Maximus1
28.01.2008, 16:22
Das hab ich bei meinen üblichen "Google durchgängen" heute erfahren.
Ich weiß nicht ob der Thread hier passt aber ich hab gedacht: ist ähnlich wie das 1700Euro Auto.
Traunstein (Reuters) - Im Strafprozess um den Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall vor zwei Jahren hat die Verteidigung der Stadt eine Mitschuld gegeben.
Die Gemeinde habe ihre Pflichten grob vernachlässigt, sagte der Anwalt des angeklagten 54-jährigen Bauingenieurs und Statikers Rüdiger S. zum Prozessauftakt am Montag in Traunstein. "Hier sitzt kein Vertreter der Gemeinde auf der Anklagebank", kritisierte der Anwalt. Ähnlich äußerte sich der Verteidiger des 67-jährigen Bauingenieurs Walter G.: "Viele einzelne kleine Fehler haben zu dem Einsturz geführt." Bei der Katastrophe waren 15 Menschen umgekommen, darunter zwölf Kinder.
Auch Vertreter der Nebenkläger machten die Stadt mitverantwortlich. Es stelle sich die Frage, ob die Angeklagten zu Bauernopfern gemacht würden und die Stadt mit einem "Alibi-Gutachten" entschuldigt werde, sagte Anwalt Daniel Amelung.
Die Staatsanwaltschaft wirft vier Architekten und Bauingenieuren grobe Fehler bei Planung, Bau und Begutachtung der Halle vor. Die Angeklagten werden der fahrlässigen Tötung in 15 Fällen und der fahrlässigen schweren Körperverletzung in sechs Fällen beschuldigt. Das Dach der Anfang der 1970er Jahre erbauten Eissporthalle war am 2. Januar 2006 nach tagelangem Schneefall eingebrochen. Der Strafrahmen bei fahrlässiger Tötung und Körperverletzung reicht von einer Geldstrafe bis zu fünf Jahren Haft. Richter Karl Niedermeier hat vorerst zwölf Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil des Landgerichts Traunstein soll voraussichtlich am 24. April verkündet werden.
Die zivilrechtliche Seite des Falles ist bereits abgeschlossen. Ende 2006 einigten sich die Hinterbliebenen und Verletzten außergerichtlich mit der Versicherungskammer Bayern auf eine finanzielle Entschädigung. Nach der Katastrophe waren bundesweit Forderungen nach einem Bau-TÜV für öffentliche Gebäude laut geworden. Bislang gab es aber keine entsprechenden Gesetzesänderungen im Freistaat.
STAATSANWALT: DACH WAR SCHON FALSCH VERLEIMT
Drei Angeklagte will die Staatsanwaltschaft für ihre "maßgebliche Beteiligung" an Planung und Bau der Halle zur Verantwortung ziehen. Walter G. sei als Bauleiter für Statik und Konstruktion des Holzdaches verantwortlich gewesen. Seine Berechnungen hätten schwerwiegende Fehler enthalten, so dass die Tragfähigkeit der Decke überschätzt worden sei, sagte Oberstaatsanwalt Günther Hammerdinger. Sowohl G. als auch der damalige leitende Angestellte des Stadtbauamts, Horst P., sowie der 63-jährige Architekt Rolf R. hätten dies bemerken müssen. Das Verfahren gegen den 71-jährigen P. wurde wegen einer dringenden Operation des Angeklagten abgetrennt.
Der Staatsanwaltschaft zufolge wurden die Dachträger auch mit dem falschen Klebstoff verleimt. Luftfeuchtigkeit, Regen und Tauwasser führten dazu, dass sich der Leim im Laufe der Jahre auflöste und die Tragfähigkeit der ohnehin instabilen Holzkonstruktion abnahm. Dies hätte spätestens 30 Jahre nach dem Bau bei einer Prüfung der Halle im Jahr 2003 auffallen müssen. Doch in seinem Gutachten bezeichnete Bauingenieur und Statiker S. den Zustand des Dachs laut Anklage als "gut". S. habe bei seiner Untersuchung nicht sorgfältig gearbeitet, sagte der Oberstaatsanwalt. Er hätte die Mängel sowie die ungeprüfte Statik eigentlich erkennen und die Stadt alarmieren müssen.
Quelle (http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEKOE84491720080128)
... Nach "Stundenlangem Rumtippen merk ichs erst, dass ich nicht kopiert habe!
Vor zwei Jahren und jetzt erst verhandelt!(Ich weis haben die früher erfolgslos auch gemacht) Trotzdem hat gedauert!
Ich weiß nicht ob der Thread hier passt aber ich hab gedacht: ist ähnlich wie das 1700Euro Auto.
Traunstein (Reuters) - Im Strafprozess um den Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall vor zwei Jahren hat die Verteidigung der Stadt eine Mitschuld gegeben.
Die Gemeinde habe ihre Pflichten grob vernachlässigt, sagte der Anwalt des angeklagten 54-jährigen Bauingenieurs und Statikers Rüdiger S. zum Prozessauftakt am Montag in Traunstein. "Hier sitzt kein Vertreter der Gemeinde auf der Anklagebank", kritisierte der Anwalt. Ähnlich äußerte sich der Verteidiger des 67-jährigen Bauingenieurs Walter G.: "Viele einzelne kleine Fehler haben zu dem Einsturz geführt." Bei der Katastrophe waren 15 Menschen umgekommen, darunter zwölf Kinder.
Auch Vertreter der Nebenkläger machten die Stadt mitverantwortlich. Es stelle sich die Frage, ob die Angeklagten zu Bauernopfern gemacht würden und die Stadt mit einem "Alibi-Gutachten" entschuldigt werde, sagte Anwalt Daniel Amelung.
Die Staatsanwaltschaft wirft vier Architekten und Bauingenieuren grobe Fehler bei Planung, Bau und Begutachtung der Halle vor. Die Angeklagten werden der fahrlässigen Tötung in 15 Fällen und der fahrlässigen schweren Körperverletzung in sechs Fällen beschuldigt. Das Dach der Anfang der 1970er Jahre erbauten Eissporthalle war am 2. Januar 2006 nach tagelangem Schneefall eingebrochen. Der Strafrahmen bei fahrlässiger Tötung und Körperverletzung reicht von einer Geldstrafe bis zu fünf Jahren Haft. Richter Karl Niedermeier hat vorerst zwölf Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil des Landgerichts Traunstein soll voraussichtlich am 24. April verkündet werden.
Die zivilrechtliche Seite des Falles ist bereits abgeschlossen. Ende 2006 einigten sich die Hinterbliebenen und Verletzten außergerichtlich mit der Versicherungskammer Bayern auf eine finanzielle Entschädigung. Nach der Katastrophe waren bundesweit Forderungen nach einem Bau-TÜV für öffentliche Gebäude laut geworden. Bislang gab es aber keine entsprechenden Gesetzesänderungen im Freistaat.
STAATSANWALT: DACH WAR SCHON FALSCH VERLEIMT
Drei Angeklagte will die Staatsanwaltschaft für ihre "maßgebliche Beteiligung" an Planung und Bau der Halle zur Verantwortung ziehen. Walter G. sei als Bauleiter für Statik und Konstruktion des Holzdaches verantwortlich gewesen. Seine Berechnungen hätten schwerwiegende Fehler enthalten, so dass die Tragfähigkeit der Decke überschätzt worden sei, sagte Oberstaatsanwalt Günther Hammerdinger. Sowohl G. als auch der damalige leitende Angestellte des Stadtbauamts, Horst P., sowie der 63-jährige Architekt Rolf R. hätten dies bemerken müssen. Das Verfahren gegen den 71-jährigen P. wurde wegen einer dringenden Operation des Angeklagten abgetrennt.
Der Staatsanwaltschaft zufolge wurden die Dachträger auch mit dem falschen Klebstoff verleimt. Luftfeuchtigkeit, Regen und Tauwasser führten dazu, dass sich der Leim im Laufe der Jahre auflöste und die Tragfähigkeit der ohnehin instabilen Holzkonstruktion abnahm. Dies hätte spätestens 30 Jahre nach dem Bau bei einer Prüfung der Halle im Jahr 2003 auffallen müssen. Doch in seinem Gutachten bezeichnete Bauingenieur und Statiker S. den Zustand des Dachs laut Anklage als "gut". S. habe bei seiner Untersuchung nicht sorgfältig gearbeitet, sagte der Oberstaatsanwalt. Er hätte die Mängel sowie die ungeprüfte Statik eigentlich erkennen und die Stadt alarmieren müssen.
Quelle (http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEKOE84491720080128)
... Nach "Stundenlangem Rumtippen merk ichs erst, dass ich nicht kopiert habe!
Vor zwei Jahren und jetzt erst verhandelt!(Ich weis haben die früher erfolgslos auch gemacht) Trotzdem hat gedauert!