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Thema: Mass Effect 3 - Dark Energy

  1. #1
    Film Friek Avatar von Deemonef
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    Standard Mass Effect 3 - Dark Energy

    Disclaimer: Mass Effect sowie seine Charaktere gehören mir nicht sondern BioWare und ich erhebe darauf keinen Anspruch und habe kein Interesse mit dieser Fanfiction Geld zu machen.

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    Iin diesem FF geht es mir darum Mass Effect mal so zu zeigen, wie es Drew Karpyshyn eventuell erzählen wollte. Ich nehme mir nicht raus zu sagen „so hätte es sein müssen!“ Ich versuche lediglich die Fakten, die Drew damals im Hinterkopf hatte und bereits verraten hatte zu visualisieren.
    Warum ich das mache? Nun wie viele andere war ich vom Ende von ME3 nicht grade begeistert… vorsichtig ausgedrückt. Jedoch ist mir ganz ME3 an vielen Stellen echt ein Dorn im Auge. Nach vielen Durchläufen und zahlreichen Gesprächen mit Freunden und Forenleuten, fiel mir auf, dass es nicht nur mir so geht. Viele wissen, dass ME3 an unglaublich vielen Stellen nicht durchdacht wirkt und um ehrlich zu sein richtig faul. Gewisse Dinge wirken wie halbherzig hingeworfen und das ärgert mich. ME1 war so ein grandioser Meilenstein, aber davon ist in ME3 fast nichts mehr zu finden.
    Story, Charaktere, es hätte so viel besser sein können. Sicher denken jetzt viele, dass es so schlimm nicht ist und ich nicht übertreiben solle, aber für mein Verständnis ist es das. Jeder darf anders darüber denken, aber für mich ist ME3 zwar ein tolles Spiel, mit geilen Momenten, aber eben ein schlechter Abschluss für Mass Effect.

    Diese FF wird ein Experiment. Es wird sicher an einigen Stellen nicht wie eine fortlaufende Story wirken, sondern ehr episodenhaft. Zudem fiel es mir schwer, wo ich anfangen soll. Ich hätte sagen können, einfach am Anfang von ME3, aber davor ist schon viel schief gelaufen. Für die die es gelesen haben, das 4. Buch der ME Reihe, und der Ankunft DLC...

    Worum geht’s also genau? Ich will ein ME3, jedenfalls storytechnisch entwickeln, was den Ursprungsideen treu bleibt. Dabei stütze ich mich auf Drews Aussagen, den Konzeptzeichnungen von Matt Rhodes und den Stories von ME1 und ME2. Ich versuche nach den „Kapiteln“ kurz zusammenzufassen warum ich „Änderungen“ vorgenommen habe.

    Okay, dann fangen wir mal an. Ich bin wie immer für Feedback und Vorschläge offen. Wer etwas Berechtigtes an ME3 oder anderen Storyteilen auszusetzen hat, kann mir gerne schreiben Nennen wir es ein Gemeinschaftsprojekt. Da ich nicht mit allen möglichen Paragon-Renegade-Romanzen-etc. Möglichkeiten jonglieren kann. Nutze ich frecherwesie einfach mal meinen ersten jemals genutzten Shepard Ein Mann, durch und durch Paragon und mit Ash zusammen. Ich starte am Ende von ME2. Der Ankunft DLC wird als nicht existierend hingenommen, da meiner Meinung nach damit die Verfehlungen angefangen haben:

    John saß in seiner Kabine und war sich sicher, dass Richtige getan zu haben. Es war keine halbe Stunde her, als er dem Unbekannten mehr oder minder gekündigt hatte. Er hatte die Verbindung zu seinem angeblichen Vorgesetzten von EDI unterbrechen lassen, nachdem John dem Chef von Cerberus klar gemacht hatte, dass er niemals wie der Unbekannte handeln würde und alles nur eine Zweckgemeinschaft war, um die Kollektoren aufzuhalten. Zu einigen Zeitpunkten war John sogar davon überzeugt, dass Cerberus sich geändert hatte. Vorbei waren die Experimente mit Dreschschlunden, Rachni und andere Lebewesen. Schluss mit der Pro-menschlichen Terrorvereinigung. Aber immer wieder verhielt sich der Unbekannte falsch. Verschwieg etwas, agierte gegen Shepard und das war das, was John mitbekamt. Es ging dem Unbekannten nicht nur darum die Menschen vor den Kollektoren zu retten. Kurz nachdem John eine Art Reaperlarve, die fast wie ein Mensch aussah, vernichtet hatte, wollte das Oberhaupt von Cerberus die Heimatstation der Kollektoren haben. Er wollte, dass sie Cerberus gehöret. Das war der Tropfen, der das Fass voller Misstrauen zum überlaufen gebracht hatte. Selbst Miranda, die Nummer zwei neben dem Unbekannten, war sich sicher, dass diese Station zerstört werden musste.

    Da wer er also. John Shepard, wieder einmal der große Held. Erst Saren, die Geth und die Sovereign und nun die Kollektoren. Vorerst waren der Frieden und die Sicherheit wieder hergestellt. Aber wie lange würde das andauern? John erinnerte sich an die Daten, die aus der Kollektorenstation gerettet werden konnten. Beispielsweise Darstellungen von den Reapern selbst. Dieser Feind war immer noch da draußen und er kam näher. Shepard machte sich keine Wunschvorstellungen. Die Sovereign wurde bezwungen, was verhindert hat, dass die Reaper direkt vom Orkusnebel in die Galaxie einfallen konnten. Doch dort würden diese mächtigen Wesen sicher nicht für alle Ewigkeit warten. Es war möglich, dass Sie eine andere Möglichkeit finden würden, oder, dass sie einfach aus eigener Kraft in die Galaxie eindringen würden. Zweiteres würde sehr lange dauern, jedoch ist ‚sehr lange’ nicht die Ewigkeit und irgendwann wären die Reaper da. Es lag also an Shepard einen Weg zu finden diesen Feind aufzuhalten. Doch alleine konnte das nicht geschafft werden. Er brauchte Hilfe, und diesmal nicht nur von einem kleinen Team. John musste es endlich schaffen den Citadelrat und die Militärs der Völker davon zu überzeugen, dass die Reaper sehr wohl real waren und eine erhebliche Gefahr darstellten. Shepard hatte neue Beweise und selbst wenn diese nicht anerkannt werden würden, würde der Spectre jeden Tag vor den Rat treten. Jeden Tag mit ihnen reden und bitten, wenn nicht sogar betteln. Hier ging es nicht um Stolz, sondern um das Überleben der gesamten Bevölkerung der Galaxie. Doch bevor John das tat, musste er zurück zur Allianz. Als Mitglied von Cerberus würde man ihm kaum Gehör schenken. Zudem hatte der Commander ganz klar gemacht, dass die Zweckgemeinschaft nun beendet war.

    John verließ sein Quartier und begab sich in den Besprechungsraum, dabei wurde er neugierig von den Blicken seiner Crew verfolgt, denn diese wusste auch nicht genau wie es weitergehen sollte. John stellte sich vor den Tisch mit dem Quantenverknüpfungskommunikator und erhob seine Stimme: „EDI, kannst du mich mit der Arcturus Station verbinden?“ Die KI ließ nicht lange mit ihrer Antwort warten: „Das dürfte kein Problem darstellen, darf ich aber darauf aufmerksam machen, dass für den Moment der Kommunikation unser Standpunkt bestimmt werden kann?“ John lächelte: „Das ist nicht weiter wild. Ich habe nicht vor mich zu verstecken.“ Es dauerte nicht lange bis EDI die Verbindung hergestellt hatte, anfangs gelangten sie in die Zentrale, in welche alle Anfragen einlaufen. Als John aber seinen Namen genannt hatte und wen er sprechen wollte, wurde er auch relativ zügig verbunden. Nach knapp drei Minuten ertönte die Stimme von Admiral Steven Hackett, welche der Spectre seit seiner Mission gegen Saren nicht mehr gehört hatte. „Commander Shepard? Sind Sie es wirklich?“ – „Natürlich“, lächelte John, „sind sie an einem Terminal mit holografischer Projizierung? Ich würde dieses Gespräch gerne von Angesicht zu Angesicht führen.“ Nach einem knappen ‚ja’ senkte sich der Tisch und kurz darauf erschien der Admiral vor Shepard. Es war nur der Bereich knapp über den Armansätzen, zudem war das Bild verwackelt. Bei dem Anblick musste Shepard wieder mit Schrecken daran denken, wie fortschrittlich doch Cerberus in so vielen Bereichen war. „Tut gut ihre Stimme zu hören, Commander. Es ist lange her.“ Wieder konnte John ein Lächeln nicht verbergen: „Mehr als zwei Jahre für sie, für mich aber nur gefühlte Wochen.“ Der Admiral nickte: „Ich habe schon von Anderson gehört, dass sie wohl von den Toten erweckt worden sind. Normalerweise halte ich solches Gerde für bescheuert, aber in ihrem Fall bin ich wirklich froh, dass es sich als wahr herausgestellt hat. Aber genug davon, warum wollten Sie mich sprechen?“

    John straffte seine Haltung: „Ist es schwer einen als ‚im Einsatz vermissten’ Soldaten wieder zu reaktivieren?“ Hackett zog überrascht eine Augenbraue nach oben: „Wollen sie nicht mehr bei Cerberus mitspielen?“ Shepard verzog wütend das Gesicht: „Ich habe es Anderson gesagt, es Ashley Williams gesagt, meiner Mutter in einer Mail geschrieben und eigentlich jedem verdammten Altbekannten mitgeteilt, dass ich mit Cerberus nur zusammengearbeitet habe um die Kollektoren aufzuhalten, weil es niemand anders gemacht hat. Ich bin fertig mit Cerberus!“ Hackett weitete die Augen: „Soll das heißen…“ – „Ja“, unterbrach der Commander, „die Kollektoren sind besiegt, unsere Kolonien sind wieder sicher.“ Nach einem Moment des Schweigens legte der Admiral seine Hand ans Kinn „Ich hatte nicht damit gerechnet… hören Sie, Shepard. Wir konnten nicht viel unternehmen wegen den Kolonien, wegen…“ – „Ich weiß schon“, kam es mit einer Mischung aus leichtem Zorn und Wehmut, „es hätte enorme politische Probleme gegeben, da sich die Ansiedlungen nicht im Ratssektor befanden. Ich kann ihnen das nicht vorwerfen. Aber das Problem ist aus der Welt und es gibt jetzt Wichtigeres zu tun!“ Der Admiral nickte: „Sie sprechen von den Reapern? Anderson hat mir davon erzählt… genau wie dem Rest vom Allianzhauptquartier.“ Die Art des Stimmfalls, ließ nicht Gutes verheißen. „Shepard, der Rat glaubt ihnen nicht und auch der Allianz fehlt es da an Beweisen.“ John verschränkte die Arme vor der Brust: „Alle von der Allianz, Sir?“ Hacketts Augenlid zuckte: „Ich bin nicht senil, Commander. Das war kein Gethschiff, was da vor knapp zwei Jahren die Citadel angegriffen hat und ich habe keinen Grund anzunehmen, dass Sie uns belogen habe, was Saren angeht, die Reaper und die Informationen von Ilos.“ Irgendwie fiel dem Commander ein Stein vom Herzen, dass nicht alle so blind waren. „Zudem glaube ich stark, dass der Rat nur so tut, als glaube er es nicht. Oder ich will das glauben, da mir diese Vertreter sonst als total dämlich vorkommen! Haben Sie neue Beweise, die die Existenz der Reaper belegen gefunden?“ Darauf nickte der Commander.

    Der Admiral sammelte seine Gedanken: „Es wäre ein Leichtes Sie wieder in den Dienst aufzunehmen. Aber es lässt sich nicht verheimlichen, dass Sie für eine Terrorgruppe gearbeitet haben!“ John stand da und grinste über beide Ohren: „Keine Ahnung was Sie meinen, Sir“, Hackett sah vollkommen schockiert aus, „ich habe lediglich einen strenggeheimen Spectreauftrag ausgeführt. Ich kann ja nichts dafür wenn Cerberus ihre Schiffe nicht richtig abschließt und ich es einfach mitnehmen kann. Zudem konnte ich die armen Seelen an Bord, die für Cerberus arbeiten ’Mussten’ gleich aus dieser Terrorvereinigung befreien.“ John stand eine Weile da und ließ die Zähne blitzen. Nach einem Moment schüttelte der Admiral belustigt den Kopf: „Erlauben das die Spectrerichtlinien?“ – „Spectre haben Richtlinien?“ Nun war es Hackett, der grinsen musste: „Ich werde das dem Hauptquartier schon irgendwie schönreden können. Aber sie müssen sich wirklich von Cerberus lossagen. Das heißt, dass alle“, er deutete Anführungszeichen mit seinen Fingern an, „’armen Seelen’ sich einer Befragung aussetzen, damit wir demnächst nicht mehrere Schläfer unter uns haben. Zudem muss ihr Schiff generalüberholt werden. Sehen ob dort Wanzen sind und die ‚Lackierung’ muss abgeändert werden. Ich verstehe sowieso nicht, warum eine Vereinigung wie Cerberus, die als Terrorvereinigung bekannt ist, oder eben geheim operieren will überall gut sichtbar ihr Symbol hinklatscht!“ John nickte: „Ich werde mit der Normandy zur Arcturus Station kommen und…“ – „Warum fliegen sie nicht gleich zur Erde? Da würden wir die Umrüstung vornehmen.“ John sah kurz zu Boden: „Ich muss dort noch etwas erledigen, danach kann die Normandy gerne zur Erde gebracht werden.“ Hackett nickte: „Das war ein sehr merkwürdiges Gespräch, aber ich bin froh, dass wir Sie wieder haben, Commander. Betrachten Sie sich bis zur offiziellen Neueingliederung bitte wieder als vollwertiges Mitglied der Allianz.“ John salutierte vor dem Admiral, welcher daraufhin nickte: „Ich erwarte Sie dann hier.“ Damit wurde die Verbindung getrennt. Der Tisch hob sich und John stand noch eine Weile einfach in dem Raum, bis EDI ihn aus seinen Gedanken riss: „Soll ich Kurs auf die Arcturus Station nehmen?“ – „Noch nicht“, kam es sehr nachdenklich, „bevor wir das machen, muss ich noch mit der gesamten Crew reden. Verbinde mich bitte mit allen Lautsprechern auf dem Schiff, EDI“ – „Sofort, Commander.“

    Sofort stellte EDI die Verbindung her und Shepard konnte auf der gesamten Normandy gehört werden. „Für alle die es noch nicht gehört haben: Ich habe vorhin meine Arbeit mit dem Unbekannten beendet und somit auch die Arbeit für Cerberus“, diejenigen Crewmitglieder die davon noch nichts wussten waren mitunter ziemlich schockiert. „Ich wollte von Anfang an nur ein Bündnis zum Zweck. Zeitweilen dachte ich sogar, Cerberus wäre der bessere Partner um meine Ziele zu erreichen, aber nach allem was der Unbekannte getan hat, kann ich diesen Weg nicht mehr beschreiten“, er hielt kurz inne um seine Worte zu wählen, „ich kehre zur Allianz zurück und werde die Normandy mitnehmen. Jeder der mich begleiten will kann das tun. Denn jeder hier an Bord weiß, was dort draußen lauert und das wir es aufhalten müssen.“ Wieder machte John eine Pause: „Ich zwinge niemanden dazu. Jeder der lieber bei Cerberus bleiben möchte oder aus anderen Gründen die Normandy verlassen möchte kann dies tun. Ich werde jeden der das will bevor wir zur Arcturus Station fliegen absetzen. Denn ich will niemanden etwas vormachen, alle hier an Bord haben mit Cerberus zusammengearbeitet, auch wenn ich sicher das Hauptquartier davon überzeugen kann, dass keine Gefahr von der Crew ausgeht, werden Sie aus Sicherheitsgründen wohl jeden vorerst unter Arrest setzen.“ John tippte auf dem Terminal des Tisches einige Befehle ein und sah sich die kleine Galaxiekarte mit deren Portalverbindungen an. „Da wir uns momentan im Omeganebel befinden und sicher einige das Schiff verlassen wollen, könnten wir auf Omega Halt machen, danach fliegen wir zur Citadel, da Omega ja nun mal nicht der Sicherste Ort ist, und von dort aus zum Allianz Hauptquartier.“ Shepard schloss die Galaxiekarte wieder: „Wer immer das Schiff verlässt: Es war mir eine Ehre mit ihnen zusammen diese Mission erfolgreich zu Ende gebracht zu haben.“

    Nach dieser Durchsage durchschritt der Commander das Schiff um herauszufinden, wer die Normandy verlassen möchte. Erstaunlicherweise gab es kaum jemanden der Menschen, der gehen wollte. Selbst Rupert Gardner blieb. Trotz seiner Ansichten bemerkte er im Laufe der Mission, dass Cerberus nicht nur Gutes tat, zudem erkannte er, dass die zahlreichen Aliens ans Bord keine Last sondern echte Kameraden waren. Lediglich ein Techniker und ein Soldat verließen auf Omega die Normandy. Miranda hatte bei der Mission auf der Kollektorenstation endgültig gemerkt, dass der Unbekannte kein Heiliger war. Als sogenannte Nummer zwei von Cerberus war sie sicher wertvoll für die Allianz, aber sie machte sich keine Hoffnungen, auch sie würde vorerst unter Arrest gesetzt werden und sich einer ewig langen Befragung aussetzen müssen. Genauso dachte auch Jacob, ebenso wie Gabby, Ken und auch Kelly. Es würde nicht leicht werden für sie, aber jeder wusste was auf dem Spiel stand. Jack verließ das Schiff auch auf Omega. Zum einen gefiel ihr die Station zum anderen hatte sie keinen Bedarf zum Hauptquartier der Allianz zu fliegen. Jack hatte in vielen Systemen horrende Kopfgelder auf sich ausgesetzt, sie war eine gesuchte Mörderin und zudem ein frischer Flüchtling. Sie hatte sich dem Commander gegenüber geöffnet und war sicher nicht mehr ganz so grausam wie vor der Mission, aber sie war bei Weitem keine Heilige, darum verabschiedete sie sich mit einem Lächeln und war sich sicher Shepard wiederzusehen, wie sie sagte: „Spätestens, wenn den Reapern der Arsch aufgerissen werden müsse!“

    Zaeed stieg ebenfalls auf der kriminellen Station aus. Er hatte zwar nicht so viel mit Cerberus zu tun, aber er war nun mal durch und durch ein Söldner und wollte dem Berufsbild weiter nachgehen, aber er sagte ebenfalls, dass er sicher kommen würde, wenn Shepard ihn bräuchte. Die gleichen Sätze sagte auch Kasumi, die die Crew auf der Citadel verließ. Sie war eben eine Meisterdiebin und wollte da weitermachen, wo sie aufgehört hatte: Dinge stehlen und Nervenkitzel erleben, und irgendwie den Leuten helfen. Thane verabschiedete sich auch und kehrte zu seinem Sohn zurück. Beide hatten sehr viel zu klären. Samaras Schwur war erfüllt, weswegen sie nicht mehr unter Shepards Befehl stand. Sie danke dem Commander und begab sich auf die Citadel. Von dort aus flog sie zu ihren beiden Töchtern, um ihnen zu sagen, dass deren Schwester nun keine Gefahr mehr war und somit einer ihrer Eide als Justikarin erfüllt war. So konnte sie ihre beiden Kinder wenigsten gelegentlich besuchen. Grunt würde es nie zugeben, aber er war traurig seinen Kampfmeister verlassen zu müssen. Der Kroganer flog von der Citadel aus nach Tuchanka um dort im Urdnot Clan ein wertvolles Mitglied zu werden… und um seinen Fortpflanzungsanfragen nachzukommen. Tali konnte auf Omega ein Schiff ausmachen, dass unterwegs zur Migrantenflotte war. Die Quarianerin kehrte zu dieser zurück um weiterhin für ihr Volk da zu sein. Zwar würde ihr neuaufgelegter Name sie zeichnen, aber das würde Tali nicht daran hindern weiterzumachen. Ob nun der Idee nachzujagen die Heimatwelt wieder zu sehen, die Daten von Haestrom auszuwerten, oder aber den Gethkonflikt weiter zu verfolgen, der, seitdem sie Legion kannte, für sie in einem ganz anderen Licht dastand. Legion selbst wurde von Shepard ein kleines Schiff auf Omega gekauft mit welchem er zurück zum Perseus-Nebel fliegen konnte. Der Geth hatte laut eigener Aussage viel herausfinden können und war Shepard dankbar. Nachdem Legion sah, dass der Commander die Übernahme der Kollektorentechnologie ausgeschlagen hatte versicherte er Shepard dem Kollektiv davon zu berichten und dass sie Shepard erreichen würden, wenn die Reaper kommen.

    Mordin Solus flog von der Citadel aus auf seine Heimatwelt zurück. Es gab einiges zu erforschen in Hinblick auf die Genophage. Nicht nur die genetische Seite. Nach seiner Mission auf Tuchanka dachte der Professor über sich und seine Taten nach. Er dachte an die Kroganer und ob die Entwicklung der Genophage nicht doch fragwürdig war. Das war natürlich gefährliches Gedankengut und grade auf Sur’Kesh sicher kein leichtes Thema. Garrus blieb einige Tage auf der Citadel und kehrte dann nach Palaven zurück. Denn er erinnerte sich an sein letztes Gespräch mit seinem Vater, kurz bevor Shepard seinen alten Freund auf Omega gerettet hatte. Die beiden Turianer mussten ebenfalls einiges klären. Der Rest der Crew blieb und würde sich allem stellen, was von der Allianz kommen würde. EDI musste kurz vor der Ankunft auf der Arcturus Station noch instruiert werden. Seit Joker ihre Fesseln entfernt hatte war sie eine wahrlich freie KI. Sie sollte sich aber vor der Allianz lediglich als VI ausgeben, da KIs im Citadel Raum verboten sind. EDI verstand das und beschloss einfach zu lügen, wenn sie gefragt werden würde, was sie ja dank ihrer neuen Freiheiten konnte.

    Es war von der Citadel aus nur ein Portalsprung bis zum Arcturus-System. Joker durchlief einige Kilometer vor dem Hauptquartier die Ankunftsprozeduren und das Schiff konnte nach der Bestätigung von Shepards Identität landen. Die Normandy glitt sanft in die Andockbuchten und schon zu diesem Zeitpunkt standen einige Vertreter der Allianz neben dem neu angekommenen Schiff, und alle bis auf einen hatten ihre Waffen bereits im Anschlag. John stieg als erster aus. Er durchschritt die Luke und am anderen Ende war sogleich Admiral Hackett zu finden. Dieser schien fast zu grinsen, was den Commander etwas verwirrte. Als die beiden Männer nah genug beieinander standen und jeder salutiert hatte, musste der Admiral Shepard etwas zuflüstern: „Als Sie sagten, dass sie hier her kommen, fand ich das wunderbar, dass Shepard endlich wieder bei der Allianz sein wird. Aber glauben Sie ich habe auch nur mit einer Silbe daran gedacht, dass ich dem Personal aus den Andockbuchten erzählen muss, dass Sie in einem Cerberusschiff kommen?“ Nun grinste auch John. Der Admiral deutete mit einem Kopfnicken zu all den bewaffneten Soldaten in den Buchten: „Die dachten doch tatsächlich Cerberus will unsere Station angreifen. Ich habe eine halbe Stunde gebraucht um hier alle wieder halbwegs zu beruhigen“, danach blickte er ernst zur Normandy und musste erneut über die Cerberussymbole den Kopf schütteln, „wie viele Personen sind noch an Bord?“ – „Vierundzwanzig, Sir.“ Der Admiral nickte seinen Männern zu, welche die Waffen danach senkten. „Das deckt sich mit dem was Mr. Moreau mir geschickt hat.“ Shepard zog eine Augenbraue nach oben: „Sollte das eben ein Test sein“ – „Ich wollte nur sehen, ob die Arbeit bei Cerberus ihrer Ehrlichkeit geschadet hat“, er lächelte, „bin froh, dass es nicht so ist.“ Der Admiral legte in seiner gewohnten Manier die Hände auf den Rücken: „Demnach sind an Bord Jeff Moreau und Karin Chakwas, zwei, wie Moreau es sagte, ‚übelste Schwergewichte von Cerberus’ und zwanzig weitere Mitarbeiter von Cerberus…“ – „Ehemalige Mitarbeiter, Sir“, ergänzte John, worauf hin Hackett nur nickte. „Das wird keine leichte Zeit für ihre Crew. Cerberusschläfer sind gewieft, wir dürfen uns keine Fehler erlauben. Wir werden alle vorerst hier behalten. Sie fliegen mit mir so schnell wie möglich zur Citadel“ – „Ich dachte es geht zur Erde?“, wunderte sich der Commander. Der Admiral schloss gleich daraufhin an: „Ich bin leider einer der wenigen der ihnen glaubt, Commander. Aber das darf nicht sein. Wir müssen den Rat davon überzeugen, dass die Reaper existieren. Hoffentlich sind ihre neuen Beweise gut. Morgen fliegen wir, Sie wollten hier ja noch etwas erledigen“, John nickte, was Hackett aber nicht genügte: „Was haben Sie denn vor? Sie haben das nicht erwähnt“ – „Ich weiß, Sir. Ist etwas Persönliches.“ Damit salutierte John erneut und machte sich bereit zu gehen, jedoch wartete er auf das Okay des Admirals. Als dies kam, lehnte John noch einmal den Kopf nah an den von Hackett: „Sorgen Sie bitte dafür, dass die Crew gut behandelt wird. Das sind keine Verbrecher. Sie haben sehr viele Leben gerettet.“ Hackett nickte nur und ließ den Commander dann gehen. Kurz darauf begaben sich einige der Allianzsoldaten in das Innere der Normandy.

    John ging relativ zügig durch die Gänge der Station. Benutze einen Fahrstuhl und erkundigte sich mehrfach nach dem Weg. Kurz darauf stand er vor einer Quartierstür. Er betätigte das Signal, was darauf im dahinterliegenden Zimmer deutlich zu hören war. Kurz vor der Selbstmordmission hatte sich John in seine Kabine zurückgezogen und war seinen eigenen Gedanken nachgegangen. Alle schwirrten nur um eine Person. Er erkundigte sich über teils inoffizielle Kanäle, wo sich diese Person zurzeit befand. Nach einigen Minuten der Suche erfuhr John, dass sich der Gesuchte seit einer äußerst heiklen Mission auf der Arcturus Station befand. Die Tür öffnete sich und die Frau die heraustrat war unglaublich schockiert. „Hi, Ash… ich habe deine Mail bekommen. Ich wollte…“, zu mehr kam er nicht. Der Operations Chief fiel dem Commander so schnell um den Hals, dass dieser fast nach hinten kippte. Ihre Arme schlossen sich ruckartig um John. Ash gab dem Mann, den sie einst verloren hatte einen so sehnsüchtigen Kuss, dass ihr die Tränen beinahe gekommen wären. Nach einer knappen Minute trennten sich die beiden wieder. Ashley trat einen Schritt zurück. Mit ihrer üblichen Allianzhose und dem weißen Unterhemd wirkte sie so bezaubernd und so stark wie eh und je. „Diese Mail… ja…“, sie suchte nach Worten, „ich war so sauer auf dich, als du auf Horizon aufgetaucht bist… aber kurz danach dachte ich daran, was wohl gewesen wäre, wenn das unsere letzte Begegnung war… ich hab mich verhalten wie ein Arsch!“ – „Allerdings“, kam es trocken von John, worauf hin Ash kurz auflachte, „ich denke wir müssen einiges aufarbeiten. Ich schulde dir zwei Jahre.“ Ashley nickte und ging wieder in ihr Quartier, woraufhin John ihr folgte. Shepard war tot und während der letzten Missionen immer wieder kurz davor diesen Zustand erneut zu erlangen, bei solchen Momenten denkt man an das, was einem noch Halt gibt. Und neben dem Wunsch die Galaxie zu retten, ist das mitunter einfach das Gefühl, dass einem nur eine einzige Person schenken kann.

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    So. Ein etwas schnulziger Ausgang, aber ich denke mir ging es da nicht anders, als vielen anderen… Die Kaidan und Ash Romancer in ME1 wurde ja „derbe“ enttäuscht in ME2. Da musste man ja schon fast zwangsweise eine Romanze mit den anderen Leuten eingehen

    Okay, viel Neues ist noch nicht passiert. Aber ich brauchte erstmal einen Einstig. Ab jetzt geht es immer weiter mit ‚erneuerten’ Geschichtsparts. Wie gesagt, es geht mir nicht nur um das Spiel, sondern auch um Buch 4 etc.

    Und nun die Versprochenen Erklärungen warum ich einiges bisher abgeändert habe:

    Jack: Jack ist wieder gegangen und somit der Allianz aus dem Weg. Auch wenn ich den Charakter mag, ich sehe nicht, wie man aus ihr eine Lehrerin machen konnte. Es ist einer dieser halbherzigen, faulen Fakten, die uns gegeben wurden aber nie aufgeklärt wurden. Nehmen wir an ihr seit Eltern und ihr bekommt die Nachricht, dass euer Kind eine neue Lehrerin bekommt, welche eine mehrfache Mörderin ist, psychisch krank, in vielen Systemen gesucht wird, zu Aggression neigend, halb nackt rum läuft, tätowiert am ganzen Körper ist und erst kürzlich aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Hand aufs Herz: Würdet ihr eure Kinder noch auf die Schule schicken? Klar, wir Gamer wissen, dass sie einen ‚Wandel’ durchgemacht hat… aber auch nur wenn man Paragon spielte und ihre Loyalitätsmission gemacht hat. Ansonsten ist sie genau wie vorher. Auch wenn ich zugeben muss, dass Jack im Endeffekt als Lehrerin was taugt, ist es meiner Meinung nach nicht möglich zu erklären wie das passierte.

    Ankunft DLC: Wie gesagt habe ich den rausgenommen, weil hiermit irgendwie der schlechte Weg für ME3 geebnet wurde. Ich nenne einfach mal den plausibelsten Grund, warum man den rausnehmen muss. Die Reaper warten zwsichen den Zyklen im Orkusnebel (im Original Dark Space). Also der Raum zwischen den Galaxien, welcher mehrere Millionen Lichtjahre ‚breit’ ist. Laut dem Ende von ME2 bewegen sie sich, weil ja Sovereign versagte quasi ‚per pedes’. Grob sagt man, dass man für ein Lichtjahr mit Lichtgeschwindigkeit ungefähr ein Jahr benötigt. Reaper verfügen ja über ÜLG Antriebe, vielleicht könnten wir davon ausgehen, dass sie diese viel länger benutzen können, als die bekannten Raumschiffe. Ich habe mal eine kleine Rechnung aufgestellt anhand der Daten, dass die Reaper vom Vipern-Nebel bis zum Kites Nest ungefähr 6 Monate brauchen. Das würde heißen, dass Reaper konstant mit 11facher Lichtgeschwindigkeit fliegen müssten.
    Ankunft könnt ihr gleich nach Horizon spielen. Am Ende ist es ja so, dass die Reaper schon in unserer Galaxie sind. Das Massenportal im Vipern-Nebel soll ja zerstört werden. Damit die Reaper nicht mit diesem Relais die gesamte Galaxie schnell bereisen können. Wir zerstören das Portal, aber trotzdem gelangen die Reaper in den Nebel, also sind sie in unserer Galaxie. Spielt man danach die Selbstmordmission, sehen wir am Ende, wie dieses gewaltige Reaperheer noch Ewigkeiten von unserer Galaxie entfernt ist…
    Man kann mir ja vorwerfen: Dann spiel den DLC doch am Ende von ME2. Aber die Tatsache dass es möglich ist, sollte mich doch zweifeln lassen. Zudem klappt das alles auch nur wenn meine Rechnung stimmt. Müsste also heißen, dass die Reaper, wenn sie gleich nach Sovereigns ‚Versagen’ losgeflogen sind ‚nur’ 22 Lichtjahre von unserer Galaxie entfernt gehaust haben.
    Aber dann frage ich mich, warum die Reaper in ME3 so extrem schleppend vorangekommen sind

    Samara: Ich habe sie zu ihren Töchtern gelassen, weil wir in den Shadow Broker Intels lesen können, dass sie ihren Eid der Einsamkeit nur wegen Morinth aufnahm, danach ist sie von ihm wieder erlöst. Zudem weiß ich noch nicht genau, wie ich das Thema Ardat Yakshi angehen werde. Samara sagt in ME2 explizit, dass es nur zwei weitere AYs gibt. Auch wenn es neben ihrem Wissen, andere geben könnte, so erwähnt sie nie ein Klostern mit hunderten von ihnen.

    Cerberussymbole: Wenn ich ehrlich bin habe ich überlegt diese auch komplett zu streichen. In den Büchern und ME1 wurde Cerberus als so schlimm erachtet, dass man regelrecht Panik vor ihnen hatte. Entlarvte man ein Mitglied wurde es sofort wenn möglich gefangen genommen. Als man in Buch 3 eine Station entdeckte wurde diese sofort angegriffen und übernommen. In teil zwei prangert an der Normandy schön sichtbar das Cerberussymbol. Genau wie auf Jacobs und Mirandas Kleidung und später auf EDIs Körper. Wir haben mit download Content ja sogar richtig tolle Rüstungen von Cerberus. Klar machte man das aus diesem Identifikationsgrund für Gamer, damit man gleich sieht ‚aha, da gehöre ich also dazu’, so wie die meisten Game Wikinger wohl Hörnerhelme haben. Sicher könnte mir auch einer vorwerfen, dass Cerberus so geheim ist, dass man das Symbol gar nicht kennt, aber sollte man echt die Gefahr auf sich nehmen, so schnell entdeckt zu werden? Ist halt komisch.

    Okay, das war der Anfang. Mal sehen wie es weitergeht

  2. #2
    Ich bin an der Bar Avatar von Beauci
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    hei,
    bin nach langer zeit mal wieder hier,
    netter einstieg, bin gespannt,w as du draus machst.
    sag bescheid, falls du weitermachst
    Mein rasend Herz zur Faust geballt
    wird euch den Raubzug befehlen
    die klare Stimme zum Himmel schallt
    dem Schicksal das Glück zu stehlen

    - In Extremo, Mein rasend Herz-

  3. #3
    Newbie Avatar von xsm4sh3r
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    Hey,
    bin zwar noch neu hier muss aber sagen super story und freu mich schon auf mehr.
    MfG

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