See/V
27.03.2008, 20:29
LIDL bespitzelte Mitarbeiter
Das Nachrichtenmagazin STERN deckten in einer umfangreichen Reportage auf, dass der Lebensmitteldiscounter Lidl monatelang seine Beschäftigten in zahlreichen Filialen systematisch überwachen ließ. Es liegen hunderte Seiten von Protokollen vor, die das Ausmaß der Bespitzelung dokumentieren. Erinnerungen an einen ehemeliagen deutschen Überwachunsgstaat werden wach, wenn man erfährt, dass die Mitarbeiter hinsichtlich Toilettengängen und eventuellen Liebesverhältnissen überwacht wurden.
Außerdem wurden die Mitarbeiter hinsichtlich Ihrer Arbeitsauffassung ausgespäht, wer unfähig ist oder einfach nur " introvertiert und naiv wirkt." Die meisten dieser Einsatzberichte stammen aus Filialen in Niedersachsen, dazu kommen einzelne Abhörberichte aus Rheinland-Pfalz, Berlin und Schleswig-Holstein.
LIDL stellt Bespitzelung ein
Lidl zieht die Konsequenzen aus den Vorwürfen und stellt mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit bisher beauftragten Detekteien ein. Jürgen Kesseberth, Geschäftsleitungsmitglied Mitarbeiter und Soziales der Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, bestätigte, dass keine Detektive mehr eingesetzt würden. In Zukunft werde man gemeinsam mit den Mitarbeitern über zu treffende Maßnahmen entscheiden, sollte es künftig zu Diebstählen kommen.
In einem von LIDL am 26.03. versendeten Newsletter heißt es, man hätte durch Diebstahl entstandene Inventurverluste aufdecken wollen. Hier hätte man, branchenüblich, mit Kameraanlagen gearbeitet. Da es im Jahr 2007 in 8 Prozent der deutschen Filialen angeblich aber besonders auffällige Inventurdifferenzen gegeben habe, wurde in diesen Filialen zusätzlich für einen begrenzten Zeitraum mit Detekteien zusammengearbeitet, so der LIDL-eigene Newsletter.
Dort äußert sich Jürgen Kisseberth weiter: "Die im Stern skizzierten Vorwürfe und Feststellungen haben uns sehr betroffen gemacht. Insbesondere der damit vermittelte Eindruck, wir würden unsere Mitarbeiter "bespitzeln", entspricht in gar keinem Fall unseren Führungsgrundsätzen und dem praktizierten fairen Umgang mit unseren Mitarbeitern."
"Es tut uns Leid. Wir können uns bei den betroffenen Mitarbeitern nur entschuldigen." Doch eine Entschuldigung reicht der Gewerkschaft Ver.di nicht. Sie ruft die Betroffenen zu Schadensersatzklagen auf.
Mich interresiert eure meinung zu dem Skandal, ist es Richtig oder Falsch Mitarbeiter zu überwachen, ausgenommen das Grundgesetz, das es ja verbietet.
Das Nachrichtenmagazin STERN deckten in einer umfangreichen Reportage auf, dass der Lebensmitteldiscounter Lidl monatelang seine Beschäftigten in zahlreichen Filialen systematisch überwachen ließ. Es liegen hunderte Seiten von Protokollen vor, die das Ausmaß der Bespitzelung dokumentieren. Erinnerungen an einen ehemeliagen deutschen Überwachunsgstaat werden wach, wenn man erfährt, dass die Mitarbeiter hinsichtlich Toilettengängen und eventuellen Liebesverhältnissen überwacht wurden.
Außerdem wurden die Mitarbeiter hinsichtlich Ihrer Arbeitsauffassung ausgespäht, wer unfähig ist oder einfach nur " introvertiert und naiv wirkt." Die meisten dieser Einsatzberichte stammen aus Filialen in Niedersachsen, dazu kommen einzelne Abhörberichte aus Rheinland-Pfalz, Berlin und Schleswig-Holstein.
LIDL stellt Bespitzelung ein
Lidl zieht die Konsequenzen aus den Vorwürfen und stellt mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit bisher beauftragten Detekteien ein. Jürgen Kesseberth, Geschäftsleitungsmitglied Mitarbeiter und Soziales der Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, bestätigte, dass keine Detektive mehr eingesetzt würden. In Zukunft werde man gemeinsam mit den Mitarbeitern über zu treffende Maßnahmen entscheiden, sollte es künftig zu Diebstählen kommen.
In einem von LIDL am 26.03. versendeten Newsletter heißt es, man hätte durch Diebstahl entstandene Inventurverluste aufdecken wollen. Hier hätte man, branchenüblich, mit Kameraanlagen gearbeitet. Da es im Jahr 2007 in 8 Prozent der deutschen Filialen angeblich aber besonders auffällige Inventurdifferenzen gegeben habe, wurde in diesen Filialen zusätzlich für einen begrenzten Zeitraum mit Detekteien zusammengearbeitet, so der LIDL-eigene Newsletter.
Dort äußert sich Jürgen Kisseberth weiter: "Die im Stern skizzierten Vorwürfe und Feststellungen haben uns sehr betroffen gemacht. Insbesondere der damit vermittelte Eindruck, wir würden unsere Mitarbeiter "bespitzeln", entspricht in gar keinem Fall unseren Führungsgrundsätzen und dem praktizierten fairen Umgang mit unseren Mitarbeitern."
"Es tut uns Leid. Wir können uns bei den betroffenen Mitarbeitern nur entschuldigen." Doch eine Entschuldigung reicht der Gewerkschaft Ver.di nicht. Sie ruft die Betroffenen zu Schadensersatzklagen auf.
Mich interresiert eure meinung zu dem Skandal, ist es Richtig oder Falsch Mitarbeiter zu überwachen, ausgenommen das Grundgesetz, das es ja verbietet.