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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Amerika wählt den Wechsel



zyklop
08.11.2006, 13:49
Letzte Nacht war ein guter Tag für Amerika - und für den Rest der Welt !
Religiöser Fanatismus, Arroganz und Unfähigkeit der Republikaner wurde durch eine Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung eine klare Absage erteilt. Im Repräsentantenhaus haben die Demokraten eine komfortable Mehrheit erreicht, im Senat ist das Rennen noch offen, aber derzeit sieht es auch dort nach einem hauchdünnen Vorsprung für die Demokraten aus.

In den USA bestimmt der Präsident die Aussenpolitik, dennoch dürfte dieses Ergebnis den unfähigsten und ethisch fragwürdigsten Präsidenten der neueren US Geschichte und seine korrupte Führungsclique vor enorme Probleme stellen. Denn es geht nicht nur um die Bewilligung weiterer Gelder durch das Abgeordnetenhaus - es geht vor allem auch darum, das nun endlich wieder das System aus "Checks and Balances" funktionieren wird und das in Zukunft die Demokraten Untersuchungsausschüsse gegen die Republikaner durchsetzen können. Es ist zwar nicht davon auszugehen, das George Bush junior, Dick Cheney, Conedoleca Rice und Donald Rumsfeld (um nur einige üble Gestalten zu nennen) jemals vor einem ordentlichen Gericht wegen ihrer Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden, doch letzte Nacht wurde ein wichtiger Schritt Richtung Erneuerung der USA gemacht. Die Werte, die dieses Land groß gemacht haben und die in den letzten 6 Jahren von Republikanern systematisch in den Dreck gezoigen wurden, können nun wieder auf eine Wiederbelebung hoffen. Leider gab es zu wenig aufrechte Republikaner, die bereit gewesen waren, dem üblen Treiben rechtzeitig Einhalt zu gebieten. Denn es gab und gibt durchaus auch bei den Republikanern noch Ehrenmänner (zu nennen wäre da u.a. John McCaine), doch diese konnten sich gegen die geistig und moralisch minderbemittelte Mehrheit des republikanischen Mobs und deren neo-faschistischen Großmachtsträumen nicht durchsetzen.
Ich kann es nur wiederholen: Ein guter Tag für die USA und den Rest der Welt...

one-cool
08.11.2006, 16:06
dadurch wird aber Amerika in eine Politik des Stillstands versetzt. Was imho auch nicht sein sollte.

Liegt daran, dass Bush nun schwer was durchsetzen kann, und in Aussicht auf die Wahl in 2 Jahren kann sich keine Seiet nun unpopuläre Entscheidungen trauen, + jede Seite muss noch einen Kandidaten in Stellung bringen langsam.

Sargnagel
08.11.2006, 19:25
Soeben hab ich gehört, dass Rumsfeld zurückgetreten ist! 8)

Hoffentlich wacht Amerika jetzt auf. Es gibt viel nachzuholen! ;)

kurgan
09.11.2006, 08:02
Ich habe mir am Montag ein TV-Duell zwischen Clinton die weibliche und dem republikanischen New-Yorker Senator angeschaut. Augenfällig war das Clinton die Weibliche wesentlich mehr Redezeit hatte und auch weichere Fragen gestellt bekam. Wirkliche Aussagen kamen nur von Wegen Maisbauer vor New York besser an die Stadt anzubinden um lokale Wirtschaft zu fördern.

Knackpunkt einer TV-Runde ist m.E. die Abschlussrede, die hier auf 60 Sek. begrenz wurde. Aufgefallen ist lediglich das ohne Verbesserungsvorschlag das Thema Irak von Clinton die Weibliche angesprochen wurde und nur von "Besserem Schutz" geredet wurde. Der Republikaner durfte als Letztes sprechen und sprach genau meine Beobachtung an: Die Demokraten haben nur den Aufhänger Irak, aber da steckt nix dahinter. Es gibt in den demokratischen Reihen keinen Billyboy Clinton mehr, die Schlabbersäcke verstecken sich hinter dem Namen Clinton und haben die weibliche Ausgabe im Visier. Die aber nun wirklich nichts in der Politik zu suchen hat, so wie sie sich am Montag darstellte.

Es tut mir wirklich leid um Amerika, dort ist selbst die Opposition unfähig, stellen so Playboys ala Cerry als Alternative zu Bush auf. Aber so ist das Spiel: Schwache Regierungen haben meist auch eine schwache Opposition. Amerika kommt vom Regen in die Traufe. Wollen wir nur hoffen das die Demokraten an die wirtschaftliche Politik von Billyboy anknüpfen und sich nicht wieder von Zigarrenspielchen ausbremsen lassen.