur Seite. Was hatte John ihm nur erzählt?, rätselte Alexander und folgte John dann in ein Zimmer. Dort angekommen wollte John, dass Alexander die Allianz-Symbole von seiner Jacke machen sollte, oder sich einen Anzug von John nehmen sollte. Er musterte John kurz. Er war nur unwesentlich größer als Alexander. Wahrscheinlich würden ihm seine Sachen passen. Er zog bereits seine Jacke aus und wollte sie weglegen, dann entschied er sich jedoch anders und griff nach dem Emblem. Ruckartig riss er es von der Jacke herunter und zog anschließend die in der Jacke übrig gebliebenen Fäden heraus. „Ich verstehe!“, sagte er dabei nur knapp. Als die Fäden und das Emblem in einer tiefen Tasche verschwunden waren, wandte er sich mit der Jacke in der Hand an John. „Was haben sie eigentlich dem Turianer gesagt?“, fragte er und zog sich die Jacke wieder über.

20:14

Myuko Ono
01.01.2010, 15:51
Narshad, Zweite Ebene, Nachtclub, Suite
20.10 Uhr
Myuko atmete auf, als sie die Suite betraten und Weber die Tür schloss. Sie fühlte sich körperlich und auch biotisch noch erschöpft und war froh, dass nichts weiter passiert war. Das ist seltsam, ich halte doch sonst mehr aus. Muss an dem neuen Implantat liegen. Hm. Den Ausrüstern gehen ja täglich so viele Leute durch die Hände, dass es einmal passieren kann, dass jemand das falsche bekommt, aber es sollte eigentlich nicht vorkommen.
John Weber setzte sich auf die Couch. Er sah auch noch etwas müde aus. "So Leutnant, bis die anderen hier eintreffen hätte ich gerne das sie entweder die Allianz-Logos von ihrem Anzug nehmen oder sie versuchen ob ihnen meiner passt. Der liegt dort auf dem Schrank. Sie müssen verstehen, dass es in unserer Lage äußerst unvorteilhaft ist, wenn wir mit der Allianz in Verbindung gebracht werden..." Graf entschied sich für das Entfernen des Logos. Als er seine Frage stellte, fiel Myuko auf, dass sie immer noch wie eine Wache an der Tür stehen geblieben war. Sie ging zu einem Sessel und setzte sich.
20.14 Uhr

John Weber
10.01.2010, 14:11
Nachtclub, Suite

Auf Johns Aufforderung hin entschied sich Graf nach kurzem Zögern das Allianz-Logo von seiner Jacke zu reißen. Während er die losen Fäden aus einer Jacke zupfte, machte es sich auch Ono, die körperlich nicht weniger erschöpft aussah als John, auf einem der Sessel bequem. „Was haben sie eigentlich dem Turianer gesagt?“, fragte Graf während er seine nunmehr 'neutrale' Jacke wieder anzog.
Auf diese Frage hin konnte sich der Agent ein müdes Lächeln nicht verkneifen und antwortete: "Er war wegen des Logos etwas nervös, was verständlich ist, also habe ich ihm das Gefühl gegeben, dass ich auf seiner Ebene stehe und ihm erklärt, dass ein Soldat der auf einem Planeten wie Narshad alleine in Uniform herumläuft unmöglich eine ernst zu nehmende Gefahr ist."

John, der fand, dass dies eine durchwegs angemessene Erklärung war zog sein PDA aus seiner Tasche um zu überpüfen ob sich die Pilotin in der Zwischenzeit gemeldet hatte. Da dies aber immer noch nicht der Fall war traf John kurzerhand einen Entschluss. Sobald der Rest des Teams eingetroffen war würde der Agent ihnen die Möglichkeit geben sich für zwei oder drei Stunden auszuruhen, wenn sie bis dahin weder etwas von der Pilotin oder Rachel gehört hatten, dann würden sie der Undercoveragentin auf die Zehen steigen und wenn notwendig auf eigene Faust nach der Pilotin suchen.

20.14

Jack Payne
10.01.2010, 17:07
Narshad - Zweite Ebene, Imbiss

20:10 Uhr

Nachdem das restliche Team ihre Speisen gegessen und die Getränke getrunken hatten, gingen sie Richtung Suite. Auf halben Weg sagte Jack: „Ich hoffe der ‚neue’ hat uns noch nicht auffliegen lassen. Vielleicht zieht er unsere ganze Mission noch mehr in die Länge.“

Der Türsteher, ein muskulöser Turianer, des Etablissement erkannte sie und meinte: „Euer Chef ist schon drin. Er hat wohl ein Fisch an der Angel.“ Jack grinste leicht, einerseits um den Türsteher seine Freude an dem ‚Profit’ zu zeigen, andererseits wie Weber den Frischling verkauft hat.

Narshad - Zweite Ebene, Suite

20:15 Uhr

Jack klopfte kurz an der Tür und betrat die Suite. Alle waren wohl auf. Nachdem alle eingetreten waren ging Payne zu John und Alexander.
„Dürfte ich erfahren, warum uns die Allianz auffliegen lassen will?“, sagte er in einem nicht zu ernsten Ton.

Myuko Ono
18.01.2010, 17:34
Myuko hob die rechte Hand und winkte den anderen kurz zu, als sie den Raum betraten.
Payne ging auf Weber und Graf zu. "Dürfte ich erfahren, warum uns die Allianz auffliegen lassen will?" Obwohl Jachs Ton eher scherzhaft war, fühlte Alexander Graf sich wohl kritisiert, denn er zog die Augenbrauen zusammen und antwortete in gemessenem Tonfall:"Mir war nicht bewusst, dass es gefährlich ist, wenn ich mich und Sie als Allianz-Marines zu erkennen gebe."

20.15 Uhr

John Weber
20.01.2010, 17:12
Nachtclub, Suite

20.15

Es war kaum eine Minute vergangen als es kurz an der Tür klopfte und der Rest des Teams eintraf. Wie von Payne zu erwarten war kam ein scherzhafter Kommentar in Grafs Richtung den dieser dummerweise ganz und gar unpassend beantwortete. Meine Güte, wie hat der mit dieser Einstellung nur so lange auf diesem Planeten überlebt? Da sich John vorstellen konnte das zumindest Jack ähnliche Gedanken kommen mussten, da er vermutlich schon mehrere Undercover-Missionen hinter sich hatte, versuchte er einem weiteren Kommentar zuvorzukommen, der ziemlich wahrscheinlich zu einem Streit führen würde, zuvorzukommen.

"Wie dem auch sei. Ich hab noch immer nichts von unserer Pilotin gehört und so wie es aussieht dauert diese Suchmission noch immer an. Wir sollten die Zeit nutzen und uns etwas Ausruhen immerhin haben einen anstrengenden Tag hinter uns." John blickte kurz in die Runde und sah seine Vermutung bestätigt. Der Einsatz hatte an jedem, mehr oder weniger sichtbare Spuren hinterlassen: "Wer möchte kann sich etwas hinlegen. Wenn wir bis Mitternacht nichts von Young oder Rachel gehört haben dann organisieren wir uns ein Shuttle und suchen auf eigene Faust nach ihnen."Und wenn das nichts wird müssen wir versuchen Kontakt mit der Midway aufzunehmen... Immerhin haben wir eine Mission zu erfüllen.

Der Agent sah seine Kollegen an und fragte nach einer kurzen Pause: "Also, noch Fragen, oder andere Vorschläge? Wenn nicht dann macht’s euch bequem, ich übernehm die Erste Wache..."

20.17

Myuko Ono
21.01.2010, 15:48
Das gibt es doch nicht. Was kann nur mit den beiden passiert sein? Entweder sind sie tot oder sie haben andere Probleme. Vielleicht könnten wir sogar auffliegen. Aber mir fällt auch nichts anderes ein..." Myuko unterdrückte einen frustrierten Seufzer, dann fragte sie: "Wer übernimmt die Wachen nach Ihnen, Sir?"

Amanda Phoenix
21.01.2010, 19:44
20:17 Uhr
Unbekanntes Motel, Suite
Antirumgon


Die letzten Bissen des annehmbaren Salats verdauten vor sich hin, während Amanda mit den beiden anderen den Weg zurück ins Motel aufnahm. Still brachten die drei Schritt für Schritt hinter sich, stets in der Hoffnung, so bald wie möglich anzukommen, um einfach nur noch die Füße hochzulegen, bis sie von dem Planeten abgeholt werden würden. Schon lange hatte die 29-jährige sich nicht mehr so auf eine Nacht im Bett gefreut wie an diesem Tag. Es zerrte an ihren Nerven. Die Nachricht der letzten Nacht, die Ereignisse des Tages, die Verletzung. Nie passierte ihr innerhalb von 24 Stunden so viel wie an eben jenem Tag.

Einige Zeit später war die Suite dann endlich erreicht. Payne machte mit einem sarkastischen Spruch auf sich aufmerksam, der schweigsame andere blieb still. Und auch Amanda zog es vor, erstmal nichts zu sagen. Stattdessen fiel ihr Blick auf John. Auch er machte schon lange den Eindruck, sich einfach nur Ruhe zu wünschen. Und die sollten sie alle nun erstmal bekommen. Denn wie sich schnell herausstellte, war die Pilotin weiterhin unauffindbar. Einen Weg ‘nach Hause‘ gab es also weiterhin nicht in näherer Zukunft.

Vier Stunden Ruhe waren nun also schon so gut wie sicher. Die Wissenschaftlerin glaubte nicht mehr mit ganzem Herzen daran, dass vor Mitternacht noch irgendetwas passieren würde. Je mehr Zeit verging, desto unwahrscheinlicher wurde ein Fund. Vor allem ein Lebendiger. Doch es nutzte alles nichts. Sie hätte sich noch so sehr aufregen und beschweren können. Am Ende verging dadurch weder die Zeit schneller, noch würde es irgendeine Wirkung zeigen.

„Wer übernimmt die Wachen nach Ihnen, Sir?“, fragte Myuko, nachdem John bekanntgab, dass er die erste Wache übernehmen würde. Ist das denn wirklich nötig? dachte Amanda entgeistert. Der Laden hier hat einen Türsteher. Das wird doch reichen….nicht? „Tja…“, setzte Phoenix mit einem leicht sarkastischem Lächeln an. Irgendjemand musste ja davor sorgen, dass mit der Motivation nicht auch die Aufmerksamkeit flöten ging. Und um die Motivation zu retten, musste eben eine etwas bessere Gesamtstimmung her. „Ich denke, das kann dann unser Neuer mit der großen Klappe machen.“, schlug sie vor, ohne dabei den sarkastischen Tonfall zu verlieren.


20:18 Uhr

Myuko Ono
21.01.2010, 20:00
Myuko biss sich auf die Unterlippe. Sie konnte in dem Gesicht der jungen Forscherin die Abspannung sehen; sie selbst war auch müde und hätte ihre dadurch entstehende Gereiztheit gerne ein bisschen abreagiert, aber der sarkastische Tonfall, war unpraktisch; erwürde bei dem neuen Marine wahrscheinlich auch nicht viel besser ankommen als Jack Paynes Bemerkung.
Alexander Graf sagte aber nichts, sondern zuckte nur kurz sein linkes Auge und er drehte den Kopf zu John Weber.

John Weber
22.01.2010, 19:03
Nachtclub, Suite

Das Team schien Johns Vorschlag zu begrüßen, denn die einzige Frage kam von Ono, die wissen wollte wer die zweite Wache übernehmen sollte. Der Agent dachte einen Augenblick lang nach, aber bevor er etwas sagen konnte meldete sich Amanda zu Wort. „Ich denke, das kann dann unser Neuer mit der großen Klappe machen.“, schlug sie vor, ohne dabei den sarkastischen Tonfall zu verlieren. John konnte sich ein schwaches Schmunzeln nicht verkneifen, denn von der Geth-Wissenschaftlerin hatte er diesen Kommentar nicht erwartet.

Als John einen kurzen Blick zu Graf warf um zu sehen wie dieser reagierte bemerkte gerade noch wie der Leutnant, der Amandas Bemerkung nicht allzu ernst zu nehmen schien, der Wissenschaftlerin kurz zuzwinkerte. Diese Geste schaffte es Johns Laune einen kurzen Dämpfer zu versetzen und sein Blick wurde um einige Grad kälter. Der Augenblick verging und da Graf keine Einwände hatte blickte der Agent in die Runde und verkündete: "Dann ist ja alles geklärt. Sollte jemand einen Ausflug planen dann meldet euch bitte regelmäßig und lasst euch in nichts Unangenehmes verwickeln... der Missionsbericht wird ohnehin schon abenteuerlich genug..."
Er hatte die letzten Worte zwar im Scherz gesprochen, aber sie lösten dennoch bei ihm ein unangenehmes Kribbeln aus. Obwohl die Mission der Midway und ihrer Crew erst ein paar Tage andauerte so war dennoch schon mehr passiert als auf manchen 6-Monats-Missionen von anderen Allianzschiffen. Da sich die Midway auf einer Sondermission befand und außerdem eine überaus kompetente und vor allem erfahrene Mannschaft hatte war dies zwar vertretbar aber dennoch... In dieser kurzen Zeit waren schon Männer gestorben oder schwer verletzt worden die weitaus erfahrener waren als Alexander Graf. Dieser mochte zwar hervorragend ausgebildet worden sein aber seine Unerfahrenheit, was den Einsatz hinter potenziell feindlichen Linien anging, würde ihm vermutlich zum Verhängnis werden. Ich muss, dass unbedingt mit Captain Diaz besprechen... Wer auch immer dafür gesorgt hat das Graf auf die Midway kommt hat ihm keinen Gefallen getan... möglicherweise lässt sich ja etwas arrangieren... aber erstmal muss ich ihn lebendig von diesem Planeten runterbringen, wie uns alle...

Während der Agent seinen Gedanken nachhing beobachtete er den Rest seines Teams das sich nun mehr oder weniger 'Dienstfrei' hatte.

20.20

Amanda Phoenix
22.01.2010, 20:43
20:20 Uhr
Unbekanntes Motel, Suite
Antirumgon


Genauso wie ihre eigenen Worte, nahm Amanda das Zwinkern von dem jungen Marine nicht sonderlich ernst. Die Situation war etwas aufgelockert, sie hatte ihr Ziel erreicht. Jedenfalls für eine kurze Zeit, die aber von John unterbrochen wurde. Dem schien irgendwas an der Situation komplett zu missfallen, wie Phoenix deutlich aus seiner Stimme heraushören konnte. Für den Moment konnte sie sich eine solche Reaktion nicht erklären. Doch nahm sie es ihm auch nicht übel. Es kam wie es kam. Und über den Tag hinweg hatte die Gruppe schon zu viel einstecken müssen, um das wirklich an sich heran zu lassen.

„Also dann.“, hob Amanda ihre sanfte Stimme. „Machen wir das Beste draus.“ Mal wieder… erinnerte sie sich an sich selbst und den Moment, in dem sie diesen Satz als letztes sprach. Technisch gesehen war es noch nicht lange her. Trotzdem schien es wie eine halbe Ewigkeit. Jede einzelne Minute mehr, die sie auf diesem Planeten verbringen mussten, zerrte an ihrer Ausdauer und ihrer Konzentration. Alleine der Gedanke daran, dass die Arbeit nach dem Abflug noch lange nicht vorbei sein würde, raubte ihr jede Hoffnung auf eine ruhige Nacht – oder eher auf das, was davon noch übrig bleiben würde.

Halon und Graf machten es sich schon bald darauf auf den Stühlen neben dem Tisch gemütlich. Auch die anderen drei setzen sich mal eher langsam, dann wieder schnell in Bewegung. Lediglich John blieb stets in der Nähe der Tür. Die haselnussbraunen Augen musterten den angeschlagenen Männerkörper ein weiteres Mal. Irgendetwas verursachte in ihr dann jedoch plötzlich etwas, das sie dazu zwang, ihn nicht alleine zu lassen. Trotz ihrer eigenen Müdigkeit fand schnell einer der noch freien Stühle den Weg in Johns Nähe und sollte wenig später als Sitzgelegenheit für die Wissenschaftlerin dienen, deren Blick schon wieder auf den Lieutenant fiel.

„Wie geht’s dir so?“, fragte sie leise, um nicht alle Ohren auf sie zu lenken. Im Endeffekt kümmerte sie es herzlich wenig, was in den Köpfen der anderen so vorging. Was die folgenden Stunden passieren würde, würde vermutlich nie auf einem offiziellen Weg diesen Raum verlassen. Sie hatten – wenn auch nur kurz – Urlaub. Was jetzt geschah, hatte in keinem der Berichte etwas zu suchen. So fiel es ihr auch ungewöhnlich leicht, Privates von Beruflichem zu trennen und ohne Weiteres eine Unterhaltung mit dem dunkelhaarigen Agenten anzufangen.
Oder es war die reine Sehnsucht nach etwas Ablenkung. Oder sogar ein Gefühl, dass der Sicherheit schon annähernd gleich kam. Was sollte nun noch passieren?


20:21 Uhr

John Weber
23.01.2010, 17:50
Unbekanntes Motel, Suite

Während es sich der Rest des Teams mehr oder weniger bequem machte zog Amanda einen der noch freien Stühle zu dem von John heran und ließ sich neben dem Agenten nieder. „Wie geht’s dir so?“, fragte sie leise, um nicht alle Ohren auf sie zu lenken. John blickte der Wissenschaftlerin für einen kurzen Augenblick nachdenklich in ihre Haselnussbraunen Augen, während in seinem Kopf ein kurzer aber heftiger Kampf tobte. Zum einen war da seine professionelle Seite, die ihm dank jahrelangen Trainings beim regulären Militär und der Ausbildung durch den Geheimdienst einschärfte sich während einer laufenden Mission keinerlei Blöße zu geben. Auf der anderen Seite wusste der Agent jedoch auch, dass wenn man die ganze Zeit kühl und distanziert blieb dies nicht nur Kollegen verunsicherte sondern dies auch für einen selbst ungesund werden konnte.

Schließlich entschied er, dass es wohl das Beste war sich Amanda gegenüber etwas zu öffnen, schließlich hatte er gelernt, dass sie offene Worte zu schätzen wusste und sich dann meist besser fühlte. "Etwas erschöpft, aber das liegt großteils daran, dass ich selten so oft auf meine biotischen Fähigkeiten zurückgreifen musste. Ein paar Stunden Ruhe und ich bin wieder fit." antwortete John mit einem schwachen Lächeln auf Amandas Frage: "Es ist nur schwer abzuschalten wenn man für ein mehrköpfiges Team verantwortlich ist..." Der Agent ließ seinen Blick kurz durch den Raum wandern und fügte dann wieder an Amanda gewandt hinzu: "Allerdings macht ihr mir meinen Job doch deutlich leichter. Motivation, Anpassungsvermögen, Teamfähigkeit... diese Fähigkeiten bringt nicht jeder mit auch wenn er eine militärische Ausbildung hat. Du bist das beste Beispiel. Ich nehme nicht an das du schon auf ähnlichen Missionen warst, aber du hast dich dennoch besser geschlagen als es so mancher Profi gekonnt hätte." John merkte, dass in seiner Stimme eine Mischung aus Stolz und Anerkennung, wie man ihn hörte, wenn ein Ausbilder über die Erfolge eines Schützlings sprach, mitschwang. "Aber was ist mit dir?" erkundigte sich John, während er Amanda musterte die Amerikanerin: "Ist ja nicht so als ob das heute ein normaler Arbeitstag gewesen wäre."

20.22

Jack Payne
23.01.2010, 21:29
Narshad - Zweite Ebene, Suite

20:15 Uhr

Das neu hinzugekommene Allianzmitglied nahm den Satz von Payne,erkennbar an seiner Körpersprache, eher kritisch auf. Nicht mal so was versteht er. Da wird er bei den Marines ‚sehr’ willkommen sein. Bevor Graf antworten konnte, richtete Weber das Gespräch auf die Pilotin und Rachel. Bevor sich Jack darüber Gedanken machen konnte, kam der Satz auf den er gewartet hatte: „Wer möchte kann sich etwas hinlegen. Wenn wir bis Mitternacht nichts von Young oder Rachel gehört haben, dann organisieren wir uns ein Shuttle und suchen auf eigene Faust nach ihnen.“ Sogar die erste Wache übernahm der Ranghöchste der Gruppe.

Myuko wollte noch wissen, wer die zweite Wache bilden soll. Bevor sich Jack freiwillig melden konnte, meinte Amanda Phoenix mit einem sarkastischen Ton: „Ich denke, das kann dann unser Neuer mit der großen Klappe machen.“

Kurz war alles still. Auch Graf schien keine Einwände zu haben. „Also dann, machen wir das Beste draus, warf die Wissenschaftlerin in den Raum, aber sie stockte kurz, wahrscheinlich weil sie es erst schon mal gesagt hatte. Aber genau dieser Satz lockerte die Situation und Halon und Graf waren die ersten, die sich an den Tisch setzen. Da haben sich ja die richtigen gefunden. Jack und Alice gingen wieder Richtung Schlafzimmer und legten sich ins Bett. In den Augenwinkel vernahm er, dass sich Amanda mit einem Stuhl zu John gesetzt hatte, der an der Tür Stellung bezogen hatte. Toll, er lacht sich eine an, die nicht der Allianz angehört. Ich habe den ‚Stress’ mit den Regeln.

20:21 Uhr

„Ich frag mich, wie es Cop geht. Ob seine Mission auch so spannend ist wie unsere?“, fragte Jack Alice. Doch es kam keine Antwort. Sie war eingeschlafen Das hat sie echt drauf.

Er legte unter der Bettdecke seine Hand auf sie und machte die Augen zu.

Amanda Phoenix
24.01.2010, 16:47
20:22 Uhr
Unbekanntes Motel, Suite
Antirumgon


Einige Augenblicke vergingen, in denen John sichtlich mit sich haderte, bevor er Amanda schließlich seine ehrliche Antwort gab. „Etwas erschöpft, aber das liegt großteils daran, dass ich selten so oft auf meine biotischen Fähigkeiten zurückgreifen musste. Ein paar Stunden Ruhe und ich bin wieder fit.“ Hoffen wir, dass wir diese Ruhe bald bekommen. Wir alle. dachte die 29-jährige knapp, als John bereits fort fuhr. „Es ist nur schwer abzuschalten wenn man für ein mehrköpfiges Team verantwortlich ist…“ Du hältst dich gut. Mit etwas Glück sind’s nur noch ein paar Stunden. Wenig später gab der Lieutenant ihr ein großes Stück ihres Selbstvertrauens zurück. Seine Worte zeigten wahrhaftige Wirkung. Wohl hauptsachlich, weil er Recht hatte. Amanda genoss nie eine Ausbildung als Marine, Agent oder Arzt. Sie war eine einfache, freiberufliche Wissenschaftlerin, die nicht mal pünktlich zum Abflug der Midway erscheinen konnte. Und trotzdem überstand sie den Tag in einem Stück. Und irgendetwas sagte ihr, dass sie es nicht alleine war.

„Aber was ist mit dir?“, fragte Weber schließlich und lenkte das Gespräch auf die Amerikanerin. „Ist ja nicht so als ob das heute ein normaler Arbeitstag gewesen wäre.“, fügte er noch hinzu. Amanda blickte auf ihren Oberarm herab. „Kann man wohl sagen.“, sie atmete tief durch. „Ich hoffe jetzt nur noch, dass wir so bald wie irgendwie möglich hier runterkommen. Für heute habe ich genug Action gesehen.“ Wieder kreisten die Bilder des ungewohnt blutigen Tages durch den Kopf der Brünetten. „Aber ich ‘muss‘ dir wohl danken.“, sprach sie mit einem sanften Lächeln auf den Lippen. „Wer weiß wo ich… wo wir alle jetzt wären, wenn du nicht gewesen wärst?“

Ein leises, erschöpftes Seufzen fuhr aus der jungen Frau heraus. „Hoffentlich werden solche Tage nicht zur Gewohnheit.“, ihr Blick wanderte durch den Raum. „Das würde wohl keinem von uns wirklich gut tun.“


20:22 Uhr

John Weber
02.02.2010, 20:52
20:22 Uhr
Unbekanntes Motel, Suite

John beobachtete die Amerikanerin aufmerksam, während deren Blick kurz zu ihrer Schusswunde glitt bevor sie ihm mitteilte, dass ihr Tagesbedarf an Aufregung wahrlich gedeckt war. „Aber ich ‘muss‘ dir wohl danken.“, sprach sie mit einem sanften Lächeln auf den Lippen. „Wer weiß wo ich… wo wir alle jetzt wären, wenn du nicht gewesen wärst?“ John nahm das Kompliment der Wissenschaftlerin mit einem freundlichen Nicken an, während er innerlich darüber nachdachte wie diese Operation wohl ohne ihn ausgesehen hätte. Seine Gedankengänge wurden jedoch von einem erschöpften Seufzen unterbrochen als Amanda weitersprach. „Hoffentlich werden solche Tage nicht zur Gewohnheit.“, ihr Blick wanderte durch den Raum. „Das würde wohl keinem von uns wirklich gut tun.“

Das stimmt vermutlich,... aber ich fürchte dass uns noch viele solcher Tage bevorstehen und wenn wir uns darauf nicht gut vorbereiten dann wird die Crew noch viel mehr Tote zu beklagen haben… Ich sollte diesbezüglich mit dem Captain und mit dem neuen Marineführer, diesem Quinn sprechen… John behielt diese Gedankengänge jedoch für sich da er Amanda nicht beunruhigen wollte. Als einen weiteren Blick zu der Amerikanerin warf viel ihm erneut auf wie erschöpft sie aussah. „Hör mal, du solltest dich wirklich versuchen etwas zu schlafen.“ riet der Agent Amanda mit sanfter Stimme: „Ich möchte nämlich, dass du fit bist wenn wir was von unserer verschollenen Pilotin hören, okay?“

20.23

Amanda Phoenix
10.02.2010, 19:03
20:23 Uhr
Suite


„Hör mal“, entgegnete John, ohne Amandas vorherige Bemerkung verbal zu beantworten. Doch sein Blick sprach bereits Bände, weshalb sie sich nicht weiter darum kümmerte. Stattdessen lauschte sie lieber den Worten des vertrauten Lieutenants. „Du solltest wirklich versuchen, etwas zu schlafen.“, empfahl er ihr kurzerhand. Es könnte jeden Moment losgehen…und ich soll schlafen? wunderte sich die 29-jährige leicht. Doch in Johns sanfter, angenehmer Stimme schwang mehr als genug Glaubwürdig mit, um sie zu überzeugen. „Ich möchte nämlich, dass du fit bist wenn wir was von unserer verschollenen Pilotin hören, okay?“, beendete er seine Empfehlung und entlockte Amanda ein leichtes Seufzen. Mit jedem Satz, der sich um die verschwundene Pilotin drehte, wurde ihr auf ein Neues klar, wie ahnungslos die Gruppe doch war. Während auf dem Planeten eine riesige Suchaktion lief, steckten die sechs Männer und Frauen in einem bordellähnlichen Etablissement fest. Einige, darunter auch die Wissenschaftlerin selbst, verletzt. Andere einfach nur erschöpft, ausgelaugt.

Die junge Amerikanerin ließ ihre zierlichen Hände durch das lange braune Haar fahren, nur um sie einen Augenblick später aufzulockern. „Vermutlich hast du Recht.“, antwortete sie schließlich und wollte bereits umdrehen. „Aber du weckst mich, wenn’s soweit ist, klar?“, fügte sie mit einem scherzenden Unterton hinzu. Sie wusste ganz genau, dass sie nicht vergessen werden würde. Vor allem nicht von dem Agenten, der ihr den ganzen Tag über schon mit allen Mitteln zur Seite stand.

„Also dann, hoffentlich muss ich nicht zu lange schlafen.“, verabschiedete sie sich mit dem Stuhl unterm Arm für die nächste Zeit von Weber. Das hölzerne Mobiliar gesellte sich wieder zu dem Tisch, an dem Graf und Halon es sich gemütlich gemacht hatten. Beachtung schenkte sie den beiden Männern allerdings kaum. Vielmehr waren die haselnussbraunen Augen sehnsüchtig auf das lederne Sofa gerichtet, in dem sie Amanda selbst bereits liegen sahen. Viel Zeit sollte auch nicht mehr verstreichen, bevor sich der zierliche Körper der 29-jährigen in die Polster der Couch schmiegte. Eine angenehme Entspannung fuhr ihr durch jeden einzelnen, noch so kleinen Muskel, bevor ihr die merklich schweren Augen zufielen. Jedoch blieb die Hoffnung, bald abgeholt zu werden, auch im Halbschlaf stets erhalten.


20:24 Uhr

John Weber
14.02.2010, 14:58
20:23 Uhr
Unbekanntes Motel, Suite

Amanda willigte in Johns Vorschlag ein allerdings nur gegen das Versprechen, dass er sie sofort weckte wenn etwas passierte. Der Agent nickte kurz und blickte der Wissenschaftlerin nach die sich mit einem „Also dann, hoffentlich muss ich nicht zu lange schlafen.“, verabschiedete und es sich auf der Coach bequem machte. Nachdem sie eingeschlafen war blieb John konnte John nichts anderes mehr tun als darauf zu warten, dass die Zeit verging.

Nach etwa einer halben Stunde des Nichtstuns, zog er sein PDA hervor und überprüfte erneut ob er irgendwelche Nachrichten erhalten hatte. Leider hatte sich jedoch immer noch nichts geändert und die neueste Nachricht war die überspielte Datei von Grafs Versetzungsbefehl. Die restliche Zeit seiner Nachtwache verging schleppend und der Agent erwischte sich mehr als einmal dabei wie seine Augenlieder tapfer gegen die Schwerkraft kämpfen mussten. Hin und wieder wanderte sein Blick der über die schlafenden Teammitglieder in dem Zimmer. Erst jetzt fiel ihm auf das sich Payne und Galler gemeinsam in das Schlafzimmer der Suite verzogen hatten. Sein im Augenblick stark unterforderter Geist begann sich plötzlich selbständig zu machen und über die beiden Soldaten nachzudenken. Er kannte die beiden noch nicht lange aber je länger er darüber nachdachte umso mehr viel ihm auf das die Beiden miteinander eindeutig anders umgingen als es zwischen normalen Squadmitgliedern der Fall war. Keine Ahnung ob ich mir das nur einbilde, aber selbst wenn es ist deren Sache, solange sie nicht die Mission gefährden ...
Als ihm die Leuchtziffern des kleinen Weckers welcher in einer Ecke des Hauptraums stand anzeigte das es halb elf war erhob er sich leise und trat an den Sessel heran in dem Graf vor sich hindöste. "Hey, aufwachen. Ihre Schicht fängt an." flüsterte John dem Leutnant zu und als ihn dieser ansah fügte er noch hinzu: "Wecken sie mich spätestens um halb zwei, verstanden?" Graf nickte stumm erhob sich von seinem Platz und nahm Johns Posten bei der Tür ein.
John unterdessen machte es sich auf dem freigewordenen Sessel bequem, warf noch einmal einen kurzen Blick zu Graf und anschließend zu Amanda die auf der Coach lag. Der Anblick der schlafenden Frau entlockte John ein Lächeln bevor er die Augen schloss und fast augenblicklich einschlief.


John wurde von einem leisen, sich wiederholenden Brummen geweckt und brauchte ein paar Sekunden um geistig wieder aufnahmefähig zu sein. Er hatte von seiner Zeit auf der Waterloo und von dem Einsatz auf Torfan geträumt bei dem der Bruder seiner Ex-Frau gestorben war. John hasste diese Träume, ihm blieb jedoch keine Zeit sich darüber den Kopf zu zerbrechen denn das Brummen ertönte erneut und der Agent begriff das es sich um sein Komm handelte. Leise stand er auf und ging in Richtung Badezimmer. Graf blickte John fragend an dieser bedeutete ihm jedoch zu warten.

Nachdem er die Badezimmertür hinter sich geschlossen hatte aktivierte der Agent sein Komm und war wenig überrascht als er Rachels Stimme hörte: "John Weber? Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für sie." Ein Einfaches 'Wir haben ihre Pilotin und sie könne von hier verschwinden wäre auch zu schön gewesen...' dachte John antwortete aber ruhig: "In Ordnung ich höre." "Nun vor ein paar Minuten hat jemand ihre Pilotin gesehen. Sie ist jedoch wieder verschwunden. Laut einer Quelle ist sie in der dritten Ebene und dort kommen weder ich noch sie an sie ran..." erklärte Rachel mit einem verbitterten Unterton. "Und was jetzt? Wie kommen wir dort hinunter?" erkundigte sich John während er innerlich fieberhaft darüber nachdachte wie er es schaffen könnte in den abgesperrten Bereich zu gelangen. "Warten Sie, das ist noch nicht alles..." unterbrach die Undercoveragentin Johns Gedankengänge: "Es sieht ganz so aus als ob deine Pilotin mitten in einen Machtkampf zwischen Tosh und den Kell Hounds gestolpert ist..." Scheiße, als ob wir nicht schon tief genug in Bandenkriege verwickelt worden sind, jetzt muss unsere Pilotin sich auch noch in die Angelegenheiten der Bosse von Narschad einmischen! "Was machen wir jetzt?" fragte John mit bemüht ruhiger Stimme. "Kommt erstmal in unsere Basis." schlug Rachel vor:" Cortez hat nach der Auseinandersetzung mit Bardok einen ziemlich guten Stand bei den Kell Hounds, vielleicht können wir was organisieren..." "Okay, wir sind in ein paar Minuten bei euch. Bis dann" beendete John das Gespräch und legte auf.

Verdammt, warum muss das jetzt auch noch passieren? fragte sich der Agent während er die Hände hinter dem Kopf verschränkte und sich einen Augenblick lang im Spiegel betrachtete. Dann kam ihm plötzlich ein Gedanke und er holte sein PDA hervor. Zu seiner Überraschung fand er dort eine Nachricht von seiner Pilotin welche diese ihm for wenigen Minuten geschickt hatte. Der Inhalt war knapp formuliert:

-------------------------

Columbia zerstört. Ersatzshuttle gefunden.
Shuttle und Pilotin zurzeit nicht einsatzbereit.
Keine eigene Kommunikation verfügbar.
Melde mich, sobald neuer Status.

-------------------------

Shuttle zerstört!? Pilotin zurzeit nicht einsatzbereit? Was in drei-Teufels-Namen macht diese Frau? Egal jetzt müssen wir erstmal zu Rachel... John beugte sich kurz über das Waschbecken und spritzte sich zwei Hände voll Wasser ins Gesicht um all seine Lebensgeister wieder zu wecken und trat dann zurück in den Hauptraum. Dort ging er zur Coach beugte sich zu Amanda und rüttelte sie sanft an der Schulter: "Amanda, aufwachen, wir müssen los." Graf der den Agenten beobachtete schaltete das Licht ein woraufhin auch Halon und Ono aufzuwachen schienen. Anschließend ging er zum Schlafzimmer und klopfte an die Tür. John richtete sich wieder auf und wandte sich an sein Team: "Kommt alle bitte her ich hab soeben eine Nachricht von Rachel bekommen und wies aussieht steckt unsere Pilotin in Schwierigkeiten..."

1:12

Myuko Ono
15.02.2010, 19:59
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00.30 Uhr
Myuko setzte sich auf dem bequemen, an der Lehne verstellbaren Sessel auf und massierte sich den Nacken. Mittlerweile war es dunkel, allerdings erleuchteten die grellen Lichter der Kolonieniederlassung sogar das Zimmer, in dem sie schlief. Schlafen wollte, aber nicht konnte. Entweder war sie zu müde und damit überdreht oder der Vollmond war schuld. Oder die Aufregung während der Kämpfe der letzten drei Tage, obwohl Myuko das selten noch zu schaffen machte. Myuko beschloss, gleich ganz wach zu werden und Alexander Graf bei seiner Wache Gesellschaft zu leisten. Vielleicht tat er als Gegenleistung dasselbe während sie dran war. Myuko machte leise ein paar Dehnübungen, um wach zu werden, zog ihre Schuhe an und ging zu Alexander Graf, der langsam auf und ab ging. "Ich wache mit Ihnen", flüsterte sie dem erstaunten Graf zu. "Kann nicht schlafen. Er nickte, sagte aber nichts weiter, um die anderen nicht zu wecken.Myuko ging von einem Zimmer der Suite zum nächsten. Auf der vorbeiführenden Straße liefen zwar Leute vorbei, aber niemand blieb stehen, sah zu den Fenstern hoch oder tat sonst etwas auffälliges. Alle schienen nur möglichst schnell an einen warmen Ort kommen zu wollen. Myuko und Graf trafen sich auf ihrer Runde wieder. "Chief, möchten Sie mir etwas über das Schiff, auf dem ich stationiert werde, erzählen?" "Sie sehen bald alles selbst. Aber, gut..." Sie erzählte ihm leise und in Kurzform vom Captain, dem Antrieb, so viel sie darüber mitbekommen hatte, dem Essen und der Einrichtung. Mehr fiel ihr nicht ein. Myuko ging langsam weiter und merkte, dass das langsame patroullieren sie entspannte und sie mit der Zeit wieder müde wurde. Kurz bevor sie die Tür, die in den Flur zur Bar führte, erreichte, piepste ihr PDA. „Ich wusste gar nicht mehr, dass ich es dabei habe. .. muss es automatisch eingesteckt haben.“ Myuko warf einen kurzen Blick auf das Display. Von Kim. Mit einem PDA in den Händen konnte sie bestimmt weniger offensichtlich vor der Tür Wache halten. Sie winkte Alexander Graf kurz zu und deutete auf die Tür.
Die schon alte Tür quietschte auseinander. Myuko setzte sich neben sie und lehnte sich mit dem Rücken zur Wand. Sie war alleine auf dem Flur. Aus dem Barraum kam gedämpft Musik, ansonsten hörte sie nur noch leiser Geräusche von der belebten Straße. Myuko konnte nicht verhindern, dass die Lautstärke und der schnelle Rhythmus der Musik ihre müden Nerven reizten. Sie rieb sich die Augen und massierte mit den Fingerspitzen ihre Augenbrauen, um die Müdigkeit endgültig zu verscheuchen, wobei ihe noch nicht verheilte Haut unangenehm brannte, und öffnete dann die Nachricht.

Hey, Schwesterherz!
Bei mir läuft alles prima.
Du hast noch gar nicht geantwortet! Hast du so viel zu tun oder hast du mich einfach vergessen?
Und ein Smiley, der die Augenbrauen hochzog.
Du mit deinem top secret. Darfst du mir wirklich gar nichts verraten?
Was ich so mache? Nichts besonderes, was ich immer so mache eben. ;-)
Hast du schon mitbekommen, dass in letzter Zeit haufenweise Konten gehackt worden sein sollen?
Ich schreibe dir bald nochmal!
Deine Kim
Myuko zog die Augenbrauen zusammen. Sie hatte verstanden; nur der dritte Satz irritierte sie. Musste sie sich Sorgen machen?
Myuko tippte auf „antworten“ und dachte kuz nach. Bestens ging es ihr nicht, aber es gab keine Probleme, eigentlich war alles in Ordnung. Etwas privates wollte sie Kim höchstens in einem PS mitteilen, also entschied sie sich für Hallo, Schwester! Dann schrieb sie weiter:

Natürlich habe ich dich nicht vergessen, ich verstehe nicht, was du hast? Deine letzte Nachricht habe ich anscheinend nicht bekommen.
Ich war während zwei Missionen im Einsatz, jetzt auf Antirumgon, davor auf Elysium. Nichts besonderes. Außer, dass ich eine Zivilistin mit dem Namen Swetlana Marciniak ohnmächtig geschlagen habe. Mir kam der Name bekannt vor, das Gesicht nicht. Nicht zufällig eine deiner Freundinnen?
Das mit den Konten habe ich gar nicht mitbekommen. Sind die unserer Bank wohl auch gefährdet?
Mach’s gut!
P.S.: Wie geht es M & P und Makoto? Ich habe gar nichts mehr von ihnen gehört. Ich warte auf deine Nachricht! =)

Myuko las ihre Antwort noch einmal durch. Ach was, so unsinnig klang sie nicht, das ging schon. Sie schickte die Nachricht ab.Dann sah sie nach ihrer Armbanduhr. Ein Uhr. In eineinhalb Stunden würde sie Halon wecken. Langsam stand Myuko wieder auf.
Sie drehte noch einmal ihre Runde, dann ging sie zu einem wegen der Außentemperaturen fest verschlossenen Fenster und sah nachdenklich hinaus. Kalter, scharfer Wind fegte sichtbar durch die kleine Straße. Sie war momentan völlig leer, nur ein paar Dosen oder kleine Behälter wurden, so laut scheppernd, dass es noch Myuko in dem Zimmer deutlich hören konnte, vom Wind hindurchgejagt.
Myuko seufzte. Die dunkle, windige, einsame, nur von ein paar Leuchtreklamen erhellte breite Gasse verstärkte ihre trübe Stimmung noch. Unbewusst fuhr Myuko mit dem Zeigefinger in Spiralen und Kreisen über die Glasscheibe. Was soll ich machen? Sie hatte immer das Gefühl gebraucht, für etwas da zu sein, etwas zu tun. Bei der Allianz hatte sie genug zu tun und ihre Probleme hätten auch gerne belangloser sein können; sie konnte sich wirklich nicht beschweren, dass ihr Leben langweilig war. Trotzdem kam es ihr auf einmal sinnlos vor. Und sie kam nicht voran… und eigentlich war es falsch, dass…
Myuko schüttelte den Kopf, dass ihre Haare flogen, um die Gedanken loszuwerden. Die düstersten Gedanken sollen zwischen null und drei Uhr kommen… obwohl das wahrscheinlich nicht auf die intergalaktische, sondern auf die Uhrzeit des Planeten ankommt. Was ist denn mit mir los? Midlifecrisis mit 28? Ich habe gar keinen Grund, über mein Leben traurig zu sein und es ist überhaupt nicht falsch, für das, was ich will, was wir wollen, die paar Infos zu verkaufen. Myuko seufzte. Ihr Gewissen vertrug das alles ganz gut, nur ihre Vorstellungen von… nun ja, Ehre nicht. Aber sie musste nur an das Gesicht dieses Kerls denken, um… Myuko schlug mit der Faust gegen die Fensterscheibe.
Der dumpfe Ton brachte sie endgültig aus ihren Gedankengängen.
Myuko verließ das Fenster, öffnete wieder die Tür ging draußen langsam auf und ab. Die Musik aus der Bar wummerte noch lauter als vorher.

1:05 Uhr
__________________________________________________ __________________

Myuko öffnete die Tür, um wieder in das Hauptzimmer der Suite zu gehen. John Weber betrat es gerade, ging zu der Wissenschaftlerin und weckte sie. Sie bewegte sich; die anderen beiden, die ebenfalls auf den Sofas schliefen, rührten sich nicht. Myuko kam der Gedanke, sie zu wecken, indem sie die Lampe einschaltete.; ihr müdes Gehirn vergaß allerdings, Weber zu warnen. Letzterer hatte gerade an das Zimmer, in dem die beiden anderen schliefen, geklopft und wand sich jetzt an alle: „Kommt alle bitte her, ich hab soeben eine Nachricht von Rachel bekommen und wie‘s aussieht, steckt unsere Pilotin in Schwierigkeiten..." Halon saß noch blass vom Schlaf, ungekämmt und wahrscheinlich mit ziemlich langsamer Reaktionszeit auf seinem Sofa und verarbeitete den Satz. Die Tür zum Nebenraum öffnete sich und Payne trat, gefolgt von Alice, haraus. Amanda Phoenix wurde auch wach.
Myuko wartete, bis alle um Weber standen, dann fragte sie:“Wie genau sehen diese Schwierigkeiten aus, Sir?“

Amanda Phoenix
18.02.2010, 17:33
1:12 Uhr
Unbekanntes Motel, Suite


Ein schwaches Zucken durchfuhr den zierlichen, jungen Körper der Amanda Phoenix. Gefolgt von einem leisen Brummen kehrte sie langsam wieder in die Realität zurück. Es war eine ruhige Zeit. Wie lange war ich weg? Sie träumte nicht. Nicht während dieser Zeit. Minuten? Stunden? Jedenfalls erinnerte sie sich an kein Bild mehr so stark, als dass sie sagen konnte, da wäre etwas gewesen. Trotz ihrer ausgeprägten Aufwachphase spürte sie eine kräftige Hand auf ihrer Schulter, die sie bemüht sanft wach zu rütteln versuchte. Neben ihr erklang eine echohafte Stimme, kaum verständlich. Männlich, vertraut, aber nicht verständlich. Um sich endlich Gewissheit zu holen, öffnete sie langsam und eher unfreiwillig die haselnussbraunen Augen. Ich wurde geweckt…Ist’s etwa so weit? Von diesem Gedanken beflügelt erkannte sie schließlich den Besitzer der vertrauten Stimme. Es war John. Doch lange sollte dieser Anblick nicht dauern. Denn nur Sekunden später verschwand er aus ihrem Blickfeld. Vermutlich hatte er gemerkt, dass sie aufwachte und es reichte ihm. Doch wenn dem so war, so vermutete die Wissenschaftlerin, war die Situation nicht gerade gemütlich anzugehen. Bloß nicht wieder zu schnell hoch. Sonst geht der Kreislauf wieder den Bach runter…

So richtete sich die junge Phoenix langsam wieder auf, wusste noch immer nicht genau, was los war. Das Licht war wieder eingeschaltet. War es überhaupt je aus? Und wie spät war es? Unwissenheit plagte die Amerikanerin schon immer. Doch besonders in Momenten, deren Vorgeschichte sie nicht kannte, nervte sie das unheimlich. Mit einem Seufzen fuhr sie sich durch das lange braune Haar und ließ ihren Blick durch die Suite gleiten. Die einzelnen Teammitglieder fanden sich in kurzen Abständen im Zimmer ein und versammelten sich auf Webers Anweisung hin um den Lieutenant. Auch Amanda beschloss schlussendlich, sich von der Couch, die die letzte, immer noch unbekannte Zeitspanne als Bett diente, zu erheben und trat ebenfalls zu John.

„Kommt alle bitte her ich hab soeben eine Nachricht von Rachel bekommen und wies aussieht steckt unsere Pilotin in Schwierigkeiten...“, sprach er schließlich. Die einzelnen Worte verarbeitete die Wissenschaftlerin nur langsam, erkannte dann aber doch, dass ihr Bauchgefühl sie nicht getäuscht hatte. Für irgendeine Reaktion war sie noch nicht wach genug. Doch Myuko kam ihr sowieso zuvor. „Wie genau sehen diese Schwierigkeiten aus, Sir?“, wollte sie wissen. Die Frage deckte sich wohl mit den halb müden, halb enttäuschten Blicken, die auf den Gesichtern der anderen abzulesen waren. Ob jemals etwas einfach wird? Fragte sich die 29-jährige schließlich doch noch, bevor sie mit den anderen auf eine Antwort wartete.

John Weber
21.02.2010, 11:44
1:12 Uhr
Unbekanntes Motel, Suite

Während sich das Team um John versammelte erkundigte sich Myuko: “Wie genau sehen diese Schwierigkeiten aus, Sir?“ John berichtete von einem Gespräch mit Rachel, die ihm mitgeteilt hatte das, Leutnant Young vor kurzem im Raumhafen gesehen worden war und dass sie vermutlich irgendwie in den Konflikt zwischen den Kell Hounds und den aktuellen Machthabern geraten war. Er erwähnte auch die kurze Nachricht der Pilotin wonach diese anscheinend die Colambia geschrotet hatte, jedoch ein Ersatzshuttle aufgetrieben hatte. "...Rachel meinte sie würde versuchen Cortez zu überreden, dass er uns bei der Rettung unserer Pilotin hilft und wir sollen uns mit ihr in Cortezs Stützpunkt treffen." beendete John seine Erzählung und fügte nach einer kurzen Pause noch hinzu: "Also macht euch Abmarschbereit. Ich hab nämlich ehrlich gesagt keine Lust noch hier zu sein wenn sich die beiden größten Organisationen auf diesem Planeten anfangen sich die Schädel einzuschlagen."

1:13

John Weber
01.03.2010, 08:46
Narshad; zweite Ebene; unbekanntes Motel; Gang

1.15

Als das Landungsteam die Suite verließ, spürte John wie seine Anspannung wieder wuchs und während die Gruppe den Gang zu dem geheimen Verbindungslift entlang schritt, überlegte der Agent, was Rachel wohl unternehmen wollte um die Pilotin zu retten. Kurz darauf hatte die Gruppe den Lift erreicht und musste warten, da es von ihrer Seite keine Möglichkeit gab den Lift zu rufen. John warf einen unschlüssigen Blick zu der kleinen, in der Decke eingelassenen, Kamera.

Als er ein leises Zischen hörte wandte er sich um und erblickte Rachel, welche in der Liftkabine stand und die Gruppe mit einem angespannten Lächeln begrüßte. Sie wollte gerade etwas sagen, als ihre Augen einen Punkt hinter dem Agenten fixierten und sich weiteten. John folgte dem Blick der Undercoveragentin die Graf anstarrte „Was… macht der bei euch?“ zischte die blonde Frau und starrte abwechselnd Graf und John an. „Warum? Er wurde uns zugeteilt…“ erwiderte John etwas irritiert und beobachtete Rachel die leise fluchte und dann mit schnellen Schritten auf John zukam, ihn packte und am Ärmel den Gang entlang zog, bis er außerhalb der Sicht der Kamera war, ehe sie ihn anfuhr: „Warum haben sie ihn rekrutiert? Sie haben ha keine Ahnung was sie da anrichten…“ Moment!“ unterbrach John die Agentin: „Ich habe ihn nicht rekrutiert. Er hat einen Versetzungsbefehl auf unser Schiff erhalten!““Was? Nein… Wer würde so etwas tun…“ murmelte Rachel mehr zu sich selbst als zu John: „ Er war ein fester Teil der Antirumgon-Operation der Abteilung 2. Er war ein Köder!“

Oh scheiße… dachte John während er einen kurzen Blick zu Graf warf. Köder wahren für gewöhnlich einzelne Soldaten oder kleine Teams, die die Aufmerksamkeit auf sich lenken sollten, während ein anderes Team seiner Arbeit um vieles ungestörter nachgehen konnte. Die Köder waren meist jüngere Soldaten, die noch Erfahrung sammeln mussten und mit sekundären oder tertiären Aufgaben betraut wurden. Auf diese Art war es nicht so schlimm wenn ihre Tarnung aufflog und sie bekamen trotzdem Übung in verdeckten Operationen. Natürlich wusste ein Köder nie, dass er in Wirklichkeit nur ein Ablenkungsmanöver war, weshalb der John, Graf keine Vorwürfe machen konnte. Aber wenn er wirklich ein Köder ist… Welcher Idiot hat ihn dann zu uns versetzt?

Als hätte sie seine Gedanken gelesen schüttelte Rachel den Kopf und sagte: „Es macht keinen Sinn sich den Kopf zu zerbrechen wer diesen Befehl gegeben hat. Jetzt müssen wir uns darauf konzentrieren, dass wir euch alle lebend von diesem Planeten schaffen.“ „Warum?“ erkundigte sich John besorgt: „Hat sich Graf Ärger eingehandelt?“ Die blonde Undercoveragentin verzog das Gesicht zu einem gequälten Lächeln: „Nun der Konflikt zwischen Tosh und den Kell Hounds hat bereits begonnen und in den nächsten Stunden wird es in Narshad eine Menge heimlicher Morde, kleinerer Säuberungen und diversen Unfällen kommen. Das Problem ist, dass sich jemand in Toshs Lager einbildet, dass die Allianz, also Graf, die Kell Hounds unterstützt…“ Was ja eigentlich nicht falsch ist… Nur ist er ja lediglich das Ablenkungsmanöver… „Also wird Graf gejagt werden und jeder der sich mit ihm herumtreibt gilt als Allianzsympathisant.“ Beendete John Rachels Ausführungen: …und was wollt ihr zu seinem Schutz tun?“ „Nun ich habe vor ein paar Stunden eine Empfehlung abgeschickt, dass man ihn schnell von abziehen sollte….“ Erklärte Rachel und John hätte sich am liebsten gegen die Stirn geschlagen als ihm aufging was geschehen war:Sie haben die Empfehlung ernst genommen und Graf auf das nächste Schiff versetzt, nur das dessen Landeteam selbst auf dem Planeten festsaß… Aber warum wussten die das die Midway im System ist?...

John blieb keine Zeit sich darüber den Kopf zu zerbrechen, denn das Team hatte nun dringendere Sorgen. „Wie tauchen wir am Bestem unter?“ erkundigte sich John bei der Agentin und diese überlegte kurz, ehe sie antwortete: „Ich kann euch nicht bei Cortez verstecken solange Graf bei euch ist und auch die Suite dürfte nicht mehr sicher sein… Verlasst den Club durch den Vordereingang und wartet am Zugang der Seitengasse die zum Fortune-Hunter führt. Ich schicke euch jemanden der euch eine Zugangskarte gibt mit denen ihr die meisten Servicebereiche betreten könnt und ein paar Waffen… für alle Fälle…“

John konnte nichts anderes tun als zu nicken. Rachel wandte sich um und betrat wieder den Lift. Als sich die Tür hinter ihr schloss blickte John sein Team an, welches die gesamte Konversation mitgehört haben musste: „Also ihr habt die Frau gehört… versuchen wir lange genug am Leben damit Rachel unsere Pilotin auftreiben kann hat und wir verschwinden können...“

1.18

Myuko Ono
04.03.2010, 17:16
Weber führte die Gruppe zu der von Rachel beschriebenen Gasse. Der kalte Wind hatte nachgelassen, was das Wetter aber nicht aufheiterte; es schien sogar noch unfreundlicher zu werden.
'Lange genug unauffällig und am Leben bleiben, bis die Frau unsere Pilotin und das Shuttle gefunden hat und zuvor unauffällig darauf warten, dass wir eine Zugangskarte und Waffen bekommen. Gut, wie lange dauert das? Bis sie jemanden organisiert hat, wenn sie sich beeilt - hm, vielleicht eine halbe bis eine Stunde. Vielleicht auch länger. Und bis sie in diese Dritte Ebene gekommen ist, Youngs Verbleib herausgefunden hat und sie holen kann - bestenfalls eine Stunde, schlimmstenfalls... kann ich nicht einschätzen. Nie oder um die zehn Stunden? Gut, was tun, wenn wir freien Zugang zu den meisten Servicebereichen haben? Untertauchen, aber wo? Aus Narsahd hinaus wäre vielleicht am sichersten, aber wohin dann? Außerdem sollten wir einen Raumhafen in der Nähe haben, nein, das geht also nicht. Wir bräuchten eine Karte - '
Myuko, die ein wenig zurückgefallen war, holte die anderen wieder ein, die schweigend hinter dem Leutnant hergingen.
'Wenn die Agentin uns keinen Tipp gibt, kann ich mir immer noch den Kopf zerbrechen. Oder auf Befehle meines Vorgesetzten warten.'

1.25 Uhr

John Weber
07.03.2010, 17:56
Narshad; zweite Ebene

Nachdem das Team Johns Weisung schweigend akzeptiert hatte, brach die Gruppe auf und verließ den Nachtclub. Als sie den Vordereingang passierten grinste der turianische Türsteher den Agenten kurz an, was John lediglich mit einem beiläufigen Nicken kommentierte.
Während sich das Team zu dem vereinbarten Treffpunkt begab, beobachtete John aufmerksam die nähere Umgebung und hielt Ausschau nach verdächtigen Personen. Doch alles was der Agent sah war die für Narshad übliche Mischung aus gestressten Händlern, bedrohlich aussehenden Söldner- und Piratengruppen, die auf dem Weg zu einer der vielen Bars oder Nachtclubs waren, ebenso wie mehrere betrunkene oder unter Drogen stehende Individuen die, je nach Zustand, entweder von den Passanten gemieden wurden, oder ihnen als Unterhaltung dienten. Der Agent bemerkte sogar zwei in Lumpen gehüllte Bettler, die sich im Schatten eines Gebäudes herumtrieben, doch niemand schien dem Allianz-Landeteam besondere Beachtung zu schenken.

Kurz darauf hatte die Gruppe den vereinbarten Treffpunkt erreicht, an dem jedoch noch niemand auf sie wartete. "Die sind spät dran.." bemerkte Graf und blickte sich suchend um: "... hoffentlich lassen sich die nicht zu viel Zeit." John konnte ihm nur zustimmen. Er wusste, dass Rachel vermutlich etwas Zeit brauchen würde um alles vorzubereiten, trotzdem gefiel es ihm nicht, dass sie nichts tun konnten außer zu warten und auf fremde Hilfe angewiesen waren.
Nach zwei oder drei Minuten stieß Halon John an und deutete in eine Richtung: "Hej den kennen wir doch..." Der Agent blickte in die angedeutete Richtung und erkannte Rachels Partner, dessen Namen er sich jedoch nicht gemerkt hatte. Der Mann trug einen grauen Koffer und kam direkt auf die Gruppe zu. Er blieb vor John stehen stellte den Koffer ab und sprach den Agenten an: "Da drinnen sind die Waffen und hier ist die Zugangskarte und ein Lageplan für die Servicebereiche." Mit diesen Worten überreichte der Mann John eine Karte und einen Datenchip: "Ihr solltet aufpassen. Von den Servicebereichen aus kommt man auch in ein paar alte Gänge, die schon länger nicht mehr genutzt werden und sich in dementsprechendem Zustand befinden... Übrigens der kleine Batarianer neben dem Kiosk starrt euch ziemlich auffällig an..." John wiederstand dem Drang sich umzudrehen und nickte lediglich: "Danke... und meldet euch bitte sobald ihr was Neues über unsere Pilotin wisst." Sein Gegenüber grinste leicht und erwiderte: "Keine Sorge. Wir wollen auch das ihr so schnell wie möglich von diesem Planeten verschwindet... also werden wir uns Mühe geben." Daraufhin wandte er sich um und war kurz darauf in der Mende verschwunden.

John gab den Datenchip mit dem Lageplan an Halon weiter und streifte dabei mit seinem Blick, wie zufällig die Stelle, an der sich der heimliche Beobachter befinden sollte. Tatsächlich stand dort ein schmächtig wirkender Batarianer der sich gerade zur Seite drehte und in ein Komm sprach. Toll, das Spiel hat begonnen... dachte der Agent und richtete seinen Blick wieder auf Halon, während er den Koffer aufhob: "Also, wie kommen wir am schnellsten in die Servicebereiche?" Der Technicker, der den Chip in ein PDA gesteckt hatte betrachtete kurz die Karte und antwortete dann: "Die Straße entlang und die zweite Seitengasse auf der rechten Seite. Am Ende der Gasse sollte sich ein Zugang befinden." "Okay, dann los. Ich möchte nicht darauf warten, dass der Batarianer seine Freunde um sich versammelt."

Die Gruppe setzte sich wieder in Bewegung und John versuchte unauffällig den Batarianer im Auge zu behalten. Dieser beobachtete das Team zwar weiterhin, hielt jedoch genügend Abstand, sodass John die Hoffnung hatte, dass es ihnen gelingen könnte unbemerkt in die Servicebereiche abzutauchen.
Halon, der sich an die Spitze der Gruppe gesetzt hatte, führte sie schnellen Schrittes in die Gasse, an deren Ende sich tatsächlich eine schmale Tür befand. John suchte einen Augenblick lang auf beiden Seiten der Tür und fand ein Kartenlesegerät. Er hielt die Karte über den Sensor, der grün aufleuchtete und mit einem Zischen schob sich die Tür auf. "Los alle rein da." trieb der Agent seine Leute an und als auch der letzte in dem Gang verschwunden war, betrat auch John einen der Bereiche von Narshad den sonst kaum ein Besucher zu sehen bekam.

Als sich die Tür hinter ihm schloss brauchte der Agent einen Augenblick lang um sich an die veränderten Lichtverhältnisse zu gewöhnen, da der Gang in dem sie sich befanden schwächer beleuchtet war als der Rest der unterirdischen Stadt. Der Korridor war gerade so breit, dass zwei Personen nebeneinander darin gehen konnten und auf der Seite sowie an der Decke verliefen Rohre unterschiedlicher Stärke. Die Luft war etwas feuchter und hatte Aufgrund der schwächeren Zirkulation einen leicht modrigen Geruch. Während John all dies wahrnahm, stellte er den Koffer auf den Boden und öffnete ihn, da er sehen wollte was ihnen Rachel an Waffen mitgegeben hatte und er staunte nicht schlecht. Im Inneren des Koffers befand sich ein halbes dutzend ungeladener Pistolen und mehrere Munitionsblöcke. Der Agent nahm eine der Waffen heraus und stellte fest, dass es sich um ein salarianisches Kommandomodel handelt, welches Schall- und Mündungsfeuergeämpft war. Nett... die Dinger haben wahrscheinlich mehr gekostet als ich in drei Monaten, zuzüglich Gefahrenzulage verdiene... hoffentlich kriegen wir deshalb keinen Ärger mit Cortez...

Da sie lediglich sechs Pistolen hatten jedoch zu siebent waren bekamen alle bis auf Amanda eine Waffe. Die Wissenschaftlerin hatte zwar in Cortez Lagerhaus bewiesen, dass sie schießen konnte, doch der Rest des Teams hatte eine bessere Ausbildung im Umgang mit Schusswaffen erhalten. Außerdem wiederstrebte es John, Amanda eine Waffe aufzudrängen und sie somit wieder an forderste Front zu stellen. Nachdem John seine Pistole verstaut hatte, wandte er sich wieder an den Techniker, der bereits wieder die Karte betrachtete: "Halon, sehen sie nach ob es irgendwo eine Art Kontrollstation gibt oder einen größeren Raum mit mehreren Zugängen... irgendeinen Ort an dem wir warten können und der uns mehrere Rückzugsmöglichkeiten bietet."

1:32
Narshad; Servicbereiche

John Weber
13.03.2010, 22:42
Narshad; Servicbereiche

Die knappen zwei Stunden, die das Allianz-Landeteam in den Servicbereichen zubrachte kamen John wie eine Ewigkeit vor. Sie hatten zwar nach wenigen Minuten einen kleinen Lagerraum gefunden, der Johns Vorstellung von einer gut zu verteidigenden Position mit Hinterausgang entsprach, doch der undangenehme Geruch und die nagende Ungewissheit was in Narshad vor sich ging sorgten dafür, dass die Zeit einfach nicht vergehen wollte.

Als dann plötzlich das Komm des Agenten losging fragte er sich ob dies nun endlich der erlösende Anruf war oder ob es sich lediglich um eine weitere Hiobsbotschaft handelte. Er war überrascht als er die Stimme erkannte: "Boss, hier ist die Pilotin. Ich bin im Haupthangar und beseitige ein kleines Problem am Schiff. Ehm. Wir haben ein neues Shuttle. Atlantistyp. Kennzeichnung NV-104. Stellplatz…“ verkündete Kyoko Young und machte eine kurze Pause:„Stellplatz Einhundertvier. Wiederhole NV-104 auf Einhundertvier. Ich warte auf ihre Nachricht. Over and out!“ Die erste gute Nachricht des Tages...Und sie hat ein Ersatzshuttle aufgetrieben... Eine ziemlich talentierte Frau... Aber es bleibt immer noch die Tatsache das um uns ein Krieg tobt und eine Seite will einen Meiner Leute umbringen... John versuchte Rachel zu erreichen aber diese meldete sich nicht. Der Agent beschloss kein Risiko einzugehen und zog es vor noch ein wenig zu warten.

John teilte seine einschätzung den anderen mit und es vergingen weiter zehn Minuten. Dann meldete sich Johns Komm erneut. "Mr Weber, Rachel hier. Verzeihen sie das ich vorhin nicht rangegangen bin, ich hatte zu tun. Ich habe gute Neuigkeiten für sie. Der Konflikt ist vorbei und wir haben ihre Pilotin. Sie befindet sich in einem Shuttle im Raumhafen und scheint zu warten... Treffen sie sich mit mir dort wo sie die Waffen erhalten haben und wir bringen sich nach Oben. Rachel Ende."

Das wars, jetzt können wir endlich weg von hier... John wandte sich an sein Team, welches ihn während des Anrufs beobachtet hatte und konnte sich eine erleichtertes Lächeln nicht verkneifen: "Das war Rachel. Es sieht ganz so aus als ob wir endlich von hier verschwinden können. Also machen wir, dass wir hier wegkommen."

Die Gruppe machte sich auf den Weg und verließ die Servicebereiche auf dem Weg auf dem sie gekommen waren. Nach ein paar Minuten stand das Team wieder in der Seitengasse und bewegte sich auf die Hauptstraße zu. Als der Agent die Straße, auf der sich mittlerweile nur mehr gut zwei dutzend Leute befanden, entlang sah hatte er plötzlich ein ungutes Gefühl. Er konnte es nicht genau beschreiben, aber John hatte gelernt seine Instinkte nicht zu ignorieren. "Jack, warten sie mit den anderen einen Augenblick, ich will was überprüfen." wies der John den A.S.O.R. Soldaten an und fügte dann noch hinzu: "Galler, Graf sie kommen mit mir." Die beiden Angesprochenen nickten und beraten mit John die Straße. in der Straßenmitte hielt der Agent an und blickte sich noch einmal um. Er hatte das Gefühl beobachtet zu werden, nur konnte er dieses Mal niemanden ausmachen. Rachel, die mit zwei Begleitern etwa zwanzig Meter von John entfernt stand, erkannte die Mitglieder des Landeteams und bewegte sich auf sie zu.

Dann ging alles auf einmal sehr schnell. John bemerkte zu seiner linken einen Schatten und als er sich umwandte entdeckte er zwei Männer in leichten Rüstungen die direkt auf die John und seine Begleiter zuhielten. Einer der Beiden hielt eine Schrotflinte in seinen Händen, aber bevor der Agent eine Warnung rufen konnte oder die Gelegenheit bekam nach seiner Pistole zu greifen, glühte die Luft um den zweiten Mann blau auf und John wurde von einem biotischen Schlag getroffen. Der Agent wurde nach hinten gerissen und als er gegen die Wand eines Hauses prallte, trieb ihm der Aufprall die Luft aus den Lungen und für einen kurzen Augenblick wurde ihm schwarz vor Augen.

John blinzelte zweimal energisch und sah sich hektisch um während er nach seiner Waffe tastete und gleichzeitig etwas unbeholfen aufstand. Graf und Galler hatten schnell reagiert als John angegriffen worden war. Beide bewegten sich auseinander, hatten ihre Pistolen gezogen und gaben mehrere Schüsse auf die Angreifer ab. Doch deren Rüstungen verfügten über kinetische Barrieren, welche die Projektile abwehrten. Der Angreifer mit der Schrotflinte gab einen Schuss auf Graf ab, der zwar schnell reagierte, aber trotzdem eine Spur zu langsam war. Einige Fragmente des Streuprojektils trafen den Soldaten in die Schulter und Graf stolperte mit einem schmerzerfüllten Stöhnen Rückwerts und seine Hand zuckte zu seiner Wunde. In der Zwischenzeit hatte auch der Biotiker eine Pistole gezogen und feuerte auf den verletzten Soldaten. Drei Kugeln trafen Graf in die Brust und dieser sackte zusammen. Der Anblick des regungslosen Körpers löste in johns Körper einen Adrenalinstoß aus und er machte einige Schritte auf die beiden Killer zu wobei er, wie auch Galler, die hinter einem Mauervorsprung in Deckung gegangen war, mehrere Schüsse aus seiner salarianischen Pistole abgab. Die Angreifer zeigten sich davon jedoch wenig beeindruckt und sie legten gerade auf die beiden Allianzangehörigen an, als ein wahrer Sturm über sie hereinbrach. Rachel und ihre Begleiter hatten jeder eine automatische Maschinenpistole gezogen und eröffneten das Feuer. Die schiere Masse an Projektilen zerfetzten die Schilde der beiden Menschen und auch ihre Rüstungen boten ihnen nur wenige Augenblicke Schutz. Die Körper der Angreifer zuckten im Kugelhagel und kurz darauf brachen beide tot zusammen.

John suchte, die Pistole noch immer im Anschlag, mit seinem Blick rasch die Straße ab. Mehrere Zivilisten stürzten panisch in alle Himmelsrichtungen davon, doch da waren auch vier Uniformierte die mit Sturmgewehren bewaffnet waren und auf den Ort des Geschehens zu rannten. Als sie die drei auf dem Boden liegenden Körper und die bewaffneten Menschen sahen hoben sie ihre Gewehre, aber Rachel machte einige Schritte auf sie zu und hob dabei ihre freie Hand: "Nicht schießen! Wir sind Verbündete der KellHounds und wurden gerade angegriffen!" Die Worte schienen zu wirkten. Auch wenn die vier Uniformierten die Anwesenden immer noch mit misstrauischen Blicken bedachten, so senkten sie zumindest ihre Waffen. Sobald klar war das sie nicht mehr in unmittelbarer Gefahr waren eilte John zu Graf aber Alice Galler war schneller. Sie legte zwei Finger auf dessen Halsschlagader, wartete kurz, blickte dann zu John auf und schüttelte den Kopf. Verdammt warum? Das hätte nicht passieren dürfen… John wandte sich zu Rachel die mittlerweile die Leichen der beiden Angreifer durchsucht hatte und mit einem PDA in der Hand aufstand. Noch bevor John seine Frage stellen konnte, beantwortete die Undercoveragentin diese, den Blick noch immer auf das PDA geheftet: „Es waren freischaffende Auftragskiller. Sie wurden von Brannen Gunner einem von Toshs Vertretern, beauftragt den Allianzermittler und alle die etwas mit ihm zu tun haben zu eliminieren. Gunner wurde vor knapp einer Stunde während des Konflikts von einem der KellHounds Agenten getötet und konnte die Beiden vermutlich deshalb nicht zurückpfeifen…“

John hätte am liebsten laut Geflucht, doch das würde die Situation nicht besser machen. Den Blick auf Graf gerichtet der auf dem Bauch lag und unter dessen Körper sich eine Blutlache bildete, fragte er: „Und was wird jetzt mit ihm?“ Rachel Gesicht zeigte einen Augenblick lang Mitleid, immerhin war sie nicht ganz unschuldig an dem Schicksal des Mannes, aber der Augenblick verflog und sie antwortete: „Ich kümmere mich darum das er bestattet wird… und ich kläre die Formalitäten mit den Wachen. Tom, begleite du Mr Weber und seine Leute bitte in den Raumhafen und sorg dafür, dass sie ihre Ausrüstung wieder bekommen.“ Einer ihre Begleiter nickte und bedeutete John und Galler ihm zu folgen, als sich einer der vier Wachen einmischte: „Ich lasse sie von zwei meiner Männern zum Aufzug bringen… nur um sicherzugehen, dass es zu keinen weiteren Zwischenfällen kommt.“ Jetzt wollen uns sogar schon die Behörden von Antirumgon loswerden… John zuckte mit den Schultern und wies Galler noch an den Rest des Teams zu holen. Der Agent warf noch einen letzten Blick auf Grafs Leiche und riskierte einen Blick zu Rachel, die mit einer der Wachen sprach. John nahm sich vor in einen Bericht über Grafs letzten Einsatz zu verfassen und auch eine Nachricht an dessen Hinterbliebene zu schreiben.

Als sich das Team versammelt hatte, wurde es von Tom und zwei der Wachen zu den Liften begleitet. Dort angekommen blieben die Uniformierten zurück und Rachels Mitarbeiter stieg mit dem Team in den Lift. Als sich die Türen schlossen wandte er sich an John: „Wir haben das Artefakt, welches sie von Mr Cortez erworben haben bereits in den Raumhafen gebracht und werden es für sie in ihr Schiff verladen… Noch etwas, ich habe gesehen, dass sie Waffen aus unseren Beständen bei sich führen und ich würde sie bitten mir diese vor ihrem Abflug auszuhändigen.“ John nickte beiläufig, und blickte auf die Liftanzeige. Bald war es vorbei. In wenigen Minuten würden sie sicher im Shuttle sitzen und auf die Midway zurückkehren und dort musste er dann Captain Diaz Bericht erstatten. John hoffte inständig, dass ihre Funde die Verluste wert waren.

-----------------------> Narshad Raumhafen

3:45

Jack Payne
18.03.2010, 11:45
Narshad, Servicbereiche

1:30 Uhr

Und wieder überschlugen sich die Ereignisse. Zuerst waren sie noch in der Suite gewesen und jetzt schon wieder auf eine Mission für Rachel. Die Shuttlepilotin war immer noch vermisst. Immerhin war das Team nun mehr oder weniger ausgeruht.

John führte die Gruppe in einen schwach beleuchteten Gang und öffnete den Koffer. Er offenbarte sechs Pistolen, die Aussahen wie Spezialwaffen von einem salarianischen STG. Wie sind die daran gekommen? Eh halt, wir sind aber sieben Personen. Der Lieutenant gab Amanda keine Pistole. Dann muss halt John ein Aug auf dich haben. Er befahl Halon einen Raum zu finden, der über genügend Rückzugsmöglichkeiten verfügt, um das Team zu schützen.

Unsanft riss Webers Komm alle aus den Gedanken. Kyoko meldete sich endlich. Darauf hin versuchte er Rachel zu kontaktieren, hatte aber keinen Erfolg. Nach einer Besprechung und weiteren zehn Minuten meldete sich das Komm erneut. Nach dem Gespräch wendete sich Weber an sein Team und sagte mit einem leichten Lächeln: „Das war Rachel. Es sieht ganz so aus als ob wir endlich von hier verschwinden können. Also machen wir, dass wir hier wegkommen.“

Das Team ging zurück zur Seitengasse und als sie fast die Hauptstraße erreicht hatten, befahl Weber Jack zu warten. Er nahm nur Galler und Graf mit. Plötzlich hörte man Kampflärm aus der Richtung, die die drei eingeschlagen hatten. Unverzüglich rief Payne sein Gruppenführer über das Komm, bekam aber keine Antwort. Verdammt! Aber Befehl ist Befehl. Er ließ den Rest des Teams in Kampfstellung gehen.

Der Lärm verstummte und kurz darauf erschien Alice und brachte sie zu Weber. „Was zum Teufel ist passiert?“, sagte Jack leise zu sich selber, als er Uniformierte und drei Leichen sah, eine davon war Graf. Anscheinend war für Reden keine Zeit, den zwei Wachen und ein Mitarbeiter von Rachel begleiteten die Gruppe zu den Liften. Als sie den Aufzug betraten, warteten die Sicherheitskräfte bis die Türen geschlossen waren. Bei unserem Glück warten da oben noch mal bewaffnete Verrückte. Dann sprach der Mitarbeiter John an: „Wir haben das Artefakt, welches sie von Mr. Cortez erworben haben bereits in den Raumhafen gebracht und werden es für sie in ihr Schiff verladen… Noch etwas, ich habe gesehen, dass sie Waffen aus unseren Beständen bei sich führen und ich würde sie bitten mir diese vor ihrem Abflug auszuhändigen.“ Schade, die Pistole hätte was in meiner Sammlung.

Die Fahrt mit dem Lift schien wieder einmal eine Ewigkeit zu dauern. Hoffentlich wartete da oben ein Shuttle mit Pilotin auf sie … und eine heiße Dusche, was zu Essen und eine Bettgefährtin. Er schaute leicht zu Galler rüber.

<--- Narshad Raumhafen

3:45 Uhr

ME-NPC 4
12.04.2010, 21:54
Name: Laryna Caryalan (http://www.globalgameport.com/showpost.php?p=513303&postcount=47)
Zugehörigkeit: keine
Spezies: Asari
------------------
Antirumgon: Narshad – Zweite Ebene
[Kleines Hotel „Hovit“]
Tag 5
15:30 Uhr

Die schlanke, aber kräftige Asari eilte mit schnellen, langen Schritten den Gang entlang, wobei sie sich hin und wieder angespannt und mit hämmerndem Herzen umsah, ob sich auch wirklich niemand in der Nähe befand, der sie jetzt – in diesem für sie so wichtigen Moment – aufhalten konnte.

Glücklicherweise schien sie die einzige lebende Seele zu sein, die sich momentan hier befand, und so erreichte sie unbehelligt die Tür, welche sich mit einem Zischen auftat, nachdem die Asari geschickt das Türschloss überbrückt hatte. Leise schob sie sich durch den schmalen Spalt, den weiter hatte sie nicht gewagt, die Tür zu öffnen.

Das Zimmer, in dem sie sich nun befand, war von mittlerer Größe, ordentlich und neben einem Schreibtisch, auf dem ein Terminal platziert war, befand sich ein cremefarbener weicher Teppich auf dem Boden sowie eine Art altmodischer Aktenschrank und hinter dem Schreibtisch. Davon abgesehen war das Büro leer, von man der Zimmerpflanze absah, die in einer blühte, am Leben erhalten durch künstliches Sonnenlicht.

Doch die Aufmerksamkeit der Asari galt einzig dem Terminal, welchem sie sich jetzt näherte und das sie nun anschaltete. Natürlich verlangte es ein Passwort, aber auch darauf war sie vorbereitet. Obwohl keine Hackerin, waren ihr Verständnis von Computern weit genug entwickelt, um einen einfachen Passwort-Hack durchzuführen. Zwei Minuten später befand sie sich im System.

Die graugrauen Augen glänzten fiebrig, als sie den Eintrag entdeckten, nach dem sie gesucht hatte. Aufgeregt, mit schwitzigen Händen, befeuchtete sie ihre trockenen Lippen und öffnete die Datei, die mit „Gästeliste“ bezeichnet war.

Doch der Glanz wich so schnell aus ihren Augen, wie er hinein getreten war. Sie hatte das Hotel am gestrigen Tage verlassen, hatte ausgecheckt und war… wohin gegangen? Wohin?

Die junge Asari spürte, wie ihre schlanken, blauen Hände sich zu Fäusten ballten. Enttäuschung und Wut stiegen in ihr auf und färbten ihr Blickfeld in blutiges Rot. Sie war weg. Schon wieder war sie ihr entwischt, dabei konnte sie unmöglich wissen, dass sie hinter ihr her war!

Ein heiseres Zischen entfuhr ihren Lippen wie Gift und sie schaltete das Terminal ab, ohne daran zu denken, es zuerst herunterzufahren. Ihr war egal, ob die Dateien möglicherweise beschädigt wurden, im Augenblick zählte für sie nur eines und zwar… dass SIE ihr wieder einmal entwischt war.

Und das schlimmste war, dass sie unmöglich herausfinden konnte, wo sie sich jetzt befand, die Galaxie war riesig und SIE konnte jetzt überall sein! Auf Antirumgon ebenso wie auf Thessia, der Citadel, Omega, Palaven… einfach überall!

In Ordnung!, fauchte es durch ihren Verstand. Denken wir doch einmal vernünftig darüber nach. Sie kann nicht einfach spurlos verschwunden sein. Jeder hinterlässt Spuren! Du bist Kopfgeldjägerin, bei der Göttin, du hast mehrmals ihre Spur verloren und sie trotzdem immer wieder gefunden… also…

Sie atmete tief durch und zwang ihre Gedanken in geordnete Bahnen. Ihre Wut wich eiskalter Konzentration. Die Jägerin in ihr hatte jetzt Blut geleckt und wollte die Beute unbedingt fangen.

Niemand verlässt einen Planeten oder betritt ihn, ohne von der Raumhafensicherheit registriert zu werden. Die ist hier vielleicht lockerer als andernorts, aber es gibt bestimmt auch hier Aufzeichnungen… sie hat kein eigenes Shuttle, also muss sie den Planeten mit einem Passagiershuttle verlassen haben. Und die registrieren jeden… ich muss also nur die Datenbanken der Raumhafensicherheit einsehen, dann finde ich den Namen des Schiffes heraus, mit dem sie den Planeten verlassen hat und damit gleichzeitig ihr Reiseziel…

Die Asari ließ ein selbstzufriedenes Lächeln aufblitzen. Wie es möglich war, dass sie nicht früher daran gedacht hatte, war ihr plötzlich unbegreiflich. Seit über hundert Jahren arbeitete sie jetzt bereits als Kopfgeldjägerin, es hätte ihr eher einfallen müssen. Aber jetzt war es ihr eingefallen.

Ich finde dich! Irgendwann habe ich dich und dann…

Sie grinste breit und schob sich durch die Bürotür nach draußen in den Gang, eilte den Weg zurück, den sie gekommen war, und machte sich auf dem Weg zum Raumhafen von Narshad.

Wo sie Antworten finden würde!

15:40 Uhr
>>> Narshad – Raumhafen

Arseni Vigo
02.09.2013, 02:46
<--- Narshad, erste Ebene

Der Elcor bewies im Fahrstuhl zu dieser späten Nachtstunde eindrucksvoll, dass Arseni wohl die Zerstörungsgewalt langsam zu unterschätzen begann, die Calix innewohnte – Plüsch-Elcorbaby hin oder her. Zwischen großen Kugelaugen und geschmeidigen Fell und dem brachialen, tödlichen Tanz, den sein Partner im Umkreis weniger Meter, aufführte, lagen immer noch Welten. Unter dem hart gewonnen, freundschaftlichen Umgang der beiden konnte man schon mal die Natur eines Wesens vergessen. Man musste aufpassen, dass man nicht selbst mitgerissen wurde. In den Abgrund, in den Ruin, in den Tod oder in die höchsten Höhen und aufregendsten Abenteuer. Für Arseni stellte dies alles ein und dasselbe dar.

Als der Aufzug zum Stillstand kam und der närrische Turianer Calix anging, wollte Arseni schon dazwischen gehen. Die Situation kühl unterbrechen, weil die Angst vor einem Konflikt offensichtlich in seinem Hinterstübchen verankert war. Er hatte keine Sorge um sich selbst oder Calix. Noch zu deutlich war das Gemetzel in seinem Kopf welches Calix auf der Invisible Hand oder in den Minenkomplexen Omegas veranstaltete. Er war nur noch nie so nah dran. Es war selten so knapp intensiv und blutig. Einem eine Kugel in den Kopf zu jagen, war die eine Sache. Eine andere war es mitanzusehen wie jemand, keine zwei Meter von einem entfernt, abgestochen wurde. „Ein verficktes Riesenbaby in Rüstung“, pöbelte der Turianer. Arseni wollte schon die Augen schließen, ahnend was kommen würde.

Vom blutigen Fiasko des Aufzugs bekam Arseni nur noch Fetzen mit. Er reagierte schnell genug um zu merken, dass es dumm war vor den beiden anderen zu stehen. Ohne eine Pistole im Mantel oder Griffweite hielt er es für am besten nur Platz zu machen, kam dabei ins Straucheln, als einer der Männer schon die Waffe emporhielt und sie zuerst auf Arseni richtete um dann doch den Elcor ins Visier zu nehmen. Er schubste Arseni weg, was wohl des kauzigen Menschen Glück war, denn so geriet er abermals ins Stolpern und geriet aus dem Radius von Calix, der die beiden Narren am Hals packte. Wenig später spritzten einige Bluttropfen auf Arsenis Mantel. Das Ding musste sowieso gewaschen werden. Tiefes Schlucken. Starrer Blick. Faszinierte Abscheu. Das war nun wirklich nicht nötig…
„Scheiße“, kam es vom Elcor aus. „Tut mir Leid. Ich hab gehofft, das passiert nicht wieder.“ Zwischen jedem Wort schienen ewige Pausen liegen. Nun, ganz so lang waren sie dann doch nicht. Arseni bekam in der Zwischenzeit aber zittrig eine Tschick aus der Packung heraus, verzweifelte beinahe daran sie anzuzünden. Der erste Zug half nicht gegen die Verwunderung und die Angst. Die restlichen genauso wenig. Irgendwie konnte er nur halb zuhören als Calix seine Erklärung abgab. Für manche Sachen reichte eine Erklärung bei Arseni auch nicht aus, das musste man ihm dann schon ins Gehirn reinhämmern. Angesichts Calix Vergangenheit überraschte ein solcher Black-Out aber gar nicht. Eingepfercht als Sklave in einer Mine. Unbequeme Orte riefen gerne verhasste Erinnerungen hervor, und manchmal manipulierten sie auch das eigene Tun. Trotz dieser zusammengeklauten Weisheit blieb Arseni auf Sicherheitsabstand zu Calix, instinktiv und nicht als dass er es geplant hätte.

„Suchen wir welche, die noch auf haben. Geht alles auf mich“, sagte Calix.
Tja, und so leicht konnte man Arsenis Herz schon wieder für sich gewinnen. Hier eine Runde spendiert und schon war er nahe daran alles für vergeben und vergessen zu erklären. Lebensmüdigkeit in Reinkultur, alle Sorgen eingeschüttet unter Tonnen von Extravaganz.

Sie schlurften gemeinsam durch den Gang. Hätte Calix ihre Widersacher mit Knarren weggeballert, wäre selbst dann die Straße wohl leergefegt. Für ein Vergnügungsviertel war jedenfalls jedweder Spaß entschwunden. Insgesamt war es angenehm kaum eine Seele anzutreffen. Im derzeitigen Zustand der Beiden bedeutete dies fürs Erste weniger Schwierigkeiten. Die würden aber vermutlich noch kommen, sobald sie das erste Mal eine Bar betreten würde. Vorbei an den ersten Werkstätten, fiel dem geschulten Auge bereits die gesteigerte Opulenz auf im Vergleich zur ersten Ebene. Sorgfältig versierte Schilde, kleine Statuten, die irgendwie die Kämpfe heil überstanden, Eingravierungen im Stein. Nicht alles war hier trist, aber doch der Großteil. Bisschen mehr als 150 Meter musste die Ebene lang sein und an ihr entlang luden die Etablissements normalerweise ein, dass man doch gediegen einkehrte und sein Geld verprasste. Zu dieser späten Stunde – oder generell aufgrund der verwirrten Zuständen in Narshad – hatten sie aber alle geschlossen. Nur das Lost Souls war irgendwie noch offen. So wirklich irgendwie. Halb zerbröselt hing die Beschilderung herab, Funken sprühend statt den Namen zu kennzeichnen. Arseni und Calix hätten ihr Glück im anderen Gang probieren können, aber sie waren schon müde und Arseni meinte nur, dass er den Laden kenne.
„Kann man denn darin schlafen?“, wollte Calix wissen.
„Es gibt sicherlich schlechtere Barhocker und Bänke auf Narshad. Mit einem steifen Hals dürfte unsereins aber trotzdem aufwachen.“ Arseni wies noch auf den zweiten Stock hin, dann betraten sie den Schuppen. Aus dem einst noblen Laden war mittlerweile ein unwirtliches, gefrostetes Territorium geworden. Die hölzerne Veranda von Gewehrhülsen durchlöchert, ein Teil der Wand weggesprengt. Die Überreste von Tischen lugen zerschlagen in der Luft. Ein Dutzend wackerer Kunden belegte den Rest. Arseni und Calix gingen zur Bar, bestellten eine große Flasche Wein. Die brauchten sie jetzt langsam. Um einzuschlafen, um zu verdrängen.

---> Narshad, Lost Souls

Lyria Barian
17.09.2013, 14:14
<<<< Narshad, erste Ebene
1:00 Uhr

"Wer hat sich diese verdammte Beschilderung ausgedacht? Die ergibt überhaupt keinen Sinn!"
"Sie dürfen nicht vergessen, dass das hier eine ehemalige Mine war."
"Gerade deswegen dachte ich, es wäre übersichtlicher aufgebaut."
Lyria fuhr mit der Hand über den Schnitt an ihrem Kinn, blutet immer noch, und musterte ihren unfreiwilligen Führer: Der Mensch hatte eine Nase, die mal sichtlich gebrochen worden war, darüber hinaus war er vor allem schmutzig.
"Und diese... Kell Hounds? Haben sich daran gemacht hier die Macht zu übernehmen?" Der Mann nickte so eifrig, dass sein kurzer Pferdeschwanz auf und absprang. Sie war dem Mann begegnet, nachdem sie sich zum ungefähr dritten Mal verlaufen hatte. Da hatte die Pilotin begonnen, nach jemandem zu suchen, der ihr den Weg zeigen konnte. Und vielleicht auch die ein oder andere Frage beantworten würde. Gefunden hatte sie Jeffrey: schmuddeliger Mantel, nicht gerade sauber und hatte gerade bei zwei Batarianern herumgelungert. Ein Lächeln stahl sich auf Lyrias Lippen, als sie daran denken musste, wie sie auf die Gruppe zugegangen war:

"Hey, will sich jemand von euch ein paar Credits verdienen und mich nach unten bringen?" Die Batarianer hatten nur schmierig gegrinst, während Jeff sie eingehender gemustert hatte.
"Da drüben is'n Aufzug.", hatte einer der Vieräugigen genuschelt.
"War ich schon, Spatzenhirn. Außer Betrieb. Also?"
"Also gibste mir jetz' die Creds." Lyria hatte nur die Augen verdreht.
"Ist es das wirklich wert? Sich wegen nichts ein paar Knochen zu brechen?"
"Nein.", hatte Jeffrey gegrinst, beide Hände gehoben und war drei Schritte zurückgetreten. Lyrias Lächeln war bitter geworden. Sie brauchte nicht noch mehr Leichen. Doch die beiden Idioten kicherten nur dümmlich, ehe der eine den Anderen anzustacheln begonnen hatte:
"Die sacht, du bist kein richtiger Kerl.", oder "Komm, die Schlampe packst du. Und dann ham' wa endlich mal wieder n'bisschen Spass." Und der Narr war auf sie zugegangen. Instinktiv hatte sie die Hände gehoben, sie wollte das ohne Waffe, ohne Leichen regeln. Und ihr Vater hatte ihr vor fast einem Jahrhundert mal beigebracht, dass man nur dann eine Waffe ins Spiel brachte, wenn es Tote geben solle.
"Überlege dir das noch... AH!" Der Typ war schneller als sie gedacht hatte, das Messer bereits ihr Kinn gespalten. Hatte gebrannt wie Feuer, aber sie hatte sich darauf konzentrieren müssen, der verdammten Klinge auszuweichen. Immer weiter war sie zurückgedrängt worden, ehe der Angriff zum Gesicht kam. schnelles Ducken und ein Tritt ins Knie war ihre Reaktion gewesen. Und als er bereits auf dem Boden gelegen hatte, hatte sie ihm mit dem Knie noch ein oder zwei Rippen gebrochen. Weil sie es angedroht hatte. Noch eine Lektion ihres Vaters. Oder war es ihr Bruder gewesen? Scheiße, sie konnte sich gar nicht mehr richtig erinnern.
Immerhin hatte sich der Andere dann schnell verpisst und Jeffrey war überzeugt, sich ein paar Creds zu verdienen. Auf dem Weg nach unten hatte die Pilotin erfahren, dass er wohl das war, was man gemeinhin als 'Straßenratte' bezeichnete. Er hatte ihr, wohl in der Hoffnung auf einen kleinen Bonus, ein wenig was über die letzten Geschehnisse hier in Narshad erzählt, dabei aber immer betont, dass er sich ja ausschließlich auf der Oberen Ebene aufgehalten hatte. Bekannt war so viel: Tosh war lange Zeit so etwas wie der oberste Pirat in der Siedlung gewesen, während die Kell Hounds eine kleinere Gang waren, die lediglich einzelne Bezirke kontrollierten. Bis es ihnen reichte und sie begannen, gegen das 'Regime', wenn man das hier so nennen konnte, vorzugehen. Ausschlaggebend war wohl gewesen, dass Tosh bereits seit Monaten nicht mehr persönlich auf den Plan getreten war. Und man munkelte, dass diese neue Piratenbande, von der man immer wieder einzelne Mitglieder auf den Straßen traf, die Hounds mit neuen Waffen und Söldnern versorgt hatten. Was genau aber die Rotaugen bezweckten, wusste er nicht.

Zurück in der Gegenwart ergriffen Hunger und Müdigkeit allmählich wieder Besitz von Lyria. Sie rieb sich mit Zeigefinger und Daumen die Augen.
"Okay, Jeff. Hier sind 15 Credits. Wenn du noch fünf willst, sag mir, wo ich hier unten halbwegs sicher essen und schlafen kann." Der blonde Mensch grinste verschlagen.
"Hier unten? Naja, die meisten gehen ins 'Lost Souls' und betrinken sich bis sie an den Tischen schlafen. Zumindest vor der ganzen Scheiße hier. Ich bin seitdem nicht mehr hier unten gewesen."
"Wie lange ist es eigentlich her, dass diese Scheiße hier angefangen hat?" Der Mann zuckte nur mit den Schultern.
"Vier Tage? Eine Woche? Keine Ahnung, wann es wo begonnen hat, aber vor so vier Tagen gab’s ne Riesenschießerei oben in den Buchten." Lyria nickte. Das passte mit dem Abriss des Informationsflusses von Antirumgon. Sie gab ihrem Informant sein Geld.
"Wie komme ich zum 'Lost Souls'?" Die Wegbeschreibung war simpel genug. Sie trat aus dem halb felsigen, halb verbauten Tunnel und fand sich in einer völlig verkleideten Straße wieder, die schon bessere Zeiten gesehen hatte. Das Licht war hier noch schummriger als auf der Ersten Ebene. Sie war kaum drei Meter weit gekommen, als sie über etwas stolperte.
"Ey, pass auf, wo du hinlatscht."
"T'schuldige." Sie musterte die dreckige Gestalt, nur eine von vielen, die sich gerade über einige Leichen beugten. Lyria stieß einen leisen Pfiff aus, als sie bemerkte, dass sie vor den Aufzügen stand. 'Irreperabler Schaden.' Scheiße, das war keine Übertreibung. 'Massaker mit Kollateralschaden' hätte es wohl besser beschrieben. Sie machte, dass sie weiterkam. Kein Grund, sich mehr Ärger einzuhandeln, als nötig war. Und Ärger, das hatte sie bereits mitbekommen, hatte man schnell in Narshad.

Das Lost Souls war eine heruntergekommene, teilweise zusammengeschossene Kaschemme die ihre besten Tage schon ne Weile hinter sich hatte. Aus dem Inneren drangen trotz der frühen Stunde schon aufgeregte Stimmen. Und im Eingang konnte Lyria bereits sehen, wie sich einige Männer über einen anderen her machten. Und sie bemerkte zu ihrem Unwohlsein, dass sie das einzige weibliche wesen im Raum war. Zumindest nach Auffassung der Anderen, da war sie sich sicher. Eigentlich besaßen Asari nur ein Geschlecht, aber verschiedene Aspekte dieses Umstandes und ihrer Körper ließen sie für alle anderen Völker weiblich erscheinen. Doch gerade, als sie mit ihrer Gesellschaftskritik fertig war, traf sie etwas von hinten. Im nächsten Moment segelte sie durch die Luft und rang nach Atem, als sie auf einem der Tische aufschlug, jedweden Atem verlor und sich überschlug. Da lag sie, verdreht auf dem Bauch und rang nach Atem. Was hatte sie da nur getroffen? Den hat sich angefühlt wie ein Bordgeschütz.
Über das Pochen ihres Körpers hinweg hörte sie Kampfeslärm, hinter den bunten Punkten vor ihren Augen sah sie immer wieder schwarzen Schemen durch die Kneipe fliegen. Und erst viel später, als sie sich unter Stöhnen und Ächzen an dem umgekippten Tisch empor stemmte, sah sie einen Elcor. In einer Ganzkörperpanzerung. Natürlich hatte sie schon Mal Berichte über die 'marschierenden Panzer' der Elcor gehört, aber einen zu sehen war beeindruckend. Fast zwei Meter und bestimmt ne Tonne nur gepanzertes Kampfgewicht, auch wenn sie keine sichtbaren Waffne erkennen konnte. Eigentlich ein Gegner, der einen einschüchterte, Respekt abverlangte. Einem klugen Geist zumindest. Doch Lyria war nicht dafür bekannt, klug zu sein, wenn sie wütend wurde. Sie rückte sie das kleine Detail, dass dieser Kerl sie gerade gute drei Meter durch die Luft befördert hatte in irgendeinen dunklen, vergessenen Winkel ihres Gehirns, richtete sich auf, suchte Augenkontakt mit dem Dreckskerl und lies eine Schimpftirade vom Stapel, die nicht nur beinah alle Sprachen der bekannten Galaxis umfasste, sondern darüber hinaus auch noch den Elcor, dessen Ahnen und dessen Kinder beleidigte.

>>> Lost Souls
1:30 Uhr

Calix
19.09.2013, 00:29
<--- The Lost Souls
---> Narshad, zweite Ebene

Die Tür schloss sich zischend und Calix war in der halb erleuchteten Gasse vor dem Lost Souls. Er atmete tief durch, genoss die Luft und den Platz. Beides war zwar weder gut noch ausreichend, doch irgendein weiser Sklave hatte ihm mal gesagt, dass man alles schätzen sollte. Er war einen Tag danach von einem Felsbrocken erschlagen worden. Im Suff fallen einem auch die besten Dinge ein, dachte Calix, wollte schon wie üblich den Kopf schütteln, entschied sich dann aber doch dagegen.
Wahllos ging er durch die breiteren der engen Gassen, stierte in die Ferne um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Blinkende Neonlichter zogen langsam an ihm vorbei, während er durch die dünne Masse aus Nachtschwärmern und herumlungernden Gestalten schwebte, der dumpfe Bass, der aus den Spelunken links und rechts strömte, ertönte im Rhythmus seines Herzschlages, der laut in seinen Ohren klang. Er entschied sich dazu mitzusummen, während er leicht torkelnd durch die kleinen Straßen zog.

Nach einigen Minuten zogen sich die Lichter langsam zurück, die Musik wurde leiser und sein Summen war das einzige Geräusch, welches durch die Gegend wanderte. Er hatte offenbar Glück gehabt eine Gegend zu finden, die einfach nur leer war. Als er stehen blieb und sich langsam umdrehte – dabei fast das Gelichgewicht verlor – sah er vor sich eine Straße aus Licht, die ihm verheißungsvoll zu blinkte. Er war selbst überrascht wie entschieden er sich abwandte und in der Dunkelheit weiter stapfte, doch sie zog ihn an. Wie ungeheuer theatralisch, dachte er grinsend, während er weiter vor sich hin summte sich langsam an das ständige Schaukeln gewöhnend.

Ein Schrei zerriss die Stille. Ein Schrei der endgültigen Sorte. Ein Schrei der totalen Verzweiflung. Ein sehr hoher Schrei. Calix wusste nicht warum, aber er grub sich direkt in seine Eingeweide, tief bis in sein Innerstes und blies alles andere weg, bis das Echo in seinem Inneren widerhallte. Eine Asari, die vor langer Zeit einen ähnlichen Schrei ausgestoßen hatte, als der kleine Calix nach Hause kam, erschien plötzlich vor ihm. Nein. Er wollte es nicht, wollte sich nicht erinnern. Er taumelte schüttelte den Kopf, konnte weder den Kopf freikriegen noch sein Gleichgewicht halten. Er stolperte über einen Müllhaufen, taumelte, krachte gegen einen verlassenen Marktstand, der über ihm zusammenbrach und ihn unter sich begrub. Nein, nein, nein, nein. Er richtete sich auf. Knurrte. Kämpfte gegen den schwankenden Boden.
„Nie. Mehr. Alkohol“, presste er zwischen den Zähnen hervor, während er sich aufrichtete und grob in Richtung des Schreis stolperte. Er konnte seine Mutter nicht retten. Aber ich kann sie retten, wiederholte er immer wieder in seinem Kopf, während ihn das Gesicht seiner Mutter unter den Körpern der Piraten verzweifelt anguckte.
Erneut der Schrei. Noch lauter. Dazu leises Lachen.
„Ax, lokalisieren.“
„Bestätigt. Markierung folgen.“
Calix ließ seinen Helm runter fahren und folgte der Karte in seinem HUD, mehr stolpernd als laufend.
Ich kann sie retten.
Er krachte in eine Mülltonne, die er übersehen hatte. Noch fünfzig Meter. Rappelte sich auf hastete weiter. Fluchte. Brach weiter durch den Müll, stolperte über einen Körper.
Ich kann sie retten.
Hier links, da rechts. Calix schnaufte. Taumelte.
Scheiß Alkohol! Reiß dich zusammen!
Noch eine Kurve, durch einen verfallenen Durchgang und plötzlich waren sie vor ihm. Fünf Männer: ein Turianer und ein Batarianer standen mit dem Rücken zu Calix. Zwei Menschen knieten am Boden. Ein anderer Batarianer stand im Dunkeln, fummelte an seiner Hose.
Verdammte Tiere.
Calix lief auf die beiden zu, stolperte wieder über eine Mülltonne, krachte gegen die Wand.
Alle wirbelten herum, nur die Menschen bemerkten nichts und vergewaltigten die Frau weiterhin. Sie Schrie erneut gellend auf. Einer schlug ihr ins Gesicht und sie verstummte.
„Whoa, nur mal langsam großer“, sagte der Turianer, „Stell dich hinten an.“ Ein Batarianer kicherte. Calix drehte sich der Magen um. Er schüttelte den Kopf, geriet dabei kaum aus dem Gleichgewicht und ging weiter auf die Gruppe zu.
„Okay, das reicht jetzt.“ Der Turianer musterte ihn. „Zu wem gehörst du?“
„Sieht nicht so aus, als ob der zu uns gehören würde“, wandte der Batarianer ein, der jetzt mit seiner Hose fertig war. Die beiden Menschen bemerkten, dass etwas nicht stimmte, blickten auf, fluchten und stolperten zurück. Calix konnte kurz einen Blick auf eine zusammengekrümmte Gestalt erhaschen, als die beiden Batarianer mit dem Turianer in der Mitte ihm den Blick versperrten.
„Gehörst du zu Tosh?“ – der andere Batarianer.
Calix antwortete immer noch nicht, ging weiter auf die Anderen zu, fuhr seine Waffensysteme hoch.
Verdammte, sprechende Tiere.
„Das ist jetzt weit genug so“, bellte der Turianer. „Ich warne dich noch einen Schritt und“ – er hob eine alte zerkratzte Waffe – „du wirst es bereuen.“
Calix musste Schmunzeln. Er war jetzt ganz klar im Kopf. Kein Hass. Kein Blutrausch. Kein Kontrollverlust. Er wusste was er tun würde: das, was man mit wilden Tieren mit Waffen halt machte. Seine Gatlings drehten sich kurz probehalber, als die Waffensysteme vollends hochgefahren waren.
„Fuck“, machte einer der Menschen, der plötzlich aufgetaucht war und Calix ebenfalls mit einer Waffe bedrohte.
Noch ein Schritt. Nur noch zwei Meter. Calix blendete jetzt aus, was die Wilden vor ihm zubrüllten.
Sie wichen zurück, traten achtlos auf die am Boden liegende Frau, welche gurgelnd auf hustete und dann wieder verstummte. Calix Augenlieder zuckten, dann brach die Hölle über die fünf Männer ein.

Wenige Sekunden später war der Kampf auch schon vorbei. Jeder lag von mindestens einem Dutzend Kugeln durchlöchert auf den Boden. Sie hatten nicht einmal auf Calix geschossen. Verächtlich schaute er auf die toten Körper, ließ den Helm zurückfahren, spuckte auf sie.
Verdammte Tiere.
Ein leises gurgelndes Keuchen brachte ihn sofort zu der Frau zurück, welche dort am Boden lag. Calix wirbelte herum kniete sich nieder, nahm sie in die Arme. Sie war ein Mensch. Büschelweise Haare hatte man ihr ausgerissen. Ihr Gesicht war eine blaugrüne Masse, ihre zerrissenen Sachen mit ihrem Blut vermischt.
Sie sah ihn aus flackernden Augen an. Holte gurgelnd Luft, öffnete den Mund, um etwas zu sagen. Doch dann verkrampfte sie sich, hustete Blut in Calix Gesicht und erschlaffte. Calix sah ihr in die Augen, als diese erloschen, fühlte den Atem, der ihr entwich.
Nein. Er schüttelte sie sanft. Nein. Nein. Nein.
„Tu doch was“, flüsterte er. „Irgendwas.“
„Die Frau ist klinisch tot.“ Ax Worte schnitten wie ein Messer durch Calix.
Etwas tropfte auf ihr Gesicht. Eine Träne. Calix schüttelte den Kopf, holte zittrig Luft, bettete ihren Kopf langsam in den Dreck. Platsch. Er strich sich über die Augen, verteilte den Dreck der Straße von seinen Händen in sein Gesicht. Eine absolute Kälte breitete sich ihn ihm aus, als er sich aufrichtete und auf die tote Frau hinab schaute. Er wollte eine retten und sechs waren tot. Er hatte einmal die Chance etwas Gutes zu tun und er war zu besoffen, um pünktlich anzukommen. Platsch. Eine weitere Träne fiel zu Boden. Er konnte sich nicht daran erinnern überhaupt je geweint zu haben, doch diese wildfremde Frau schaffte es ihn dazu zu bringen, dabei fühlte er gar nichts außer Kälte.

Ein knurren brach die Stille und Calix‘ Starre. Ein Varren kam aus der Dunkelheit gehumpelt und hinterließ eine Blutspur, als er auf Calix und dem Blutbad um ihn herum zu humpelte. Calix machte sich bereit erneut zu töten, sollte das Tier ihn anfallen, doch der Varren knurrte ihn nur kurz an und schleckte dann der Frau über das Gesicht und lies sich winselnd neben ihr nieder.
Der Anblick ließ die Eiswand in Calix zerspringen und zerriss ihm das Herz. Der Varren war verletzt. Sehr schwer verletzt. Er sah aus, als sei auf ihn geschossen worden. Unzählige Prellungen zeugten von Fußtritten oder schlimmeren.
Wenigstens den Varren konnte Calix retten. Er hielt ihm seine Hand zum beschnuppern hin, als sich Calix ihm vorsichtig näherte. Der Varren knurrte kurz, winselte dann wieder und duckte sich.
„Ganz ruhig. Was haben sie dir angetan?“
Der Varren zitterte, als Calix ihm vorsichtig über den Rücken strich.
„Schhhh. Ist ja gut.“
Er ließ sich Medigel durch die Leitungen in seine offene Hand pumpen und behandelte den Varren so gut und vorsichtig er konnte. Das Tier wurde langsam ruhiger und hörte auf zu zittern, als ihn Calix erneut über den Rücken strich. Er sah zu der Frau. Sie starrte ihn an. Vorwurfsvoll? Flehend? Dankend? Nein, bestimmt nicht dankend. Er hob seine Hand zu ihrem Gesicht. Der Varren knurrte halbherzig doch ließ er Calix gewähren. Calix schloss ihr die Augen, stapfte zu einem der Schläger, riss ihm die Sachen vom Leib und bedeckte die Frau damit so gut es ging.
Er strich dem Varren ein letztes Mal über den Rücken und wandte sich dann ab auf den Rückweg zum Lost Souls. Wenn nur ein paar Minuten von dem Lost Souls entfernt so eine Katastrophe über ihn hereinbrechen konnte, was würde dann einem einsamen Menschen passieren?
Er zwang die schmerzhaften Gedanken an sein Versagen und den Blick der toten Augen in eine dunkle Ecke in seinem Kopf – irgendwo zu seiner Mutter und seinen anderen dunklen Abgründen, die er lieber nicht erforschen wollte.

Gedankenverloren stapfte er zurück, ließ sich von Ax die Richtung ins Ohr flüstern. Von dem Alkohol bemerkte er kaum noch etwas. Die Farben, die ihn jetzt wieder umhüllten waren heller als gewöhnlich, aber sonst?
Er hörte ein leises Tappen hinter sich, das sich irgendwie von den wieder eingesetzten Geräuschen der Spelunken und Nachtschwärmer unterschied. Er drehte sich um. Der Varren stand vor ihm und schaute ihn aus seinen großen Augen leicht hechelnd an. Aus irgendeinem Grund wärmte das Tier Calix das Herz, wie es da so vor ihm saß.
„Was machst du denn hier?“
Der Varren legte den Kopf schief und sah ihn weiterhin an.
Calix ging auf den Varren zu und bemerkte ein Halsband, das er um den Hals trug. Ein Name war darin eingraviert: „Lucy“
Der Varren bellte, als Calix den Namen vorlas.
„Soso. Eine sie.“ Er besah sich Lucy, wie sie da vor ihm saß und ihn immer noch anguckte. Hatte er jetzt eine neue Freundin gefunden? Alles was er dazu tun musste, war fünf Männer zu töten und eine Frau in seinen Armen sterben zu lassen? Er schnaubt, schüttelte den Kopf.
„Du wirst es bei mir weder einfach noch schön haben. Eher blutig“, redete Calix ohne nachzudenken. Lucy schien das egal zu sein.
Er seufzte. „Na gut, dann komm halt mit.“ Er machte eine auffordernde Handbewegung und ging nun endgültig zum Lost Souls zurück.

---> Lost Souls (http://www.globalgameport.com/showthread.php?24304-Narshad-The-Lost-Souls&p=878636&viewfull=1#post878636)

Calix
07.07.2014, 22:02
<--- The Lost Souls
---> Narshad, zweite Ebene

Er atmete reflexartig tief durch, als er das Lost Souls verließ, bis ihm wieder auffiel dass er immer noch von Tonnen an Gestein bedeckt war. Er schüttelte das Gefühl der Beklemmung ab und konzentrierte sich darauf Bilder von herabstürzenden Steinen zu verdrängen. Er lies den Atem diesmal bewusst entweichen.
Die Umgebung um das Lost Souls war wie ausgestorben, trotz des ganzen Lärms, den sie verursacht hatten und trotz der Dampfschwaden, die sich ihren Weg nach draußen bahnten. Das dumpfe Wummern aus anderen Clubs in der Nähe tönte zu ihnen herüber, aber es fehlten sämtliche Anzeichen von Leben. Das Vergnügungsviertel wirkte wie ausgestorben. Dutzende Neonleuchten flackernden zwar überall, aber die Leere verlieh der Atmosphäre etwas Surreales.
Calix sog die in der Luft liegende Spannung in sich auf und konzentrierte sich darauf der Asari zu folgen, die überraschenderweise ziemlich zielstrebig voranschritt.
Sie liefen zuerst durch Hell erleuchtete Straßen. Ein paar Ratten huschten von ihnen weg, um die Ecken klapperten Mülltonnen. Musik kam aus anderen genauso ausgestorbenen Bars. Eine Söldnergruppe begegnete ihnen auf der Straße. Calix wollte sich schon auf sie stürzen, sie niedermachen, doch die Männer nickten ihnen kurz zu, grummelten was von Tosh und Arschlöchern, gingen weiter und verschwanden hinter der nächsten Gasse. Kurz wollte er ihnen nach, warum konnte er selber nicht sagen, doch er schob den Drang beiseite und folgte der Asari weiter durch die Gänge.
Er dachte an die letzten Stunden. Irgendwas stimmte nicht mit ihm. Dass seine krampfhaft verdrängten Erinnerungen wieder hervorbrachen, war eine Sache. Dass er dabei vollkommen instabil wurde, war eine andere – und zutiefst beunruhigend dazu. In den vergangenen Jahren war er immer vollkommen kalt und beherrscht gewesen. Immer etwas impulsiver und streitlustiger als seine langweiligen Artgenossen, aber nie wahnsinnig. Und jetzt hast du Visionen, metzelst Leute in Fahrstühlen ab, nur weil sie dich provozieren und rastest wegen jeder kleinen Sache komplett aus. Sehr gut Mister. Sie sind auf dem Weg der Besserung. Er schmunzelte. Zumindest war er noch zynisch. Es gab also noch Hoffnung.
Mittlerweile hatten sie hatten die hell erleuchteten Gebiete hinter sich gebracht. Lyria führte sie jetzt durch dunklere, engere und vor Dreck strotzende Gassen. Mal hierhin mal dorthin. Hier und da lagen Gestalten am Rand auf den Boden. Einige bewegten sich schwach, andere gar nicht.
Als ihm auffiel, dass die Gänge immer enger wurden, wollte er sich spontan die Asari schnappen und sie ungeachtet irgendwelcher biotischen Zaubertricks fragen, wo sie sie eigentlich hinführte.
Er schloss die Augen.
Öffnete sie wieder.
Der Impuls war verflogen
Sie verließen die Gasse und waren nun auf einem spärlich beleuchteten Platz und gingen weiter. Funktioniert doch: Calix der Meister der Selbstbeherrschung.

Ein Schrei ertönte in der Ferne. Sofort erinnerte er sich an die Frau, die in seinen Armen gestorben war. An seine Kindheit. Dann ein Knall. Dann Nichts. Etwas in ihm wollte losstürmen und irgendwas angreifen und zerstören. Wieder war Lyria das Erste, was ihm einfiel. Eine Sekunde später war das Gefühl wieder verflogen.
„Omega ist besser als das hier“, kommentierte er die Stille und überspielte seine innere Unruhe. Zwanghaft dachte er an die Kälte der Oberfläche und den Schneesturm, durch den sie gekommen waren und der Ax den Rest gegeben hatte. Zwei Tage hatte er der VI und somit auch Zet gegeben. Zwei Tage, die er hier nun fest hing. Ax musste mittlerweile bei dem Quarianer angekommen sein. Vielleicht wurde an seinem treuen Shuttle schon rumgebastelt.
Er wurde ruhiger. Zum ersten mal seit Stunden. Er nahm die Kälte von der Oberfläche und schloss sie in sein Inneres ein. Konzentrierte sich auf die Vorstellung von einem eiskalten Schneesturm der durch sein Inneres raste und sein inneres Feuer nicht auslöschte sondern einfror, es bewahrte und hütete. Eine gute Vorstellung.
Augen zu. Augen auf. Gefühl speichern.

Sie waren an einem Bereich angekommen wo Treppen in den Fels gehauen waren und nach unten verschwanden oder sich die Wände hochzogen. Die Rampen, die neben den Aufzügen den offiziellen Weg nach oben oder unten bildeten, waren nirgends zu sehen.
„Und das führt wirklich nach unten?“, fragte er und sah die enge Treppe, die nach unten führte, skeptisch an. Geniale Frage. „Also zur dritten Ebene?“, fügte er hinzu und betrachte skeptisch den für seinen Geschmack viel zu engen Abgang.

Arseni Vigo
16.07.2014, 19:58
< --- Narshad: Lost Souls

„Ich vermute schon“, erwiderte Arseni, knirschend und angeknockt. Eine Hand auf der Wange, irgendwie stets die Wunden abtastend, lief er etwas orientierungslos den anderen beiden hinterher. Wenn er Sterne hier unten fand, dann weil sie um seinen Schädel kreisten.

Das in Stein gehauene Treppengelände kam rüber als wäre es das letzte rustikale Utensil der Kolonie. Als man in die Erde reinbohrte, um sich vor der Kälte zu schützen, und als die Aufzüge und die Siedlung um die Treppen entstanden, blieben sie nur noch als Notausgang übrig. Passend, dass das gefährliche Geländer, wo viele Stufen zu knapp selbst für Menschenschritte war, nun ihr unscheinbarer Eingang in die dritte Ebene war.

Er tastete sich etwas voran, ungewollt und deshalb umso vorsichtiger. Für Calix könnte das ganze eventuell ein akrobatisches Wagnis werden. „Stell‘ dich nicht so an“, hörte er von hinten jemanden sagen. Tatsächlich erinnerte sich Arseni an ein Kind, das nicht ins kalte Wasser springen wollte. Der Zehner war zu hoch, und für den Fünfer reichte der Mut auch kaum aus…

Als er die ersten Schritte runtersetzte, musste er den Treppen zugutehalten, dass die Wand kernig und wellig genug war um sich daran effektiv festzuhalten. So hielt er sich mit einer Hand stets fest, und manchmal sogar mit beiden. „Man kommt schon runter“, flüsterte er, und winkte dann Calix und Lyria heran. Noch bevor er sagen konnte, ob sie ihm folgten, wandte er sich aber wieder dem Abstieg zu. Mit Bergsteigen hatte das nicht viel zu tun, aber die steilen Stufen, die manchmal nur bloß ein Vorsprung waren, stellten manches Mal sein Herz vor die Aufgabe einen Sprung ins Dunkel zu wagen.

Von hinten schien ihm das Licht auf den Rücken; Scheinwerfer von Calix‘ Rüstung mussten das sein. Als er sich umdrehte, erkannte er es nicht so wirklich. Praktisch war es schon, wenn man quasi in einem reduzierten Panzer umher schlurfte. Gatling Guns, Kommunikationszentrale… da waren Scheinwerfer wohl die billigste Anlage. Als sie tiefer kamen, sah erste Dinge von der dritten Ebene. Zuerst bloß Schilder, dann machte langsam die Wand auf und man sah durch Löcher hindurch… sah Licht und Schattenspiele, Feuer hier und dort… Doch noch wichtiger, man hörte etwas wieder! Raus aus der Stille der Treppen, wo man nur das schwere Atmen der drei Bergsteiger vernahm. Jetzt schlug wieder der Lärm zu. Die Gefahr. Da unten klirrte und schepperte es. Erste vereinzelte Schüsse kündigten den Konflikt an...

Arseni wollte lauschen, doch sah er schon nicht mehr hin, wohin er ging. Sah nicht auf den Weg vor ihm. Tollpatschig oder zwangsläufig griff sein Füßchen nach einer Stufe, die nicht mehr dort war. Keine Hand griff nach ihm, als er in das Dunkel fiel. Nur ein kurzer Schrei bevor er in der Dunkelheit aufschlug… „Aaaah, verdammt…“ Wehleidig rollte er sich am Boden herum. Von dort oben sah er Lyria und Calix, wie sie herabschauten. „Geht schon wieder, geht schon…“, atmete er schwer und richtete sich auf. Er griff sich an die Schläfe, na toll… ein weiterer Cut. Der Hinterkopf leicht klebrig. Schutt und Gestein fingen ihn auf, die Überreste der Steintreppe. Der Gestank einer Bombardierung umgab das Geröll. Doch jetzt lag er dort unten, die dritte Ebene. Kein Weg zurück rauf? Wen scherte das gerade… Sein Kopf brummte, Arseni, Punching Bag Deluxe. Griesgrämig zündete er sich eine Zigarette an, und humpelte weg vom Plätzchen seiner Pein. Er stolperte einige Male über das Gestein, quälte sich dort hindurch und hinab, rutschte ein paar Mal aus. Die Steintreppen endete unfreiwillig einige Höhenmeter über der dritten Ebene, so konnte man beinahe die Decke greifen, wenn man sie zu dritte eine Räuberleiter bilden würden.
Ein Vorsprung war nahe an dem Geröllhaufen, die Lichter der dritten Ebene schimmerten als wären sie der Horizont von dort oben. Er meinte, er stünde auf einer Klippe, doch stellte sich bald als Wohnheim dar, von wo eine Feuerleiter sie endgültig auf die dritte Ebene bringen würde. „Hier entlang“, rief er den anderen zu.. „glaube ich“, korrigierte er sich aber lieber nochmal selber.. Einen anderen Weg gab es wohl ohnehin nicht mehr.

->>> Dritte Ebene

Lyria Barian
18.07.2014, 00:35
Lyria stand zweifelnd vor der Treppe. DAS sah nun wirklich nicht nach dem offiziellen Weg nach Unten aus. Was auch immer das auf Antirumgon sein mochte. Hatte diese kleine, dreckige Straßenratte ihr die Schilder falsch erklärt? Sie getäuscht? Oder...
Bin ich den Fluchtweg-Signalen gefolgt? Oh Mann, Süße, du musst dich besser konzentrieren...
Dieser Agenten-Scheiß ist echt nicht meins...
Doch obwohl sie eine klare Linie, ein klares Missionsziel und ein regelmäßiges Einkommen vermisste, musste sie sich eingestehen, dass die Arbeit für ein Informations-Makler-Netzwerk was hatte. Fremde Orte, Aufregung und ein gewisses Maß an Freiheiten, was die Ausführung des Jobs anging.
„Und das führt wirklich nach unten?“, fragte der Elcor, „Also zur dritten Ebene?“
Geniale Frage.
"Nein, es führt zur Oberfläche.", gab die Asari gereizt zurück. Und gemahnte sich selbst zur Zurückhaltung.
Keine weitere Konfrontation mit dem Bulldozer.
Zumindest nicht, bis ich was gegessen und ein paar Stunden geschlafen hab.
Nein, verdammt!
Scheiß-Gedankenstimme.

Arseni ging voran. Zögerte.
"Was stellst du dich so an?", hörte Lyria sich selbst knurren. Der Mensch setzte seinen Weg fort, wobei er sich an der blanken Felswand abstützte. Lyria musste ihm allerdings zustimmen: Das Geländer lies Vertrauen sehr tief schlafen...
"Nun kommt schon.", zischte Arseni, ehe er weiter hinab stieg. Lyria trat auf die oberste Stufe.
"Gib mir nen Vorsprung.", sagte sie über die Schulter, "Wir haben's ja nicht so eilig, unten anzukommen." Ein letzter, tiefer Zug, dann schnippte sie ihre Kippe fort. Sie ertappte sich dabei, wie sie ihre Standard-Beinhaltung für den Kampf einnahm. Es erleichterte ihr, das Gleichgewicht zu halten. Und auf diesem wackeligen, altem Mistding konnte sie jeden Kniff brauchen. Da erstrahlte ihre Umgebung in hellem Licht.
"Na sowas." Sie musste grinsen. "Dieser riesige Haufen Altmetall, in dem du steckst, scheint ja ganz nützlich zu sein."
Du treibst es zu weit. Flüsterte diese zweite Gedankenstimme in ihrem Hinterkopf. Aber ihr war bewusst, dass das nicht das Problem war. Das Problem war, dass sie es genoss, den Elcor zu reizen...
Schüsse.
Lenkten ihre Aufmerksamkeit nach Unten.
Halt! Augen auf den Untergrund!
Im nächsten Moment war Arseni verschwunden und vor ihr klaffte ein Abgrund. Nur ihre über Jahrzehnte trainierten Reflexe bewahrten sie vor dem Schicksal des Menschen, der gerade in einem Berg aus Schutt gelandet war.
Sich mit einer Hand an dem wackeligen Geländer festhaltend rang die Pilotin um ihr Gleichgewicht. Sekunden schienen zu Stunden zu werden, in denen sie über dem Abgrund hing. Bis der Mensch die erleichternden Worte „Geht schon wieder, geht schon…“ ausstieß.
Calix leuchtete mittlerweile hinab. Arseni entfernte sich bereits von dem Ort seines Aufschlages. Lyria konnte spüren, wie das Geländer nachgab. Ihr blieb nichts als der kontrollierte Fall. Kaum, dass sie Boden unter den Füßen spürte, begann sie zu rollen. Kam auf, rutschte ein kurzes Stück Schutt hinab. Staub schlug ihr entgegen. Sie hustete ihn aus.
"Hier entlang“, vernahm sie Arsenis Stimme. Der Mensch stand ein gutes Stück vor ihr, wo die niedrige Decke des Treppenschachtes endete. So trat sie hinter ihn.
Sie konnte die Feuer sehen. Sie konnte Schüsse hören.

Na großartig. Willkommen auf Ebene 3. Bandenkrieg inklusive.

>>>> Dritte Ebene