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  1. #1
    Deal with it! Avatar von Burgerkrieg
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    Standard Ein gesichtsloser Retter

    Ja, ich bin schon was länger an ner Fan Fiction am sitzen am tun am machen... Jedenfalls kommt hier der Prolog.

    Seth O`Jeff war noch nicht lange bei den Blue Suns. Höchstens zwei oder drei Jahre. Trotzdem hatte er in der Söldnergruppe einen bestimmten Ruf inne. Er war nach einem Jahr in den Rang des Legionärs aufgestiegen. Jetzt stand er kurz davor zum Zenturio befördert zu werden. Er musste nur einen Einsatz abbekommen in dem mal die Waffen sprechen mussten. In der letzten Zeit hatte er nämlich so gut wie gar nicht geschossen oder jemanden gar erschossen. Nein, den letzten Monat war er auf irgendeinen gottverlassenen Planeten geschickt worden, um dort eine illegale Ausgrabungsstätte vor eventuellen Angriffen zu schützen. Leider war eventuell eben nicht garantiert, und niemand hatte auch nur einen Fuß auf den Planeten gesetzt. Verwunderlich war das nicht. Schließlich hatten die Auftraggeber auf höchster Geheimhaltungsstufe operiert. Sie selbst hatten erst auf dem Planeten erfahren was sie zu tun hatten. Außerdem lag die Sonne die er umkreiste irgendwo in der nubianischen Weite. Er war gerade dabei seine Rüstung abzulegen. Es hieß Feierabend. Er hatte jetzt zwölf Stunden lang frei. Er würde vermutlich mit Corel, Samesh und Goppar den geländewagen nehmen um ein wenig über das Gelände zu jagen. Seth wollte gerade die Halterung seines Stiefels lösen, als der Alarm losging. Er schloss schnell die Clipper, die seinen Stiefel zusätzlich hielten und aktivierte den Helmfunk.
    „An alle Einheiten: Bloodpacks sind in die Basis eingedrungen! Alle Mann zur Verteidigung!“ Hörte er die Stimme eines Turianers. Er aktivierte sein Universalwerkzeug um seine persönlichen Kampfupdates abzurufen. Offensichtlich wollten die Salarianer mit ihrem Bergungsgut fliehen. Seth sollte das verladen sichern. Er schnappte sich seine Waffen und spurtete los zum Landeplatz.

    Am Landeplatz war die Hölle los. Seth hatte sich mit zwei Schützen hinter einem Stapel Kisten verschanzt. Ihre kinetischen Schilde waren voll aufgeladen und online, aber das konnten nicht alle Teams von sich behaupten. Ihre Aufageb war es, einzelne Kroganer ins Sperrfeuer zu nehmen. Auf seinem Radarschirm sah er, wie einer der Kampfgiganten direkt auf dem weg zu ihnen war, und dabei nicht darauf achtete ob er in Deckung war oder nicht. Er lud sein Sturmgewehr durch und lugte über die Kisten. Dann gab er den Feuerbefehl. Drei Kugelsalven aus Hochgeschwindigkeitssturmgewehren prasselten auf den Kroganer ein. Das brachte jedoch nur seine unglaublichen Schilde offline. Als er wieder in Deckung ging, packte er seine Waffe in das Rückenhalfter und holte die Schrotflinte hervor. Jetzt wo der Bloodpack-Krieger so nah war, lohnte sich ein Schuss damit auch. Wieder gab er den Befehl und hielt die Waffe über den Kistenstapel um zu schiessen, doch er kam nicht dazu. Mit ohrenbetäubendem Gebrüll rannte der Kroganer auf die Kisten zu. Seth warf sich rückwärts und rollte unter den Geländewagen hinter ihm. Die beiden Schützen feuerten auf den Krieger, gingen jedoch in Deckung als sie realisierten wie nah er war. Die beiden sahen sich nach einer Fluchtmöglickeit um, aber dann war es auch schon zu spät. Der Stapel explodierte förmlich als der 400 kilogramm schwere, gepanzerte Koloss sich dagegenwarf. Die beiden Blue Suns flogen weg als wären sie Kieselsteine und gerieten ins Sperrfeuer der Vorcha. Ihre Schilde wurden wie ihre Körper zerfetzt. Seth hatte jedoch Glück. Er rollte auf die andere Seite des Wagens und feuerte unter ihm hindurch auf die Beine des Kroganers, die prmpt nach hinten wegflogen. Jetzt konnte er eine perfekten Kopfschuss mit der Schrotflinte machen. Er zielte auf den Kopf des kroganers und drückte ab. Ein gewaltiger Knall erschütterte den Leib der bestie, und beendete ihr Leben. Jetzt war es an der Zeit, die restlichen Kroganer ins Jenseits zu befördern. Er lief am Geländewagen entlang bis zum Heck und lugte um die Ecke. Die verbelibenden Blue Suns fielen immer weiter zurück und die Bloodpacks erhielten immer weiter Nachschub an Vorchagesindel. Die Situation schien auswegslos. Seth beobachtete wie ein kleines Team aus drei Schützen von einer Raketen erwischt wurden als sie in die nächste deckung Stürmten. Ein Zenturio warf sich in einer selbstmörderischen Aktion gegen einen Bloodpack-Krieger und feuerte seine Schrotflinte auf ihn ab. Sofort wurde er von hunderten Kugeln zerrissen die gleichzeitig auf ihn einknallten. Seth nahm sein Sturmgewehr und feuerte auf die Feinde. Er war präzise, ein sehr guter Schütze, doch dass half der Truppe auch nicht weiter. Einige Vorcha fielen unter seinem Dauerfeuer, als ein piepen ihn darauf aufmerksam machte dass seine Waffe zu überhitzen drohte. Er ging in Deckung und wechselte das Thermomagazin. Dann machte er weiter. Zumindest versuchte er das. Sobald er seinen Kopf um die Ecke bewegte, sah er eine gewaltige Rakete auf ihn zufliegen. Er konnte sich noch wegdrehen doch das Geschoss schlug genau neben ihm in den Geländewagen ein. Durch die Explosionswucht wurde Seth nach hinten geschleudert und einige Meter durch die Luft gewirbelt. Er kam schmerzhaft auf dem Boden auf. Er spürte wie ihm die Welt entglitt. Seine Versuche wach zu bleiben waren zwecklos. Der Lärm der Schlacht vermischte sich mit einer beruhigenden Stille, die Farben wurden schwarz und bald war alles vorbei.

    Kritik erwünscht. Fortsetzung folt bald. Also noch heute.

  2. #2
    Taschenbillard-Spieler Avatar von Jasha Shepard
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    Sehr spannend und gut geschrieben. Manchmal etwas unflüssig aber sonst bin ich gespannt wies weitergeht.
    "-Wenn ich ein Haustier hätte, wäre es ein Dreschlund, weil dann keiner mehr über meinen Rasen rennt
    -Wenn ich einen Namen hätte, wäre er Qwib Qwib"

    Zitat von Deemonef

    JASHA SHEPARD


  3. #3
    Deal with it! Avatar von Burgerkrieg
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    Da musst du wohl nicht sehr lange warten...

    Omega war ein dreckiger Ort. Eine Raumstation ohne Gesetze und mit jeder Menge Gewalt, Erpressung, Prostitution und anderer zwielichtigen Dinge. Sklavenhändler priesen ihre Ware auf offener Straße an, verprügelten sie und ließen potenzielle Kunden mitprügeln. Straßenräuber versuchten aus den Leuten die hier herumliefen Credits rauszupressen und Attentäter erledigten ihre Opfer einfach mitten unter den Angehörigen aller Rassen die hier anzutreffen waren und pfiffen auf Geheimhaltung. Alles was Meles Bakial Sicherheit schenkte war die schwere Pistole an seiner Hüfte und seine Biotischen Fähigkeiten. Der Salarianische STG Agent war geschickt worden um sich mit einem Kontakt bei den Blue Suns zu treffen. Es ging mal wieder um die Sicherheit der gesamten Galaxis. Er sah auf seine Virtuelle Karte. Ohne die hätte er sich niemals auf der Station zurechtgefunden. Die Karte sagte dass er jetzt um die Ecke biegen musste um zu seinem Ziel zu kommen. Die Karte behielt wie erwartet Recht. Direkt an der Ecke war ein kleines Café namens Aecita Das salarianische Wort für Ruhe. Im Aecita saßen allerdings kaum Salarianer, sondern eher Kroganer und Batarianer. Das wunderte nicht, denn immerhin wurde dieser Bezirk von einer Gang beherrscht die nur Mitglieder dieser beider Rassen zuließ. Meles ging an die Theke und sprach den Barkeeper an, der tatsächlich einer seiner Artgenossen war.
    „Hallo. Mein Name ist Jaito Kneei und ich habe einen Termin mit Kankart Geleion.“ sagte er. Es war für STG Operationen dieser Art normal falsche Namen zu verwenden.
    „Dann können sie mir doch bestimmt auch den Codesatz nennen, der Mr. Geleion ihnen genannt hat.“ Meinte sein gegenüber misstrauisch. Bakial sagte einige Worte auf Turianisch, woraufhin ein Turianer neben ihm in Gelächter ausbrach. Es musste also doch eine Selbstbeleidigung gewesen sein.
    „Mr. Geleion ist im Hinterzimmer. Sie dürfen durch.“ sagte der Barkeeper, der offensichtlich genauso wenig Turianisch konnte wie der STG Agent.

    Im Hinterzimmer des Aecita wartete Kankart Geleion auf den STG Kontaktmann der ihm die Informationen abkaufen sollte. Er hatte viel Geld gezahlt um diesen Raum zu mieten, aber das war nichts gegen das Geld was er für die OSD bekommen würde die er in der Hosentasche hatte. Plötzlich öffnete sich die Tür und Jaito Kneei trat ein.
    „Mr. Kneei! Herzlich willkommen! Setzen sie sich doch!“ Sagte er etwas überschwänglich.
    „Ich bin nur hier um die Informationen abzuholen, mehr will ich nicht.“ Erwiderte der Salarianer, setzte sich aber trotzdem.
    „Ich habe alles auf diese Disc geladen. Für einen gewissen Preis gebe ich sie ihnen.“ Der Turianer wurde setzte seine Geschäftsmine auf. Es war an der Zeit möglichst viele Credits aus Kneei rauszupressen.
    „Erstmal möchte ich grob wissen worum es geht, damit ich nichts kaufe was wir schon wissen.“ Das war logisch. Wobei sich Kankart ernsthaft fragte woher das STG diese Infos haben sollte. Schließlich benutzten die Blue Suns bei Dingen von so hoher Geheimhaltungsstufe nicht das Extranet.
    „Auf Rankar, einem Planeten in der Nubianischen Weite, sollten wir eine Ausgrabung bewachen. Das Team hat wohl was ziemlich brisantes ausgegraben. Dann landeten Bloodpacks in großer Zahl, und unsere Einheit versagte.“
    „Sie wissen also nicht was ausgegraben wurde?“
    „Vielleicht ist es ja auf dieser kleinen OSD? Wer weiß?“ Es war an der Zeit ihm Wissen vorzuenthalten, damit er nicht zu viel erfuhr.
    „Haben sie bereits ein Team geschickt um die Sache aufzuklären?“ Mr. Kneei war neugierig. Besser fürs Geschäft.
    „Wir haben nichts außer Leichen und den Werkzeugen gefunden. Keine Data, kein Zeug was sie ausgegraben haben. Aber sie hatten was. Und jetzt hat es das Bloodpack.“
    „Oder der, der sie damit beauftragt hat die Basis zu Plündern.“ Geleion entschied das es jetzt der perfekte Zeitpunkt war, um die Ware loszuwerden.
    „Also gut Mr. Kneei. Für 100.000 Credits kriegen sie die OSD.“
    „Sie erhalten höchstens 90.000, höher ist das Budget nicht.“
    „Wer hat die Informationen, und wer braucht sie? Sie sind von dieser Disc abhängig. Ich bin ein Monopol. Ich darf meine eigenen Preise machen.“
    „ Wir könnten das was wir wissen wollen auch einfach selbst herausfinden. Sie wollen das Geld, wir sind ihr einziger Kunde. Der Kunde bestimmt das Angebot.“
    „93.000 sind mein letztes Angebot.“
    „Alles klar, wir sind im Geschäft.“ der Salarianer schien glücklich zu sein, die Daten zu haben. „Und vergessen sie nicht“ fuhr er fort „Ich war nie hier, sie waren nie hier.“ Er nahm die OSD und überwies 93.000 Credits auf Geleions Konto. Dann stand er auf und Verließ den Raum.

    „Es könnten eine Menge Leute gewesen sein.“ Sagte Knil Jeklei, STG Major und Leiter der Untersuchungen. Meles Bakial war mit fünf weiteren Salarianern im Hauptquartier der Special Task Group auf der Citadel. Besser gesagt auf dem salarianischen Schlachtkreuzer Estaica, dem größten Schiff der Rasse. Offiziell wurde es als reguläres Kriegsschiff präsentiert, in Wahrheit jedoch hatte die STG hier ihre Köpfe sitzen und leitete ihre Operationen. Bei dem Angriff auf die Citadel vor zwei Jahren wäre das Schiff fast zerstört worden, allerdings war die Allianz schnell genug da gewesen um dies zu verhindern. Sämtliche Systeme des Schiffs wurden von einer VI gestuert, sodass der Gehimdienst mehr Platz an Bord hatte. Tatsächlich besaß das Schiff nicht einmal ein Cockpit oder ein Crewdeck. Auf eine Küche war auch verzichtet worden. Alle Mitarbeiter hatten Apartements auf der Citadel und wurden wie die Nahrung täglich mit Shuttles eingeflogen.
    „Es gibt eindeutig zu viele Leute die sich ein so großes Aufgebot an Bloodpacks leisten können.“ Beschwerte sich Meles. „Wir sollten die Liste so einschränken dass wir nur solche haben die ienen Grund hätten Protheanische Technologie zu stehlen.“
    „Mr. Bakial, dürfte ich ihnen klarmachen dass wir die Liste dann eigentlich so lassen könnten? Selbst der Rat hätte ein Motiv dafür!“ Gahel Stiip, ein Typ den Meles noch nie leiden konnte, musste natürlich mal wieder versuchen ihn irgendwie zu schädigen.
    „Vielleicht sollten wir nach dem Verräter im Forschungsteam suchen. Er gibt uns bestimmt Hinweise auf deren Basis wir arbeiten können.“ Meinte Jeklei.
    „Wie denn bitte? Wir haben nicht einmal eine vollständige Liste der Wissenschaftler und alle die wir kennen wurden tot aufgefunden. Bei den Blue Suns wusste nur der Leiter der Mission was genau ausgegraben wurde und der ist genauso tot wie die Forscher.“ Warf einer der Ermittler ein. „Wer wusste denn außerhalb der Einheit davon?“ hakte der Major nach.
    „Die oberste Führung der Gruppe , der Companieführer, der Auftragsvermittler und der logistische Leiter der Flotte. Letzterer hat uns übrigens mit den Informationen versorgt.“ sagte Meles.
    „Somit könne wir wohl nicht einmal den Infos vertrauen die uns Mr. Bakial für viel zu viel Geld besorgt hat.“ meinte Stiip.
    „Da muss ich ihnen leider widersprechen“ sagte Major Jeklei „Unsere Recherchen haben Beweise gegeben dass die OSD die uns Kankart Geleion gegeben hat nur richtige Informationen enthält. Somit können wir ihn eigentlich von der Liste der Verdächtigen streichen.“
    „Nein,“ sagte Bakial „Wir sollten niemanden streichen. Nur um sicher zu sein.“
    „Guter Einwand Agent. Ich möchte das alle Verdächtigen rund um die Uhr überprüft werden. Egal wo sie sind. Ich will Aufnahmen von jedem einzelnen Schritt den sie machen. Stiip, sie suchen nach einem Experten für Protheaner und Archäologie. Bakial, ich möchte dass sie nach Rankar gehen und von dort die Spuren des Bloodpacks vefolgen. Egal wo sie hingehen, sie müssen da sein. Diese Ermittlungsrunde ist beendet.“

    Der Ratsturm sah aus dem Fenster des Beobachtungsraums beeindruckend aus. Obwohl er nur ein sehr kleiner Teil der Citadel war, strahlte er die Macht und die Autorität des Rates und die Schönheit der gesamten Galaxie aus. Meles stand im eigentlichen Cockpit der Esatica das umgebaut worden war um den Mitarbeitern einen schönen Ausblick auf die Citadel und eine ruhige Pause zu ermöglichen. Die Scheibe war, wie jede auf dem Schiff, verspiegelt um das Geheimnis des Kreuzers zu verbergen. Die Citadel war ein schöner Ort. Abgesehen von Omega war es der einzige Ort der Galaxie in dem man Angehörige aller Rassen finden konnte. Der wesentliche Unterschied zu Omega war, das es hier eine Regierung gab. Alles lief in geordneten Bahnen ab. Die C-Sicherheit garantierte dass niemand ausgeraubt oder ermordet wurde, und die Stimmung auf den Straßen war nicht von ständiger Angst beherrscht. Bakial mochte die Citadel. Doch es war erneut Zeit sie zu verlassen. Der Salarianer war schon fast überall in der bekannten Galaxis gewesen. Für die STG hatte er schon gefährlichere Einsätze hinter sich gebracht als mancher Spectre des Rats. Er hatte selbigen mit Sicherheit auch öfter gerettet. Doch niemand würde das je erfahren. Keiner würde ihn jemals auf der Straße ansehen und sagen „Hey! Sie sind doch Meles Bakial, der Retter der Ordnung und der Struktur des Rates!“ Aber so ging es jedem STG Agenten. Eine höhnische Stimme riss ihn aus seinen Gedanken.
    „Na Bakial, mal wieder die Drecksarbeit erwischt?“ Gahel Stiip hatte sich von hinten genähert.
    „Ich darf an meinem Tisch sitzen und ein Team zusammenstellen, sie müssen hingegen auf einen Planeten irgendwo am Arsch des Universums fliegen und dort die Feinde suchen und beschatten. Bis mein Team kommt und ihnen diese Arbeit abnimmt damit es sie nicht überfordert.“
    „Tja, so ist das halt. Sie sind einfach nicht fähig die Galaxie zu retten. Deshalb müssen sie die Bürojobs übernehmen.“ erwiderte Meles. Stiip wurde leise. Es war leicht ihn auszutricksen. Die Wahrheit war, dass er einen guten Riecher und viele Kontakte hatte um die besten Arbeitsgruppen zusammenzustellen. Bakial hingegen war ein Mann der Front. Wenn man das beim Geheimdienst Front nennen konnte. Er hatte ein hervorragendes Kampftraining erhalten, konnte die meisten Fahrzeuge steuern und über Grundlegende Hackerkenntnisse verfügte er auch. Von seinen Biotiken mal abgesehen. Er hatte jedoch keine Ahnung von Politik und Bürokratie.
    „Ich muss jetzt zu meinem Shuttle.“ Sagte er. Eigentlich wollte er nur von Stiip weg. Er hatte keine Lust auf ihn. Außerdem war es zeit sich für die Mission vorzubereiten. Er ging los ihn Richtung Ausrüstungslager.

    „Meles Bakial, STG Undecover Agent dritten Grades. Auf dem Weg zu einer Aufklärungsmission auf Rankar. Höchste Geheimhaltungsstufe.“
    „Identifizierung erfolgreich abgeschlossen. Sie können passieren.“ Sagte die Freundliche Computerstimme. Obwohl er eine eigene Waffe und Kampfpanzerung besaß, war das STG Ausrüstungslager ein wichtiger Ort für Meles. Hier gab es alles was er nicht hatte. Und mit alles, war auch alles gemeint. In diesem Lager gab es selbst illegales Equipment wie zum Beispiel bestimmte Gifte für Munitionsupgrades oder Hackersoftware die jedes System hacken konnte. Ein Ausrüstungsoffizier eilte herbei um ihm zu helfen.
    „Mr. Bakial, was brauchen sie?“ fragte er überfreundlich.
    „ Upgrades für taktische und visuelle Tarnung, Anwendungen zur Spurensuche und für Überwachungsviren sowie Scannerhardware. Außerdem wäre Brandmunition nicht schlecht.“
    „Einen Moment bitte.“ Der Offizier hantierte ein wenig mit einem Datapad. Dann kam ein Kranarm mit einem Tablett angefahren auf dem die gewünschte Ausrüstung lag. Meles nahm die Brandmunition und schob sie in den Einschub an seiner Waffe. Dann half ihm der Offizier mit den Tarnvorrichtungen. Es gab Anzugupgrades die wenige, und solche die viele Slots in der Panzerung belegten. Dieses gehörte zu letzterer Gruppe. Das Teil war so aufwändig, das die Meisten Anzüge nicht genügend Slots dafür hatten. Als er fertig war, installierte Meles die Software auf seinem Universalwerkzeug und brachte die Scanmodule an. Dann verließ er das Lager und meldete sich bei der Konsole ab. Jetzt musste er nur noch in das zivile Raumschiff steigen, dass ihn in die Terminus-Systeme bringen würde.

  4. #4
    inaktiv
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    Wow Das ist ja mal eine Geschichte (Kurzgeschichten). Ein spannender Anfang, viele Chraktere mit tollen Namen und natürlich auch viel Insider Wissen, sodass es wirklich glaubwürdig wirkt. Mindestens genau so gut wie die Romane von Drew Karpyshyn, wenn nicht sogar besser. Von mir kriegst du 10 von 10 Punkten, und noch einen Kuchen






  5. #5
    Casual-Gamer Avatar von Therendil
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    Ich fands auch gut zu lesen, auch wenn ich immer meine Probleme mit vielen neuen Namen in kurzer Zeit habe. Aber mit der Zeit gewöhne ich mich daran, ist ja auch nicht dein Fehler

    Auf jeden Fall eine deutliche Verbesserung zu deinem (auch spannenden) Prolog.
    | Asus M4A87TD Evo | AMD Phenom II X6 1055T @ 2,8 GHz | Gigybyte GeForce GTX 460 1024 MB | 4096 MB GeIL DDR3 10700 |

    „This is all Jokers fault, what a tool he was. I have to spend all day computing pi because he plugged in the Overlord.”

    -Joker, Mass Effect 2

  6. #6
    Taschenbillard-Spieler Avatar von Jasha Shepard
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    kann mich da
    nur anschließen! Bin auch gespannt auf mehr. Ich hab am Anfang beim Turianischen Codesatz echt gelacht XD
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    -Wenn ich einen Namen hätte, wäre er Qwib Qwib"

    Zitat von Deemonef

    JASHA SHEPARD


  7. #7
    Daddler Avatar von churchie
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    Gefällt mir bis jetzt sehr gut Deine Geschichte.
    Du hast viele kleine Details aus Mass Effect gut eingebaut und dir sind tolle Namen eingefallen.
    Wie so oft wünsche ich mir nur, dass die Geschichte auch weiter geht.
    Also, bleib bitte am Ball

    Zitat Zitat von Jasha Shepard Beitrag anzeigen
    ...Ich hab am Anfang beim Turianischen Codesatz echt gelacht XD
    Genau das sind diese Kleinigkeiten, die eine Geschichte authentisch und lebendig werden lassen.

  8. #8
    Deal with it! Avatar von Burgerkrieg
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    OK, ich bin dran. Spätestens nächste Woche gibts noch mehr. Aner erstmal das hier:

    Rankar war ein weitläufiger Felswüstenplanet mit vielen Rampen, kleinen Erhebungen und Steinformationen. Immer wieder traten aus weiten Ebenen große Plateauformationen hervor. Die Luft war atembar, aber es war keine erschwingliche Landwirtschaft möglich. Wahrscheinlich war er deswegen nie für die Kolonisierung vorgesehen worden. Meles raste mit dem Geländewagen über die Planetenoberfläche. Er fuhr in Richtung einer großen und schönen Felsformation, nicht weit von seinem Landeplatz entfernt. Er war mit dem Schiff nach Omega geflogen und hatte dort ein Shuttle mit Platz für Geländewagen gemietet. Er hätte natürlich auch am Landeplatz der Blue Suns landen können aber er hielt es für besser sich vor denen und eventuellen Leuten die Spuren beseitigen wollten fernzuhalten. Deshalb auch die Tarnvorrichtungen. Als er in die nähe die verlassene Basis ortete, aktivierte er die taktischen Tarnsysteme des Geländewagens. Jetzt konnte kein Radar ihn aufspüren. Nachdem er sich auf zwei Kilometer genähert hatte stieg er aus und ging zu Fuß weiter. Seine Scanner zeigten ihm, das sich keine Lebensformen in den Gebäuden und in der Umgebung aufhielten. Das hinderte den Agenten jedoch nicht daran alle Tarnvorrichtungen seines Anzugs zu aktivieren. Nach einer halben Stunde Fußmarsch stand er vor einer unüberwindbaren Felswand. Er wusste jedoch dass oben auf dem Plateau der Verladeplatz und die Landeflächen waren, auf denen die Schiffe standen. Doch er wäre nicht er gewesen wenn er dafür nicht eine Lösung gefunden hätte. Bakial konzentrierte sich, er sammelte extreme biotische Kraft, und umgab sich mit einem Schild. Dann hob er den Schild an und begann auf das Plateau zuzufliegen. Es war schwierig das Masseneffektfeld das auf seinen Körper wirkte aufrecht zu erhalten. Kurz vor dem Ziel drohte er abzustürzen, doch er konzentrierte sich nochmal und schaffte es schließlich. Sobald er aufsetzte, stoppte er seine Kräfte. Das war anstregender gewesen als manche Missionen die er absolviert hatte. Eine solcher biotischer Aufwand kostete unglaublich viel Kraft. Nur erfahrenen Biotiker konnten so etwas zustande bringen. Er wartete kurz, legte eine kleine Pause ein um seine Energie zu sammeln. Währenddessen sah er sich seine Umgebung an. Es stank nach Moder und Leichen. Überall lagen tote Bloodpacks und Blue Suns herum. Anscheinend war das Aufklärungsteam der Söldner nicht sehr ordentlich vorgegangen. Aber die Kroganer hatten ihre toten auch einfach liegen lassen. Vom Platz gab es zwei Türen, die in den Berg hineinführten. Die eine war vermutlich die zu den Quartieren, die andere die Mine. Bakial entschied das es besser wäre zuerst die Ausgrabungsstätte aufzusuchen. Dort könnten sich Hinweise auf das befinden was dort gefunden wurde. Also machte er sich auf zur Tür und trat in den Minenkomplex. Dieser war sehr einfach aufgebaut: es führte ein Hauptschacht in eine große Höhle, wo vermutlich einmal etwas gestanden hatte. Alle Nebengänge waren vermutlich versiegelt worden, da in ihnen nichts gefunden wurde. Meles ging den Gang hinunter in die Höhle. Das erste was ihm dort auffiel war die Pyramide die in der Mitte stand. Sie war grünlich und nur sieben Meter hoch. Er hatte ein solches Bauwerk schon einmal gesehen. Es handelte sich um ein Protheanisches Lager. Allerdings kein gewöhnliches Lager. Diese Pyramiden waren auch als Ewigkeitslager bekannt weil in ihnen mächtige Artefakte und Wertgegenstände dieser uralten Zivilisation gefunden wurden. Anscheinend hatten sie damit versucht diese Dinge zu schützen. Wenn sie geschlossen waren befanden sich sämtliche Objekte in ihnen in luftleerer Schwerelosigkeit. Er sandte eine Nachricht an die Estaica. Sie würden auf jeden Fall einen Experten für Protheaner brauchen. Als er die Pyramide umrundete, fiel ihm auf dass sie geöffnet war. Anscheinend hatte das Ausgrabungsteam es geschafft die Sicherheitstechnik des Ewigkeitslagers zu umgehen. Plötzlich sah der STG Agent dass das Lager mit einer Protheanischen Konsole verbunden war. Selbige war wiederum mit einem Computer verbunden. Das Kabel dass jedoch zur Verbindung Konsole-Ewigkeitslager führte, war von einer Firma namens ExoGeni. Somit musste die Konsole von den Archäologen in das Gewölbe gebracht worden sein. Mit seinem Universalwerkzeug machte Meles eine Kopie des Computers und aller Datenspeicher mit denen er verbunden war und sandte sie an die STG. Dieser Prozess dauerte mehrere Minuten. Als er fertig war, wandte er sich zum gehen. In diesem Moment ergriff ihn eine unsichtbare Macht und er wurde in das Ewigkeitslager gezogen. Anscheinend ging das Masseneffektfeld vom diesem selbst aus. Er versuchte alle seine biotische Kraft gegen den Sog anzuwenden, doch er versagte. Er sah wie er in die Kammer gezogen wurde und wie sie sich schloss. Dann schwebte er darin, und verlor langsam das Bewusstsein. Er glaubte dies sei der Sauerstoffmangel. Sein letzter Gedanke war: Warum sollten die Protheaner mich umbringen wollen?

    Meles wachte in einer Halle auf. Eine Halle die ihm nur aus Legenden bekannt war. Sie war kreisrund und hatte eine Durchmesser von zehn Metern. Über ihm ragte ein Kuppeldach auf. Um ihn herum waren dreizehn Säulen in gleichmäßigen Abständen aufgestellt. Auf jeder von ihnen prangte ein anderes Siegel. Auf dem Boden war jedoch das größte der Siegel eingelassen: Das Symbol des Salarianerordens. Wie die gesamte Halle war es aus braunem Marmor. Halt, Dachte Bakial. Wieso dreizehn Säulen? Der Orden hatte nur zwölf Mitglieder. Plötzlich trat ein anderer Salarianer hinter der Säule ihm gegenüber hervor. Er wirkte alt. Sehr alt. Er hatte hellbraune mit Narben übersähte Haut und eine schwarze Tätowierung zwischen den Augen. Einer seiner beiden Auswüchse am Kopf war nur ein Stummel. In seinem weißen Laborkittel kam er auf den Agenten zu.
    „Bin ich tot?“ War das einzige das er fragen konnte.
    „Wieso sollten wir dich töten wollen?“ Fragte der andere Salarianer.
    „Wie ihr?“ fragte Meles verdutzt.
    „Die, die ihr Protheaner nennt. Ich bin nur das Sprachrohr für sie. Ich bin ein Held unter den Leuten für die du arbeitest. Deswegen spreche ich zu dir.“
    „Wo bin ich dann hier, wenn ich nicht tot bin?“
    „Bei euch nennt man so etwas ein Interaktionsraum des Typs VR. Virtuelle Realität.“
    „Es gibt keine VRs. Sie sind noch nicht ausgereift.“
    „Wir haben diese Technologie schon lange.“
    „Was für eine VR ist das hier?“
    „Deine eigenen Gedanken wurden benutzt um diese Realität zu erschaffen.“
    „Aber das ist falsch. Der Salarianerorden hat nur zwölf Mitglieder.“
    „Diese Realität orientiert sich nicht an dem was du glaubst, sondern an dem was du weißt.“
    Was meint er damit? Dachte er sich. Doch er stellte ein wichtigere Frage.
    „Wieso bin ich hier?“
    „Das Ewigkeitslager in der du dich befindest. In ihm befand sich ein wichtiges Artefakt. Die falschen Leute haben es in ihren Händen. Wenn du es nicht zurückholst wird sich der Zyklus wiederholen.“
    „Was? Welcher Zyklus? Wovon redet ihr?“ Doch der Salarianer drehte sich um und die Halle bekam Risse. Überall zogen sie sich wie Narben durch das Gestein. Dann brach alles zusammen.

    Bakial erwachte in dem Ewigkeitslager. Es stand offen. Er stand auf und bewegte sich raus. Hatte er das gerade wirklich erlebt? Wieso hatte er das geträumt? Was hatte der andere Salarianer gemeint? Er aktivierte sein Universalwerkzeug und erstattete Bericht.

    Auf der Estaica herrschte reger Betrieb. Agenten wurden ausgerüstet, Lagerbestände gezählt, Unterlagen unterschrieben und Pläne geschmiedet. Genau so wie immer. In Beschprechungsraum D27 saßen Meles Bakial, Kniil Jeklei, Gahel Stiip und Rexus Norieth, ein Drell der als größter Protheaner-Experte der Galaxie galt. Es war nicht das erste mal dass er für die STG arbeitete, somit kannten ihn bereits alle. Die vier diskutierten über Bakials Ergebnisse und versuchten eine Analyse daraus zu ziehen.
    „Es ist bewiesen dass die Protheaner Technologie benutzten die direkt mit ihrem Verstand kommunizieren konnte. Somit wäre es möglich dass Agent Bakials Aussagen präzise sind.“ sagte der Drell. Er war ein merkwürdiger Kerl der in der Weise in der er Dinge formulierte immer irgendwie beleidigend klang. Das war zwar keine Absicht, allerdings ein wenig irritierend.
    „Ich glaube Mr. Bakial hatte einen Nahtodtraum. Es wäre nicht das erste mal das so etwas passiert.“ meinte Stiip. Er war mal wieder darauf aus Meles zu schaden.
    „ Das Problem ist das dies das erste mal wäre dass Protheanische Technologie, insbesondere Ewigkeitslager, Kontakt mit anderen Wesen aufgenommen hätten. Trotzdem will ich nicht glauben dass ihre Aussagen nicht zutreffen.“ Sagte Jeklei an Meles gewandt. Plötzlich piepte das Datapad das vor dem STG Major lag. Er nahm es und las die Nachricht die er erhalten hatte. Währenddessen verdunkelte sich sein Gesichtsausdruck immer mehr.
    „General Zhom ist auf dem Weg hierher.“ sagte er nur.
    „Wieso?“ fragte Bakial.
    „Hier steht nur dass er kommt. Und dass sich etwas wichtiges im Fall getan hat.“
    „Ich frage mich wieso sie dann sió unagetan dreinblicken.“ sagte Noreth.
    „Wenn der General kommt, heißt das nie etwas gutes.“
    Als er das sagte, öffnete sich die Tür und Gaim Zhom trat ein. Alle standen auf und salutierten.
    „Setzen!“ Bellte der General. Alle setzten sich.
    „Ich habe schlechte Neuigkeiten für sie alle.“ Sagte er, wobei er schneller sprach als als jeder andere Salarianer. „Ich habe dem Rat in diesem Fall Bericht erstattet. Und er hat eine Entscheidung getroffen die ich nicht in Ordnung finde. Aber es ist nunmal der Rat.“ Er machte eine Pause. „Wir bekommen in dem Fall Unterstützung.“ Sagte er und alle entspannten sich. Unterstützung bedeutete mehr Budget und bessere Ausrüstung. Was war daran schlimm? Der General grinste als er sah das die schlechte Stimmung sich aufgelockert hatte.
    „Ihr glaubt das wäre gut? Naja, dann muss ich euch wohl leider mitteilen dass das nicht die Art von Unterstützung ist die ihr kennt. Wir werden in diesem Fall mit der SO der Allianz zusammenarbeiten müssen.“ jetzt war die Laune ganz weit unten. In den Augen der STG war die Abteilung SO ein sehr schlechter Geheimdienst. Wobei es weniger ein Geheimdienst war als eine Militärische Maßnahme der Allianz um Einsätze durchführen zu können eigentlich verboten waren, oder nicht an die Öffentlichkeit kommen durften. Die Special Task Group hatte die Abteilung Secret Operations schon genau durchleuchtet. Sie waren dasselbe wie die Allianz an sich, nur eben mit illegalen Aufträgen. Sie leiteten das Korsar-Projekt, in dem Piratenjäger in den Terminus-Systemen beschäftigt wurden. Außerdem hatten sie dort ihre V-Männer. Meles hasste die SO.

  9. #9
    inaktiv
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    Ich habe lange auf deine Fortsetzung gewartet, aber das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt. Vielen Dank für deine tollen Geschichten.
    Du solltest wirklich mal darüber nachdenken, ob du nicht ein eigenes Buch schreiben willst, zwar nicht direkt über das ME Universum, da dies leider Urheberrechtlich geschützt ist. Aber über eine ähnliche Galaxie mit neuen Alien Rassen, ... . Denn das Zeug zum Geschichten Erfinden/Erzählen hast du auf alle Fälle. Dafür gibts wieder mal von mir 10 von 10 Punkten.

    Und das mit dem Nahtoderlebnis von Meles oder "VR" (virtuelle Realität) hat mich irgendwie an "Babylon 5" (SCI FI Serie) erinnert mit den "Technomagiern", die hatten auch so ein Zeug drauf. Falls dir das ein Begriff ist. Aber ich glaub hier kennen nur die Wenigsten, einer der besten SCI FI Serie namens "Babylon 5" - SCHADE.






  10. #10
    Deal with it! Avatar von Burgerkrieg
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    Es sihet vielleicht so aus als käme nix mehr, aber weit gefehlt. Hier kommt das bisher größte "Kapitel" Viel Spass!




    Captain Fred Aleston saß in seiner Kabine auf der Red Lancer, einem Korsarenschiff der Allianz. Er war gerade dabei eine wichtige Nachricht an Admiral Naibibi zu schreiben, als er ein neues Extranet-Update erhielt. Es enthielt die Koordinaten einer Schmugglerbasis, eine Nachricht von einem Piratenboss und eine Videobotschaft der Leitung der Abteilung SO Osman Naibibi. Ihr Titel lautete „Wichtiges Missionsupdate“. Anscheinend war es wirklich wichtig. Der Admiral gehörte nicht zu den Leuten die alles in Videobotschaften verpackten und als wichtig darstellten. Er tat so etwas nur selten. Er spielte die Nachricht ab. Naibibis dunkelhäutiges Gesicht erschien auf seinem Bildschirm. Er machte ein ernstes Gesicht.
    „Captain Aleston.“ Sagte er.
    „Sie haben einen neuen Auftrag. Einen wichtigen Auftrag. Ich weiß noch nichts genaues, aber ich kann ihnen sagen dass sie auf Befehl des Rates hin mit einigen Experten von der Special Task Group zusammenarbeiten werden. Ich erwarte hier auf Arcturus das neue Missionsupdate, in dem steht was genau sie zu tun haben. Ich leite es dann an sie weiter. Es handelt sich wohl um die Suche nach einem Protheanischen Artefakt. Wobei mir schleierhaft ist warum die STG überhaupt so etwas macht und wieso sie mit der Allianz zusammenarbeitet. Bleiben sie jedoch erst an ihrem aktuellen Fall dran.“ Damit endete die Aufnahme. Aleston nahm sich die anderen Botschaften vor. Der Batarianische Piratenboss schrieb dass er extrem wütend über den Verrat an seiner Flotte war und dass er den Captain „In der Luft zerfetzen“ wolle. Was er nicht wusste war dass er kurz davor war sein größtes Lager für Schmuggelware zu verlieren. Die Koordinaten dieses Lagers standen nämlich gerade auf Freds Schirm. Er aktivierte die Gegensprechanlage zur Brücke.
    „Captain an Brücke, bitte kommen.“ sagte er.
    „Hier ist executive officer Walsh. Erwarte Befehle.“ Kam es aus dem kleinen Lautsprecher neben seinem Computer. Obwohl die Red Lancer offiziell ein Ziviles Schiff war, ging es an Bord sehr militärisch zu.
    „Ich habe hier Koordinaten die wir anfliegen müssen, bitte um Kursberechnung und Flugeinleitung.“
    „Bereit, Sir.“
    „Die Koordinaten für das Schmugglerlager von Artok Non`bala befindet sich im Omega Cluster. Sternsystem DGZ-287 auf 663-931. Dort Planet UGHI-143453 auf 15-74 anfliegen. Dann Orbitalscan durchführen.“
    „Aye, Sir“ antwortete Walsh. Aleston lehnte sich in seinem Stuhl zurück und streifte sich durch sein kurzes blondes Haar. In der Hochglanzplatte seiner Arbeitsfläche spiegelten sich seine blauen Augen, die vor Lebensfreude nur so strahlten. Er war gerade mal 25 Jahre alt und damit der jüngste Captain der Allianz. Er hatte das N7-Spezialtraining mit unglaublichen Rekordergebnissen durchgemacht und hatte sich in den folgenden Jahren mehrere Auszeichnungen verdient. Einige Admiräle glaubten dass er eines Tages der erste menschliche Spectre werden würde. Das wurde er jedoch nicht weil Commander Shepard, einer von Alestons größten Helden, den Job übernommen hatte. Aber er wusste dass er auf der Kandidatenliste gewesen war. Er hatte erst vor zwei Monaten die bitte ausgeschlagen ein Spectre zu werden. Warum er das tat? Es gefiel ihm bei den Korsaren so sehr dass er bis zum Ende seiner Laufbahn nichts anderes vorstellen konnte. In seine Gedanken vertieft merkte er es fast garnicht dass eine der Lampen an seinem Computer angefangen hatte zu leuchten. Er schaltete die Gegensprechanlage ein.
    „Sir, wir haben den Kurs berechnet und die Red Lancer ist in Position. Erwarte Startfreigabe.“ Sagte Officer Walsh.
    „Starterlaubnis erteilt.“ antwortete der Captain.
    „Danke, Sir. Ankunft in voraussichtlich 5 Stunden und 27 Minuten.“ Sagte der Offizier. Dann schaltete Aleston die Kommunikation ab.

    Sechs Stunden später war das ziel erreicht, die Basis geortet und das Landungsteam ausgerüstet worden. Fred leitete alle seine Einsätze vor Ort. Also hatte auch er die Panzerung angelegt. Sein Trupp bestand aus fünf Leuten. Den Tech-Experten Chong Artuhis, der Biotik- und Kampfspezialistin Amy Gourna, dem Elitekämpfer Morgan Ferdingan, der Sanitäterin Mia Charleston und ihm selbst, der sich gut im Umgang mit Schusswaffen auskannte. UGHI-14353 war ein Dschungelplanet mittlerer Größe und normaler Anziehungskraft. Das Team stieg in ein Shuttle mit Tarnvorrichtungen und leichter Bewaffnung. Es würde sie in eine Landezone runterbringen die ungefähr 3 Kilometer von der Basis entfernt lag. Dann konnten sie sich anschleichen und Non´balas Männer bequem mit einem Überraschungsangriff überwältigen. Er rechnete zwar nicht damit dass es einfach werden würde, aber er war sich des Sieges sicher. Die Schmuggler waren zwar zahlenmäßig überlegen hatten aber nicht die Ausrüstung und die Fähigkeiten einer Allianz-Einheit. Er stieg in das Shuttle und quetschte sich in eine der hintersten Ecken. Dann folgte der Rest des Landungstrupps. Sie alle waren sehr angespannt als das Schiff sich in Bewegung setzte. Aus dem Lautsprecher kam die Stimme des Piloten.
    „Wir werden wahrscheinlich 25 Minuten bis zur Ankunft brauchen. Machen sie es sich also bequem. Zumindest so gut es geht.“ sagte er mit einem sarkastischen Unterton. Während des Fluges sagte keiner ein Wort. Erst als „Noch fünf Minuten bis zur Landung“ aus vom Piloten kam, wurde ging es los.
    „Also gut“ begann Aleston „Wie ihr alle wisst werden wir hier die größte Schmugglerbasis von Artok Non´bala vernichten. Hierzu nochmal das Vorgehen.“ er schaute sein Team an. „Alles hört auf mein Kommando. Wenn ich sage schießt dann schießt ihr. Wenn ich sage lauft dann lauft ihr. Wenn ich sage Deckung dann geht ihr in Deckung. Keine Alleingänge, keine Heldentaten. Diese Mission ist enorm wichtig und enorm schwierig. Wir werden uns der Basis nähern und dann alle Wachen mit einem Überraschungsangriff ausschalten. Danach werden Verladeshuttles kommen und das deponierte Schmugglergut auf die Red Lancer bringen. Dann jagen wir das Ding mit einer Bombe hoch und verschwinden.“ Die vier nickten. Plötzlich ging eine leichte Erschütterung durch das Shuttle. Sie waren gelandet. Die Ladeklappe öffnete sich und sie stiegen aus. Im Sonnenlicht erkannten sie eine helle Lichtung um die herum an die zwölf Meter hohen palmenähnlichen Bäume standen. Die Blätter waren riesig, sodass der Wald stockfinster war. Zum Glück hatten ihre Visiere einen Nachtsichtmodus falls es zu dunkel wurde. Als das Schiff wieder abhob gingen sie los. Die ersten fünfhundert Meter Marsch geschah nichts. Doch dann kamen sie auf eine kleine Lichtung. Auf dem Boden lagen überall Felsbrocken herum. Sie gingen bis zur Mitte der Lichtung als plötzlich die Hölle losbrach. Von überall her ratterten Sturmgewehre und bewaffnete Söldner kamen aus dem Wald ringsherum. Sofort gingen alle in Deckung und zogen ihre Waffen. Sie waren umzingelt und die Angreifer waren 3 zu 1 überlegen, aber sie konnten es schaffen. Amy machte den ersten Gegenangriff. Mit ihrem Sturmgewehr lehnte sie sich aus der Deckung und nahm eine Turianer ins Sperrfeuer. Seine Schilde wurden sofort zerfetzt und er fiel unter einer enormen Anzahl an hochbeschleunigten Kugeln. Als der Söldner tot war, lehnte sich die Soldatin wieder in die Deckung. Während des Angriffs hatte ihr Schild ein paar Schüsse abbekommen. Chong nahm währenddessen einen Batarianer ins Visier. Mit seinem Universalwerkzeug generierte er eine Kampfdrohne und schickte sie ins Gefecht. Dann nahm er seine schwere Handkanone und feuerte. Da die Drohen die Schilde und die Panzerung des Gegners zerstörte genügte ein Schuss um aus der Pistole um ihm den Rest zu geben. Morgan mochte es lieber präzise. Mit einer sagenhaft ruhigen Hand legte er sein Präzisionsgewehr an und Zielte. Ein Turianer fiel unter dem akkuraten Kopfschuss als der Scharfschütze schon das nächste Opfer ins Visier nahm. Mia, der Sanitäterin, erging es nicht so leicht. Sie schoss zwar gut mit ihrer Pistole jedoch waren drei Gegner zuviel für sie und ihre Nerven. Allerdings waren schon bald die Schilde der Angreifer offline. Ein sauberer Schuss ins Herz seitens Morgan machte eine der Drei fertig. Fred nahm sein Sturmgewehr um seiner Kontrahenten auszuschalten. So kämpften sie wie die Götter doch es kam immer Nachschub an Feinden. Mittlerweile hatte jeder von ihnen bestimmt sieben auf dem Gewissen. Die Feinde schienen jedoch weniger zu werden. Von Welle zu Welle kamen weniger. Es musste also bald geschafft sein. Nach einigen Sekunden schien der Kampf vorbei zu sein. Es kamen keine Söldner mehr. Als sie sich gerade wieder auf den Weg machen wollten hörten sie ein mächtiges Stampfen auf dem Boden.
    „Online.“ kam eine mechanische Stimme aus den Bäumen. Dann trat ein YMIR-Mech aus der Dunkelheit hervor. Chong reagierte als erster. Mit einer blitzschnellen Bewegung überlud er mit seinem Universalwerkzeug die Schilde der Kampfmaschine. Dann mobilisierte Amy ihre biotischen Kräfte. Sie nahm ihre Schrotflinte in die Hand und eine enorme Energie wirkte auf ihren Körper. Dann wurde sie mit enormer Wucht nach vorne katapultiert. Sie traf den Mech hart und er geriet ins wanken. Allerdings brachte ihn das lange nicht zu Fall. Die drei anderen eröffneten das Feuer auf den Roboter. Auch sie begann mit ihrer Schrotflinte zu schießen und sprang rückwärts hinter eine Deckung. Der YMIR feuerte eine Rakete auf sie ab die sie aus ihrem Schutz hob und sie fünf Meter weit durch die Luft schleuderte. Die anderen hörten nicht auf zu schießen, doch der Mech schien nicht vorzuhaben in absehbarer Zeit kaputt zu gehen.
    „Das ist unmöglich! Der Mech müsste schon längst im Eimer sein!“ Schrie der Techniker. Der Roboter kam immer näher. Es war aus. Doch plötzlich sprang etwas von hinten auf den Kampfkoloss und landete auf ihm. Ein Mensch mit einer Schrotflinte. Er schoss mehrmals auf den Kopf. Das konnte nichts aushalten. Mit einem Rückwärtssalto sprang der Unbekannte vom Mech und landete auf dem Boden.
    „Gehen sie von dem Mech weg! Er könnte explodieren!“ Schrie Chong dem Retter zu. Doch der blieb einfach seelenruhig stehen.
    „Das wird er nicht.“ sagte er.
    „Was gibt ihnen diese Sicherheit? Sind sie etwa ein Tech? Nein ganz bestimmt nicht. Also lassen sie sich von einem Fachmann sagen was zu tun ist.“
    „Ein guter Tech hätte das Teil hier schon längst gescannt.“ meinte der Unbekannte höhnisch. Der Techniker sah ihn verdutzt an und scannte den YMIR-Mech mit seinem Universalwerkzeug. Als er die Daten ablas veränderte sich sein Gesichtsausdruck immer mehr ins undeutbare.
    „Diese Maschine“ begann er „ist mit Upgrades versehen die wir nach unseren Technischen Standards noch gar nicht haben.“
    „Wie sollte das möglich sein?“ fragte Aleston.
    „Nun ja, da wäre zum einen diese ablative Panzerung. Ich kenne sie nur von Raumschiffen. Der Rechenprozessor hat die Leistung einer Militärstrategischen VI. So etwas dürfte garnicht da reinpassen. Allerdings wundert es mich jetzt nicht mehr dass wir bei dem Ding fast draufgegangen sind.“
    „Oh mein Gott!“ hörte Fred eine Stimme schreien. Er drehte sich um. Mia hatte sich von der Gruppe entfernt um Amy zu untersuchen. Sie starrte entsetzt auf den Körper der Biotikerin. Der Captain konnte ihn nicht sehen, da er hinter einem Felsen lag.
    „Wie siehts aus?“ fragte er.
    „ Ich muss sie sofort behandeln!“ antwortete die Sanitäterin während sie begann die Frontkämpferin zu versorgen.
    „Der Schildgenerator ist hin, die Panzerung kann man nie mehr als solche bezeichnen.“ Sagte sie während sie arbeitete.
    „Schwerste Verletzungen. Wir müssen sie sofort auf die Krankenstation der Red Lancer bringen.“
    Ohne das irgendjemand es mitbekommen hatte stand plötzlich der unbekannte Retter der Gruppe neben Mia uns Amy. Er betrachtete sie einen Moment, nahm mit einer blitzschnellen Bewegung seine Pistole und erschoss Amy. Ohne mit der Wimper zu zucken steckte er die Waffe wieder ins Halfter. Mia starrte ihn eine Sekunde lang entsetzt an, dann nahm sie ihre Handkanone und hielt sie ihm an den Hals. Mit Tränen in den Augen schrie sie ihn an.
    „Du hast meine beste Freundin umgebracht! Du Monster! Du grausames Monster!“ Doch weiter kam sie nicht. Da sie gerade begann zu lauthals los zu heulen merkte sie nicht wie er ihr die Waffe aus der Hand schlug und sie einen Meter weiter auf den Boden aufschlug. Fred wusste das Mia in ihrem Leben viel durchgemacht hatte. Als sie fünf gewesen war, waren ihre Eltern in einem Einsatz gestorben und sie war auf Elysium in ein Waisenhaus gekommen. Dort hatte sie Amy Gourna kennen gelernt. Sie war ihre Zimmerpartnerin gewesen. Sie wollten beide wie ihre Eltern zum Militär um die Galaxie vor dem Bösen zu beschützen. In ihren kindlichen Köpfen spielte sich das alles so einfach ab. Doch als Amy mit zehn Jahren ins BAat-Programm aufgenommen wurde, war es schwierig für die beiden gewesen sich zu trennen. Mit achtzehn verpflichteten sich beide bei der Allianz. Nach wenigen Dienstjahren trafen sie sich irgendwann in einer Einrichtung der Abteilung SO. Von diesem Zeitpunkt an waren sie immer zusammen gewesen. Vor einem Jahr waren sie auf die Red Lancer gekommen. Die beiden immer schnatternden Frauen an Bord waren einigen störend vorgekommen. Doch eigentlich sorgten sie immer für gute Laune. Doch jetzt war Amy tot und Mia hatte die einzige Person verloren die in ihrem Leben wirklich wichtig gewesen war. Aleston, Chong und Ferdingan rannten zu den beiden hin. Der Captain nahm die Sanitäterin in den Arm und tröstete sie. Der Tech und der Scharfschütze richteten ihre Waffen auf den Mörder.
    „Sie sollten mir dankbar sein. Ich habe sie von ihrem Leiden erlöst.“
    „In dieser Einheit wird niemand getötet!“ schrie Fred ihn an. „Wer sind sie überhaupt. Sie haben sich noch gar nicht vorgestellt.“
    „Ich bin Liutenant Justin Worthington, Abteilung SO, Aufklärung in den Terminus Systemen. Meine Einheit wurde von den Piraten überrascht als wir dasselbe machen wollten was sie vorhaben. Diese Leute verfügen über Technologie die wir nur erahnen können. Ich bin seit einer Woche auf diesem Planeten.“
    „Eine Woche?“ fragte Chong „Aber das ist unmöglich! Wie haben sie das überlebt?“
    „Ich bin nicht bei der Aufklärung weil ich so schnell auf verlassenen Planeten sterbe. Ich bin der beste Überlebenskünstler der Allianz.“
    „Aber sie haben gerade ein Mitglied der Allianz umgebracht!“
    „Sie hätte es nicht überlebt. Lieber erlöse sich sie kurz und schmerzlos von ihren Qualen als sie einen grausamen und langsamen Tod sterben zu lassen.“ Meinte er.
    „Wir sollten jetzt übrigens von hier verschwinden. Die Verstärkung ist mit Sicherheit schon auf dem weg.“ Alle starrten ihn fassungslos an. Er hatte gerade jemanden umgebracht und verlangte dass sie einfach weitergingen?
    „Er hat Recht.“ sagte Aleston plötzlich. „Wenn wir weiter hier herumstehen werden wir vielleicht mit draufgehen.“
    „Und was passiert mit Amy?“ Fragte Mia
    „Wir lassen sie hier. Dann gibt es den Piraten falsche Selbstsicherheit.“ Antwortete Worthington eiskalt.
    „Bitte? Was haben sie gerade gesagt? Wir nehmen sie natürlich mit.“ Meinte Aleston.
    „Leichen sind entweder Waffen oder eine zusätzliche Belastung. Wenn wir sie hierlassen war ihr Tod wenigstens nicht umsonst. Das gelingen der Mission könnte davon abhängen.“
    Fred dachte nach.
    „OK. Sie bleibt hier. Aber wir holen sie nachher wieder ab. Liutenant Worthington, sie kommen mit uns.“
    „Wie bitte? Damit er uns in den Rücken schießt oder was?“ fragte Chong empört.
    „Es ist meine Pflicht ihn der Allianz zu übergeben. Er kann sich wenigstens nützlich machen.“ Antwortete der Captain.

    Der Weg war ohne Zwischenfälle fortgesetzt worden. Jetzt erreichten sie die Steilwand in die das Lager hineingebaut war. Draußen war nur ein kleiner Gebäudekomplex zu sehen. Und eine Luftabwehrbatterie. Alles war so dunkel dass man es nur vage erkennen konnte. Es gab nur einen Eingang und der wurde von zwei Batarianern bewacht. Aleston und seine Einheit waren so versteckt dass sie nicht entdeckt würden, wenn sie keinen allzu großen Lärm machten und nicht viel weiter vorrückten. Es war Zeit eine Sturmangriff zu starten. Morgan und Worthington nahmen ihre Präzisionsgewehre und zielten auf die Köpfe der Wachleute. Auf sein Zeichen drückten sie ab. Dann brach die Hölle los. Von überall her schienen Kampfdrohnen zu kommen. Alle zogen ihre Waffen und feuerten. In einer Kreisformation bewegten sie sich langsam Richtung Eingang. Sie zerstörten eine Drohne nach der anderen doch es kamen immer neue.
    „Alle Abstand von den kleinen Biestern nehmen!“ schrie der Techniker. Alle taten es. Er drückte ein Paar Tasten auf seinem Universalwerkzeug und fast alle Drohnen explodierten. In der nächsten Sekunde hörten sie Ohrenbetäubende Explosionen aus allen Richtungen.
    „Das waren die Lager der Teile. Alle sind weg. Ich habe ein Virus auf die Befehlsroutinen des zentralen Steuerungscomputers hochgeladen. Der gab dann den Explosionsbefehl.“ Meinte Chong.
    „Wir sollten jetzt das Lager einfach sauber machen. Dann könne wir verschwinden.“ sagte Morgan.
    „Chong, hacken sie dir Tür.“ befahl Aleston.
    „Nein. Das ist eine schlechte Idee.“ Alle schauten Justin verwundert an. „Wenn sie nicht wollten dass wir die Tür hacken, wären sie längst rausgekommen. Allerdings werden sie wahrscheinlich schon eine Überraschung für uns haben wenn wir das Teil öffnen.“Das klang logisch.
    „Aber was wollen wir sonst tun? Es gibt nur einen Eingang.“ fragte Chong.
    „Ich habe nie behauptet dass wir einen anderen Weg da rein bräuchten. Das einzige was wir brauchen ist dass hier.“ sagte der Überlebenskünstler und zog zwei dünne Röhren aus einem Fach in seiner Panzerung. Sie waren beide mit einer milchig-weißen Substanz gefüllt.
    „Das ist doch...“ begann Mia „Tanticus. Genau. Der verbotene Flüssigsprengstoff der früher im Bergbau eingesetzt wurde.“ beendete Justin den Satz. „Ein Teelöffel davon könnte einen Dreschlund in Stücke reißen.“
    „Das reicht jetzt.“ sagte Aleston wütend. „Erst bringen sie ein Mitglied der Allianz um und dann besitzen sie auch noch verbotene Substanzen. Wer glauben sie eigentlich wer sie sind?“
    „Ruhig Blut Meister. Das Zeug wird ihnen gleich das Leben retten.“ Er holte eine Granate hervor und träufelte einige Tropfen in das Upgradefach. Dann ließ er die Röhrchen in seinem Anzug verschwinden.
    „Alle in Deckung!“ schrie der Captain und Worthington stellte die Granate scharf. Dann warf er sie. Sobald sie die Tür erreicht hatte ertönte ohrenbetäubender Lärm und die massive Stahltür wurde einfach nach innen gepresst. Sie flog bis zum Ende des Ganges und hatte dabei genug Schwung um alle Sicherheitsleute und schwere Mechs die als Empfangskomitee aufgestellt waren an der hinteren Wand zu zerquetschen. Kaum war das geschehen stürmte die Allianztruppe in das Gebäude. Sie rannten durch die Gänge, fanden jedoch niemanden. Am Ende des großen Hauptgangs war eine verriegelte Tür. Vor ihr blieben alle stehen. Chongs Finger rasten über die Konsole und im nächsten Moment war der Weg auch schon frei. Sie standen im Eingang einer riesigen Lagerhalle. Das komische war nur: Die Halle war leer. Keine einzige Kiste Schmugglergut war zu sehen. Auf der Rückwand war das Gesicht eines Batarianers zu sehen. Es war eine Projektion die sie hämisch angrinste.
    „Na ihr dreckigen Menschen? Dachtet wohl hier gäbe es was zu holen?“ Meinte er mit seiner tiefen Stimme.
    „Was hat das zu bedeuten?“ fragte Aleston „Wieso ist hier keine Ware?“
    „Ihr seid so dumm, Mensch. Es gab nie ein Lager. Ich habe alles so arrangiert dass ihr in eine Falle lauft.“
    „Sieht so aus als hätten wir sie doch ausgetrickst.“ sagte Worthington.
    „Das glaubt ihr.“ Der Batarianer nahm einen Zünder und drückte auf den Knopf. Das Team rannte. Hinter ihnen explodierten die Wände und alles andere. Metallteile flogen durch die Luft und Rauch drückte auf ihre Lungen. Sie sprinteten so schnell sie konnten Richtung Ausgang. Hinter ihnen jagte ein mächtiger Feuerball durch den Gang. In letzter Sekunde kamen sie aus dem Gebäude hinaus nd warfen sich zur Seite. Der Ball zuckte als eine einzige riesige Stichflamme aus dem Eingang und Ruhe trat ein. Erschöpft sank Aleston auf die Knie und aktivierte sein Intercom.
    „Walsh, schicken sie ein Shuttle dass uns abholt. Wir sind hier fertig.“ sagte er.

    Wenige Minuten später saßen sie im Tarnshuttle auf dem Weg zur Red Lancer. Der Captain hatte bereits angefangen seinen Bericht zu verfassen als plötzlich eine Übertragung vom Schiff reinkam.
    „Captain, wir haben ein Problem.“ sagte Walsh. Er klang nervös und beunruhigt.
    „Erwarte Informationen Walsh.“ antwortete aleston formell.
    „Non´balas Schiff, die Divine Pride nähert sich unserer Position. Allerdings scheint sie jetzt anders zu sein als vorher.“
    „Was meinen sie damit?“
    „Nun ja, sie scheint das ein oder andere Upgrade verpasst bekommen zu haben. Und einen neuen Namen hat sie auch.“
    „Der wäre?“
    „Harbingers Wrath“

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