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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Koma-Dunkelheit überall(Teil I)



DieFlamme
26.05.2008, 19:14
es ist dunkel,und ich weis nicht wo ich bin.aber ich höre die stimmen derer denen ich wichtig bin.ich weis noch,dass ich in der ankunftshalle vom alten bahnhof stand.ein typ lag in einiger entfernung am boden,ich glaube er war tot,und an einem der stützpfeiler war denis gefesselt.ein polizist saß neben ihm,und befreite ihn von den fesseln.einen meter von mir entfernt stand ein anderer typ,mit erhobener waffe.ich weis noch,dass er direkt auf mich zielte.er drückte ab,aber die kugel traf nicht mein herz sondern eine stelle über meinem linken auge,da der schütze in diesem moment von einem polizisten weggestoßen wurde.ein schauer durchfuhr mich,ich ging getroffen zu boden.ich hörte eine männerstimme meinen namen sagen,aber ich konnte die stimme nicht einordnen.das nächste was ich weis,ist das ich durch die dunkelheit hindurch hören konnte,wie mehrere sanitäter um mich herum standen,und ihre arbeit taten.eine weile noch kann ich die augen offen halten,kann sehen,dass ich erst auf eine trage gelegt,mit einem krankenwagen ins krankenhaus gebracht und dann einen flur entlang gerollt werde.
die dunkelheit um mich herum ist greifbar,hörbar,spürbar und doch fühlt sie sich unecht an,so als ob man in einem dunklen zimmer sitzt.ich höre vertraute stimmen in meine zimmer.erst eine mittlere,männliche stimme,dann eine ältere,weibliche stimme.die dritte stimme ist ebenfalls weiblich,aber nicht zu jung.der geruch von zigaretten liegt in der luft,die stimme hört sich gereitzt an.einige zeit später höre ich wieder mir sehr vertraute stimmen.dann ein geräusch,so als ob jemand etwas abstellt,einen teller oder etwas schwereres.dann plötzlich wohl bekannte,geliebte töne:meine lieblings band.die dunkle,männliche stimme sagt:
,,Das wird Ihrer Tochter sicher helfen,zurück zu kommen.Vertraute Musik,Gerüche oder ähnliches helfen den meisten Komapatienten,wieder aufzuwachen.Aber "aufwachen"ist ein unschönes wort.Ich sage lieber zurück kommen.Das klingt hoffnungsvoller.''
dann schweigt die stimme und musik erfüllt den raum.ich finde einen rythmus,dem ich zu folgen versuche.nach einiger zeit,höre ich,wie sich die tür meines zimmers öffnet.dann höre ich plötzlich seine stimme.außer ihm und mir ist niemand im raum.
,,Ich wollte sehen,was aus dir geworden ist,aber deine Mutter sagte mir,du wärst im Krankenhaus.Der Beamte vor der Tür hat mir erzählt,was passiert ist.''
seine stimme ist leise,und ich kann hören,dass er sich,gegen seinen willen,sorgen macht.,,es ist in ordnung.''will ich sagen.,,mir geht es gut,ich bin okay.''aber ich kann nicht,die dunkelheit hällt mich davon ab.dann geht die tür auf,ich höre eine weibliche stimme,jung und bekannt...,,hier ist der ring,den du mir geschenkt hast...ich dacht du willst ihn wiederhaben.''ich höre,wie sie den ring auf meinen nachttisch legt,und wieder gehen will.,,warte hier.''sagt er.,,ich hol' die anderen.''die tür geht auf und wieder zu.dann,einen augenblick später,öffnet sich die tür wieder,und diesmal sind viele stimmen zu hören...
auch diese stimmen kenne ich,aber die menschen zu denen die stimmen gehören,sind nicht die freundlichsten leute.ihnen haben ich es teilweise zu verdanken,dass ich hier bin,in diesem krankenhaus.an den tagen danach bemerke ich eine veränderung in der schwärze die mich umgibt.es wird heller,habe ich bemerkt.und je heller es wird,um so aufgeregter werden die stimmen,die täglich in meinem zimmer ein und aus gehen.und irgendwann bin ich dann nur noch ein bisschen vom weiß entfernt,denn weiß bedeutet aufwachen,bedeutet licht.und es bedeutet,dass ich meine familie und die wenigen freunde die ich habe,wiedersehe.plötzlich wird es hell,heller als vorher.


grade kommt eine junge frau in blauer hose und blauem hemd ins zimmer.,,oh!'' sagt sie.,,du bist ja wach.warte ich hole den doktor!''dann ist sie verschwunden und einen moment später erscheint ein älterer mann in weißem kittel,und einer brille auf der nase.er sieht mich an,seufzt und stellt sich an meine bettkante.,,wissen sie noch,was sie als letztes gesehen haben?,,fragt er.ich schüttele den kopf,obwohl ich in den wochen,in denen es dunkel war,immer wieder die bilder gesehen habe,die ich zuletzt sah.trotzdem sage ich nichts.der arzt sieht mir prüfend ins gesicht,und schreibt dann etwas auf sein klemmbrett.es klopft, der arzt ruft,,herein!''und wendet sich von mir ab.in der tür stehen meine eltern und meine schwestern.mum,paps und meine kleine schwester umarmen mich,aber sie steht nur schweigend da.,,was ist?grade schien es noch so,als ob du dich freust,mich wach zu sehen.''sie schweigt weiter,und auf einmal geht die tür auf.da stehen sie alle,die menschen,die für ein jahr meine klassenkamraden waren.ich sehe sie einen nach dem anderen an,und seufze.ich will etwas sagen,als eine von ihnen mich etwas fragt.,,warum hast du nicht gesagt,dass du zu dem einsatz wolltest?''meine augen verengen sich zu schmalen schlitzen:,,das geht euch ÜBERHAUPT NICHTS an!''fauche ich.,,euch hat es NOCH NIE interressiert,was mit mir los ist!''alle zucken zurück,aber ich bereue es nicht,das gesagt zu haben.der arzt sieht,dass ich gereitzt bin,und schickt alle,einschließlich meiner familie,aus dem zimmer.nach circa einer stunde klopft es an der tür.ich rufe ,,herein!''und denis kommt ins zimmer.er grinst,als er mich sieht.,,ich hab von deinem auftritt vorhin gehört.schöner korb übrigens!wie gehts dir?''ich ziehe eine grimasse und muss lachen als er es auch tut.,,na ja wie solls mir schon gehen?dem umständen entsprechend halt.und was das von vorhin betrifft,das warf kein auftritt.''denis zuckt mit den schultern.,,na jedenfalls war diese tussi ganz schön sauer deshalb.ich soll dich von franzi und den anderen grüßen.''ich nicke und wende mich wieder meinem buch zu.als ich bemerke,wie denis unschlüßig im zimmer steht,sage ich:,,du kannst gehen.wenn etwas ist,sage ich der schwester sie soll dich holen.''er nickt und geht.man sieht ihm an,dass er sauer auf mich ist,weil er noch mehr sagen wollte.,,danke übrigens,dass du mitgeholfen hast,mich zu befreien.''sagt er,dann geht er,und schließt die tür.ein paar tage später werde ich entlassen,weil der arzt bemerkt hat,wie schnell ich mich wieder erholt habe.wieder zu hause,setze ich mich vor dem pc und gehe das erste mal seit ungefähr einem monat wieder ins internet.ich gehe auf meine lieblings seite und schreibe einen blog eintrag über das was in den letzten wochen los war.irgendwann fühlt sich meine leben dann wieder ganz normal an.ich bekomme einen ausbildungsplatz,arbeite jeden tag bis um halb sieben,und fange ein jahr später,mit achtzehn,an mir eine wohnung zu suchen.irgendwo habe ich mal gelesen,dass das leben weiter gehen muss.
ob das stimmt kann ich nicht sagen.bei mir trifft es jedenfalls zu...
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,,Ihr wisst nur solange nichts über euch,bis ihr euren Feinden in die Augen seht.''

Der tot auf zwei socken:)
27.05.2008, 14:10
mensch, gerade mitten in der Geschichte, und dann ist Schluss^^ öhm gibts eigentlich nicht viel auszusetzen, das am Ende ist zwar etwas verwirrend, wegen dan anführungsstrichen und so, aber trotzdem gute Geschichte! Hunters Inc. ist zwar mehr nach meinem Geschmack, aber geschmäcker unterscheiden sich halt^^

DieFlamme
05.06.2008, 15:56
socke>>du hast nur nen teil gelesen,inzwischen bin ich ja fertig...