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Sargnagel
28.09.2007, 13:18
Internetverbindung nach Burma gekappt

Burmas Machthaber schotten das Land von der Außenwelt ab. Die Militärregierung scheint den Zugang zum Internet gekappt zu haben - das wichtigste Werkzeug der Demonstranten zur Nachrichtenübermittlung. Im Stadtzentrum Ranguns errichten Soldaten Barrikaden.

Als offiziellen Grund für die Internetstörung gab die staatliche Telekomgesellschaft den Bruch eines Unterwasserkabels an. Sehr viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass die burmesische Militärregierung selbst die Verbindungen gekappt hat.

Ohne Zugang zum Internet haben die Oppositionellen kaum Möglichkeiten, ihre Berichte, Fotos und Videos an die Außenwelt zu übermitteln (mehr...). Vieles von dem, was die Welt in den letzten Tagen über die Proteste aus Burma zu sehen bekam, hatte diesen Weg genommen. Damit soll offenbar nach dem Willen der Militärregierung jetzt Schluss sein: Internet-Cafés blieben heute geschlossen. Der Auskunftsdienst des größten Internet-Anbieters ist telefonisch nicht mehr zu erreichen.
Bürger-Journalisten gehören zu den Hauptinformanten über die Demokratiebewegung und die Niederschlagung der Proteste in den vergangenen Tagen. Sie nutzen sogar Kontakt-Seiten im Internet dafür, ihre Bilder und Blogger-Berichte nach draußen zu schmuggeln.


Quelle (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,508395,00.html)

Ein geschickter Schachzug der Militärregierung, der gespannten Welt die Bilder vorenthalten zu wollen. Niemand soll sehen, wie der Aufstand blutig niedergeschlagen wird. :mad: Der tote japanische Journalist war wohl kein Zufall...

zyklop
28.09.2007, 13:38
Dazu kommt noch, das China aus wirtschaftlichen und machtpolitischen Erwägungen heraus einen stärkeren internationalen Druck auf Birma verhindern will. Daher auch die Blockade im UNO-Sicherheitsrat.

Es ist eine widerwärtige Politik, wenn Menschen, die um ihre Freiheit kämpfen, von ihren Nachbarn China, Thailand und auch Indien keinerlei Unterstützung bekommen, und sei es nur moralische...

Eldron
03.10.2007, 02:16
Ich weiß nicht, aber für mich haben die ganzen Asiaten einen an der Waffel... man muss sich alleine China anschauen, ich welchem Land erhalten denn die Menschenrechte "mehr" Beachtung... :rolleyes:

zyklop
03.10.2007, 08:54
Es geht weniger um "die Asiaten" als vielmehr um die diktatorischen Regime, die vorwiegend in Asien und dem nahem Osten ihr Unwesen treiben.
Das sich die Menschen auch dort Freiheit wünschen, haben die jüngsten Ereignisse in Birma oder das Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking am 4. Juni 1989 bewiesen, als ca. 3000 chinesische Studenten von Panzern der "glorreichen" Volksbefreiungsarmee ermordet wurden.

Sargnagel
10.10.2007, 14:49
Seit Tagen hört man eigentlich nicht mehr viel aus der Region. Die Machthaber lassen aber wohl weiterhin die Gewalt sprechen...:mad:

Ich habe hier mal eine Blog-Sammlung gefunden. Ist immerhin auf Englisch. ;)

Link (http://www.burma.newsladder.net/?gclid=CK620uKshI8CFQcwlAodpk-iuA)

gateacc
13.10.2007, 13:11
Wenn China nicht zu einer so großen Industrienation aufgestiegen wäre, würden die Politiker Europas und den USA ganz anders mit dem Problem in Burma umgehen.

Wie zyklop schon meinte, die Politik bezieht sich immer nur auf die wirtschaftlichen Folgen ganzer Nationen. Hier geht es nicht einmal um moralische Werte. Das ist aber typisch in einem Zeitalter der Globalisierung...!

Crycatcher
13.10.2007, 14:37
Man fragt sich, ob nicht derartige Unruhen ziemlich willkommen sind. Tatsache dessen, sind auch eventuelle Regionsbündnisse nicht in Sicht. Würde nicht die westliche Welt nach Luft schnappen, sollten sich dort auch eine Art asiatischer Union mit Einheitswährung auftuen?

gateacc
15.10.2007, 13:07
PS: Es gabt erneute Verhaftungen! Stand heute in der Zeitung...Ungeachtet der drohenden Sanktionen!