Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studiengebühren: Uni Hamburg exmatrikuliert 1110 Studenten
Sargnagel
15.08.2007, 23:18
Jetzt scheint es soweit zu sein: Über 1100 Studenten werden exmatrikuliert und dürfen somit in Hamburg nicht weiter studieren...
Universität Hamburg exmatrikuliert 1110 Studenten
Die Universität Hamburg will 1110 Studenten exmatrikulieren, weil sie ihre Gebühren nicht bezahlt haben. Damit dürfen sie nach den Semesterferien nicht mehr weiterstudieren und können sich - wenn überhaupt - erst zum Sommersemester 2008 wieder einschreiben. Das berichtet die Tageszeitung die ''Die Welt'' (Donnerstagausgabe). Zuvor war die letzte Gnadenfrist endgültig abgelaufen.
Wer die 500 Euro pro Semester nicht bezahlt und keinen triftigen Grund für eine Befreiung vorlegen kann, muss die Uni verlassen. Die Hochschule hatte Ende Juli insgesamt 1940 Exmatrikulationsbescheide verschickt. Bis zum 14. August haben 534 Studenten im Rahmen der letzten Frist ihre Gebühren überwiesen. Laut Präsidium werden zudem zurzeit noch die Fälle von 245 Studenten geprüft; die meisten von ihnen konnten innerhalb der Frist noch Gründe für die Befreiung, Stundung oder den Erlass der Gebühren anführen, hieß es.
Quelle (http://www.hamburg1.de/hh1/nachrichten_article.html?nachrichten/2007/08/15/690400000)
Welches Signal geht für Euch davon aus? Werdet/würdet Ihr gegen Studiengebühren angehen oder meint Ihr, sie sei sinnvoll?
one-cool
16.08.2007, 08:26
wir haben schon zur Genüge hier versucht dagegen anzugehen, aber wenn man es sich anschaut, ist es schon sinnvoll es einzuführen, sonst kommt es zu einer immer stärkeren Privatisierung der Uni's.
Njor, muss ich wohl oder übel damit leben =/
Ich finde, dass die Langzeit-Studenten (z.B. 35 Jare alt und immer noch im 3. Semester der Soziologie) verstärkt zur Kasse gebeten werden müssen.
Aber ein Studiengang in normaler Zeit sollte frei bleiben.
Ich finde, dass die Langzeit-Studenten (z.B. 35 Jare alt und immer noch im 3. Semester der Soziologie) verstärkt zur Kasse gebeten werden müssen.
Aber ein Studiengang in normaler Zeit sollte frei bleiben.
Sehe ich genauso!
500€ sind für Familien die ein niedriges Einkommen beziehen oft eine unüberwindbare Hürde.
Ich selbst werde von meinen Eltern und meinen Großeltern unterstützt und arbeite selbst noch auf 400€ Basis. Daher geht es mir recht gut aber das können sich eben nicht alle Familien leisten.
Aber gegen die Langzeit-Studenten müsste eine eine Studiengebühr eingeführt werden, wenn sie die Regelstdienzeit zu weit überschreiten.
one-cool
16.08.2007, 19:47
Sehe ich genauso!
500€ sind für Familien die ein niedriges Einkommen beziehen oft eine unüberwindbare Hürde.
Dafür gibt es BaföG. Ist zwar nicht die schönste Lösung, aber immerhin eine, die es einem ermöglicht das zu machen.
Der Doktor
16.08.2007, 19:50
Die sogenannte Studienkontenregelung, die das Problem der Langzeitstudierenden beackern sollte, existiert schon recht lange und ist soweit ich weiß auch recht weit verbreitet. Demnach werden meist nach 15 Semestern oder so saftige Gebühren pro Semester fällig - also genug Zeit, um ein Studium stressfrei zu schaffen.
Wird jetzt natürlich durch die Einführung genereller Studiengebühren langsam abgelöst, ich durfte meine 275 Euro für das Wintersemester an der Uni Münster bereits berappen.
Sargnagel
16.08.2007, 20:07
Ich finde, dass die Langzeit-Studenten (z.B. 35 Jare alt und immer noch im 3. Semester der Soziologie) verstärkt zur Kasse gebeten werden müssen.
Aber ein Studiengang in normaler Zeit sollte frei bleiben.
Seh ich genauso. Dafür müsste man die einzelnen Studienfächer kategorisieren und Standards entwickeln. Wer viel länger braucht, wird zur Kasse gebeten.
Aber so ein Gesetz wäre wieder löchrig wie Schweizer Käse. Wenn Deutschland bei den pauschalen 500 € bleibt, wäre es mal eine überraschend unbürokratische Lösung. Und von solchen könnte unser Land mehr gebrauchen.
Sehr gut wäre, wenn jeder die 500 Tacken pro Semester abdrückt, sie aber wiederbekommt, wenn er sein Studium in einer gewissen Zeit schafft- das wäre auch ein netter Anreiz...;)
Zitat von Seph Beitrag anzeigen
Sehe ich genauso!
500€ sind für Familien die ein niedriges Einkommen beziehen oft eine unüberwindbare Hürde.
Dafür gibt es BaföG. Ist zwar nicht die schönste Lösung, aber immerhin eine, die es einem ermöglicht das zu machen.
Ja, allerdings werden dort nur die Einnahmen zu Rate gezogen und nicht die Ausgaben einer Familie. Soll heißen hat eine Familie ein hohes Einkommen aber gleichzeitig ein Haus abzubezahlen, 3 Kinder u.s.w
Da ist das Geld dann trotz hohem Einkommen knapp und bekommen kein BaföG!
Avantenor
19.08.2007, 21:26
wir haben schon zur Genüge hier versucht dagegen anzugehen, aber wenn man es sich anschaut, ist es schon sinnvoll es einzuführen, sonst kommt es zu einer immer stärkeren Privatisierung der Uni's.
Njor, muss ich wohl oder übel damit leben =/
Mach Dir keine Illusionen. Im wichtigsten Universitätsgremium unserer Universität (Senat) haben Uni-Interne weniger Stimmen als die Auswärtigen. Die Naturwissenschaften und Diplomstudiengänge sind auch extremst gesponsert, die könnte ohne Wirtschaft den Lehrbetrieb einstellen. Und Diplom-/Doktorarbeiten werden auch gerne für Firmen geschrieben und von denen ausgeschlachtet.
Dafür gibt es BaföG. Ist zwar nicht die schönste Lösung, aber immerhin eine, die es einem ermöglicht das zu machen.
Naja, aber nur der BaFöG-Höchstsatz wird von der Studiengebühr befreit, diejenigen, die jetzt schon BaFöG beziehen bekommen dadurch nicht mehr Geld. Und jeder Nebenerwerb ist meldepflichtig und wird auf BaFöG angerechnet...
Ich finde, dass die Langzeit-Studenten (z.B. 35 Jare alt und immer noch im 3. Semester der Soziologie) verstärkt zur Kasse gebeten werden müssen.
Aber ein Studiengang in normaler Zeit sollte frei bleiben.
seh ich genauso
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